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Full text of "Neuer Anzeiger fuer Bibliographie und Bibliothekwissenschaft 1886"

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WBRA1T SOTOOI 



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Neuer Anzeiger 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



47. Jahrgang 1886. 



Begründet 



Dr. Julius Petzholdt, 



& 



Berlin und Stuttgart. 

TK7". Speznann. 
1886. 



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JUBEABT SOHOOt 




Druck der Hoffmann'schen Bucudruckerei in Stuttgart. 



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2-/007 

llBRARY 
9CHOOL 



Register zum Jahrgang 1886. 



Haupt-Artikel. 

Erlass vom 6. Novbr. 1885, betr. 
die Herstellung gedruckter Jah- 
resberichte der preuss. Univer- 
sitätsschriften. 2220. 

Die Jahresversammlung der engl. 
Bibliothekare in Plymouth. 2221. 

Ueber Normalhöhen für Bücher- 
geschosse. 2222. 

Bericht über die Verwaltung der 
Königl. Universitätsbibliothek zu 
Kiel im Etatsjahr 1884/85. 2223. 

Die Bibliothekare und Oberbiblio- 
thekare der Universität Cam- 
bridge. 2224. 

Personal der Bibliotheque natio- 
nale zu Paris. 2225. 

Staatsvoranschlag für den Aufwand 
des Bibliothekwesens Cisleitha- 
niens pro 1886: 198035 fl. 2226. 

Das Personal der italienischen Na- 
tional- und Universitäts-Biblio- 
theken und seine Bezahlung. 2227. 

Dannappel, E., Die Litteratur über 
die Salzburger Emigration. 1731 
bis 35. Seite 33. 65. 97. 

Die Kgl. Bibliothek zu Brüssel in 
den Jahren 1883 und 1884. 2403. 

Verordnung, betr. die belgischen 
kantonalen Schulbibliotheken u. 
Schulmuseen. 2404. 



Maimonides - Library , New - York. 
2410. 

Der Bücher-Nachlass des um 1287 
verstorbenen Kardinals von Ala- 
tri, mit Preisangaben. 2411. 

Die Nationalbibliothek zu Rio de 
Janeiro. 2412. 

Regulativ für die Staatsbibliotheken 
des Königr. Italien. 2462. 2579. 

Zum Jubiläum der Königl. öffentl. 
Bibliothek in Dresden. 2463. 

Bestimmungen über das von Anwär- 
tern auf Hilfsarbeiter- oder Unter- 
bibliothekarstellen in den 4 Ab- 
teilungen der Pariser Bibliotheque 
nat. abzulegende Examen. 2464. 

Die Gehe-Stiftung zu Dresden und 
ihre Bibliothek. 2510. 

Die Königliche Handbibliothek in 
Stuttgart. 2511. 

Die Marienthaler Drucke der Biblio- 
theken zu Darmstadt und Mainz. 
2578. 

Eine Nat ional-ßibliothek für Schott- 
land. 2580. 

Köhler, Karl Sylvio, Die Auktor- 
schaft und Katalogisierung der 
akadem. Dissertationen. 2678. 

Was man mit Büchern nicht thun 
soll. 2680. 

Roth, F. W. E., Das Darmstädter 
Exemplar des Breviarium Mo- 
guntinum 1457. 2706. 



271 



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n 



Haupt-Artikel. Litteratur. 



Ein Beitrag zu E. Dannappels Lit- 
teratur der Salzburger Emigra- 
tion. 2707. 

Kleiner Beitrag zur juristischen Bib- 
liographie. 2708. 

Köhler, Karl Sylvio, Die Litterae 
votivae der Bibliographie. 2717. 

Köhler, Karl Sylvio, Abbrevierte 
Titulaturen, Widmungsformeln 
und Zeitbeüennungen in den 
älteren akadem. Schriften. 2718. 

Die Bibliothek des Polytechnikums 
Dresden im Jahre 1885. 2719. 

Doubletten- Verwendung in Ame- 
rika. 2720. 

Uebersicht über die Menge der in 
Grossbritannien und Irland im 
Jahre 1885 erschienenen neuen 
Werke und neuen Auflagen älterer 
Werke. 2721. 

Diebstahl in italienischen Biblio- 
theken. 2722. 

Eine Handschrift des Vatikanischen 
Archivs verschwunden. 2723. 

Roth, F. W. E., Zur Bibliographie 
des Bartholomäus Arnoldi von 
Usingen (16. Jahrhundert). 2739. 

Abdrücke aus Bibliothekhand- 
schriften. 2407. 2469. 2586. 



Litteratur. 

Det kgl. Norske Frederiks Univer- 
sitet. 2228. 

Griswald, W. H., A. Directory of 
Writers for the Literary Press 
in the United States. 2229. 

G. P. Indexes, No. XVII. - The G. 
P. Index Annual for 1884. 2230. 

Fletcher, W. J., The coöperative In- 
dex to Periodicals issued quar- 
terly. 2231. 

Caspar, C. N., Directory of the Anti- 
quarian ßooksellers and Dealers. 
2232. 

Baldamus, Eduard. Baldamus' Ka- 
tholische Theologie. 2233. 

Baldamus, Eduard. Die Erscheinun- 
gen der deutschen Litteratur auf 
dem Gebiete der protestantischen 
Theologie. 2234. 

Baldamus, Eduard. Baldamus' Bau-, 



Maschinen- und Eisenbahnkunde, 
Telegraphenwesen, Bergbau und 
Hüttenkunde. 2235. 

Kataloge der von Hofrat Dr. Alex. 
Ziegler gestifteten Bibliotheken 
und Kupferstich - Sammlungen. 
2236. 

Weimar. Zuwachs der Grossherzogl. 
Bibliothek. 2237. 

Dresden. Katalog der Handels- und 
Gewerbekammer. 2238. 

Generalregister der deutsch. Rund- 
schau. 2239. 

Catalogus der Bibliothek van de 
Vereeniging ter Beverdering van 
de Belangen des Bockhandels te 
Amsterdam. 2240. 

Hupfer, Robert, Die deutsche Presse. 
2241. 

Bibliographie Steiermarks. 2262. 

Strassburger, B., Bibliographie der 
jüdischen Pädagogie in chrono- 
logischer Ordnung. 2298. 

Bibliotheca juridica. 2299. 

v. Szczepanski, F., Rossica und Bal- 
tica. 2300. 

Ebering, E., Bibliographischer An- 
zeiger für romanische Sprachen 
und Litteraturen. 2301. 

Cohn, Albert, Shakespeare-Biblio- 
graphie 1883 und 1884. 2302. 

Internationale Ausstellung von Ar- 
beiten aus edlen Metallen und 
Legierungen in Nürnberg 1885. 
2303. 

Friedrich, P., Mitteilungen der geo- 
graphisch. Gesellschaft in Lübeck. 
2304. 

Hinrichs, Verzeichnis der Bücher, 
Landkarten etc., welche vom Ja- 
nuar bis zürn Juni 1885 neu er- 
schienen oder neu aufgelegt wor- 
den sind. 2305. 

Grundriss zur Geschichte der angel- 
sächsischen Litteratur. 2306. 

Venturi, A., Bücherwesen. 2307. 

Dredge, J. J., Buchdruck. 2308. 

Czernowitz. Die Bukowiner Landes- 
bibliothek und die k. k. Univer- 
sitätsbibliothek. 2414. 

Verzeichnis aller Programme und 
Gelegenheitsschriften. 2415. 

Zeitungskatalog der im In- und Aus- 
lande erscheinenden Zeitungen, 



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Litteratur. ßibliogr. Fortsetz. 2eitschr. Priv.-Bibl. 



in 



Journale und Fachzeitschriften. 

2416. 
Verslag van de Aanvisten der ko- 

ninklijke Bibliotheek gedurende 

het Jaar 1884. 2417. 
City of Boston. 2417. 
Katalog der Bibliothek des Vereins 

für Geschichte des Bodensees und 

seiner Umgebung. 2418. 
37*h Annual Report of the Trustees 

of the Astor Library. 2466. 
Instruction für die Ordnung der 

Titel im aiphabet. Zettelkatalog 

der Kgl. und Universitätsbiblio- 
thek zu Breslau. 2467. 
Verzeichnis der neuen Werke der 

Kgl. öffentlichen Bibliothek zu 

Dresden 1884/85. 2468. 
8 th Annual Report of the Librarian 

of the Providence Public Library. 

2581. 
Report on the Mitchell Library. 

2582. 
33 th Annual Report of the President, 

Treasurer & Librarian of the Mer- 

cantile Library Association of San 

Francisco 1885* 2583. 
Ackermann, Karl, Bibliotheca Has- 

siaca. 2584. 
Hase, Oskar, Die Koberger. 2585. 
Trautwein, Th., Bibliographie der 

alpinen Litteratur. 2709. 
Jacobsen, L., Catalogo de la libreria 

europea. 2710. 
Catalogul libraria. 2711. 
Bibliografia romana. 2712. 
Det kgl. Norske Frederiks Univer- 

sitet. 2713. 
Zangemeister, Karl, System des 

Realkatalogs der Universitätsbib- 
liothek Heidelberg. 2714. 
Systematic Catalogue of the Public 

Library of the City of Milwaukee. 

2715. 
Katalog der Handelskammer zu 

Leipzig. 2716. 
Brunn, Chr., Aarsberetninger og 

Meddelelser fra det Store Kgl. 

Bibliothek. 2724. 
Pereis, Moritz, Adressbuch für den 

Buch-, Kunst- und Musikalien- 
handel. 2725. 
Beiträge zur Landeskunde Bayerns. 

2726. 



Bidermann,H. J., Die Nationalitäten 
in Tirol. 2727. 

Böhmer, G. H., Bibliography of the 
VolcanvesEarthquakes & Geysers 
of Iceland. 2728. 

Inseraten-Versendungsliste. 2729. 

Katalog sämtlicher Pfarr- und Kir- 
chenbibliotheken der derzeitigen 
Ephorie Leisnig. 2730. 

Roth, F. W. E., Geschichte und Be- 
schreibung der Kgl. Landesbib- 
liothek in Wiesbaden. 2731. 

v. Szczepanski, F., Russica. 2732. 

Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M. 
Bibliothekordnung vom 1. No- 
vember 1885. 2733. 

Grotefend, H., Verzeichnis von Ab- 
handlungen und Notizen zur Ge- 
schichte Frankfurts ausZeitschrif- 
ten und Sammelwerken. 2734. 

Vollständiges Inhaltsverzeichnis zu 
Westermanns illustrierten deut- 
schen Monatsheften. 2735. 

Bibliotheca Lippiaca. 2740. 

Bibliographien. 

2297. 2413. 2465. 

Fortsetzungen. 

2406. 2512. 2736. 2741. 

Zeitschriften. 

2405. 2470. 2515. 2588. 2679. 2737. 

Privat-Bibliotheken. 

Aeby 2560. 
Barb 2658. 
Barth 2659. 
Beck 2561. 
Biefelmann 2660. 
v. Bock 2562. 
Brenner 2563. 
Drandt 2661. 
Eckstein 2564. 
Fischer 2662/63. 
Hünefeld 2664. 



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IV 



Biblioth.-Katal. u. Verw. Litt. u. Misz. Allgemeines. 



Jolly 2665. 
Josch 2565. 
Klingholz 2666. 
Kohlhammer 2566. 
Küchenmeister 2567. 
Lepsius 2667. 
Majunke-Lissa 2668. 
Mayer v. Mayerfeld 2568. 
v. Mohr 2569. 
Neste 2570. 
Oberländer 2669. 
Paulsen 2670. 
v. Pfleiderer 2571. 
Pichler 2671. 
Richter 2572. 
Rochmann 2670. 
Roestell 2672. 
Roeth 2573. 2673. 
Roming 2674. 
Rumpf 2675. 
Schulze 2676. 
Siegel 2574. 
Weissenborn 2575. 
Wigand 2576. 
Zacharias 2577. 

Bibliothek -Kataloge und Ver- 
wandtes. 

Seite 41. 212. 



Litteratur und Miszellen. 

Paris, Bibliotheque Carnavalet.2242. 

Paris, Bibliotheque de la marine. 
2243. 

Paris, Verwaltung desLouvres. 2244. 

Pariser Franklin-Gesellschaft. 2245. 

Bibliothek de la France. 2246. 

Aufwand für die französischen De- 
partements-Bibliotheken. 2247. 

Ittaka, Die Bibliothek der Cornell 
üniversity. 2248. 

Bologna, In Bibliofilo Anno 6. 2249. 

Mailand, Biblioteca Nazionale di 
Brera. 2250. 

Parma, Diebstahl von Kostbarkeiten 
aus der Bibliothek. 2251. 

Rom, Vatikanische Bibliothek. 2252. 

Ministerium des öffentlichen Unter- 
richts in Italien. Schenkung einer 
Bibliothek. 2253. 



Besuch der italienischen Bibliothe- 
ken. 2254. 

Eine Bücherrechnung aus dem Mit- 
telalter. 2256. 

Krakau, Bibliothek der Akademie 
der Wissenschaften. 2257. 

Warschau, Bibliothek der Univer- 
sität. 2258. 

Belgrad, National-Bibliothek. 2259. 

Sevilla, Kapitel-Bibliothek. 2260. 

Aarau, Heinrich Zschokke- Ausstel- 
lung. 2261. 

Boston, Die Bibliothekare in Ame- 
rika. 2309. 

New York, Museum of Natural Hi- 
story &Society of Fine-Arts. 2310. 

Free Circulating Library. 2311. 

New York, Library Club. 2312. 

Melbourne, Public Library. 2313. 

Berlin, Reichsanzeiger, Kaiserl. Er- 
lass vom 25. Dezbr. v. J., betr. das 
neue Statut der Kgl. Bibliothek zu 
Berlin. 2314. 

Darmstadt, Aenderungen im Per- 
sonal der Grossherzogl. Hofbib- 
liothek. 2315. 

Heidelberg, Universitätsbibliothek. 
2316. 

Mainz, Oberbürgermeister O. du 
Mont schenkt seine Bibliothek. 
2317. 

Metz, Stadtbibliothek, Erwerbung 
von Büchern etc. 2318. 



Allgemeines. 

Folgende Museen und Bibliotheken 
sind Sonntags geöffnet. 2319. 

Bristol, Free Library. 2320. 

Cardio, Colonel Nill. 2321. 

Cherbourg, Katalog der Stadtbib- 
liothek. 2322. 

London, Die Bibliothek des Britisch. 
Museum. 2323. 

Die Vorstände desBritisch.Museum. 
2324. 

Für das östliche London. 2325. 

„Der National Liberal Club." 2326. 

Manchester, Gehaltszulage für den 
Bibliothekar. 2327. 

Plymouth, Jahresversammlung der 
Library Association. 2328. 

Oldham, Freibibliothek. 2329. 



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r 



Allgemeines. Personalien. 



Oxford, Pusey House and Library. 
2330. 

Chauny, Schaden durch den Brand 
der Institution St.-Charles. 2331. 

Clermont-Ferrand, Der ehemalige 
Apotheker Bargoin. 2332. 

Compiegne, Geschenk an die Stadt- 
bibliothek. 2333. 

Monaco, Die Stadtbibliothek. 2334. 

Nancy, Geschenk an die Stadtbib- 
liothek. 2335. 

Paris, Einrichtungen des Erdge- 
schosses der Bibliothek Nationale. 
2336. 

Stuttgart, Eine grosse und höchst 
wertvolle Bibliothek. 2408. 

Boston, Der Public Library. 2471. 

Abbeville, Nachdem die Stadtbib- 
liothek. 2471. 

Paris, Die Bibliotheque administra- 
tive. 2471. 

Paris, Die Bibliotheque nationale. 
2471. 

Cluny, Am 6. Novbr. d. J. 2471. 

Die Bibliografia italiana. 2471. 

Florenz, Die Beamten derBiblioteca 
Nazionale Centrale. 2471. 

Oxford, Nach der „Academy". 2513. 

Frankreich, Das Ministerium des 
öffentlichen Unterrichts. 2513. 

Italien, Fascikel 1 des von der Bib- 
lioteca Nazionale Centrale Vit- 
torioEmanuele in Rom veröffent- 
lichten Bolletino. 2513. 

Florenz, In den ersten drei Mo- 
naten d. J. 2513. 

Köln, Stadtbibliothek, Zuwendung. 
2677. 

Boston, Public Library. 2742. 

Pennsylvanien, Gesetz zum Schutze 
des litt. Eigentums. 2742. 

Adelaide, Aufhören des South Au- 
stralian Institute. 2742. 

Berlin, Königl. Bibliothek. 2742. 

Darmstadt, Grossh. Hofbibliothek. 
2742. 

Heidelberg, Universitätsbibliothek. 
2742. 

Kassel. Landesbibliothek. 2742. 

Schwerin, Regierungs-Bibliothek. 
2742. 

Stuttgart, K. Handbibliothek. 2742. 

Birmingham, Frei-Bibliothek. 2742. 

Edinburgh, Frei-Bibliothek. 2742. 



London, Neuer Katalog. 2742. 

Frankreich, Staatsbibliothek. 2742. 

Le Havre, Bibliothek. 2742. 

Paris, Institut de France, 2742. 

Paris, Bibliothek des Conservatoire 
nationale de musique et de decla- 
mation. 2742. 

Paris, Bibliotheque des societes sa- 
vantes. 2742. 

Poitiers, Stadtbibliothek. 2742. 

Seine-Departement, Zahl der Bib- 
liotheken. 2742. 

Italien, Präfekten der ital. Biblio- 
theken. 2742. 

Florenz, Biblioteca Nationale Cen- 
trale. 2742. 

Mailand, Nationalbibliothek. 2742. 

Rom, Biblioteca Nazionale Centrale 
Vittorio Emanuele. 2742. 

Verona, Biblioteca comunale. 2742. 

Admont, Stiftsbibliothek. 2742. 

Krakau, Bibliothek der Akademie 
der Wissenschaften. 2742. 



Personalien. 

Auermann, G. 2681. 
Berkholz, Georg 2472. 
Chantepie, M. de 2339. 
Delaborde, Vicomte 2339. 
Dettmer, H. 2681. 
Duplessis, George 2339. 
Dziatzko 2681. 
Edwards, Edward 2472. 
Erman 2681. 
Gessmann, Albert 2472. 
Gilbert, 0. 2472. 
Hartwig, 0. 2681. 
Haupt, Hermann 2472. 
Heuser, E. 2472. 
Himmelbaur, Isidor 2472. 
Kapferer, Heinrich 2472. 
Kemp, H. 2339. 
Koelle. Rudolf 2472. 
Liebich, Benno 2472. 
Meyer, Joseph 2472. 
Meyer, Moritz 2339. 
Miller, Emanuel 2514. 
Molimer, Auguste 2339. 
Nathusius-Neinstedt, Dr. Heinrich 

2339 
Plan, Philippe 2339. 
Poupel, Alfred 2472. 2514. 



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VI 



Personalien. Antiquarische Kataloge. 



Reichardt, Dr. Alexander 2472. 
Reicke 2339. 
Rembowski, A. 2681. 
Rödiger, Dr. Johannes 2339. 
Schlossar, Anton 2339. 2472. 
Seen, Julien 2339. 
Segner, Franz 2472. 
Sibley, John Langdon 2472. 
Smith, William Robertson 2472. 
Ständer, J. 2681. 
Stern, Dr. Jos. 2472. 
Stevens, Henri 2472. 
Tennyson, Dichter 2514. 
Weiss, J. J. 2339. 
Weissenborn, H. 2472. 
Wetzel, A. 2681. 
Wilmanns, August 2472. 
Wolfstieg, A. '2339. 
Zangemeister 2681. 



Antiquarische Kataloge. 

Ackermann in München. 2263/79. 

2340/43. 2419. 2473. 2516. 2589. 

2682. 
Aigner in Darmstadt. 2517. 
Anheisser in Stuttgart. 2344. 2420. 

2590. 2683. 
Auer in Wien. 2280. 
Antiquariat, Neues, Leipzig. 2518. 
Baer & Co. in Frankfurt a. M., 

Paris u. London. 2281. 2345. 

2421. 2474. 2519. 2591. 2684. 
Bamberg in Greifswald. 2475. 2520. 
Barsdorf in Leipzig. 2476. 
Beck in Nördlingen. 2282. 2521. 

2685. 2743. 
Bermann & Altmann in Wien. 2477. 

2592. 
Beyers' in Utrecht. 2422. 2522. 

2686. 
Bielefeld in Karlsruhe. 2523. 
Bohne in Amsterdam. 2593. 
Brill, E. L. , Leiden. 2346. 2524. 

2744. 
Brockhausen & Bräuer in Wien. 

2745. 
Butsch Sohn (Kuczynski) in Augs- 
burg. 2423. 
Calvör in Göttingen. 2594. 
Carlebach in Heidelberg. 2595. 

2687. 



Casella, Francesco fu Gennaro. 

2746. 
Cioffi in Neapel. 2347. 
Cohn in Berlin. 2348/49. 2424. 

2478. .2688. 2747. 
Cruse (Ost & Georg) in Hannover. 

2689. 
Dante in Florenz. 2630. 
Dorn in Ravensburg. 2596. 
Dörling in Hamburg. 2525. 
Du Sarc in Paris. 2479. 
Ducrocq in Paris. 2597. 
Eisenstein in Wien. 2283. 
Ernst in Zürich. 2598. 
Fischhaber in Reutlingen. 2480. 

2690. 
Fock in Leipzig. 2691. 
Fontaine in Paris. 2425. 2599. 
Friedrich in Leipzig. 2481. 
Furchheim in Neapel. 2284. 
Georg in Basel. 2350. 2526. 2692. 
Gerschel in Stuttgart. 2482. 2527. 

2600. 
Gilhofer & Rauschburg in Wien. 

2351. 2483. 2528. 2601. 
Glogau & Sohn in Hamburg. 2426. 
Goar, I. in Frankfurt a. M. 2484. 
Goar,L. in Frankfurt a.M. 2352/53. 

2427. 2485. 2529. 2602. 2693. 
Goldstein in Dresden. 2603. 
Gottlieb in Wien. 2285. 
Groeger in Halle. 2530. 2694. 
Hachette & Co. in Paris. 2354. 

2486. 2531. 
Hahn & Goldmann in Wien. 2532. 
Hahne in Berlin. 2604. 
Harrassowiz in Leipzig. 2355. 2487. 

2695. 
Harrwitz in Berlin. 2696. 
Harrwitz, Max, Berlin. 2749. 
Haugg in Augsburg. 2359. 2488. 

2533. 
Hayes in Lanis. 2605. 
Heberle in Köln. 2489. 2697. 
Heckenhauer in Tübingen. 2490. 

2606. 
Heitz in Stuttgart. 2607. 2698. 
Hess in Ellwangen. 2534. 
Hiersemann in Leipzig. 2360. 2428. 

2595. 2699. 2750. 
Hirsch in Leipzig. 2429. 
Hirschwald in Berlin. 2608. 
Hoepli in Mailand. 2430/31. 2609. 

2700. 2751. 



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r 



Antiquarische Kataloge. 



VII 



Hofmann in Frankfurt a. M. 2361. 
Hüber in Schrobenhausen. 2362. 
Huffel in Utrecht. 2701. 
Jacobsohn & Co. in Breslau. 2491. 

2536. 2610. 
Jolowitz in Posen. 2492. 2537. 

2611. 2702. 2752. 
Kampffmeyer in Berlin. 2363. 2612. 
Kauffmann in Frankfurt a. M. 2364. 
Keil in Rudolstadt 2703. 
Kerler in Ulm. 2365. 2432. 2493. 

2613. 2704. 2753. 
Kirchhoff & Wigand in Leipzig. 

2286/89. 2366/69. 2433. 2494. 

.2538. 2614. 2705. 2754. 
Kirsch in Wien. 2434. 
Klemming in Stockholm. 2435. 2539. 
Klincksieck in Paris. 2615. 
Koch in Hamburg. 2436. 
Koch & Reiner in Königsberg. 

2290. 2437. 2540. 2616. 2755. 
Kochler in Leipzig. 2757. 
Koebner (Maske) in Breslau. 2370. 

2438. 2495. 2541. 2756. 
Kubasta & Voigt in Wien. 2356/58. 

2758. 
Kühl in Berlin. 2542. 2617. 
Lehmann in Berlin. 2496. 2543. 
Lehmann & Lutz in Frankfurt a. M. 

2439. 2618. 2760. 
Lesser in Breslau. 2761. 

Levi in Stuttgart. 2497. 2619. 

2762. 
Liebisch in Leipzig. 2544. 
Liebner in Dresden. 2498. 
Liegel s. Raunecker in Klagenfurt. 
Liepmannssohn in Berlin. 2371. 

2440. 2545. 2621. 2763. 
Lindner in Strassburg. 2622. 
Lippert in Halle. 2623. 2764. 
List & Francke in Leipzig. 2291/94. 

2499. 2546. 2765. 
Loescher in Turin. 2372. 2500. 

2624. 2766. 
Lucius in Leipzig. 2441. 
Lutz in Hanau. 2547. 2625. 2767. 
v. Maack s. Schlesw. Holst. Antiq. 
Maison Quantin in Paris. 2775. 
Maske s. Koebner in Breslau. 
Merkel (Besold) in Erlangen. 2373. 

2442. 2548. 
Moser(Pietzcker)inTübingen.2626. 
Münster (Goldschagg) in Verona. 

2627. 



Müller & Co. in Amsterdam. 2443. 

2770. 
Naumann in Dresden. 2628. 
Neubner in Cöln. 2444. 2771. 
Nicolai in Berlin. 2501. 
Nolte, Dr. Eduard, in Bonn. 2374/76. 
Olivier in Brüssel. 2377. 
Olski in Verona. 2502. 
Pietzcker s. Moser in Tübingen. 
Posrednick in St. Petersburg. 2549. 
Prager in Berlin. 2772. 
Priewe in Berlin. 2378. 2773. 
Quidings Antiq. in Lund. 2776. 
Rath in Esslingen. 2445. 2503. 

2630. 2777. 
Raunecker (Liegel) in Klagenfurt. 

2504. 2631 

Reval in Budapest. 2380. 2446. 
Reuther in Karlsruhe u. Leipzig. 

2379. 
Rieter-Biedermann in Leipzig. 2778. 
Ritti freres in Paris. 2632. 
Rohn in Leipzig. 2633. 
Rohrbacher in Lienz. 2447. 
Rosenstein &Hildesheimer in Berlin. 

2505. 2550. 2634. 
Rosenthal in München. 2448. 
Rother in Berlin. 2381. 
Sänger in Hamburg. 2635. 
Salomon in Dresden. 2382. 
Sattler in Braun schweig. 2636. 
Schäfer in München. 2449. 
Scheible in Stuttgart. 2383. 2450. 

2506. 2637. 2779. 
Schilling in Dresden. 2384. 
Schlesw.-Holsteinisch. Antiquariat. 

2768. 
Schleiermacher in Potsdam. 2551. 
Schmidt in Halle. 2385/87. 2638. 

2780. 
Schmidt in Rostock. 2552. 
Schneider (Geering) in Basel. 2452. 

2507. 2553. 2639. 2781. 
Seligsberg in Bayreuth. 2453. 
Simmel & Co. in Leipzig. 2388. 

2454. 2554. 2640. 2782. 
Soeding in Wien. 2641. 2783. 
Spitta in Berlin. 2389. 
Stargardt in Berlin. 2390. 2455. 

2508. 2642. 2784. 

Steinkopf in Stuttgart. 2391/92. 

2509 2785 
Steyer'in Cannstatt. 2393. 2555. 

2643/44. 2786. 



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VIII 



Antiquarische Kataloge. 



v. Stockar (Coppenrath) in Regens- 
burg. 2645. 

Thoma s. Zipperer. 

Trübner in Strassburg. 2787. 

Twietmeyer in Leipzig. 2457. 2788. 

Unflad in Leipzig. 2647. 

Vieweg in Paris. 2394. 2458. 2648. 
2789. 

Völcker in Frankfurt a. M. 2395. 
2556. 2649/50. 2790. 

Votsch in München. 2651. 

Wallishauser in Wien. 2759. 

Weber in Berlin. 2791. 



Weingart in Erfurt. 2652. 
Welter in Paris. 2459. 2557. 2653. 

2792. 
Westphalen in Flensburg. 2396/97. 
Windau in Gotha. 2460. 
Windprecht in Augsburg. 2398/99. 

2461. 2558. 2654/55. 2793. 
Würzner in Leipzig. 2400/01. 2559. 

2656. 
v. Zahn & Jaensch in Dresden. 

2560. 2657. 2794. 
Zipperer (Thoma) in München. 2402. 

2456. 2646. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



Januar. 



Inhalt : 



1886. 



Erlass vom 6. Nov. 1885, betr. die Herstellung gedruckter Jahresberichte 
der preuss. Universitätsschriften. — Die Jahresversammlung der engl. 
Bibliotheken in Plymouth. — Ueber Normalhöhen für Büchergeschosse. — 
Bericht über die Verwaltung der K. Univ.-Bibliothek zu Kiel. — Die 
Bibliothekare und Oberbibliothekare der Universität Cambridge. — Per- 
sonal der Bibliotheque nationale zu Paris. — Bibliothekwesen Cisleitha- 
niens. — Ital. National- u. Universitäts-Bibliotheken. — Neue Bücher. 
Litteratur und Miszellen. — Kataloge. 

Erlass yom 6. Not. 1885, betr. die {Herstellung gedruckter 
Jahresberichte der preuss. XJniversitätsschriften. 

Der preussiche Kultusminister von Gossler, ein wahrer Freund 
der ihm unterstellten Bibliotheken, und abgeneigt dem anderswo 
beliebten laisser faire , hat , nachdem er eingesehen , dass von Seiten 
der anderen deutschen Staaten in dieser Hinsicht doch Nichts ge- 
schieht, an sämmtliche preussische Universitäten und die Akademie 
zu Münster und das Lyceum Hosianum zu Braunsberg folgenden 
Erlass gerichtet. 

„Es ist meine Absicht, für jedes Jahr, vom 15. August an 
gerechnet, gedruckte Verzeichnisse der Universitätsschriften durch 
die Kgl. Bibliothek in Berlin veröffentlichen zu lassen. Zu diesem 
Zwecke bestimme ich hierdurch, was folgt : 

I. Unter Universitätsschriften im Sinne dieses Erlasses sind 
-alle Druckschriften zu verstehen, welche auf Veranlassung oder unter 
der Autorität der Universität oder ihrer* Fakultäten erscheinen, 

II. Jede Universität hat dafür Sorge zu tragen, dass ihre 
Schriften bald nach deren Erscheinen der Universitäts-Bibliothek in 
der hergebrachten Anzahl vonExemplaren überwiesen werden und dass 
jedenfalls bis zum 15. August jedes Jahres die Ablieferung der im 
vorausgehenden Jahre erschien enenSchriften vollständig erfolgt ist. 

III. Der Universitäts-Bibliothek liegt es ob, gleich nach dem 
15. August ein über das vorausgegangene Jahr sich erstreckendes 
Verzeichnis der ihr gemäss II. zu überweisenden Universitäts- 
schriften aufzustellen, dasselbe vom Sekretariat der Universität 
verifizieren zu lassen und eine vom Vorsteher der Bibliothek be- 
glaubigte Abschrift in druckfertigem Zustand bis zum 25. August 
der K. Bibliothek in Berlin portofrei einzusenden. Das Nähere über 
die Anfertigung dieses Verzeichnisses ist in der Anlage A. bestimmt. 

1 



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2 Herstellung gedruckter Jahresberichte preuss. Univ.-Schriften. 

IV. Die Kgl. Bibliothek in Berlin stellt die eingegangenen 
Verzeichnisse alphabetisch nach den Namen der Universitätsstädte 
zu einem Gesamtverzeichnis zusammen, fügt ein alphabetisches 
Aütorenregister hinzu und bringt das Ganze, sei es im eigenen 
oder in fremdem Verlage, spätestens mit Anfang Oktober zur Ver- 
öffentlichung. Die näheren Vorschriften üder die Redaktion und 
Drucklegung des Gesamtverzeichnisses sind in der Anlage B. enthalten. 

V. Gleich nach der Veröffentlichung hat die Kgl. Bibliothek 
in Berlin jeder Universität und jeder Universitäts-Bibliothek dies 
Verzeichnis portofrei zu übersenden. 

VI. Was im Vorstehenden über Universitäten und Universitäts- 
Bibliotheken bestimmt ist, findet auch auf die Kgl. Akademie in 
Münster, das Lyceum Hosianum in Braunsberg und auf deren Bib- 
liotheken Anwendung. Gossler. 

Anlage A. Regeln für die Anfertigung der von den Uni- 
versitäts-Bibliotheken aufzustellenden Verzeichnisse. 

1. Die Schriften sind in nachstehenden Gruppen aufzuführen : 
a) Statuten, Ordnungen und Reglements; h) Personalverzeichnisse; 
c) Vorlesungsverzeichnisse; d) Urteile über Preisbewerbungen ; 
e) Inanguraldissertationen und Thesen, unter sich nach Fakultäten 
geordnet; f) Habilitationsschriften, in derselben Ordnung; g) 
Gelegenheits- und vermischte Schriften. 

2. Die Schriften sind fortlaufend zu numerieren und innerhalb 
jeder Gruppe (bei den Schriften von e und f innerhalb jeder 
Fakultät) chronologisch nach ihrem Erscheinen zu ordnen. 

3. Leer bleibende Gruppen sind mit dem Vermerk: „Nicht» 
erschienen" zu versehen. 

4. Bei den Schriften, die nicht für den Austausch bestimmt 
sind, ist dies durch den Zusatz „[nicht für den Austausch]^ 
kenntlich zu machen. 

5. Für die Titelaufnahme gelten folgende Regeln, a) Bei 
Promotions- und Habilitationsschriften ist der Familienname de» 
Verfassers, und zwar im Nominativ vorauszustellen und zu unter- 
streichen. Es folgen, von demselben durch Komma getrennt, die 
Vornamen (genau nach dem Titel, aber auch im Nominativ) und 
(in eckigen Klammern) die etwa vorhandenen Angaben über Heimat, 
Amt u. dgl. des Verfassers. Nach diesen steht, durch Doppel- 
punkt getrennt, der volle Sachtitel der Abhandlung mit Druckort, 
Verleger bez. Drucker und Erscheinungsjahr. Wegzulassen sind 
die Angaben über den Anlass der Veröffentlichung, sowie die 
Namen der Opponenten, doch sind die Lücken durch drei Punkte 
zu bezeichnen. Unter jedem Titel ist in besonderer Zeile die 
Universitätsstadt und abgekürzt die Fakultät nebst Art und Datum 
des akademischen Aktes zu vermerken, b) Bei den Schriften 
anderer Art ist der Vermerk über darin befindliche Abhandlungen 



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Herstellung gedruckter Jahresberichte preuss. Univ.-Schriften. 3 

vollständig wiederzugeben , im übrigen aber nur das Wesentliche 
des Titels unter Anwendung der gebräuchlichen Abkürzungen, 
c) Die Zahl der Seiten, die Beigaben an Karten und Tafeln sowie 
das Format sind bibliographisch genau zu beschreiben, d) Fehlt 
auf dem Titel einer Schrift die Erwähnung einer darin enthaltenen 
Abhandlung des Verfassers oder sonst eine wesentliche Angabe, 
so ist das Fehlende zu ergänzen und in Parenthese der Titel- 
kopie beizufügen, e) Die Schriftart des Originaltitels ist für 
die Titelaufnahme beizubehalten; hohe römische Ziffern sind indes 
durch arabische zu ersetzen. 

6. Das abzuschickende Manuskript muss deutlich geschrieben 
sein und ist die Rückseite der Blätter leer zu lassen. 

Zur Verdeutlichung vorstehender Regeln wird von der Kgl. 
Bibliothek ein Probeverzeichnis an die Universitäts-Bibliotheken 
verschickt werden. 

Anlage B. Vorschriften über die Redaktion und Drucklegung 
des von der Kgl. Bibliothek in Berlin aufzustellenden Gesamt- 
verzeichnisses der Universitätsschriften. 

1. Bei der Aufstellung des Gesamtverzeichnisses sind die 
etwaigen Ungleichmässigkeiten in der Redaktion der Einzel- 
verzeichnisse zu beseitigen. 

2. Das Autorenregister ist möglichst knapp zu halten. Es 
verweist vom Namen des Verfassers in der Regel nur auf den 
Namen der Universitätsstadt und die Nummer der Schrift. 

3. Die Kgl. Bibliothek hat den Druck zu überwachen und 
ist für die gute Ausführung desselben verantwortlich. 

4. Im Einzelnen ist für den Druck folgendes zu beachten: 
a) Die Schriftart der Titel ist ohne Transscription im Druck bei- 
zubehalten, b) Die Namen der Verfasser sind sowohl im Texte 
wie im Autoren-Register durch den Druck hervorzuheben, c) Alle 
nicht dem Originaltitel entnommenen Zusätze sind durch die 
Wahl einer besonderen Typengattung deutlich zu machen, d) Die 
einzelnen Titel sind in deutlichem Abstand von einander zu 
setzen, e) Der Druck soll in Oktavformat mit breitem Rande und 
zwar teils auf Schreibpapier, teils einseitig auf dünnem Papier 
(auf Seidenpapier) erfolgen. 

Dieser Erlass ist bis ins Kleinste so wohl erwogen, und der 
durch ihn zu schaffende Nutzen liegt so auf der Hand, dass es 
überflüssig sein würde, weitere Bemerkungen an ihn zu knüpfen. 
Nur auf einen Punkt sei hier aufmerksam gemacht, der aber nicht 
den Erlass selbst betrifft, sondern seine Wirkung: die Kgl. Biblio- 
thek in Berlin wird durch den Erlass gezwungen mit Hilfe der 
preussischen Universitätsbibliotheken zu producieren. Möge das 
Beispiel Seiner Excellenz recht bald Nachahmung finden. [2220.] 



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4 Jahresversammlung der engl. Bibliothekare zu Plymouth. 

Die Jahrcsrcr sammluiii» der englischen Bibliothekare 
in Plymouth. 

Wir haben mit einem Bericht über die letzte dieser stets hoch- 
interessanten Versammlungen auf den offiziellen der Library Asso- 
ciation gewartet. Derselbe ist nun in No. 18 — 19. des Library 
Chronicle erschienen und wir entnehmen ihm folgende Angaben. 
Die achte Jahresversammluug wurde am 15. September 1885 in 
Plymouth eröffnet. 65 Personen hatten sich zur Aufnahme ange- 
meldet ! Am Morgen fand eine Versammlung (des Vorstandes) statt, 
zu Mittag begrüsste der Mayor von Plymouth die Versammlung in 
einer Extra-Sitzung des Stadtrates, um sie im Namen der Stadt 
nach Royal Hotel zu einem Luncheon einzuladen, bei dem gegen- 
seitige Betoastung natürlich nicht fehlte. Nach dem Luncheon be- 
gann das Geschäft der Versammlung, nämlich das Anhören der 
Vorträge. Zuerst sprach Aid ermann Shelly über die Bibliotheken 
der Dreistadt Plymouth-Stonehouse-Devonport (Notes on the 
Libraries of the Three Towns, Plymouth etc.), dann T. N. Brush- 
field über die Bibliographie der ,,History of the World" und der 
„Remains of Sir Walter Raleigh". Wegen vorgerückter Zeit 
mussten die Debatten abgekürzt werden. Denn zu 5 — 7 Uhr 
waren die Mitglieder in die Devonport Free Public Library geladen, 
wo die Gemahlin des Mayors von Devonport die Honneurs machte. 
Am Abend folgte dann eine Soiree von dem Komitee der Plymouth 
Free Public Library in der alten Guildhall. 

Mittwoch den 16. fand Versammlung und Vorlegung der 
Vorstands-, Schatzmeister- und Kontrolleurberichte (Council, 
Treasurer und Auditor) statt, die Debatte über dieselben wurde 
aber auf den nächsten Tag verwiesen. Dagegen folgten sich nun 
3 Vorträge, nehmlich 1. James Yates über die Stadtbibliothek 
zu Leeds, ihre Erfolge und Misserfolge, 2. J. Potter Briscoe über 
Jugendbibliotheken, 3. W. X. K. Wright über die Lektüre 
unserer männlichen Jugend, und Debatten darüber. Zu Mittag 
wurde eine von dem Lokal-Komitee veranstaltete grosse Ausstellung 
von Büchern, Einbänden und Bibliotheks- Utensilien besucht. Am 
Nachmittag las W. May einen Aufsatz über den Druck von 
Bibliotheks-Katalogen vor, Silvanus Trevail sprach über die Aus- 
dehnung des Free Library Systems auf Land-Distrikte, und 
Kanonikus Moor aus Truro beschrieb die Bibliotheken dieser Stadt, 
einschliesslich der Cornwall County Library, der Dioezesan- Bib- 
liothek, und der der Royal Jnstitution of Cornwall. Nach Schluss 
der Sitzung wurden die Mitglieder in die Guildhall geführt und darauf 
in Saltram von dem Earl of Morley gastfreundlich aufgenommen. 
Am Abend grosse Soiree, veranstaltet vom Lokal-Komittee in dem 
Ausstellungs-Gebäude. Donnerstag den 17. kamen die 3 Reports 



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Jahresversammlung der engl. Bibliothekare in Plymouth. 5 

zur Besprechung, und der Vorsitzende bemerkte, zu dem Bericht 
des Vorstandes könnten sie sich gratulieren, ihre Mitgliederzahl 
wachse zusehends und es scheine, dass die Existenzberechtigung 
derselben bewiesen werde, auch die Examen- Angelegenheit mache 
Fortschritte. Mit Freuden begrüsste der Vorsitzende die im Vor- 
standsberichte enthaltene Nachricht von dem Zunehmen der Be- 
wegung für die Freibibliotheken. Die Diskussion über den Bericht 
wurde vertagt. 

Schatzmeister und Kontroleur - Bericht wurden einfach an- 
genommen. — W. H. K. Wright las einen eigenen Aufsatz vor 
über verschiedene Bibliotheken Devon's und CornwalFs u. a. alte 
Parochial-Bibliotheken in Barnstaple, Crediton und Totness, und 
einen Aufsatz Edward Parfitt's über die Bibliothek der Devon 
and Exeter Institution in Exeter. W. Archer las einen Aufsatz 
vor über Klassifizierung, und der Sekretär den J. B. Bailey's 
über Klassifizierung für naturwissenschaftliche und medizinische 
Bibliotheken, sowie den J. Brownbills, betitelt : Wissenschaft und 
Kunst; eine Theorie der Bibliotheks-Klassifizierung. Lange De- 
batten knüpften sich an die Aufsätze. — Am Nachmittag las 
F. Bollock einen Aufsatz über die Alpenklubs-Bibliothek , H. R. 
Tedder einen über Vorschläge für eine Bibliographie der National- 
geschichte, und W. Roberts einen über Verleger-Ausflüchte des 
18. Jahrhunderts. Um 4 Uhr führte ein Extradampfer die Mit- 
glieder nach Mount Edgcumbe, wo sie in liebenswürdiger Weise 
von dem Earl of Mount Edgcumbe durch Gärten, Gründe und 
Wildpark geführt wurden. Am Abend Conversazione beim Vor- 
stand der Plymouth Institution. — Am Freitag las John Taylor 
eine Geschichte und Beschreibung der Bristoler Bibliotheken vor, 
und W. S. Lach-Szyrma eine der Bibliotheken des Bezirkes von 
Land's End, einschliesslich Penzance. Der letzte programmge- 
mässe Vortrag betraf die Frei - Bibliotheken vom Buchhändler- 
Standpunkt betrachtet, er bekämpfte die Ansicht, dass die Biblio- 
theken den Buchhandel schädigen. Am Nachmittag wurde die 
Diskussion über den Voretands-Bericht wieder aufgenommen. Man 
beschloss für neueintretende Mitglieder eine Eintrittsgebühr von 
einer halben Guinee zahlen zu lassen, und die Subskription auf 
Lebenszeit von 5 auf 8 Guineen zu erhöhen. 

Der in Dublin gefasste Beschluss, dass der Schatzmeister ge- 
wisse Reisekosten der ländlichen Vorstandsmitglieder bezahlen solle, 
wurde aufgehoben, dagegen der Antrag angenommen, dass das 
Library Chronicle von mehreren zu diesem Zwecke eine Gesellschaft 
bildenden Mitgliedern fortgeführt, und der Vorstand ermächtigt 
werde, mit der Gesellschaft über Veröffentlichung der Transactions 
und Proceedings in dem Chronicle zu verhandeln. Der Thomas 
Fromby'sche Antrag für Einführung der halben Beiträge für Stu- 



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6 Ueber Normalhöhen für Büchergeschosse. 

dierende wurde dem Vorstand zur Beschlussfassung darüber über- 
wiesen, ebenso die Wahl des Ortes für die nächste Jahresversamm- 
lung. Die Wahl der Vereinsbeamten machte das Ende der ge- 
schäftlichen Thätigkeit. Am Abend speisten die Mitglieder zusam- 
men, und am Sonnabend sollten noch verschiedene Exkursionen 
unternommen werden, es trat aber schlechtes Wetter ein, und 
das war das einzige Missliche, was auf dieser Jahresversammlung 
vorkam , denn im übrigen verlief sie glatt und darf als die erfolg- 
reichste aller bis jetzt abgehaltenen bezeichnet werden. [2221.] 



Ueber Normalhöhen für Bflcliergeschosse. *) 

„Diese vorliegende Untersuchung wie die Disposition des Auf- 
stellungsplans der Kieler Bibliothek ist ausgegangen von der That- 
sache der Formatklassen und ihrer Abstufungen. Auf einen grund- 
verschiedenen Boden wird das Höhen-Problem verlegt, wenn man 
die Trennung nach bibliographischen Formaten aufgibt und statt 
dessen eine Doppelteilung nach ,,zwei Höhenabstufungen 1 ' substi- 
tuiert: „bis 29 cm u und „über 29 bis 45 cm a Höhe, mit Ausschei- 
dung der ,,über 42 cm hohen Werke" unter die separat placierten 
grossen Bände. Aus raumökonomischen Gründen ist die übliche 
Auf Stellungsmethode nach den 3 Formaten entschieden vorzuziehen. 
Inwieweit jene Doppelteilung mit den Grundsätzen der Raumöko- 
nomie verträglich, welche Normalhöhe für sie die angemessene ist, 
wird einer besonderen Prüfung bedürfen. Wie viel mehr Raum 
die Aufstellung nach jenen beiden Höhenabstufungen erfordert, als 
die nach den Abstufungen der 3 Formatklassen, wird sich zeigen, 
wenn man das Verhältnis der Längenausdehnung der besetzten 
Buchbretter zu der in Anspruch genommenen Frontfläche der Re- 
gale vergleicht." Dieses gegen Zangemeister und sein „System 
des Realkatalogs der Universitätsbibliothek Heidelberg" gerichtete 
Nachwort sei vorausgeschickt, damit der Leser wisse, mit wem 
und mit was er zu thun haben wird. Aber ehe wir uns mit dem 
Iahalt der Schrift beschäftigen, sei bemerkt, dass für jede ein aus- 
gebildetes System besitzende, seit langen Jahren bestehende Bib- 
liothek die Raumverhältnisse anders liegen, und wenn jemand nach 
Steffenhagen Büchergeschosse anlegen wollte, er auch den Inhalt 
der Fächer des Systemes genau nach dem Muster der in Kiel be- 
liebten Fächer modeln müsste. Es ist doch ein Unterschied, ob 
eine Bibliothek ihre 200000 Bände in 119, oder eine andere ihre 
500000 Bände in 300 Fächer geteilt hat, und was für die kleine 
gilt, hat für die grosse eigentlich nur die Bedeutung des Interes- 

*) Eine bibliothektechnische Erörterung von E. Steffenhagen. Mit 
einem Anhange, enthaltend den Aufstellungsplan der Kieler Univer- 
sitäts-ßibliothek. Kiel, Lipsius & Tischer. 117 SS. Gr. 8°. 



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Ueber Normalhöhen für Büchergeschosse. 7 

santen. Die Zusammensetzung eines Faches der einen Bibliothek, 
welches genau dieselbe Bezeichnung hat, wie das der anderen, kann 
nichtsdestoweniger aus zum Teil ganz anderen Werken und Bänden 
bestehen, je nach den für die Aufstellung der Bibliotheken beliebten 
Grundsätzen. Wird z. B. in einer Bibliothek in die Abteilung 
Statistica nur das zusammengestellt, was Statistik im Allgemeinen 
betrifft, das auf einzelne Länder bezügliche statistische Material 
aber, wie z. B. die Statistik des Deutschen Reiches, die des Preus- 
ßischen Staates, die Uebersichten des Hamburger Handels, die 
Oesterreichisch-Ungarische Statistik und dgl. mit den unzähligen 
Grossquart- und Folio- , sogar Grossfolio-Bänden zur Litteratur 
der einzelnen Länder gestellt, so ergeben sich doch zweifellos ganz 
andere Kaumverhältnisse, als wenn man diese Menge grosser Bände 
zur Statistik rechnet, und diese selbst in allgemeine und besondere 
teilt. Und so ist es bei vielen Fächern ; Normalhöhen für Bücher- 
geschosse aufstellen dürfte demnach wohl gutgemeint aber von 
vornherein verfehlt, und eine Anweisung für Bibliothekare, wie 
sie den Raum am besten ausnutzen können, viel nützlicher sein. 
Und wenn Steffenhagen meint , aus raumökonomischen Gründen sei 
die übliche Aufstellungsmethode nach den 3 Formaten entschie- 
den jener in Heidelberg beliebten vorzuziehen, so kann ihm ebenso 
entschieden nur geraten werden, sich in alten, streng nach den 
3 Formaten aufgestellten Bibliotheken umzusehen, und sich von 
der ganz fabelhaften Raumverschwendung zu überzeugen, welche 
dadurch entstanden, dass ganz niedrige Folianten zwischen doppelt- 
sohohe, Quartanten von der Höhe eines Oktavbandes, z. B. Flug- 
schriften aus der Reformationszeit oder aus der Zeit des dreissig- 
j ährigen Krieges zwischen Bände von der Höhe der Baum 'sehen 
Melanchthon- Ausgabe u. dgl. gestellt wurden und folgerichtig ge- 
stellt werden. So sicher ein Mensch mit den ihm zu Gebote 
stehenden Mitteln mehr leistet, als ein anderer mit denselben, so 
sicher bringt ein Bibliothekar in dem ihm zur Verfügung gestellten 
Räume mehr Bände unter als ein anderer in demselben: wer sich 
einmal der Gabe nicht erfreut, Bücher in praktischer Weise auf- 
stellen zu können, dem nützen weder mündliche noch gedruckte 
Normen, und derjenige wird immer gross dastehen, der es ver- 
steht, mit kleinen Mitteln Grosses zu erreichen. 

Folgen wir nun Steffenhagen, Er spricht von den nach 
französischem Konstruktionssystem erbauten Bibliotheksgebäuden, 
mit Magazin-Einrichtung, in denen die wichtigste Vorbedingung 
für die Raumausnutzung wie für die bequeme Benutzbarkeit die 
Höhe der Büchergeschosse ist. Die ganze Frage ist deshalb 
eine sehr komplicierte , weil man es nicht nur mit Bänden der- 
selben Höhe, etwa 25 cm, zu thun hat, sondern alle denkbaren 
Formate in Betracht gezogen werden müssen. Bei den modernen 



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8 Ueber Normalhöhen für Büchergeschosse. 

Bibliotheksbauten ist ein einheitlicher Grundsatz über die Höhen- 
Verhältnisse der Büchergeschosse nicht zur Geltung gelangt, in 
der einen sind sie so, in andern anders hoch. Diese Verschieden- 
heiten beweisen nun zwar, dass es an einer durchgreifenden 
Anschauung über die Abmessung der Etagenhöhen fehlt, aber es 
muss doch, wenn ein Bibliotheksgebäude gebaut wird, auf die 
vorhandenen Bestände Rücksicht genommen werden; sollte das 
Umgekehrte stattfinden, dann müsste der Neubau nicht nur eine 
Neuaufstellung, sondern eine gänzliche Umstellung und Neu- 
katalogisierung zur Folge haben. Thatsache ist, dass früher 
allerdings Schränke mit unverstellbaren Fächern gezimmert wurden, 
und die damals massgebenden Architekten meinten, die Bibliothekare 
möchten nur sehen, wie sie die Bücher unterbrächten, aber sollte 
das jetzt noch vorkommen? Es ist doch kaum glaublich, dasa 
jetzt bei Neubauten nicht genau dem Verlangen der Bibliothekare 
entsprochen wird! In der Kieler Universitäts-Bibliothek, deren 
Haupt-Magazin in 5 Etagen geteilt ist, entfallen bauplanmäsig 
2,50 m. auf die beiden unteren und 2,40 auf die 3 oberen Etagen, 
ohne dass für diese Verschiedenheit zwingende Gründe existieren. 
Der Verfasser versucht die ganze Frage an der Hand der in Kiel 
gewonnenen Erfahrungen zu erörtern und die gewonnenen Resultate 
sollen um so mehr allgemeinen Wert beanspruchen dürfen, als die 
Kieler Bibliothek jetzt 192000 Bände auf 6500 laufenden Metern 
zähle. Wie diese an einer massigen Büchermenge gewonnenen 
Resultate für eine grosse andersgeordnete massgebend sein soll, 
wäre jedenfalls wünschenswert zu erfahren. 

Im zweiten Abschnitt stellt der Verfasser 5 in diskutable 
Axiome auf. Sie lauten: 

1. Bücher haben aufrecht zu stehen und werden nicht gelegt; 

2. ihre räumliche Aufstellung hat nach 3, nicht 4 Format- 
klassen zu geschehen, abgesehen von Zeitungsbänden j 

3. Bände übermässiger Grösse sind apart zu stellen; 

4. Folianten dürfen von den wissenschaftlichen Abteilungen, 
zu denen sie gehören, örtlich nicht getrennt werden; 

5. Die Aufstellung hat mit den eisernen Zwischendecken der 
Etagen abzuschneiden. Als selbstverständlich betrachtet der 
Verfasser, dass die Aufstellung in jedem Repositorium für sich 
von unten nach oben und nach der Grösse der Formatklassen 
aufzusteigen, dass sie von links nach rechts fortzuschreiten hat; 
dass keine Formatklasse früher als eine grössere einsetzen, ihre 
Reihenfolge nicht unterbrochen werden darf; dass die 3 Formate 
soweit als möglich zusammen zu gruppieren sind, und erst dann 
die überschiessenden Oktav-Bände den Beschluss zu machen haben ; 
dass endlich die wissenschaftlichen Abteilungen nach den Etiquettes 
auseinanderzuhalten sind. (Merkwürdigerweise will es vielen 



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Verwaltung der K. Univers.-Bibliothek zu Kiel* 9 

ganz gescheiten und sonst praktischen Leuten, die selbst grössere 
Büchermassen besitzen, nicht einleuchten, weshalb von links unten 
bei der Aufstellung angefangen werden soll.) In bautechnischer 
Hinsicht setzt der Verfasser voraus, dass bei den freistehenden 
Doppelrepositorien die Buchbretter nicht in einem Stück durch die 
ganze Tiefe durchgehen, damit man auf der Seite, ohne die andere 
zu beeinflussen, verschiedenhohe Bände stellen kann. 

Abschnitt 3 handelt von der Stärke der Buchbretter und 
dem Grad ihrer Verstellbarkeit. Auch darin wird manchmal von 
den Technikern Wunderbares geleistet, so z. B. kommen Böden 
vor, welche aus Rahmen und Füllungen bestehen, aber von solcher 
Dünne und solcher Weite, dass sie durch eine einzige darauf- 
stehende Reihe von Oktavbänden nach unten gebogen werden. 
E3 ist unglaublich aber wahr! Liegen solche Böden dann auf 
Stiften, dann rutschen an den Seiten dünne Bände aus einem 
Fache ins andere. 

Abschnitt 4 handelt von der Berechnungsweise der Etagen- 
höhe, Abschnitt 5 von der Bemessung der Etagenhöhen, für welche 
die Höhe der Bücherreihen nach Verschiedenheit der 3 Format- 
klassen von entscheidender Bedeutung ist. In Abschnitt 6 — 9 
werden 115 Schemata und Berechnungen über Anzahl der besetzten 
Bücherreihen, ihre lichte Höhe, Brettstärken, Gesamthöhe Ueber- 
schuss und Anwendungsfälle gegeben. Ob Jemanden wirklich dies 
Tabellenwerk von grossem Nutzen sein wird? — Abschnitt 10 
handelt von der Weite der Repositorien, der Veranschlagung der 
Anzahl der Buchbretter, den Transportkisten und der Art des Um- 
zuges der Kieler Bibliothek in das neue Gebäude. 

Der Anhang, Seite 36 — 112, enthält den vollständigen Auf- 
stellungsplan der Kieler Bibliothek, eine summarische Uebersicht der 
Aufstellung, ein alphabetisches Register der Fächer, und das oben 
abgedruckte Nachwort. [2222.] 



Bericht über die Verwaltung der Königl. Uniyersitäts- 
Bibliothek zu Kiel im Etats-Jahr 1884185. 

Am 23. April wurde der Umzug in das neue Gebäude voll- 
endet, und am 25. April wurde die Bibliothek eröffnet. In dem 
Lesesaal ist eine Handbibliothek von Nachschlage -Werken auf- 
gestellt, über die eine besondere Liste Auskunft gibt. Neue Er- 
werbungen werden vor ihrer Einstellung zwei Tage im Lesesaal 
ausgelegt. Die Neukatalogisierung, d. h. Verzettelung oder Kon- 
signierung, ist bis auf einen kleinen Teil vollendet. Eine Liste 
vermisster Bücher in alphabetischer Folge ist angelegt worden, 
die Ausscheidung der Doubletten erfolgt. Zuwachs an gedruckten 
Büchern ausser 367 Dissertationen und Programmen-Bänden: 1834 



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10 Die Bibliothekare der Universität Cambridge. 

Nummern, (volle Bände,) an Handschriften aus dem Nachlass des 
Professors Lütjohann Handschriften-Collationen zu Celsus, Mani- 
lius, Serenus Samonicus, und Silius Italicus. Bestand am Schusse 
des Etats- Jahres 183193 Bände separater Bücher, 5817 Disser- 
tationen- und Programmenbände, 2326 Bände Handschriften. Aus- 
geliehen wurden 12921 Werke in 18632 Bänden, nach auswärts 
versandt an 220 Adressaten 764 Werke in 1110 Bänden. Im 
Lesesaal wurden benützt 12589 Bände ausser den Nachschlage- 
werken. Die akademische Lesehalle erhielt 209 Zeitschriften. 
Zahlreiche auswärtige Bibliotheken sendeten Bücher zur Benutzung 
an die Kieler Bibliothek. [2223.] 

Die Bibliothekare und Oberbibliothekare der Universität 

Cambridge. 

Nach: H. R. Luard, Graduati Cantabrigienses. London, C. J. Clay and 

Lon. 1884. 8. 
Bibliothekare. 

1577 Willielmus James A. M. Pet. 

1581 Ri. Moodie. 

1583 Hen. Trogge, Trin. 

1587 Joh. Matthew. 

1594 Gab. Duckett A. M. Trin. 

1623 Tho. Brooke A. M. Trin. 

1629 Ab . Whelock S. T. B. Cla. 

1653 Will. Moore A. M. Cai. 

1659 Tho. Smith. S. T. B. Chr. 

1661 Jsaac Dobson S. T. B. C. C. 

1668 Rob. Peachey A. M. Pemb. 

1684 Ja. Manfield A. M. Trin. 

1686 Joh. Lanython A. M. Trin. 

1712 Phil. Brooke S. T. B. Joh. 

1718 Tho. Macro A. M. Cai. 

1721 Sam. Hadderton A. M. Trin. 

1731 Joh. Taylor A. M. Joh. Registr. 1734. 

1734 Tho Parne S. T. B. Trin. 

1751 Ste. Whisson A. M. Trin. 

1783 Joh. Davies A. M. Trin. 

1817 Edw. Dan. Clarke L. L. D. Jes. Mineral. Prof. 1808. 

1822 Joh. Lodge A. M. Magd. 

1845 Jos. Power A. M. Cla. (Derselbe seit 1828 Oberbibliothekar). 

1864 Joh. EytonBickersteth Mayor A. M.Joh.Ling., Lat.Prof. 1872. 

1867 Hen. Bradshaw A„ M. Regal. 

Oberbibliothekare. 

1721 Conyers Widdleton. S. T. P. Trin. Prof. Woodw. 1731. 

1750 Fra. Sawyer Parris. S. T. B. Coli. Sid. Praef. 1746. 



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Personal der Bibliotheque nationale zu Paris. 11 

1760 Edm. Law. S. T. P. Coli. Pet. Praef. 1754, Theol. Mor. 
Prof. 1764. Episc. Carl. 1768. 

1769 Joh. Barnadiston S. T. P. C. C. C. Praef. 1764. 

1778 Ri. Farmer S. T. P. Coli. Em. Praef. 1775. 

1797 Tho. Kerrich. A. M. Magd. 

1828. Joh. Lodge A. M. Magd. (Derselbe 1845 zugleich Bib- 
liothekar.) 

1845 Jos. Power. (Derselbe zugleich Bibliothekar). [2224.] 



Personal der Bibliothfeque nationale zu Paris. 

Nach der Reorganisation der Bibliothek besteht deren Per- 
sonal aus folgenden Herren: 

Verwaltung. Mortreuil, Sekretär-Schatzmeister (Biblio- 
thekar), im Range eines überzähligen Hilfs-Konservators. Unter- 
bibliothekare : Vinot, 2. Klasse; Schalck, 3. KL; Coquel, 3. Kl., 
beauftragt mit der Leitung des photographischen Ateliers; Unter- 
bibliothekar: Richert, 4. Klasse, beauftragt mit der Instandhal- 
tung der reservierten Sammlungen. 

Druckwerke. Konservator: Thierry-Poux. Hilfs-Konserva- 
toren: E. d'Auriac, Pauly, Marchai. Bibliothekare 4. Klasse: Letort, 
Leher. Bibliothekare 5. Klasse : Begin, Barringer, Bertal. Bibliothe- 
kare 6. Klasse: La Rochelle, Spol, Ruffin, Blanchet, Havet. Unter- 
bibliothekare 2. Klasse: Soury, Schwab, Vallee, Auzou, Lecaron, 
Teste. Unterbibliothekar 3. Klasse: Laffon. Unterbibliothekare 
4. Klasse : Chambeyron, Aubert, Du Parc, Guilhiermoz, Godin, Pillon- 
Dufresnes, Mallat, d'Auriac, Pelletier, Blanchet. Accessisten (Stagi- 
aires): Pierret, Martineau, Corda, Denise. Kommis: Pralon, Bou- 
ton, Fairel, Blaive, Roussaux, Sayous, Beaugrand, Patey, Sorict, 
Cornu, Heibst, Remond, Romanet, Grandjean, Renut, Walbert, 
Guilloux, Marcot, Batailler. 

Karten und geographische Sammlungen. Hilfs-Kon- 
servator: Franck. Bibliothekare 5. Klasse: Marchais, Marcel. Kom- 
mis: Charbonnier. 

Handschriften. Konservator : Michelant. Hilfs-Konservato r : 
Wescher. Bibliothekar 3. Klasse: Zotenberg. Bibliothekare 4. 
Klasse: Feer, Deprez. Bibliothekar 5. Klasse: Sepet. Unterbiblio- 
thekar 2. Klasse: Raynaud. Unterbibliothekar 3. Klasse: Omont. 
Kommis: Olivret. 

Münzen. Konservator: Chabouillet. Hilfs-Konservator:Lavoix. 
Unterbibliothekar 2. Klasse: Babelon. Unterbibliothekar 3. Klasse: 
de la Tour. Accessist: Prou. 

Stiche. Konservator: Delaborde. Hilfs-Konservator: Duplessis. 
Bibliothekar 5. Klasse: Raffet. Unterbibliothekar 2. Klasse: Flan- 
drin. Unterbibliothekare 3. Klasse: Vidal, Bouchot. [2225] 



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12 



Das Bibliothekswesen Cisleithaniens pro 1886. 



Staatsvorauschlag für den Aufwand des Bibliothekswesens 
Cisleithaniens pro 1SS6: 198035 fl. 



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00 



I. Universitäts - Bibliothek 

zu Wien 

II. Univ.-Bibl. zu Innsbruck 

III. Univ.-Bibl. zu Graz 

IV. Univ.-Bibl. zu Prag 

V. Univ.-Bibl. zu Lemberg 

VI. Univ.-Bibl. zu Krakau 

VII. Univ.-Bibl. zu Czer- 
nowitz 

VIII. Bibl. der technischen 
Hochschule zu Wien 

IX. Bibl. der technischen 
Hochschule zu Graz 

X. Bibl. der technischen 

Hochschule zu Prag 

XI. Bibl. der technischen 
Hochschule zu Brunn 

XII. Bibl. der technischen 
Hochschule z.Lemberg 

XIII. Bibl. d. Hochschule f. 
Bodenkultur zu Wien 

XIV. Studien-Bibl.zuLinz 

XV. Studien-Bibl. zu Salz- 
burg 

XVI. Studien-Bibl. zu 
Klagen fürt 

XVII. Studien-Bibl. zu 
Laibach 

XVIII. Studien-Bibl. zu 
Götz 

XIX. Studien-Bibl. zu 
Olmütz 



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16038 

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12710 

(4) 
6780 

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8194 

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7075 

(4) 
8800 



(1) 
1400 

1250 

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(2) 
3050 

(2) 
3350 

3350 

(2) 
800 

(2) 
2900 



(6) 
3526 

(1) 
504 

(2) 

875 

(5) 
2357 

(3) 
1488 

C2) 
792 

(2) 
750 



500 



(1) 
394 



300 
100 
100 
100 
300 
400 
200 

300 



375 



50 



365 



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6000 


1200 


9000 


1230 


6000 


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6000 


— 


6000 


600 


6000 


— 


3000 


— 


4000 


— 


3000 


— 


3000 


— 


1500 





1200 


— 


1200 


200 


1200 


445 


1200 


— 


1200 


150 


1200 


282 



350 
400 
650 



Summa 



200 
300 



100 



172 

50 



39934 
14854 
16133 
26347 
14568 
15386 
14725 
14800 
3300 
5400 

4250 

4600 

1500 
1372 

4944 

4995 

4915 

2150 

4862 



80 
[2226.] 



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Personal der ital. National- u. Univ.-Bibliothek. 



13 



Das Personal der italienischen National- und Uniyersi- 
täts-Bibliotheken und seine Bezahlung. 











Summa 




Stellung 


Klasse 


Anzahl 


Gehalt 


der 
Klassen 


Summa 


Vorstände 


1. 


2 


6000 


12000 






2. 


2 


5500 


11000 






3. 


4 


5000 


20000 


43000 


Bibliothekare und Hand- 


1. 


4 


4500 


18000 




. schriften-Konservatore 


2. 


7 


4000 


28000 






3. 


15 


3500 


52500 


98500 


Unterbibliothekare und 


1. 


14 


3000 


42000 




Handschriften - Unter- 


2. 


29 


2500 


72000 




Konservatore 


3. 


30 


2000 


60000 






4. 


26 


1500 


39000 


213500 


Kechnungsbeamte 


1. 


2 


3000 


6000 






2. 


2 


2500 


5000 






3. 


2 


2000 


4000 


15000 


Ordinatori 


1. 


8 


3000 


24000 






2. 


8 


2500 


20000 


44000 


Ausgeber 


1. 


32 


2000 


64000 






2. 


30 


1500 


45000 






3. 


47 


1200 


56400 


165400 


Portiers 


1. 


10 


1300 


13000 






2. 


14 


1200 


16800 






3. 


10 


1100 


11000 


40800 


Diener 


1. 


12 


1000 


12000 






2. 


44 


900 


39600 


51600 






354 






671800 



[2227.] 



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14 Neue Bücher. 



Neue Bücher. 



Det Kgl. Norske Frederiks Univcrsitet. Universitets- 

Bibliothekets Aarbog for 1884. Christiania, i Komm. 

hos. H. Aschehoug & Co. 1885. XXIV, 191. Gr. 8. 

Wieder ein höchst erfreuliches Beispiel von einem Bibliotheks- 
Jahresbericht, der freilich wesentlich kostspieliger herzustellen ist 
als ein bloss auf einige Bogen geschriebener, der vorgesetzten 
Behörde eingereichter. Was enthält dieser fingerdicke Band aber 
alles! Den Anfang macht der von dem Universitätsbibliothekar 
A. C. Drolsum verfasste Jahresbericht über das Budget- 
Jahr 188 3/8 4. 

In demselben hatte die Bibliothek einen Zuwachs von 6248 
Bänden, 14 Manuskriptbänden, 38 Karten, 154 Musikalien, 34 
Lithographien und 385 Kleinigkeiten. Von jenen 6 248 kamen 
4996 auf die ausländische Litteratnr. Die Bibl. besitzt jetzt 
249178 Bände (im J. 1845 nur 96 366), 1357 Manuskripte 
und ausserdem Musikalien, Karten und Stiche. Benutzt wurden 
51582 Bände, davon ausgeliehen 28 374 und nur nachgeschlagen 
6356, im Lesesaal benutzt 16 852. Von fremden Bibliotheken 
wurden 38 Werke geliehen. Auf Beschluss des Storthinges wur- 
den 1500 Kronen für einen neuen Amanuensisposten zum Auf- 
sichtführen im neuen Lesesaale bewilligt. Am 1. Juli wurde der 
Student J. B. Halvorsen Amanuensis. Amanuensis Seippel machte 
eine wissenschaftliche Urlaubsreise, und in den dritten Amanuensis- 
posten trat, nach Aufrücken des Am. Kjaers zum Unterbiblio- 
thekar, der Kand. phil. Fredrik Olsen. Zu Anlegung einer 
Heizung und Herstellung eines neuen Lesesaales waren im J. 
1883 42 000 Kronen verwilligt worden. Die Heizung ist sehr 
zufriedenstellend ausgefallen, der neue Lesesaal fast 50 Personen 
bequem und enthält eine Handbibliothek von 2500 Bänden. Auf 
diesen Bericht folgen in 15 Paragraphen die »Regeln für 
Katalogisierung der nordischen Litteratur«, ein >Ent- 
wurf zum Gesetz über das Verlagsregister und über 
die Abgabe von Drucksachen an die Universitäts- 
Bibliothek«, und das am 20. Juni 1884 sanktionierte Gesetz 
darüber. — Die Gehaltsverhältnisse sind wie folgt geregelt 
worden, doch strebt das Storthing konsequent an den Beamten- 
gehältern zu sparen. 

1 Bibliothekar Kronen 4500, und nach 5 Dienstjahren: 5000. 

1 Unterbibliothekar Kr. 3000, nach je 5 Dienstjahren 500 Kr. 
Zulage bis 4000 Kr. 

2 Amanuenses je 2200 Kr., nach je 3 Dienstjahren 200 Kr. 
Zulage, bis 3000 Kr. 



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Neue Bücher. 15 

2 Amanuenses je 2000 Kr., nach je 3 Dienstjahren 200 Kr. 

Zulage, bis 2800 Kr. 
1 Amanuenses 1500 Kr. 
1 Bibliotheksdiener 1000 Kr., nach je 5 Dienstjahren 200 Kr. 

Zulage, bis 1400 Kr. 
1 Bote und Ofenheizer 600 Kronen. (Die Krone ist Mark 
1,125 nach deutschem Gelde). — 

Geschenkgeber an die nordische Abteilung waren 82, 
an die ausländische aber 266 aufzuführen. Soweit der eigent- 
liche Jahresbericht. Ihm schliessen sich 4 Verzeichnisse an: 
I. Norsk Bogfortegneise for 1883 auf 62 Seiten etwa 
1200 Titel von Büchern und Zeitschriften, alphabetisch 
geordnet, auf 6 Seiten 98 Titel von Zeitungen aus 51 
alphabetisch geordneten norwegischen Orten, auf 4 Seiten 
Musikalien, auf 3 Seiten Kupferstiche, Karten etc. 

II. Der übrige Zuwachs der nordischen Abteilung 
188 3, auf 17 Seiten ca. 340 Titel von Büchern, Zeit- 
schriften, alphabetisch geordnet, und auf 1 Seite ca. 20 
Musikalien und Karten. 

III. Die ausländische Abteilung. 
I^itteraturgeschichte und Bibliographie. — 

Bibliothekswissenschaft. — Buchhandel: 105 
Schriften allgemeinen oder vermischten In- 
halts, sowohl Bücher als Periodica, 
z. T. vielbändige Sammlungen mit 

angegebenen Specialtiteln 126 

Philosophie 75 

Theologie 199 

Mathematik 26 

Naturwissenschaften 225 

Medicin 131 

Philologie 181 

Geschichte 264 

Geographie und Ethnographie 101 

Statistik 44 

Rechtswissenschaft 226 

Sozialwissenschaft . 105 

Technologie und Oekonomie 75 

Kriegswissenschaft 13 

Pädagogik 148 

Gymnastik, Sport, Spiel 5 

Aesthetik, Kunst, schöne Litteratur . . . 198 

Stiche und Karten 75 

Sa 2322. 



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16 Neue Bücher. 

VI. Handschriften-Zuwachs 1883: 9 Stück. — 

Die Namen der Verfass* *• sind fett, die Anonyma und Perio- 
dica- und Sammlungs-Titel nur gesperrt gedruckt, eine Einrich- 
tung, die praktisch genannt werden muss, weil alle drei Arten 
Drucksachen nicht von einander getrennt sind. Gross ist der 
Reichtum an wertvollen Zeitschriften, aber überflüssig dürfte es 
sein, dieselben jedes Jahr im Zuwachsverzeichnis zu wiederholen. 

[2228.] 

A Directory of Writers for the Literary Press in the 

United States. Compiled by W. M. Griswold. Bangor, 
Maine: G. P. Index, Publisher. 1884. 25 S. 8°. 
Dies Directory oder Adressbuch enthält die Vor- und Zu- 
namen, sowie Schriftstellernamen und Adressen von 350 für Jour- 
nale thätigen Personen, mit Angabe der von ihnen besonders 
vertretenen Litteraturfächer. Es ist das der erste Versuch eines 
„Litteratur-Kalenders" ins Amerikanische übersetzt, über dessen 
Mangelhaftigkeit der Herausgeher Griswold sich von vornherein 
klar ist. Originell und praktisch bei dem Unternehmen ist, dass 
dem alphabetischen Personenverzeichnis auch ein alphabetisches 
Verzeichnis der Post-Adressen, von den Schriftstellern behandelten 
Gegenstände, Pseudonyme u. dgl. beigegeben ist. [2229.] 

O. P. Indexes, No. XVII. — The G. P. Index Annual, 

for 1884. Fourth Annual Issue. Bangor, ü. S. A.: G. P. 

Index, Publisher. 1885. 58 S. 8°. 
Höchst praktisches, aber, wie es scheint, für Deutsche zu 
praktisches alphabetisches Sachregister zu vielen englischen, ameri- 
kanischen, deutschen etc. Zeitschriften. Für jede derselben ist 
ein Buchstabe, oder eine Zahl, oder ein Buchstabe und eine Zahl, 
als stehendes Zeichen angenommen, und auf diese Weise ist es 
möglich geworden, die Standorte von gegen 4000 Gegenständen, 
welche in den verschiedenen Zeitschriften behandelt sind, auf den 
wenigen Seiten zusammenzudrängen. Dass zur Benutzung solcher 
Indices grosse Uebung gehört, wird jeder zugeben, der erfahren 
hat, wie wenig Leute im stände sind, selbst Indices ohne Ab- 
kürzungen mit Sicherheit zu benutzen ; indessen mögen Bibliothe- 
kare, wenn sie viel mit dem G. P. Index zu thun haben, ja Fer- 
tigkeit in der Benutzung desselben sich aneignen. Erfreulich ist 
es, wie wenig unbedeutende Druckfehler in den Worten sich fin- 
den; ob für die Tausende von Zahlen und Abkürzungen dasselbe 
gilt, entzieht sich freilich der Kontrolle. Originell ist die Ein- 
richtung, dass aus einer vorangeschickten Tabelle, in welcher die 
Titel der ausgezogenen Zeitschriften alphabetisch angeordnet sind, 
sofort zu ersehen ist, in welchem ihrer Monatshefte ein Artikel 
enthalten ist. [2230.] 



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Neue Bücher. 17 

The eoöperative Index to Periodicals issued quarterly. 

Edited by W. J. Fletcher with the Cooperation of Members 
of the American Library Association. Vol. t. No. 1. Jan. — 
March, 1885. New- York: Publication Office, 31 and 32 Park 
Row. IV, 23 S. 4°. 
Enthält die Namen von 44 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, 
die Titel von 95 in englischer Sprache erschienener Periodicis, 
und etwa 1700 in denselben im ersten Viertel dieses Jahres ent- 
haltene Artikel, alphabetisch geordnet. Der Index ist nach Pooles 
Plan ein Sach- Index. Artikel sind deshalb in demselben nicht 
unter dem Namen ihrer Verfasser, auch nicht immer unter ihrer 
Ueberschrift, die manchmal eine ganz willkürliche ist, zu suchen, 
sondern nur unter dem Namen des behandelten Gegenstandes. 
So z. B. wird man Bancroft History of the United States finden 
unter United States, History, aber nicht unter History, und nicht 
unter Bancroft. Dagegen sind Besprechungen belletristischer 
Schriften unter den Namen der Verfasser der Schriften zu suchen. 
Kommen die Schriften aber selbst in Periodicis vor, so sind sie 
unter den Titeln, z. B. unter Womans Reason aufgenommen. 

[2231.] 

Directory of the Antiquarian Booksellers and Dealers 

in Second-Hand Books of the United States. Arranged in 
a General Alphabet, with Addresses. 2 — Geographically 
according to States and Towns. 3 — Classifying the Spe- 
cialitys of each Dealer. Together with Valuable Hints for 
Finding the Author, Title, Publisher, Place of Publication, 
Edition, Size or Price of Books; a List of Practical Biblio- 
graphies, Trade Catalogues, Retail and Special Lists, Literary 
and Trade Journals, Advertising Mediums, etc., All Pertaining 
to the Foreign and American New and Antiquarian Book 
Trade. The leading Jobbing Houses in Miscellaneous New 
Books, Important Subscription Book PubJishers, and the 
various News Companies and Wholesale Dealers in News- 
papers, Periodicals and Populär Books, with Addresses of the 
same. Subscription — Price, £. 5,00. net. Compiled by 
C. N. Caspar. Milwaukee, Wis., C. N. Caspar, Publisher. 
1885. 276 SS. Kl. 4° (oder 8° mit breitem Rand und ein- 
seitig bedruckt.) 
Da der gesamte Inhalt dieses Adressbuches auf dem Titel 
verzeichnet ist, so ist es überflüssig, auf den Inhalt weiter ein- 
zugehen. Nur soviel sei bemerkt, dass es ein sehr bequemes 
Handbuch für alle ist, die Bücher zu kaufen haben. Für Biblio- 
theken dürfte besonders wichtig sein das darin enthaltene alpha- 
betisch geordnete Verzeichnis der Litteraturgattungen, welche 
von den einzelnen Firmen besonders vertreten werden. So z. B. 

2 



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18 Neue Bücher. 

sind nicht weniger als 48 angegeben, die besonlers mit alten 
Zeitschriften handeln. [2232.] 

Baldamus' Katholische Theologie. 1880—1884, oder wie 

der Titel eigentlich lautet: Die Erscheinungen der deutschen 
Litteratur auf dem Gebiete der katholischen Theologie. 1880 
bis 1884. Systematisch geordnet und mit einem alphabeti- 
schen Register versehen von Eduard Baldamus. Leipzig, 1885. 
J. C. Hinrichs. 101 S. 8°. 
Es ist eine unberechtigte Eigentümlichkeit vieler Bücher, 
dass ihre Schmutztitel anders lauten als ihre Titel. Auch die 
Baldamusschen bibliographischen Arbeiten erfreuen sich dieser 
Eigentümlichkeit, und sie war daran schuld, dass der Referent 
sich vergeblich nach ausländischen Werken in ihnen umsah, ver- 
mutlich geht es andern Leuten ebenso. Aber das ändert an der 
Thatsache nichts, dass wir es mit einer für deutsche Theologen 
und Bibliothekare äusserst wichtigen Publikation zu thun haben. 
Denn ca. 1600 Büchertitel sind in übersichtlicher systematischer 
Anordnung verzeichnet, wie man es sonst nirgends findet. All- 
gemeines füllt 5, exegetische Theologie 4, historische Theologie 
22, systematische Theologie 6, und praktische Theologie 41 Seiten. 
Das für das Vorstehende Gesagte gilt mutatis mutandis für 
Baldamus' Protestantische Theologie 1880—1884, deren Titel 
lautet: [2233.] 

Die Erscheinungen der deutschen Litteratur auf dem 
Gebiete der Protestantischen Theologie. 1880—1884. 

Systematisch geordnet und mit einem alphabetischen Register 
versehen von Eduard Baldamus. Leipzig 1885, J. C. Hin- 
richssche Buchhandlung. 194 S. 8°. 
Die protestantische Litteratur der Jahre 1880 — 84 ist ca. 
4000 Nummern, also reichlich doppelt so stark als die katholische 
derselben Jahre. Allgemeines füllt 11 (kathol. nur 5), exegeti- 
sche Theologie 13 (kathol. nur 4), historische Theologie 49 
(kathol. nur 22), systematische Theologie 12 (kathol. nur 6), 
und praktische Theologie 88 (kathol. nur 41) Seiten. Die Luther- 
litteratur beträgt 17 Seiten oder ca 400 Titel. [2234.] 

Als Drittes im Bunde schliesst sich an: 

Baldamus 9 Bau-, Maschinen- und Eisenbahnkunde, Tele- 
graphenwesen, Berghau und Hüttenkunde mit beson- 
derer Berücksichtigung der Elektrotechnik 1880 — 1884, deren 
Titel lautet: Die Erscheinungen der deutschen Litteratur auf 
dem Gebiete der Bau-, Maschinen- und Eisenbahnkunde etc. . . . 
1880 — 1884. Alphabetisch geordnet und mit einem Sach- 
register versehen von Eduard Baldamus. Leipzig 1885, J. 0. 
Hinrichs'sche Buchhandlung. 144 S. 8°. 



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Neue Bücher« 19 

Während die oben genannten theologischen Literaturverzeich- 
nisse systematisch geordnet sind, ihre Register aber alphabetisch, 
sind in diesem die Zeitschriften und Bücher geschieden und 
alphabetisch gestellt, dieselben Titel sind aber dann nicht, wie 
man es bei «Hinrichs Verzeichnisse gewöhnt ist, nochmals in 
systematischer Folge wiederholt, sondern es ist aus denselben ein 
alphabetisches Sachregister hergestellt, ungefähr wie man es im 
English Catalogue of Books und ähnlichen Publikationen findet. 
Für den Fachmann ist dies natürlich sehr praktisch, für die 
Bibliographie wäre es aber am besten, diesem Verzeichnis ein 
systematisch geordnetes Titelverzeichnis, und umgekehrt den theo- 
logischen Literaturverzeichnissen alphabetische Sachregister bei- 
zugeben, das wäre das Nonplusultra eines Literaturverzeichnisses. 

[2235.] 

Kataloge der Ton Hofrat Dr. Alexander Ziegler gestifte- 
ten Bibliotheken und Kupferstich etc. - Sammlungen zu Ruhla 
und Umgegend. Dresden, Johannes Pässler, 1885. 147 S. 8°. 
Enthält : Die alphabetischen Kataloge I. der Schul- und 
Volks-Bibliothek zu Euhla gestiftet vom 24. Juni 1868 bis zum 
24. Juni 1879 mit 2750 Bänden. II. der Bibliothek im Hotel 
Bellevue zu Ruhla. Im Interesse der Kur- und Badegäste, sowie 
der Touristen gestiftet vom 24. Juni 1867 bis 24. Juni 1879 
mit 366 Bänden. — III. der Bibliothek im Gewerbeverein zu 
Ruhla vermehrt vom 24. Juni 1872 bis zum 24. Jun* 1879 mit 
349 Nummern. — IV. der Schul- und Volks-Bibliothek zu Moss- 
bach und Kittelsthal gestiftet in derselben Zeit mit 417 Bänden. 
— V. den Katalog der Kupferstichsammlung der Volksschule zu 
Ruhla E. A., gestiftet 1867 von A. Ziegler. — VI. den Katalog 
der Kupferstich-, Holzschnitt-, Aquarell-, Oelstudien- und Hand- 
zeichnungen - Sammlung der Zeichnenschule (Gewerbeschule) in 
Ruhla G. A. Gestiftet 1872 von A. Ziegler, — die z. Th. sehr 
umfangreichen Nachträge zu den vorstehenden Katalogen, — den 
Katalog der Schul- und Volksbibliothek im Lutherort Möhra, und 
den der Bibliothek Ludwig Storchs, welche der Ruhlaer Schul- 
und Volksbibliothek einverleibt worden ist, beigefügt sind die 
Statuten der letzteren. Die verschiedenen Kataloge sind so kurz 
als möglich gefasst, deshalb sind sogar meist die Jahreszahlen 
weggelassen, die Formate der Bücher sogar; alle Bücher, deren 
Verfasser nicht bekannt sind, bilden allemal ein Alphabet für sich. 
Im ganzen sind 6115 Bände verzeichnet. [2236.] 

Zuwachs der GrossherzogL Bibliothek zu Weimar 

in d. J. 1883 und 1884. Weimar, H. Böhlau. 8. 1885. (56 SS.) 

Das Heftchen verzeichnet in grosse Gruppen geordnet, aber 

zum Teil nicht streng systematisch, nicht alphabetisch und nicht 

chronologisch, sowohl die Bücher als die Zeitschriften, und nicht 



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20 Neue Bücher. 

nur die neuesten Erwerbungen , sondern auch die aus früheren 
Jahren, doch verschwinden diese gegen jene, auch findet man nicht 
nur eigentliche Neuigkeiten, sondern auch die Fortsetzungen ange- 
geben. Das Verzeichnis scheint von grosser Sorgfalt in der Aus- 
wahl der Anschaffungen zu zeugen. [2237.] 

Katalog der Bibliothek der Handels- und Gewerbe- 
Kammer Dre8den. Dresden 1885. IV, 66 SS. 8. 

Dieser systematisch geordnete Katalog enthält gegen 1080 
Nummern hauptsächlich aus den Gebieten der Volkswirtschaft 
und Statistik, und zu seiner leichteren Benutzung ist ein alpha- 
betisches Kegister angefügt, das aber nur etwa 600 Stichworte 
und Verfassernamen untereinander gemischt aufführt. Es ist gar 
nicht zu bezweifeln, dass der Katalog den Mitgliedern der H.- 
u. G.-Kammer recht gute Dienste leisten wird, er ist aber so 
dilettantisch als möglich, ohne Voranstellung der Verfassernamen 
oder Stichworte, und z. T. mit gänzlicher Umänderung der Titel 
gemacht. Man sollte doch meinen, dass wer nicht weiss wie man 
Bücher-Kataloge macht, sich erst bei Fachleuten erkundigen kann ! 

[2238.] 

Generalregister der deutschen Rundschau. Band l— 40. 

(I.— X. Jahrgang.) Nebst systematischer Uebersicht der Haupt- 
artikel. Berlin 1885. Geb. Paetel. 

Es ist erfreulich, dass endlich auch die deutschen Zeit- 
schriften sich zu ausführlichen Registern bequemen und das 
vorliegende kann als Vorbild für die späteren dienen. Es macht 
die Rundschau erst in vollem Sinne nutzbar, indem es auch zur 
versteckten Notiz den Weg weist. Möchten doch die Verleger 
denken, dass solche Register für ihre Zeitschriften die besten 
Empfehlungen. Der ungenannte Verfasser des vorliegende» 
Registers ist Hans Elissen. Er nennt zuerst in alphabetischer 
Folge die Mitarbeiter des Blatts mit Titel und Wohnort, bringt 
dann eine Tabelle, aus welcher die Zeit ersichtlich wird, von 
welcher die Seiten datieren, gibt dann die systematische Ueber- 
sicht der Hauptartikel und zeigt bei den frei schöpferischen nach 
Verfasser, bei den wissenschaftlichen nach dem Titel der Beiträge, 
sodann das eigentliche Namen- und Sachregister, welches nichts 
irgendwie Wesentliches aus dem reichen Inhalt der 40 Bände 
missen lässt. Möchten sich andere Zeitschriften das Werk als 
Vorbild dienen lassen. [2239.] 

CatalOgttS der Bibliothek van de Vereeniging ter Bevor- 
dering van de Belangen des Bockhandels te Amsterdam. 
Amsterdam 1885. P. N. von Kämpen und Zoon. 8. VIII. 
und 265 S. 

Der Katalog enthält ein systematisches Verzeichnis der seit 
1844 von der genannten Vereinigung gesammelten und auf 



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Neue Bücher. 21 

den Buchhandel bezüglichen Bücher und Zeitschriften, das auch 
über seinen ersten Zweck hinaus, als bibliographisches Hilfs- 
mittel wohl dienen kann. Es wird dadurch besonders wertvoll, 
dass es sich nicht nur auf Publikationen des holländischen Buch- 
handels beschränkt und auch andre Litteraturen inbegreift. Es 
umfasst den Gebieten nach Werke über Buchhandel und Buch- 
druckkunst, Zensur und Pressgesetzgebung, Litterarisches und 
Artistisches Eigentumsrecht, Papierfabrikation, Schrift, Handschrift, 
Technik des Buchdruckergewerbes, der graphischen Künste und 
der Buchbinderei u. a. m., Bibliographie, Bibliothekswissenschaft. 
Ein stattliches Katalogverzeichnis und ein die aufgeführten Werke» 
nach Verfasser, mit Titeln aufführendes alphabetisches Kegister 
machen den Beschluss. [2240.] 

Die deutsche Presse. Verzeichnis der im Deutschen Keiche 

erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften. Erster Band: 

Politische Zeitungen, Amts-, Lokal- und Anzeigeblätter. 

Zweiter Band: Zeitschriften. Forbach, Verlag von Robert 

Hupfer. 1885. V, 280; VIII, 152 SS. 8°. 

Die Herausgeber wollten ein Nachschlagebuch schaffen, welches 
über die Verhältnisse der deutschen Presse vollständig und zu- 
verlässig Auskunft geben könne. Darüber, dass sie ihre Absicht 
nicht ganz erreichen würden, waren sie sich aber von vornherein 
klar, sie meinen jedoch, dass fast alle ansehnlicheren Blätter mit 
Angaben nicht zurückgehalten haben und deshalb nur weniger 
bedeutendere in ihrem Verzeichnis nicht vertreten sind. Was die 
Mitteilungen über die politischen Richtungen der einzelnen Zeitungen, 
sowie die anderen die letzteren betreffenden Angaben betrifft, 
so haben sie, wo es thunlich war, aus den von den Zeitungen 
selbst gemachten Mitteilungen geschöpft, lehnen also Reklamationen 
über Höhe der Auflagen u. dgl. ab. In dem Zeitungsverzeichnis 
folgen auf einander: 

1) Titel, 2) Verlagsort, 3) Erscheinungsweise, 4) Tendenz, 
5) Redakteur, Verleger und Drucker, 6) Abonnementspreis, 
7) Schriftgattung, nach welcher die Inserate berechnet werden, 
S) Breite der einspaltigen Inseratenzeile, 9) Preis für die ein- 
spaltige Zeile, 10) Alter des Blattes. 

Die Einrichtung des ersten Bandes ist die, dass die Titel 
der Zeitungen zwar alphabetisch, aber nicht nach dem ersten 
Hauptwort desselben, sondern nach dem zuerst vorkommenden 
Wort, — ausgenommen sind nur Artikel, — geordnet sind. So 
findet man die „Allgemeine Zeitung" weder unter „München", 
noch unter „Zeitung", sondern unter „Allgemeine". Dies den 
englischen und amerikanischen Katalogen abgesehene Verfahren 
bürgert sich offenbar immer mehr in Deutschland ein, weil es für 
das grössere Publikum das bequemste ist, — zu denken und zu 



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22 Litteratur und Miszellen. 

überlegen ist dabei nicht viel. Dass nicht ein kurzes Verzeichnis 
der Titel nach bibliographischen Stichworten beigegeben ist, muss 
bedauert werden, doch wird die Arbeit sowieso schon viel Aufwand 
an Zeit und Geld erfordert haben, da das Verzeichnis gegen 5000 
Titel enthält. Den Schluss des ersten Bandes bildet ein nach 
ihren Verlagsorten geordnetes Verzeichnis der Zeitungen. 

Bei der Veröffentlichung des zweiten Bandes hatten die Heraus- 
geber wegen der dem ersten zu Teil gewordenen günstigen Auf- 
nahme frohere Zuversicht, und sie glauben behaupten zu können, 
dass ein Material, wie sie es bieten, in ähnlicher Vollständigkeit 
in Bezug auf die Zahl der angeführten Zeitschriften wie der 
Einzelnheiten noch nicht geboten worden. Dass mancher den 
Titel einer Zeitschrift vergeblich in der einen Abteilung des Ver- 
zeichnisses suchen, und in einer andern unverhofft finden wird, 
liegt in der Natur der Sache, und auch in der der Herausgeber, 
welche sich gar nicht vorgenommen hatten eine systematische 
Klassifikation der deutschen Zeitschriften, sondern eine aus dem 
Boden der Praxis erwachsende Einteilung zum Zwecke der bessern 
Uebersicht und Auffindbarkeit zu liefern. Dass sie nicht für nötig 
gehalten haben solche Periodica, welche in zwei Abteilungen gehören, 
wenigstens kurz in der zweiten aufzuführen, ist einfach zu bedauern, 
während sie es, wie sie sagen, „mit Recht für überflüssig gehalten 
haben". 

Ein Verzeichnis der angenommenen Rubriken ist vorausge- 
schickt, dann folgen : 1) Titel, 2) Verlagsort, 3) Erscheinungsweise, 
4) Redakteur, Verleger und Drucker, 5) Abonnementspreis, 

6) Schriftgattung, nach welcher die Inserate berechnet werden, 

7) Breite der Inseratenzeile, 8) Preis für die Inseratenzeile, 
9) Auflage, 10) Alter des Blattes. 

Bei vielen Zeitschriften sucht man nähere Angaben, sogar 
Redakteur, Drucker und Verleger vergebens, so z. B. sind von 
den 6 philosophischen 3 ohne eine andere als die Titelangabe 
und die des Abonnementspreises gelassen. Im Ganzen mögen ca, 
3000 Titel verzeichnet sein. [2241.] 



Litteratur und Miszellen. 

Frankreich. 
Paris. Bibliotheque Carnavalet. Eine Verordnung des Seine- 
Präfekten bestimmt Folgendes: Der Dienst an dieser Bibliothek 
zerfällt in 3 Sektionen, jede unter einem Unter-Konservator. Die 
erste wird geleitet von Nano, der besonders mit dem von de 
Liesville der Stadt vermachten Revolutionsmuseum betraut ist, 
die zweite, enthaltend die Bücher und Stiche, steht unter Ceard, 
uud die dritte unter Waker, dem die Leitung der archäologischen 



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Litter atur und Miszellen. 23 

Ausgrabungen in Paris überwiesen ist. Vorstand der Bibliotheque 
Carnavalet ist wie bisher Jules Consin, der städtische Ober- 
bibliotbekar. [2242.] 

Paris. Bibliotheque de la marine. Durch einen Befehl des 
Marine-Ministers ist die Zusammensetzung der Bibliotheks-Kom- 
mission die folgende geworden. Vorsitzender : Vice-Admiral 
Jurien de la Graviere; Mitglieder: Robertat, Bureauvorstand der 
Volksbibliotheken im Ministerium des öffentlichen Unterrichts, 
Alquier, Schiffskapitän, Chanu, Oberst der Marine-Infanterie, 
Fenaux , Fregattenkapitän , de Trentinian , Bataillonschef der 
Marine-Infanterie, Durassier, Bibliothekar des Marine-Ministeriums, 
Carron, Bibliothekar des Marine-Depots; Sekretär: Servant, Com- 
mis in der Marine-Hauptverwaltung. [2243.] 

Paris. Die Verwaltung des Louvre hat kürzlich 31 aegyp- 
tische Papyrus aus den Zeiten Psammetichs, Apries und Amasis 
erworben. [2244.] 

Die* Pariser Franklin- Gesellschaft für Verbreitung 
von Volksbibliotheken hat im verflossenen Geschäftsjahre Bücher 
im Werte von mehr als 53 000 Fr. an die Volksbibliotheken ver- 
teilt. Sie hat über 2500 Bände den von ihr gegründeten Militär- 
Hospital-Bibliotheken geschenkt, kleine Bibliotheken bei allen iso- 
lierten optischen Posten in Oran und Tunis gegründet, und über 
1100 Bände verschiedenen Volksbibliotheken überwiesen. 

(Chron. du Journ. de Timpr. Nr. 20.) [2245.] 

Der „Bibliothek de la France" in Paris zufolge hat die 
Firma Firmin & Didot ein Buch von M. Weckerlin voröffentlicht, 
welches ein Katalog ist mit geschichtlicher Einleitung, ein Katalog 
der Reichtümer, bildend die Reserve der genannten Bibliothek. 
Es findet sich in diesem Katalog eine interessante Statistik über 
das Wachstum seit der Grüudung des Konservatoriums im Jahre 
1795 bis auf unsre Tage. Im Jahre 1816 besass das Institut 
9314 Partituren, 5320 Theaterstücke und 654 andre Werke. 
Gegenwärtig zählt sie 22,000 Bände Partituren, 5000 Bände für 
Gesangsübungen, 3000 Bände musikalischen und dramatischen In- 
halts. Es möge zum Schlüsse noch erwähnt werden, dass seit 
1834 170,000 Piano- und Gesangstücke ins legale Depot abge- 
liefert wurden. [2246.] 

Bibliothekare, die Glück haben, erhalten manchmal nach 
langen, langen Jahren Bücher ihrer Bibliotheken zurück, die ver- 
schwunden gewesen, manchmal ohne dass die Betreffenden eine 
Ahnung von der Existenz der Bücher gehabt haben. So sind 
vor einigen Monaten zwei westgotische Manuskripte aus dem Ge- 
biete der mozarabischen Liturgie den im Jahre 1880 aus Frank- 
reich nach Santo Domingo de Silos ausgewanderten Benediktinern 
zurückgeliefert worden, nachdem sie seit dem Jahre 1835 ihrer 



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24 



Litteratur und Miszellen. 



Bibliothek abhanden gekommen. Diese Manuskripte sind um so 
wertvoller, als ihr Inhalt in den Abdrücken mozarabischer Liturgie 
von Ximenes, Lorenzana und Leslens kaum vorkommt. (Poly- 
biblion, part. litt., livr. 1.) 

Der Aufwand für die französischen Departements-Bibliotheken: 

Personal. Material. 

Marseille 17 500 15 500 

Rouen 16 600 7 000 

Bordeaux 15 400 8 000 

Lille 10 900 10 800 

Lyon 12 400 9 250 

Grenoble 7 700 10 450 

Rennes 12 400 4 000 

Versailles 8 800 6 400 

Nancy 8 650 6 350 

Reims 8 650 5 000 

Toulouse 8 300 5 200 

Besancon 9 400 4 000 

Nizza 7 800 4 000 

Montpellier 6 158 3 974 

Angers 5 000 4 800 

Caen 7 200 2 500 

Troyes 6 000 3 200 

Boulognes-sur-Mer ... 5 700 3 300 

Dijon 5 000 3 600 

Le Havre 5 800 2 800 

Le Mans 5 500 2 900 

Pau 2 800 5 396 

Douai 5 900 2 000 

Amiens ....... 4350 2800 

Aix . 6 000 1 000 

Poitiers 5 000 2 000 

Clermond-Ferrand ... 3 900 3 000 

Toulon 4 800 2 000 

Chälons-sur-Marne ... 5 000 1 200 

Nimes 4 800 1 200 

Avignon 5 100 600 

Orleans 4 300 1 300 

Brest 4 000 1 500 

Roubaix 4 000 1 400 

Alger 2 320 2 680 

Epernay 4 500 500 

Summa 257 320 152 600 Frc. 
[2247.] (Polibyblion. P. litt. T. 21. L. 4.) 



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Litteratur und Mißzellen. 25 

Griechenland. 
Ittaka. Die Bibliothek der Cornell University besass am 
31. Mai d. J.: 54 400 Bände und 15 700 Broschüren. Im ver- 
flossenen Geschäftsjahre kamen hinzu 3926 Bände und 530 Bro- 
schüren, davon geschenkt 970 "Bände und 430 Broschüren. Pe- 
riodica werden jetzt über 400 gehalten. Während des Jahres 
wurden 7442 Bände nach dem Diktionär-System katalogisiert und 
in den neuen Hauptkatalog eingetragen, der jetzt 17544 Bände 
enthält. Yom vorigen Oktober bis Ende Mai 1885 wurden 18952 
Bände an Leser ausgehändigt, ungerechnet die vielfache Benutzung 
der Bücher der Handbibliothek und der zeitweilig für Professoren 
reservierten. (Libr. of Cornell Univ. Vol. 1. No. 12.) [2248.] 

Italien. 

Bologna. Im Bibliofilo Anno 6. no. 7. wird aufmerksam 
gemacht, dass Bologna einen Schatz von Handschriften besitzt, 
die aber sogut wie vergraben und ausserdem heimlicher Lieb- 
haberei ausgesetzt sind, weil sie in keinerlei Katalog oder Inven- 
tar verzeichnet sind. [2249.] 

Mailand. Der Biblioteca Najionale di Brera hat Cav. F. 
Bernardoni eine Sammlung von für die Geschichte der Lombardei 
in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts wichtiger Autographen 
geschenkt, z. B. von Giuseppe Bernardoni, Bandettini, Cesare 
Arici, Feiice Bellotti, Tommaso Grossi, etc. etc. [2250.] 

Parma. Ueber den schon erwähnten Diebstahl schreibt 
„La Bibliophilie Nr. 24 & 25" Folgendes. Vor einiger Zeit 
wollte ein Engländer gewisse Stiche besichtigen, von denen er 
wusste, dass sie in der dortigen Bibliothek vorhanden sein soll- 
ten, indess, sie waren nirgends aufzufinden, was den dafür ver- 
antwortlichen Beamten Namens Respighi begreiflicherweise sehr 
alterierte. Er sollte aber Genugthuung erhalten. Eines Tages 
sah nämlich ein Beamter den 77jährigen Panini, Sekretär der 
Bibliothek, mit einem Bande unterm Arm eilig den Aufbewah- 
rungsraum der Kostbarkeiten verlassen, machte dem Direktor 
Perau Meldung, und dieser frug den Panini nun aus. Panini 
machte Ausflüchte, aber das Personal, dem es sehr daran liegen 
musste, den Dieb zu fangen, zog Fäden an den Fächern des be- 
treffenden Schrankes, und siehe, am 30. Mai fand man 3 Faden 
zerrissen. Sofort suchte man im Bureau des Panini nach , und 
fand daselbst seltene Drucke und Handschriften. Er wurde so- 
fort suspendiert, gestand nun den Diebstahl, that vor dem Direk- 
tor einen Fussfall und bat um Schonung. Er gab an, mit einem 
falschen Schlüssel Respighfs Schrank geöffnet, der den Schlüssel 
zu den Kostbarkeiten enthielt, und im Katalog die Titel ausra- 
diert zu haben. Als man in seiner Wohnung Haussuchung hielt, 



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26 Litteratur und Miszellen. 

fanden sich auch noch mehrere der vermissten Sachen, aher von 
den ca. 4000 Stichen der Bibliothek fehlen doch 325, darunter 
solche von hohem Werte. 

Ueber die Bibliothek der Brera in Mailand findet man in 
der Bibliografia italiana. Cronaca. Nr. 7 — 8 folgende Angaben. 
Den Bemühungen des neuen Präfekten, comm. Ghiron, um die 
Bibliothek ist es zu danken, dass der Besuch derselben wieder 
ein stärkerer geworden ist. Im Februar und März dieses Jahres 
war er doppelt so stark, als in denselben Monaten des Vorjahres. 
Aber ohne Unterstützung seitens der Regierung wird kaum viel 
auszurichten sein, ist doch die für Neuanschaffungen zur Ver- 
fügung stehende Summe so unbedeutend, dass jährlich kaum 400 
Bände angeschafft werden können. Die Bibliothek erhält also 
eine geringere Summe als irgend eine der grösseren italienischen 
Bibliotheken. Wie in einer am 8. März abgehaltenen Sitzung 
der Societä Storica Lombarda zur Sprache kam und von der- 
selben unter anderem an das Ministerium berichtet worden, ist, 
weil die Bibliothek der Brera nicht mit der Wissenschaft fort- 
gehen kann, die Zahl der Benutzer von 40000 im Jahre 1880 
auf 30 000 im J. 1884 herabgesunken. [2251.] 

Leo XIII. hat der Vatikanischen Bibliothek in Rom eine 
Anzahl authentischer Abschriften des Thomas von Aquino ge- 
schenkt. [2252.] 

Ein ungenannt bleiben wollender Italiener hat dem Mini- 
sterium des öffentlichen Unterrichtes eine Bibliothek von über 
6000 Bänden, betreffend die Geschichte und Gesetzgebung der 
Italienischen Gemeinden, zum Geschenk gemacht. Sobald ein Kata- 
log derselben angefertigt sein, und sie aufgestellt sein wird, soll 
sie dem Publicum zugänglich gemacht werden. (Bibliogr. ital. 
Cron. Nr. 11 — 12). [2253.] 

Im Jahre 1879 wurden die italienischen königlichen Biblio- 
theken von 895000, im J. 1882 aber nur von 743 000 Lesern 
besucht, und dementsprechend fällt auch die Zahl der entliehenen 
Werke von 1655 000 im J. 1879 auf 986 000 im J. 1882. 
Leider enthält der Artikel des „Livre", dem diese Notiz entstammt, 
keine Angaben über die Jahre 1883 und 1884. [2254.] 

(Le Li vre Annee 6. livr. 4.) 

Im Februar hatte »Bibliofilo« von einem Officiolum, Giimti 
1519, berichtet und unter anderen Blättern hatte auch die »Inde- 
pendance Beige« diese Notiz abgedruckt. Erst aus dieser tischt 
nun wieder die italienische »Fanfulla« diese Neuigkeit in der 
Nummer vom 10. Mai auf, es hat also fast ein Vierteljahr ge- 
dauert, bis wegen des Umweges über Belgien das eine italienische 
Blatt die bibliographische Notiz eines anderen italienischen Blattes 
hat wiedergeben können. [2255.] 



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Litteratur und Miszellen. 27 

Eine Bücherrechnung aus dem Mittelalter. — Zur 
Geschichte der Bücherpreise in älterer Zeit wird folgende 
Notiz nicht unwillkommen sein, die sich im »Codice diplomatico 
della Terra di S. Vittorio« im 29. Bande der vom Abbe Colucci 
herausgegebenen »Antichita pience« findet. 

Es handelt sich um ein Dokument vom 6. April 1346 über 
den Verkauf einer auf Pergament geschriebenen Bibel. Verkäufer 
ist ein Ordensbruder Giacomo Garissio aus Montelfakone , der 
wahrscheinlich das Exemplar geschrieben hatte; Käufer sind ein 
Marino und ein Niccolo di Gualtiero di Gioannetto aus S. 
Vittoria. Die Beschreibung des Bandes lautet folgendermassen : 
»Unum librum sive bibiam scriptam in cartis edinis contentam 
in quadraginta quaternis sive sexternis aut quinternis, habentem 
duo folia, unum a principio et aliud in fine non scripta, et totum 
librum sive bibiam miniatum de licteris ad pinellum et cala- 
mum, secundum quod cadit, et bene ligatura et incoriatum de 
corio rubeo.« — Der Kaufpreis war 25 Goldgulden, »quos florenos 
coram dictis testibus (5 an der Zahl) et nobis Notariis infra- 
scriptis in quadam petia de panno lineo ligata habuit et recepit 
(nämlich der Garissio) a dictis emptoribus, et de ipsis florenis 
contentus et confessus fuit se habuisse etc 4 « [2256.] — e. 

Oesterreich. 

Krakau. Die Bibl. der Akademie der Wissenschaften hat 
ein Vermächtnis eines gewissen Marszalkiewicz von ca. 10 000 
Bänden erhalten. [2257.] 

Russland. 

Die Bibliothek der Warschauer Universität besitzt jetzt 
183 Werke in 332,939 Bänden, 1303 Handschriften, 6218 Karten, 
Lithographien, Handzeichnungen und Musikalien. (Przew. bibl. 8, 1.) 

[2258.] 

Serbien. 

Belgrad. Gladstone hat der National-Bibliothek 363 Bände 
geschichtlichen und diplomatischen Inhalts geschenkt. [2259.] 

Spanien. 

Sevilla. Aus der Kapitel-Bibliothek, welche im Jahre 1870 
etwa 34 000 Druckwerke und 1660 Handschriften, darunter die 
trotz früher vorgekommener Plünderungen durch Kinder immer 
noch zahlreichen Ueberbleibsel der Bibliothek des Fernandez 
Colombo, Sohnes des Entdeckers, enthält, sollen im vorigen Winter 
Bücher Handschriften zum Festpacken einer Sendung schöner 
Tapeten verwendet worden sein. Der Empfänger verkaufte sie 
an einen Büchertrödler, der sie für 650 Francs weiterverkaufte, 
während sie in Pariser Auktionen 30 000 eingebracht haben 
würden. Ein Käufer erbot sich das Gekaufte wieder an das 



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28 Litteratur und Miszellen. — Bibliographie Steiermarks. 

Kapitel abzugeben, erhielt aber von einem spanischen Beamten 
die beruhigende Auskunft, eine Untersuchung des Falles würde 
doch nicht vorgenommen werden, denn in Spanien regte man 
sich wegen etwas Makulatur nicht auf (s. Heft 12, 1885). [2260.] 

Schweiz. 
In Aarau wurde im vorigen Jahre eine Heinrich Zzchokke- 
Ausstellung zu Ehren der Jahresversammlung der Schweiz. 
Gemeinnützigen Gesellschaft veranstaltet, deren von R. Sauer- 
länder herausgegebener Katalog eine genaue Bibliographie der 
Zschokkeschen Schriften enthält, um so wertvoller deshalb, weil 
sie nach den vorliegenden Drucken und nicht nach Bücherlexicis 
oder dgl. hergestellt ist. Der Herausgeber des Kataloges teilt, 
nach Voranschickung der Gesamtausgabe der Schriften Zschokke's 
in 36 Teilen, die einzelnen folgende rmassen ein: 

A. Historische und kulturgeschichtliche Schriften: Nr. 1 — 84. 

B. Religiöse Werke. Nr. 85 — 131 und Nachtrag: Stunden der 
Andacht. 

C. Novellistisches, Dramatisches, Erzählendes uud Gedichte. 
Nr. 132—227 und Nachtrag: Kleine Schriften. 

D. Forstliches und Naturwissenschaftliches. Nr. 228 — 232. 

E. Vermischtes. Nr. 233—248. 

F. Uebersetzungen seiner Werke. Nr. 249 — 285 und 11 
Nachträge. 

G. Nachdruck seiner Werke. Nr. 286—301. 

Welcher Beliebtheit sich einzelne von Zschokke's Schriften 
erfreuten, geht daraus hervor, dass es Uebersetzungen derselben 
ins Böhmische, Englische, Französische, Holländische, Italienische, 
Lettische, Magyarische, Romanische, Serbische und ins Vlämische 
gibt. [2261.] 

Bibliographie Steiermarks. 

Im Verlage von F. Goll in Graz erscheint demnächst ein 
bibliographisches Werk von dem Kulturhistoriker und Bibliogra- 
phen Dr. Anton Schlossar unter dem Titel: „Die Litteratur der 
Steiermark in historischer und geographischer Beziehung. Ein 
Beitrag zur österreichischen Bibliographie", welches in systemati- 
scher Gliederung nicht nur die bezüglichen Einzelwerke von der 
ältesten Zeit an, sondern auch umfangreichere Aufsätze aus Zeit- 
schriften, Akademiepublikationen, gelehrten Vereinsschriften, Pro- 
grammen etc. sowie eine genaue Zusammenstellung der Land- 
karten verzeichnet. Der seit Jahren daran beschäftigte Verfasser 
bietet damit eine Arbeit, wie sie bisher in ähnlicher Weise über 
kein österreichisches Kronland vorliegt, und dürfte sich den 



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Litteratur. ' 29 



Dank nicht bloss der Freunde steiermärkischer Heimatskunde, 
sondern überhaupt der Bibliothekare vonFach und der Vertreter 
historisch-geographischer Wissenschaft damit erwerben. [2262.] 



Litteratur. 



Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

Theodor Ackermann, Antiquar. Katalog Nr. 133. 1885, 
München, Promenadeplatz 10. 8°. Tit. u. 62 S. 2005 Nrn. 
Enthält: Rechtswissenschaft — Staats Wissenschaft, 
Politik, Sozialwissenschaft, Statistik etc. [2263.] 

— Antiquar. Katalog 136. 1885. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 41 S. 1058 Nrn. 

Enthält: Asien; Geschichte, Geographie, Reisen etc. 
Amerika — Afrika — Australien. [2264.] 

— Antiquar. Katalog 137. 1885. 8°. Titel und 144 S. 
5278 Nrn. 

Enthält: Deutsche Belletristik. [2265.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 138. 1885. München, Prome- 
nadeplatz 10. 8°. Tit. u. 18 S. 531 Nrn. 

Enthält: Botanik und Verwandtes. [2266.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 139. 1885. 8°. Tit. u. 28 S. 
974 Nrn. 

Enthält: Angelsächsisch, Altenglisch, Schottisch etc. 
Englische Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte. Englische 
Belletristik etc. [2267.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 140. 1885. 8°. Tit. u. 38 S. 
906 Nrn. 

Enthält: Orientalia etc. [2268.] 

— - Antiquar. Katalog Nr. 1 42. 1885. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 36 S. 1003 Nrn. 

Enthält: Schöpfungsgeschichte, Anthropologie, Dar- 
winismus. Allgemeine Zoologie. Vergleichende Anatomie und 
Physiologie etc. Mammalia. Aves. Reptilia. Amphibia. Pisces. 
Vertebrata. Mollusca. Crustacea. Insecta. Arachnida. Ar- 
thoproda. Vernes. Echinodernata. Coelenterata. Protogoa. 
Parasiten etc. [2269.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 143. 1885. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 16 S. 392 Nrn. 

Enthält: Geschichte von Russland, Polen, Türkei, 
Griechenland etc. [2270.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 144. 1885. 8°. Tit. und 42 S. 
1559 Nrn. 

Enthält: Griechische und lateinische Klassiker. 

[2271.] 



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30 Litteratur. 

— Antiquar. Katalog Nr. 145. 1885. 8°. Tit. u. 35 S. 
1073 Nrn. 

Enthält: Archäologie, alte Geschichte, Mythologie, 
Numismatik, Grammatik der griechischen u. latein. Sprache etc. 

[2272.] 

— Antiquar. Katalog 147. 1885. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 58 S. 1877 Nrn. 

Enthält: Protestantische Theologie. [2273.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 148. 1886. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 41 S. 1521 Nrn. 

Enthält: Französische Belletristik. [2274.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 149. 1885. 8°. Tit. u. 15 S. 
342 Nrn. 

Enthält: Reformations- und Controversschriften etc. 
Wiedertäufer und Mennoniten. Die Thorn'sche Affaire 1725. 
Schriften und Kupferstiche, die Salzburger Emigranten be- 
treffend. [2275.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 150. 1886. 8°. Tit. u. 13 S. 
360 Nrn. 

Enthält: Geschichte des Studententums und der Uni- 
versitäten, hauptsächlich in Deutschland. [2276.] 

— Antiquar. Katalog 151. 1886. München, Promenaden- 
platz 10. 8°. Tit. u. 33 S. 1031 Nrn. 

Enthält: Mathematik. Theoretische und praktische 

Astronomie. Geodäsie. Nautik. [2277.] 

— Weihnachts-Katalog Nr. 152. 1885. München, Pro- 
menadeplatz 10. 8°. Tit. u. 82 S. 

Enthält: Litteraturge schichte , Encyclopädien , Bio- 
graphien etc. Geschichte, Geographie, Reisen etc. Kunst- 
geschichte, Kunstgewerbe etc. Architektur, Ingenieurwissen- 
schaft, Maschinenkunde und Verwandtes. Illustrierte Pracht- 
und Kupferwerke. Belletristik. [2278.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 153. 1886. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 19 S. 560 Nrn. 

Enthält: Gothisch, Alt- und Mittelhochdeutsch etc. 

[2279.] 
Ludwig Auer, Antiquar. Anzeiger Nr. 15. 1885. Wien, I, 
Kohlmarkt 16. 8°. 40 S. 

Enthält: Wertvolle Bücher aus allen Wissenschaften. 

[2280.] 
Joseph Baer & Co., Antiquar, Anzeiger Nr. 359. 1886. 
Frankfurt a. M., Rossmarkt 18. 8o. 16 S. Nr. 9280—9577. 
Enthält: Miscellanea. [2281.] 

C. H. Beck, Antiquar. Katalog Nr. 170. 1885. Nörd- 
lingen. 8o. Tit. u. 90 S. 2348 Nrn. 



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Litteratur. 3 1 

Enthält: Katholische Theologie. 2. Hälfte. III. Histo- 
rische Theologie. IV. Systematische Theologie. V. Praktische 
Theologie. Nachtrag. [2282.] 

J. Eisenstein & Co. Lager-Katalog Nr. 1, 1885. WienIX, 
Währingerstr. 2. 8o. Tit. u. 50 S. 

Enthält: Pracht- und Bilderwerke. — Classiker und 
Belletristik. — Literaturgeschichte. — Kunst, Malerei, Archi- 
tektur und Baukunst. — Theater und Musik. — Geschichte, 
Geographie, Reisen. — Viennensiae. — Philosophie. — Natur- 
wissenschaften, Chemie, Physik, Astronomie. — Wörterbücher. 
— Kochbücher und Frauenlitteratur. — Jagd, Fechtkunst, 
Reitkunst, Hippologie. — Varia. — Curiosa. [2283.] 

F. Furchheim, Bulletin periodique Nr. 7. 1885. Naples, 
59 Piazza dei Martiri, Decembre. 8«. 16 S. 209 Nrn. 

Enthält: Miscellanea. [2284.] 

M. Gottlieb, Antiquar. Katalog Nr. 20. 1886. Wien I, 
Schulerstr. 1. 8o. Tit. u. 39 S. 

Enthält: Laube-Bibliothek H. [2285.] 

Kirchhoff & Wigand, Antiquar. Bücherlager 744. 1886. 
Leipzig, Marienstr. 19. 8o. Tit. u. 42 S. 1236 Nrn. 

Enthält: Geschichte und Militärwissenschaften. I. All- 
gemeines u. Vermischtes. Revuen. II. Allg. Welt- u. Kirchen- 
geschichte. Historische Atlanten. III. Geschichte einzelner 
Perioden. IV. Historische Hilfswissenschaften. V. Atlanten. 
Geographie. Allgem. Statistik. [2286.] 

— Antiquar. Bücherlager 745. 1886. 8o. Tit. u. 925 S. 
2761 Nrn. 

Enthält: VI. Deutschland. VII. Die früheren Reichs- 
lande. VIII. Die skandinavischen Staaten. Island. [2287.] 

— Antiquar. Bücherlager 746. 1886. Leipzig, Marien- 
strasse 19. 8o. Tit. u. 37 S. 1100 Nrn. 

Enthält: IX. Ungarn und die südslawischen Länder. 
X. Türkei, Rumänien, Bulgarien, Griechenland. XI. Russland, 
die Ostseeprovinzen, Polen (Sibirien u. Kaukasus). XII. Asien. 
Die kleinen Sunda-Inseln, Polynesien, Australien. XIII. Afrika. 
XIV. Amerika. [2288.] 

— Antiquar. Bücherlager 747. 1886. 8o. Tit. u. 25 S. 
791 Nrn. 

Enthält: XV. Militärwissenschaften. XVI. Kriegsmarine. 

Nautik. [2289.] 

Wilhelm Koch & Reiner, Antiquar. Katalog Nr. 16. 

Königsberg i. Pr., Prinzessinstr. 3 a. 8o. Tit. u. 50 S. 1722 Nrn. 

Enthält: I. Auetores graeci. II. Auetores latini. 

III. Litteraturgeschichte. Bibliographie. IV. Alte Geschichte 

und Geographie. Archäologie. Mythologie. Inscriptionen. 



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32 Litteratur. 

Kunst. V. Grammatik. Metrik. Lexikographie. VI. Unter- 
richtswesen. Reden. Philosophie. Vermischtes. Anhang. [2290.] 
List & Francke, Antiquar. - Verzeichnis Nr. 179. 1886. 
Leipzig, üniversitätsstr. 13. 8o. Tit. u. 27 S. 754 Nrn. 

Enthält: Allgemeines. — Altslavische Litteratur. — 
Russische Geschichte, Sprache und Litteratur. — Die balti- 
schen Provinzen. — Die Deutsch-Ordens-Länder. — Polnische 
Geschichte, Sprache und Litteratur. Geschichte von Böhmen 
und Mähren. — Slovenisch. — Krainerisch. — Wendisch. — 
Die südslavischen Länder (Geschichte, Sprache und Litteratur) : 
1. Bulgarien. 2. Rumänien (Rhäto- u. Daco-Romanisch). 3. 
Serbien (Serbisch, Kroatisch, Bosnisch. Dalmatinisch, Albane- 
sisch). Letto-slavische Sprachen. [2291.] 

— Antiquar. Verzeichnis Nr. 180. 1886. Leipzig, Üniver- 
sitätsstr. 13. 8°. Tit. u. 52 S. 1608 Nrn. 

Enthält: Allgem. u. vergleichende Sprachwissenschaft. 
Polyglotten, Allg. Litteratur- u. Gelehrtengeschichte. Encyklo- 
pädie, Zeitschriften. — Geschichte der Schrift, Schreib kunst, 
Stenographie etc., Bibliographie, Bibliothekwissenschaft, Buch- 
handel, Buchdruckerei, Pressgesetzgebung etc. — Geschichte 
von Akademien, Universitäten, Gymnasien u. andern gelehrten 
Anstalten. — Gotisch, Alt-, Mittel- u. Neuhochdeutsch. — 
Deutsche Mundarten. — Mythologie u. Sagenkunde. — Volks- 
lieder, Sprichwörter etc. — Englische Sprachen. — Nordische 
Sprachen. — Niederdeutsche Sprachen. — Romanische Sprachen, 

[2292.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 181. 1886. Leipzig, Üniversi- 
tätsstr. 13. 8°. Tit. u. 29 S. 747 Nrn. 

Enthält: Les Letteratures Hongroise et Transylvanienne 
et des pays voisins. [2293.] 

Auktions-Kataloge. 
List & Francke, Bücher- Auktion den 1. März 1886. 
Leipzig, üniversitätsstr. 13. 8°. Tit. u. 61 S. 2274 Nrn. 

Enthält: Theologie, Philosophie. — Hymnologie, Litur- 
gie. — Lutherlitteratur. — Missionswesen. — Pädagogik, Schul- 
u. Lehrbücher, Volks- u. Jugend Schriften , Atlanten. — Ge- 
schichte, Geographie, Statistik, Reisen, — Lipsiensia. — Juris- 
prudenz, Politik, Nationalökonomie. — Sozialismus, Demo- 
kratismus, Kommunismus, Arbeiterwesen. — Handel u. Indu- 
strie. — Belletristik, Roman, Klassiker, Literaturgeschichte u. 
Litteratur der deutschen und der neueren Sprachen. — Natur- 
wissenschaften , Landwirtschaft , Gartenbau , Technologie. — 
Miscellanea. — Kunst. — Kupfer- u. Prachtwerke, Architektur 
etc. Anhang. [2294.] 



Verantwortl. Redaktion J. Kürschner, Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft, 



Februar. 



1886. 
Inhalt : 



Die Literatur über die Salzburger Emigration 1731 — 35. — Bibliotheks- 
Kataloge und Verwandtes. — Bibliographien. — Litteratur und Mis- 
zellen. — Personalien. — Buchhändler und antiquarische Kataloge. 



Die Literatur über die Salzburger Emigration. 
1731-35. 

Von E. Dannappel. 

Bibliographien über einzelne Gegenstände und wichtige Ereignisse 
aus der Geschichte und Religionsgeschichte sind schon genugsam 
zu Tage gefördert, doch ist der Stoff zu solchen Arbeiten noch 
lange nicht erschöpft. 

Zu diesen Ereignissen gehört auch die Salzburgische Emigration 
des vorigen Jahrhunderts, die in religionspolitischer Beziehung 
keine unbedeutende Stellung einnimmt. Mit der Literatur über 
dieselbe hat sich in neuerer Zeit Niemand besonders befasst. G. 
Göcking zählt in seiner ,, Vollkommenen Emigrationsgeschichte etc." 
Frankfurt und Leipzig 1734-37, in Bd. 2 eine Reihe Titel auf, 
die aber nicht hinreichen, um eine einigermassen vollständige 
Bibliographie zu bilden. Durch eifriges Sammeln ist nun der 
Herausgeber in Besitz einer grössern Anzahl Titel von deutschen 
und in Deutschland gedruckten Schriften gekommen, die, mit denen 
von Göcking vereinigt, nachstehend aufgeführt sind. Da s. Zt. 
manche der Schriften, die ja theilweise gegen die Katholiken gerichtet 
waren, von Letzteren aufgehoben wurden, so kann auch auf eine 
gänzliche Vollständigkeit kein Anspruch gemacht werden. Ausdrück- 
lich wird noch bemerkt, dass die Schriften ausschliesslich die Emi- 
gration behandeln und die Jahre 1731-35 umfassen, und behält 
sich der Herausgeber vor, einen Nachtrag bis auf die neueste 
Zeit zu liefern. 

Herrn 0. Verlage in München, welcher freundlichst einen 
Beitrag lieferte, gebührt hierfür noch an dieser Stelle der beste 
Dank. 

Abdruck der an Ihro Rom. Kays. etc. Majestät von dem 
Cathol. Magistrat der Reichsstadt Augspurg Vorstellungs-, Bitt- und 

3 



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34 Die Literatur über die Salzburger Emigration. 

Beschwärungsschreiben etc., die Emigrantensach betreffend. O.O. 
1732. fol. 31 Bll. 

Abdruck eines Antwortschreibens an einen guten Freund 
von Joh. Christenhold d. d. Siegburg den 9. Febr. 1732, die 
Evangel. Saltzburg. Emigranten betreffend. 0. 0. 1732. fol. 8 Bll. 

Albrecht, J. D., Das Mitleiden des festgegründeten Zions 
gegen die um der Ehre und Lehre Gottes vertriebene Evangel. 
Saltzburger in 2 Liedern gezeiget. Gotha. (1732). fol. 

Alm acht, Die göttliche etc., bey Betrachtung derer in dem 
Ertzbissthumb Saltzburg viele Jahre bedrängten Nachfolger Christi 
etc. sich wegbegebenen Emigranten. Mit Kupfer. Franckfurt und 
Leipzig 1734. 4°. 32 Bll. 

Andencken, Erbauliches, der Saltzburg. Emigranten, welches 
dieselben zu Wernigerode hinterlassen, als derselben bei 300 den 
25. May und' 1045 den 16. Sept. daselbst durchger eiset. 0. 0. 
1732 4°. 26 S. 

An die Rom. Kays. etc. Majestät Anzeige, Klag und 
Bitte des Magistrats-Theils August. Conf. contra den Cathol. 
Magistrats-Theil der Stadt Augspurg, an Emigranten verübte 
Gewaltthätigkeiten betreffend. 0. 0. 1732. fol. 29 Bll. 

An ein hochlöbl. Corpus Evangelicorum zu Regens- 
purg unterthänig etc. Ersuchschreiben von Pfleger, Burgermeister 
und Räthen a. c. des hl. Reichs Stadt Augspurg, die hiesig Saltz- 
burg. Emigrantensache betreffend. 0. 0. (1731). fol. 2 Bll. 

Ankunfft, Derer Saltzburg. Emigranten, willige Aufnahme 
und liebreiche Versorgung in der Gräfl. Reuss-Plauischen Stadt 
Gera etc. Dresden 1732. 4°. 4 Bll. 

Anordnung der Stadt Langensaltza wegen Aufnahme und 
Bewirthung derer Saltzburg. Emigranten. Langensaltza 1732. 4°. 

Antwortschreiben eines Freunds aus Augspurg an Herrn 
N. N. zu Franckfurt, d. d. 12. Mart. 1732, darinnen ein und 
anders Speciales enthalten, was in der Saltzburger Emigrantensach 
zu Augspurg vom neuen Jahr bis ult. Febr. passirt. 0. 0. 1732. 
fol. 16 Bll. Mit Namens verzeichniss von 421 Emigranten. 

Aufmunterung und Erweckung zum Laufen durch Ge- 
duld in dem verordneten Leidenskampf, denen Saltzburg Emi- 
granten zu Nürnberg in 3 Frühpredigten mitgetheilet. Nürnberg 
1732. 4°. Titel, 3 Bll., 108 S. 

Enthält 3 Predigten von G. J. Hofmann, J. Negelein und 
J. J. Pfitzer. — S. Hofmann's Abraham 's Emigrantenstab, der 
die erste Predigt dieser Sammlung bildet. 

B(aum), J. H. , Deren auf ihrer Wanderschafft verstorbenen 
Saltzburger Emigranten grünende Todtengebeine, auf den Evangel. 
Freythöfen vorgestellet. 0. 0. 1733. 4°. 

(— ) Der Saltzburg. Emigranten freudenmüthige und höchst- 



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Die Literatur über die Salzburger Emigration. • 35 

gesegnete Wanderschafft in die Königl. Preuss. Lande etc. Mit 
Kupfern und Karte. Nürnberg 1732. 4°. 76 S. 

— Nachlese zu der Saltzburg. Emigrantenwanderschafft oder 
fernerer Marschroute, worinnen nebst einigen vorhin zurückge- 
bliebenen merckwürdigen Begebenheiten auch die jüngste Trans- 
porte von denen Dürnbergischen und Berchtolsgader-Emigranten 
etc. enthalten. Mit Kupfern und Karte (die Insel Cadsand vor- 
stellend). Nürnberg 1734. 4°. 

Beantwortung der Scheingründe, mit welchen ein Päpstischer 
Scribent in nachstehendem Gedichte die Saltzburg. Emigranten 
von der Evangel. Religion wieder abzuwenden trachtet, von P. J. 
0. 0. 1732. 4°. Tit., 4 Bll., 26 S. 

Ist eine Widerlegung der „Catholisch-ruffenden Glaubens- 
stimme" von A. A. R. Stadt am Hof 1732. Dieses Gedicht 
ist in der vorstehenden Schrift auf 4 unpag. Bll. abgedruckt. 

Bericht eines christl. Freundes in Gera von denen daselbst 
fernerweit durchgezogenen Saltzburg. Emigranten. Leipzig 1732. 
8°. 4 Bll. 

Ist eine Fortsetzung von: „Das liebthätige Gera" etc. 

Beschreibung, Kurtze, welcher gestalt einige 100 Saltzburg. 
Emigranten in denen Städten Leissnig und Wolckenstein ange- 
kommen, bewirthetund dimittiret worden. Dressden(1732). 4°. 18 Bll. 

Beylage, Erweckliche, zu denen bisher edirten zuverlässigen 
Relationen von denen Saltzburg* Emigranten, bestehend in einer 
poetischen Betrachtung über diss Zeichen unserer Zeit etc. Leipzig 
1732. 4°. 16 S. in Versen. 

— Dasselbe. 0. 0. 1732. fol. 6 Bll. 

Bewegungsgründe, Zwölf schrifftmässige, zur Mildthätigkeit 
gegen die um der Evangel. Religion willen vertriebene Saltzburger, 
auf gnädigsten Befehl in Salfeld von einem treuen Diner des 
Evangelii abgefasset. Leipzig (1732). 4°. 8 S. 

Bittner, H. T., Eine, an eine gute Anzahl Saltzburg. Emi- 
granten, welche an dem hl. Pfingstabend a. 1732 in dem Nürn- 
bergischen Städtlein Lauff angekommen etc., wohlgemeinte etc. 
Erweckung. Nürnberg (1732). 4°. 4 Bll. 

Bodenburg, J. C., De fatis Salisburgensis ecclesiae ab origine 
ad nostra usque tempora. Berolini 1732. 4°. 

Bohnstedt, G. C. , Kurtz gefasste Historie aller Evangel. 
Emigranten von 12. Saeculo bis auf jetzige Zeit etc. etc. und 
endlich der Saltzburger. Halberstadt 1732. 4°. 

Boysen, P. A., Die Befestigung des Hertzens in der wahren 
Religion, über Joh. 6, V. 66-70. Halberstadt 1732. 4°. 

„Bey dieser Predigt befindet sich auch die An- und Ab- 
schiedsreden, nebst einer kurtzen histor. Nachricht von der 
liebreichen Verpflegung der Saltzburger." 



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36 t Die Literatur über die Salzburger Emigration. 

Brücke r, J., Die seelige Bekantniss Jesu Christi vor den 
Menschen wurde den 28. Dec. 1731 in der hl. Dreyfaltigkeitskirche 
in Kauffbeyren denen Saltzburg. Emigranten etc. vorgetragen. Augs- 
purg 1732. fol. 22 S. 

Buchmayer, G. S. , Trostpredigt in der Versammlung 
Saltzburger Emigranten zu Lichtenau den 4. Jul. 1732 gehalten, 
samt einer Bewillkommnungs- und Abschiedsrede. Onolzbach (1732). 8°. 

— Trostpredigt in der Versammlung Saltzburger Emigranten 
zu Lichtenau den 23. Jul. 1732 gehalten, samt einer Bewill- 
kommnungs- und Abschiedsrede. Nürnberg 1733. 8°. 

Campen, C, Kurtzer und liebreicher Anspruch und Segens- 
wunsch an die unschuldig verjagte arme Saltzburger, über Psalm 
115, V. 14. 15. Berlin 1732. 4°. 

Christeil, J. M., Ein Wort der Vermahnung zum lebendigen 
Glaubens wandel denen auf dem sogenannten Bach und im Benz 
und Wolffischen Garten versammelten Evangel. Saltzburg. Emi- 
granten gepredigt. Augspurg 1732. 8°. 

Christgau, M. G„ Carmen, worin er, als eine Anzahl von 
800 Saltzburg. Emigranten den letzten April und 1. May 1732 
zu Berlin angelanget waren, seine Gedanken darin entwerffen wolte. 
Berlin (1732). fol. 

Conclusum verglichen in Conferentia Evangelicorum den 
15. Mart. 1732. 0. 0. 1732. fol. 2 Bll. 

Continuatio manifesti, den Bauernaufstand betreffend. 
Stadt amhof 1732. 

Copia eines Brieffs, so ein in das Saltzburgische Abgeschickter, 
bey seiner Retour mit anhero überbracht. Regensburg 1732. 
fol. 2 Bll. 

Copia Königl. Dännemarck. Rescripti an den Magistrat der 
Stadt Altona, et in simili mut. mutand. an die Magistrats der 
Städte Glückstatt und Friederichsstatt, die Emigrantensache betreffend. 
De dato Fried erichsberg den 24. Mart. 1732. fol. 2 Bll. 

Corvinus, J. A., Gott geheiligtes Denck- und Gedächtniss- 
mahl des merck- und bewundernswürdigen Ausgangs derer in dem 
Ertzstifft Saltzburg in die etliche 20000 Unterthanen, welche um 
Jacobi 1731 sich nicht nur vor Evangelisch erkläret, sondern dess- 
wegen auch zu End dieses Jahrs ausgetrieben zu werden angefangen 
worden etc. Augspurg 1732. fol. 

Denckmahl der Liebe , welche die Stadt Halberstadt an 23 5 
aus dem Saltzburgischen um des Glaubens willen verjagten 
Lutheranern durch willige Aufnahme und gute Verpflegung rühmlichst 
bewiesen, samt dem, was bey deren am 28. May gesehenen Einzüge, 
kurtzen Aufenthalt und am 30. erfolgten Abschiede Merckwürdiges 
vorgefallen etc. Halberstadt 1732. 8°. 24 Bll. 



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Die Literatur über die Salzburger Emigration. 37 

D(ietz), J. H., Saltzburg. Nachrichten mit theologischen mid 
historischen Anmerckungen erleuterfr. Franckfurt 1732. 8°. 

Emigranten, Derer Saltzburg., Ankunfft, willige Aufnahme 
und liebreiche Versorgung in der Gräfl. Keuss-Plauischen Stadt 
Gera, zum Beyspiel der besonderen Vorsorge Gottes etc. aufgezeichnet. 
Dresden 1732. 4°. 4 Bll. 

Emigranten, Der Saltzburg., freudenmüthige und höchst- 
gesegnete Wanderschafft in die Königl. Preussischen Lande oder 
ihre durch das Reich biss dorthin genommene Marschroute. Mit 
5 color. Kupfern und Portraits von Emigranten, nebst Landkarte. 
Nürnberg 1732. 4°. * 

Emigranten-Lieder, Zwey geistreiche, derer, wegen der 
Evangel. Religion vertriebenen Saltzburger. 0. 0. (1732). 4 Bll. 
1. Trostlied eines Exulanten. (Ich bin ein armer Exulant.) 
IT. Von der heiligen Ehr. (Gott in deinem Himmelreich.) 

Etwas auf die Reyse, den Saltzburg. Emigranten, welche am 
18. May zu Augspurg ankamen zu einer Ermunterung zum Lobe 
Gottes von einem guten Freunde M(it) G(egeben). Augspurg (1732). 8°. 

Extr actus Cantzleyprotocolli d. d. 3. und 5. Jan. 1732 
von der löbl. Reichsstadt Memmingen, die Saltzburg. Emigranten 
betreffend. Dictum den 3. und 5. Jan. 1732. fol. 2 Bll. 

Extrazeitung, Curiose und merckwürdige, aus Augspurg, 
wegen eines neuaufgerichteten ausserordentlichen Tändelmarckts 
vor dem Rothen Thor, bey welchem die Saltzburger verbottene 
Waaren zu erkauffen gestanden. Neustatt 1732. 

Fickler, F. A., Wichtige Motiven, welche unter andern die 
Saltzburger angetrieben, von der Rom. Cathol. Kirche auszugehen 
etc. Altdorf 1733. 4°. 

Fischer, E. R., Coburgum Philoxenon oder kurtze Erzehlung 
dessen, was Coburg an denen lieben Saltzburg. Gästen und Emi- 
granten gethan hat. 0. 0. (1732). 4°. 22 Bll. 

Fischer, J. Gottl. , Reische-Beschreibung derer Saltzburg. - 
Dürnberger Emigranten, die etc. ihre beschwerliche Winterreise 
nach Holland angetreten, herausgegeben von J. Gottfr. Fischer. 
Leipzig 1734. 4°. 40 S. 

Francken, G. Ä., Christliche Ansprache an die Saltzburg. 
Emigranten. Halle 1732. 12°. 39 Bll. 

Franckenstein, J. A., Unmassgebliche Gedancken über das 
Emigrationsrecht wegen der Religion, so bey Gelegenheit der starcken 
Emigration derer Saltzburg. Protestanten entworffen etc. Leipzig 
1734. 4°. 60 S. 

Franckfurt an der Oder. Das über der Saltzburg. Emi- 
granten Ankunfft sich freuende, ihnen wohlthuende und sie seegnende 
Franckfurt an der Oder. (Frankfurt a. 0.) 1732. 4°. 12 Bll. 

Freyberg. Das am 8. Aug. 1732 950 Saltzburg. Emigranten 



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38 Die Literatur über die Salzburger Emigration. 

zu williger Bewirthung freudig aufnehmende Freyberg. Freyberg 
(1732). 4o. 

Frey lingh aus en, J. A., Christliche Ansprache an die Saltz- 
burg. Emigranten. Halle 1732. 12o. 36 Bll. 

Gebet auf die Saltzburg. Emigranten bey öffentlicher Kirchen- 
versammlung in des hl. Rom. Reichs Stadt Schweinfurth nach der 
Predigt zu Gott abgeschicket. 0. 0. (1732). 4o. 

Gedancken, Catholische, von dem Saltzburg. Emigrations- 
wesen. München 1733. 4°. 

Gedancken, Catholische, von denen Saltzburg. Emigranten 
in Reim verfasset im J. 1733. Wien 1733. 4o. 8 Bll. 

Geisshirt, J. C, Das glückliche und gutthätige Eisenach, 
oder glaubwürdige Erzehlung, wie 2875 Saltzburg. Emigranten 
zu dreymahlen im Monath Julio, Augusto und Sept. in dieser 
Fürst]. Residenzstadt ankommen, aufgenommen und versorget, auch 
was an ihnen Gutes wahrgenommen worden. Eisenach 1732. 4o # 20 Bll. 

Generalpatent und Erheb- und Einforderung dess von denen 
aus dem Ertzstifft Saltzburg emigrirten, jetzo aber in Preuss. 
Landen angesessenen Leuthen zurückgelassenen Vermögens. Saltz- 
burg 1734. 

Georgia oder kurtze Nachricht von dem christlichen Vorhaben 
der Königl. Englischen Commissarien zu Aufrichtung der neuen 
Colonie Georgia in Süd-Carolina in America etc., 300 Protestant. 
Emigranten nach Georgien aufzunehmen. Franckfurt 1733. fol. 

Gera, Das liebthätige, gegen die Saltzburg. Emigranten. 
Franckfurt 1732. 8o. 28 Bll. 

Gespräch, Vertrauliches, zwischen einem Lutherischen und 
Catholischen von den Saltzburg. Emigranten. Mit Kupfer. Franck- 
furt 1732. 8o. 

Gespräch zwischen einem Salzburger und Bayer darinn 
der Salzburger von seiner Verfolgung redet, und denn allein aus 
den 10 Geboten, den Vatter unser etc. von denen wichtigsten 
Irrthümern der Päbstischen Kirch Erweisung thut. Nebst historischen 
Vorbericht von Anfang etc. der Evangelischen im Ertzbisthum 
Salzburg, von Heiveto. Franckfurt und Leipzig 1732. 4o # 4 Bll., 27 S. 

Gespräche, Besonderes, im Reiche der Todten zwischen D. 
M. Luthern und dem Saltzburg. Emigranten H. Mosegger. Mit 
Kupfer. Magdeburg 1732. 4<\ 

— Dasselbe. Mit Kupfer. Berlin 1732. 4o. 40 S. 

Gespräche in dem Reiche der Todten zwischen der hl. 
Ehrentraud, Aebtissin im Kloster Nonnberg und dem berühmten 
Job. Georg Fichtl. Leipzig 1733. 

Gespräche im Reiche der Lebendigen zwischen einem Römisch- 
Catholischen und Evangelisch -Lutherischen von der Salzlburger 



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Die Literatur über die Salzburger Emigration. 39 

Emigranten Lehre, Lebenswandel etc. etc. Mit Kupfer. Frankfurt 
1732. 4 0. 

Gessl, Dess gutmeinenden Petriners controversistischer neuer 
Zeitungsprediger über das Saltzburg. Emigrationswerk. Linz 1733. 
40. 800 S. 

Giese, F., Die zu unsern Zeiten so merckwürdige Emigration 
der Saltzburger als ein lebendiges Zeugniss 1) der unsichtbaren 
und wahren Kirche Gottes, 2) der Grausamkeit des Papstthums 
gegen gläubige Glieder Christi, 3) der göttlichen Obhut über die 
Seinen, in einer gebundenen Rede dargestellet. Berlin. 4°. 8 Bll. 

Glaubensstimme, Die Catholisch ruffende, an den aus dem 
Ertzstifft Saltzburg emigrirten Lutherischen Gebürgbauren, auf die 
in unterschiedlich Lutherischen Orten wegen der alldort angekommenen 
Emigranten im Druck aus gegangenen Scartequen. Anfangs in 105 
• Versen componirt. Nun aber mit etwelchen Versen etc. vermehret. 
Saltzburg 1732. 

Göcking, G. G. G., Vollkommene Emigrationsgeschichte von 
denen aus dem Ertzbissthum Saltzburg vertriebenen und in dem 
Königr. Preussen grossesten Theils aufgenommenen Lutheranern 
etc. Mit Karten. Franckfurt und Leipzig 1734-37. 2 Bde. 4°. 
822. 888 S. und Reg. 

Graf, A. Chr., Zwölf Christi. Erinnerungen an einige Saltz- 
burg. Emigranten zur Vorsichtigkeit im Wandel auf ihrer bevor- 
stehenden Reise. Augspurg 1732. 8°. 

Grulich, M., Das christliche Wohlverhalten bey einem so 
mercklichen Ausbruch des Reiches Jesu, Predigt die Saltzburg. 
Emigration betreffend. Dressden 1732. 4o. 

Gruss und Kuss, Brüderlicher, bey Ankunfft ihrer hertz- 
geliebtesten Glaubensbrüder von Saltzburg, allhier zu Regenspurg, 
auf ihrer Reyse nach Holland an der Zahl über 700, am 10. Dec. 
1732 zur Ermunterung Christi. Mildthätigkeit gegen sie etc. Regens- 
purg 1732. 4°. 

Guden, G. F., Theologische Betrachtungen über die aus der 
gegenwärtigen merck würdigen Emigration deren Evangel. Christen 
aus dem Ertzbissthum Saltzburg hervorleuchtenden Vorsehung 
Gottes auf seine streitende Kirche etc. 

Gühling, J. F., Etwas zur Historie der Emigranten aus dem 
Ertzbissthum Saltzburg, wie Diejenigen, so auf ihrer Reyse als 
Preuss. Colonisten in 3 Durchzügen über Chemnitz am 20. 28. Jul. 
und 7. Aug. 1732 gegangen, daselbsten aufgenommen und wieder 
begleitet, auch was sonst dabei Denckwürdiges bemercket worden. 
Chemnitz 1732. 4o. 96 Bll. 

Hahn, J. F. Chr., Der göttliche Befehl an die Evangel. Kirche, 
die neuen Glaubensbekenner auf- und anzunehmen, ward den 9. 
Aug. 1732 in der Oberkirche in Burg vorgestellet. Nebst dessen 



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40 Die Literatur über die Salzburger Emigration. 

Anrede und historischen Bericht von der Emigranten Aufnahme in 
Burg etc. Magdeburg 1732. 4°. 18 Bll. 

Hauck, B., Die in aller Noth gewaltiglich helffende Hand 
Gottes. Die derer bedrängten Christen thränenvolle Freud enerndte. 
Das auff den Herrn hoffende geistliche Israel. Die hebende und 
von Gott gehobene bedruckte Christen. Denen etc. Saltzburg. Emi- 
granten in 4 Predigten vorgestellet. Dantzig 1732. 4o. 62 S. 

Hey, J. Chr., Das liebthätige Pritzwalck gegen 1008 Saltz- 
burg. Emigranten, welche den 29. Sept. a. 1732 daselbst ankamen 
und des folgenden Tages ihre Reyse nach Preussen fortsetzeten. 
0. 0. (1732). 4o. 

Hillinger, J. G., Beytrag zur Kirchenhistorie des Ertzbischoff- 
thums Saltzburg, welcher nicht nur die grossen Bewegungen an- 
zeiget, so schon 1528 und 63 in demselben vorgegangen, sondern 
auch, was sich nur a. 1686 mit denen Tefferecker Thalleuten begeben 
etc. Jena 1732. 8°. 132 S„ 5 Bll. Reg. Enthält nachfolgende 
Schriften: Das gute Andencken des Evangel. Märtyrers George 
Schärers von Salfeld gebürtig, 1528 hingerichtet, von M. Flacius. 
— Thränen und Seufzer über den Kelchraub 1563. — Supplicatio 
der 4 Gericht Bischoffshof etc. von wegen der Religion 1563. — 
J. Schaitberger's Wahrhaftiger Bericht von der Saltzburg. Reforma- 
tion 1686. Auf Veranlassung der verfolgten Evangelisten heraus- 
gegeben. 

— Thränen und Seufzer über den Kelchraub, welche in dem 
Ertzbischofthum Saltzburg schon a. 1563 vergossen und ausgepresset 
worden; Nebst einer Untersuchung und Widerlegung derer Schein- 
gründe, damit das Pap stth um sein Vergehen zu rechtfertigen pfleget. 
Salfeld 1732. 4 o. Auf Veranlassung der Verfolgungen der 
Evangelischen im Ertzbisthum Salzburg neu herausgegeben. — 

Historie, Ausführliche, derer Emigranten oder vertriebenen 
Lutheraner aus dem Ertzbissthum Saltzburg etc., aus glaubwürdigen 
Historienschreibern und denen zu Regenspurg gedruckten Acten 
herausgezogen etc. Mit Kupfer und Karte. 4 Thle. Leipzig 
1732—34. 4o. Die Kupfertafel enthält eine Abbildung von 2 
auf dem Marsche begriffeneu Auswanderern und eine Ansicht der 
Stadt Salzburg. Die Karte stellt das Fürsten- und Erzbisthum 
Salzburg dar. 

— Kurtze, der Evangel. Emigranten, wie die gqttliche Pro- 
videntz dieselben nach vielen ausgestandenen Drangsalen aus dem 
Ertzstifft Saltzburg in ein Land geführet etc. Mit Kupfern. 
Memmingen 1733. 8o. 

Hofmann, C. G. , Jesus, als ein armes und zartes Emi- 
grantenkind in einer Predigt etc. vorgestellet. Leipzig 1734. 
4o. 40 S. 

— Predigt von denen beständigen Liebhabern Gottes etc. 



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Bibliotheks-Kataloge und Verwandtes. 41 

bey Gelegenheit der Saltzburg. Emigranten zu Leipzig über 1. Joh. 
4, V. 15-21. Leipzig 1732. 4o. 28 S. 

Hofmann, G. J., Abrahams Emigrantenstab oder das er- 
bauliche Exempel Abrahams für Christi. Emigranten über Ebr. 11, 
V. 8. Nürnberg 1732. 4o. 24 S. Bildet die erste Predigt der 
Schrift : „Aufmunterung und Erweckung etc." 

Hopp, C. J. D., Ein Lied, mit welchem den 9. Sept. 1732 
705 Saltzburg. Emigranten und den 11. darauf 500 dergleichen 
Personen zu Neuenruppin empfangen worden. 0. 0. 1732. 8o. 

Huhn, J. B., Denckmahl göttlicher Güte und Vorsorge vor 
seine Evangel. Kirche an dem Exempel der Saltzburg. Emigranten 
in 2 Reden und 2 Predigten vorgestellet, nebst einem Vorbericht 
von dieser Emigranten Religion, Fatis, Beystand, Emigration und 
überall bezeigten Christi. Betragung. Gotha (1732). 4o. 116 BU. 

Hunnius, C. S., Das aufgemunterte Crannichfeld , wie es 
sich sonderlich durch die Saltzburg. Emigrationsgeschichte lassen 
erwecket finden. Jena 1733. 4o. 26 BU. 
(Fortsetzung folgt.) 



Bibliotheks-Kataloge und Verwandtes. 

Manor of Aston Local Board. The 7th Annual Report 
of the Free Libraries Committee. 1884—85. Aston. 8°. (Die 
Handbibliothek hat 3676, die Leihbibliothek 5890 Bände. 

Barrow-in-Furness Free Public Library. Catalogue of 
the Books in the Reference and Lending Departments. Compiled 
by John Frowde. Barrow-in-Furness. 8°. (Alphabetischer Kata- 
log über ca. 10 000 Bände. Der Inhalt der wichtigsten Perio- 
dica und Werke ist angegeben.) 

Bibliotheque de l'ecole des chartes. T. 46: Catalogue 
du fonds Bourre ä la Bibliotheque nationale, par J. Vaesen. — 
Decret portant reorganisation de la Bibliotheque nationale. — 
Les manuscrits grecs de Berat. 

Bibliotheque royale. 1. Galerie de l'aile droite ; projet 
de renouvellement de la charpente du toit et du plafond avec 
transformation du mobilier, le tout incombustible ; 2. Idem, coupe 
transversale et coupe longitudinale ; Transformation de l'aile 
«lroite; mobilier incombustible; types de rayons et de plancher. 
Bruxelles, imp. B. Delcorde. 

Brighton Free Library, Museum and Picture Gallery. 
llth Annual Report. Brighton. 8 o. 

Carini, J., Gli archivi e le biblioteche di Spagna in rap- 
porto alla storia d'Italia in generale e di Sicilia in particolare. 
P. 1. f. 1. Palermo, tip. dello Statuto. 8°. 



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42 Bibliotheks-Kataloge und Verwandtes. 

C atalog der Magistrats-Bibliothek, Jährlicher — zu dem 
— Nr. 1. Berlin, 12 SS. 

Catalogue de la bibliotheque du Cercle litteraire de Lau- 
sanne. Laus. 8o. 

Catalogue general des manuscrits des bibliotheques des 
departements. T. 7. Toulouse, Nimes. Paris, Impr. nationale. 
4o. (Fr. 12.) 

Catalogue de la bibliotheque du Couservatoire national de 
musique et de declamation, publie par Weckerlin. Paris, Firmin- 
Didot. Gr. 8 o. 

Catalogue de la bibliotheque de la ville de Montpellier 
(dite du musee Fabre); par L. Gaudin. Histoire, partie 3. 
Mont., Grollier et fils. 8o. 

Catalogue de la bibliotheque de la ville de Saint-Etienne, 
redige par J. B. Galley. T. 1. livre 1. Saint-Etienne, Balay. 8°. 

Catalogue de la bibliotheque du Cercle litteraire de Lau- 
sanne. Lausanne, impr. L. Vincent. 8o. 

Catalogue de la bibliotheque du depot de la guerre. 
T. 3. Paris, impr. nationale. 8 o. 

Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publi- 
ques de France. Paris, Bibliotheque Mazarine. Paris, Plön. 
Gr. 8o. (Fr. 12.) 

Catalogue methodique de la bibliotheque communaie de 
la ville d'Arras. Theologie, par Wicquot. Arras, Sueur-Char- 
ruey, LXIV, 200 pp. 8o. 

Catalogue of the Library of the Pharmaceutical Society 
of Great Britain. 4th Edition. Compiled by John William 
Knapman. London. 8 o. 

Catalogues alphabetiques et par ordre de matieres de la 
bibliotheque de la Societe d'agriculture, d'horticulture et d'accla- 
mation du Var, ä Toulon, arretes le 1er juin 1884. Toulon, 
Isnard & Co. 8o. 

Catalogus der bibliotheek van het Erasmiaansch Gymna- 
sium. Overgedrukt uit het programma voor 1885/86. Rotter- 
dam, A. Eeltjes. Roy. 8o. (Fr. 0,50.) 

Chatelain, E. , Manuscrits de la bibliotheque de TUni- 
versite, tires des depots litteraires. Paris, Impr. Labouret. 16. 

Codices manuscripti Palatini graeci bibliothecae Vaticanae, 
descripti praeside J.-B. cardinali Pitra, . . . recensuit et digessit 
H. Stevenson. Romae. 4o. 

Cuissard, Ch., Inventaire des manuscrits de la Bibliotheque 
d'Orleans. Fonds de Fleury. Orleans, E. Lechevalier. Gr. 8 o. 
(Fr. 10.) 

Delisle, L. , Les collections de Bastard d'Estany a la 
Bibliotheque nationale. Catalogue analytique (Chartes, sceaux, 



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Bibliotheks-Kataloge und Verwandtes. 43 

peintures et ornements des monuments, reriueils divers.) Nogent- 
le-Rotrou, imp. Daupeley-Gouverneur. XXII, 338 SS. 80. 

Enquetes et docuraents relatifs ä l'enseignement superieure. 
XIX. Etat des etudes dans les facultes des sciences et des 
lettres. Bibliotheques universitaires. 1884 — 1885. Premier 
semestre. Paris, imp. nationale. 80. 

Favaro, A. , Ragguaglio dei manoscritti galileiani nella 
collezione Ashburnham presso la biblioteca Mediceo - Laurenziana 
di Firenze. Roma, tip. d. Scienze mat. e fis. 4°. 

Favier, J. , La bibliotheque d'un maitre-echevin de Metz 
au commencement du 16e siecle , inventaire annote. Nancy, 
Cidot freres. 21 SS. 12o. 

Font an n es, F., £tudes stratigraphiques et paleontologiques 
pour servir ä l'histoire de la periode tertiaire dans le bassin du 
Rhone. III. partie 1. Lyon et Bäle, H. Georg. Gr. 8 0. (Fr. 10.) 

Force Ha, V., Catalogo dei manoscritti riguardanti la storia 
di Roma che si conservano nelle biblioteche di Padova pubbliche 
e private. Vol. 5. Roma, Fr. Bocca. Gr. 8°. (M. 10.) 

Handswort h Public Library. Report of Committee for 
year ended 25th March 1885. West Bromwich. 80. (Der 
Lesesaal wird täglich von etwa 300 Personen besucht. Die 
Bibliothek besitzt jetzt über 7673 Bände.) 

II gen, P., Katalog der sog. Kirchenbibliothek zu Sorau. 
Th. 1. (Sorauer Gymnasialprogramm.) 

Knapman, W., Catalogue of the Library of the Pharma- 
ceutical Society of Great Britain. 4th Edit. London. 518 SS. 8°. 

Borough of Leicester. The 14th Annual Report of the 
Free Libraries Committee, 1885. Leicester. 8°. (Bändezahl im 
Ganzen etwa 28 047, Verleihungen 213 678, davon 72 °/o Roman- 
litter atur.) 

Liste des dons faits ä la bibliotheque publique de la ville 
de Troyes, 20e et 2le annees. Troyes, Dufour-Bouquot. 8°. 

Manasia, C, Movimento della Biblioteca Comunale di Calta- 
nissetta per gli anni 1882 — 83 — 84. Caltanissetta. Gr. 4°. 

Manuscrits de la bibliotheque de Nimes. Extrait du 
Catalogue des ms. des bibliotheques des departements, t. 7. Paris, 
imp. nat., 140 SS. 4°. 

Manuscrits de la bibliotheque de Toulouse. Extrait du 
Catalogue des ms. des bibliotheques des departements, t. 7. Paris, 
imp. nat. 530 SS. 4°. 

Ein Marien felder Bibliotheksverzeichnis aus dem 13. Jahr- 
hundert. Von W. Diekamp. enth. in : Zschr. f. vaterländ. Gesch. 
und Altertumsk. Bd. 43. Münster 1885. 8°. 

Mason, Th., Public and Private Libraries of Glasgow. 



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44 Bibliographien. 

Glasgow, printed for Subscribers and for Private Circulation. 
Th. D. Morison. 8°. 

Mondino, B. S., La biblioteca del Collegio Columbia di 
New York , e Tindice decemale a materie : abbozzo. Palermo, 
tip. del Giornale di Sicilia. 8°. 

Neuwirth, J., Datierte Bilderhandschriften österreichischer 
Klosterbibliotheken. S.-A. a. d. Sitz.-Ber. der kais. Akad. d. 
Wiss. Wien, C. Gerold's Sohn. Gr. 8°. (M. : 90.) 

City and County of Newcastle- upon- Tyne. 4th Annual 
Report of the Public Libraries Committee, 1883 — 84. Newcastle- 
upon-Tyne 1884. Gr. 8°. (Bändezahl 49 369. Das Journal- 
zimmer wurde von 490 922 Personen besucht. Verleihungen 
234 126.) 

Omont, H., Catalogue des manuscrits grecs de la Biblio- 
theque royale de Belgique et des autres bibliotheques publiques 
de la Belgique. Paris, A. Picard. 8°. (Fr. 2, papier verge 
Fr. 4.) 

Borough of Portsmouth Free Public Library. Key to the 
Indicator. Arranged by T. D. A. Jewers. Portsmouth. 8°. 
(Enthält 6000 Titel und Regeln über die Benutzung der Bib- 
liothek.) 

— Supplementary Catalogue of Recent Additions to the 
Reference and Lending-Department. Compiled by T. D. A. 
Jewerp. Portsmouth. 8°. (Alphabetischer Katalog mit Inhalts- 
angabe gesammelter Werke, einem Verzeichnis der wichtigsten 
Artikel der Encyclopaedia Britannica, und einem solchen von 
Novellen und Erzählungen samt Angabe der Periodica, in denen 
sie erschienen.) 

Borough of Reading. The Free Public Library and 
Museum. 2nd Annual Report, 1884 — 85. Reading. 8°. (Bände- 
zahl ca. 13 132, Verleihungen 110 223.) 

Smethwick, Annual Report of the Free Library Committee 
to the Smethwick Local Board of Health, 1884—85. Smethwick. 
8°. (Bändezahl 5126, Verleihungen 43 276.) 

Werken der Vereeniging tot Uitgave der Bronnen van tet 
oude vaderlandsche Recht, gevestigd te Utrecht. Reaks I, 
No. 67. 's Gravenhage, M. Nijhoff. 1884-85. Gr. 8°. (27.) 



Bibliographien. 

Bibliographie contemporain e, Histoire litteraire du 
19e siecle ou manuel critique et raisonne de livres rares, curieux 
et singuliers . . . depuis 1800 jusqu'ä nos jours, avec indication 
des prix ... T. 2 ... 8° (Fr. 40). 



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Bibliographien. 45 

Bibliographie raisonnee et anecdotique des livres 
edites par Aug. Poulet-Malassis (1853 — 1862). Paris, P. Ron- 
quette. 60 SS. 8°. (Fr. 5.) 

Le Bibliophile. Gazette illusträe des amateurs et biblio- 
philes des deux mondes. Vol. 1. Paris, Librairie du Biblio- 
phile. (Fr. 12.) 

Bibliotheca Arcana seu Catalogus Librorum penetralium, 
being brief Notices of Books that have been secretly printed, 
prohibited by law, seized, anathematised, burnt or Bowdlerised, 
by Speculator Morum. London, G. Redway, 1885. XXU, 
141, XXV. SS. Kl. 4°. (Eine wenig empfehlende Besprechung 
mit Nach Weisung zahlreicher Fehler siehe in ,,Le Li vre Annee 6. 
liv. 10." 

Bolton, H. C, A Catalogue of chemical Periodicals. Au- 
thor's Edition. [New York.] 8°. 

— A Catalogue of scientific and technical Periodicals, ,1665 
to 1882, with chronological tables and a Library Check-List. 
Washington 8°. 

Bonnefou, D., Les ecrivains celebres de Rome, ou Bio- 
graphie des prineipaux ecrivains latins, avec une analyse, une 
appreciation et de nombreuses citations de leurs chefs-d'oeuvre. 
Paris, Fischbacher. VIII, 474 SS. 8°. (Fr. 3,50.) 

Catalogue of first Editions of American Authors, Poets, 
Philosophers, Historians etc. New York, Leon a. Br. 8°. ($ 1.) 

Catalogus der Bibliothek van de Vereeniging ter Bevor- 
dering van de Belangen des Boekhandels te Amsterdam. Amster- 
dam, P. N. van Kampen & Zoon. 1885. 8 °. 

Co nnaissa nee des livres, de la — . Causeries d'un ami des 
livres. Les editions originales des romantiques. Les poetes. 
Paris 1886. 40 SS. Gr. 8 °. (Fr. 3.) 

Drexel, Th., Katalog der Kochbücher- Sammlung. Frank- 
furt a. M., Druckerei von A. Osterrieth. 54 SS. Gr. 8°. Als 
Ms. gedruckt. 

Eder, Briefe des Reichshofrates Dr. Georg — zur Gesch. 
Rudolfs II. u. d. Gegenreformation in Oesterreich u. d. E. 
Mitgeth. von F. Stieve, s. Mitth. d. Inst. f. Oesterr. Gesch.-F. 
Bd. 6. H. 3. 

Feilberg, M. W., Norsk Bog-Forteguelse. 1873—1882. 
Kristiania, A. Cammerraeyer in Comm. 1885. 8°. 

Fischer, J. A. , A select Bibliography of Ecclesiastical 
History. Boston, D. C. Health & Co. 

Gaidoz, H., et P. Sebillot, Bibliographie des traditions et 
de la litterature populaire de TAuvergne et du Velay. Clermont- 
Ferrand, impr. Mont-Louis. 8°. 



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46 Bibliographien. 

Giuliari, G. B. conte, Gli anonimi veronesi. Verona, H. F. 
Münster. 8°. (L. 3.) 

Grotefeud, H., Verzeichnis von Abhandlungen und Notizen 
zur Geschichte Frankfurts aus Zeitschriften und Sammelwerken 
zusammengestellt. Frankfurt a. M. , Völckers Verlag. 96 SS. 
8°. (M. 1,60.) 

Hellebrant, A. , Die ungarische Bibliographie bis t ~ 1711, 
siehe Ungarische Revue. 1885. H. 8 — 9. 

Hettler, A., Schillers Dramen. Eine Bibliographie, nebst 
einem Verzeichnis der Ausgaben sämmtlicher Werke Schillers. 
Berlin, W. Wellnitz. VI, 57 SS. 8°. (M. 3.) 

Hirsch, Repertorium hervorragender Aufsätze der in- und 
ausländischen Militär- Journalistik aus den Jahren 1881 — 83. 
Köln, Warnitz & Co. 8 °. (M. 5.) 

Huart, C, Bibliographie ottomane, notice des livres turcs, 
arabes et persans imprimes ä Constantinople durant la periode 
1299'— 1301 de l'hegire (1882 — 1884). Paris, Leroux, 8°. 
(S. A. aus Journal asiatique.) 

Jacobs, J., The Jewish Question. 1875—1884. Biblio- 
graphical Handliet. (Aus Trübner's American etc.Literary Record.) 
London, Trübner & Co. Gr. 8 °. (M. 1.) 

Jahresberichte der Geschichtswissenschaft. Jg. 4. 1881. 
Berlin, Mittler. 8°. (M. 18.) 

Index bibliographique de la presse et de la librairie me- 
dicales. T. 1. Paris, ä l'administration, 6, place St. Michel. 
80. (Fr. 20.) 

Kerviler, R. , Bibliographie Saint-Nazairienne : 3e serie 
des documents pour servir a Phistoire de Saint-Nazaire, recueillis 
et annotes. Saint-Nazaire, imp. Girard. 12 °. 

Legrand, E., Bibliographie hellenique, ou Description rai- 
sonnee des ouvrages publies en grec au 15e et 16e siecles. 
2 vols. Paris, Leroux. CCXXVII, 328., LXXVII, 456 SS. 

Leon and Brother, Catalogue of First Editions of Ame- 
rican Authors, Poets, Philosophers, Historians, Statesmen, Es- 
sayists, Dramatists, Novellists, Travellers etc. New York. 8°. 
(Sh. 5.) 

Lind er fei dt, K. A., The Game of Preference ; or Swedish 
Whist: with a Bibliography of English Whist. Mil- 
waukee. 16o. [Nur in 75 Ex. gedruckt.] 

Manno, A., Bibliografia provisoria Acquese in prepara- 
zione alla Bibliografia storica degli stati della Monarchia di 
Savoia. Torino. Kl. 8o. Edizione privata di 100 copie. 

Marcel, G. , Bibliographie de la Nouvelle-France. Enth. 
in: Revue de geographie, avril 1885. 

Mayo, 0. H. , Bibliotheca Dorsetiensis : Being a carefully 



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Bibliographien. 47 

compiled Account of printed Books and Pamphlets relating to 
the History and Topography of the County of Dorset. Privately 
printed. (London.) X, 296 SS. 4o. (Sh. 13.) 

Meli, R. , Bibliografia riguardante le acque potabili e 
minerali della provincia di Roma. Koma, Cecchini. 8 o. 

Montarolo, G. B., Biblioteca bibliografica italiana. P. 1. 
Modena, Societa tipografica. (Torino, H. Loescher.) VIII, 110 SS. 
8o. (L. 5.) 

Montarolo, B., Bibliografia del risorgimento italiano. Opere 
anonime e pseudonime. Centuria 1. 2. Roma. 8o. (L. 2.) 

Moutier, L. , Bibliographie des dialectes dauphinois. Va- 
lence, Valent. 

Neuwirth, J., Datierte Bilderhandschriften österreichischer 
Klosterbibliotheken , siehe: Sitzungsberichte d. k. k. Akad. der 
Wiss. Phil.-hist. Kl. Bd. 109. 

Oesterley, H., Wegweiser durch die Litteratur der Ur- 
kundensammlungen. Th. 1. Berlin, G. Reimer. V. 574 SS. 
Gr. 8o. (M. 12.) 

Philippe, J., Origines de Timprimerie a Paris d'apres des 
documents inedits. Paris, Charavay freres. 8°. (M. 10.) 

Pisanus Fraxi, Catena librorum tacendorum: being Notes 
Bio-Biblio-Icono-graphical and critical, on Curious and Uncom- 
mon Books. London, Privately printed, 1885. 4o. (Pisanus 
Fraxi ist bereits wegen seiner Vorliebe für saftige Gerichte be- 
kannt. Diesmal bringt er eine Besprechung von Schriften über 
die erlaubte oder unerlaubte, natürliche und widernatürliche Ver- 
einigung der Geschlechter, also über Ehe, Polygamie, Incest, 
Farnication, Hermaphroditismus, Impotenz, Entführung, Notzucht 
u. dgl. Der zweite Abschnitt handelt von der Prostitution in 
Venedig, der dritte ist den in englischer Sprache erschienenen 
erotischen Romanen gewidmet, der vierte einigen spanischen ero- 
tischen Publikationen.) 

Po eich au, A. , Die livländische Geschichtslitteratur im 
J. 1884. Riga, N. Kymmel. Kl. 8o. 96 SS. Dieser dritte 
Jahrgang enthält eine systematische Zusammenstellung kurzer 
Inhaltsangaben von ca. 270 selbständig erschienenen Werken oder 
in Zeitschriften enthaltenen Artikeln über die baltischen Provin- 
zen; ein alphabetisches Register derselben ist beigegeben. Im 
Vorwort entschuldigt sich der Verf. wegen etwaiger Mängel da- 
mit, dass er trotz seiner Bitten (aus Kreisen, die sich eigentlich 
für seine nützliche Arbeit interessieren müssten,) nicht durch 
Uebersendung von Exemplaren, Rezensionen u. dgl. unterstützt 
worden. Das glaubt jeder gern! 

Revue bibliographique internationale de Teducation 
des sourds-muets et des sciences qui s'y rattachent, publiee sous 



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48 Bibliographien. 

la direction de M. Belanger . . . paraissant tous les deux mois. 
No 1. Juin 1885. Paris, impr. Pelluard. (Abonnement: France, 
6 nos Fr. 3, Etranger, Fr. 3,50.) 

Servais Dirks. Histoire litteraire et bibliographique des 
Freres Mineurs de TObservance de St. Francais en Belgique et 
dans les Pays-Bas. Gand, F. Vyt. 500 SS. 8°. (Fr. 7.) 

Soranzo, G., Bibliografia Veneziana in aggiunta e conti- 
nuazione del „Saggio" di E. A. Cicogna. Venezia, P. Narato- 
vich. 1885. 4o. 938 SS. 

Souhart, R., Bibliographie complete des ouvrages sur la 
chasse; la venerie et la fauconnerie. Fase. 1. Paris, Rouquette. 8°. 

Stevens, H., and H. Newton, Historical Nuggets, Biblio- 
theca Americana , a descriptive Account of rare Books relating 
to America. Vol. 3. Ch. 1. London, H. Stevens & Con. 8°. 
(ä Vol. Sh. 10. d. 6.) 

Thomson, W. A. , A Bibliography of Protozoa, Sponges, 
Coelenterata and Worms. London, Cambridge Warehouse. 8°. 
(Sh. 12,6.) 

Timmius, S., Books on Shakespeare. Birmingham Refe- 
rence Library Lectures. No. 4. Simpkin. 12 o. 

Ueb ersieht der hauptsächlichsten Schriften Güppert's, 
enth. in „Leopoldina" Heft 21. 

Vergangenheit, Die — und Gegenwart der kgl. ungar. 
naturwissenschaftlichen Gesellschaft. Budapest. 36 SS. 8°. 
(Enthält ein Verzeichnis der Publikationen dieser Gesellschaft.) 

Verzeichnis der Schriften aus dem Gebiete der Zoologie, 
Anatomie und Physiologie, welche von der Kgl. Akademie der 
Wiss. in St. Petersburg veröffentlicht wurden. Leipzig, Voss' Sort. 

Ein Verzeichnis der Schriften des Holländers Josephus 
Albertus Alberdingk Thijm — ausgenommen sind nur Zeitungs- 
artikel, Gelegenheitsgedichte u. dgl. — findet man in ten Brink, 
Onze hedendagsche Letterkundigen. Lf. 7. 

Ein Verzeichnis der Schriften des im J. 1883 verstorb. 
Professors der Zoologie F. W. Märklin ist enthalten in 0. M. 
Reuter, Minnestal ö. F. W. Märklin. Hels. 1883. 4°. 

Ein Verzeichnis der Schriften des im J. 1884 verstorb. 
Kanzleirats Elias Lönnrot ist enthalten in S. G. Elmyren, 
Minnestal ö. E. Lönnrot. Helsingfors 1884. 4o. 

Verzeichnis der verkäuflichen Doubletten aus der Bres- 
lauer Stadtbibliothek. I. II. Breslau 1885. 8°. (I. Medizin, 
Mathematik und Naturwissenschaften, Chemie und Alchemie. der 
Rehdigerana: 159 Nummern; II. Theologie der Magdalenaea: 
1004 Nummern.) 

Vidal, F., Les manuscrits proven^aux de la Mejanes. Extr. 
de la Revue sextienne. Aix, Makaire. 8o. 



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Bibliographien. 49 

Vismara, A. , Bibliografia di Achille Mauri. Milano, G. 
Agnelli di Angelo Colombo e C. 16o. 

Wessely, K. , Die griechischen Papyri Sachsens. 1. Die 
griechischen Papyri der Leipziger Universitäts-Bibliothek. Siehe : 
Berichte d. philol.-histor. Kl. d. K. Sachs. Ges. d. Wiss. 1885. 

Wiechmann, C. M. , Mecklenburgs altniedersächsische 
Litteratur. Th. 3: 1600—1625. Mit Nachträgen und Registern 
zu allen 3 Teilen. Nach Wiechmann's Tode bearb. u. herausg. 
von A. Hofmeister. Schwerin, Stiller, XIII, 244, XXVIII. 8o. 

Year-Book of the Scientific and Barned Societies of Great 
Britain and Ireland. Comprising Lists of the Papers read during 
1884 before Societies engaged in 14 departments of Research 
with the Names of their Authors. 2nd Annual Issue. London, 
Griffin & Co. V, 231 SS. 8 o. [2297.] 

Eine 38 Oktavseiten starke ,, Bibliographie der jüdi- 
schen Pädagogie in chronologischer Ordnung", ist 
enthalten in B. Strassburger, Geschichte der Erziehung und des 
Unterrichts bei den Israeliten. Stuttgart, Levy u. Müller (1885). 
Die Bezeichnung „in chronologischer Ordnung" ist aber unge- 
nügend, denn die Anordnung ist systematisch, und in den ein- 
zelnen Abteilungen stehen die Titel der Bücher, — Zeitschriften 
— Aufsätze sind nicht aufgenommen, — chronologisch. [2298.] 

Bibliotheca juridica. Verzeichnis der vorzüglichsten 
Werke aus allen Zweigen der Rechts- und Staatswissenschaft, 
welche in den neuesten Auflagen von der Mauz'schen k. k. Hof- 
Verlags- und Universitäts-Buchhandlung in Wien . . . stets vorrätig 
gehalten werden. Achte, sehr vermehrte, mit einem Namenregister 
versehene Ausgabe. Wien, Mauz, 1885. 176 SS. Gr. 8°. (Ist ein 
für den Handgebrauch, und zwar recht bequem gemachtes, syste- 
matisch geordnetes Verzeichnis der wichtigsten rechts- und staats- 
wissenschaftlichen etwa 3000 Werke und Zeitschriften.) [2299.] 

Rossica&Baltica. Verzeichnis der in und über Russland und 
die baltischen Provinzen im Jahre 1884 erschienenen Schriften in 
deutscher, französischer und englischer Sprache. I. Jahrgang. 
Herausgegeben von F. von Szczepanski. Reval, Lindfors' Erben. 
1885. Kl. 80. — Ein kleines nützliches Unternehmen, aber nicht 
systematisch, sondern nur alphabetisch geordnet, wenn man davon 
absieht, dass Rossica und Baltica geschieden sind. Die Baltica 
stehen nicht auf dem Titelblatte aber im Texte voran und füllen 
18 (ca. 324 Titel), die Rossica (ca. 468 Titel) 26 Seiten. [2300.] 

Bibliographischer Anzeiger für romanische Sprachen 
und Litteraturen, herausgegeben von E. Ebering. Paris. F. 
Vieweg — Leipzig, E. Twietmeyer — Florenz, Turin, Rom, H. Loescher. 
Band 2. 1884. 439 SS. 8o. — Dies für Sprachforscher unent- 
behrliche Hilfsmittel beendet soeben seinen zweiten Jahrgang. Um 

4 



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50 Bibliographien. 

allen recht bequem zu sein, erscheint es auch mit dem italienischen 
Titel Rivista bibliografica etc. und mit dem französischen Revue 
bibliographique, und dementsprechend sind auch die Abteilungs- 
Ueberschriften deutsche, italienische oder französische. Die Ge- 
samtsumme der in diesem Jahrgange enthaltenen selbständigen 
Schriften und Journalartikel beträgt 3561. [2301.] 

Shakespeare-Bibliographie 1883 und 1884. Mit 
Nachträgen zur Bibliographie seit 1864 in Band 1 — 3, 5, 6, 8, 
10, 12, 14, 16 und 18 des Jahrbuches. Von Albert Cohn. 
Separat- Ab druck a. d. Shakespeare- Jahrbuch. Weimar. 44 SS. 
Gr. 8o. — Die Bibliographie verzeichnet Rezensionen und An- 
zeigen von Büchern, Theaterberichte, bildliche Darstellungen und 
musikalische Werke im allgemeinen nicht. Trotzdem findet man 
in dem Heftchen gegen 600 Werke und Aufsätze aus Periodicis 
verzeichnet. Der Hauptanteil mit 27 Seiten kommt auf England 
und Amerika, Deutschland nimmt 12 Seiten ein, Frankreich 2, 
der Rest fällt auf die übrigen Länder, als: Belgien, Böhmen, 
Dänemark, Griechenland, Holland, Italien, Portugal, Rumänien, 
Russland, Schweden, Serbien, Spanien, Australien und Indien. In 
den grösseren Abteilungen sind Texte und Shakespeareana ge- 
schieden, und die letzteren alphabetisch geordnet. [2302.] 

Internationale Ausstellung vonArbeiten aus edlen 
Metallen und Legirungen in Nürnberg 1885. Katalog 
der Fachbibliothek und des Lesezimmers. Nürnberg, Verlag des 
Bayrischen Gewerbemuseums Carl Schräg, 1885. 50 SS. Kl. 8°. 
— Der obengenannte Katalog hat mehr als vorübergehende Be- 
deutung: er bildet eine wenn auch nicht vollständige Bibliographie 
der Litteratur über edle und von den Gewerken benützte Metalle. 
Er enthält unter I. Technisches. Die Titel von 97 mit einer 
Ausnahme deutschen Büchern, unter II. Geschichtliches. Die 
von 69 z. Th. hochwertvollen kunstgewerblichen deutschen wie 
ausländischen zur Geschichte des Kunstgewerbes, endlich unter 
III. Tafelwerke. Die von 84 Prachtwerken, z. Th. ersten 
Ranges. Die Abteilungen IV. Varia und V. Fachblätter, 
kunstgewerbliche Zeitschriften können nicht in Betracht 
kommen, weil bei ihrer Aufzählung offenbar gar nicht Vollzähligkeit 
beabsichtigt war, auch der Natur der Dinge nach nicht beab- 
sichtigt werden konnte. [2303.] 

Mitteilungen der Geographischen Ges ellschaft in 
Lübeck. Heft 7. P. Friedrich, Zusammenstellung der, 
die Landeskunde des Lübeckischen Staatsgebietes betreffenden 
Litteratur. Lübeck, F. Grautoff, 1885. 44 Seiten 8°. — Die 
Zentral- Kommission für wissenschaftliche Landeskunde von Deutsch- 
land hatte im Jahrgang 1884 des ,, Ausland' 1 ein Normalschema 
für die landeskundlichen Bibliographien veröffentlicht, und das- 



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Bibliographien . 5 1 

selbe für die Gliederung des landeskundlichen Stoffes in den 
Bibliographien empfohlen. Friedrich hat sich bei dem Literatur- 
verzeichnis seines Gebietes streng an dies Normalschema ge- 
halten, — möchten andere für ihre Gebiete es nur ebenso thun. 
Sein Verzeichnis hat, wie er in einem Vorworte sagt, einen 
grösseren Umfang erhalten, als man nach der bescheidenen Grösse 
des Lübeckischen Staatsgebietes erwarten sollte. Während sich 
die meisten Abschnitte über die Bewohner streng an die Landes- 
grenzen halten, mussten die naturkundlichen Abschnitte, infolge 
der vielfachen Zerteilung des Staatsgebietes, über das benachbarte 
Mecklenburg, Lauenburg, Holstein und Fürstentum Lübeck er- 
weitert werden. Als ein Naturganzes wurde dabei das gesamte 
Gebiet aufgefasst, welches von der Trave und deren Nebenflüssen 
entwässert wird. Es gehören demnach in den Bereich dieser Auf- 
zählung unter anderen Segelberg, Oldesloe, Reinfeld, Mölln, Ratze- 
burg, Schönberg, Dassow und Schwartau. Friedrich hat getrennt 
I. Landesvermessung und Karten, II. Allgemeine landeskundliche 
Werke über das ganze Gebiet, III. Natur, IV. Bevölkerung, V. Spe- 
zielle Ortskunde. Innerhalb dieser Hauptabteilungen sind ver- 
schiedene Unterabteilungen angenommen, und innerhalb einer jeden 
derselben die Bücher resp. Karten oder Pläne chronologisch ange- 
ordnet. Wir finden 134 Titel unter Landesvermessung, Karten 
und Pläne, und 367 Titel von Büchern, Periodicis und Aufsätzen 
in solchen. Zahlreiche erläuternde Zusätze des Herausgebers 
tragen wesentlich dazu bei, die Arbeit wertvoll zu machen. [2304.] 
Verzeichnis der Bücher, Landkarten etc., welche 
vom Januar bis zum Juni 1885 neu erschienen oder neu 
aufgelegt worden sind. Herausgegeben und verlegt von der 
J. C. Hinrichs'schen Buchhandlung in Leipzig. 147. Fortsetzung 
1885. 113 und 517 SS. Kl. 8°. — Dies Verzeichnis tritt nun- 
mehr in sein 88. Jahr, und alle Welt wird mit der Verlagshand- 
lung davon überzeugt sein, dass es stets ihr Streben gewesen ist, 
auf möglichste Vervollkommnung und Vollständigkeit desselben 
hinzuarbeiten. Es ist daher auch überflüssig noch mehr über das 
Unternehmen im allgemeinen zu sagen; was aber die 147. Fort- 
setzung betrifft, so sei hier konstatiert, dass auch die verehrte 
Hinrichs'sche Verlagshandlung trotz der 147. Fortsetzung im 
systematischen Teile derselben die periodische Litteratur noch nicht 
von der nichtperiodischen scheiden gelernt hat. Es ist nämlich 
am Anfang der wissenschaftlichen Uebersicht angegeben „Die 
Zeit- und periodischen Schriften stehen am Schlüsse jeder Wissen- 
schaft", trotzdem stehen in den meisten der 22 Abteilungen zahl- 
reiche Periodica unter den Büchern verstreut, was die Uebersicht- 
lichkeit nicht gerade vergrössert, und denjenigen, der eben nur 
Periodica sucht, irreführt, weil er nicht ahnen kann, dass Abhand- 



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52 Bibliographien. 

lungen der kgl. bayer. Akademie der Wissenschaften, Abhand- 
lungen der kgl. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften, Be- 
richte über die Verhandlungen der kgl. sächs. Gesellschaft der 
Wissenschaften, das Goethe-Jahrbuch, die Memoires de l'Academie 
Imperiale des sciences de St. Petersbouig und viele andere ähn- 
liche nicht unter die Periodica zu rechnen sind. Die Sitzungs- 
berichte der 3 Akademien der Wissenschaften zu München, Wien 
und Berlin, von denen die der letztgenannten mit grösster Regel- 
mässigkeit 5 2 mal im Jahr erscheinen, werden als nichtperiodisch 
behandelt, der Sitzungsanzeiger der kais. Akademie der Wissen- 
schaft aber, der gar nicht Sitzungsanzeiger heisst, sondern „An- 
zeiger der kais. Akademie der Wissenschaften etc." (so steht auf 
dem doch massgebenden Titelblatte,) und ziemlich unregelmässig 
erscheint, als periodisch. Mit diesem Tadel soll aber das Ver- 
dienst des halbjährigen, unentbehrlichen Hinrichs bei Leibe nicht 
geschmälert werden! [2305.] 

Grundriss zur Geschichte der angelsächsischen 
Litteratur. Mit einer Uebersicht der angelsächsischen Sprach- 
wissenschaft. Leipzig, Veit & Co., 1885. XII, 532 SS. Gr. 8°. 
— Der Verfasser wollte einen Führer durch die in letzter Zeit 
bedeutend gewachsene Litteratur über angelsächsische Schrift- 
werke schaffen, der bis jetzt in solcher Form vermisst wurde. Er 
hat natürlich danach gestrebt, das beste ihm bekannt gewordene 
Material zu verzeichnen, meint aber selbst, dass ihm manche Auf- 
sätze und kleinere Schriften entgangen sein mögen. Trotzdem ist 
sein Litteratur- Verzeichnis ein ungeheuer reichhaltiges geworden, 
füllt doch die sprachwissenschaftliche Litteratur allein 110, die 
der Denkmäler 400 Seiten, und dabei haben wir es nicht etwa 
mit einer Literaturgeschichte zu thun, sondern der Text besteht 
nur aus kürzeren oder längeren Anmerkungen zu einzelnen Werken. 
Ein beigegebenes Namen- und ein Sachregister werden Vielen 
gute Dienste leisten. [2306.] 

Buch e*r wesen. A. Venturi, Ueber einige Bücher mit 
Miniaturen von Attavante. Siehe: Der Kunstfreund. Jg. 1. Nr. 20. 

[2307.] 

Buchdruck. Dredge, J. J., Devon Booksellers and Printers 
in the 17. and 18. Centuries. Repr. fr. the Western Antiquary, 
Plymouth, W. H. Luke, 39 SS. 4». Nicht im Handel. [2308.] 



Litteratur und Misz eilen. 

Amerika. 
Boston. Wenn man meint, in Amerika seien die Bibliothekare 
im Goldlande und würden mit Gold aufgewogen, so irrt man. 



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Litteratur und Miszellen. 53 

Allerdings erhalten sie viel höhere Gehälter als in Deutschland 
üblich, aber dafür haben sie viel mehr und viel länger zu arbeiten, 
und als es sich vor einigen Monaten darum handelte, dem hin- 
länglich durch seine Thätigkeit und seine Leistungen bekannten 
Winsor, dem Bibliothekar der Public Library, eine Gehaltszulage 
zu gewähren, da erklärte der damalige Alderman Hugh O'Brien, 
der jetzige Mayor, er brauche nur auf die Strasse zu gehen, da 
habe er gleich 50 Mann, die dasselbe leisteten wie Winsor! 

[2309.] 
New York. Museum of Natural History und Society of Fine- 
Arts haben aus dem Nachlasse der Missis Robert L. Stuart 
10 000 Bände im Werte von 200 000 Mark geschenkt erhalten. 
Es sind allein 400 Bibeln, darunter eine geschriebene aus dem 
13. Jahrhundert, und eine zu Venedig 1480 gedruckte; ferner 
finden sich u. a. die Gould'schen ornithologischen Prachtwerke, 
und viele solche über europäische Museen. [2310.] 

— Die Free Circulating Library, erst 1878 gegründet, lässt 
jetzt ca 100 000 Bände jährlich circuliren. Am 2. Mai d. J. 
schenkte ihr Andrew Carnegie 4000 fi. [2311.] 

— Von Melvil Dewey ist ein „New York Library Club" 
gegründet worden. [2312.] 

Australien. 

Melbourne. Ueber die Melbourne Public Library findet 
man in Library Chronicle nach „Melbourne Age u folgende An- 
gaben. Die Bibliothek hat elektrische Beleuchtung, ihr Lesesaal 
fasst 400 Personen und ist abends fast ganz besetzt, der Tages- 
durchschnitt an Besuchern ist 1000! In den letzten 18 Monaten 
ist die ganze Bibliothek neu geordnet worden. Es wird darüber 
geklagt, dass das Publikum freien Zugang zu den Schränken hat, 
denn die Bücher würden häufig verstellt, und ausserdem ver- 
schwänden welche ganz. Solche Zustände gehörten nach Utopien. 

[2313.] 
Deutschland. 

Berlin. Der Reichsanzeiger vom 25. Dezember v. J. ent- 
hält den kaiserlichen Erlass, betreffend das neue Statut der Kgl. 
Bibliothek zu Berlin. [2314.] 

Darmstadt. Der Direktor der Grhzgl. Hofbibliothek, 
Geheimrat Dr. Philipp Walther, ist pensionirt und in seine Stelle 
der Hofbibliothekar Dr. Wilhelm Maurer gerückt; Sekretär Dr. 
Valentin Lennert ist Hofbibliothekar und Dr. Gustav Nick Sekretär 
2. Klasse geworden. [2315.] 

Heidelberg. Die Universitäts- Bibliothek erhält die aus ca. 
120 Handschriften und einigen Tausend Bänden gedruckter Werke 
bestehende Privatbibliothek des verstorbenen Londoner Buchhändlers 



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54 Litteratur und Mißzellen. 

Nikolaus Trübner, eines geborenen Heidelbergers, von dessen Witwe 
zum Geschenk. [2316.] 

Mainz. Der verstorbene Oberbürgermeister 0. Du Mont 
hat seine Bibliothek der Stadt vermacht. [2317.] 

Metz. Die Stadtbibliothek hat aus der Auktion der Biblio- 
thek Gustave Chantener's nicht weniger als 53 zur Ortsgeschichte 
von Metz gehörige Bücher und Handschriften, 2 Inkunabeln und 
andere aus Metzer Pressen hervorgegangene Drucke, 16 Bündel 
Stiche und zwei Originalzeichnungen von Seb. Leclerc, zwei andere 
Originalzeichnungen von Leclerc junior, und zwei eigenhändige 
Briefe des Marschall Fabert erworben. [2318.] 

England. 

Allgemeines. Folgende Museen und Bibliotheken sind Sonntags 
geöffnet: National Museum and Galleries at Kew; National Galleries 
at Hampton Court Palace; National Exhibition at Greenwich 
Hospital; National Gallery of Ireland, Dublin; National Museum 
of Science and Art, Dublin; Birmingham Art Gallery, Library 
and Museum; Manchester 7 Free Public Libraries; Middlesbrough 
Free Public Library; Newcastle-on-Tyne dsgl.; Stockport Muni- 
cipal Museum ; Stoke-upon-Trent Free Library and Museum ; Wigan 
Free Public Library. [2319.] 

Bristol. Am 8. Juni d. J. ward ein neues Lokal der Free 
Library, Redland Branch, nunmehr das fünfte, eröffnet. [2320.] 

Cardiff. Colonel Nill hatte Free Library and Museum eine 
Anzahl Gemälde unter der Bedingung als Geschenk angeboten, 
dass die Sammlung des Sonntags geöffnet würde. Das Komitee 
aber sah darin eine Gefahr zur Verleitung zur Sonntagsarbeit 
und zur Versklavung, und verzichtete am 18. Mai d. J. dankend 
auf das Geschenk. [2321.] 

Cherbourg. Der Bibliothekar und Archivar Amiot hat 
den systematischen Katalog der Stadtbibliothek veröffentlicht, um- 
fassend 137 Handschriften und 18 337 Bücher. [2322.] 

London. Die Bibliothek des British Museum hat im Jahre 
1884 im grossen Lesesaal 154 729 Leser gehabt, die 1100 450 
Bände benutzt haben. Der Zuwachs betrug 31 747 Bände und 
Broschüren, ohne die Journale. [2323.] 

— Die Vorstände des British Museum haben in letzter Zeit 
von Londoner Kommissionären amerikanischer Verleger Gratis- 
Exemplare eingefordert, weil auf den Titeln der Bücher gedruckt 
steht: „New York und London". Es ist indes zu bezweifeln, 
dass in diesen Fällen, wo die Angabe zweier Verlagsorte auf in 
Amerika gedruckte Bücher lediglich aus Rücksicht auf die Be- 
quemlichkeit des englischen Publikums erfolgt, das British Museum 
seinen Willen durchsetzen wird. [2324.] 

— Für das Oestliche London wird, entsprechend dem Plane 



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Litteratur und Misz eilen. 55 

des verstorbenen John Beaumont, an einem grossartigen Unter- 
nehmen gearbeitet, das Technische Schule, Bibliothek, Lese- 
säle, Winter-Garten und Konzert- Saal , Restauration, Turnplatz 
und Schwimmbassin enthalten soll. Drapers' Company gewährt 
20 000 «£, ebensoviel hat das Komitee schon beisammen, das 
Ganze soll aber ca. 100 000 £ kosten. [2325.] 

— Der „National Liberal Club" sammelt eine „Gladstone 
Library". Dieselbe erhält einen Raum von 100 zu 40 Fuss 
englisch, gegenüber dem Hotel Metropole, und besitzt bereits gegen 
7000 Bände, darunter 1320 Bände Parliamentary Papers, Blue 
Books u. dgl., die ganze Serie der Veröffentlichungen des Master 
of the Ralls , die Biographie generale , die Quart- Ausgabe der 
Englischen Chroniken u. s. w. [2326.] 

Manchester. Fast einstimmig, und zwar mit Ausnahme 
einer Stimme, bewilligte das City Council dem Bibliothekar C. W. 
Sutton eine Gehaltszulage von 50 Pfund (1000 M.) jährlich, so- 
dass er nun 350 Pfund (7000 M.) bezieht. [2327.] 

Plymouth, Am 15. September wurde die Jahresversamm- 
lung der Library Association of the United Kingdom eröffnet. 
Ausführliche Nachrichten über* dieselbe werden wir nach Er- 
scheinen des offiziellen Berichtes bringen. [2328.] 

Oldham. Eine Freibibliothek nebst Museum und Kunst- 
Galerie ist kürzlich eröffnet worden. Die Kosten belaufen sich 
auf ca. 23 000 £• (P. C. Nr. 1151.) [2329.] 

Oxford. Am 25. Juni wurde mit Gottesdienst und Frühstück 
von ca. 300 Gedecken die Erinnerung an die erste Eröffnung von 
„Pusey House and Library 44 , deren Kosten ca. 33 000 £ betragen, 
gefeiert. Ein 4. Bibliothekar wird jetzt gebraucht und zur Erweite- 
rung der Anstalt wird um weitere Zuwendungen gebeten. [2330.] 

Frankreich. 

Chauny, Departement Aisne. Unter den durch den Brand 
der Institution Saint-Charles angerichteten Schäden nennt man 
den Verlust von 30 Bänden einer Handschrift, betitelt „Flore de 
l'Aisne", welche ca. 6000 Aquarelle enthielt. Erst vor nicht 
langer Zeit waren 50 000 Fr. dafür geboten worden. (La Biblio- 
philie Nr. 26-27.) [2331.] 

Clermont-Ferrand. Der ehemalige Apotheker Bargoin 
hat der Stadtbibliothek 50000 Fr., 200 000 dem Museum und 
ca. 1 Million anderen Anstalten hinterlassen. [2332.] 

Compiegne. Die Stadtbibliothek hat kürzlich aus dem 
Nachlasse des Pierre Sauvage ca. 1000 Bände, darunter ca. 200 
architektonische und archäologische, geschenkt erhalten. Es 
kommen darunter Einbände mit dem Wappen des Marschall 
Richelieu und des Grafen Hoym vor. Die Bibliothek ist nun fast 
20 000 Bände stark. [2333.] 



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56 Litteratur und Miszellen. 

Monaco. Die Staatsbibliothek wird augenblicklich von dem 
Pariser Litteraten Saige katalogisiert, und da zeigt sich, dass 
etwa 25 000 Briefe von Franz I. und II., Heinrich III. und IV., 
Katharina de'Medici, Ludwig XIII. u. a. m. vorhanden sind. 
(P. C. Nr. 1151.) [2334.] 

Nancy. Die Stadtbibliothek hat aus dem Nachlass ihres 
ehemaligen Konservators Ballon 1500 Bände, 200 Broschüren und 
20 Bündel Handschriften, alle auf Lothringen bezüglich, geschenkt 
erhalten. [2335.] 

Paris. Die neuen Einrichtungen des Erdgeschosses der 
Bibliotheque nationale sind folgende. Zuerst kommt man in ein 
grosses Vestibül, in dem in Glaskästen auf vergoldeten Konsolen 
die Büsten der berühmten Bibliothekare stehen. Rechts davon 
befinden sich die Arbeitszimmer der Verwaltung, links davon ein 
Saal mit Gobelin- Tapeten ausgeschlagen, und das Zimmer des 
Direktors. In den ersten Stock gelangt man auf zwei Wendel- 
treppen von der Art der im Credit Lyonnais befindlichen. Die 
Säle des ersten Stockes werden mit Holzschnitzereien aus der 
Zeit Louis XV. u. dgl. verziert, man hofft damit im Jahre 1886 
fertig zu werden. Die an Rue Vivienne und Rue Colbert zu 
errichtenden Säle sollen die Medaillen aufnehmen. Im Erdgeschoss 
unter denselben soll ein grosser Öffentlicher Lesesaal hergestellt 
werden, um denjenigen zu ersetzen, zu dem jezt eine hölzerne 
feuergefährliche Treppe führt. Daneben kommen Buchbinder- 
werkstätten, Magazine, und Polizei- und Feuerwachen zu liegen. 
(La Bibliophilie Nr. 26-27.) [2336.] 

— In einer Oktobernummer des „Curieux" stellt Ch. Nauroy 
folgende die Bibliotheque nationale betreffende offene Fragen. 
Ist es wahr, dass der Katalog des Musee Plantin zu Antwerpen 
der Bibliothek geschenkt worden, aber nicht mehr zu finden ist? 
Ist es wahr, dass die Memoiren des Horace de Viel-Castel ge- 
kauft wurden, aber nicht verliehen werden? Ist es wahr, dass 
die Kataloge der Bücher- und Autographenverkäufe makuliert 
werden? Ist es wahr, dass die Zahl der nicht zu findenden 
Bücher in erschreckendem Masse zunimmt? Ist es wahr, dass 
ein kürzlich verstorbener Beamter aus dem Bücherverleihen gegen 
Geld ein Geschäft gemacht hat, und dass man ihn nicht dabei 
erwischt hat, obwohl man ihn im Verdacht hatte? Ist es wahr, 
dass man in der Abteilung der Druckwerke nicht weiss, dass der 
Katalog des Buchstaben Q (Bibliographie) nicht vorwärts kommt, 
und dass die bibliographischen Werke im Keller verwahrt werden? 
(Le Livre Nr. 71.) [2337.] 

— Henri Lavoix, Administrator der Bibliotheque Genevieve, 
hat den Auftrag erhalten, mit Schweden und Norwegen neue 
Verbindungen zum Zwecke des Austausches litterarischer Er- 



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Litteratur und Miszellen. — Personalien. 57 

scheinungen und der Vermehrung der skandinavischen Abteilung 
obiger Bibliothek anzubahnen. [2338.] 

Berichtigung. Seite 25 ist Ittaka (Coro eil Universitär) irrigerweise untei Griechen- 
land statt Amerika (Michigan) gestellt worden. 



Personalien. 

M. de Chantepie, Bibliothekar an der iScole normale 
superieure, ist zum Konservator an der Universitäts-Bibliothek an 
Stelle des verstorbenen Leon Renier ernannt worden. 

Vicomte Delaborde, Konservator in der Abteilung der 
Stiche bei der Bibliotheque nationale zu Paris, hat sich in Pension 
begeben mit dem Titel Ehren-Konservator, und an seine Stelle 
ist gekommen Georges Duplessis, bisher Hilfs- Konservator. 

Der Oberbibliothekar der Stadtbibliothek, Dr. Johann Jakob 
Homer, ist pensioniert. 

H. Kemp wurde zum Sekretär der Stadtbibliothek in Köln 
ernannt. 

Moritz Meyer, Assistent der kgl. Univ.-Bibl. in Berlin, hat 
seine Stelle aufgegeben. 

Auguste Mo linier, bis jetzt Bibliothekar des Schlosses 
Fontainebleau , ist zum Konservator der Bibliotheque Sainte- 
Genevieve ernannt worden. 

Nathusius-Neinstedt, Dr. Heinrich von, bisher Volontär 
an der Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M., wurde zum wissen- 
schaftlichen Hilfsarbeiter befördert. 

Philippe P 1 a u , Konservator an der Stadtbibliothek zu Genf, 
ist gestorben. 

Reicke, erster Kustos der Kgl. u. Univ.-Bibl. in Königsberg, 
hat den Titel eines Bibliothekars erhalten. 

Rödiger, Dr. Johannes, Bibliothekar der Univ.-Bibl. zu 
Königsberg, wurde charakterisierter Oberbibliothekar. 

Anton Schlosser, bekannt als Kulturhistoriker, ist Kustos 
an der Universitätsbibliothek zu Graz geworden. 

Julien Seen ist zum Bibliothekar der Kunstgewerbe- und 
Industrie-Bibliothek Forney ernannt worden, die im November in 
der nie Titon (XI. Arrondissement) in Paris eröffnet werden soll. 

J. J. Weiss ist zum Bibliothekar des Schlosses Fon- 
tainebleau ernannt worden. 

A. Wolfstieg, Volontär der kgl. Univ.-Bibl. in Berlin, ist 
zum Assistenten ernannt worden. [2339.] 



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58 Litteratur. 



Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

Theodor Ackermann, Antiquar. Katalog Nr. 146. 1885. 
München, Promenadeplatz 10. 8°. Tit. u. 55 S. 1783 Nrn. 
Enthält: Katholische Theologie — das Konzil von 1870. 
Altkatholisches. Jesuitica. [2340.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 154. 1886. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 26 S. 882 Nrn. 

Enthält: Philosophie. [2341.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 155. 1886. 8°. Titel u. 22 S. 676 Nrn. 
Enthält: Pädagogik, Geschichte der Universitäten etc. 

Stenographie, Kalligraphie etc. Turnen, Heilgymnastik, Schwim- 
men etc. [2342.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 156. 1886. München, Promenade- 
platz 10. 8°. Tit. u. 35 S. 1006 Nrn. 

Enthält: Geschichte der Musik, theoretische Werke etc. 
Geschichte des Theaters etc. Tanzkunst. [2343.] 

Max Anheisser, Antiquar. Bücherlager Nr. 27. 1886. 
Stuttgart, Schlossstrasse 37. 8°. Tit. u. 58 S. 1987 Nrn. 

Enthält: Illustrierte und Prachtwerke. Kunst- und 
Kunstgeschichte. Belletristik. Werke aus verschiedenen Wissen- 
schaften. [2344.] 
Josef Baer & Co., Lager-Katalog Nr. 173. 1886. Frank- 
furt a. M., Rossmarkt 18. 8°. Tit. u. 32 S. 614 Nrn. 

Enthält: Numismatik. [2345.] 

E. L. Brill, Cataloque periodique de livres orientaux. Nr. V. 
1886. Leide. [2346.] 

S. Cioffi & Co., Catalogo Anno 3 Nr. 7. 1885. Napoli 
via Trinitä Maggiore 24. Pignatelli 19. 8°. Tit. u. 95 S. Nr. 3001 
his 3500. 

Enthält: 3047. Benivieni-Canzoni. Firenze 1500. 
3289. Marino- Alfabeto manoscritto. 
3320. Monteregio-Tabulae. Venetiis. 1490. 
3329. Neri Famiglie Fiorentine, manoscritto. 
3390. Reschio-Margherita. Philosophica 1512. 
Supplemento. [2347.] 

Albert Cohn, Antiquar. Katalog Nr. 171. 1886. Berlin W., 
Mohrenstr. 53. 8°. Tit. S. 35-65. Nr. 309—608. 

Enthält: Autographen und historische Dokumente. 
Zweite Abteilung. Schriftstücke des XIV.— XVII. Jahrhunderts. 
1) Berühmtheiten aller Art u. historische Dokumente. 2) Der 
dreissigjährige Krieg. [2348.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 172. 1886. Berlin W., Mohren- 
strasse53. 8°. Tit. u. St 67—97. Nr. 609—1053. 



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Litteratur. 59 

Enthält: Dritte Abteilung. Deutsche und ausländische 
Dichter und National- Schriftsteller. [2349.] 

H. Georg, Antiquar. Katalog Nr. 60. 1886. Basel. 8°. 
Tit. u. 36 S. 1004 Nrn. 

Enthält: 1. Zeitschriften, Sammelwerke, allgemeine und 
vergleichende Sprachwissenschaft. II. Geschichte u. Grammatik 
der deutschen Sprache. III. Literaturdenkmäler der deutschen 
Sprache. 

Nachtrag : a) Bibliographie, Buchdruck, Bibliothekwissenschaft, 
b) Universitäts- und Studentenwesen. 

Diverses. [2350.] 

Gilhofer & Kauschburg, Antiquar. Katalog Nr. 4. 
Wien I, Bognergasse 2. 8°. Tit. u. 75 S. 1907 Nrn. 

Enthält: Oesterreich-Ungarn. I. Gesamtmonarchie. II. 
Viennensia. III. Niederösterreich. IV. Oberösterreich und Salz- 
burg. V. Tirol und Vorarlberg. VI. Steiermark, Kärnthen und 
Krain. VII. Dalmatien, Görz und Triest. VIII. Böhmen. IX. 
Mähren und Schlesien. X. Galizien und Bukowina (Polonica). 
XI. Ungarn und Nebenländer. Nachtrag. [2351.] 

Ludolph St. Goar, Antiquar. Anzeiger Nr. 17. Frank- 
furt a. M., Zeil 13 und Baugraben 13. 8°. 16 S. 405 Nrn. 
Enthält: Miscellaneen. [2352.] 

— Antiquar. Verzeichnis Nr. 66. 1886. Frankfurt a. M., 
Zeil 13 und Baugraben 12. 8°. Tit. u. 34 S. 849 Nrn. 

Enthält: Pracht-, Kupfer- und Holzschnittwerke. Illu- 
strierte Bücher. Architektur. Kostümkunde. Kunstgeschichte. 
Ansichten. Porträts. [2353.] 

Hachette & Cie., Cataloque des publications offizielles. 
Janvier 1886. Paris, 79 Boulevard St. Germain. 8 °. Tit. u. 56 S. 
Enthält: Ministere de Pagriculture, du Commerce, des 
Finances, de l'Interieur, de la Justice, des Affaires Etrangeres, 
de la Guerre, de l'Instruction publique. Chambre des Deputes. 

[2354.] 
Otto Harrassowitz, Antiquar. Katalog Nr. 119. 1886. 
Leipzig, Querstr. 14. 8°. Tit. u. 74 S. 1572 Nrn. 

Enthält: I. Geographische Zeitschriften und Sammel- 
werke. II. Geschichte und Bibliographie der Geographie. III. 
Allgemeine Geographie. IV. Spezielle Geographie einzelner 
Weltteile. V. Geographische Hilfswissenschaften. VI. Nachtrag. 

[2355.] 
Kubasta & Voigt, Antiquar. Anzeiger Nr. 37. Wien I, 
verl. Kärntnerstr. 48. 8°. Tit. u. 23 S. 

Enthält: Musik- und Theaterwissenschaft. [2356.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 38. Wien I, verl. Kärntnerstr. 48. 
8°. Tit. u. 43 S. 



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60 Litteratur. 

Enthält: Kultur- und Sittengeschichte. Curiosa und 
Verwandtes. [2357.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 39. 8°. Tit. u. 67 S. 
Enthält: Kriegswissenschaft. Geschichte. Länder- und 

Völkerkunde. Landkarten und Pläne. Pferdekunde — Reit- 
kunst. Auswahl von seltenen und wertvollen Werken ver- 
schiedener Fächer. [2358.] 
Caspar Haugg, 74. Verzeichnis. 1886. Augsburg F 204, 
hl. Kreuzstrasse. 8°. Tit. u. 28 S. 593 Nrn. 

Enthält: Aeltere und neuere, teils sehr seltene und 
wertvolle Werke. — Kupfer- und Holzschnittwerke. Incunabeln. 
— Curiosa aus verschiedenen naturwissenschaftl. Fächern, aus 
der Geschichte etc. — Freimaurerei — Numismatik — Biblio- 
graphie etc. — Nachtrag. [2359.] 
Karl W. Hiersemann, Antiquar. Katalog Nr. 13. 1886. 
Leipzig, Turnerstr. 1. 8o. Tit. u. 8 S. 76 Nrn. 

Enthält: Aegyptologie u. Assyriologie. [2360.] 

A. J. Hofmann, Antiquar. Katalog Nr. 1. 1885. Frank- 
furt a/M. 8°. Tit. u. 22 S. 

Enthält: Hebracia u. Judaica. [2361.] 

M. Hueber, Antiquar. Bücherverzeichnis. Schrobenhausen 
(Oberbayern.) 8». 12 S. 

Enthält: A. Theologie, B. Varia. [2362.] 

Theodor Kampffmeyer, Antiquar. Bücher- Verzeichnis 
Nr. 283. 1885. Berlin SW. 48. Friedrichstr. 20. 8°. Tit. u. 92 S. 
Enthält: I. Schöne Wissenschaften, II. Kunst, Kunst- 
geschichte, Pracht- und Kupferwerke, III. Jugendschriften. 

[2363.] 
J. Kau ff mann, Antiquar. Katalog Nr. 12. 1886. Frank- 
furt a|M. 8°. Tit. u. 90 S. 1761 Nrn. 

Enthält: Hebraica und Judaica. [2364.] 

Heinr. Kerler, Antiquar. Katalog Nr. 99. 1886. Ulm 
im Schlössle. 8°. Tit. u. 47 S. 1693 Nrn. 

Enthält: Katholische Theologie. [2365.] 

Kirchhoff & Wigand, Antiquar. Bücherlager Nr. 749. 
1886. Leipzig, Marienstr. 19. 8«. Tit. u. 27 S. 922 Nru. 
Enthält: X. Geschichte der physikalischen Wissen- 
schaften; XI. Physik und Chemie. [2366.] 

— Antiquar. Bücherlager Nr. 750. 1886. 8o. Tit. u. 
31 S. 880 Nrn. 

Enthält: XII. Geschichte d. Architekten u. Ingenieure 
u. der Technologie ; XIII. Kunstgewerbe. Ornamentik. Photo- 
graphie; XIV. Geschichte der Baukunst. Aeltere Baudenkmäler; 
XV. Ingenieurwesen u. Baukunst; XVI. Bergbau- u. Hütten- 
wesen; XVII. Technologie. [2367.] 



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Litteratur. 6 1 

— Antiquar. Bücherlager Nr. 751. 1886. Leipzig, Marien- 
strasse 19. 8<>, Tit. u. 70 S. 2432 Nrn. 

Enthält: I. Geschichte der Medicin u. der Epidemien ; 
II. Die älteren Schriftsteller bis Boerhaave u. Haller; III. Oef- 
fentliche Gesundheitspflege. Medicinische Geographie u. Statistik ; 
IV. Staatsarzneikunde. — Toxikologie ; V. Vermischtes. Systeme 
u. Encyklopädie. Hilfsmittel der Praxis; VI. Populäre Ge- 
sundheitspflege. Diätetik; VII. Balneologie. Klimatische Kuren ; 
VIU. Arzneimittellehre. Receptierkunst. Pharmacie ; IX. Elektro- 
therapie. — Magnetismus; X. Anatomie u. Physiologie, nor- 
male u. pathologische; XI. Pathologie u. Therapie. [2368.] 

— Antiquar. Bücherlager. 1886. Leipzig, Marienstr. 19. 
8o. Tit. u. 58 S. 1185 Nrn. 

Enthält: I. Geschichte der mathematischen Wissen- 
schaften. — Litteratur vor Copernikus ; H. Vermischtes. Ge- 
sellschaftsschriften ; IH. Mathematik im allgemeinen ; IV. Kauf- 
männische Arithmetik u. Geschäftsführung; V. Darstellende 
Geometrie, Perspektive, Geodäsie ; VI. Physikalische Geographie, 
Erdmagnetismus, Hypsometrie, Meteorologie; VIT. Astronomie 
im allgemeinen; VHI. Chronologie, Zeitmessung, Masswesen; 
IX. Nautik, Seewesen, Schiffsbau. [2369.] 

Wilhelm Ko ebner, Antiquar. Katalog Nr. 183. Breslau, 
Schmiedebrücke 56. 8°. Tit. u. 53 S. 1648 Nrn. 

Enthält: I. Philosophie; II. Pädagogik. [2370.] 

Leo Liepmannssohn, Antiquar. Katalog Nr. 44. Berlin, 
W., Charlottenstr. 63. 8o. Tit. u. 62 S. 1254 Nrn. 

Enthält: Geographie und Reisen. — Allgemeine Ge- 
schichte , Altertum , Mittelalter, Neuzeit. — Historische Hilfs- 
wissenschaften. — Deutschland und Oesterreich. — Deutsche 
Städtegeschichte. — England. — Frankreich. — Holland und 
Belgien. — Italien. — Russland und Polen. — Schweiz. — 
Skandinavien. — Spanien und Portugal. — Die Balkanhalbinsel 
(Ungarn, Türkei, Griechenland). [2371.] 

Hermann Loescher, Antiquar. Katalog Nr. 33. 1886, 
Februar. Turin, Via di Po 19. 8o. 15 S. 341 Nrn. 

Enthält: Bibliografia, Appendice. [2372.] 

Rud ol f M e rk el, Antiquar. Katalog Nr. 86. 1886. Erlangen. 
8o. Tit. u. 46 S. 1547 Nrn. 

Enthält: I. Autores graeci et latini; II. Zeitschriften, 
Bibliographie, Litteratur- und Gelehrtengeschichte; Geschichte 
der alten Philosophie; Neulateiner. 

— Antiquar. Katalog Nr. 87. 1886. Erlangen. 8o. Tit. u. 
52 S. 1552 Nrn. 

Enthält: Protestantische Theologie. [2373.] 



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62 Litteratur. 

J. Noiriel, Antiquar. Katalog. 1886. Strasbourg, 27. 
nie des Serruriers. 8o. Tit. u. 67 S. 2365 Nrn. 

Enthält: Manuscrits — Jncunables — Ouvrages anciens et 
rares et ouvrages sur la reformation. Ouvrages sur l'Alsace 
et la Lorraine et Pays limitrophes. Theologie catholique, Philo- 
sophie et pedagogie. — Histoire et geographie. Sciences na- 
turelles, medecine. Droit, Economic Politique etc. — Philo- 
logie, Langues anciennes et modernes. Litterature, Divers. 
Dr. Eduard Nolte, Antiquar. Katalog Nr. 16. Bonn. 8°. 
Tit. u. 59 S. 2378 Nrn. 

Enthält: Evangelische Theologie. [2374.J 

— Antiquar. Katalog Nr. 17. 8o. Tit. u. 48 S. 1861 Nrn. 
Enthält: Bibelausgaben u. Erläuterungsschriften. 

[2375.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 18. 8o. Tit. u. 48 S. 1967 Nrn. 
Enthält: Katholische Theologie. [2376.] 

Fr. J. Olivier, Antiquar. Katalog. 1886. Bruxelles, 11 
rue des paroissiens. 8o. Tit. u. 114 S. 655 Nrn. 

Enthält: Theologie — Jurisprudence — Sciences divers. 

— Beaux-arts. — Belles-lettres. — Histoire. — [2377.] 
G. Priewe, Antiquar. Katalog Nr. 23. Berlin S., Komman- 

dantenstr. 55. 8°. Tit. u. 12 S. 

Enthält: Miscellanea. Goethe-, Lessing- u. Shake- 
speare-Litteratur , Theaterstücke, Werke zur Geschichte des 
Theaters u. der Musik. [2378.] 

H. Reuther, Verzeichnis Nr. 1. 1886. Karlsruhe & Leipzig. 
8°. Tit. u. 16 S. 84 Nrn. 

Enthält: Orientalische Drucke. [2379.] 

RevalLeo, V. evfolyam. 1. szam. Januar 1886. Budapest 
IV, egyetem-utcza 9. 8o. 16 S. 499 Nrn. 

Enthält: Miscellanea. [2380.] 

Hugo Rother, Antiquar. Katalog Nr. 13. 1886. Berlin, 
W. 9. Königin Augustastr. Nr. 3. 8°. Tit. u. 40 S. 1584 Nrn. 
Enthält: I. Theologie; II. Philosophie; III. Pädagogik. 

— Volksschriften; IV. Nachtrag. — Theologie; V. Varia. 

[2381.] 
G. Salomon, Lager - Katalog Nr. 5. 1886, Dresden, 
Moritzstr. 20. 8o. Tit. u. 53 S. 1537 Nrn. 

Enthält: Philologie — Archäologie — Alte Geschichte 

— Neueste Erwerbungen. [2382.] 
J. Scheible, Antiquar. Anzeiger Nr. 55. Stuttgart. 8°. 

24 S. 367 Nrn. 

Enthält: Miscellanea. Zum Teil grössere Werke, litter. 
Seltenheiten, Curiositäten der Jurisprudenz, Tortur, Vehm- 
gericht etc. Polizeiwesen, alte Holzschnitt- u. Kupferwerke, 



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Litteratur. 68 

Kupferstiche etc. Curiosa, dabei Vieles über die Päpstin Jo- 
hanna. [2383.] 
Emil Schilling, Antiquar. Bücherverzeichnis Nr. 54. 1886. 
Dresden, Güterbahnhofstr. 29. 8°. Tit u. 16 S. 

Enthält: 16. und 17. Jahrhundert. Curiosa. Ver- 
mischtes. [2384.] 
H. W. S c hmi dt, Antiquar. Katalog Nr. 489. 1885. Halle a/S. 
Rannische Str. 1. Tit. u. 40 S. 3501—4878 Nrn. 

Enthält: Botanik. [2385.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 491. 1885. Halle a/S. 8°. 
Tit. u. 32 S. 1360 Nrn. 

Enthält: Curiosa. Jocosa. Sexualia. Seltene Schriften. 
Tortur etc. [2386.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 493. 1886. Halle a/S. 8o. 
Tit. u. 12 S. Nr. 797 — 1620. 

Enthält: Nachtrag zum Katalog ,, Zoologie". 

— Antiquar. Katalog Nr. 495. 1885. Halle a/S. 8°. 
Tit. u. 24 S. 1114 Nrn. 

Enthält: Belletristik. A. Olassiker u. höhere Belle- 
tristik in deutscher Sprache; B. Deutsche Gedichte ; 0. Taschen- 
bücher ; D. Dialekte, Legenden, Sagen, Volksbücher etc. ; E. Schau- 
spiele, Romane. [2387.] 
Simmel & Co., Antiquar. Verzeichnis Nr. 105. 1886. 
Leipzig, Rossstr. 18. 8°. Tit. u. 58 S. 3557 Nrn. 

Enthält: I. Zur griechischen Litteratur; II. Zur rö- 
mischen Litteratur; III. Zur griechischen u. lateinischen Gram- 
matik u. Metrik ; IV. Zur Altertumswissenschaft (mit Einschluss 
der Epigraphik.) [2388.] 

SocietäBibliofila Torinese, CatalogoII. 1886. 8°. 8 S. 
August Spitta, Antiquar. Verzeichnis Nr. 30. Berlin, 
S. 42, Prinzenstr. 95. 8°. Tit. u. 16 S. 176 Nrn. 

Enthält: Autographen; Porträts. [2389.] 

J. A. Star gar dt, Antiquar. Katalog Nr. 153. Berlin W., 
Markgrafenstr. 48. 8°. Tit. u. 32 S. 978 Nrn. 

Enthält: Werke aus dem Gebiete der Geschichte 
Brandenburg-Preussen ; Allgemeines. [2390.] 

Ferdinand Steinkopf, Antiquar. Katalog Nr. 356. 1886. 
Stuttgart, Kronprinzenstr. 38. 8°. Tit. u. 14 S. 

Enthält: Theologie u. Philosophie. [2391.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 357. 1886. 8°. Tit. u. 20 S. 
Enthält: Theologie. [2392.] 

Carl St eye r, Antiquar. Bücherverzeichnis Nr. 22. 1886. 
Cannstatt. 8°. Tit. u. 49 S. 1446 Nrn. 

Enthält: I. Allgem. u. vergl. Linguistik nebst Hilfs- 
wissenschaften; II. Orientalia; HI. Provencalisch, Französisch, 



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64 Litteratur. 

Patois; IV. Italienisch, Spanisch, Portugiesisch; V. Gotisch, 
Alt-, Mittel- u. Neuhochdeutsch, Niederdeutsch, Niederländisch; 
VI. Alt- u. Angelsächsisch, Englisch; VII. ^{Skandinavische 
Sprachen; VIII. Slavisch-lettische Sprachen; IX. Kleinere Sprach- 
gebiete u. Nachträge zu allen Abteilungen. [2393.] 
F. Vi e weg, Catalogue general des livres anciens et mo- 
dernes. Paris, 67, rue de Richelieu. 8°. Tit. u. 134 S. Nr. 
1018—2833. 

Enthält: ficriture sainte — Histoire et droit ecclesia- 

stiques — Ouvrages ascetiques — Conciles — Actes des Martyrs 

— Vies des saints — Ordres religieux Legendes — Archeo- 

logie biblique — Terre sainte. [2394,] 

R. Th. Völcker, Antiquar. Verzeichnis Nr. 122. 1886. 

Frankfurt a/M., Römerberg 3. 8°. Tit. u. 71 — 136 S. Nr. 1225 

bis 2242. 

Enthält: Kunst- u. Kunstgeschichte. Abteilung II. 
III. Neuere illustrierte Werke: Caricaturen, Dor6, Gavarni, 
Grandeville, Retzsch, Richter, L. [2395.] 

Aug. Westphalen, Antiquar. Katalog Nr. 29. Flensburg. 
8°. Tit. u. 16 S. 

Enthält: I. Deutsche Litteratur u. Uebersetzungen ; 
II. Englische Litteratur. [2396.] 

— Antiquar. Katalog Nr. 30. 8°. Tit. u. 16 S. 
Enthält: I. Deutsche Belletristik u. Unterhaitun gs- 

litteratur; II. Geschichte u. Verwandtes. [2397.] 

J. Windp recht, Bücher-Anzeige Nr. 387. 1. Jan. 1886. 
Augsburg. 4°. 8 S. 378 Nrn. 

Enthält: Varia — Technologie. [2398.] 

— Bücher-Anzeige Nr. 388. 1. Febr. 1886. Augsburg. 
4°. 8 S. 366 Nrn. 

E nth ä 1 1 : Varia — Ratisbonensia — Augustana. [2399] 
Alfred Würzner, Antiquar. Verzeichnis Nr. 103. 1886. 
Leipzig, Windmühlenstr. 47. 8°. Tit. u. 15 S. 

Enthält: Naturwissenschaften, Medicin, Mathematik, 
Astronomie, Baukunst, Ingenieurwissenschaft, Land- und Haus- 
wirtschaft, Veterinärkunde, Forst- u. Jagdwesen, Handels- 
wissenschaft, Gewerbekunde. [2400.] 

— Antiquar. Verzeichnis Nr. 104. 1886. 8°. Tit. u. 16 S. 
Enthält: I. Geschichte; II. Geographie, Ethnographie, 

Reisen, Atlanten, Karten ; III. Rechtswissenschaft, Verwaltung, 
Polizei wesen, Nationalökonomie, Socialismus. [2401.] 

Paul Zipperer's Buchh., M. Thoma, Antiquar. Bücher- 
Anzeiger Nr. 803. Januar 1886. München. 4°. 4 S. 

Enthält: Neueste Erwerbungen. [2402.] 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft, 



März. 



Inhalt: 



1886. 



Die Litteratur über die Salzburger Emigration 1731—35. — K. Bibliothek 
zu Brüssel in den Jahren 1883 u. 1884. — Verordnung, betreffend die 
belg. kanton. Schulbibliotheken u. Schulmuseen. — Periodica. — Fort- 
setzungen fremdsprachl. Werke. — Abdrücke aus Bibliothekshandschr. 



Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 
1731-35. 

Von E. Dannappel. 

(Fortsetzung.) 

Ja nicke, G. F., Das vom Herrn rege gemachte Saltzburg, 
als zu Freyberg 950 Saltzburg. Emigranten den 8. Aug. 1732 
ihren Durchzug und Rasttag nahmen, in einer Predigt über 29. Psalm, 
V. 8 vorgestellet. Dressden und Leipzig 1732. 40. 32 S. 

Inhä8ivvorstellungsschreiben au Ihro Rom. Kays. 
Majestät vom Corpore Evangelicorum 26. Januar 1732 abgelassen, 
das Saltzburg. Emigrationswesen etc. betreffend. Mit 5 Beylagen. 
0. 0. 1732. fol. 12 Bll. Enthält auch u. a. einen Abdruck des 
Emigrationspatents des Erzbischofs Leopold. 

— Ferneres, an Ihro Rom. Kays. Majestät vom Corpore 
Evangelicorum 31. Maji 1732 abgelassen. Das so bekandte Saltz- 
burg. Emigrationswesen betreffend. Mit 4 Beylagen. 0. 0. 1732. 
fol. 7 Bll. 

Intercessionssch reiben an Ihro Rom. Kays. Majestät 
vom Corpore Evangelicorum 4. Jul. 1733 vor die Oesterr. Emi- 
granten abgelassen. 0. 0. 1733. fol. 2 Bll. 

— an Ihro Rom. Kays. Majestät vom Corpore Evangelicorum 
wegen derer Österr. Emigranten 19. Jun. 1734 abgelassen. 0. 0. 
1734. fol. 3 Bll. 

K eiser, R., Das grosse Zeichen unserer Zeit an den Saltz- 
burg. Emigranten zu erkennen. Oratorium. Hamburg 1733. 4°. 
12 Bll. 

Krafft und Wahrheit, Die, des göttlichen Wortes, wie 
solche sich an den Saltzburg. Emigranten erwiesen, indem viele 
Tausend derselben dadurch erleuchtet und zur Erkänntniss des 
Heyls gelanget sind etc., nebst zuverlässiger Nachricht von 

5 



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66 Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 

ihrem Zustande, Verfolgung, Verjagung, auch wie sie hie und da 
aufgenommen und empfangen worden etc. Mit Kupfer. Magde- 
burg 1732. 4°. 

Küttner, J. D., Der allervortheilhaffteste und seeligste Ver- 
lust derer Nachfolger Jesu, wurde etc. bey Anwesenheit einiger 
Saltzburg. Emigranten in Leipzig etc. vorgestellet. Leipzig. 4°. 
14 S. 

Lesser, F. Chr., Umständliche Nachrichten von denenjenigen 
2790 Evangel. Saltzburg. Emigranten, welche zu zweymahlen, nem- 
lich den 26. Aug. und 23. Sept. 1732 in der Kays, freyeh Reichs- 
stadt Nordhausen ankommen, wie solche von denen Evangel. Ein- 
wohnern mit grosser Begierde aufgenommen, bewirthet und mit 
vielen Segenswünschen dimittiret worden etc. Nordhausen 1732. 4°. 

Löber, Chr., Umständliche Nachricht von denen Saltzburg. 
Emigranten, welche vom 10. bis 13. Jun. 1732 durch Altenburg 
gezogen. Altenburg (1732). 4°. 16 Bll. 

Lodinger, M., Trostschrifft und Briefe, welche er fast vor 
200 Jahren an seine Landsleute im Saltzburgischen abgehen lassen. 
Sammt einem Schreiben des sei. Lutheri an ihn vom hl. Abend- 
mahl. Aufs neue mit einer Vorrede G. Zeltner's etc. herausgegeben. 
Nürnberg 1733. 

Löscher, V. E., Drey Predigten von der Erkänntniss und 
Ehre des Sohnes Gottes, darinnen Jesus gezeiget wird als der 
grosse und beste Führer, der rechte Armenfreund und Versorger 
und der eintzige Fürsprecher, wie aller wahren Christen insonder- 
heit der Saltzburger Emigranten bei Gelegenheit der vor die 
Saltzburger anbefohlene grosse Collecte vorgestellet. Mit Kupfer. 
Dressden und Neustadt 1733. 4°. 84 S., 2 Bll. Nachrede. 

Lud ewig, J. P. v., Vom Ausgange der Saltzburger. Hall. 
Anzeigen 1734. Ist später noch einmal in den „Gelehrten An- 
zeigen in alle Wissenschaften" Theil 1 (Halle 1743) abgedruckt 
worden. 

Manifest, worinnen die Seditiosa facta und andre in grosser 
Menge verübte Insolentien derer aufgestandenen Saltzburg. Unter- 
thanen im Gebirg dem Publico vorgelegt werden etc. Stadt am 
Hof 1732. 8°. 168 S. 

Meissen, Das gutmüthige, wie es die Saltzburg. Emigranten 
freundlich aufgenommen, liebreich bewirthet und mit vielen Seegens- 
wünschen wieder von sich gelassen, nebst der Anrede D. Wilckens. 
imgleichen der Abschiedsrede M. Färbers. 0. 0. 1732. 4°. 
8 Bll. 

— Das lieb- und wohlthätige, wie sich solches bey der An- 
kunfft und Abzüge derer aus dem Saltzburgischen um des Glau- 
bens willen verjagten Lutheraner durch willige Aufnahm und 
gute Verpflegung rühmlichst aufgeführet. Leipzig 1732. 8°. 8 Bll. 



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Die Litteratur über die Salzburger Emigration« 67 

— Das über die glückliche Ankunfft etlicher 100 Saltz- 
burger Emigranten sich höchst erfreuete, bestehend in einem Send- 
schreiben. 0. 0. 1732. 4o. 4 BU. 

Memoriale oder Ansuchungsschreiben wegen der be- 
druckten Saltzburger Emigranten an die Rom. Kays. Majestät. 
Frankfurt 1732. 4o. 

Moneta, J., Der heilige Gruss, womit die Evangel. Salz- 
burg. Emigranten, als selbige über 300 an der Zahl a. 1732 von 
13. biss 15. Aug. zu Grosszinder im Dantzinger Werder aus- 
rasteten, bey Gelegenheit der ordentlichen wöchentlichen Bet- 
stunde den 14. Aug. in dem Grosszinderischen Gotteshause em- 
pfangen und entlassen. Dantzig 1732. 4o, 16 S. 

Mörl, G. P., Unterricht und Trost, auch Vermahnung zur 
Beständigkeit, welche denen um des Evangelii Christi etc. willen 
aus dem Ertzbistum Salzburg emigrirten armen Christen, als das 
erste Häuflein derselben in Nürnberg anlangte, etc., mitgetheilet 
worden. Nürnberg (1732). 4°. 64 S. 

(Moser, J. J.), Actenmässiger Bericht von der jetztmahligen 
schweren Verfolgung derer Evangelischen in dem Ertzbissthum 
Saltzburg. Franckfurt und Leipzig 1732. 8o. Mit einer 1. Fort- 
setzung. Die weitere Continuation erschien unter dem Titel: Das 
Neueste von denen Saltzburg. Emigrations- Actis, l.-ll. Stück. 
Franckfurt und Leipzig. 

Müller, G. , Zulängliche Erkänntniss des jetzigen Saltz- 
burg. Emigrationswesens. Dressden und Leipzig. 4°. 102 Bll. 

Muthmann, J., Salfeldische Freude über die denen Saltz- 
burg. Emigranten wiederfahrende Gnade Gottes oder historisch- 
theologisches Denckmahl derjenigen Merkwürdigkeiten, welche in 
Ansehung derer Salzburg. Emigranten in Salfeld vorgekommen. 
Mit Kupfer. Leipzig und Züllichau 1733. 8o. 194 S. 

Nachricht, Ausführliche, von dem was allhier zu Halle 
mit denen Saltzburg. Emigranten vorgegangen. 0. 0. 1732. fol. 
2 Bll. 

— Fortsetzung der ausführlichen , vom 21. Apr. von dem 
was in Halle mit einigen Saltzburg. Emigranten vorgefallen und 
sonsten von deren Reise nach Preussen bekannt zu machen ist. 
0. 0. 1732. 2 Bll. 

— Eigentliche, wie sich die Einwohner in dem Städtchen 
Franckenberg und die Bürgerschafft in Döbeln bey den Saltzburg. 
Emigranten verhalten. Dressden (1732). 4o. 4 Bll. 

— Erbauliche, von der willigen Aufnahme und Bewirthung 
derer 980 Saltzburg. Emigranten in der Stadt Freyberg. Dressden 
(1732). 4o. 22 Bll. 

— Gewisse und glaubwürdige, wie man sich gegen die von 
Halle aus auf Jessnitz und Wittenberg bey der Ankunfft, Auf- 



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68 Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 

nähme und Abreyse der Saltzburg. Emigranten verhalten. 0. 0. 
1732. 4°. 4 Bll. 

— Kurtze doch zulängliche, von dem Saltzburg. Emigrations- 
gesehäffte, worinnen in einem Discours von denen Emigranten, 
ihrer Lehre und wie sie dazu gelanget etc., gehandelt wird. Mit 
Kupfern. Franckfurt, Ostermess 1732. 8o. 102 S. 

— — Dasselbe. Fortsetzung : Zweite Zusammenkunft von der 
kurtzen doch zulänglichen Nachricht etc. Mit Kupfern. Franck- 
furt, Herbstmess 1732. 8°. 126 S. 

— Kurtze doch zulängliche, welchergestalt von denen emi- 
grirenden Saltzburgern eine grosse Anzahl in der Stadt Alten- 
burg den 10. und 11. Jun. 1732 glücklich angekommen, wohl 
empfangen, freudig aufgenommen und mit Thränen wieder dimit- 
tiret worden. Dressden (1732). 4o. 4 Bll. Ist ein Auszug aus 
Löber's Nachricht etc. 

— Kurtze und wahrhafftige, von denen Saltzburg. Emigranten, 
welche den 26. Jul. und 7. Aug. a. c. 1732 in die hochfürstl. 
Schwartzburg. Stadt Arnstadt angekommen und daselbst mit allen 
möglichsten Liebesbezeugungen von denen Einwohnern aufgenommen 
worden, auch was sich sonst allda mit ihnen Merckwürdiges zu- 
getragen. Arnstadt (1732). 4<>. 

— Kurtze, von dem Durchzuge der Saltzburg. Emigranten 
durch Eisleben. Eisleben (1732). 4°. 14 Bll. 

— Kurtze, von dem Emigranten Hans Gruber, sammt seiner in 
Regenspurg und Nürnberg gehaltenen Abschieds- und Danksagungs- 
rede. (Nürnberg 1732). 4°. 

— Kurtze, von der Ankunfft und Abreyse derer Saltzburg. 
Emigranten in der Stadt Meissen den 10. Aug. 1732, deren An- 
zahl sich über 1000 erstrecket hat. 0. 0. 1732. 4°. 

— Kurtze, wie die Saltzburg. Emigranten zu Brandenburg an 
der Havel zu 4 unterschiedenen mahlen sind eingeholet, aufgenommen 
und wieder fortgeleitet worden, nebst denen Reden, die dabey 
sind gehalten worden. Brandenburg 1732. 4°. 28 Bll. 

— Kurtze, wie man sich in Wittenberg bey der Ankunfft, 
Aufnahme und Abreise derer armen Saltzburg. Emigranten ver- 
halten etc. Gedruckt nach dem Wittenberg. Exemplar. 0. 0. 
(1732). 2 Bll. 

— Merckwürdige, von Ankunfft und Abreyse 550 Saltzburg. 
Emigranten zu Torgau. Dressden (1732). 4°. 4 Bll. 

— von dem Durchzuge und der Bewirthung einiger Saltz- 
burg. Emigranten in Dantzig, so geschehen im Ende des Monaths 
Jul. 1732. Dantzig (1732). 4°. 14 S. Enthält das von den 
Exulanten gesungene Reiselied in Salzburger Mundart: ,,I bin ein 
armer Exulant ete. u in 14 Strophen. 

— Zuverlässige, von den Saltzburg. Emigranten, wie die- 



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Die Liiieratur über die Salzburger Emigration. 69 

selbe den 30. April und 1. May a. c. in die Königl. Preuss. 
Residentz Berlin angekommen und daselbst mit ungemeiner Liebe 
von denen Einwohnern aufgenommen worden, auch was sich 
sonsten daselbst Denckwürdiges mit ihnen zugetragen. Berlin 1732. 
4o. 6 Bll. 

Nachrichten, Umständliche und wahrhafftige, von den 
Saltzburg. Emigranten, was dieselben vor Leute sind, wie und 
warum sie genöthiget worden ihr Vaterland und alle das Ihrige 
zu verlassen, wie man mit ihnen bei der Austreibung verfahren etc. 
Mit Urkunden. Berlin 1732. 4°. 72 S. 

— Wahrhaffte, wie die aus dem Ertzbischoffthum Saltz- 
burg wegen der Evangel. Religion ausgegangene und nach dem 
Königr. Preussen glücklich angekommene Emigranten ihr ver- 
gnügtes Etablissement gefunden, auch dasjenige, was von ihnen 
Widriges ausgestreuet, in der Unwahrheit befunden. 0. 0. 1732 
4 Bll. 

Negelein, J., Das Auge Gottes über der Christen Wander- 
schafft in der Wüste dieses Lebens über 73. Psalm, V. 24. (Nürn- 
berg) 1732. 4o. 

Neueste, Das, von den Salzburg. Emigrationsactis. Frank- 
furt 1732. 8o. Enthält u. A. eine genaue Liste mit Angabe 
des Alters, Standes etc. von ca. 670 vertriebenen Emigranten 
aus den Gerichten St. Johannis, Wagrain, St. Veit, Gastein, Saal- 
felden und Radstatt. — Vgl. „Actenmässiger Bericht" etc. 

Neve, J. W. de, Das besuchte Cüstrin, oder ausführliche 
Nachricht, wie einige von den Saltzburg. Emigranten a. 1732 zu 
unterschiedenen mahlen auf Cüstrin zugekommen und daselbst 
aufgenommen worden. Cüstrin (1732). 4°. 

Patent, Hochfürstl. Ertzbischöfl. Saltzburg., vom 31. Oct. 
1731. fol. 6 Bll. 

— Königl.-Preuss. , die An- und Aufnahm derer aus dem 
Ertzstifft Saltzburg emigrirenden Evangel. Glaubensgenossen in 
lhro Königl. Majestät Lande betreffend. Berlin d. d. 2. Febr. 1732. 
fol. 3 Bll. 

— Sr. Königl. Majestät in Preussen, die An- und Auf- 
nehmung derer Saltzburg. Emigranten in Dero Landen betreffend, 
d. d. Berlin 2. Febr. 1732, welchem zugleich • eine gründliche 
Nachricht beigefüget ist, auf was vor Art, wie alle andere Colo- 
nisten, also auch diese Emigranten in dem Königreich Preussen 
untergebracht und versorget werden sollen. 0. 0. 1732. 4°. 
4 Bll. 

Pfitzer, J. J., Die Güte Gottes, welche bedrängte Seelen 
zur verlangten Ruhe leitet. Predigt betreffs der Saltzb. Emi- 
gration über Jer. 31, V. 49. (Nürnberg) 1732. 

Pfyffer, P. F. X. soc. J., Die Glori der Lutherschen Kirch, 



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70 Die Littcratur über die Salzburger Emigration. 

die Saltzburg. Emigranten von denen Herren Lutheranern zu 
Augspurg an ihrem Friedensfest a. 1732 mit Mund und Feder 
nachgehends etwas besseres vorgestellt. 0. 0. (1732). Vgl. „Prü- 
fung, Kurtze etc. 4< 

Philalethae Evan geliciSaltzburgischesDenckmal. Franck- 
furt 1732. 8o. 

Pietsch, P. T. , Die denen Saltzburg. Glaubensgenossen 
bezahlte Liebesschuld, oder eine Relation, wie liebreich 570 und 
hernach noch 48 aus Saltzburg vertriebene Lutheraner in Het- 
stedt sind aufgenommen worden. Aschersleben (1732). 4°. 12 Bll. 

Preussen, Das preisswürdige, oder gerechte Lobeserhebung 
dieses Königreichs wegen liebreicher Aufnahm der Saltzburg. 
Emigranten in gebundener Rede kürtzlich erwogen von C. T. 
Leipzig 1732. 4o. 4 Bll. 

Pro Memoria so auf Befehl Sr. Königl. Grossbritann. 
Majestät durch den teutschen Ministro J. W. v. Dieden Fürsten- 
stein wegen dess Religionswesen, specialiter aber der Saltzburg. 
und Ungar. Gravaminum halber in Wien den 19. Febr. übergeben 
worden. 0. 0. 1732. fol. 2 Bll. 

— so auf Befehl Sr. Königl. Majestät zu Dänen mar ck -Nor- 
wegen durch A. v. Berkentin sonderlich wegen der Saltzburg. 
und Ungar. Gravaminum in Wien im Febr. übergeben worden. 
0. 0. 1732. fol. 2 Bll. 

— von dem Königl. Dan. Comitialgesandten J. v. Holze dem 
EitzbischÖffl. Saltzburg. Gesandten zu Regenspurg den 28. Mart. 
übergeben, die Saltzburg. Emigranten betreffend. 0. 0. 1732. 
fol. 2 Bll. 

— so dem Kays. Ministerio durch den Königl. Preuss. Ab- 
gesandten wegen der Saltzburg. und Ungar. Gravaminum über- 
geben worden ist. 0. 0. 1732. fol. 2 Bll. 

Prüfung, Kurtze iedoch gründliche, und Beantwortung des 
Herrn F. X. Pfyffers gehaltene Predigt: Die Glori der Luther. 
Kirch , die Saltzburg. Emigranten , von einem Evangel. Juristen. 
Freystadt 1733. 4°. 40 S. 

Putoneus (Joh. Chr. Meinig), Das wohlthätige Leipzig, wie 
sich solches bey der Ankunfft und Abzug der Saltzburg. Emi- 
granten aufgeführet etc. Halle 1732. 8o. 4 Bll., 96 u. 71 S. 

Ram, J. P., Meditationes Propempticae oder erbauliche Be- 
trachtungen über der Evangel.-Luther. Saltzburger Emigration bey 
Gelegenheit ihrer Aufnahme in vielen Orten unseres Landes an- 
gestellet. Wittenberg 1732. 8o. 

Rambach, H. und H. Pantzerbieter, Ausführliche und 
zuverlässige Nachricht von denen Saltzburg. Emigranten, wie deren 
an der Zahl 246 den 29. April 1732 nicht allein in der Hoch- 
fürstl. Hess. Residentz Darmstadt, sondern auch in den übrigen 



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Die Kgl. Bibliothek zu Brüssel in den Jahren 1883 und 1884. 71 

Ihro Hochfürstl. Durchl. zustehenden Landen gnädigst aufgenommen, 
wohl bewirthet und wiederum sicher bis ins Hessen-Casselsche 
Territorium transportiret worden etc. Darmstadt (1732). 4o. 

Reinbeck, J. G., Als den 30. April und 1. May 1732 
einige hundert um der Evangel. Religion willen, vertriebene, und 
von Sr. Königl. Majestät zu Preuss. Colonisten angenommene Saltz- 
burger in Berlin angelanget waren, wurde den nächsten Sonntag 
Jubilate darauf der Petrigemeinde und den anwesenden Emi- 
granten über Marc. X, v. 28-31 eine Predigt gehalten etc., 
worinnen eine historische Nachricht ertheilet wird. Berlin 1732. 
40. Tit., 100 S. 

— Nachricht von denen in dem Ertzbischoffthum Saltzburg 
den Bekennern der Evangel. Wahrheit von Zeit zu Zeit, sonderlich 
in den letzten Jahren zugefügten Bedrängnissen. Berlin 1732. 4o. 

(Schluss folgt.) 



Die Kgl. Bibliothek zu Brüssel in den Jahren 
1883 und 1884. 

Der Moniteur beige vom 30. August 1885, Nr. 242, brachte 
einen, mittlerweile auch in Separatabdruck erschienenen Bericht 
des Conservateur en chef, L. Alvin. Sein Titel lautet „Expose 
de la Situation de la bibliotheque royale duraut l'annee 1883 — 1884. 
Rapport . . . par M. L. Alvin". Bruxelles, imprimerie de la 
regie du Moniteur beige. 1885. 20 SS. 8°. Der Bericht zerfällt 
in 6 Sektionen. 

Sektion 1: Drucke. Konservator: E. Fetis. Der Lese- 
saal war im Jahr 1883 wie im Jahre 1884 an 295 Tagen ge- 
öffnet, und zwar im Sommer 6, im Winter 5 Stunden. Abends 
war der Lesesal von 7 Uhr 30 Min. bis 10 Uhr 30 Min. ge- 
öffnet. Benutzt wurde es im Jahre 1883 von 21 990 und im Jahre 
1884 von 22 438 Personen, welche 37 025 resp. 37 252 Bestel- 
lungen aufgaben, es kommen aber noch 3216 resp. 4100 Ueber- 
tragungen von bestellten Werken aus dem Tages- in den Abend - 
lesesaal hinzu. Unter den bestellten Büchern waren die meisten 
historischen, die wenigsten theologischen Inhaltes. Von den 
Bestellungen konnten 3430, resp. 3253 nicht besorgt werden, 
und zwar aus verschiedenen Gründen. Es waren: 

1883 1884 

nicht vorhanden 1923 2019 

verliehen 56 25 

gelesen 1050 892 

ungebunden 31 18 

verboten 152 44 



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1883 


1884 


7 


32 


16 


9 


36 


33 


159 


150 


— 


31 



72 Die K. Bibliothek zu Brüssel in den Jahren 1883 u. 1884. 



nicht zu finden 

noch nicht eingetragen 

nicht, resp. noch nicht erschienen 

beim Buchbinder 

als Periodica nicht verleihbar 

Autorisiert zur Benutzung der Bibliothek waren 236 resp. 
233 Personen, und so wurden an dieselben 1227 Werke in 2383 
Bänden, resp. 1071 Werke in 2000 Bänden verliehen. Eine 
ausführliche Statistik des Lesesaales ist im Anhang A und B bei- 
gegeben. Der Lesesaal enthält 88 numerierte Sitzplätze und 
4 Stehplätze, es können also nur 92 Personen gleichzeitig ar- 
beiten, aber es ist vorgekommen, dass nach einander 188 an 
einem Tage im Lesesaal gearbeitet haben. 

Sektion 2: Handschriften. (Alte sog. Burgundische 
Bibliothek. Konservator: Ch. Ruelens.) Im Arbeitssaal benutzten 
im Jahre 1883 60 Personen 149, im Jahre 1884 94 Personen 
310 Handschriften, doch sind in dieser Zahl nicht die nur flüch- 
tig benutzten inbegriffen. Verliehen wurden im Jahre 1883 145, 
und im Jahre 1884 129 Handschriften. Ins Ausland werden nur 
auf diplomatischem Wege Handschriften verliehen. Der Zuwachs 
an Handschriften betrug 64 in 102 Bänden im Jahre 1883, und 
32 in 65 Bänden im Jahre 1884. An den Einbänden der Hand- 
schriften müsste viel ausgebessert werden, aber die gewöhnlichen 
Mittel reichen dazu nicht. 

Sektion 3: Stiche, Karten und Pläne. Konservator: 
H. Hymans. Die Sammlung besitzt ausser einigen Hundert Kupfer- 
platten ca. 60 000 Stiche, 1350 Karten und Pläne, und die 
grosse, noch nicht katalogisierte mehrere Tausend Nummern ent- 
haltende Van der Maelen'sche Kartensammlung. Die Benutzung 
seitens des Publikums ist verhältnismässig schwach. Erworben 
wurden im Jahre 1883 914, und im Jahre 1884 1055 Stück. 
Der für den Druck bestimmte Katalog schreitet der grossen Ge- 
nauigkeit halber nur sehr langsam vor, doch hofft man im Jahr 
mit dem Buchstaben G fertig zu werden. 

Sektion 4. Münzkabinet. (Konservator: C. Picque.) 
Der Zuwachs betrug im J. 1883 754 und im J. 1884 419 Stück. 
Sektion 5. Zugangsbüreau. (Konservator: J. Petit.) 
Durch dies Bureau muss jedes neuerworbene Stück der Bibliothek 
gehen, wird daselbst in das Inventar eingetragen, erhält Nummer 
und Stempel. Der Zuwachs belief sich im J. 1883 auf 2104 
Nummern in 2914 Bänden, im J. 1884 auf 1750 Nummern in 
2424 Bänden. Dies Bureau besorgt auch die Einbände. 

Sektion 6. Periodica. (Konservator: E. Gossart.) Der 
Zulass zu dieser Sektion bedarf besonderer Genehmigung und von 



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Die K. Bibliothek zu Brüssel in den Jahren 1883 u. 1884. 73 

ihr haben im J. 1883 512 Personen, 350 am Tage, 283 des 
Abends Gebrauch gemacht. Die Zahl der Besuche ist auf 8184 
angewachsen, davon kommen 3832 auf den Tag und 4352 auf 
den Abend. Es lagen am Ende des Jahres 1884 1170 ver- 
schiedene Publikationen aus. 

Für das Jahr 1883 standen der Bibliothek 85 000, für 1884 
nur 75000 Francs zur Verfügung. Dieselben wurden in folgen- 
der Weise verwendet: 

Erhaltung 3 851.72 2 431.99 

Heizung 4 571.70 3 899.— 

Beleuchtung 1 258.80 1 278.50 

Mobiliar 6 635.46 2 519.02 

Büreaukosten 880.55 846.95 

Druckkosten 1 440.75 1 512.50 

Einbände 8 806.97 10 527.84 

Ankauf von Drucksachen . . . .44 512.66 34 719.29 
„ „ Handschriften .... 1 339.10 1 051.30 

,. Stichen 4 070.24 5 563.40 

„ Medaillen 4 375.63 8 096.91 

Verschiedenes (Porti u. dgl.) ... 3 131.26 3 163.30 

Diäten 170.— 90 — 

Dieser Bericht ist, nach Alvins Angabe, nur ein Auszug aus 
dem von ihm dem Ministerium eingereichten noch detaillierteren 
Jahresberichte. [2403.] 



Verordnung, betreffend die belgischen kantonalen Schul- 
blbllotheken nnd Schulmuseen. 

Art. 1. In jedem Konferenzbezirke wird für die Lehrer und 
Lehrerinnen eine Bibliothek in einer Knabenschule eingerichtet. 

2. Der Lehrer dieser Schule besorgt gegen eine jährliche 
Remuneration von 50 Francs das Amt des Bibliothekars, fertigt 
den Katalog der Bibliothek und hält ihn auf dem laufenden. Er 
lässt ihn unter Oberaufsicht des Kantonal-Schulinspektors auf 
Staatskosten drucken, und liefert 2 Exemplare des Katalogs ans 
Ministerium des Innern und des öffentlichen Unterrichts und je 1 
dem Inspektor, dem Kantonalinspektor, jedem Lehrer und jeder 
Lehrerin seines Bezirkes. Spätestens alle 3 Jahre lässt er einen 
Nachtrag drucken und verteilt ihn an die Obengenannten. Jeder 
dreimonatlichen Konferenz bezeichnet er die neuen Erwerbungen. 

Der Bibliothekar ist, von Fällen höherer Gewalt abgesehen, 
für die ihm anvertrauten Bücher und Gegenstände verantwortlich. 
Gibt er seine Stelle auf, so übergibt er seinem Nachfolger unter 



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74 Verordnung, betr. die belg. kantonal. Schulbibliothek, etc. 

der- Oberaufsicht des Kantonalinspektors das Inventar der der 
Bibliothek gehörenden Werke. Eine Abschrift dieses Inventars 
erhält der Hauptinspektor, das Original verbleibt der Bibliothek. 
Stirbt ein Bibliothekar, so hat der Kantonalinspektor unter Bei- 
hilfe der Hinterlassenen des Verstorbenen das Inventar anzu- 
fertigen. (??) 

4. Der Kantonalinspektor besucht die Konferenz-Bibliothek 
jährlich wenigstens einmal und meldet etwaige Missstände dem 
Hauptinspektor. 

5. In jedem Schulkanton werden Lehrmittelsammlungen er- 
richtet und ein Lehrer oder eine andere Person übernimmt gegen 
eine jährliche Remuneration von 50 Francs die Verwaltung der- 
selben. 

6. Die Hauptinspektoren bestimmen alles nähere über den 
Bibliotheks- und Sammlungsdienst ihres Bezirkes. 

7. Der Minister des Innern und des öffentlichen Unterrichtes 
ist angewiesen, für die Ausführung dieser Verordnung zu sorgen. 

[2404.] 

Periodica. 

Abhandlungen der grhzgl. hess. geolog. Landes- 
anstalt zu Darm stadt. Bd. 1. H. 1.: C. Chelius, Chrono- 
logische Uebersicht der geologischen und mineralogischen Litteratur 
über das Grossherzogthum Hessen. 

Actes de l'Academie de Bordeaux. Serie 3. Annees 
44—45.; E. Brives - Cazes , De la police des livres en Guyenne 
sous l'ancien regime. 

Archiv für Buchdruckerkunst. H. 8 — 10.: 0. Za- 
charias, Geschichte der Druckfehler. 

Archivio giuridico. T. 34, 3. 4.: L. Chiapelli, J mano- 
scritti giuridici di Pistoja. 

Baader 's, Joseph, K. Reichsarchivrats a. D. , wichtigste 
Schriften sind verzeichnet in : 46 u. 47. Jahresbericht d. histor. 
Ver. f. Oberbayern. 

Beiträge zur Landeskunde von Oesterreich ob der 
Enns. H. 37.: Commende, Materialien zur landeskundlichen Bib- 
liographie Oberösterreichs. I. Naturhistorisch-geographischer Theil. 

II Bibliofilo. Anno 6. Num. 8 — 9.: Collezione di autografi 
fatta e legata da Cipriano PalJoti al Municipio di Bologna (C. Lozzi.) 

— Liber Fortunae. (A Melani.) — Miniature Cremonesi. (A. Caffi.) 

— Varietä archivistiche e bibliografiche. 152 — 154. (A. Berto- 
lotti.) — Ancora de' miniatori Cremonesi. (L. Luchini.) — Bib- 
liofilia. (Z. Volta.) — Una lettera di Terenzio Mamiani a Giacomo 
Leopardi. (G. Piergili.) — Biblioteche: IV. (G. Signorini.) [Be- 



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Periodiea. 75 

handelt, im Anschluss au den Dienststunden- Artikel, die traurigen 
Gehaltsverhältnisse der italienischen Bibl. -Beamten.] — La stampa 
siciliana fuori di Palermo e di Messina etc. VII. (F. Evola.) 

— Saggio di un catalogo ragionato delle bibliografie degli incu- 
nabuli. — Bolletino bibliografico. 

— No. 10 — 11.: Della Tipografia Jesina dal suo rinnovamento 
sullo scorcio del sec. 16. insino alla s metä del presente. Note 
storiche e bibliografiche. (A. Gianandrea.) — Almanacchi astrologici 
del secolo 17. (P. Riccardi.) — Un miniatore del secolo 14. (P. 
Santi Matt ei.) Un testo di lingua per la caccia. (C. Arlia.) — Varieta 
archivistiche e bibliografiche. 155 — 163. (A. Bertolotti.) — Saggio 
di un catalogo raggionato delle bibliografie degli incunabuli. Contin. 
(E. Faelli.) — Padova-epigrafia. (Magd.) — La prima edizione 
della histoire des sciences mathematiques en Italie di Guglielmo 
Libri. (P. Santi Mattei.) — Gli emblemi d'Alciati. (A. Melani.) — 
Della Biblioteca Palatina di Heidelberg riunita alla Vaticana nel 
1622. Istruzione a V. S. Dottor Leone Allaccio scrittore Greco della 
Biblioteca Vaticana per andare in Germania per servizio di nostro 
Signore. 

La Bibliophilie. No. 26 et 27: Le poete Georges Balo- 
costas (suite). 

— dgl. eines der Werke des Nationalökonomen Jacques- 
Victor Bonn et, und des Hellenisten Emile Egg er. — Enthält 
eine Zusammenstellung der Werke des im vorigen Jahre verstor- 
benen Zoologen Henri Milne-Edwards. 

— No. 28 — 30. Oct.— Dez. 1885; La Bibliotheque nationale 
de Rio de Janeiro. — Le poete Aristote Valaoritis. 

Book-Lore. No. 10. Sept. 1885.: W.Roberts, The Pen- 
zance Public Library. [Eine sorgfältig ausgewählte Bibl. von 
1 6000 Bänden.]— C. Walford, Sham-Almanacks and Prognostications. 

II. — Adam Bede's Library. — Some Notes on Street-Ballads. 

— Reviews. — Correspondence. — Bibliophile's Kalendar. 

— No. 11. Oct. 1885.: J. 0. Halliwell-Phillipps, Shakespeare 
Rarities. [Beschreibung von 48 Stück der in Hollingbury Copse 
aufbewahrten Shakespeare-Sammlung, als Documente, alte Drucke 
u. dgl.] — C. Walford, Sham-Almanacks and Prognostications. 

III. — Reviews etc. 

— No. 12. November, 1885. : CA. Thimm, Library Asso- 
ciation of the United Kingdom. [Betrifft die 8te Jahresversammlung, 
abgehalten im vorigen Jahre in Plymouth.] — C. Walford, Sham- 
Almanacks and Prognostications. IV. — 0. M. Sanford, Works of 
Thomas Taylor the Piatonist. 

— No. 13., Dez. 1885.: Early English Book Auctions. By 
J. Lawler. — Works of Thomas Taylor the Piatonist. By 0. M. 
Sanford. — Notes on Welsh Bibles. By J. R. Dore. I. 



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76 Periodica. 

Buchhändler-Akademie, Deutsche — . Bd. 2. H. 9.: 
G. G., Die technische Herstellung der Bücher und der zu den- 
selben gehörenden Illustrationen. [Ein kurzgefasster, sehr lesens- 
werter Artikel.] — J. Braun, Die Bibliothek des Börsenvereins 
der deutschen Buchhändler. — St., Bibliotheken und Buchhändler. 
[Angesichts dessen, dass einige grosse Bibliotheken buchhänd- 
lerisch gebildete Männer mit grossem Vorteil anstellen, und dass 
an manchen Bibliotheken diejenigen Buchhändler als Lieferanten 
bevorzugt werden, welche den meisten Rabatt geben, spricht Ver- 
fasser dafür, dass überhaupt an grossen Bibliotheken neben den 
wissenschaftlich gebildeten Zunftgenossen, Buchhändler angestellt 
werden. Dieser Wunsch hat viel für sich, und es ist unbegreif- 
lich, dass man wissenschaftlich gebildete Beamte zwingt, ihre Zeit, 
anstatt Katalogsarbeiten, Komplettierungsbemühungen, Konti- 
nuationslisten, Buchbinderüberwachungen u. drgl. zu opfern,] 

— H. 12.: Briefe des Bibliothekars Dr. J. F. Böhmer in 
Frankfurt a. M. an den Historiker K^ A. Schaab in Mainz. Zum 
Abdruck gebracht und mit Anmerkungen versehen von E. Kelchner. 

— Die notwendigen Eigenschaften der Druckplatten. 

Bulletin des bibliotheqes et archives. Annee 1885. 
Nr. 4.: Partie officielle. I. Administration et legislation: Biblio- 
theques. Circulaire ä MM. les Maires prescrivant Tenvoi au 
Ministere de l'instruction publique des reglements et des cata- 
logues imprimes des bibliotheques. — Circulaire relative aux etats 
de service des fonctionnaires des bibliotheques publiques. — 
Arrete relatif a une Prolongation des seances de la salle de 
travail de la Bibliotheque nationale. — Rapport adresse ä M. le 
President de la Republique par M. le Ministre de l'instruction 
publique etc., relatif ä la Bibliotheque nationale, et decret y 
annexe. — Archives. — II. Personnel. — Chronique: Rapport 
de M. Leopold Delisle, administrateur general de la Bibliotheque 
nationale, ä M. le Ministre de Tinstruction publique. 

Bulletin monumental, mars-avril 1885. Durand, V., Biblio- 
graphie forezienne sommaire. 

Centralblatt für Bibliothekswesen. Jg. 2. H. 9 — 10. 
Sept.-Oct. 1885: Mecklenburg, Ueber alphabetische Anordnung. — 
H. Oesterley, Bibliographie der Einzeldrucke von Martin Opitz' 
Gedichten und sonstigen Schriften. — Die Reorganisation der 
Bibliotheque nationale zu Paris. — Roediger, Eine Bibliotheks- 
ordnung der ehemaligen Schlossbibliothek zu Königsberg i. Pr. 
aus dem 16. Jahrhundert. — Mitteilungen aus und über Biblio- 
theken. — Rezensionen und Anzeigen. — Vermischte Notizen. 

— Neue Erscheinungen auf dem Gebiete des Bibliothekswesens. 

— Antiquarische Kataloge. — Personalnachrichten. 

— Jg. 2. H. 11.: W. Meyer, Bücheranzeigen des 15. Jahrhun- 



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Periodica. 77 

derts. — G. Meier, Wie sollen Handschriftenkataloge beschaffen 
sein? — Zur Geschichte des akademischen Tausch vereine. — Mit- 
teilungen aus und über Bibliotheken, etc. etc. 

J. 2. H. 12.: Wilhelm Dilich's hessische Chronik. Von K. 
Kochendörffer. — Ein Gesamtinventar der älteren deutschen ge- 
druckten Litteratur ein Erfordernis der litter aturgeschi entliehen 
und historischen Forschung. Von F. Schnorr von Carolsfeld. — 
•Erlass betreffend die Herstellung gedruckter Jahresverzeichnisse 
der Universitätsschriften. — Zum Wanderlagerverzeichnisse An- 
thoni Kobergers. Von 0. Hase. — Der Staatsvoranschlag für 
den Aufwand des Bibliothekwesens Cisleithaniens pro 1886. — 
Mitteilungen aus und über Bibliotheken. — Rezensionen und An- 
zeigen u. drgl. 

Chronique du Journal gener al de Timprimerie 
et de la librairie. Annee 74. serie 2. Nr. 43.: J. Claretie, 
Les amis des livres. — Nr. 44.: Bibliotheque et archives de 
l'abbaye autrichienne d'Admont. 

Harvard University Bulletin. Nr. 32; or Vol. 4. Nr. 3. 
Accessions of the University Library. October 1, 1885. — The 
Kohl Coliection of early Maps. VII — VIII. — Classified Index 
to the Maps contained in the Publications of the Royal Geo- 
graphical Society. Nr. 389—567. — Dante Coliection. Minor 
Works. Nr. 243 — 314. — Index of Reference Lists and Special 
Bibliographies included in Periodical and other Publications of 
recent Date. 

Journal asiatique, 1885. Nr. 3. Huart, Bibliographie 
ottomane. Notice des livres turcs, arabes et persans imprimes ä 
Constantinople durant la periode 1299 — 1301 de Thegire (1882 
bis 84) (fin). 

Journal de la Societe d'archeologie lorraine, 
juin: N. Haillant, Plan, divisions et table d'une bibliographie 
vosgienne. 

Journal des savants, juillet: Haureau, Manuscrits du 
Mont-Cassin. 

The Library Chronicle. Nr. 16 — 17. (Vol. II.): J. R. 
Boose, The Progress of Colonial Public Libraries. [Oeffentliche 
Bibliotheken in Canada u. Victoria.] — J. Gilburt, Library 
Surplusage. [Betrifft das Ausmerzen unbrauchbar gewordener 
Bücher aus Bibliotheken.] — Examination of Library Assistants. 
Questions set at the Examination, July, 1885. — Testimonial 
to Dr. Garnett. — The Library Association. — Library Notes 
and News. — Library Catalogues and Reports. — Record of 
Bibliography and Library Literature. 

Bull, de l'Acad. r. de Belgique, Nr. 4. Lamy, Une 
bibliotheque royale en Assyrie au 7 e siecle avant Jesus-Christ. 



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78 Periodica. 

— No. 18 — 19 (Vol. 2.) Aug.-Sept. : The Library Association 
at Plymouth. — J. R. Boose, The Progress of Colonial Public 
Libraries. II. New South Wales, South Australia, Queensland, 
Tasmania, New Zealand, Cape Colony, Natal, West Indies. — 
W., A. Catalogue of Birmingham Books. — Lady John Manners 
on Village Libraries. — The Distribution of Public Documents 
to Libraries. — Library Notes and News. — Library Catalogues 
and Reports. — Record of Bibliography and Library Literature. ■ 

The Library Journal. Vol. 10. No. 7.: Editorial: Ame- 
rican Library Association- Seventh Conference; The Trouble in 
Maiden ; Librarians as Workers ; Glasgow Free Libraries Act. — 
The American Library Association- Seventh Conference. — An 
Alphabetico-Mnemonic System of Classifying and Numbering Books. 
Tbird Paper. By J. Schwartz. — Notes on the Sutro Library. 

— Index Society and its Rules. — Institute Funds and a Pro- 
fessional Library. Communications: The Maiden Muddle. — Li- 
brary Economy and History. — Bibliografy. — Catalogs and 
Classification. — Changed Titles. — Anonyms, Pseudonyms, etc. 

— Gifts and Bequests. — Librarians. 

— No. 8.: Editorial: Official Delegates for A. L. A. Mee- 
ting ; — Request for Five-Minute Notes ; A. L. A. Work Com- 
plimented; Mr. Frank P. Hill Vindicated. — The American Li- 
brary Association : Seventh Conference-Programme. — An Alpha- 
betico-Mnemonic System of Classifying and Numbering Bcoks. 
Fourth Paper. By J. Schwartz. — Reference Book-Making. By 
E. A. Mac. — New York Library Club. — The Apprentices 
Library. — A. Library for the Blind. — Hints for Finding the 
Author etc. of Books. By C. N. Caspar. — How to form a 
Library. — Shakespeare Bibliographies. By J. P. Norris. — How 
to wash a Book withont Injury-Sabbath-School Literature. — 
Library Economy and History. Etc. 

Le Livre. Annee 6. livr. 10. (Nro. 70.): Ph. van der 
Haeghen, L'imprimerie ducale de Dampierre. — E. Chesneau. 
Les grands editeurs anglais. II. La fiction romanesque. — Le 
livre de sciences. Le livre de bibliophile. — IV. Richard Bent- 
ley et fils. — H. S. Ashbee, Une traduction complete des 1001 
nuits. 

— 11. (No. 77.); La bibliographie au 18* siecle. Le pere 
Niceron et Tabbe Goujet. 

Le Franc ais. Mai 1885. Mesnard, P., La bibliotheque 
d'Antoine de Latour. 

Revue lyonnaise, Mai 1885. Niepce, L., Les manu- 
scrits du Tresor de la cathedra^ de Lyon avant 1789. 

Menestrel, Le — . No. 31.: Chouquet, La bibliotheque du 
Conservatoire de musique. 



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Periodica. 79 

Merkur, Deutscher — . Jg. 16. No. 36.: Die Ent- 
stehungsgeschichte der Bücherverbote in Frankreich. 

Publishers' Weekly, The — . Vol. 28. No. 1. (Whole 
No. 701.): Index to the June Record of Books. — The Cam- 
paign for International Copyright. — 

— No. 2. (Whole No. 702): Publications of the United 
States Government, received at the Smithsonian Institution for 
the month ending June 30. Compiled by F. V. Berry. — Copyright: 
its nature and origin. — How to wash a Book without Injury. — 

— No. 3. (Whole No. 703.): The American Educational 
Catalogue for 1885. 

— No. 5. (Whole No. 705.): Index to the July Record 
of Books. — Copyright. II.: Its early History. 

— No. 6. (Whole No. 706.): Copyright. III. : Development of 
statutory Copyright in England. 

— Vol. 28. No. 7. (Whole No. 707.): Copyright IV.: Its 
History in the United States. — Copyright and Quotation. — 
Fine Book Papers. 

— No. 8. (Whole No. 708.): The Manufacture of Books. 

— Another strong Argument in favor of International Copyright. 

— English Book Auctions. 

— No. 9. (Whole No. 709.): Copyright V.: What can be 
copyrighted. 

— No. 10. (Whole No. 710.): Index to the August Record 
of Books. — Copyright V.: What may be copyrigthed. (Part 
V. concluded.) — Copyright again. 

— No. 11. (Whole No. 711.) Copyright VI.: The Owner- 
ship and Duration of Copyright. 

— No.12, 13. (Whole No. 712— 713.): Copyright VII.: The 
Entry and Protection of Copyrights. 

— No. 14. (Whole No. 714.): Index to the September 
Record of Books. — Copyright VIII.: Statutory Copyright in 
other Countries. — 

— No. 15. (Whole No. 715.): Copyright IX.: International 
Copyright in Europe. 

Revue historique de droit fran^ais, Nouvelle — . 
T. 9. No. 2.: H. Omont, Catalogue des ms. de la bibliotheque 
de Cujas, 1574. 

Revue de Tinstruction publique en Belgique. 
T. 27. No. 3.: H. Omont, Catalogue des ms. grecs de la biblio- 
theque royale de Bruxelles. 

Romania. T. 14.: Inventaire de livres de Henri II. Roi 
des Navarres. [Von Paul Meyer vervollständigte Ausgabe des 
von C. Rahlenbeck in den Annales du Bibliophile beige No. 5. 
T. 1. veröffentlichten Verzeichnisses.] 



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80 Litteratur. 

Trübners American, European & Oriental Literary Re- 
cord. No. 213 — 214. = N. Ser. Vol. 6. No. 7. 8.: Index to Ar- 
ticles relating to Oriental Subjects in current Periodical Literature* 

— Nos. 215— 216. =NewSeries. - Vol. 6. No. 9-10.: 
Index to articles relating to Oriental Subjects in current Perio- 
dical Literature. (Cont.) 

Zeitschrift für vaterländische Geschichte. Bd. 43. 
W. Diekamp, Verzeichnis der in Wigands Archiv und der West- 
fälischen Zeitschrift bis 1885 veröffentlichten Aufsätze und Mit- 
teilungen. — Nordhoff, J. B., Nachlese zur Buchdruckergeschichte 
Westfalens. III. 

Zeitung, Allgemeine — . No. 277, Beilage: O.Hartwig, 
Der Skandal über den Kauf der Ashburnham-Handschriften in 
Italien. [2405.] 



Litteratur. 
Fortsetzungen. 



Acta historica res gestas Poloniae illustrantia ab a. 1507 
usque ada. 1795. T. 8. Cracov., Acad. liter. Cracov. 4«. (M. 24.) 

Aide-memoire de service de la telegraphie militaire. Instruc- 
tion 3. fasc. 3. Paris, Baudoin et Ce. 18°. 

Album Caranda. (Suite.) Sepultures gauloises , merovin- 
giennes et moyen äge. Saint Qu entin, imp. Poette. 4°. 

Ambert, Gaulois et Germains, recits militaires. Serie 4. Paris, 
Bloud et Barral. 8°. (Fr. 5.) 

Annali della Fabbrica del Duomo di Milano dall'origine fino 
al presente, publicati a cura della sua Amministrazione. Appen- 
dice Vol. 2. u. Indice generale. Milano, tip. Sociale di E. 
Reggiani e C. fol. (L. 40.) 

Amezaga, C. de, Viaggio di circumnavigazione sulla Carac- 
ciolo, regia corvetta de lui comandata, negli anni 1881 a 1884. 
Vol. 2. Roma, tip. Forzani e C. 8°. (L. 10.) 

Ancona, A. d*, Varietä storiche e letterarie. Serie 2. Milano, 
fratelli Treves. 16°. (L. 4.) 

Andrae, A. J., Oudheidkundige Plaatsbeschryving van de 
Gemeente Kollumerland en Nicuwkruisland. Ged. 2. (Schluss.) 
Kollum, T. Slagter, 8°. (M. 1,20.) 

Anneukow, K., Versuch eines Kommentars zum Zivilprozess- 
gesetze. T. 5. St. Petersb. [In russ. Spr.] 

Apostolic Fathers. Part 2.: revised Texts etc. by J. B. 
Lightfoot. New York, Macmillan, 8°. ($ 16,50.) 

Army Regulations. Vol. 6. H. M. Stationery Office. 8°. 
(Sh. 2. d. 6.) 



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Litter atur. 8 1 

Archives de Bretagne. T. 3. Nantes 4°. 

Aschehoug, T. H., Norges offentlige Ret. Anden Afdel. H. II. 
(Schluss). Christianiä, H. Aschehoug & Co. 8°. (Kr. 3,50.) 

Bache, N. , Nordens historie. H. 45. Kobenh., Forlags- 
bur. 8°. (Kr. 1.) 

BaSkovsk^, Fr., Zevrubne dgjiny ßeskeho pisemnictvjf doby 
nove. Dil. I. Ses. 7. (Böhm. Lit.-Gesch! d. neu. Zeit.) Prag, 
F. Borov^. 8°. (Fl. 0,40.) 

Baillon, H., Dictionnaire de botanique. Fase. 17 — 18. Paris, 
Hachette & Cie. 4°. 

Bancroft, H. H., History of the Pacific States of North 
America. Vol. 14. San Francisco, Bancroft. 8°. (Sh. 25.) 

Barford, F., Danmarks historie fran 1319 til 1536. Bd. 1. 
H. 5. Kobenh., Schönberg 8°. (Kr. 1.) 

Barral, J. A., et Sagnier , Dictionnaire d'agriculture. Fase. 
2. 3. Paris, Hachette et Cie. 

Barral, Comte de, fitude sur l'histoire diplomatique de 
l'Europe. Partie 2. T. 1. Paris, E. Plön, Nourrit et Cie. 8°. 
(Fr. 7,50.) 

Barros Arana, D., Historia general de Chile. T. 4. Madrid, 
L. Lopez, M. Murillo. 4°. 

Beaucour, G. de, Histoire de Charles VII. T. 3. Paris, 
Librairie de la Societe bibliographique. 8°. 

Beccari, 0., Malesia: raecolta di osservazioni botaniche intorus 
alle piante dell* Arcipelago indomalese e papuano. Vol. 2. 
fasc. 1. 2. Genova, R. Jst. Sordo-muti. 4°. 

Bedarride, J., et H. F. Riviere, Traite du dol et de la fraude 
en matiere civile et commerciale. 4* edit. T. 2. 3. Paris, 
Chevalier-Marescq. 8°. 

Beets, N., Dichtwerken, in chronologische orde verzameld, etc. 
Lvr. 12 — 17. Rouiers, de Seyn-Verhougstraete. Gr. 8°. fä livr. 
Fr. 1.) 

Bertolini, F,, Storia d'Italia. Serie 4. pag. 481—640. 
Milano, fratelli Treves. 8°. (L. 5.) 

— Storia d'Italia. 111. da. L. Bogliaghi. Disp. 17. Milano, 
Frat. Treves. 8°. (L. 0,50.) 

Biblia, La Santa — vulgata latina y su traduccion al espaiiol 
por F. Torres Amat. Antiguo Testamento. T. 7. 8. Madrid, 
Aguado. 4°. (Rs. 20.) 

Biblioteca clasica. T. 82, 83. Madrid, L. Navarro. Gr. 8°. 
(Rs. 14.) 

Biblioteca de los Americanistas. T. 4. Madrid, Murillo. 4°. 
(Rs. 54.) 

Bibloteca delP Accademia storico-giuridica. Vol. 3. Roma, 
tip. Salviucci. 4°. 



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82 Litteratur. 

Biblioteca judicial. T. 16 — 20. Madrid, P. Nuiiez. 8°. 
(Rs. 14.) 

Biblioteca juridica de autores espafioles. T. 18. Madrid, 
4°. (Rs. 32.) 

Biblioteca de las Tradiciones populäres espanoles. T. 7. 
Madrid, R. Fe. Gr. 8°. (Rs. 12.) 

# Bibliotheca historica italica, cura et studio Societatis Longo- 
bardicae historiae studiis promovendis. Vol. 4. Mediolani, fr. 
Dumolard. 4°. (L. 20.) 

Bibliotheek van middelnederlandsche Letterkunde o. red. van 
H. E. Moltzer en J. te Winkel. Afl. 37. Gron., J. B. Wolters. 
8°. (M. 3.) 

Büluart, C. R., Summa Summae S. Thomae. T. 2. Paris, 
Vives. 12°. 

Birch, W. de Gray, Cartularium Saxonicum. Vol. 2. p. 15. 
London, Whiting & Co. Lex.-8°. (Sh. 2. d. 6.) , 

Boccardo, F., Nuova Enciclopedia Italiana. Disp. 301 — 302. 
Törino, Unione tipogr.-editr. Gr. 8°. (ä L. 2.) 

Boccardo, G., Enciclopedia populäre italiana di scienze, lettere, 
arti ed industrie. Disp. 301. Torino, Unione tipogr.-editr. 4°. 
(L. 2.) 

Bonaventurae Opera omnia, edita studio et cura PP. Collegii 
a. S. Bonaventura, etc. T. 2. Ad. Claras Aquas (Quaraccbi), ex 
typ. Collegii S. Bonaventurae. Fol. 

Bontemps, A. , Traite de la competence en matiere civile. 
T. 3. p. 1. Brux., Mayolez. 

Brandner, E. De, 1856 — 1880. Repertoire general des 
decisions judiciaires et administratives rendues en Belgique . . . 
Lv. 5—8. Brux., Bruyland & Ce. 8°. (a Fr. 3.) 

Bravo, E., Compilaciön del derecho civil vigente en Espana. 
T. 4. Madrid, P. Nuiiez. v Gr. 8°. (Rs. 14.) 

Brehm, A. E., Zivot zvirat. Cislo bäzne 55. Dilu III. Ses. 10. 
Pfeklada F. Bayer. (Thierleben.) Prag, J. Otto. Lex.- 8°. 
(Fl. 0,60.) 

Breymann, G. A. , Trattato di costruzioni civili. Vol. 4. 
fasc. 9. Milano, F. Vallardi. Gr. 8°. (L. 2.) 

Brocher, Ch., Cours de droit international prive suivant les 
principes consacres par le droit positif frangais. T. 3, Bale 
H. Georg. 8°. (Fr. 8.) 

Brunetiere, F., Histoire et litterature. T. 2. Paris, C. Levy. 
18 Jesus. (Fr. 3,50.) 

Buisson, F., Dictionnaire de pedagogie et d'instruction primaire. 
Livr. 146 — 152. Paris, Hacbette & Cie. 8°. 

Buldü, R., Tesoro de oratoria sagrada. P. 2. T. 7. Madrid, 
Perdiguero. 4°. (R. 18.) 



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Litteratur. 83 

Burchardi, J., Diarium sive rerum urbanarum commentarii 
(1483—1506). Texte latin publie . . . par L. Thuasne. T. 3. 
Paris, E, Leroux. Gr. 8°. 

Caguat, R., Explorations epigraphiques et archeologiques en 
Tunisie, fasc. 3. Paris, Thorin. 8°. (Extr. des Archives des 
missions seien tif. et litt. Serie 3., t. 12). 

Calamandrei, R., Della Societa e delle Associazioni commer- 
ciali. Vol. 2. Torino, Unione tipogr.-editr. 8°. (L. 8.) 

Campa, F. de P., Tradato completo de obstetricia. Ed. 2. 
T. 2. Valencia, P, Aguilar. 4°. (T. 1. 2.: Rs. 88.) 

Canel, A., Histoire de la ville de Pont-Audemer. Livr. 2 — 3. 
Pont-Audemer, Impr. admin. de Thospice. 8°. (ä Fr. 0,25.) 

Cantü, C, Corrispondenze di diplomatioi della Republica e del 
Regno d'Italia. fasc. 2 — 5. Milano, G. Agnelli. 8°. (ä L. 1.) 

— Storia universale. 10 a ediz. rived . . . Disp. 55. Torino, 
Unione tipogr.- editr. 8°. (L. 1.) 

Capasso , B. , Monumenta ad Neapolitani Ducatus historiam 
pertinentia. T. 2. p. 1. Napoli, F. Furchheim. Kl. fol. 
(L. 45.) 

Gapponi, G., Lettere, e di altre a lui, raecolte e pubblicate da 
A. Carraresi. Vol. 4. Firenze, succ. Le Monnier. 16°. (L. 4.) 

Carlyle, T., Works. Vol. 7. London, Chapman. 8°. (Sh. 8.) 

— History of Frederick II, called Frederick the Great. In 
8 Vols. Vol. 4—6. New York, J. W. Lovell Co. 8°. fä 20 
Cents.) 

Casper, J. L., Tratado practico de Medicina legal, trad. por 
F. Alvarez Ossorio. T. 3. Madrid, P. Nuiiez. 8°. (Rs. 14.) 

Castagnola e Gianzana, Commento al nuovo Codice di Com- 
mercio. Fasc. 28. Torino, Unione tipogr.-editr. 8°. (L. 1.) 

Catalogue d'une collection de theses publiees dans les Pays- 
Bas donnee ä la Bibliotheque nationale par le service des £changes 
internationaux au Ministere de Tinstruction publique. II. Theo- 
logie, philosophie, sciences mathematiques et naturelles, medecine. 
Paris, Klincksieck. 4,9 SS. 8». 

Catalogue de la bibliotheque de la ville de Montpellier (dite 
du Musee Fabre); par L. Gaudin. Histoire. P. 2. 3. Mont- 
pellier, Grollier et fils. 1884—85. Gr. 8. 

Catalogue, Descriptive — of the Pathological Specimens con- 
tained in the Museum of the Royal College of Surgeons of Eng- 
land. Vol. 4. London, Churchill. 8°. (Sh. 7. d. 6.) 

Catalogue general des manuscrits des bibliotheques des 
departements. T. 7. Toulouse, Nimes. Paris, Impr. nationale. 
4°. (Fr. 12.) 

Cauchy, A., Oeuvres completes. Serie 1. t. 5. Paris, Gan- 
thier. Villars. 4. (Fr. 25.) 



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84 Litteratur. 

Cavalcaselle, G. B., e J. A. Crowe, Storia della pittura in Italia 
dal secolo IL al secolo XVI. Vol. 3. Firenze, Le Monnier. 8°. (L. 10.) 

Chatelain, E., Paleographie des classiques latins. L. 2. 
Paris, Hachette & Cie. 4°. (M. 15.) 

Christian IV. eegenhaendige breve. Udg. ved Bricka og 
Fridericia. H. 11. Kobenh., Klein. 8°. (Kr. 3.) 

Chronica provinciae Helvetiae ordinis s. patris et Francisci 
Capucinorum. Fase. 3. Solothurn, Schwendimann. 4°. (Fr. 3, 75.) 

Chronicles of the Reigns of Stephen, Henry IL, and Richard I. 
Vol. 2. Ed. by R. Howlett. London, Her Majesty's Stationery 
Office. Royal. 8°. (Sh. 10.) 

Cicero , De natura deorum , libri 3. With Introduction and 
Commentary by J. B. Mayor; together with a New Collation of 
several of the English MSS. by J. H. Swainson. Vol. 3. Lon- 
don, Cambridge Warehouse. 354 SS. 8°. (Sh. 10.) 

Ciceron, M. T., Obras completas, version castellana de D. F. 
Navarro y Calvo. T. 10. Madrid, L. Navarro. Gr. 8. (Rs. 14.) 

Colecciön de Escritores castellanos. T. 36. Madrid, Mu- 
rillo. Gr. 8°. (Rs. 8.) 

Colecciön de documentos ineditos para la historia de Espana. 
T. 84. Madrid, M. Murillo. 4°. (R. 52.) 

Combes, F., Lectures historiques ä la Sorbonne et ä l'Insti- 
tut d'apres les archives des pays etrangers. T. 2. lv. 8. Bor- 
deaux, Feret; Paris, Perrin. 4°. (Fr. 0,25 p. la France, 0,50. 
p. Tetranger.) 

Commission des antiquites et des arts du departement de 
Seine-et-Oise. Vol. 5. Versailles, imp. Cerf et fils. 8°. 

Conscience, H., De volledige Werken. Lv. 50 — 56. Brux., 
A. N. Lebegue & Cie. 8°. (a Fr. 0,50.) 

— Oeuvres completes. Ser. 48 — 60. Brux., Office de pub- 
licite. 8°. (a Fr. 0,50.) 

Cordier, H., Bibliotheca sinica. Dictionnaire bibliograßque des 
ouvrages relatifs a Tempire chinois. T. 2. fasc. 4. Titel u. SS. 
1356-1408. Gr. 8°. 

Cours des ecoles de tir. T. 2. Paris, Baudoin & Cie., 8°. 

Dändliker, C, Geschichte der Schweiz. Bd. 2. Lfg. 3, 4. 
Zürich, Schulthess. Gr. 8°. (ä Frs. 1,50.) 

Daistrom, J. F., Illustreret verdenshistorie. H. 59 — 61. 
Kopenhagen, Nyt dansk Forlagskonsortiura. 8°. (a Ö. 50.) 

Daux, C, Histoire de Teglise de Montauban depuis les pre- 
miers temps jusqu'a nos jours. T. 2. 4e periode. Nr. 8. 
Paris, Braix et Retaux. 8°. (Fr. 1,25, p. les souscripteurs.) 

Dellion, A., Dictionnaire historique et statistique des paroisses 
catholiques du canton de Fribourg. Vol. 3. Fribourg. (Bäle, 
Georg.) 8°. 



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Litteratur. 85 

Beimas, G., Vie de Mgr. Bouange, evfcque de Langres. T. 2. 
Aurillac, Picut; Paris, Suau* 8°. ' 

Deramecourt, A., Le clerge du, diocese d'Arras, Boulogne 
et Saint-Omer pendant la Revolution (1789 — 1802). T. 3. Paris, 
Bray et Retaux. 8°. 

Despeyrous et G. Darboux, Cours de mecanique. T. 2. 
A. Hermann n. 8°. 

Diplomatarium , Svenskt — fran och med är 1401 udy. 
genom C. Silverstolpe. Del. 2. H. 5. Stockholm, Norstedt & 
Söner. 4°. (Kr. 3.) 

Dixon, R. W., History of the Church of England from the 
Abolition of the Roman Jurisdiction. Vol. 3. London, Rout- 
ledge. 606 SS. 8°. (Sh. 16.) 

Doederlein, P., Manuale ittiologico del Mediterraneo. Fase. 3. 
Palermo, Pedone-Lauriel. Gr. 8°. (L. 5.) 

Bore, G., Pi'smo svate stareho a noveho zakona. Vydane 
pro katoliky. Ses. 6. 7. Prag, J. Otto. Fol. (Fl. 0,80.) 

Boussaint, L., Souvenirs aneedotiques de la guerre de 
1870—71. T. 2. Paris, Martin, 18-jesus. (2 vols fr. 7.) 

Van Driesten, J., L'armorial beige. Lv. 2. Tournai, Vas- 
seur-Belmee. (ä Fr. 2,50.) 

Broysen, J. G., Histoire de Thellenisme. Trad. de Talle- 
roand sous la direction d'A. Bouche-Leclerq. T. 3. et dernier. 
Paris, Leroux. 8°. (Fr. 10.) 

Bubois, A., Faune illustree des vertebres de la Belgique. 
Serie 2, livr. 65—70. Brux., l'auteur. 8°. (ä Fr. 2.) 

Bu Cange, C. B., Glossarium mediae et infimae latinitatis. 
Editio nova aueta ... a L. Favre. T. 5. Paris, Baer, Borrani 
etc. 4°. (Papier carre mecanique: fr. 30, papier carre ä bras: 
fr. 40, papier grand-raisin ä bras: fr. 60.) 

Bu Chastel de la Howardries, Notices genealogiques tour- 
naisiennes dressees sur titre. Livr. 41 — 43. Tournai, Vasseur- 
Belmee. (ä fr. 2,50.) 

Bu Fief, J., Precis de geographie astronomique, physique et 
politique. Vol. 3. lv. 3. (6 e edit.) Brux., A. Manceaux. (Fr. 1.) 

Bu Fresne de Beaucourt, G.. Histoire de Charles VII. T. 3. 
Paris, libr. de la Soc. bibliogr. 8°. 

Bujardin-Beaumetz , Bictionnaire de therapeutique , de ma- 
uere medicale et des eaux minerales. T. 2. . . ., O. Boin. 4°. 

Bumaine, L. V., Tinchebray et sa region au Bocage nor- 
mand. T. 3. Paris, Champion. 8°. 

Bupont, G., Histoire du Cotentin et de ses iles. T. 4. (et 
dernier). Caen, Le Blanc-Hardel. 8°. 

Buruy, V., History of Rome and the Roman People. Vol. 4. 
pt. 1. 2. London, Paul, Imp. 8°. (Sh. 30.) 



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86 Litteratur. 

Duyse, P. van, Nagelaten gedichten. In't licht gegeven 
door F. van Duyse. Dl. 10. Roulers, de Seyn-Verhongstraete. 
8°. (Fr. 2,50.) 

Editionum Collegii historici Academiae literarum Cracoviensis. 
Nr. 29. siehe: Acta historica res gestas Pol. ill. . T. 8. 

Elvius, S. , Danmarks praehistorie i aarene 1869 — 1884. 
H. 2. Kopenhagen, Bergmann. 4°. (Ö. 90.) 

Encyclopedie du notariat et de Tenregistrement. T. 15. 
Paris. Marchai, Billard et Ce, 8°. (Fr. 12.) 

Encyclopedie d'architecture , par un comite. Livr. 3 — 7. 
Des Fossez et Cie. fol. 

Encyklopedia wychowawcza. Tom 3. zesz. 6. Warsz., 
Gebethner i Wolff. 8°. 

Erichsen, G. E. , e C. Gallozi, La scienza e Parte della 
chirurgia Nuova versione del A. Longhi. Vol. 1. f. 14 — 16. 
Milano, F. Vallardi. 8°. (ä L. 1.) 

Estreicher, K., Bibliografia. T. 10. zesz. 3. 4. Krakow, 
Akad. umiej., 8°. 

Europe illustrated. Nr. 55 — 59. Zürich, Orell, Füssli & Co. 
8°. (a 0,50.) 

Europe illustree. Nr. 63-68. Zürich, Orell, Füssli & Co. 
8°. (a 0,50.) 

Facsimiles of Anglo-Saxon Manuscripts. Photozinkographed . . . 
by R. H. Stotherd. Part 3. London, H. M. Stationery Office, 
fol. (£ 6. 6 sh.) 

Fantoni, G., Memoria storica delPArchivio notarile di Venezia 
1884. Parte 2. Venezia, Fontana. 8°. 

Finarmore, G., Tradizioni populari abruzzesi, raccolte. Vol. 1. 
p. 2. Lanciano, tip. Carabba. 16°. (L. 2,50.) 

Fita, F., Estudios historicos. T. 3. Madrid, Fortanet. 4°. 
(Rs. 20.) 

Follin, E., et S. Duplay, Tratte elementaire de Pathologie 
externe. T. 7. f. 2. Paris, G. Masson. 8°. 

Follioley, L., Histoire de la litterature franfaise au 17 e siecle 
T. 2. 5* edit. Tours, Cattier. 8°. 

Fontaine, M., Histoire universelle. T. 5. Paris, A. Lemerre. 
8°. (Fr. 7,50.) 

Fontannes, F., fitudes stratigraphiques et paleontologiques 
pour servir ä l'histoire de la periode tertaire dans le bassin du 
Rhone. VIII. p. 1. Lyon, Georg, Paris, Savy. 

Forcella, V., Catalogo dei manoscritti riguardanti la storia 
di Roma' che si conservano nelle biblioteche di Padova, pubbliche 
e private. Vol. 5. Roma, Fr. Bocca. Gr. 8°. (M. 10.) 

Forfatter- Lexikon, Norsk — 1814—1880. H. 10. Chri- 
stiania, Norske Forlagsforening. 8°. (Kr. 1.) 



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Litterat ur. 87 

Fornauder, A., An Account of the Polynesian Race. Vol. 3. 
London, Trübner & Co. 8°. (Sh. 9.) 

Fremy, Encyclopedie ohimique. T. 2—4, 6. Fase. 2, 7, 
8, sect. 8., 10. Paris, V v6 Dunod. 8°. (Fr. 20, 15, 50, 
50, 50.) 

Frig, J. V., PamSti. Cast' 1. Ses. 8°. (Memoiren.) 

Friis, J. A., Ordbog over det lappiske sprog med latinsk og 
norsk forklaring. H. 2. a. u. d. F. 

— Lexicon lapponicum etc. Fase. 2. Christiania, J. Dybwad. 
4°. (M. 4.) 

Furrer, A., Volkswirtschaftslexikon der Schweiz. Lfg. 4. 
Bern, Schmid, Francke & Cie. 8°. (Fr. 2.) 

Galschiöt, M., Danmark i skildringer og billeder af danske 
forfattere og kunstnere. Lvg. 7 — 8. Kopenh., Philip sen. 4°. 
(ä Kr. 1. ö. 50.) 

Gandoger, M., Flora Europae terrarumque adjacentium. T. 6. 
Paris, Savy. 8°. 

Godet, F., Commentaire sur Tevangile de Saint Jean. T. 2. 3. 
3 me edit. Neuchätel, Librairie generale (J. Sandoz). (Fr. 8 u.U.) 

Greviile, C. C. F., Journal of the Reign of Queen Victoria 
from 1837 to 1852 (Greviile Memoirs, 2nd Part), 3 Vols. London, 
Longmans. 8°. (Sh. 36.) 

Grundtvig, S., och J. Sigurdsson, Islenzk Fornkvaedi. H. 4. 
Kjobenh., Gyldendal. (Kr. 1,50.) 

Guerre d'Orient en 1877—1878, La — . . . par un tacti- 
cien. Fase. 10. (Commencement du T. 4.) Paris, Baudoin 
& Cie. 8°. 

Haberstich, Handbuch des schweizer. Obligationenrechtes. 
Bd. 2. T. 1. Zürich, Orell, Füssli & Cie. Gr. 8°. 

Hamilton, A., Works. Vol. 3. New York. 8°. (Sh. 25.) 

Handelingen over de herziening der Grondwet. Uitgeg. on 
der toezicht van Mr. A. R. Arntzenius. Deel 2. Stuk 2. 
's- Gravenhage, Gebr. Belinfante. Roy. 8°. (Bjj inteekening f. 2,35, 
buiten inteek. f. 3,10.) 

Hansen, P., Illustreret dansk literaturhistorie. Log. 14—18. 
Kopenhag., Philipsen. 8°. (ä Kr. 0,90.) 

Harrisse, H., Chr. Colomb. T. 2. Paris, Leroux. Gr. 8°. 

Heiss, A. , Les medailleurs de la Renaissance. 6° mono- 
graphie. Paris, Rothschild. Gr. 4°. (Fr. 100.) 

Hellwald, F. di, e G. Strafforello, Africa seconde le notizie 
piü reoenti. Vol. 1. P. 2. Tor., Loescher . 8°. (L. 4.) 

Hodgkin, T., Italy and her Invaders, 476 — 535. Vols 3. 4. 
London, Frowde. 8°. (Sh. 36.) 

Holm, E., Danmark-Norges indre historie under enevaelden 
fra 1660 til 1720. D. 1. H. 2. (Schi. d. Bds.) Kjob. 8°. 



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88 Litter atur* 

Holyoake, G. J., The Evolution of Industry. 3 d edit. Vol. 2. 
London, Trübner. 8°. (Sh. 8.) 

Hugo, V., Oeuvres completes. fidition nationale. T. 2, T. 3. 
f. 11 — 15. Paris, Lemonnyer & Ce. Petit — in 4°. 

Index Catalogue of the Library of the Surgeon-General's 
Office. U. S. Army, Authors and Subjects. Vol. 6. Washington, 
Govt Printing Office. Gr. 4°. 

Inventaire general des richesses d'art de Ja France. Province : 
Monuments civils. T. 3. Paris, Plön, Nourrit et Ce. Gr. 8°. 
(Fr. 3.) 

Jovii, B., Historia patria, ridotta a miglior lezione. Disp. 17 
lomo, Ostinelli. Gr. 8°. 

Kaikar, 0., Ordbog til det aeldre danske Sprog (1300 bis 
1700) Bd. 1. H. 9. (Schi. d. Bds.) Kjobenh. Thiele Gr. 8°. 
(Kr. 3.) 

Kalousek, J., Gesch. d. kgl. böhm. Gesellschaft der Wissen- 
schaften. H. 2. (Schluss.) Prag, Verlag d. k. b. Ges. d. W. 8°. 

Kervyn de Lettenhove, Baron, Les Huguenots et les Gueux. 
T. 6. (Schluss.) Bruges, Beyart-Stoire. 8°. (M. 7.50.) 

Keuller, H. F., Les tapisseries historiees ä TExposition na- 
tionale beige de 1880. Texte par A. Wauters. Lvr. 9 — 10. 
Brux., chez Tauteur. Fol. (Fr. 50.) 

Kielstra, E. B., Beschrijving van den Atjeh-oorlog. Deel 3. 
VGravenhage, Gebr. van Cleef. Roy. 8°. (F. 8,50.) 

Kolar, J., Rusko slovem i obrazem. Dil 1. Ses. 4. Russ- 
land in Wort u. Bild.) Prag, F. Simacek. Fol.. (Fl. 0,50.) 

(Koran.) A. Comprehensive Commentary on the Qurän. 
Comprising Sale's Translation and Preliminary Discourse, . . . By 
E. M. Wherry. Vol. 3. London, Trübner & Co. 8°. (Sh. 12,5.) 

La Fontaine, J., Oeuvres, Nouvelle edition, revue etc. par 
H. Regnier. T. 3. Paris, Hachette et Ce. 8<>. (Fr. 7,50.) 

Laisne, Aide-memoire, a l'usage des officiers du genie. 5 e 
edition refondue . . . Chapitre 2 — 6 et 12. Paris, Baudoin & Ce. 
12°. 

Lagrange, Oeuvres, publiees par les soins de M. J. A. Serret. 
T. 13. Paris, Gauthi er- Villars. 4°. (Fr. 15.) 

Lancia di Brolo, D. G., Storia della chiesa in Sicilia. Vol. 2. 
Palermo, tip. Lao. 8°. (L. 7.) 

Larive et Fleury, Dictionnaire francais illustre des mots et 
des choses. Livr. 27—38. G. Chamerot. 4°. 

Laurent, F., Avant-projet de revision du Code civil. T. 6. 
Bruxelles, Bruylant-Christophe & Ce. 4°. (Fr. 15.) 

Lesquereux, L., Contributions to the Fossil Flora of the 
Western Territories. Part. 3. Washington, Government Prin- 
ting Office. Gr. 4°. 



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Litteratur. 89 

Letronne, A. J., Oeuvres choisies. Serie 3. T. 2. Paris, 
Leroux. 8°. (T. 1. 2. Fr. 25.) 

Lightfoot, The Apostolic Fathers. Part. 2. Revised Texts 
etc. 3 Vols. London, Macmillan. 8°. (Sh. 48.) 

Loriol, P. de, Catalogue raisonne des Echinodermes recueillis 
par M. V. de Robillard ä Tile Maurice. II. Geneve et Bäle, 
H. Georg. 4°. (Fr. 18.) 

Lorraine illustree, La — . Fase. 11 — 15. Nancy-Paris, 
Berger-Levrault. Gr. 4°. (ä Fr. 2,50.) 

Luxardo, F., Saggio di storia ecclesiastica genovese. Vol. 4. 
ed. ultimo. Genova, tip. Cristoforo Colombo. 16°. 

Mazzoli, F., Vieux Toulouse disparu. Fase. 2 — 4. (Schluss.) 
Toulouse, imp. Chauvin et fils. 4°. 

Me Coy, F., Natural History of Victoria- Prodromus of the 
Zoology of Victoria. Decade X. Melbourne. 8°. (Sh. 5.) 

Me Master, J. B., The History of the People of the. United 
States. From the Revolution to the Civil War. Vol. 2. Warne, 8. 
(Sh. 10. d. 6.) 

Maine Historical Society. Documentary History of the State 
of Maine. Vol. 3. (£. 1 Sh. 4.) 

Malte-Brun, A., L'Allemagne illustree. Fase. 40 — 43. Paris, 
J. C. Rouff & Cie. 8°. 

Mancini, P., Enciclopedia giuridica italiana. Disp. 37. Na- 
poli-Milano, L. Vallardi. Gr. 8<>. (a. L. 2.) 

Marc-Monnier, Histoire de la litterature moderne. 2. Paris, 
F. Didot & Cie. 12. (Fr. 5.) 

Marie, M., Histoire des sciences mathematiques et physiques. 
T. 7. Paris, Gauthier- Villars. 8°. (Fr. 6.) 

Marinelli, G., Materiali per l'altimetria italiana, Fase. 2. 
Torino, G. Cora. 8°. (L* 6.) 

— La Terra. Vol. 1. Disp* 56 — 57. Milano, F. Val- 
lardi- Gr. 8». (a L. 0,40.) 

Martin, H., Histoire de France depuis 1789 jusqu'a nos 
jours. T. 8. (et dernier.) 2e edit. Paris, Jouvet et Ce. 8°. 
(Fr. 6. sans gravures, fr. 7 avec gr.) 

Martrin-Donos , ... de, Les Beiges dans l'Afrique centrale. 
Partie 2. le Congo. Series 25 — 40. Bruxelles, P. Maes. 
(a serie Fr. 1.) 

Mazzini, G«, Opere complete. Vol. 14. Roma. 

— Scritti editi ed inediti. 3* edizione* Vol. 7. Roma, tip. 
Forzani e Co. 16. (L. 2,50.) 

Meyer, B. Svenskt Literatur-Lexikon. H. 3. Stockh., J. 
Seligmann & Co. 8°. (Kr. l. = M. 1,45.) 

Mendel , G. J., II Tesoro dell' Ornato : collegione di scelti 
ornati etc. Fase. 4. Tormo, Camillo e Bertolero. (20 fasc. L* 30.) 



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90 Litteratur. 

Michelet, J., Histoire de France. Moyen äge IV. Paris, 
A. Lemerre. 16°. (Fr. 6.) 

— Oeuvres. Histoire de France. Moyen äge. T* 4. 5. 
Paris, Lemerre. 12°. (Fr, 12.) 

Minnesota Historical Society. Vol. 5* St. Paul, Minn. 8°. 
(Sh. 12.) 

Monographs of the United States Geological Survey of the 
Territories. Vol. 8. siehe: L. Lequereux, Contributions. 

Monti , A., Scritti in prosa ed in versi. Vol. 3. Imola, 
tip. d. J. Galeati e F°. 16°. (L. 4.) 

Monumenta vaticana historiam regni Hungariae illustrantia. 
Ser. 1. T. 2. Budap. 4°. 

Monumenti storici pertinenti alle provincie della Romagna. 
Serie 2. T. 2. disp. 2. 

Morrison, R. S., The Mining Reports. Vol. 7. Chicago. 
8°. ( £ . 1. Sh. 16.) 

Mouleng, F., Documents historiques sur le Taru-et-Garonne. 
T. 3. Montauban, imp. Forestier. 8°. (Fr. 7,50.) 

Mrotschek-Drosdowskij , P., Untersuchungen zum russischen 
Gesetzbuch. . . . Lief. 2. [Russisch.] Moskau. 8°. 

Müller, F., Grundriss der Sprachwissenschaft. Bd. 3. Abt. 2. 
H. 2. Wien, A. Holder. Gr. 8°. (M. 5,40.) 

Muralt, E. v., Schweizergeschichte. Lfg. 6, Titel u. Vor- 
wort. Bern, K. J. Wyss. 8°. (M. 1.) . 

Murray, J. A. H., New English Dictionary on Historical 
Principles. Part. 2. London, Frowde. Gr. 4°. (Sh. 12,5.) 

Musset, A. de, Oeuvres. T. 3. Paris, Lemerre. 4°. (Fr. 25.) 

Nelaton, A., Elementi di patologia chirurgica. 3* edizione 
italiana, riveduta etc. Vol. 6. Fase. 1—8. Napoli G. Jovene. 
8° (a fasc. L. 1.) 

Nielsen, F., Haandbog i kirkens historie. Bd. 1. H. 5—6. 
Kjob., Schönberg. 8°. (a Kr. 1. Ö. 50.) 

— 0., Kjobenhavns Historie og Beskrivelse. D. 4. H. 3. 
(Schluss.) a. u. d. T. 

— Kjobenhavn i Aarene 1536 — 1660. D. 2. Kjobenh. G. 
E. C. Gad. 8°. (M. 1,80.) 

Nisco, N., Storia d'Italia dal 1814 al 1880. Vol. 3. Roma, 
Voghera. 8°. (L. 7,50.) 

Nordhavs Expedition, Norske — , 1876—1878. XII. Zoo- 
logi. XII, Christiania fol. (Sh. 19.) 

Notices coloniales publiees ä l'occasion de l'exposition uni- 
verselle d'Auvers, en 1885. T. 3. Paris, impr. nationale. 8°. 

O 1 Brien, R. B., 50 Years of Concessions to Ireland: 
1831—1881. Vol. 2. London, Low. 8°. (Sh. 16.) 

Oomen, A. M., Het plantenrijk, zijne legenden, poezie en 



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Litteratur. 91 

symboliek, in de algemeene mythologie en in het christendom. 
Lor. 7—9. Anvers, L. Janssens. 8°. (a lvr. Fr. 0,50. 

Oppert, G., Lists of Sanscrit Manuscripts in Private Libra- 
ries of Southern India. Vol. 2. Madras* 

Oviedo y Baiios, J. de, Historia de la conquista de Vene- 
zuela. T. 2. Madrid, L. Navarro. 4°. (Rs. 54.) 

Pajol, Cte, Les guerres sous Louis XV* Vol. 4* Paris, 
♦ Didot & Cie. 8°. (Fr. 12*) 

Pallavicino, G., Memorie. Vol. 2. Torino, E. Loescher. 
8°. (L. 12.) 

Palma, L., Gorso di diritto costituzionale. 3a ediz. Vol. 3. 
Firenze, G. Pellas. 8°. (L. 7.) 

Paniab Customary Law. Vol. 4. 5. (London, Trübner & Co.) 
8°. (a Sh. 7.) 

Parker, J., Apostolic Life. In 3 Vols. Vol. 3. New- York, 
Funk u. Wagnalls. 8°. (£. 1,50.) 

Pariatore, F., Flora italiana, continuata da T. Caruel. Vol. 6. 
p. 2. Firenze, Le Monnier. (M. 8.) 

Peintres frangais et etrangers, Grands — , ouvrage d'art 
publie avec le concours des maitres. Partie 6. Paris, Launette ; 
Boussod, Valadon et Ce., fol. (Fr. 40.) 

Pella y Forgas, J., Historia del Ampurdan. T. 5. Barce- 
lona, L. Tasso y Serra. 4°. (Rs. 14.) 

Petrocchi, P., Novo Dizionario universale della lingua ita- 
liana. Faso. 8 — 10. Milano, frat. Treves. 8°. (ä L. 1.) 

Phillips, J., Manual of Geology , Theoretical and Practical. 
P. 2. London, Griffin. 8. (Sh. 34.) 

Picard et d'Hoffschmidt , Pandectes beiges. T. 16. Fase. 
61—64. Bruxelles, F. Larcier. 8°. (a Fr. 5.) 

Porro, P., Note sulla storia d'Italia. Vol. 6. parte 4. Milano, 
fratelli Dumolard. 16°. (L. 6.) 

Potto, B., Der Krieg im Kaukasus. Bd. 1. Lfg. 3 St. 
Petersb. [In russ. Spr.] 

Poulet, A., et H. Bousquet, Traite de pathologie externe. 
T. 3. . . ., O. Doin. 8°. 

Pradier- Fodere, P., Traite de droit international public euro- 
peen et americain. T. 2. Paris, Pedone-Lauriel. 8°. (4 Vols. 
Fr. 50.) 

Praloran, F., Storia della musica bellunese. Parte 2. Bel- 
luno, tip. delP Alpigiano. 8°. 

Pupikofer, J. A„ Geschichte des Thurgaus. 2. Aufl. Lfg. 5. 
Frauenfeld, Huber. 8°. (Fr. 1,60.) 

Quinet, E., Lettres d'exil a Michelet et ä divers amis. T. 3. 
Paris, C. Levy. 

Rabelais, F., Les Cinq livres. Avec une notice bibliogra- 



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92 Litteratur. 

phique par le bibliophile Jacob. Variantes et glossaire par P. 
Cheron. T. 4. Paris, libr. des bibliophiles. 16°. (Fr. 3-) 

Racinet, Le costume historique. Lv. 18. Paris, Firmin- 
Didot et Ce. Fol. (Ausgabe mit schmalem Rand Fr. 12, mit 
breitem Fr* 25.) 

Reclus, E., Nouvelle geographie universelle. Livr. 563 — 599. 
Paris, Hachette & Cie. 8°. 

Reclus, 0., La terre ä vol d'oiseau. Lv. 4 — 30. Paris, 
Hachette & Cie. 

Recueil officiel des actes du synode general et des synodes 
particuliers de Teglise evangelique de la confession d'Augsbourg. 
T. 2. lv. 1. Bar-le-Due, impr. Contant-Laguerre. 8°. 

Reuseus, Clements d'archeologie chretienne. 2 e edit . . . . 
T. 2. p. 1. Louvain, Ch. Peters. 8°. (Fr. 20.) 

Ricard, Les orateurs sacres contemporains , choix de Con- 
ferences etc. T. 3. Marseille, Mingardon. 8°. 

Rijswijk, J. van, Dicht en prozawerken, uitgegeven door 

J. van Rijswijk, Jansz. Lvr. 5. 6. Anvers, Lod. Janssens. 
8°. (ä livr. Fr. 0,50.) 

Risorgimento italiano, II — : biografic etc. Disp. 13 — 14. 
Milano, F. Vallardi. Gr. 8°. (a L. 1.) 

Rosenberg, C, Nordboersnes Aandsliv fra Oldtiden til vore 
Dage. Bd. 3. H. 2. [Schluss von Bd. 3. Afdr. 1.] Kjobenh., 
Samfundet til den danske literaturs Fremme. 8°. (M. 6.) 

Rothan, G., Souvenirs diplomatiques : l'AUemagne et l'Italie 
(1870—1871). II. Paris, C. Levy, & Libr. nouvelle. 18-jesus. 
(Fr. 3,50.) 

Rothpletz, £., Gefechtsmethode der drei Waffengattungen. 
Bdch. 3. Aarau, Sauerländer. Kl. 8°. (Fr. 1,80.) 

Rudolf, koruroi princ rakonsky, Cesta po zemich vychodnfch. 
Ses. 11. (Orientreise.) Prag, J. Otto. Fol. (Fl. 0,70.) 

Ruggieri, £., Storia dei santi padri e delPantica letteratura 
della Chiesa: opera postuma, Vol. 5. Roma, tip. Metastasio. 
16°. (L. 4,50.) 

Ruprich-Robert , L'architecture normande aux ll e et 12 e 
siecles en Normandie et en Angleterre. Lvr. 6. Paris, Des 
Fossez & Cie. Fol. 

Ruskin, J. , Modern Painters. Vol. 5. New York, J. W. 
Lovell & Co. 8°. (20 Cents.) 

Sacheri, G„ L'ingegneria, le arti e le industrie alla esposi- 
zione nazionale in Torino 1884. Disp. 5. Torino, Camilla e 
Bertolero. 4°. 

Sacred Books of the East, The —.Ed. by T. M. Müller. 
Vol. 20. 22. 24, New York, Macmillan. 8°. (ä 2,75.) 

Sanuto, M., J. Diarii. T. 9. pubbl. per cura di F. Stefani. 



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Litteratur. 93 

pag. 627 a 698, 66 a 159. Venezia, R. Deput, di Storia patria 
editrice. Gr. 8°. (L. 5.) 

Sauvageot, L'art pour tous. Lvr. 596 — 599. Paris, Des 
Fossez et Cie. Fol. 

Savigny, F. C. di, Sistema del diritto romano attuale: trad. 
di V. Scialoia. Disp. 6. Torino, Unione tipogr.-editr. Gr. 8°. 
(L. 1.) 

Scheiterns, P., Aemstel's oudheid of gedenkwaardigheden van 
Amsterdam. D. 7. Amst., ten Brink en de Vries. 8°. (Fl. 
2,50.) 

Schmidt, A., Paris pendant la revolution; traduction frangaise 
accomp. d'une preface pat P. Viollet. T. 2. Paris, Champion. 
8°. (Fr. 8.) 

Schouler, J., A History of the U. S. of America und er the 
Constitution. Vol. 3. Washington. 8°. (Sh. 10. d. 6., u. Sh. 
12. d. 6.) 

Schweiz im Kriegsfall, Die — . Th. 2. Zürich, Orell, 
Füssli & Cie. 8°. (Fr. 2.) 

Scribe, E., Oeuvres completes de TAcademie francaise. Serie 
2. T. 33. Paris, Dentu. 18-jesus. (Fr. 2.) 

Sedlaöek, A., Hrady a zamky öeske. Bezne c. 67. 68. 
Diln 4. Ses. 18. 19. (Burgen u. Schlösser Böhmens.) Prag, 
F. SimaÖek. Fol. (Fl. 0,65.) 

Shakespeare, G., Teatro completo, trad. da C. Rusconi. 
11* ediz. Vol. 8. Roma, tip. di C. Verdesi e Co. 16°. (L. 
2,50.) 

Sibouya dit Sibawaihi, Le Livre de Sibawaihi, traite de gram- 
maire arabe. Texte arabe, publie . . . par H. Derenbourg. T. 2. 
p. 1. Paris, Maisonneuve freres et Leclerc. 8°. 

Silvagni, D., La corte e la societa romana nei secoli 18 e 
19. Vol. 3. Roma, Forzani & Co. 16°. (L. 6.) 

Simoni, G., I monumenti cristiani della terra di Medicina. 
Parte 2. Medicina, tip. frat. Toffaloni. 8°. (L. 1.50.) 

Sirey, P. Gilbert et J. Sirey, Les Codes annotes. 3 e edit. 
Code civil. T. 2. Paris, Marchai, Billard et Ce. Gr. 8°. 
(Fr. 25.) 

Soubeiran, E., et J. Regnauld, Traite de pharmacie. 9 e edi- 
tion. Fin du tome 1. Paris, G. Masson. 8°. 

Souvenirs de la Flandre wallonne, recherches historiques et 
choix de documents relatifs ä Douai et aux anciennes provinces 
du nord de la France. T. 4. Serie 2. Douai, Crepin; Paris, 
'Dumoulin. 8°. 

Stanley's Reizen, ontdekkingen en lotgevallen in Midden 
Afrika. Geillustreerde uitgave . . . door J. Scherpenseel. Lv. 
4—24. Brux., P. Maes. Roy.-8°. (a Fr. 1.) 



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94 Litteratur. 

Staub, F., u. L. Tobler, Schweizerisches Idiotikon. H. 9. 
Frauenfeld, Huber. 4°. 

Stephen, L., Dictionary of National Biography. Vol. 5. 
London, Smith & Eider. 8°. (Sh. 12. d. 6.) 

Strümpell, Adolphe, Traite de pathologie interne, trad. de 
Tallemand avec Tautorisation de Tauteur, par J. Schramm. T. 2. p. 1. 
Bruges, imp. Saint- Augustin, Desclce, De Brouwer & Cie. 8°. (Fr. 10.) 

Sybel, H. von, Histoire de PEurope pendant la Revolution, 
trad. de M Ue M. Dosquet. T. 4. Paris, F. Alcan. 

Symeonis Monachi Opera omnia: Historia regum. Vol. 2. 
Edidit Th. Arnold. London, Her Majesty's Stationery Office. 
Royal- 8°. (Sh. 10.) • 

Taine, H., Les origines de la France contemporaine. 12* edit. 
Paris, Hachette & Ce. 8°. (Fr. 7,50.) 

Tarducci, F., Vita di Cristoforo Colombo. Vol. 2. Milano 
16°. (Sh. 5.) 

Teuber, 0., Gesch. des Prager Theaters. Th. 2. Prag, A. 
Haase. Gr. 8°. (M. 5.) 

Thomae ex Charmes Theologia universa, variis tractatibus et 
additionibus locupletata • . . studio et opera professorum seminarii 
S. Deodati. Ed. alt., aucta et emendata. T. 5. Paris, Lethiel- 
leux. 12°. 

Thorsoe, A., K. Frederik VII. regering. D. 2. H. 21 — 24. 
Kjob. 8°. (a M. 1,50.) 

Traktater, Sveriges — med främmande magter utg. af 0. S. 
Rydberg. D. 4,1. Stockh. , P. A. Norstedt & Söner. Gr. 8°. 
(M. 7,50.) 

Trana, A., Storia universale della Chiesa cattolica. Vol. 2. 
Napoli, De Bonis. 16°. (L. 7.) 

Vapereau, G., Clements d'histoire de la litterature francaise. 
T. 2. Paris, Hachette & Ce. 18°. (Fr. 3,50.) 

Verbeek, R. D. M. , Krakatau. Gedeelte 2. 's-Gravenhage, 
M. Nijhoff. Roy- 8°. (f. 14.) 

Verwijs, E., en J. Verdam, Middelnederl. Woordenboek. D. 2. 
Aufl. 1. 's-Gravenh., M. Nijhoff. Lex- 8°. (M. 2.) 

Veuillot, L., Correspondance. T. 2. 5 e edit. Paris, Palme. 8°. 

Viollet, P. Precis de Thistoire du droit francais. Fase. 2. 
et dernier. Paris, Larose et Forcel. 8°. (Fr. 5.) 

Vivien de Saint-Martin et F. Schrader, Atlas universel de 
geographie moderne, ancienne et du moyen äge. Liv. 5. Paris, 
Hachette & Cie. 

Vivien de Saint-Martin, Dictionnaire de geographie. Fase. 26* 
bis 28. Paris, Hachette & Cie 4°. 

Wagner, R., Dramas musicales. T. 2. Barcelona, Cortezo 
y Compania. 4°. (Rs. 20.) 



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Abdrücke aus Bibliothekshandschriften. 95 

Wherry, E. M., A Comprehensive Commentary on the Guran. 
Vol. 3. London, f rübner & Co. 8°. (Sh. 12,5.) 

Wladykied, M., Führer u. Vademecum auf Reisen durch den 
Kaukasus. 2. verm. u. verb. Aufl. T. 2. Moskau. [In russ. Spr.] 

Wordsworth, C, A Church History. Vol. 4. 2 nd Edit. 
London, Rivingtons, 8°. (Sh. 6.) 

Ysselsteyn, Mr. N. J. van, Aanteekeningen op het Wetboek 
van Strafregt. Deel 2. Bündel 10: 1884. 's-Gravenhage, C. van 
Doorn en zoon. Gr. 8°. (f. 0,75.) 

Zap, K. VI., a J. J. Koran, Cesko-Moravska kronika. Nove 
vydani. Ses. 70. Prag, J. L. Kober. 4°. (Fl. 0,50.) 

Zelechowski, E. , Ruthenisch-deutsches Wörterbuch. H. 16 
bis 18. Lemberg, Szewczenko- Verein. Gr. 8°. (ä M. 1.) 

Ziemssen's, Von — Handbook of General Therapeutics. 
Vol. 4. Transl. by J. B. Yeo. London, Smith & Ce. 8°. 
(Sh. 18.) 

Zoologia danica. H. 4. Kobenh., Jespersen. 8°. (Kr. 10.) 
______ [2406.] 

Abdrücke ans Bibliothekshandschriften. 

Eine altladinische Reimchronik. Hgg. von C. Decur- 
tius.] s. Zschr. f. roman. Piniol. 1885. Bd. 9. H. 2—3. 

Chiapelli, L., La giossa pistoiese ai Codice giustinianeo, 
tratto dal manuscritto capitolare di Pistoia; con una introduzione. 
Torino, E. Loescher, 4°. (Aus: Memorie d. R. Accademia d. 
Scienze di Torino, serie 2 t. 37.) 

Codex Vindobonensis membranaceus purpureus literis 
argenteis aureisque scriptus. Antiquissimae evangeliorum Lucae 
et Marci translationis latinae fragmenta. Edidit J. Belsheim. 
Lipsiae, T. 0. Weigel, 71 SS. Gr. 8°. 

Dickson, R., Introduction of the Art of Printing into Scot- 
land. Aberdeen, Edmond and Spark. XVI, 98 SS. 8°. 

(Gottsched.) Ein ungedruckter Brief Gottscheds an Grimm 
über seine Unterredungen mit Friedrich d. Gr., mitgeteilt von 
W. Creizenach, s. Berichte ti. d. Verhh. d. k. s. Ges. d. Wiss. 
zu Leipzig. Piniol, histor. Cl. 1885. III. 

Der griechische Papyrus der kgl. off. Bibliothek zu 
Dresden. Von E. Haaser. [Als Ms. gedruckt.] o. 0. o. J. 4. 

Die Gründung des Klosters Waldsassen. Altdeutsches Ge- 
dicht . . . aus d. Handschr. , hgg. von F. Keinz. München, A. 
Ackermann 8. 

Haureau, Notice sur le numero 3203 des manuscrits latins 
de la Bibliotheque nationale. Paris, imp. nationale. 4°. (Extr. 
des Notices et extraits. T. 31. p. 2.) 



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96 Abdrücke aus Bibliothekshandschriften. — Miszellen. 

Maignien, E., I/imprimerie, les imprimeurs et les libraires 
ä Grenoble du 15 e au 18 e siecle. Grenoble, Champion. (Fr. 12.) 

Pontifical d'Amiens, publie, d'apres un ms. original du 11 e 
siecle, par V. de Beauville et H. Josse. Amiens, impr. Jeunet. 4°. 

Proverbia quae dicuntur super natura feminarum. [Mit 
Einleitung von A. Tobler.] s. Zschr. f. roman. Philol. 1885. 
Bd. 9. H. 2-3. 

C. Michaelis de Vasconcellos, Mitteilungen aus portugie- 
sischen Handschriften (Schluss) s. Zschr. f. roman. Philol. 1885. 
Bd. 9. H. 2—3. 

Peter Weixler's Chronik des Stiftes s. Lambrecht. (Forts, 
u. Schluss.) s. Steiermark. Geschichtsquellen. Jg. 6. H. 3. 

Das Wetebüch der Schöffen von Calbe a. S. Mitgeteilt 
von Dr. G. Hertel. (Fortsetzung.) s. Geschichts-Blätter f. Stadt 
u. Land. Magdeburg. Jg. 20. H. 3. 

York Plays. The plays performed by the crafts or my- 
steries of York on the day of Corpus Christi in the 14, 15, 
and 16 th centuries. Now first printed from the unique raanu- 
script in the Library of Lord Ashburnham. Edited, with intro- 
duction and glossary, by L. T. Smith. Oxford, Glarendon Press, 
1885. LXXVIII. 557 SS. 8°. [2407.] 



Miszellen. 



Stuttgart. Eine grosse und höchst wertvolle Bibliothek, 
welche noch aus den berühmten Klöstern zu Weingarten, 
Schussenried, Zwiefalten, ferner vom Teutschen Rit- 
terorden zu Mergentheim stammt, ist kürzlich durch 
Kauf in den Besitz des Herrn Kunsthändlers Gutekunst und der 
A. Heitz'schen Antiquariatsbuchhandlung in Stuttgart gelangt. 
Ausser typographischen und litterarischen Seltenheiten zum Teil 
in sehr wertvollen Einbänden sind besonders reich vertreten: 
Geschichte, Staats- und Rechtswissenschaft, namentlich Kirchen- 
recht, theoret. Musik, Kunst, Mathematik und Astronomie, scho- 
lastische Philosophie, ältere Medizin, Flugschriften aus dem J5. 
bis 18. Jahrhundert, Reitkunst, Jagd- und Forstwesen, alte 
Architektur, Holzschnittwerke etc. Alle Werke sind in den be- 
kannten schönen Klostereinbänden und zeichnen sich durch tadel- 
lose Erhaltung aus. Dem Vernehmen nach soll die Versteigerung 
im April d. J. in Stuttgart stattfinden. [2408.] 



Verantw. Redakteur : Joseph Kürflchner, Stuttgart. 
Druck der H n ffma nn'scheu Bnchdrnckerei , Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



April. 



Inhalt : 



1886. 



Die Litter atur über die Salzburger Emigration 1731 — 35. — Maimonides 
Library. — Büchernachlass. — Nationalbibliothek zu Rio de Janeiro. — 
Bibliographie. — Litteratur. — Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 
1731-35. 

Von E. Dannappel. 

(Schluss.) 

Relation, Ausführliche, von der Saltzburg. Evang. Emigranten 
Ankunfft in dess hl. Reichs Stadt Kempten und allda genossener 
Verpflegung. Kempten 1732. fol. 5 Bll. Mit Namensverzeichniss. 

— Gemeinschaftliche der Evangel. Gesandtschaften zu 
Regenspurg an ihre Höfe, den dermahligen schlecht- und hülff- 
bedürfftigen Zustand der Saltzburg. Emigrationsangelegenheit in- 
gleichen das Saltzburg. Emigrationswesen, insonderheit die Saltz- 
burg. Seits beschehene, aber keineswegs befolgte Declarationes 
betreffend. Verglichen in Conferentia Evangelicorum den 15. Mart. 
und 31. May 1732. 0. 0. 1732. fol. 4 Bll. 

— Kurtze und mit denen dazu gehörigen Bey lagen begleitete, 
wie von dem des hl. Rom. Reichs freyen Stadt Nürnberg zuge- 
hörigen Amt und Städtlein Herspruck die den 16. Jul. 1732 
daselbst durchpassirte Saltzburg. Emigranten empfangen, bewirthet 
und begleitet worden. Nürnberg (1732). 4o. 46 S. 

— Kurtze, von denen Saltzburg. Emigranten, welche ihren 
Weg durch Mitweyda genommen, ingleichen denenjenigen, die in 
Grossenhayn angekommen. Dressden (1732). 4o. 4 Bll. 

— Zuverlässige, von Ankunfft und Aufnahme der Saltzburg. 
Emigranten bey denen Evangelischen in Kauffbeyern, Augsburg 
und andern Schwäbischen Städten etc. Mit 5 Fortsetzungen. 
Franckfurt 1732. 4o. 

Rentz, F., Eine apostolische Ermahnung zu beständigem 
Glauben in Ansehung dessen zukünftiger grosser Belohnung. Pre- 
digt betreffs der Saltzb. Emigration über Ebr. 10, V. 11-20. 
Berlin 1732. 4°. 

7 



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98 Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 

Rentzendorf, C, Ungrund des Rom. Cathol. Glaubens 
in einer kurtzen Antwort auf das änderte Postscriptum, welches etc. 
T. B inner wider das bekandte Büchlein, dreyfaltiges Kleeblatt 
abermahl herausgegeben etc. 

Ried er er, J., Wort des Trostes vor die Saltzburg. Emi- 
granten, die 1732 Nürnberg passiret , vermittelst einiger Prara- 
gramm. cabbalist. trigonal. Nürnberg 1732. 8o. 

Rieger, G. C, Der Saltzbund Gottes mit der Evangel. 
Saltzburg. Gemeinde, oder ausführliche und erbauliche Erzehlung 
von dem ersten Ursprung und wunderbahren Erhaltung, wie auch 
allen andern merckwürdigen Schicksalen derer von einem halben 
Jahre her aus dem Ertzbissthum Saltzburg emigrirenden Evangel. 
Christen etc. 8 Thle. Stuttgart 1732. 80. 

Roloff, M., Der Unterschied des Leidens um des Gewissen 
willen bei Gelegenheit der vertriebenen Saltzburger in Berlin in 
Betracht gezogen etc. Berlin 1732. 4°. 

Rothe C. A., Katechismuslied aus den Psalmen Davids etc. 
über Psalm 45, V. 11. 12. abgefasset zur Erbauung derer Saltz- 
burg. Evangel. Glaubensgenossen. Halle 1732. 4o. 

Saltzburger, Der seufftzende, oder besondere Unterredung 
im Reiche der Lebendigen zwischen einem der Religion halber aus 
dem Lande emigrirten Saltzburger und einem aus den italiänischen 
und frantzösischen Gräntzen vertriebenen Waldenser, darinnen 
beyder Schicksale und Verfolgungen etc. beschrieben wird. Mit 
3 Kupfern. Magdeburg und Grimma 1732. 4 Thle. 4°. Ent- 
hält eine vollständige Geschichte der Salzburg. Emigranten. 

Saltzburger, Die verjagte und wohlgeplagte, oder soge- 
nannte Saltzburg. Emigranten, wie selbige an der Zahl 840 Per- 
sonen, gross und klein, beyderley Geschlechts vom Magistrat beyder 
Städte Quedlinburg und gesammter loblichen Burgerschafft am 
14. Aug. jetztlauffenden Jahrs bey deren Ankunfft und Einpassirung 
liebreicht empfangen, mildthätig versorget und begäbet etc., aus- 
geführet und ferner gebracht worden etc. 0. 0. 1732. 4°. 

Schäl, G. B., Christliche Bewillkommungs- und Abschiedsrede, 
womit auf ergangene hohe Verordnung 1732 den 14. Jul. etliche 
40 Saltzburg. Emigranten zu Philippsruh bey Hanau angenommen 
und den 16. darauf erlassen worden. Hanau (1732). 4°« 4 B1L 

Schaitberger,J. oder Nachricht von den Lebensumständen 
dieses Saltzburgers und Bekenners der Wahrheit. Nebst dessen 
Bildniss. Nürnberg, fol. 

Seh am el, J. M., Christliche Trostrede, welche bey der Ankunfft 
etlicher hundert Saltzburg. Emigranten in der Stadtkirche zu Naum- 
burg abgeleget worden, über Luc. 6, V. 22. 23. Naumburg und 
Zeitz (1732). 4°. 12 Bll. 

Schauplatz der Zeit, vorstellend den freundlichen Em- 



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Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 99 

pfang der aus ihrem Vaterlande emigrirenden Saltzburger in der 
wohllöbl. Kays, freyen Reichsstadt Kauffbeyern und was sich 
sonsten Merck würdiges in Augspurg mit denselben zugetragen. 
Augsburg (1732). fol. 

Schelhorn, J. G., De religionis evangelicae in provincia Salis- 
burgensi ortu, piogressu et fatis commentatio historico-ecclesiastica. 
Lipsiae 1732. 4°. 

— Dasselbe, deutsch: Historische Nachricht vom Ursprünge, 
Fortgang und Schicksalen der Evangel. Religion in den Saltzburg. 
Landen, darinnen die Kirchengeschichte seit der Reformation er- 
läutert wird. Nebst Anhang: Müller, A. F., Academische Ab- 
handlung von dem Ausgange der Innwohner eines Landes der Re- 
ligion halber. Leipzig 1732.8°. DerUebersetzer warF.W.Stübner. 

Schinmeier, J. Chr., Hertzliche Vermahnung an die Saltz- 
burg. Emigranten, als ein geistliches Saltz, dass es nicht dumm 
werde, über Matth. 5, V. 13-16. Alten Stettin 1732. 12°. 

Schmid, C, Einen recht bekehrten und von Jesu getrösteten 
Fremdling, aus Luc. 17 als am 14. post Trinit. Die Saltzburg. 
Emigranten und Fremdlinge allhier zum erstenmahle angekommen 
waren, ihnen zur Prüfung etc. in der Sabinenkirche vörgestellet. 
Prentzlow 1733. 

Schreiben an ein hochpreisslich Corpus Evangelicorum von 
Bürgermeister und Rath des hl. Rom. Reichs Stadt Memmingen 
vom 28. Mart. 1732, wie die bis zu solcher Zeit zu verschiedenen 
mahlen daselbst angelangte Saltzburg. Emigranten aufgenommen, 
untergebracht und weiter befördert worden, auch jener in ihrem 
Vaterlande zurück gebliebenes Vermögen betreffend. Mit Beylagen 
A-C. 0. 0. 1732. fol. 10 Bll. Mit Namensverzeichniss. 

— Ferner weites, an ein hochpreisslich Corpus Evangelicorum 
von Bürgermeister und Rath des hl. Rom. Reichs Stadt Memmingen 
vom 18. April 1732, des Herrn Ertzbischoffs von Saltzburg wegen 
m besagter Stadt Memmingen recipirter Emigranten hinterlassen en 
Vermögens ertheilte Antwort etc. betreffend. 0. 0. 1732. fol. 2 Bll. 

— an ein hochpreisslich Corpus Evangelicorum von Bürger- 
meistern, Stadtamman etc. der Reichsstadt Kauffbeuren vom 6. Jan. 
1732, die allda am 27. Dec. 1731 angelangten und weiter trans- 
portierten gegen 800 Evangel. Saltzburger Emigranten betreffend. 
0. 0. 1732. fol. 16 Bll. Enthält auf 17 Seiten eine genaue Liste 
der Emigranten mit Angabe des Alters etc. 

Schwartz, H. E. , Die Nothdurfft derer Heiligen an dem 
Exempel der Saltzburg. Emigranten, über Luc. 16, V. 1-9. Leipzig 
(1732). 4°. 

— Immanuel ! Ein wahrer Christ und rechter Israelit , in 
welchem kein falsch ist, an dem Exempel eines Saltzburg. Emigranten, 
wurde am 8. Sonntagenach dem Feste der hl. Dreyeinigkeit 1732 



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100 Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 

zu Gross-Zschocher bey Leipzig über Matth. 7, V. 15-23 vor 
Augen gestellet. Leipzig 1732. 4°. 16 B1I. 

Schwartz, J. Cbr. Im Monat, da ein Christ das Weyh- 
nachtfest begeht, schrieb J. Chr. Schwartz von denen Emigranten, 
die sich, indem ihr Sinn hinein nach Holland steht, vorher nach 
Regenspurg aus Saltzburgs Grentzen wandten, eins, sieben, zwey 
und drey, diss deutet auf das Jahr, da dieses Blat in Druck zum 
Hofmann kommen war. (Regenspurg 1732). 

Schweiger, R., Der Saltzburg. Emigranten Wanderstab in 
zwey Liedern. Dressden 1732. 8 °. 8 Bll. 

Sendschreiben an einen guten Freund, darinnen auf einige 
gegen die Aufnehmung 300 protestant. Emigranten in Georgien 
gemachte Einwürffe geantwortet wird. Franckfurt 1733. fol. 

— worinnen die an denen zu Leipzig den 13. und 14. Jun. 
1732 eingetroffenen und den 16. und 17. hujus wieder ausge- 
zogenen Saltzburg. Emigranten in reichem Masse sich ergiessende 
Güte Gottes bewundert wird. Leipzig (1732). fol. 4 Bll. 

— Zwei Denckwürdige, von denen reisenden Saltzburg. Emi- 
granten, ihrem Durchzuge und Auffenthalt in Grünhayn und Chem- 
nitz den 19. und 20. JuJ. 1732, auch denen ihnen an gedachten 
zweyen Orten erzeigten vielen geistlichen und leiblichen Wohltha- 
ten etc. Dresden 1732. 4°. 4 Bll. 

Silchmüller, J. D., Saltzburg. Denckmahl bey Gelegenheit 
der Saltzburg. Emigranten, als dieselben in der Fürst!« Residenz- 
stadt Meiningen angelanget, daselbst jedesmahl einen Rasttag ge- 
halten, und an Leib und Seele erquicket und gepfleget worden. 
Meiningen (1732). 4°. 26 Bll. 

Stru ve, J. J., Magdeburg, fröhliches Pfingstfest bey der An- 
kunfft der vertriebenen Glaubensbrüder aus Saltzburg. Magde- 
burg und Leipzig 1732. 4°. 46 S. 

Stullebner, R. Des ehemabligen Saltzburg. Superinten- 
denten und kunstreichen Schmid zu Hüttau Ruep Stullebner in 
dasigem Gebürg gehaltene und in einer volckreichen Versammlung 
abgelegte Controverspredigen etc. O. 0. u. J. Ist eine, von einem 
Catholischen verfasste, untergeschobene Scherzschrift gegen die 
Evangel. Salzburger. 

Stuss, J. H., Schrifftmässige Anrede an die Saltzburg. Re- 
ligionsexulanten, als deren bey 500 den 28. Jul. 1732 zu Gotha 
ankommen und liebreich aufgenommen und bewirthet worden. 
Gotha (1732). 4°. 

Teiler, R. Von dem Unterscheide der Feinde und Freunde 
des Kreuzes Jesu redete etc. bey Ankunft vieler Saltzburg. Emi- 
granten zu Leipzig M. R. Teller über Luc. 16, V. 19-31. Leipzig 
(1732). 4°. 36 S. 

Todtengebeine, Deren auf ihrer Wanderschafft verstor- 



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Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 101 

benen Saltzburger Emigranten grünende etc. Vgl. B(aum), J. H., 
Deren etc. etc. 

Uhl, J. A., Der Reichthum der Bekenner des Nahmens Jesu 
bey ihrer Armuth. Predigt betreffs der Saltzburg. Emigranten 
über Matthi 15, V. 21-28. Franckfurt und Leipzig (1732). 4°. 

Unger, G., Abschieds- Erweckungs- und Trostrede an die 
vertriebenen, lieben Saltzburger, welche, als 727 derselben auf 
ihrer Reyse nach Preussen den 13. Aug. 1732 nach Königsbrück 
in Oberlaussitz gekommen und den 14. wieder von da abgereiset 
etc., gehalten worden. Mit Kupfer. Berlin 1732. 4°. 30 S., 1 Bl. 

Unterricht und Trost, denen um des Augsburg. Glaubens- 
bekänntnisses willen aus dem Ertzbistum Salzburg emigrirten 
Christen zu Nürnberg in 2 Predigten mitgetheilt, nebst kurzem 
Inhalt des Glaubensbekänntnisses dieser Emigranten. Nürnberg 
1732. 4°. 

Urlsperger, S., Ausführliche Nachricht von denen Saltz- 
burg. Emigranten, die sich in America niedergelassen. Nebst einem 
historischen Vorbericht, von dem ersten und andern Transport 
derselben, die Reise Diaria des Königl. Grossbritann. Commissarii 
und der beyden Saltzburg. Prediger, wie auch eine Beschreibung 
von Georgien. Mit Kupfer und Karte. Halle 1735. 4°. 

— 1.-18. Continuation der ausführlichen Nachricht von 
denen Saltzburg. Emigranten, die sich in America niedergelassen 
haben etc. Halle (1735). 4°. 

— Der noch lebende Joseph Schaitberger oder eine von 
diesem theuern vor 47 Jahren ausgegangenen Saltzburg. Bekenner 
der Evangel. Religion etc. kürzlich ertheilte zuverlässige Nachricht. 
Augspurg 1732. 8°. 

— Die Stellung der Gläubigen vor das Angesicht der Herr- 
lichkeit Jesu, in der Evangel. Hauptkirche zu St. Anna in Augs- 
purg den 18. Jun. 1732 vor etliche hundert Evangel. Saltzburgern 
etc. aus Jud. V. 20-25 gehalten. Augspurg (1732). 8°. 

— Eben-Ezer in Georgia d, i. zuverlässige Nachrichten von 
den auf der Reyse nach Georgien in America begriffen gewesenen 
und aus dem Saltzburgischen der Religion wegen emigrirten Gross- 
britann. Colonisten, den 11. Mart. dieses Jahres glücklich ge- 
schehenen Ankunfft zu Savanna in Georgien etc. Augspurg 1734. 4°. 

U(rlsperger), S. und S. , Zuverlässige Nachrichten von 
denen auf der Reise nach Georgien in Amerika begriffenen und 
aus dem Saltzburgischen der Religion wegen emigrirten Grossbri- 
tann. Colonisten etc. Augspurg 1734. 4°. 16 S. 

Verfolg, Zweiter, derer Urkunden wegen der Saltzburg. 
Emigranten, nahmentlich : I. Vorstellungsschreiben an den Kaiser 
von dem Corpore Evangelicorum den 27. Oct. 1731. II. Inhäsiv- 



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102 Die Litteratur über die Salzburger Emigration. 

vorstellungsschreiben an den Kaiser vom 26. Jan. 1732. 0. 0. 
1732. 4°. 

Verordnung wegen dererjenigen Öffentlichen Gottesdiensten, 
die denen allhier angekommenen Saltzburg. Emigranten zu ihrem 
Trost und Unterricht sollen gehalten werden. Regenspurg 1732. 4°. 

Vorstellungsschreiben an Ihro. Rom. Kays. Majestät 
vom Corpore Evangelicorum vom 27. Oct. 1731. Dermahligen 
Zustand vieler in ErtzbischÖffl. Saltzburg. Landen zur Evangel. 
Religion sich bekennender etc. Einwohner betreffend. 0. 0. 1731. 
fol. 7 Bll. 

Walch, J. G., Erweckungsrede, welche an die in Jena an- 
gekommene Saltzburg. Emigranten .in der Collegenkirche den 3. 
Jul. 1732 gehalten worden über Ebr. 10, V. 22-24. Jena (1732). 
4°. 24 S. 

— Dasselbe. Zweyte Auflage. Jena. 0. J. 4°. 24 S. 

Wanderschafft, Der Saltzburg. Emigranten freudenmüthige 
etc. Vgl. (Baum), J. H., Der Saltzburg. etc. etc. 

Weber, Evangel. Denckmahl der göttlichen Vorsorge an 
denen Evangel. Emigranten aus denen Saltzburgischen in die Preuss. 
Lande etc., nebst einem kurtzen Bericht wie derselben eine Anzahl 
von 1050 Personen in der Fürstl. Residentzstadt Weimar liebreich 
aufgenommen und bewirthet, auch durch eine Predigt über Hebr. 
10, V. 32 ad fin. an ihren Seelen erquicket worden. Weimar 
1732. 4°. 

Weidner, J., Zwei Haupteigen schafften der christlichen Kirche 
aus Psalm 93, V. 5 in einer ausserordentlichen Rede an die emi- 
grirenden Saltzburger a. 1732 den 12. Aug. in der Kirche zu 
St. Anna gehalten. Augspurg 1732. 8°. 

Weise, M., Gottes offenbahres Wunder bey dem Durchzuge, 
derer um die Evangel. Religion willen verjagten und vertriebenen 
Saltzburger an 800 Mann durch die Königl. Preuss. Residentz- 
stadt Berlin am 30 Apr. und 1. May 1732. Berlin 1732. 4°. 
4 Bll. in Versen. 

Wide mann, S., Die durch das Evangelium erhöhten Saltz- 
burg. Thäler. Predigt. Augspurg 1732. 8o. 

Willkommensrede, Eine, an die Saltzburg. Emigranten wie 
auch eine Bewunderung wegen der grossen Vorsorge Gottes durch 
Ihro Königl. Majestät in Preussen etc., aufgesetzt durch einen C. 
R. S. Augspurg 1732. fol. 2 Bll. Gedicht auf 3 Seiten. 

Willkommungsgruss und Abschiedskuss oder Valetrede 
an Salzburg. Emigranten unter freyem Himmel gehalten. 0. 0. 
1732. 40. 

Winckler, J. P. S., Die bemerckten Fussstapffen der gött- 
lichen Gnade und des lebenden Gottes an denen durch Ebers dorff 
passir£en Saltzburg. Emigranten. Jena 1732. 8°. 16 Bll. 



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Maimonides Library, New York. 103 

Wunder, Das grosse, Gottes in dieser Zeit, so sich an den 
um der reinen EvangeL Religion emigrirenden Saltzburgern ner- 
vo rgethan, mit gebundener Feder entworfen von Einem der dieses 
Mit Christi. Hertzen erweget. Augspurg 1732. fol. 6 Bll. 55 
Strophen langes Gedicht. 

Wurtzler, J. C. Das Göttliche bey der Saltzburg. Evangel. 
Gemeinde, in ihrem Ursprünge, Erhaltung, Verborgenheit, Offen- 
bahrung, Verfolgung und Ausführung, theilete in einer ungebundenen 
Rede etc. am 14. Nov. 1732 mit J. C. Wurtzler. Halberstadt 
1735. 4o. 20 Bll. 

Zeltner, G. G., Vorrede zu M. Lodinger's Trostschrift und 
Briefen. Nürnberg 1733. 8 ». Handelt vom Ursprünge und Fort- 
gange der christlichen und evangelischen Religion im Salzburgischen. 

Ziegler, G. S., Verse über den wundervollen Ausgang vieler 
tausend Saltzburger von dem Papstthum zur Evangel. Kirche. 
0. 0. 1732. 8o. [2409] 



Maimonides-Library, New York. 

In dem Jahresbericht (Report of librarian of the Maimonides 
Library, District No. 1 , I. 0. B. B. — For the year ending 
December 31, 1885. — New York 1886) finden wir folgende 
Daten von allgemeinerem Interesse. 

Der Zweck dieser wie so vieler andrer Bibliotheken in den 
Vereinigten Staaten Nord- Amerikas ist der, für die breiteren 
Schichten des Volkes Material zur Beiehrung und Unterhaltung 
zu sammeln und bereit zu stellen. Diesem Zwecke opfern viele 
reiche Personen teilweise ganz bedeutende Mittel in Form von 
Neugründungen oder von Dotationen schon bestehender Biblio- 
theken. Die von Jahr zu Jahr steigende Benutzung derselben 
zeigt, dass hiermit einem wirklichen Bedürfnisse des Volkes ent- 
sprochen wird. Soweit die Zahlen der Statistik gestatten, ein 
Bild von der Art und Ausdehnung der Benutzung der Bibliotheken 
zu gewinnen, ist dies für sämtliche im höchsten Masse erfreulich, 
da nicht nur die absolute Zahl der Benutzer und der benutzten 
Bände in stetiger Steigerung begriffen ist, sondern auch der Pro- 
zentsatz der ernsteren Lektüre im Gegensatze zu der der Romane, 
Erzählungen u. 8. w. beständig zunimmt. Und doch ist auch 
diesen letzteren ein hoher erziehlicher Wert beizumessen. Der 
Bibliothekar Max Cohen der Maimonides Library sagt über diesen 
Punkt: >It is conceded now by all who are competent to judge, 
that the works of the imaginative writers, such as Scott, Thacke- 
ray, Dickens, George Eliot and Nathaniel Hawthorne, have the 
highest value as an educational factor, as well as affording enter- 



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104 Maimonides-Library, New York. 

tainraents. William . Blacks novels are as effective in cultivating 
the artistic sense as many treatises professedly aiming at that ob- 
jecto Howells, in >A Womans Reason«, presents more clearly the 
defects and needs of female education, tban many a didactic dis- 
sertation. >The Breadwinners« is as essentially an element in the 
study of social science as many pretentious works on the subject. 
Egyptology is as faithfully represented in the pages of Ebers* 
novels, as in those of the writings of Brugsch . . .« Trotzdem 
begrüsst er mit Freude und Genugthuung die prozentuale Ab- 
nahme der benutzten Bücher dieser Art. Nach der achten der 
beigegebenen Tabellen war der Prozentsatz der Romanlitteratur 
im Jahre 1883 — 85 °/o, 1884 — 83 °/o, 1885 — 80°/o und speziell 
der englischen Romanlitteratur: 1883 — 79 °/o, 1884 — 73 °/o, 1885 
— 67 °/o der benutzten englischen Bücher. Ueberhaupt ver- 
teilten sich im Berichtsjahre die benutzten Bücher in folgender 
Weise auf die verschiedenen Fächer (Tab. VII): 



Von den im Lesesaal ausliegenden 34 Zeitschriften sind zehn 
deutsche und zwar: 1. Allgemeine Zeitung des Judentums, 2. Belle- 
tristisches Journal, 3. Deutsche Rundschau, 4. Fliegende Blätter, 
5. Gartenlaube, 6. Illustrierte Zeitung, 7. Im Familienkreise, 
8. Nord und Süd, 9. Ueber Land und Meer, 10. Vom Fels zum 
Meer. 

Die Zahl der in der Bibliothek am 31. Dezember 1885 vor- 
handenen Bände betrug 26 840, mehr 2,769 als im vorhergehen- 
den Jahre. Davon waren 1449 Bände gekauft und 536 Bände 
und 744 Pamphlets, im ganzen also 1280 geschenkt. Im Berichts- 
jahre waren 4708 Mitglieder in die Listen eingetragen. Die Zahl 
der ausgeliehenen Bände betrug 47 570 an 31934 Leser. 

Schliesslich geben wir noch die Tabelle, welche bei sieben 
derartigen Bibliotheken das Verhältnis der Gesamtanfwendung zu 



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Bücher-Nachlas8 des Kardinals Gottfried von Alatri. 



105 



den Gehältern, dem Zuwachs, den Beständen, den eingetragenen 
Lesern und der Zirkulation angibt: 





Gesamt- 

Auf- 
wendung. 


Gebälter. 


Zu- 
wachs. 
Bände. 


Bestand. 
Bände. 


Eingetr. 
Leser. 


Zirkulat. 
Bände. 


Chicago Public Library 


54 330.7» 


28 620.77 


6 836 


111 621 


25 906 


519 691 


Cincinnati .... 


48 212.41 


24 230.81 


5074 


158 136 


16 362 


378 807 


Brooklyn 25828.91 


9 623.68 


3 731 


83 888 


3 245 


162 000 


Mercantile Libr., N.Y. 18 786. so 


7 402.46 


3 399 


198 858 


4 962 


112 375 


Apprentices Libr.,N.Y. 


9 998. 6& 


4 712. oo 


1976 


64 297 


8 442 


163 436 


Free Circulating Libr. 














N.Y 


9 724.io 


6122.86 


2 381 


21624 


5 395 


200 959 


Maimonides Libr.,N. Y. 


2 883. 06 


1 258. oo 


2 769 


26 840 


4 708 


47 570 








b. : 


M. [2410] 



Der Büeher-Nachlass des um 1287 verstorbenen Kardi- 
nals Gottfried von Alatri, mit Preisangaben. 

In primis, Digestum vetus cum apparatu Accursi, extimatum flor. 

auri LX. 
Item, Infortiatum cum apparatu suo, ext. flor. L. 
Item, Digestum novum cum apparatu, ext. flor. LX. 
Item, Summa Goffredi super Decretalibus, ext. flor. VI. 
Item, quoddam volumen antiquum qui (sie!) ineipit „Ad decorem 

sponse", ext. flor. VI. 
Item, Glose Ugolini super Digesto veteri, ext. flor. IM. 
Item, über Institutionem et Autentice glosatus in uno volumine,. 

ext. flor. XV. 
Item, Summa Aczonis cum tabulis, ext. flor. XV. 
Item, Infortiatum cum apparatu antiquo in tribus partibus, ext. 

flor. XVI. 
Item, Casus decretorum, ext. flor. IUI. 
Item, liber Institutionum sine apparatu, ext. flor. II. 
Item, aliud Digestum vetus cum apparatu antiquo, ext. flor. X. 
Item, Decretales sine apparatu cum cohopertorio de cartis, ext. 

flor. VII. 
Item, Decretales cum apparatu communi et Goffridi cum cohoper- 
torio nigro, ext. flor. X. 
Item, alie Decretales cum apparatu Bernardi cum tabulis, ext. 

flor. 20. 
Item, Liber Codicis cum apparatu antiquo et tribus libris cum 

tabulis et cohopertorio viridi, flor. XVI. 
Item, alius liber Codicis cum apparatu antiquo sine tabulis, ext. 

flor. VI. 



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106 Bücher-Nachlass des Kardinals Gottfried von Alatri. 

Item, alie Decretales cum Glosa Goffridi cum cohopertorio de cartis, 

ext. flor. VIII. 
Item, libellus Roffredi de Benevento in jure civili non tarnen com- 

pletus, ext. flor. II. 
Item, Summa Johannis super Decreto, ext. flor. V. 
Item, Über Codicis cum apparatu Acursi cum tabulis et corio albo, 

ext. flor. XXX. 
Item, summa Goffridi cum Casibus et quibusdam aliis Rationibus, 

ext. flor. VIII. 
Item, Commentum sive Glose super Codice, ext. flor. II. 
Summa predictorum librorum legalium CCCLXII1 floren. 
Item, una Biblia, ext. flor. XXX. 
Item, alia Biblia minor, ext. flor. XXV. 

Item, alia Biblia glosata in XIII. voluminibus. ext. flor. CCL. 
Item, decem volumina super alia Biblia: 

Primus, Genesis. 

Secundus, Numeri. 

Tertius, Paralipomenon. 

Quartus, Ysaias. 

Quintus, Jeremias. 

Sextus, quinque libri Salomonis. 

Septimus Actus Apostolorum, epistole canonice et Apo- 
calipsis in uno volumine, ext. flor. C. 

Octavus, Evangelium Mathei et Marci. 

Nonus, Duodecim prophete minores. 

Decimus, Epistole Pauli. 
Liber Sententiarum, ext. flor. XII. 
Item, Distinctiones fratris Mauritii, ext. flor. X. 
Item, Postille fratris Thome de Aquino cum cohopertorio rubeo, 

ext. flor. XX. 
Item, liber Philosophi qui incipit : „Quoniam autem contingit", 

ext. flor. XVI. 
Item, Summa derivationum Uguitionis, ext. flor. X. 
Item, duo antiphanaria (sie!) diurna cum nota quorum unum est, 

ext. flor. XV et aliud flor. V. 
Item, liber epistolarum, ext. flor. V. 
Item, missale, ext. flor. XVI. 

Item, aliud missale cum cohopertorio samiti, ext. flor. XX. 
Item, breviarium in duobus — voluminibus cum nota, ext. flor. 

XXXVI. 
Item, evangelistarium cum corio viridi, ext. VIII. 
Item, aliud evangelistarium — cum corio samiti rubei, ext. flor. Villi. 
Item, aliud epistolarium cum corio viridi, ext. flor. VIII. 
Item, ordinarium, ext. flor. X. 
Item, manuale, ext. flor. X. 



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Die Nationalbibliothek zu Rio de Janeiro. 107 

Item, missale parvum cum corio rubeo, ext. flor. VI. 

Item, liber Sequentiarum, ext. flor. II. 

Item, tres libri sermonum quorum duo sunt cum coperhoptorio 

(sie) corii, ext. flor. VI. 
Item, missale novum non ligatum, ext. flor, VIII. 
Item, Apolegia Beati Ambrosii cum cohopertorio samiti violati, 

ext. flor. II. 
Item, alia apolegia non ligata, ext. flor. IL 
Item, unum psalterium cum missale antiquo, ext. flor. III. 
Item, antiphanarium parvum nocturnum, ext. flor. I. 
Item, liber Interpretationum Hebraicorum nominum, ext. flor. II. 
Summa librorum ecclesiasticorum capelle et theologie, 
CCCCCLXXV flor. 

(Aus dem von Maurice Prou in Melanges d'archeologie et 
d'histoire Annee 5 f. 5. veröffentlichten Nachlass-Inventar.) 

[2411.] 

Die Nationalbibliothek zu Rio de Janeiro. 

Diese Bibliothek verdankt ihren Ursprung dem König Johann 
(Joäo), der sie im Jahre 1807 von Ajuda nach Brasilien ver- 
pflanzte. Im Jahre 1811 wurde sie öffentlich gemacht und zwei 
Priester fertigten einen vorzüglichen Katalog derselben. Als Bra- 
siliens Unabhängigkeit erklärt wurde, musste Portugal für die 
vom König mitgenommenen Bücher entschädigt werden. Jetzt 
besitzt die Bibliothek ungefähr 200000 Werke, darunter alte 
und äusserst seltene. Die Zahl ihrer Inkunabeln ist ganz ausser- 
ordentlich, doch ist ihr kostbarster Schatz die 1462 zu Mainz 
auf Pergament gedruckte Fust' und Schoeffer'sche lateinische 
Bibel in zwei Bänden, und zwar in zwei Exemplaren. Die Samm- 
lung ist in 3 Sektionen geteilt: Drucke und Landkarten, Hand- 
schriften und Stiche. Unter den Handschriften befinden sich sehr 
wichtige auf Papier und Pergament geschriebene Chroniken und 
Aktenstücke besonders zur Geschichte Brasiliens, die Briefe der 
Jesuiten Anchieta, Nobregua u. a. aus dem 16. Jahrhundert. Die 
Sammlung der Stiche zählt etwa 30000 Nummern, darunter solche 
der grössten Meister. Eine Münzsammlung ist erst vor einigen 
Jahren gegründet worden. Im Jahre 1880 veranstaltete die 
Bibliothek eine Camoens-Ausstellung und veröffentlichte den Ka- 
talog derselben. Im Jahre 1881 folgte eine Ausstellung zur Ge- 
schichte Brasiliens, und auch hier wurde für sie ein Katalog 
herausgegeben, der sehr umfangreich, eine wertvolle Bibliographie 
der Geschichte Brasiliens bildet. Der Vorstand der Bibliothek 
Ramiz Galväo hat das Verdienst, unermüdlich für sie gewirkt zu 
haben, er sorgte im Jahre 1874 für eine Neukatalogisierung, 



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108 Bibliographie. 

gründete die wertvollen Annales, und gab die ersten beiden Bände 
des Handschriften - Katalogs , den Katalog der Camoens- Ausstel- 
lung und der historischen Ausstellung heraus. [2412] 

(Nach La Bibliophilie. Nr. 28 — 30.) 



Bibliographie. 

Altpreussische Bibliographie 1884, siehe: „Altpreus- 
sische Monatsschrift 44 , Bd. 22, 1885. 

Ayer, N. W., American Newspaper Annual, 1885, contain- 
ing a Catalogue of American Newspapers. Philadelphia 1885. 8°. 

Be auf ort, Duke of — , and M. Morris, Hunting. London 
1885. 8°. [Enth. eine Bibliographie.] 

Berghman, G., £tudes sur la bibliographie Elzevirienne, 
basees zur Touvrage „Les Elzevier 44 de M. Alphonse Willems. 
Avec 470 figures representant les vignettes, culs-de-lampe et 
lettres grises des Elzevier. Stockholm, J. Haeggström. 1885. 
Gr. Lex. 8°. 

Eine Bibliographie der über das venezianische Interdikt 
der Jahre 1606 — 1607 erschienenen Schriften ist enthalten in 
F. Scaduto, Stato e chiesa secondo Fra Paolo Sarpi etc. 

Eine Bibliographie des kathol. deutschen Kirchenliedes 
befindet sich in W. Bäumker, Das kathol. deut. Kirchenlied Bd. 1. 
Frbrg. i. Br., Herder. 1886. Gr. 8°. 

Bodio, L., Saggio di bibliografia statistica italiana. 2a 
edizione accresciuta. Roma, tip. dei frat. Bencini. 1885. 8°. 
(S.-A. aus Annali di statistica italiana.) 

Chiapelli, L., I manoscritti giuridici di Pistoia con testi e 
documenti inediti. Bologna, tip. Fava e Garagnani. 1885. 8 °. 

Contades, Cte de, Bibliographie raisonnee et anecdotique 
des livres edites par Poulet-Malassis. Paris, Rouquette. 1885. 
V, 74 SS. 8°. 

Cushing, W., Initials and Pseudonyms: a Dictionary of 
Literary Disguises. New York, Crowell & Co. 1885. 4°. (5 $.) 

Dewey, M., Decimal Classification and relativ Index for 
arranging, cataloging and indexing public and private Libraries 
etc. 2nd Edit. revised and enlarged. Boston, Library Bureau. 
1885. 8°. (4 $.) 

Drujon, F., Les livres ä clef; etude de bibliographie critique 
et analytique pour servir ä Thistoire litteraire. Fase. 1. Paris, 
E. Rouveyre. 1885. 240 SS. 8°. 

Ferrari-Moreni, G., Cenno biografico del conte G.-F. 
Ferrari-Moreni, e Catalogo de' suoi scritti. Modena, tip. Legale. 
1885. 42 SS. 8°. 



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Bibliographie. 109 

Gaidoz, H., et P. Sebillot, Bibliographie des traditions et 
de la litterature populaire ou orale des Frances d'Outremer (fin), 
siehe: Revue de linguistique T. 19. f. 1. 

St. Gallische Litter atur aus dem Jahre 1885, siehe: 
,,Aus dem Briefwechsel Vadians. Hrsgg. vom Histor. Verein in 
St. Gallen." St. G., Huber & Co. Gr. 4°. 

Giuliari. G. B. & Co., Gli anonimi Veronesi. Verona, C. 
Noris, 1885. 192 SS. Gr. 8°. 

Gori, P., Bibliografia delle opere poetiche del dottore An- 
tonio Guadagnoli. Firenze, Salani. 1885. 8°. (0,50 L.) 

Mit Bearbeitung einer Landesbibliographie von Luxemburg 
sind vom Institut historique die Herren Liez und Blum in Redingen 
und Nagern betraut worden. 

Lozzi, C. , Bibliografia storica italiana. Catalogo. Vol. 1. 
Bologna, tip. Soc. Compos. 1885. 8°. (Vol. 1. 2. 30 L.) 

Manno, A., Bibliografia provvisoria Acquese in preparazione 
alla Bibliografia storica degli Stati della Monarchia di Savoia. 
Torino 1885. Kl. 8°. (Auflage von 100 Ex., nicht im Handel.) 

Neueste Frankfurter histor. Litter atur [ohne Berücksichtigung 
der Zeitschriften und Sammelwerke] siehe: „Mitt. d. Ver. f. Gesch. 
u. Altert, in Frankfurt a. M. Bd. 7." 

Reicke,Die Kant-Bibliographie des J. 1884, siehe,, Altpreuss. 
Monatsschr. Bd. 22. 1885. 

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Trautwein, Th., Bibliographie der alpinen Li tteratur. Jg. 17. 
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160. (6 L.) 

Arendzen, P. J., & J. F. Van Someren, Moderne Kunst 
in Nederland. Lvr. 20 — 21. Amsterdam, Van Holkema. 1885. Fol. 
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110 Bibliographie. 

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Madrid, Impr. de M. Minuesa. 1885. 8o. (2, für's Ausland 
2,50 R.) 

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al espanol por J. Creus y Manso. Cuad. 20. Madrid, Moya. 1885. 
4°. (12, für's Ausland 14 R.) 

Baillon, H., Histoire des plantes. Fin du t. 8. Paris, 
Hachette & Cie. 1885. Gr. 8°. (a tome 25 fr.) 

Batbie, A.. Traite theorique et pratique de droit public et 
administrativ T. 8. Paris, L. Larose & Force). 1885. 8°. (T.l— 8: 
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Beauchamp, A. de, Recueil des lois et reglements sur 
l'enseignement superieur. T. 4. f. 1. Paris, Delalain freres. 1885. 8°. 

Bigmore, E. C, a. C. W. H. Wyman, A Bibliography of 
Printing with Notes a. Illustrations. Vol. 3. T — Z. incl. London, 
B. Quaritch. Kl. 8°. 

Biographie nationale publiee par l'Academie royale des 
sciences etc. deBelgique. T. 8. f. 3. Bruxelles, Bruylant-Christophe 
et Cie. 1885. 8. (1,50 Fr.) 

Bonnieres, R. de, Memoires d'aujourd'hui. Serie 2. Paris, 
P. Ollendorff. 12°. (3,50 Fr.) 

Boyer et Dauvois, L'inventaire sommaire des archives 
departementales du Cher anterieures ä 1790. Vol. 2. Berry, 1885. 

Campion, A., Gramatica de los cuatro dialectos literarios 
de la lengua euskara. Cuaderno 9. 10. Madrid, Murillo. 1885. 
4°. (a 4, resp. 5 R.) 

Clairac y Saenz, P., Diccionario general de Arquitectura 
e ingenieria. T. 3. cuad. 1 — 2. (13 — 14 des ganzen Werkes.) 
Madrid, A. Perez Dubrull. 1885. 4°. (60, für's Ausland 64 R.) 

Coleccion de documentos ineditos rel. al descubrimiento 
etc. de las antiguas posesiones espanolas de Ultramar. Serie 2. 
t. 1. Madrid, M. Murillo. 1885. 8. (50, für's Ausland 54 R.) 

Collection de documents pour servir ä l'histoire des hopi- 
taux de Paris, commence sous les auspices de M. Möring, cont. 
par Ch. Quentin. T. 4. f. 1. Paris, Picard. 1885. 4°. 

Corneli, R., Anvers et 1' Exposition universelle de 1885. 
Livr. 2. 3. Anvers, Bellemans freres. 1885. Fol. (ä 2,50 Fr.) 

Crom well, Oliver, Letters and Speeches. With Elucidations 
by Th. Carlyle. Vol. 2. London, Chapman. 8°. (8 Sh.) 

Cyril (Archbishop of Alexandria), Commentary on the Gospel 
according to St. John. Vol. 2. London, W. Smith. 8°. (10 Sh. 6 d.) 

De Koninck, L. G., Faune calcaire du carbonifere de la 
Belgique. Partie 5. Bruxelles, F. Hayez. 1885. Fol. (50 Fr.) 



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Bibliographie. 111 

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Paris, Pedone-Lauriel. 8°. 

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veau — , sou8 la direction du docteur Jaccoud. T. 39. Paris, 
J.-B. Bailliere et fils. 1885. 8°. (10 Fr.) 

Dictionary, Encyclopaedic — . Vol. 5. Pt. 1. London, Cas- 
sell. 8°. (10 Sh. 6 d.) 

Diephuis, Mr. G., Het Nederlandsch burgerlijk regt. Deel 
10. st. 1. Gron., J. B. Wolters. Roy 8°. (2,90 FJ.) 

Droit commercial. Resume du cours de l'Universite de 
Bruxelles. Cahier 3, fin de la seconde partie. Bruxelles, Mayolez. 
1885. 4°. (5 Fr.) 

D u gu e t , C. , Deformation des corps solides. Partie 2. Nancy- 
Paris, Berger-Levrault et C c . 1885. 8°. 

Encyclopedie internationale de Chirurgie publiee sous la 
direction du docteur J. Ashurst. V. Paris, J. B. Bailliere et fils, 
1885. Gr. 8°. (17,50 Fr.) 

Enciclopedia internazionale di chirurgia. Vol. 1. p. 2. 
f. 26. 27. Milano, F. Vallardi. 1885. 8°. (ä f. 1 L.) 

Erslev, Kr., Aktstykker og Oplysninger til Rigsraadets 
og Staendermodernes Historie i Kristian IV's Tid, udgione. Bd. 1. 
H. 2. (Schluss d. Bandes.) Kjöb., R. Klein, 1883 — 85. 8°. 

Fernandez D uro , C, Historia de la conquista y poblacion 
de la provincia de Venezuela. T. 2. Madrid, L. Navarro, 1885. 
4«. (50 R.) 

Fernandez Martin, M., Derecto parlamentario espanol. 
T. 2. epoca 1. Madrid, impr. de los hijos de J. A. Garcia. 1885. 
4°. (Nicht im Handel.) 

Fisenne, L. von, L'art monumental du moyen äge. Serie 
3. lvr. 1. 2. Aix-la-Chapelle, Cremer. 1885. Kl. Fol. 

Flaubert, G., Oeuvres completes. Vol. 7. Paris, A. Quantin. 
1885. 8°. (7,50 Fr.) 

Fournier, P., et Neven, Traite d'administration de la 
marine. T. 2. Nancy-Paris, Berger-Levrault et C e . 1885. 8°. 

Fusinato, G. , Introduzione a un corso di diritto inter- 
nazionale publico e privato. P. 2. Lanciano, R. Oarabba. 1885. 8°. 
(2 L.) 

Giglioli, G. H., e G. Cavanna, Zoologia. P. 2. Vertebrati: 
1. Müano, U. Hoepli. 1885. 16°. (1,50 L.) 

ter Gouw, J., Geschiedenis van Amsterdam. D. 5. St. 1. 
Amsterdam, Tj. van Holkema. 1885. Gr. 8°. 

Heger, P., Programme du cours de physiologie, professe a 
l'Universite" de Bruxelles. VI. Bruxelles, E.Heger. 1885. 4°. (25 Fr.) 

Histoire generale de la tapisserie. Lvr. 24. 25. Paris, 
Lib. anonyme des Publications periodiques. 1885. Gr. fol. (a 8 Fr.) 



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112 Bibliographie. 

Hu et, C. Busken, Litterarische Fantasien en Krietieken. 
Deel 21. Haarlem, H. D. Tjeenk Willink. 1885. 8°. (1,35 Fl.) 

Illustrations, Les — et les celebrites du 19e siecle. 
Serie 8. Paris, Bloud et Barral. 1885. 8°. (4 Fr.) 

ltinera Hierosolymitana et Descriptiones Terrae Sanctae. 
Edid. A. Molinier et C. Kohler. Vol. 2. p. 1. Lausanne, Societe 
de rOrient latin. 1885. 4°. (12 M.) 

Lancereaux, E., Traite d'anatomie pathologique. T. 3. p. 1. 
Paris, Delahaye et Lecrosnier, 1885. 8°. 

Lavallee, A., Arboretum Segrezianum | icones selectae arbo- 
rum et fruticum in hortis Segrezianis collectorum. Livr. 2 — 6. 
<Fin.) Paris, J.-B. Bailliere et fils. 1885. Klfol. (ä 10 Fr.) 

Louis XI. — Lettres de Louis XI, roi de France, publiees 
. . . par J. Vaesen et E. Charavay. T. 2. Paris, Loones. 1885. 
8°. (9 Fr.) 

Lyon-Caen, C, et L. Renault, Precis de droit commercial. 
T. 2. Paris, Pichon. 1885. 8°. (T. 1. 2: 28 Fr.) 

Mac Carthy, J., Histoire contemporaine d'Angleterre. Trad. 
de Fanglais par L. Goirand. T. 4. Paris, Perrin. 1885. 8°. 
(T. 1—5: 30 Fr.) 

Machado Alvarez, A., Bibliotheca de las tradiciones po- 
puläres espanolas. T. 7. Madrid, tip. R. Fe. 1885. 

Marie, M., Histoire des sciences matheinatiques et physiques. 
T. 8. Paris, Gauthier- Villars. 1885. Kl. 8°. (6 Fr.) 

Maspero, G., Recueil de travaux relatifs ä la philologie et 
ä l'archeologie egyptiennes et assyriennes. Vol. 7. Livr. 1. Paris, 
F. Vieweg. 1885. 8°. (ä Vol. 30 Fr.) 

Menendez y Pelayo, M., Horacio en Espana. Solaces 
bibliograficos. 2a edic. refund. T. 2. Madrid, Murillo. 1885. 
8°. (20, resp. 22 R.) 

Monumenta ad Neapolitani ducatus historiam pertinentia, 
quae . . . vulgantur cura et studio B. Capasso. - T. 2. p. 1. 
Neapel, F. Furchheim. 1885. Fol. (45 L.) 

Muller Hzn., Mr. S., Proeve eener Kritiek der grondwet. 
Afl. 2. Leiden, E. J. Brill. Roy 8°. (Pro cplt. 3,50 Fl.) 

Musset, A. de, Comedies et proverbes. T. 3. Paris, Char- 
pentier et Ce. 1885. 32°. (4 Fr.) 

Nordenskjöld, A. E., Ben andra Dicksonska expeditionen 
tili Grönland, . . . utförd är 1883. H. 3. Stockholm, F. & G. 
Beijer. 1885. 8°. (2 Kr.) 

Oppen, L. J. van, Nederlandsche Rechtsliteratur. Deel 5. 
Afl. 1. 's Gravenhage, Belinfante. 1885. Gr. 8°. (2 M. 40 Pf.) 

Publikation der norweg. Commission der europ. Grad- 
messung. Geodätische Arbeiten. H. 4. Christiania, Aschehoug. 
1885. 8°. (2 Kr. 25 ö.) 



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mm^T^' 



Bibliographie. 113 

Rechtsbronnen, De middeleeuwsche — der stad Utrecht. 
Glossarium. Inleiding. 's Hage, M. Nijhoff. Roy 8°. 

Rechtsbronnen, Oude vaderlandsche — . Westfriesche 
Stadrechten. Uitg. door M. Bols. Deel 2. Haag, M. Nijhoff. 
1885. 8°. (7,50 Fl.) 

Rosraini, A., Psychology. Vol. 2. London, Paul. 8 °. 
(16 Sh.) 

Schoemann, G. F., Antiquites grecques. Trad. de l'alle- 
mand par C. Galuski. T. 2. Paris, Picard. 1885. 8°. 

Scholl, C, A Phraseological Dictionary of Commercial Cor- 
respondence in the English , German, French, and Spanish 
Language. Vol. 2. Paris, Hachette. 8°. (10 Sh. 6 d., Roy 
8°. 21 Sh.) 

Schwab, M., Le Talmud de Jerusalem. T. 8. Paris, Mai- 
sonneuve freres & Ch. Leclerc, 1885. 8°. (10 Fr.) 

See, G., Medecine clinique. T. 3. Paris, Delahaye et Le- 
crosnier, 1885. 8°. (10 Fr.) 

Shakespeare, G., Obras dramaticas, Version castellana de 
G. Macpherson. T. 3. Madrid, L. Murillo. 1885. Gr. 8°. (12, 
resp. 14 R.) 

Shakespeares Works. The Text revised by A. Dyce. 
Vol. 3. 4. 5th Edit. London, Sonnenschein. 8 °. (a 9 Sh.) 

Shakespeare, W., Werken. Vertaald door L. A. J. Burgers- 
dijk. Deel 8. Leiden, E. J. Brill. 8°. (3,75 Fl.) 

Sourches, Memoires du Marquis de — sur le regne de 
Louis XIV. T. 5. Paris, Hachette et Ce. 1885. 8°. (7,50 Fr.) 

Taine, H., Histoire de la litterature. T. 5. (Fin.) 6e edit. 
Paris, Hachette et Ce. 1885. 18-jesus. (3,50 Fr.) 

Tedeschi, IL, Manuale compendioso di storia generale. 
Vol. 2. (disp. 1.) p. 3. Bologna, N. Zanichelli. 1885. 12°. 
(0,90 L.) 

Tuerlinckx, J. F., Bijdrage tot een Hagelandsch idioticon 
Afl. 3. Gand, A. Hoste. 1885. 8°. (4 Fr.) 

Tyman, R., Honoraires et droits des notaires. T. 3. Gand, 
A. Hoste. 1885. 8°. (6 Fr.) 

Vander Haeghen, F., Bibliotheca Belgica. Lvr. 63 — 66. 
Gand, E. Vander Haeghen. 1885. 12°. (ä 2 Fr.) 

Vaquette, T., et F. Marin, Cours resume de droit civil. 
T. 3. Paris, T. Vaquette. 1885. 18-jesus. (3 Fr.) 

Wordsworth, W., Poetical Works. Edited by W. Knight. 
Vol. 8. Edinburgh, Paterson. Roy 8°. (14 Sh.) Gr. Pap. 
(28 Sh.) [2413.] 



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114 Litteratur. 

Die Bukowinaer Landesbibliothek und die k. k. Uni- 
yersitäts-Bibliothek in Czernowitz. Geschichte und 

Statistik von Karl Reif enkugel. Czernowitz, Selbstver- 
lag des Verfassers, 1885. IV, 65 SS. 8°. 

Die Czernowitzer Universitäts-Bibliothek ist aus der ehe- 
maligen Landesbibliothek hervorgegangen und gehört bis jetzt 
noch zu den kleineren. Aber der Eifer und die Opferwilligkeit, 
welche in diesem abgelegenen Kulturwinkel — die Bukowina 
grenzt im Osten an Bessarabien! — zum Pesten einer Sammlung 
wissenschaftlicher Bücher an den Tag gelegt wurden, verdienen 
Erwähnung. Der Anfang der Bibliothek datiert von 1851, wo 
die Bibliotheken der Bukowinaer Lehranstalten sich in einem 
traurigen Zustande befanden und der Landespräsident von Hen- 
niger einen Aufruf zu Gründung einer öffentlichen Bibliothek er- 
liess. Schon einmal hatte man, 1850, einen Appell an die Opfer- 
willigkeit des Publikums zu Gunsten der Bibliothek des Czerno- 
witzer Obergymnasiums gerichtet, leider nur mit 22 fl. Erfolg. 
Wie anders gefiel der Gedanke einer selbständigen öffentlichen 
Bibliothek. Im Handumdrehen wurden von Privaten einige Tau- 
sende beschafft, und schon am 29. September 1852 konnte die 
feierliche Eröffnung der Anstalt erfolgen. Nach den Statuten 
stand sie dem gebildeten Publikum und den Czernowizer Lehran- 
stalten offen, war Eigentum des Landes und stand unter Ver- 
waltung des Landesausschusses. Bis zur Bildung des Landes- 
ausschusses wurde diese Verwaltung von einem Komitee geführt, 
welches von den Gründern der Bibliothek gewählt wurde. Da 
nun zur Instandhaltung und Vermehrung dieser Bibliothek immer- 
hin mehr erforderlich war, als geschenkt worden, so musste die 
Werbetrommel gerührt werden und das geschah auch mit gutem 
Erfolge. Fürsten und Bürger, adlige Grundbesitzer und Behör- 
den wetteiferten miteinander und so betrug die Gesamtsumme der 
in den Jahren 1851 — 1861 aus Privatmitteln gesteuerten Gelder 
22 755 fl. 29 kr. ö. W., einschliesslich 6031 fl. 20 kr. Baufonds. 
Von diesem Gelde wurden für 1937 Bände und 416 Hefte (als 
Heft jede Schrift von weniger als 100 Seiten angesehen), in 
diesem Zeiträume 5224 fl. 61 kr. ö. W. ausgegeben, lieber die 
Auswahl der gekauften giösseren Werke Hesse sich rechten, denn 
wenn man zu der Heeren und Ukert'schen Geschichte der euro- 
päischen Staaten, zu Ersch und Gruber's Encyklopädie, zu dem 
Corpus scriptorum historiae Byzantinae unbedenklich ja sagen 
kann, so wird man wohl zu der alten Krünitz'schen Encyklopädie, 
zu Gehler's Physikalischem Wörterbuch, und der Encyklopedie 
methodique . . . par une societe de gens de lettres, Paris 1782, 
den Kopf schütteln dürfen, notabene wo es sich um eine mit 



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Litteratur. 115 

knappesten Mitteln wirtschaftende, in den ersten Anfängen steckende 
Bibliothek, 4980 Bände und 1876 Ilefte stark, handelt. Das Ver- 
mögen der Bibliothek betrug alles in allem 25 077A. 40 kr., davon 
6031 fl. 20 kr. Baufonds. Die versprochenen Jahresbeiträge gingen 
so unregelmässig ein, dass ein Rest von 2000 fl. als uneinbringlich 
in Abrechnung gebracht werden musste, und auch auf 850 fl. 
des Baufonds musste verzichtet werden. Doch kamen auch glück- 
licherweise einige grössere Legate ein, so dass endlich im Jahre 
1864 ein eigenes Grundstück gekauft werden konnte. Es erwies 
sich aber später als unpassend, wurde wieder verkauft und im 
J. 1867 wurde für 55 000 fl. ein Gebäude erworben, das nach 
Anbau zweier Flügel nicht nur die Landesbibliothek, sondern auch 
den Landtag und seine Kanzleien aufnehmen konnte. Das an- 
fangs mit der Bibliothek verbundene Museum ward schon 1862 
abgezweigt. Für den Ankauf von Büchern und Einrichtungs- 
stücken wurden von 1863 — 1875 15000 fl. ausgeworfen und 
wohl auch ausgegeben. Der Bücherbestand der Landesbibliothek 
hatte sich von 1861 — 1875 um 10299 Stücke vermehrt, davon 
durch Kauf 3 825 Bände und 778 Hefte, davon kamen 1226 
Bände aus dem Hurmuzaki'schen und 594 aus dem Mustazza'schen 
Nachlass , gegen 2000 aus dem k. k. Polizeiministerium u s. w. 
Zum ersten Vorstand der Bibliothek ward im J. 1861 der gegen- 
wärtige Universitätsprofessor Eusebius Popowicz ernannt, ihm 
verdankt die Bibliothek ihre Neugestaltung. Popowicz hatte 14 
Wissenschaftsklassen angenommen, aber schon im J. 1864 wur- 
den daraus 40, im J. 1869 sogar 43. Innerhalb eines jeden 
dieser 43 Fächer wurden die Bücher alphabetisch aufgestellt und 
der Zuwachs durch Anwendung der Bruchform in die Signaturen 
eingeschaltet. Wie anderswo finden wir auch in Czernowitz einen 
Nominal- und einen Real-Fachkatalog angefangen, suchen muss 
man sie aber in dem Archive, denn natürlich genügte die ur- 
sprüngliche Anlage bald nicht mehr, und die Kataloge mussten 
in erweiterter Form von neuem bearbeitet werden. Beide Kata- 
loge waren aber in jeder Beziehung korrekt geführt. Die 
Schreibert hätigkeit war dem armen Custos offenbar selbst über- 
lassen, denn erst im J. 1869 wurde ein ständiger Scriptorposten 
geschaffen. Popowicz trat im J. 1871 zurück und an seine Stelle 
wurde der gegenwärtige Universitätsprofessor Johann Sbiera zum 
Custos ernannt. Seine Stellung war eine ganz unselbständige, 
durfte er doch nicht nach eigenem Ermessen Bücher ankaufen, 
aber auch nicht einmal als Geschenke annehmen. Alles lag in 
den Händen des Landesausschusses, resp. einer Enquetekommission. 
Anfangs war die Bibliothek nur zweimal wöchentlich, von 1861 
ab dreimal wöchentlich von 3 — 7 Uhr Nachm. geöffnet. Im 
Jahre 1866 hat aber Popowicz aus freiem Antriebe die Bibliothek 



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116 Litteratur. 

alle Wochentage von 3 — 6 Uhr Nachm. geöffnet, und der Landes- 
ausschuss hat diese Aenderung genehmigt. Im J. 1868 wurden 
Entlehnungen ohne Kaution gestattet, und zwar den Lehrern 
öffentlicher Anstalten, Mitgliedern des Landesausschusses u. A. 
Die Benutzer des Lesesaales mussten ihre Namen und die Titel 
der benutzten Werke in ein Lesejournal eintragen. Im Lesesaal 
wurden benutzt im J. 1861—62: 1484 Bände von 742 Per- 
sonen; entliehen 1094 Bände von 64 Personen; im J. 1874: 
im Lesesaale 8494 Bände von 5638 Personen; entliehen 1202 
Bände von 98 Personen. Die dazwischenliegenden Jahre 1868 — 69 
zeigen aber eine viel stärkere Benutzung. — Im J. 1873 wurde 
die Universität Czernowicz gegründet und darauf die Landes- 
bibliothek ihr unter der Bedingung als Grundstock für eine Uni- 
versitäts-Bibliothek überlassen', dass die Benützung derselben so- 
wohl dem gebildeten Publikum als auch den Czernowitzer Lehr- 
anstalten zugestanden werde. Die Räumlichkeiten der Landes- 
bibliothek wurden auf 2 — 3 Jahre der Universitätsbibliothek 
zinsfrei überlassen. Die Angestellten der Landesbibliothek sollten 
in den Staatsdienst übernommen, die vorhandenen Doubletten 
den Bezirkslehrerbibliotheken überwiesen werden. Der Total- 
bestand der Bibliothek bezifferte sich in dem Momente der Ueber- 
gabe im J. 1875 auf 11 925 Bände und 3619 Hefte, zusammen 
15 544 Volumina, aber mit Hilfe eines Extrakredits war sie am 
Schlüsse des J. 1875 auf 31 306 Volumina gewachsen, darunter 
12 257 käuflich erworbene Bände. Von dieser Zeit datiert der 
grosse Aufschwung der Bibliothek. Denn auf die Jahre 1875 — 1884 
nahm die Regierung ein Gründungskapital von 80 000 fl. in Aus- 
sicht, davon 20 000 fl. allein für das J. 1875, und für die fol- 
genden 9 — 10 Jahre 6000 fl. jährlich. Mit Hilfe dieser ansehn- 
lichen Mittel konnten ganze Privat-Bibliotheken angekauft werden, 
so die der Juristen Roth , . Krainz und Rosshirt , und mehrere 
kleinere. Die J. G. Manz'sche Buchhandlung lieferte allein für 
15 050 fl., gestand auch die günstigsten Bezugsbedingungen für 
gebundene und ungebundene Bücher zu, und verpflichtete sich 
ausserdem freiwillig, sämtliche Werke ihres Verlages in je einem, 
sämtliche Zeitschriften in je zwei Exemplaren unentgeltlich zu 
überlassen. Dadurch wurde der Bücherbestand am Schlüsse des 
J. 1884 schon auf 64 967 Bände, 1655 Hefte und 25 Blätter 
gebracht. Fast 20 000 Bände davon entfallen auf juridische 
Disziplinen, ebensoviel auf Sprachwissenschaft, Litteraturgeschichte 
und Autoren , etwa 4000 auf Naturwissenschaften , etwa 2500 
auf Encyklopädien und Akademieschriften, ebensoviel auf Medicin, 
u. s. w. — Die Aufzählung der teils durch Kauf, teils durch 
Schenkung erworbenen besonders wichtigen Werke kann über- 
gangen werden, nicht uninteressant ist es aber zu erfahren, dass 



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Litteratur. 117 

nicht einmal in diesem ganz kleinen Gebiete die Beitreibung aller 
erschienenen Drucksachen möglich war. Vom Jahre 1881 ab 
sollten nämlich die bis dahin der k. k. Gymnasialbibliothek zu- 
gegangenen Pflichtexemplare der Universitätsbibliothek zu Gute 
kommen, da aber die ehemalige Landesbibliothek zur Abnahme 
der Pflichtexemplare nicht berechtigt war, so gibt es in der 
Bukowina erschienene Journale und Schriften, von denen über- 
haupt kein Exemplar mehr aufzutreiben ist! Was die Organisa- 
tion der Bibliothek betrifft, so ist dieselbe, entsprechend der 
Instruktion vom J. 1825, in 90 fortlaufend numerierten Schränken 
aufgestellt, von denen jeder eine Wissenschaftsklasse repräsentiert. 
Ist ein Schrank überfüllt, so wird durch Anwendung der Buch- 
form ein Schrank interpoliert, z. B. wird nach Ueberfüllung des 
Schrankes V. ein Schrank V/a. u. s. f. geschaffen. Die Bretter 
werden durch fortlaufende Buchstaben, und die Stellen in jedem 
Fache durch fortlaufende Zahlen bezeichnet. Als nachahmens- 
wert verdient bezeichnet zu werden, dass die Schulprogramme 
nach dem Alphabet der geographischen Orte der Lehranstalten 
und innerhalb derselben nach den Jahreszahlen geordnet und 
signiert sind. Den einzelnen Schränken entsprechen Standorts- 
Tabellen, in denen die Bücher in derselben Ordnung, wie sie in 
den Schränken auf einander folgen, kurz verzeichnet sind. Nach 
diesen Tabellen wird alle 3 Jahre revidiert, und sie dienen in 
Ermangelung eines systematischen Kataloges zur Orientierung in 
den einzelnen Wissenschaften. Ausser der Lokalsignatur erhält 
jedes Werk eine Zugangsnummer, welche der des Zugangsjour- 
nales entspricht. Für den ganzen Bestand der Bibliothek ist 
ein alphabetischer Zettelkatalog vorhanden, welcher die Titel der 
Werke ausführlich angibt. Für das Verfassen der Katalogzettel 
und die Aufrechterhaltung der alphabetischen Ordnung in dem 
erwähnten Kataloge besteht eine detaillierte aus 140 Paragraphen 
bestehende im eignen Wirkungskreise der Bibliotheksverwaltung 
entworfene Instruktion. Viel Zeit kostete, gerade wie anderswo, 
die Buchbinderei, denn es wurden von 1875 — 1884 nicht weniger 
als 16 545 Bände gebunden, jetzt etwa 1200 — 1400 jährlich. 
Das Personal besteht gegenwärtig aus 1 Bibliothekar , 1 Kustos, 
1 Skriptor, 2 Amanuenses, 2 Bibliotheksdienern. Die Unter- 
bringung der Bibliothek im Universitätsgebäude (seit 1876 — 77) 
gilt als provisorisch und ist ungeeignet. Ein Lesezimmer ist 
für Universitätsprofessoren, ein anderes für das übrige Publikum 
bestimmt, beide sind täglich mit Ausnahme der Sonn- und Fest- 
tage 5 resp. 6 Stunden geöffnet. In den Lese- und Bureau- 
Käumen sind etwa 1000 Bände zum Handgebrauch aufgestellt. 
Ausgeliehen werden Bücher an den Wochentagen von 9 — 12, 
resp. von 9 — 1 Uhr. In beiden Lesezimmern mögen im J. 1884 



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118 Litteratur. 

etwa 12000 benutzt worden sein. Ausgeliehen wurden im Jahr 
1884: 5917 Bände, der Jahresdurchschnitt der Entleihungen 
in der Periode 1876—84 war 5700 Bände. Alle, die für Re- 
visionen mit Zurückforderung sämtlicher verliehenen Bände schwär- 
men, wird es interessieren zu erfahren, dass der grösste Teil der 
zurückgelieferten Bände wieder entliehen wurde, und mithin den 
Bibliotheksbeamten eine der aufgewendeten Zeit und Kraft durch- 
aus nicht entsprechende Mühe erwuchs. Revisionen brauchen 
eben nicht mit Zurückforderung aller verliehenen Bände ver- 
bunden zu sein. Die Czernowitzer Bibliothek entlieh von den 
meisten europäischen grossen öffentlichen Bibliotheken zur dor- 
tigen Benutzung in jährlich etwa 100 FäMen Bücher und Hand- 
schriften. Letztere sind dort nur im Lokale der Bibliothek zu 
benutzen, und werden nach dem Gebrauch in einem feuer- und 
einbruchsicheren Schranke verwahrt. [2414] 

Verzeichnis aller Programme und Grelegenheitsschriften, 

welche an den kgl. bayer. Lyzeen, Gymnasien und lateini- 
schen Schulen vom Schuljahr 1823/24 an erschienen sind, 
geordnet A. nach Studienanstalten, B. nach Verfassern, C. 
nach Gegenständen . . . von J. Gutenäcker begonnen, fort- 
gesetzt von J. G. Zeiss. III. Abteilung: Die Schuljahre 
1873/74 bis 1883/84. Programm der k. b. Studienanstalt 
Landshut. Landshut 1885. 55 SS. 8°. 
Der Herausgeber dieser III. Abteilung des Programm- Ver- 
zeichnisses, dem man schon die II. Abteilung verdankt, und der 
daher wie wenig andre mit den Verhältnissen des Programmaus- 
tausches vertraut ist, beklagt in der Einleitung bitter die unbe- 
friedigenden Zustände in denselben. Da hat z. B. Landshut im vorigen 
Jahre durch Teubner 416 nach Deutschland versendet, aber nur 357 
als Gegengaben erhalten. Ebenso lückenhaft sind die Sendungen 
aus Oesterreich. Und dazu die Liederlichkeit in der Titelab- 
fassung! Einzelne Abhandlungen tragen weder Ort und Anstalt, 
noch den Namen des Verfassers, noch die Jahrzahl. In dieser 
alten Weise wird es solange fortgehen, bis man sich dahin einigen 
wird, die Programmabhandlungen nicht vereinzelt für nichts aus- 
kommen , sondern sie in Form eines Jahrbuches erscheinen zu 
lassen. Würde dabei etwa die Einrichtung der deutschen Zeit- 
und Streitfragen gewählt, d. h. erhielte jede Arbeit einen eignen 
Titel und besondere Paginierung, zugleich aber auch fortlaufende, 
die der im ganzen Bande entsprechenden Stelle angehört, so 
wäre sowohl denen geholfen, die nur eine einzelne, wie denen, 
die alle zusammen beziehen wollten. Berechnet man aber, was 
ca. 416 Anstalten jetzt für Satz, Druck und Papier einfach hin- 
auswerfen, nur um der einmal vorgeschriebenen Form zu genügen, 
so wird man wohl zu der Einsicht kommen, dass ein Zusammen- 



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Litteratur. 119 

drängen der Jahresbände weniger Kosten verursachen würde. 
Vielleicht würde auch mancher sich veranlasst fühlen, herzlich 
unbedeutende Ware nicht dem grossen Publikum anzubieten. 
Doch über dies leidige Thema ist schon soviel gesprochen und 
gedruckt worden , dass man füglich darüber schweigen kann. 
Fürs erste wird es ja in der alten Weise weitergehen. — In 
den bayrischen Studienanstalteu sind von 1873/74 bis 1883/84 
über 400 Abhandlungen erschienen, und es sind die letzteren 
bibliographisch genau, die Orte alphabetisch geordnet, verzeichnet. 
Da die Herstellung der Abteilung B., d. h. das Verfasser-Register, 
besondere Schwierigkeiten bietet, — welche? ist nicht gesagt und 
auch nicht recht ersichtlich, — so will Zeiss, dem für dasselbe 
eine grössere Periode angezeigt zu sein scheint, mit demselben 
noch länger warten, wenn nicht Widerspruch erhoben wird. Was 
der Widerspruch nützen soll, nachdem nun einmal nur die Ab- 
teilungen A. Studienanstalten, und C. Gegenstände gedruckt sind, 
ist nicht recht ersichtlich, da doch die Abteilung B. nicht auf 
C. folgen kann. Jedenfalls verdient der Herausgeber für seine 
Arbeit volle Anerkennung. [2415] 

Zeitnngs-Katalog der im In- und Auslände erseheinen- 
den Zeitungen, Journale und Fachzeitschriften von 

Rudolf Mosse, Zeitungs- Annoncen -Expedition Berlin, 20. 

Aufl. 1885. Berlin. Gr. Lex. 8°. X, 80, XCII SS. 

Dass dies Verzeichnis die zwanzigste Auflage in 18 Jahren 
erlebt, spricht dafür, dass es als nützlich von Vielen anerkannt 
und gekauft wird. In der That ist es eins der besten Periodica- 
Verzeichnisse, die man besitzt. Die Anordnung des Stoffes, d. h. 
der hauptsächlichsten Periodica, darunter auch Adressbücher, 
Coursbücher, Kalender u. dgl. aller Länder der Erde, ist eine 
zweifache : zuerst findet man eine landschaftlich-Örtliche, und weiter 
eine fachliche Anordnung der Titel nebst Angabe der Höhe der 
Auflage, des Zeilenpreises, der Erscheinungsweise und Zeilen- 
breite; bei den Orten ist die Einwohnerzahl angegeben. Aber 
vom bibliographischen Standpunkte betrachtet hat dieser Zeitungs- 
Katalog einen Fehler, dass ihm nämlich kein alphabetisches Ver- 
zeichnis beigegeben ist. Recht interessant ist der 92 Seiten 
starke Anhang, welcher verkleinerte Abbildungen vieler illustrierter 
und nicht-illustrierter Zeitungen und Empfehlung derselben zum 
Inserieren enthält. [2416] 

Verslag van de Aanwisten der koninklijke Bibliotheek 

gedurende het Jaar 1884. 's Gravenhage. Algemeene 
Landsdrukkerij. 1885. 171 SS. 8°. 

Das Zuwachsverzeichnis der kgl. Bibliothek im Haag vom 
Jahre 1884 enthält zuerst einen Auszug aus dem Bericht des 



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120 Litteratur. 

Bibliothekars M. F. A. G. Campbell an den Minister des Innern 
vom 29. April 1885. Demzufolge war der Zustand des Ge- 
bäudes allerseits zufriedenstellend , das Archiv wurde regelrecht 
fortgesetzt, die Büchersammlung wegen reichlicher fliessender 
Geldmittel auf dem Laufenden erhalten, das Mobiliar und die 
Feuerlöschmittel befanden sich in gutem Zustande. Kleine Schäden 
am ersteren wurden ausgebessert, die Feuerlöschmittel gaben 
keinen Anlass zu Bemerkungen. Die vorhandenen Blitzableiter 
und die Nachbarschaft zweier Kasernen mit Feuerwachen scheinen 
genügende Sicherheit gegen Feuerschaden zu bieten. Das Per- 
sonal bietet keinen Grund zu Unfriedenheit , denn trotz der in 
den letzten Jahren eingetretenen Zunahme der Arbeit wurden 
alle Thätigkeiten in regelrechter Weise verrichtet. Die Geldver- 
hältnisse sind zufriedenstellend. Die Ankäufe gehen ihren ge- 
regelten Gang, sowohl die neueren Erscheinungen als die antiqua- 
rischen. Viel wurde geschenkt, aber besondere Erwähnung ver- 
dienen die Bakhuyzen'sche Sammlung und die Verlagsartikel der 
Firma J. B. Wolters in Groningen. Am Dublettenkatalog konnte 
nicht gearbeitet werden, aber die Kataloge und Inventare wur- 
den weitergeführt, auch wurde am neuen Hauptkatalog nach 
Kräften gearbeitet, ebenso am Handschriften- und Flugschriften- 
katalog. Die Benutzung der Bibliothek nimmt zusehends zu, und 
in 5 — 6 Jahren wird der Augenblick gekommen sein, wo das 
Gebäude gänzlich überfüllt sein wird. — 

Soweit der Jahresbericht! Was nun das die Seiten 6—171 
füllende Zuwachsverzeichnis betrifft, so ist über dasselbe zu be- 
merken, dass es glücklicherweise nicht viel solche gibt, denn 
besser gar keine als solche. Was soll denn ein Zuwachsver- 
zeichnis überhaupt? Es soll dem Publikum in übersichtlicher 
Weise auf die Fragen Auskunft geben: 

Hat die Bibliothek das oder jenes Buch angeschafft oder ge- 
schenkt erhalten? 
und : 

Was hat die Bibliothek in dem oder jenem Fache angeschafft, 
resp. geschenkt erhalten? 

Beide Fragen können mit Hilfe des vorliegenden Verzeich- 
nisses aber nicht beantwortet werden, es verfehlt also seinen 
Zweck, denn die Anordnung des Stoffes ist die denkbar unbe- 
quemste , die Einrichtung des ganzen Verzeichnisses unübersicht- 
lich, ein alphabetisches Register über die verzeichneten Tausende 
von z.T. hochwichtigen Werken und Zeitschriften fehlt ganz, und 
die Art der Anordnung ist eine solche, dass man sich fragen 
muss, ob es nicht schade um die Druckkosten der 11 Bogpn ist. 
Wie sieht das Verzeichnis aus? Seite 6 steht: I. Erwerbungen 
durch Schenkung. Der I. müsste nun eigentlich eine II. ent- 



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Litteratur. 121 

sprechen, es gibt sie jedoch nicht, dagegen steht auf Seite 76 
Erwerbungen durch Ankauf. Nun folgen die Titel der aus den 
verschiedenen Ministerien in die Bibliothek eingelieferten Schriften 
aller Art, Bücher wie Periodica, die kunterbunt, die Stich worte 
nicht einmal hervorgehoben, die Vornamen nicht hinter die Ver- 
fassernamen gestellt, und ohne genaue innere Ordnung da ver- 
zeichnet sind. Bass auch alle Fortsetzungen*, so die vielen ein- 
zelnen amerikanischen Reports, genau angegeben sind, darf nicht 
Wunder nehmen. Auf Seite 31 steht: 3° > Geschenke von ein- 
zelnen Personen« , und es müsste doch 1° und 2° vorhergehen, 
aber die sucht man vergeblich. Natürlich ist auch in dieser 
Abteilung keine systematische Anordnung zu finden, es hätte 
auch keinen Zweck, denn auf Seite 60 ff. kommen nun erst die 
»Geschenke aus dem Auslande empfangen« an die Reihe. Uni- 
versität sdissertationen sind ohne Titel, nur unter den Namen der 
Verfasser angegeben. Endlich auf Seite 76 ff. findet man die 
systematisch geordneten: »Erwerbungen durch Ankauf«, aber wie. 
Alle Disziplinen sind untergebracht in den Abteilungen: 

a) Rechtswissenschaft (S. 76 — 81). 

b) Staatswissenschaft (S. 81 — 93). 

c) Reisen Geschichte etc. (S. 93—130). 

d) Kunst (S. 130—135). 

e) Sprachwissenschaft und Litteraturgeschichte (S. 135 — 155). 

f) Lieferun gs werke und Periodica. 

g) Werke zur Ergänzung vorhandener Sammlungen in einigen 
anderen Fächern. 

Die Abteilungen a — e sind in sich wieder gegliedert, aber 
man hat nicht einmal für nötig gehalten , Ueberschriften über die 
Gliederungen zu setzen, und ein Register über das System ist 
auch flicht vorhanden. Es ist ja auch nicht unentbehrlich, da, 
wie gesagt, die vielen Hunderte von Geschenken überhaupt gar 
nicht geordnet sind. Im Ganzen mögen über 2000 Titel in 
dem Verzeichnis stehen, und zwar Inkunabeln und Drucke neue- 
sten Datums bunt durcheinander. Freunden gedruckter Zugangs- 
kataloge sei die Besichtigung dieses Werkchens empfohlen, sie 
wirkt geradezu erheiternd. [2417] 

City Of Boston. 33d. Annual Report of the Trustees of the 

Public Library. 1885. o. O. 70 SS. 8°. 

Der sog. Art-Room wird jetzt Abends von 6 Uhr ab nur 
für Frauen reserviert. — In der Abteilung der Belletristik und 
Jugendlitteratur der sog. Lower Hall und der Zweig-Bibliotheken 
sind sämtliche neuangeschaffte Werke vor dem Ankauf auf die 
Unanstössigkeit ihres Inhaltes geprüft worden, es wird nämlich 
bemerkt, dass die Lektüre dieser Art Litteratur bedeutend zu- 
nimmt. Desideraten liegen jetzt 2500 unerfüllte und wegen 



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112 Litteratur. 

Knappheit der Mittel unerfüllbare vor. Bestand der Bibliothek 
d. h. der grossen Bates Hall und der Zweige zusammen: 453 967 
Bände, wovon 15 353 im verflossenen Jahre angeschafft wurden. 
Benutzt wurden im Ganzen 1027 393 Bände, vermisst im Laufe 
des Jahres 52. Periodica wurden 551 294 benutzt. Für Bates 
Hall sollte ein neues Gebäude geschaffen werden, es hat aber 
keiner der eingereichten Pläne den Beifall der Trustees und 
Committee gefunden, und augenblicklich ist der Stadt-Baumeister 
mit Ausarbeitung eines Planes beauftragt. — J. Ingersoll Bow- 
ditch, ein Gönner der Bibliothek, schenkte ihr 500 «£•> da aber 
derZuschuss der Gemeinde beschnitten worden, so sind die Geld- 
verhältnisse der Anstalt nicht die glänzendsten, und die Anschaf- 
fung neuer Werke wird dadurch beeinträchtigt. Soweit die 
Trustees. Dem Bericht des Bibliothekars Meilen Chamberlain 
entnehmen wir folgende Nachrichten. Die Bücherbestände der 
Boston Public Library sind so verteilt, dass Bates Hall mit 
269 596 Bänden einer wissenschaftlichen , die Lower Hall und 
Zweige, zusammen 8 Filialen, mit dem Rest der Summe den 
Volksbibliotheken entspricht. Die Filialen haben z. T. ungenü- 
gende Lokale, da aber der Zuschuss von der Stadt eingeschränkt 
worden, so ist keine Aussicht auf Besserung der Verhältnisse 
vorhanden. Die Anschaffung der Bücher bereitet ernste Schwie- 
rigkeiten, denn die Bibliothekare bestimmen weder die wissen- 
schaftlichen noch die anderen, sondern hängen von dem Kate des 
Committee ab und müssen bezüglich der nichtwissenschaftlichen 
Bücher grosse Rücksicht auf die teilweise Unreife ihrer Leser 
nehmen. Das Gebäude der wissenschaftlichen Abteilung ist in 
jeder Beziehung ungenügend und den Dienst beeinträchtigend. 
Die Verwaltung der Bibliothek ist in den Händen des Biblio- 
thekars, über dem eine Anzahl unbezahlter Aufsichtspersonen 
steht. Der Katalog in Bates Hall ist vorzüglich, der in Lower 
Hall wird dem Publikum nicht anvertraut, doch würde sich ein 
zweiter Zettel-Katalog sehr empfehlen, da jetzt die Vermischung 
von gedruckten Katalogen, Bulletins und Finding-Lists eine 
grosse ist, und Zettel- Kataloge doch die einzigen sind, welche 
jederzeit bis ins Unendliche weitergeführt werden können. Cham- 
berlain empfiehlt den Verkauf von Doubletten, und protestiert 
dagegen, dass etwa unter den von der Stadt gemachten Ab- 
strichen, die sowieso schlecht bezahlten Beamten leiden sollen. 
Vielmehr macht er den Vorschlag, dem Publikum die Bibliotheks- 
lokale weniger zu öffnen , um Extra - Hilfen zu sparen und ge- 
wisse Bequemlichkeiten zu entziehen. 20 Appendices enthalten 
1) Wachstum der Bibliothek nach Jahren; 2) den jährlichen Zu- 
wachs; 3) Bände in der Bates Hall; 4) Bände in Lower Hall; 
5) Wachstum der einzelnen Abteilungen; 6) Wachstum durch 



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Litteratur. 123 

neue Erscheinungen; 7) System in Bates Hall; 8) System in 
Lower Hall; 9) Geschenkgeber und Geschenke; 10) Ausleihge- 
schäft; 11) Anmeldungen zur Benutzung der Bibliotheken etc. etc. 

[2417] 

Katalog der Bibliothek des Vereins ftir Geschichte des 
Bodensee's und seiner Umgebung. Bearbeitet und dem 

Vereine gewidmet von Hermann Lanz, Vereinsbibliothekar 
vom September 1880 bis Juni 1884. Lindau 1884. 112 SS. 
Gr. Lex. 8°. 
Der Bearbeiter dieses Kataloges hatte die ganze Bibliothek 
neu einzuteilen und aufzustellen, und da er offenbar für sein Amt 
die nötige Begeisterung besass, — eine bei vielen Vereinsbiblio- 
thekaren nicht zu findende Eigentümlichkeit, — so machte er den 
Katalog auch gleich druckfertig und den Vereinsgenossen damit 
ein kostbares Geschenk. Leider hat Kränklichkeit ihn gezwungen, 
sein Amt aufzugeben, und der Verein somit einen treusorgenden 
Beamten eingebüsst. Im ganzen sind es etwa 2000 Titel, davon 
manche je nach Bedürfnis an mehreren Stellen aufgeführt sind. 
Die Bearbeitung ist im Allgemeinen bibliographisch genau, doch 
fehlt ab und zu die Formatangabe. Innerhalb der Fachabteilungen 
des Systems sind die Titel der Bücher alphabetisch nach den Na- 
men der Verfasser geordnet, mit Ausnahme der Abteilung der im 
Austausch erhaltenen Vereinspublikationen, welche alphabetisch 
nach den Namen der Vereinsorte geordnet sind. Vermutlich um 
zur Nacheiferung im Schenken anzuspornen, hat Lanz den Titeln 
geschenkter Werke stets den Namen des Schenkgebers beigefügt. 
Die Litteratur der landeskundlichen Forschung hat mit diesem Ka- 
taloge einen wertvollen Beitrag erhalten. [2418] 



Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

Theodor Ackermann, Antiquar. Katalog Nr. 148. Mün- 
chen, Promenadeplatz 10. 1521 Nrn. Französische Belletristik. 
— Antiquar. Katalog Nr. 149. 342 Nrn. Reformations- und 
Controversschriften etc. Wiedertäufer und Mennoniten. . Die Thorn- 
sche Affaire 1725. Schriften und Kupferstiche, die Salzburger 
Emigranten betreffend. — Antiquar. Katalog Nr. 157. 791 Nrn. 
Deutsche Geschichte. — Antiquar. Katalog Nr. 158. 1886. 
541 Nrn. Französische Geschichte. [2419.] 

Max Anheisser, Antiquar. Bücherlager Nr. 28. Stutt- 
gart, Schlossstrasse 37. 1523 Nrn. Haus und Landwirtschaft, 
Gartenbau, Gemüsebau, Blumenzucht, Kräuterbücher, Forst- und 
Jagd Wissenschaft, Tierheilkunde, Nachtrag. [2420.] 



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124 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Josef Baer & Co., Antiquar. Anzeiger Nr. 360. Frank- 
furt a. M., Rossmarkt 18. Nr. 9578 — 9865. Miscellanea. — 
Lager-Katalog Nr. 174. 428 Nrn. Sport. Pferdekunde, Reit- und 
Fechtkunst. Jagd. Kostüme u. Festl. Aufzüge. — Lager-Katalog 
Nr. 175. 421 Nrn. Flug- u. Streitschriften des XVI. u. XVII. Jahr- 
hunderts. Böhmischer Krieg. Einblattdrucke. Luther. Hans Sachs. 
Ungarn — Türkei. [2421.] 

J. C. Beijers Catalogus. Utrecht. 7197 Nrn. Geschie- 
denis — Godgeleerdheid — Natur — Genees- en Wiskunde — 
Taal- en Letterkunde — Schoone Künsten. [2422. j 

Fidelis Butsch Sohn, Antiquar. Blätter Nr. 48. Augs- 
burg, März 1886. 926 Nrn. Alchymie etc. Bibeln. Biogra- 
phien, Memoiren und Briefwechsel. Freimaurerei. Incunabeln. 
Musik. Naturwissenschaften incl. Mathematik und Astronomie. 
Neulateiner etc. Numismatik. Pädagogik nebst neueren Lehr- 
büchern. Russisch. [2423.] 

Albert Cohn, Antiquar. Katalog Nr. 175. Berlin W. Moh- 
renstr. 53. 316 Nrn. A — Italien. Amerika. Arithmetik. Artil- 
lerie. Calligraphie. China. Deutsche Comödien. Deutsch-Lateinisch. 
Einbände. Elsass-Lothringen. Embleme. England. Frankreich. 
Jagd. Indien. Italien. [2424.] 

Paul Fontaine, Catalogue mensuel. Paris, Passage des 
Panoramas 35. Janvier — Fevrier 1886. 342 Nrn. Livres an- 
ciens et modernes. [2425.] 

L. M. Glogau Sohn, Antiquar. Katalog Nr. 52. Hamburg, 
Grosser Burstah 23. 1886. 3524 Nrn. Schönwissenschaft. Pracht- 
werke, Kunst und Musik. — Antiquar. Katalog Nr. 53. 1886. 
1308 Nrn. Medizin. Naturwissenschaften. Haus-, Land- und 
Forstwirtschaft, Veterinärkunde, Sport. Mathematik, Astronomie 
und Nautica. Technologie. Nachtrag zu allen Abteilungen. — 
Antiquar. Katalog Nr. 54. 1886. 640 Nrn. Geschichte, Geo- 
graphie und Militaria, Genealogie, Heraldik und Numismatik, Frei- 
maurerei, Jurisprudenz und Staatswissenschaften. Nachtrag zu 
obigen Abteilungen. — Antiquar. Katalog Nr. 55. 1886. 713 Nrn. 
Theologie und Orientalia. Philosophie. Pädagogik und Handels- 
wissenschaften. Linguistik und Verwandtes, Altertumswissenschaft. 
Englische, Französische, Spanische und Portugiesische, Italienische, 
Dänische, Holländische Litteratur. [2426.] 

Ludolph St. Goar, Antiquar. Anzeiger Nr. 18. Frank- 
furt a. M., Zeil 13 und Baugraben 12. 1886. 450 Nrn. Mis- 
cellanea. [2427.] 

Karl W. Hiersse mann, Antiquar. Katalog Nr. 14. 1886. 
Leipzig, Turnerstr. 1. 479 Nrn. Ornamentik und die übrigen 
Zweige des Kunstgewerbes. Architektur. [2428»] 

Aug. Hirsch, Antiquar. Verzeichnis Nr. 10. 1886. Dres- 



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PJÜJWV- ■■*'' 



Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 125 

den, Freiberger Str. 40. 58 Nrn. Militärtrachten, Civiltrachten, 
Kunst. [2429.] 

U. Hoepli, Catalogo Nr. 121. 1886. Milano, Corso Vitt. 
Eman. 37. 2635 Nrn. Grammatica e Lessicografia. Dialetti. 
Storia della letteratura, ecc. Letteratura italiana e traduz. Di- 
zionarii delle lingue italiana e straniere. [2430.] 

Ulrico Hoepli, Antiquar. Katalog. 1886. Milano, 37 Corso 
Vittorio Emanuele. 122 Nrn. Manoscritti con Miniature dal Se- 
colo X°. in avanti gia appartenenti al Marchese Carlo Trivulzio. 

[2431.] 

Heinrich Kerler, Antiquar. Katalog Nr. 100. Ulm. 1886. 
1000 Nrn. I. Theologie. II. Jurisprudenz. Nationalökonomie. 
III. Medizin. IV. Philosophie. V. Linguistik. Classische Philologie. 
Orientalia. VI. Geschichte. VII. Deutsche Litteratur. VIII. Natur- 
wissenschaften. Mathematik. Physik. Chemie. IX. Seltenheiten. 
X. Kunst. XI. Moderne Litteraturen. [2432.] 

Kirch ho ff & Wigand, Antiquar. Bücherlager Nr. 752. 
1886. Leipzig, Marienstr. 19. 3280 Nrn. Rechts- und Staats- 
wissenschaften: I. Rechtswissenschaften excl. d. Handels-Criminal- 
und Kirchenrechts und des Konkursprozesses. — Antiquar. Bücher- 
lager Nr. 753. 1886. 801 Nrn. II. Handelsrecht und Handels- 
wissenschaften. Concursprozess. — Antiquar. Bücherlager Nr. 754. 
1886. 974 Nrn. III. Criminalrecht, Kirchenrecht, " — Antiquar. 
Bücherlager Nr. 755. 1886. 795 Nrn. IV. Staats- und Cameral- 
wissenschaften. [2433.] 

Heinrich Kirsch, Antiquar. Verzeichnis Nr. 5. Wien, 
Singerstrasse Nr. 7. Kath. Theologie. [2434.] 

Klemmings Katalog Nr. 58. 1886. Stockholm, Malm- 
torgsgatan Nr. 6. Nr. 2. Blandad Litteratur: Arkeologie. Köpen- 
hamn. Medicin. Norge. Numismatik. Runor m. m. [2435.] 

H. J. Koch, Antiquar. Katalog Nr. 30. 1885/86. Hamburg, 
Schauenburgerstr. 25. 1604 Nrn. I. Theolog. Encyklopädie. Zeit- 
schriften. Sammelwerke. Allgemeines. II. Die Bibel i. d. Original- 
sprachen u. Uebersetzungen. HI. Concordanzen. Bibl. Wörter- 
bücher. Bibl. Philologie. IV. Judaica. Jüdische Geschichte und 
Altertümer. Bibl. Archäologie und Geographie. V. Die nicht- 
christlichen Religions-Systeme. Mythologie. VI. Hermeneutik. 
Isagogik. Exegese u. Kritik. VII. Philosophie. VIII. Pastoral- 
theologie. Predigten. Erbauungsbücher. Hymnologie. IX. Nachtrag. 
— Antiquar. Katalog 32. 1886. 1661 Nrn. I. Deutsche Litte- 
ratur u. Uebersetzungen. II. Neueste Erwerbungen. III. Jugend- 
schriften. IV. Englische Litteratur. [2436.] 

Wilh. Koch & Reimer, Antiquar. Katalog Nr. 17. 1886. 
Königsberg i. Pr., Prinzessinstrasse 3 a. 573 Nrn. Rechts- und 
Staatswissenschaft. Neuere juristische Litteratur. [2437.] 



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126 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge« 

Wilhelm Koebner, Antiquar. Katalog Nr. 184. Breslau, 
Schmiedebrücke 56. 1431 Nrn. Orientalia. Vorwiegend Hebraica 
und Judaica. [2438.] 

Lehmann & Lutz, Antiquar. Anzeiger Nr. 59. 1886. 
Frankfurt a. M., Weissadlergasse 3. 6918 — 7593. Neueste Er- 
werbungen. [2439.] 

Leo Liepmannssohn, Antiquar. Katalog. 1886. BerlinW 
63, Charlottenstr. 1309 Nrn. Autographen-Sammlung. I. Regie- 
rende Fürsten und ihre Häuser. II. Kriegsmänner. III. Staats- 
männer, Diplomaten, Revolutionsmänner, Rebellen. IV. Musiker. 
V. Bühnen-Künstler u. Künstlerinnen. VI. Dichter u. belletristische 
Schriftsteller im Allgem. VII. Bildende Künstler. VIII. Philo- 
sophen u. Pädagogen. IX. Theologen, Reformatoren, Sektierer, 
Kirchenfürsten. X. Philologen, Linguisten. XI. Juristen, National- 
ökonomen. Politische u. staatswissenschaftliche Schriftsteller. XII. 
Historiker, Geographen, Archäologen, Numismatiker. Literar- 
historiker, Bibliographen, Buchhändler. XIII. Naturforscher und 
Aerzte. Vertreter der exakten Wissenschaften. Erfinder. Astro- 
logen. XIV. Varia und Nachträge. [2440.] 

E.Lucius, Lager- Verzeichnis Nr. 49. Leipzig, Burgstr. 24. 
Praktische u. theoretische Musik. Nachtrag. [2441.] 

Rudolf Merkel, Antiquar. Katalog Nr. 88. 1886. Er- 
langen. 818 Nrn. Geschichte, Sprache u. Litteratur der Roma- 
nischen Völker. [2442.] 

Frederic Muller & Co. Catalogue. 1886. Amsterdam, 
Doelenstraat 10. 2842 Nrn. Nederlandsche Geschiedenis en 
Plaatsbeschryving. — Catalogue. 1886. Amsterdam, Doelen- 
straat 10. 704 Nrn. Jurisprudence. — Catalogue. 1886. 
Amsterdam, Doelenstraat 10. 1259 Nrn. Histoire des Pays-Bas. 

[2443.] 

Paul Neubner, Antiquar. Katalog Nr. 3. Köln, Passage 
43 — 47. 4989 Nrn. I. Deutsche u. ausländ. Klassiker, Sprach- 
wissenschaft , Litteraturgeschichte , Bibliographie , Encyclopädien, 
und Conversationslexika, Romane, Novellen, Erzählungen, Schau- 
spiele, Gedichte, Sprichwörter, Zeitschriften etc. II. Deutsche 
Unterhaltungsschriften. III. Humoristica. Varia. IV. Französische 
Litteratur. V. Englische Litteratur. — Anhang 1) Musik. 
2) Allgemeine Gesundheitspflege. 3) Haus- und Land-, Forst- und 
Jagdwissenschaft. 4) Handels-, Bank-, Geld- u. Münz Wissenschaft. 

[2444.] 

Wilhelm Rath, Antiquar. Bücherlager Nr. 7. Esslingen. 
8°. 971 Nrn. I. Naturwissenschaften, Allgemeines, Zoologie, 
Botanik, Mineralogie. II. Chemie, Physik, Pharmacie. III. Forst-, 
Haus - und Landwirtschaft. IV. Astronomie. V. Baukunde, 
Mechanik, Technologie Gewerbskunde. — Antiquar. Bücherlager 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 127 

Nr. 8. 1047 Nrn. Deutsche Belletristik, Uebersetzungen, Litera- 
turgeschichte, Kunst- u. Musiklitteratur. [2445.] 

Leo Revai. Antiquar. Bücherlager Nr. 15. 1886. Buda- 
pest IV, Universitätsgasse 11. 1697 Nrn. Allgemeines, Zeit- 
schriften. Griechische und röm. Geschichte. Die Staaten Europas. 
Asien u. Afrika. Amerika u. Australien. Numismatik, Genealogie 
und Heraldik. Nachtrag. [2446.] 

F. Rohrbacher, Antiquar. Katalog Nr. 13. 1886. Lienz 
(Tirol). 410 Nrn. Alte und kostbare Drucke, Holzschnitt- und 
Kupferwerke, ältere französische Litteratur, wertvolle Editio- 
nen etc. — Antiquar. Katalog Nr. 14. 1886. 1030 Nrn. 
I. Austriaca. Hungarica. Nachtrag. — Antiquar. Katalog Nr. 14. 
1886. 3000 Nrn. Katholische Theologie. — Antiquar. Katalog 
Nr. 17. 1886. 1885 Nrn. Auswahl älterer u. zum Teil seltener 
Werke aus allen Fächern. — Antiquar. Katalog Nr. 17. Lienz. 
855 Nrn. Jurisprudenz. — Antiquar. Katalog Nr. 18. 430 Nrn. 
Wertvolle neuere Bücher, wissenschaftliche, illustrierte u. Pracht- 
werke. [2447.] 

Ludwig Rosenthal, Catalogue Nr. 42. München, 1453 
Nrn. Seltene u. wichtige Werke aus allen Fächern. 

[2448.] 

A. C. Schaefer, Antiquar. Bücherlager Nr. 30. 1886. 
München, Pfandhausstr. 5. 1278 Nrn. 1. Pracht- u. Kupfer- 
werke. 2. Schön wissenschaftl. Litteratur. 3. Französische, 4. Eng- 
lische, 5. Italienische Litteratur. 6. Geschichte, Geographie, 
Reisen, Naturwissenschaft, Kartenwerke. 7. Kunst und Kunst- 
gewerbliches. 8. Architektur, Ingenieurwissenschaft, Technologie, 
Mathematik. 9. Varia. [2449.] 

J. Scheible, Antiquar. Anzeiger Nr. 56. Stuttgart. 289 
Nrn. Miscellanea. Zum Teil grössere Werke, litterar. Selten- 
heiten, alte Holzschnitt- u. Kupferwerke etc. etc. Kupferstiche. 
Curiosa. [2450.] 

Emil Schilling, Antiquar. Bücherverzeichnis Nr. 54. 1886. 
Dresden, Güterbahnhofstr. 29. XVI. und XVII. Jahrhundert, 
Curiosa. Vermischtes. [2451.] 

Felix Schneider, Antiquar. Anzeiger Nr. 68. 1885. 
Basel. 294 Nrn. Vermischtes. Theologie. Klassiker. — Antiquar. 
Katalog Nr. 182. Basel. 1248 Nrn. Allgemeines. Deutsch- 
land. Oesterreich-Ungarn. Frankreich. Grossbritannien. Italien. 
Niederlande. Russland. Schweiz. Skandinavien und Dänemark. 
Spanien und Portugal. Türkei , Griechenland , Serbien. Afrika. 
Amerika. Australien. — Antiquar. Katalog Nr. 183. 1281 Nrn. 
Kunst , Kunstgeschichte , Archäologie , Architektur, Ingenieur- 
wissenschaft , Kunstgewerbe, Malkunst, Vorlagen für Blumen- 
malerei. Illustrierte u. Prachtwerke. 2452.1 



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128 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

B. Seligsberg, Antiquar. Katalog Nr. 192. 1886. Bay- 
reuth. 1529 Nrn. Auswahl aus allen Wissenschaften. [2453.] 

Simmel & Co., Antiquar. Katalog Nr. 106. 1886. Leipzig, 
Rossstrasse 18. 1694 Nrn. Allgemeine Schriften. Gesammelte 
Werke. Zeitschriften. Bibel- Ausgaben. Biblische Philologie u. 
Exegese. Biblische Alterthümer. Geschichte der Heiligen Schrif- 
ten. Die Bibel im Allgemeinen. Kirchenväter u. ältere Kirchen- 
lehrer. Kirchen- und Dogmengeschichte. Die Konzilien. Das 
Zeitalter der Reformation. Schriften der Reformatoren. Reli- 
gionsphilosophie, Religionssysteme der nicht christlichen Völker. 
Mythologie. Dogmatik, Polemik, Symbolik, Schriften der Mystiker 
und Freigeister. Praktische Theologie. Christliche Archäologie 
und Kunst, Bücher mit Illustrationen. Nachtrag. [2454.] 

J. A. Stargardt, Antiquar. Katalog Nr. 154. 1886. 
Berlin W, Markgrafenstr. 48. 1561 Nrn. Auetores graeci. 
Auetores latini. Archaeologia. Numismatica antiqua. Appen- 
dix. — Antiquar. Katalog Nr. 155. 1886. Berlin W, Mark- 
grafenstr. 48. 1097 Nrn. Slavica. Scandinavica. England, 
Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Militaria. 
Kunst. Autographen. [2455.] 

M. Thoma, Antiquar. Bücher- Anzeiger Nr. 805. März 1886. 
München, Löwengrube 22. 217 Nrn. Varia. Bavarica. [2456.] 

A. Twietmeyer, Antiquar. Katalog Nr. 90. 1886. Leipzig, 
Querstr. 23. 1456 Nrn. Auswahl von Büchern aus allen Wissen- 
schaften, vornehmlich Kunst, Architektur u. Verwandtes. [2457.] 

F. Vi e weg, Antiquar. Catalogue Nr. III. Paris 67, rue 
de Richelieu. Nr. 2834 — 3406. Philosophie. Pedagogie. — 
Antiquar. Catalogue Nr. IV. Nr. 3407 — 4251. Jurisprudence. 
ficonomie Politique. Statistique. [2458.] 

H. Welt er, Catalogue Nr. 3. Mars 1886. Paris, 59 Rue 
Bonaparte. 508 ,Nrn. Geschichte. Geographie. Archäologie. 
Rechtswissenschaft etc. [2459.] 

C. F. Wind au, Antiquar. Verzeichnis. Gotha, Fleisch- 
gasse 16. I. Romane, Novellen etc. II. Reisebeschreibungen, 
geschichtliche Werke etc. III. Jugend Schriften. IV. Theater. 
V. Englische Bücher. [2460.] 

J. Windprecht, Bücher-Anzeige Nr. 389. 1. März 1886. 
Augsburg. 377 Nrn. Varia. Augustana. (Forts.) [2461.] 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



Mai. 



Inhalt : 



18S6. 



Regulativ für die Staatsbibliotheken des Königreichs Italien. — Zum 
Jubiläum der königl. öffent. Bibliothek in Dresden. — Bestimmungen 
der Pariser Bibliotheque nat. — Bibliographien. — Litteratur. — Ab- 
drücke aus Bibl. -Handschriften. — Periodica. — Miszellen. — Persona- 
lien. — Kataloge. 

Regulativ für die Staatsbibliotheken des Königreichs 

Italien, 

veröffentlicht als Supplement zu No. 294 vom 3. Dezember 1885 
der Gazetta ufficiale del regno d'Italia. 

Vorbemerkung. 
Da es sich bei der Wiedergabe des Regulatives in einem 
deutschen Blatte darum handelt, den Lesern desselben einen 
raschen Einblick in den Inhalt zu ermöglichen, scheuen wir die 
Mühe der Uebersetzung nicht, und zwar besonders deshalb, weil 
die Kenntnis des Italienischen vermutlich in deutschen biblio- 
thekarischen Kreisen nicht eine derartige sein dürfte, dass ein 
Regulativ von 191 Paragraphen ohne häufiges Aufschlagen eines 
Wörterbuches erfolgen könnte. 

I. Oeffentliche Staatsbibliotheken. 

1) Die dem Publikum zugänglichen und dem Ministerium 
des Öffentlichen Unterrichtes unterstellten Staatsbibliotheken zer- 
fallen in selbständige, und in solche, welche anderen Instituten 
dienen oder durch ihre Verwaltung mit anderen Instituten ver- 
einigt sind. 

2) Selbständige Bibliotheken sind die folgenden: 

die Biblioteca Nazionale (Magliabechiana-Palatina) in Florenz, 
„ „ „ (Braidense) in Mailand, 

„* „ in Neapel, 

„ „ „in Palermo, 

„ „ „ (Vittorio Emanuele) in Rom, 

„ „ „ in Turin, 

„ „ „ (Marciana) in Venedig, 

„ „ Governativa in Cremona, 

9 



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130 Regulativ für die Staatsbibl. des Königr. Italien. 

die Biblioteca Maruccelliana in Florenz, 

„ ., Mediceo- Laurenziana in Florenz, 

„ „ Riccardiana in Florenz, 

„ ,, Governativa in Lucca, 

„ „ Estense in Modena, 

„ „ Palatina in Parma, 

„ „ Angel ica in Rom, 

,, „ Casanatense in Rom. 

Anderen Instituten dienen : 

die Universitätsbibliothek in Bologna, 

„ „ in Cagliari, 

„ „ in Catania, 

„ „ in Genua, 

„ „ in Messina, 

„ „ in Modena, 

„ „ in Neapel, 

„ n ^ n Padua, 

in Pavia, 

„ „ in Rom, 

„ „ in Sassari; 

die mit den höheren Lehranstalten des Königreichs verbundenen 

Bibliotheken ; 
die Biblioteca Valliceliana in Rom, für welche die im kgl. 
Dekret vom 15. Oktober 1884 enthaltenen Bestimmungen 
gelten ; 
die fiskalische Abteilung der Musikalienbibliothek der kgl. 
Accademia di S. Cecilia in Rom, für welche das kgl. Dekret 
vom 2. März 1882 gilt; durch ihre Verwaltung sind mit 
anderen Bibliotheken verbunden: 
die Biblioteca Brancacciana in Neapel mit der Biblioteca Nazio- 

nale; 
die Biblioteca Ventimiliana' in Catania mit der Universitäts- 
bibliothek. 

Die Biblioteca Nazionale in Florenz und die Biblioteca Vittorio 
Emanuele in Rom, welche allein die sämtlichen in Italien er- 
scheinenden Publikationen sammeln, führen den Namen „Biblioteche 
Nazionali Centrali". 

3) Die Bibliotheken der kgl. Akademien der Litteraturen 
und Wissenschaften, der Institute der schönen Künste, der Galerien 
und der Museen, der kgl. Lyceen und Gymnasien, der technischen 
Institute u. s. w. und die mit Konvikten u. dgl. vereinigten, nicht 
dem grossem Publikum zugänglichen, haben besondere Regulative. 

4) Die Biblioteca Nazionale in Florenz und die Biblioteca 
Nazionale in Rom müssen in Verfolg ihrer Bestimmung 



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Regulativ für die Staatsbibl. des Königr. Italien. 131 

a. sammeln und geordnet bewahren Alles, was in Italien 
veröffentlicht wird, und was sie nach dem bestehenden Pressge- 
setz erhalten; 

b. bereichern den litterarischen und wissenschaftlichen Apparat 
nach Möglichkeit, um in Vollständigkeit die Geschichte des ita- 
lienischen Gedankens darzustellen; 

c. anschaffen die vorzüglichsten ausländischen Werke, welche 
Italiens Geschichte oder wissenschaftliche, künstlerische oder 
litterarische Kultur beleuchten; 

d. ein Bild geben, nach Möglichkeit, in ihrem Zusammenhang 
und im Allgemeinen auch von der Kultur des Auslandes. 

5) Die anderen National-Bibliotheken, welche gleichfalls von 
der Italiens und soweit möglich von der des Auslandes ein Bild 
geben sollen, bereichern ihre Bestände aus den wichtigsten alten 
und neuen, italienischen und ausländischen Publikationen. 

Jede von ihnen wird dafür Sorge tragen, dass sie mit den 
andern Bibliotheken ihrer Stadt ein Bild von der Kultur ihrer 
Landschaft gibt. 

6) Diesen Zweck werden, in engeren Grenzen, auch die 
selbständigen Bibliotheken der Städte, in welchen keine National- 
Bibliothek sich befindet, verfolgen, falls nicht ihre Gründungs- 
Bestimmungen oder besondere vorgeschriebene Ziele es anders 
verlangen. 

7) Die Universitätsbibliotheken umfassen nicht nur die in 
der Bibliothek vorhandenen, sondern auch die in Kabinetten, 
Laboratorien, Kliniken, Museen und anderen mit der Universität 
zusammenhängenden Institute oder Spezialschulen befindlichen. 

Sie sind verpflichtet: 

a. den Studierenden das notwendige Material zu den an der 
betreffenden Universität gepflegten Disziplinen zu liefern; 

b. den Lehrenden die zu Forschungen nötigen Hilfsmittel 
nach dem neuesten Stande der von ihnen vertretenen Wissen- 
schaft zu bieten. 

8) Die National- und die Universitätsbibliotheken haben als 
Beihilfen die anderen Bibliotheken ihrer Stadt zu betrachten, 
seien sie fiskalische oder nicht, und bei der Vermehrung ihrer 
Bestände werden sie denjenigen wissenschaftlichen Disziplinen den 
Vorzug geben, welche in den anderen Bibliotheken ihres Ortes 
ungenügend vertreten sind. 

IF. Innere Einrichtung. 

9) Der ganze litterarische und wissenschaftliche Apparat und 
das in der Bibliothek vorhandene Mobiliar ist der Aufsicht und 
der Pflege des Präfekten der Bibliothek, oder des Bibliothekars 
oder dessen Stellvertreters anvertraut. 



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132 Regulativ für die Staatsbibl. des Königr. Italien. 

10) Es ist strenge Pflicht jedes Beamten, sofort dem Vorstande 
der Bibliothek Mitteilung zu machen von jeder Unterschlagung, 
Verzettelung, Unordnung oder Beschädigung des Apparates oder 
Materials seiner Bibliothek, vom denen er direkte oder indirekte 
Kenntnis erhält. 

Von dem Verstelltsein oder dem Verschwinden von Büchern ist 
sofort auch dem Beamten Nachricht zu geben, welcher die Liste 
der vermissten oder gestohlenen Bücher führt, vgl. hierzu Art. 30. 

Wer dieser Bestimmung zuwider handelt, verfällt in Diszipli- 
narstrafe. 

11) Jedes in die Bibliothek aufgenommene Werk ist sofort 
zu kollationieren, um zu erfahren, ob sich darin Defekte finden, 
welche der Bibliotheks- Vorstand ergänzen zu lassen hat. 

12) Alle Bände der gedruckten oder geschriebenen Werke 
und alle schon in der Bibliothek vorhandenen oder in dieselbe 
aufzunehmenden Werke müssen auf dem Titelblatt einen Stempel 
mit dem Namen der Bibliothek haben. 

13) Alle Bände gedruckter oder geschriebener Werke, und 
alle in die Bibliothek aufzunehmenden Werke sind sofort in das 
Zugangs-Register einzutragen, und ausser dem Stempel der Bib- 
liothek, welchen sie nach Artikel 12 aufgedrückt bekommen müssen, 
müssen sie mit der fortlaufenden Nummer ausgezeichnet werden, 
unter welcher sie im Zugangs-Register verzeichnet worden sind. 

Diese fortlaufende Nummer ist mit einem mechanischen Zähl- 
apparat (Numeroteur) auf die letzte Text-Seite jedes Bandes oder 
Werkes zu stempeln. 

14) Ueber die bessere Aufbewahrung der in der Bibliothek 
befindlichen oder in dieselbe aufzunehmenden Bände oder Werke 
von höchster bibliographischer Seltenheit wird das Ministerium be- 
sondere Bestimmungen erlassen. 

15) Jede Bibliothek hat zu führen, je für die gedruckten 
und die geschriebenen Bücher, 

ein allgemeines Inventar, 

einen alphabetischen Katalog, 

einen systematisch nach den Gegenständen geordneten Katalog. 

16) Alle Bände der gedruckten oder geschriebenen Bücher 
müssen, wenn sie in das Zugangs-Register eingetragen sind, mit 
bibliographischer Genauigkeit auf den zur Herstellung des alpha- 
betischen und des systematischen Katalogs nötigen Zetteln ver- 
zeichnet werden, und zwar ehe sie eingeordnet und in das In- 
ventar eingetragen werden. 

Jeder Zettel muss aufweisen die dem entsprechenden Werke 
im Zugangsregister gegebene Nummer und das Zeichen des den 
Zettel schreibenden Beamten. Sobald das Werk eingeordnet ist, 
wird auf dem Zettel die Standorts- Signatur vermerkt. 



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Regulativ für die Staatsbibl. des Königr. Italien. 133 

17) Im Haupt -Inventar der Druckwerke und in dem. der 
Handschriften sind alle in der Bibliothek vorhandenen Werke und 
ihr Standort zu verzeichnen. 

Die beiden ebengenannten Inventare sind in Bandform an- 
zulegen. 

18) Es ist strengstens verboten, in den Inventaren zu radieren 
oder mit Säuren Geschriebenes zu tilgen. Notwendigwerdende 
Korrekturen sind mit roter Tinte zu machen, damit man immer 
das zuerst Geschriebene lesen kann. 

Bei den Eintragungen in das Inventar ist beim Haupttitel 
jedes in die Bibliothek aufgenommenen Werkes die ihm im 
Zugangs- Register gegebene fortlaufende Nummer und die Stand- 
ortsnummer anzugeben. 

Der alphabetische Katalog der Bücher wie der der Hand- 
schriften ist in einem einzigen Alphabet anzulegen. 

19) In den alphabetischen Katalog der Druckwerke sind 
nicht aufzunehmen die musikalischen Partituren oder Stücke, die 
geographischen Karten, die Drucke oder Stiche, die Photographien 
etc., soweit sie ohne Text erschienen, oder von der Art sind, dass 
sie anders als die eigentlichen Bücher registriert und beschrieben 
werden müssen. 

Die Spezialkataloge sind gleichzeitig mit dem alphabetischen 
Kataloge anzulegen. 

20) Der Sachkatalog soll alle Werke nach den in ihnen be- 
handelten Disziplinen geordnet enthalten. Die zu einer Wissen- 
schaft gehörigen Werke werden in die Unterabteilungen des 
Kataloges eingeordnet, welche den verschiedenen Teilen der be- 
treffenden Wissenschaft entsprechen. 

Die denselben Gegenstand behandelnden Schriften werden in 
chronologischer Reihenfolge aufgeführt, ausgehend von der Editio 
princeps. 

21) Die in jeder Bibliothek bei der Anlage des alphabetischen 
und des Sach- Kataloges befolgten Regeln sind vor jeden Katalog 
zu schreiben und dürfen ohne schwerwiegende Gründe und ohne 
Genehmigung des Ministeriums nicht abgeändert werden. 

22) Die Erlaubnis in Bände die Zettelkataloge umzuschreiben 
gibt das Ministerium, nachdem der Präfekt oder Bibliothekar den 
Zustand der vorhandenen Kataloge, die anzuwendende Art der 
Revision und Katalogisierung, die Beamten, denen die Arbeit an- 
vertraut werden soll, die Zeit und die voraussichtlich erwachsenden 
Kosten angegeben hat. 

23) Am Ende aller 3 Monate ist von jeder Bibliothek dem 
Ministerium über die angeschafften Werke und den am Haupt- 
Inventar, am alphabetischen und Sach- Kataloge der Druckwerke 
und Handschriften, an den Spezial- Katalogen und erklärenden 



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134 Regulativ für die Staatsbibl. des Königr. Italien. 

Indices geschehenen Arbeiten Meldung zu machen, wobei ein 
statistisches Register nach Form A anzuwenden ist. 

24) Die Staatsbibliotheken, welche schon in guter Ordnung 
die obenerwähnten Kataloge der Druckwerke und Handschriften 
und die in Art. 19 erwähnten haben, legen besondere erklärende 
Indices an über 

die Inkanabeln und bibliographischen Seltenheiten ; 

die alte Musik; 

die Gradbücher und alten geographischen Karten; 

die Stiche und Portraits; 

die Autographen; 

die Miniaturen ; 

die Pallmpseste; 

die Codices mit bestimmtem Datum; 

die Pergamente; 

die Handzeichnungen; 

die künstlerischen Einbände. 

Der Bibliothekar hat diejenigen unter den oben genannten 
Indices zuerst anfertigen zu lassen, welche sich auf die am zahl- 
reichsten vertretenen und wichtigsten Sammlungen der Bibliothek 
beziehen. 

25) Zur Veröffentlichung der obengenannten erklärenden 
Indices und des Inventars oder des Sachkatalogs der Handschriften 
gehört die Genehmigung des Ministeriums. 

26) Die veralteten, ausser Gebrauch gesetzten Kataloge der 
Bibliotheken und die Register oder Teil-Kataloge ganzer erworbener 
Sammlungen sind sorgfältig in einer besonderen Abteilung des 
Archives jeder Bibliothek aufzubewahren. 

27) Ausser den in Artikel 15 und 19 erwähnten Katalogen 
hat jede Bibliothek folgende Register zu führen: 

a. der incompleten Werke ; 

b. der lückenhaften oder unvollendeten Werke; 

c. der fortzusetzenden Werke ; 

d. der verlorenen oder entwendeten Werke ; 

e. der Doubietten. 

28) Das Register der incompleten Werke, denen schon er- 
schienene Bände oder Hefte fehlen, und das Register der lücken- 
haften oder unvollendeten Werke, mögen ihnen viele oder wenige 
Blätter, Seiten, Tafeln, Stiche etc. fehlen, werden auf Zetteln ge- 
führt, auf welchen deutlich das Fehlende verzeichnet ist; wo- 
möglich ist der Wert der zu erwerbenden Bände, Hefte u. s. w. 
anzugeben. 

29) Die Kontinuationsliste ist auf Zetteln nach Form B 
(1, 2, 3, 4, 5 und 6) zu führen, wobei die nach und nach ein- 
gehenden Bände, Hefte und Blätter verzeichnet werden. 



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Regulativ für die Staatsbibl. des Königr. Italien. 135 

30) Das Register der verlorenen oder entwendeten Werke, 
worüber Artikel zu vergleichen, ist nach Form C. zu führen. 

31) Das Doubletten - Verzeichnis ist auf alphabetisch ge- 
ordneten Zetteln zu führen. Auf den Zetteln sind die eventuellen 
Eigentümlichkeiten der doppelten Exemplare und die Signaturen 
der der Benutzung des Publikums verbleibenden anzugeben. 

32) In jeder Bibliothek sind wenigstens folgende Register 
zu führen: 

1. ein Zugangsregister über die gekauften, oder geschenkten, 
oder die als Pflichtexemplare erhaltenen Werke ; 

2. ein Verzeichnis der bei Buchhändlern für die Bibliothek 
bestellten Werke; 

3. ein Kassenbuch; 

4. ein Ausgabe-Buch; 

5. ein Hauptbuch der Gläubiger; 

6. ein Register der zum Binden gegebenen Werke; 

7. ein Register der täglich in den Lesesaal gelieferten Druck- 
werke oder Handschriften; 

8. ein Zettelregister der dieselbe Handschrift benutzt nahenden 
Leser ; 

9. ein Verleihungsjournal; 

10. ein Register über die zum Zwecke des Entleihens ausge- 
stellten Bürgschaften; 

11. ein Register über die an andere Bibliotheken verliehenen 
Werke ; 

12. ein Register der eingehenden und eins der ausgehenden 
Briefe ; 

13. ein Mobiliar-Inventar. 

33) Das Zugangsverzeichnis muss alle in die Bibliothek, sei 
es durch Kauf, oder Geschenk oder als Pflichtexemplar gelangenden 
Druckwerke und Handschriften enthalten. 

Es ist nach Form D. zu führen. 

In den grossen Bibliotheken, in denen ein Beamter nicht im 
stände sein würde, allein dies Register zu führen, kann die Ar- 
beit geteilt werden, so dass einer die Ankäufe, ein anderer die 
Geschenke, ein dritter die Pflichtexemplare verzeichnet. In diesem 
Falle sind trotzdem die Zugangs-Nummern in einer einzigen Reihe 
fortzuführen, indem von dem einen Register auf das andere ver- 
wiesen wird. 

In gleicher Weise kann bei den Universitätsbibliotheken, 
unter Beibehaltung einer einzigen Zugangsnummern-Reihe, das 
Zugangsverzeichnis der Bücher der Bibliothek von dem der für 
Kabinette, Laboratorien, Kliniken, Museen oder andere Institute 
und mit der Universität zusammenhängende Spezialschulen ge- 
kauften oder geschenkten Werke getrennt werden. 



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136 Regulativ für die Staatsbibl. des Königr. Italien. 

34) Das Verzeichnis der bei den Buchhändlern bestellten 
Bücher ist nach Form E. zu führen. 

Alle Bestellungen müssen vom Präfekten der Bibliothek oder 
dem Bibliothekar unterzeichnet sein. 

35) Im Kassenbuche werden verzeichnet die Einnahmen und 
empfangenen Zahlungen, um eine Uebersicht über die vom Mini- 
sterium der Bibliothek vorausgewährten Fonds zu geben. Im 
Ausgabejournal werden in chronologischer Reihenfolge alle Kosten 
der Bibliothek nach Form F. verzeichnet. 

Am Ende jeden Verwaltungsjahres hat jede Bibliothek dem 
Ministerium ihren Rechnungsabschluss mit den aus dem Ausgabe- 
journal ausgezogenen Daten und enventuell mit Bemerkungen 
versehen einzureichen. 

Die Zusammenstellung dieser Rechnungsabschlüsse der ver- 
schiedenen Bibliotheken wird sofort vom Ministerium im Bollet- 
tino Ufficiale della Pubblica Istruzione veröffentlicht. 

36) Für jede Arbeit oder jeden Einkauf hat der Präfekt 
oder Bibliothekar die entsprechende Rechnung zu verlangen. Ohne 
eine begleitende Rechnung können weder Bücher noch andere 
Gegenstände in einer Bibliothek angenommen werden. 

Im Hauptbuch der Gläubiger werden jedesmal die Rech- 
nungen auf den betreffenden Konten eingetragen. 

Die Zahlungen werden sofort in das Kassenbuch und das 
Ausgabebuch eingetragen, und werden an ihrem Orte im Haupt- 
buche vermerkt. 

37) Im Buchbinderjournale (Form G.) werden die aus der 
Bibliothek zum Binden gegebenen Bücher eingetragen. 

Sobald der Lieferschein geschrieben ist, bekennt sich der 
Buchbinder im Journale dazu, an dem und dem Tage die Bücher 
erhalten zu haben, und bezeichnet den Tag, an welchem er sich 
verpflichtet sie wieder abzuliefern. 

Beim Akte des Konsignierens erhält der Buchbinder einen 
Lieferschein (Form H.), den er mit den gebundenen Büchern wieder 
mitzubringen hat. 

Beim Akte des Ablieferns hat der Beamte die Arbeit und 
den Preis zu kontrollieren und im Register selbst zu bestätigen, 
dass er die Bücher in Empfang genommen und die betreffende 
Rechnung im Hauptbuche beglaubigt hat. 

Der Buchbinder ist verpflichtet, auf der Innenseite eines 
Banddeckels ein Zettelchen mit seinem Namen anzubringen. 

Ein alphabetisches Repertorium wird bei dem Namen eines 
jeden Buchbinders die Ordnungsnummer finden lassen, unter welcher 
jede Lieferung im Buchbinder- Journal verzeichnet ist. 

38) Im Register der jeden Tag im Lesesaal benutzten Druck- 
werke oder Handschriften ist das Datum anzugeben, und zwar 



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Zum Jubiläum der K. öffentl. Bibliothek in Dresden. 137 

ist die Benutzung am Tage und die am Abend zu unterscheiden. 
(Form I.) 

Beim Registrieren der handschriftlichen Werke ist beim 
Haupttitel stets die Signatur des Codex anzugeben und die fort- 
laufende Nummer des Verlangens nach ihm. (Form K.) 

In den Bibliotheken mit mehreren Sälen kann, erforderlichen 
Falles, für jeden Saal ein besonderes Register geführt werden. 

39) Für jede zum Lesen gegebene Handschrift ist auf dem 
dazu gehörigen Blatte der Name der Leser zu bemerken, welche 
sie benutzt haben (Form L.) mit allen nötigen Vermerken. 

Diese Blätter bilden einen nach der Signatur der benutzten 
Codices zu ordnenden Katalog, der mit Erlaubnis der Bibliotheks- 
Direktion auch vom Publikum besichtigt werden darf. Ein alpha- 
betisches Verzeichnis der Personen, welche Codices der Bibliothek 
benutzt haben, hat bei jedem Lesernamen die Signaturen der be- 
nutzten Codices anzugeben. (Forts, folgt.) [2462.] 



Znm Jubiläum der KOnigl. offen«. Bibliothek 
in Dresden. 

Am 8. April feiert die königl. öffentliche Bibliothek die Er- 
innerung an zwei bedeutungsvolle Ereignisse der vergangenen 
Jahrhunderte: erstlich ihre vor genau hundert Jahren beendete 
Ueberführung in die schönen Bäume, welche sie jetzt innehat; 
ferner ihre im Jahre 1586 erfolgte Begründung. Zum bleiben- 
den Zeichen dieses Tages hat Geh. Hofrat Förstemann auf Ver- 
anlassung der Generaldirektion der königl. Sammlungen einen 
Band „Erläuterungen zur Maya-Handschrift", diesem wertvollen, 
noch viele Rätsel bergenden Besitz der Bibliothek, veröffentlicht. 

Bekanntlich war es Kurfürst August, der den Giund zu 
dieser, wie zu der Mehrzahl der übrigen hiesigen Sammlungen 
legte. Zu seinem privaten Gebrauche bildete er sich die statt- 
liche Bücherei, welche im Schloss Annaburg bei Torgau ihre Auf- 
stellung erhielt. Alle Fächer fanden da gleichmässige Berück- 
sichtigung, und in wohlüberlegter Auswahl wurden die erlesensten 
Erzeugnisse der damaligen Litteratur vereinigt, sowohl die in 
deutscher Sprache erschienenen, als die lateinischen, französischen, 
italienischen. Kurfürst August benutzte fleissig seine Bibliothek, 
erwies sich aber zugleich durch den feinen Geschmack, den er 
auf deren würdige Aufstellung verwendete, als ein echter Sohn 
jener lebensfreudigen Zeit, welche alle Gegenstände des täglichen 
Gebrauches mit Hilfe der Kunst zu adeln und ihnen den indi- 
viduellen Stempel des Besitzers aufzuprägen verstand. Die sorg- 
sam und elegant gearbeiteten braunen Lederbände mit der reichen 



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138 Zum Jubiläum der K. öffentl. Bibliothek in Dresden. 

Goldpressung, den Wappen, Initialen, häufig auch dem Bildnisse 
des Kurfürsten, verraten sofort den echten Liebhaber. Gleich 
nach Augusts am 11. Februar 1586 erfolgtem Tode wurde 
drese Bibliothek nach Dresden gebracht und im Schlösse auf- 
gestellt, wo sie bis zu dem grossen Brande von 1701 verblieb, 
um dann in das Stallgebäude, kurze Zeit darauf in das nahe 
gelegene Regimentshaus auf dem Jüdenmarkte und endlich im 
Januar 1729, da August der Starke das Regimentshaus dem Ober- 
kammerherrn von Friesen schenkte, in den Zwinger übergeführt 
zu werden. 

Siebenundfünfzig Jahre blieb die Bibliothek im Zwinger, ob- 
wohl die gewählten Lokale — die drei nach dem Prinzenpalais 
zu gelegenen Pavillons, mit dem Haupteingang im mittleren — 
solchem Zwecke durchaus nicht entsprachen. Schon in den vierziger 
Jahren wird berichtet, dass die Bücher teilweise in zwei und drei 
Reihen hinter einander standen; als nun gar in den sechziger 
Jahren die beiden gewaltigen Bibliotheken von Bünau und Brühl 
angekauft wurden, gestaltete sich der Zustand zu einem wahrhaft 
unerträglichen. Um das Doppelte war der Büchervorrat in dieser 
Periode angewachsen, die Bibliothek mit einem Schlage zu einer 
der bedeutendsten Deutschlands erhoben worden: die Ueberführung 
in ein geeigneteres Lokal erschien kaum aufschiebbar. Im Jahre 
1774 endlich wurde hierfür das japanische, damals noch hollän- 
dische Palais ins Auge gefasst; doch erst in den achtziger Jahren 
wurden die für die Neuherrichtung desselben nötigen Arbeiten 
in Angriff genommen und im Winter 1785/86 der Umzug der 
Antiken- und Münzsammlung wie der Bibliothek in diese Räume 
ermöglicht. Trotz so lange währenden Notstandes war diese 
Periode die glorreichste, welche die Annalen der Bibliothek zu 
verzeichnen gehabt haben. Förderte August III. auch nicht mit 
gleichem Eifer die Bibliothek wie die Gemäldegalerie und das 
Kupferstichkabinett, so verdankten die beiden grossen Privat- 
sammlungen, welche später der Bibliothek einverleibt wurden, 
ihre Entstehung dem Impuls, welcher von der glänzenden Hof- 
haltung des Königs ausging und in weiten Kreisen das Interesse 
für Kunst und Wissenschaft weckte. Unter der Regierung des 
Kurfürsten Friedrich August und von diesem selbst aufs leb- 
hafteste unterstützt, griff dann eine Art der Verwaltung dieser 
reichen Schätze Platz, welche allgemein als eine wahrhaft muster- 
gültige anerkannt worden ist und jene sichere Grundlage ge- 
schaffen hat, auf welcher fussend die Bibliothek auch in allen 
nachfolgenden Zeiten ihren Ruf zu behaupten gewusst hat. Die 
Männer, welchen dieser Umschwung zu verdanken ist, waren der 
ehemalige Bibliothekar des Grafen Bünau, Franke, und der Ober- 
kammerherr Graf Vitzthum, unter dessen Leitung die Sammlungen 



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Zum Jubiläum der K. öffentl. Bibliothek in Dresden. 139 

von 1768 bis 1777 standen. Ersterer führte jene systematische 
Anordnung der Bibliothek durch, welche ihm den Namen des 
ersten Bibliothekars, den Deutschland je aufzuweisen hatte, sicherte; 
letzterer war unablässig bemüht, die Schätze, welche als Ueber- 
bleibsel der alten Klöster ungenutzt in den sächsischen Schul - 
bibliotheken lagen, ans Licht zu ziehen und der grossen Bibliothek 
einzuverleiben. Als ein Zeugnis des regen Interesses, welches 
der Kurfürst selbst der Sache entgegenbrachte, sei der Umstand 
erwähnt, dass er im Jahre 1774, als in der Hofrat Becker'schen 
Auktion die äusserst seltene erste Ausgabe der xylographischen 
Ars memorandi vorkam, befahl, dieselbe nicht ausser Landes zu 
lassen, sondern für jeden Preis, und sollten es tausend Thaler 
sein, zu erstehen; sie ward dann auch zum Preise von 231 Thlr. 
erworben. 

Die Neuherstellung des japanischen Palais erforderte sechs 
Jahre; 1782 durch Kunzsch unter Leitung des Hofkondukteurs 
Schade begonnen, durch J. A. Gebhard fortgeführt, wurde sie 
erst 1788 beendigt. Die Bildhauerarbeiten in den Bibliothek- 
sälen führte J. B. Dorsch aus. Vom 7. November 1785 bis zum 
31. Januar 1786 konnte die Ueberführung der Statuen aus dem 
Grossen Garten bewerkstelligt werden, dann folgte das Münz- 
kabinett, endlich vom 8. Februar bis zum 8. April die Bibliothek. 
Die Porzellane fanden in dem Souterrain des Gebäudes ihren 
PJatz. Zum Gedächtnis der stattgehabten Veränderung wurde 
eine offenbar nur an wenige Personen verteilte Medaille mit den 
Worten: Bene merentibus auf der Vorder- und Museum Saxonicum 
auf der Bückseite geprägt. Am 19. April besichtigte der Kur- 
fürst das neu eingerichtete Palais. Nunmehr vereinigte nach 
Herders Ausspruch die Bibliothek „inneres Licht und äusseren 
Glanz". Am 14. April 1788 endlich wurde das Gerüst von dem 
Gebäude abgetragen und die Inschrift enthüllt, deren Fassung 
nicht geringe Schwierigkeiten bereitete und schliesslich doch nicht 
befriedigend ausgefallen war. Man hatte zwischen den Ausdrücken 
Museum, Augustorum Bibliotheca, Augusteum geschwankt, und 
leider sich nicht für den letzteren entscheiden können, welcher 
in prägnanter Kürze an die vielfachen Verdienste, welche Sachsens 
Kurfürsten des Namens Augustus sich um die Bibliothek erworben, 
erinnert hätte. Eine tief eingreifende und von den wohlthätigsten 
Folgen begleitete Neuerung aber hatte in der gewählten Inschrift 
ihren Ausdruck gefunden: Die Bibliothek stand von jener Zeit 
an täglich und jedermann offen, war somit zu einer wirklich 
öffentlichen geworden. Auf das letztverflossene Jahrhundert, welches 
sie unter der Verwaltung eines Adelung, eines Ebert und ihrer 
Nachfolger verbrachte, kann nur mit stolzer Befriedigung zurück- 
geblickt werden. 



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140 Bestimmungen der Pariser Bibliotheque nat. 

Am Morgen des Festtages um ^lO Uhr erschien, wie das 
„Journ." mitteilt, Se. Exzellenz der Herr Staatsminister Dr. 
v. Gerber, begleitet vom Regierungsrat Dr. v. Seidlitz, in den 
Räumen der Bibliothek, um vor dem versammelten Beamten- 
personal den Oberbibliothekar Geh. Hofrat Förstemann zu der 
erfolgreichen Thätigkeit, welche derselbe stets im Interesse der 
Sammlung entwickelt hat, zu beglückwünschen. Zu besonderer 
Freude gereiche es ihm, fuhr der Herr Minister fort, dass die 
Bibliothek an der Schwelle des zweiten Jahrhunderts, welches sie 
in diesen Räumen antrete, zwei wichtige Thatsachen zu ver- 
zeichnen habe: die kürzlich erfolgte grossherzige Schenkung der 
Oelser Bibliothek seitens Sr. Majestät des Königs und die in 
naher Zukunft bevorstehende Ausdehnung über die gesamten 
Räumlichkeiten des japanischen Palais. Im Auftrage Sr. Majestät 
des Königs habe er auch den lebhaften Anteil, den Allerhöchst- 
derselbe an dieser Feier nehme, zum Ausdruck zu bringen. Schliess- 
lich überreichte Se. Exzellenz dem Herrn Bibliothekar Professor 
Dr. Schnorr von Carolsfeld das diesem aus Anlass der Feier ver- 
liehene Ritterkreuz I. Klasse des Albrechtsordens, sowie dem Auf- 
seher Göhler das allgemeine Ehrenzeichen und beglückwünschte 
den zum Kustos beförderten wissenschaftlichen Hilfsarbeiter Dr. 
Lier. Mit bewegten Worten antwortete dann der Oberbibliothekar 
Professor Dr. Förstemann, indem er die Zusicherung gab, stets 
darauf hinwirken zu wollen, dass die Bibliothek zum wahren 
Wohle des Landes verwaltet werde und bei ihren Beamten der 
Geist ernsten wissenschaftlichen Strebens aufrecht erhalten bleibe. 
Zum Schluss forderte er den Herrn Minister sowie sämtliche An- 
wesende auf, zur Erinnerung an diesen Tag ihre Namen in das 
ausliegende Fremdenbuch einzutragen. Eine weitere Feier war 
auf ausdrücklichen Wunsch der Bibliotheksverwaltung nicht in 
Aussicht genommen. (Dr. Anz.) 

[2463.] 

Bestimmungen über das yon Anwärtern aufHilfsarbeiter- 

und Unterbibliothekar-Stellen in den 4 Abteiinngen der 

Pariser Bibliotheque nat. abzulegende Examen. 

I. Abteilung der Druckwerke. 

Programm für das Hilfsarbeiter-Examen. 

1. Es sind ca 20 Werke oder Stücke, darunter Inkunabeln, 
sowie in griechischer, lateinischer und den wichtigsten europäischen 
Sprachen, besonders der deutschen, gedruckte Bücher zu katalo- 
gisieren. 

2. Aus den Titeln dieser Werke sind die charakteristischen 
Worte, welche in ein nach Gegenständen geordnetes alphabetisches 



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Bestimmungen der Pariser Bibliotheque nat. 141 

Repertorium eingetragen werden können, herauszuheben. Dies 
Repertorium wird nach den für das Sachregister des von der 
Bibliotheque nationale jeden Monat herausgegebenen „Bulletin des 
publications franyaises" eingerichtet. Alle zu rubricierende Worte 
sind in französischer Form zu geben. 

3. Es ist eine in Latein oder einer fremden lebenden Sprache 
geschriebene Vorrede zu analysieren, um einen summarischen 
Bericht über die in dieser Vorrede über die Abfassung und Ver- 
öffentlichung des Werkes gegebenen Umstände zu geben. 

4. Schriftlich zu beantworten sind Fragen über Anlage und 
Gebrauch der hauptsächlichsten alten und neuen, französischen und 
fremden bibliographischen Werke. 

Programm für das Unterbibliothekar-Examen. 

1. Es sind ca 10 Werke oder Stücke darunter Inkunabeln, 
sowie in griechischer, lateinischer und den hauptsächlichsten 
europäischen Sprachen, besonders der deutschen gedruckte Bücher 
zu katalogisieren. Es ist nun anzugeben, in welches bibliographische 
Fach jedes dieser Werke nach den für die Bibliotheque nationale 
angenommenen Grundsätzen zu stellen sein würde. 

2. Es sind mit Hilfe der Bibliographien und der verschiedenen 
Repertorien der Abteilung der Druckwerke ca. 10 Werke aufzu- 
finden, welche auf mehr oder weniger ungenügende Art von Be- 
nutzern des Lesesaales verlangt worden sind. 

3. Schriftlich zu beantworten sind Fragen, welche zeigen 
sollen, ob der Kandidat die auf der Bibl. nat. angewendeten 
Klassificierungs - Systeme kennt, ob er mit den wichtigsten biblio- 
graphischen Werken vertraut ist, ob er etwas von der Geschichte 
der Buchdruckerei weiss, ob er den Wert der an einem Buche 
zu bemerkenden wichtigen Eigentümlichkeiten kennt (ausnahms- 
weise Beschaffenheit von Exemplaren, Einband, Ex-libris, hand- 
schriftliche Anmerkungen u. dgl.). 

II. Abteilung der Handschriften. 
Programm für das Hilfsarbeiter-Examen. 

1. Einige handschriftliche Texte sind abzuschreiben. 

2. Es sind Anmerkungen zu 4 oder 5 Handschriften zu geben. 

3. Es sind Fragen über Chronologie und Diplomatik zu be- 
antworten. 

4. Es ist der Inhalt einer in lateinischer oder einer leben- 
den fremden Sprache geschriebenen Notiz oder Dissertation aus 
dem Gebiete der Palaeographie oder der Litteraturgeschichte an- 
zugeben. 

Programm für das Unterbibliothekar-Examen. 
1. Es sind Anmerkungen zu 4 oder 5 Handschriften zu geben. 



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142 Bestimmungen der Pariser Bibliotheque nat. 

2. Schriftlich zu beantworten sind Fragen aus dem Gebiete 
der Palaeographie , Bibliographie der Handschriften und Geschichte 
der Bibliotheken. 

3. Der Kandidat soll zeigen, dass er mit den in der Biblio- 
thek und den in ihr aufgegangenen Handschriften- Sammlungen 
seit dem 17. Jahrhundert angewendeten Klassificierungs - Systemen 
und Katalogen vertraut ist. 

III. Abteilung der Münzen und Antiken. 

Programm für das Hilfsarbeiter-Examen. 

1. Es sind Fragen über Mythologie, alte und neue Geschichte 
und Geographie zu beantworten. 

2. Elementarkenntnisse, in Epigraphik, Numismatik und 
Archaeologie sind zu beweisen. 

3. Eine numismatische Abhandlung in lateinischer oder einer 
lebenden fremden Sprache ist zu analysieren. 

Programm für das Unterbibliothekar- Examen. 

1. Einige Münzen und Inschriften sind zu entziffern. 

2. Vertrautheit mit der numismatischen Bibliographie und mit 
den an der Bibliothek angewandten Klassificierungs - Systemen ist 
zu beweisen, um Mitteilungen machen zu können, wie sie vom 
Publikum regelmässig verlangt werden. 

IV. Abteilung der Stiche. 

Programm für das Hilfsarbeiter-Examen. 

1. Es sind Elementarfragen über die Geschichte der Kunst 
und der Künstler seit dem löten Jahrhundert zu beantworten. 

2. Elementarkenntnisse über die Vervielfältigungsverfahren, 
als Kupferstich, Lithographie, Photographie etc. sind zu zeigen. 

3. Gegenstände und Legenden einiger Stiche sind kurz zu 
erklären. 

Programm für das Unterbibliothekar-Examen. 

1. Einer oder mehrere alte Stiche sind zu beschreiben. 

2. Fragen sind zu beantworten, um die Kenntnis der auf die 
Kunstgeschichte im Allgemeinen und die Geschichte des Kupfer- 
stichs im Besonderen, sowie auf die Werke der hauptsächlichsten 
Meister und auf- die bedeutendsten öffentlichen Sammlungen be- 
züglichen Bücher zu zeigen. 

3. Es ist Vertrautheit mit den bei der Abteilung der Stiche 
angewendeten Klassificierungs - Systemen zu zeigen, und dass man 
im stände ist Auskünfte zu geben, wie sie vom Publikum gewöhnlich 
verlangt werden. [2464.] 



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Bibliographien. 143 

Bibliographien. 

ßarros Arana, D., Notas para una bibliografia de obras 
anonimas e seudonimas sobre la historia, la jeografia i la litera- 
tura de America. Santiago de Chile. 1885. 181 SS. 8°. 

Bibliographie der periodischen geographischen Literatur für 
das II. Halbjahr 1885. I. Europa; siehe: Mitteil, der k. k. Geogr. 
Ges. in Wien. Bd. 19. No. 2. 

Blanc, J., Bibliographie italico - francaise universelle, on 
catalogue methodique de tous les imprimes en langue francaise 
sur Tltalie ancienne et moderne depuis l'origine de rimprimerie: 
1475—1885. Vol. 1. Milano, Selbstverlag des Verfassers, 1038 
Col. 8°. (15 L.) 

Bollettino annuale dei doni ed acquisti (Biblioteca di Ber- 
gamo): anno 7 (1885). Bergamo. 26 SS. 8°. 

Bollettino annuale (Biblioteca civica della citta di Torino): 
anno 2 (1885). Torino. 28 SS. 8°. 

Bolton, H. C, Index to the literature of Uranium, 178£ 
bis 1885. Washington 1885. 36 SS. 8°. 

Capre, J., Histoire du Messager boiteux, de Berne et 
Vevey et des almanachs en general depuis leur fondation jusqu'ä 
nosjours. 35 gravures. Vevey, Lörtscher &fils. 160 SS. 4°. (2 Fr.) 

Catalogo metodico degli scritte contenuti nelle pubblicazioni 
periodiche italiane e straniere. P. 1 : scritti biografici e critici. 
Roma 1885. XVII, 517 SS. 8°. 

Champier, V., Les anciens almanachs illustres, histoire 
du calendrier depuis les temps anciens jusqu'a nos jours. Paris, 
Frinzine & Co. Fol. (75 Fr., numerierte Exemplare auf japa- 
nischem Kaiserpapier 200 Fr.) 

Dewcy, M., Decimal Classification and Relativ Index for 
Arranging, Cataloging, and Indexing Public and Private Libra- 
ries etc. 2 nd Edit., revised and enlarged. (London, Trübner 
et Co.) 8°. (1 L.) 

Doorninck, J. J. van, Vermomde en naamlooze schrijvers 
opgespoord op het gebied der Nederlandsche en Vlaamsche let- 
teren. Tweed e uitgave der ,,Bibliotheek van Anonymen en Pseu- 
donymen". De4 1. 2. Leiden, E. J. Brill. IV, 672, IV, 681 SS. 
Roy. 8°. (12,50 Fl.) 

Greenwood, T., Free Public Libraries: their Organisation, 
Uses, and Management. London, Simpkin. 456 SS. 8 °. (5 Sh.) 

Hand -List of Petrarch Editions in the Florentine Public 
Libraries. Florence, succ. Le Monnier. 12 SS. 8°. (Nicht im 
Handel. Dies Verzeichnis ist von W. Fiske, dem Besitzer einer 
grossen Petrarcha- Sammlung, bearbeitet worden, und bei jedem 
Werke ist angegeben, in welcher Bibliothek es sich befindet.) 



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144 Litteratur. 

Hildeburn, C. R., A Century of Printing: the Issues of 
the Press in Pennsylvania, 1685—1784. Vol. 1: 1685—1763. 
Philadelphia, C. R. Hildeburn. 1885. 15,398 SS. 8°. (7,50 $.) 

Hilmy, Ibrahim, The Literature of Egypt and the Soudan 
from the earliest Times to the Year 1885 inclusive. A Biblio- 
graphy comprising printed Books, Periodical Writings and Papers 
of learned Societies, Maps and Charts, etc. Vol. 1: A — L. 
London, Trübner & Co. VIII, 398 SS. 4°. (31 Sh. 6 d.) 

Indice descrittivo e repertorio della Terra di Lavoro illustrata 
dal A. Salacolla collaborazione dei suoi Scolari di Maddaloni e 
di Faenza. Bologna, soc. tip. Azzoguidi. 1885. 51 SS. 4°. 

London Catalogue of Periodicals, Newspapers, and Trans- 
actions of Various Societies etc. for 1886. London, Longmans. 
Roy 8°. (1 Sh.) 

Lozzi, C, Biblioteca storica dell 1 antica e nuova Italia: 
saggio di bibliografia analitico comparata e critico. Vol. 1. 
Imola. 493 SS. 8°. 

Montier, L., Bibliographie des dialectes dauphinois. Valence 
1885. 55 SS. 8°. (1,50 Fr.) 

Mourier, A., et F. Deltour, Catalogue et analyse des 
theses francaises et latines admises ä la faculte des lettres. Annee 
scolaire 1884—1885. Paris, Delalain freres. 1885. 34 SS. 8°. 

Regolamento per le biblioteche pubbliche governative, appro- 
vato con R. Decreto 3464 del 28 ottobre 1885. (Ministero della 
Pubblica Istruzione.) Roma, tip. fratelli Bencini. 1885. 113 
SS. 8 °. 

Riccardi, P., Le prime edizioni degli Elementi di Euclide. 
Bologna, soc. tip. giä Compositori. 16 SS. 24°. 

Valentini, E., Manuale del bibliotecario , ove sono regole 
pratiche per ordinäre, dirigere e conservare le biblioteche. Roma, 
E. Perino. 52 SS. 8°. 

Vismara, A., Bibliografia di Tommaso Grossi. Como, tip. 
provinciale F. Ostinelli di C. A. 45 SS. 8°. [2465.] 



Litteratur. 



37th Annual Report of the Trustees of the Astor Lib- 
rary, for the Year 1885. New York, 1886. 52 SS. Gr. 8°. 
Anschaffungen und Einbände kosteten im J. 1885: 24376.42 #, 
denen eine Einnahme von 24267.55 $ gegenübersteht, der An- 
schaffungsfonds betrug 411550$, der Hauptfonds 1412 374.77 #, 
die Versicherungssumme blieb dieselbe, nämlich 220000 $ Wert 
der Bücher, 100 000 $ Wert des Gebäudes. Gekauft und geschenkt 
wurden 6852 Bände, excl. Broschüren, und der ganze Bestand 



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Litteratur. 145 

der Bibl. betrug am 31. Dezember 1885: 221490 Bände, excl. 
Broschüren. 

Im Februar schenkte Astor der Bibl. wieder 15000 $ zu 
Bücherkäufen. Benutzt wurde die Bibl. von 72 584 Personen, 
d.h. ca. 265 pro Tag, und es ist eine stetige Zunahme der Benutzer 
zu konstatieren, denn noch im J. 1881 betrug die Summe der 
Benutzer nur 44123, — 1882: 51856, — 1883: 57613, — 
1884: 59057. 

Benutzt wurden 166 561 Werke. Vom alphabetischen Kataloge 
ist der erste Band im Druck und wird im März oder April er- 
scheinen. Der Zuwachs verteilt sich nach Fächern folgendermassen : 
Ackerbau 55 Bände, Anthropologie 13, Archaeologie 146, Archi- 
tektur 32, Kriegskunst 74, Astronomie 52, Bibliographie 157, 
Biologie 15, Botanik 71, Bau-Konstruktionslehre 42, Chemie und 
Physik 96, Handel und Bankwesen 27, Konchyliologie 29, Hauswirt- 
schaft 17, Kirchengeschichte 89, Erziehungswesen 87, Encyklopaedie 
20, Schöne Künste 233, Allgemeine Wissenschaftslehre 104, Geo- 
graphie 57, Geologie und Paläontologie 74, Gartenbau 59, Kunst- 
gewerbe 66, Jurisprudenz 197, Mathematik 94, Mechanik und 
Ingenieurwesen 65, Medizin und Chirurgie 217, Metaphysik 90, 
Bergbau und Mineralogie 27, Musik 131, Mythologie 39, Allgemeine 
Naturgeschichte 22, Schiffahrtskunde 35, Patentwesen 180, Po- 
litische Oekonomie 86, Sozialwissenschaft 36, Theologie 637, 
Amerikanische Transactions 12, Englische dsgl. 12, Europäische 
90, Zoologie 113, Biographie 17, Britische Dokumente 87, Ver- 
einigte Staaten Dokumente 96, Heraldik und Genealogie 13, 
Amerikanische Geschichte: Canada 13, Süd- Amerika 39, Vereinigte 
Staaten 351, Alte Geschichte 19, Englische 409, Französische 
212, Allgemeine 149, Deutsche 131, Italienische 45, Russische 13, 
Inschriften und Numismatik 57, Klassische Litteratur 193, Eng- 
lische 248, Französische 314, Deutsche 73, Italienische 45, 
Russische 26, Skandinavische 11, Orientalia 315, Philologie und 
Linguistik 143, Allgemeine Reisen 20. — Geschenkt wurden im 
ganzen 1133 Bände ausser vielen Broschüren und Journalen. 

[2466.] 

Instruction für die Ordnung der Titel im alphabetischen 

Zettelkatalog der Kgl. und Universitäts - Bibliothek zu Breslau 
ausgearbeitet von Carl Dziatzko, Oberbibliothekar. Berlin, 
A. Asher u. Co. 1886. XII, 74 SS. gr. 8°. 
Diese kleine Schrift hat einen % grossen und zwar bleibenden 
Wert, weil sie die ausführlichste Beispiel-Sammlung für Katalogi- 
sierende enthält, die man sich wünschen kann. Wohl findet man 
in Lehrbüchern des Bibliothekwesens diese oder jene Beispiele 
angeführt, aber eine so reichhaltige Blütenlese auszuarbeiten hat 
bis jetzt noch niemand sich die Mühe genommen, — es dürfte 

10 



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146 Litteratur. 

auch die Arbeit von Jahren dazu gehört haben, und nicht jeder 
Oberbibliothekar hält, wie es Dziatzko stets gethan hat, sich für 
verpflichtet, nicht nur nach Aussen durch Gelehrsamkeit zu glänzen, 
sondern auch im Innern seiner Bibliothek für fachmännische Ord- 
nung zu sorgen. Es sei nur auf einen Punkt hier hingewiesen. 
Dziatzko gibt viel auf die Richtigkeit der Eintragungen in die 
Kataloge, deshalb hat er eben jener grossen Arbeit sich unterzogen. 
Bei ihm gelangt keine neu gefertigte Titelkopie zu weiterer Ver- 
wendung, bevor sie nicht einer Revision unterworfen worden, 
Dziatzko sagt sich, dass von der Richtigkeit der ersten Titelkopie 
die aller Kataloge abhängt, zu deren Vermehrung sie verwendet 
werden muss. Das liegt doch ganz und so sehr auf der Hand, 
dass man es 'für unmöglich halten sollte, dass überhaupt dagegen 
Verstössen werden könnte. Aber weit gefehlt. Es gibt Biblio- 
thekare, die eine solche Revision der von Anfängern gefertigten 
Titelkopien für überflüssig halten, weil sie zuviel Zeit kosten würde, 
oder besser gesagt, weil sie, die Bibliothekare, zu wenig wahres In- 
teresse für ihr Amt haben. Man rechne sich einmal spasseshalber 
aus, welche Summe von Fehlern herauskommt, wenn die Arbeiten 
von Anfängern oder anderen nicht bibliothekarisch geschulten 
Menschen unre vidiert verwertet werden. Nehmen wir an, dass ein 
solcher Titelkopierer täglich etwa 30 — 40 Titel abschreibt, und 
nur täglich 3 Fehler dabei macht — soviel wird bei Anfängern 
herauskommen, so ergibt das bei 300 jährlichen Arbeitstagen 
900 Fehler, in 10 Jahren also 9000, in 20 Jahren aber 18000 
Fehler. Mögen nun auch noch einige zufällig von denen gefunden 
und verbessert werden, die von den Titelkopien Gebrauch machen 
müssen, so bleibt doch immer noch eine respektable Summe übrig. 
Diese Schande lässt Dziatzko nun nicht auf seine Bibliothek fallen, 
und deshalb verdient diese Angelegenheit hier erwähnt zu werden, 
wo es sich um die von ihm entworfene Instruktion zur Vermeidung 
von Fehlern handelt. 

Der Vorrede zur Instruktion entnehmen wir folgende Angaben. 
Die Breslauer Universitäts-Bibliothek besitzt zwei Kataloge : einen 
alphabetischen Zettelkatalog und einen Sachkatalag. Der erstere 
ist ein Verfasserkatalog, in dem natürlich auch die Anonyma 
und Pseudonyma berücksichtigt werden müssen, aber nicht etwa 
ein Mixtum compositum von formalen und sachlichen Stichworten. 
Man darf wohl dem Verfasser Recht geben, wenn er meint, dass 
solche alphabetische Kataloge, die formale und sachliche Stich- 
worte enthalten, nur für kleinere Bibliotheken ohne wesentliche 
Nachteile zulässig oder gar wünschenswert seien. „Einen Real- 
katalog zu ersetzen werden noch so reichliche Verweisungen in 
alphabetischer Anordnung nicht im stände sein, da ja häufig genug 
sachlich aufs engste zusammengehörige Materien durch das Alphabet 



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Litteratur. 147 

grausam auseinander gerissen werden; anderseits aber wird durch 
die vielen Verweisungen, die eigentlich in einem besonderen Real- 
katalog zusammengefasst sein sollten, die Masse des alphabetischen 
Katalogs übermässig belastet und erschwert." Im British Museum 
dient der alphabetische Katalog zugleich als sachliches Repertorium. 
Bei einem Bücherbestande von 1 356 000 Bänden hatte dies Reperto- 
rium im J. 1884 schon 3 000000 Titel bez. Verweisungen. Der 
Breslauer Zettelkatalog enthält über 330000 Bände, aber nur etwa 
340 000 Zettel mit Einschluss aller Verweisungen. 

Als Voraussetzung für die Benutzung des Breslauer Zettel- 
katalogs gilt im allgemeinen, dass eine bestimmte Schrift gesucht 
wird und der Titel derselben nach seinem wesentlichen Wortlaut 
richtig bekannt ist, „die möglichen und unmöglichen Namens- 
verwechselungen und sonstigen Irrtümer bei Bücherbestellungen 
kann natürlich unser Katalog so wenig wie ein anderer voraussehen 
und abwenden". Aus diesem Grunde wird in Breslau vom Namen 
der Herausgeber nicht auf die der Verfasser verwiesen, wenn 
letztere überhaupt bekannt sind, wohl aber ist dies bei allen 
Sammelwerken und Schriften mit sachlichem Stichworte geschehen 
im Hinblick darauf, dass dieses nicht mit gleicher Sicherheit wie 
ein Personenname allgemein bekannt zu sein pflegt, und ebenso 
geschah es bei Werken orientalischer Verfasser, deren Name meist 
in sehr verschiedener Form umläuft, den meisten fremdartig und 
deshalb vielfach nur ungenau bekannt ist. Die Verweisungen 
sind in Breslau auf Zettel von gelber Farbe geschrieben, was be- 
greiflicherweise sofort sehen lässt, dass man eben eine Verweisung 
vor sich hat. Dziatzko unterscheidet spezielleVerweisungen, 
die sich auf bestimmte Schriften beziehen, und deshalb ausser dem 
abgekürzten Titel derselben (mit dem Jahr des Erscheinens) auch 
ihre Signatur enthalten zur Bequemlichkeit für solche, welche das 
gewünschte Buch aus dem abgekürzten Titel erkennen und nur 
den Standort des Werkes zu erfahren wünschen, und allgemeine. 
Diese letzteren berücksichtigen nicht den besonderen Inhalt einer 
einzelnen Druckschrift, sondern Form und Fassung des Stich- 
wortes, z. B. Pius [papa] II, siehe: Aeneas Sylvius. In Fällen, 
wo Einzel Verweisungen sich zahlreich wiederholen müssten, begnügt 
sich der Breslauer Katalog mit einem allgemeinen Rückweis oder 
unter Umständen mit einem besonderen Rückweis und einem auf 
andere Schriften verweisenden Zusatz, so bei zahlreichen Aus- 
gaben desselben Buches. Dziatzko gibt in der Vorrede auch eine 
ganze Liste von Schriften, in denen er Katalogisierungsregeln ge- 
funden. Was ihn veranlasste, die Instruktion drucken zu lassen, 
war, dass er der Breslauer Bibliothekverwaltung eine feste Grund- 
lage für gleichmässige Fortführung und nötigenfalls planmässige 
Verbesserung des Werkes schaffen wollte, und dass er stehenden 



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148 Litteratur. 

Benutzern der Bibliothek es möglich machen wollte, ohne allemal 
einen Beamten von seiner Arbeit abrufen zu müssen, sich selbst 
mit Sicherheit in dem Kataloge zurechtzufinden. Auch den Kollegen 
fremder Anstalten wollte Dziatzko mit der Herstellung dieser In- 
struktion einen Dienst erweisen und zugleich wollte er sie zur 
erneuten vielseitigen Erörterung aller zweifelhaften Fragen anregen 
und endlich auf die so wünschenswerte grössere Einheit bei Be- 
arbeitung wenigstens der alphabetischen Kataloge an deutschen 
Bibliotheken hinwirken. 

Dass die Instruktion in dieser Hinsicht Erfolg haben wird, 
ist nach allem in diesem Jahrhundert Erlebten einfach zu bezweifeln ; 
sie wird in den grossen Bibliotheken gebunden und einrangiert, 
dann von je 1 — 2 Mann angesehen und eingestellt werden, und 
zuletzt wird sie wie viele andere nützliche Schriften stehen bleiben, 
wo sie steht, bis auch in Deutschland der Tag kommen wird, wo 
man allgemein und laut, aber nicht vereinzelt und schüchtern sagen 
wird : so kann es nicht weiter gehen. 

Der Verfasser verdient für seine Arbeit rückhaltlose Anerkennung 
und offenen Dank. [2467.] 

Verzeichnis der neuen Werke der Kgl. öffentl. Bibliothek 

zu Dresden 1884-85. 
Herausgegeben von P. E. Richter. Dresden, Warnatz & Lehmann. 
L. 61, 70 SS. Lex.-8°. 
Der Zuwachs der Kgl. Öffentlichen Bibliothek zu Dresden an 
solchen Werken, welche nicht früher als 1875 erschienen, ist sich 
in den Jahren 1884 und 1885 gleich geblieben. Es sind nämlich 
im Jahrgang 1884 verzeichnet 2332, davon geschenkt 470, und 
im Jg. 1885 ca. 2300, davon geschenkt 455. Nach den Fächern 
verteilen sich die Erwerbungen folgend ermassen: Periodica 73 — 53, 
Bibliographie 29 — 31, Bibliotheken und Archive: 32 — 22, Ge- 
sammelte und ausgewählte Werke, Beden und Briefe: 44 — 64, 
Philosophie: 33—51, Religions- und Kirchengeschichte: 115 — 128, 
Theologie: 51 — 43, Universitäten und Akademien: 35 — 17, Schulen 
und Pädagogik: 37 — 46, Rechtswissenschaft: 83 — 60, Volks- und 
Staats Wissenschaft, Statistik: 110 — 126, Länder- und Völker- 
kunde: 137 — 115, Geschichte: 323 — 341, Kriegs- und Seewesen: 
63 — 38, Genealogie, Heraldik, Numismatik und Chronologie: 28 — 33, 
Biographie: 356 — 399, Litteraturgeschichte : 80 — 117, Buchdruck 
und Buchhandel: 10 — 15, Schöne Litteratur: 117 — 86, Sprach- 
wissenschaft: 90 — 81, Griechische und römische Klassiker: 27 — 13, 
Erläuterungsschriften zu den Klassikern : 65 — 89, Altertumswissen- 
schaft: 54—43, Bildende Künste: 90—93, Musik und Theater: 
28 — 33, Technologie und Oekonomie: 34 — 36, Naturwissenschaften, 
Mathematik und Medicin : 149—135. [2468.] 



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Abdrücke aus Bibliothekshandschriften. 149 



Abdrücke aus Bibliotheksbandschriften. 

AJ ceste, ein deutsches Puppenspiel, mitgeteilt von G. Ellinger, 
siehe: Ztschr. f. deut. Philologie. Bd. 18. H. 3. 

Augsburger Hochzeitbuch, enthaltend die in den 
Jahren 1484 bis 1591 stattgefundenen Heiraten. Nach zwei 
Handschriften hgg. von F. Warnecke. Enth. in: Vierteljahrsschrift 
f. Heraldik, Sphrag. u. Geneal. Jg. 14. H. 1. 

Bruchstücke eines nd. Prosaromans (Girart de Roussillon), 
hgg. von Jacobs, siehe: Ztschr. f. deut. Altert. N. F. Bd. 18. H. 1. 

Copie eines Protokoll-Buches Strassburg 1588 bis 
1593, s. Beiträge zur Kirchengesch. d. Elsasses. Jg. 5. Suppl. 1. 

Ein Gedicht über Karl den Grossen, hgg. von 
Wyss, siehe: Ztschr. f. deut. Altert. N. F. Bd. 18. H. 1. 

Hagen, H., Berner Palimpsestblätter aus dem 5. — 6. Jahrh. 
zur Passio Sancti Sebastiani, enth. in : Sitz.-Berr. d. k. k. Akad. 
d. Wiss. Phil.-hist. Cl. Bd. 108. 

Miola, A., Le scritture in volgare dei primi tre secoli della 
lingua ricercate nei codici della Biblioteca Nazionale di Napoli. 
Vol. 1. Bologna, Romagnoli. 1885. 8°. [10 L.) 

Mussafia, Mitteilungen aus romanischen Handschriften. II. 
Zur Katharinenlegende, siehe: Sitzungsberichte d. philos.-hist. Cl. 
d. kais. Akad. d. Wiss. Bd. 110. S. 355. 

(ftiXoöqfioG 7tSQt, öavaiov d. Philodemos über den Tod, 4. Buch. 
Nach der Oxforder und Neapolitaner Abschrift hgg. von S. Mekler, 
siehe: Sitzungsberichte der philos.-hist. Cl. der kais. Akad. d. Wiss. 
Bd. 110. S. 305. 

Renclus de Moiliens, Liromans de carite et miserere du 
— poemes de la fin du 12 e siecle edition critique accompagne 
d'une introduction etc. par A.-G. van Hamel. T. 1. Paris, F. Vie- 
weg. 1885. gr. 8°. A. u. d. T. : Bibl. de l'ficole des hautes etudes. 
Fase. 61. 

Wetebuch der Schöffen von Calbe a. S., Das — . 
"Mitgeteilt von G. Hertel (Forts.), siehe: Geschichtblätter für Stadt 
und Land Magdeburg. Jg. 20. H. 4. 

Wimphelingiana, mitgeteilt von G. Knod, und Ein Brief 
von M. Ringmann an Wimpheling, mitgeteilt von W. Crecelius, 
siehe: Alemannia. Bd. 10. H. 3. 

Zwei neue Bruchstücke des Gedichtes auf K. 
Ludwig den Bayer, hgg. von Englert, siehe: Ztschr. f. deut. 
Altert. N. F. B. 18. H. 1. 

[2469.] 



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150 Perioclica. 



Periodica. 



Archivalische Zeitschrift. Bd. 10: Ueber Archive 
und Bibliotheken. Von J. v. Pflugk-Harttung. 

II Bibliofilo. Anno 6. No. 12: Paleografia e critica 
storica (C. Lozzi). — Saggio di una storia delle piü notevoli 
distruzioni di libri (L. S. Olschki). — Ancora di miniature (M. 
Caffi). — Varieta archivistiche e bibliografiche 164 — 167 (A. Ber- 
tolotti). — Aggiunte al Saggio di un Catalogo delle bibliografie 
degli incunabuli (E. Faelli). — Bollettino bibliografico (A. B. e C. 
Lozzi). — Notizie varie con accenui analitiri di bibliografia 
moderna. 

— Anno 7. No. 1 : Le prime edizioni degli elementi di 
Euclide (P. Riccardi). — Quante Satire scrisse il Menzini? (C. 
Arlia). — Di un epigrammate inedito di Roberto Orsi in lode 
della invenzione della stampa in Germania, e de'meglioramenti 
recatile dagl' Italiani (E. Narducci). — Varieta archivistiche e 
bibliografiche 168 — 172 (A. Bertolotti). — Schiarimenti sui minia- 
tori Cremonesi (L. Lucchini). 

— Anno 7. No. 2: Della tipografia Jesina dal suo risorgi- 
mento sullo scorcio del secolo 16 insino alla meta del presente 
Note storiche e bibliografiche III. (A. Gianandrea). — Varieta 
archivistiche e bibliografiche 173 — 178 (A. Bertolotti). 

Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. 1885. 
No. 261, 265, 267, 270, 272: Bücheranzeigen des 15. Jahr- 
hunderts. 270: C. Hase, Zum Wanderlagerverzeichnis Anthoni 
Kobergers. — 276: Der Magister Tinius. [Berüchtigter Biblio- 
phile aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts.] — 294, 296, 
298 : J. Braun, Die Frankfurter und Leipziger Messkataloge. 

Bulletin of the Library Company of Philadelphia 
for January, 1886. 0. 0. 1886. 41, XXX SS. 8°. List of 
the more important Books added since July, 1885. (Religion 
ca. 100, Jurisprudenz ca. 40, Wissenschaften und Künste ca. 150, 
Schöne Litteratur ca. 200, Geschichte ca. 350, Bibliographie ca. 
50 Werke.) — Appendix: Contributions towards a Bibliography 
of the Civil War in the United States. I. Regimental Histories. 
By Geo. Maurice Abbot (ca. 700 Werke). 

Bulletin of the Boston Public Library. Vol. 7. No. 1. 
Whole No. 72. 0. 0. 1886. 91 SS. Lex.- 8°. List of the 
new and more important Books placed in the Library from May 
to November, 1885, »inclusive. — Index of Articles upon American 
Local History, in American Collections in the Boston Public Library. 
(Cont. from Bulletin No. 71.) — Classified Index to the Maps 
in the Publications of the Geological Society of London. 1811 
to 1885. By Richard Blis3. — Library Buildings. An Index 



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Periodica. 151 

to the Pictures and Plans of Library Buildings to be found in 
the Boston Public Library. — Parliamentary Sessional Papers of 
Great Britain, Session of* 1884. 

Centralblatt für Biblioth ek wesen. Jg. 3, H. 1: 
A. Blau, Verzeichnis der Handschriftenkataloge der deutschen 
Bibliotheken. — A. Hofmeister, Eine neue Bücheranzeige des 15. 
Jahrhunderts. — Mitteilungen aus und über Bibliotheken etc. 

— Jg. 3, H. 2: A. Blau, Verzeichnis der Handschriften- 
kataloge der deutschen Bibliotheken (Forts, u. Schluss). — Aller- 
höchster Erlass eines neuen Statutes für die kgl. Bibliothek zu 
Berlin. — Mitteilungen aus und über Bibliotheken etc. 

— Jg. 3, H. 3: E. Beyer, Amerikanische Bibliotheken. [Aus- 
führlicher Nachweis über Bestand und Benutzung der grösseren 
amerik. Bibliotheken mit Rückblicken auf europäische.] — Andreas 
Darmarius, Zur Handschriftenkunde des 16. Jahrhunderts. Von 
L. Schmidt. — Eine Petition der k. k. österreichischen Biblio- 
theksbeamten. — Mitteilungen aus und über Bibliotheken. [Stadt- 
bibliothek in Köln, Wartburgbibliothek, Bibliothek zu Lyon, und 
Museum zu Cluny.] — Rezensionen und Anzeigen [u. a. Weller, 
Lexicon Pseudonymorum]. — Vermischte Notizen. 

Chronique du Journal general de Timprimerie et de 
la librairie. Annee 75, serie 2, No. 3: La Bibliotheque Nationale 
de Rio de Janeiro. — No. 4: Rapport presente au conseil d'ad- 
ministration par le president de la commission de la bibliotheque 
technique. 

Contributions towards a Bibliography of the Civil 
War in the United States. I. Regimental Histories. By 
G. M. Abbot (ca. 700 Regimentsgeschichten nach den Staaten 
geordnet) siehe : Bulletin of the Library Company of Philadelphia 
for January; 1886. 

Grenzboten, 1886. No. 6: K. Kochendörffer, Zur Reform 
des Bibliothekwesens. [Spricht für Einführung eines Examens 
für Bibliothekanwärter. Wenn die Redaktion der Grenzboten 
sich gegen ein solches Examen äussert, so weiss sie einfach nicht, 
welches unsägliche Unheil der Dilettantismus in Bibliotheken an- 
richtet. Die Ablegung des gewöhnlichen Doktor- oder sog. Staats- 
Examens gibt gar keinen Beweis dafür, dass ein Mensch fähig 
ist, zum Segen einer Bibliothek an derselben zu wirken. Man 
soll nicht aus der Schule schwatzen, aber es Hessen sich Bücher 
darüber schreiben, was von solchen Examinierten an manchen 
Bibliotheken geleistet worden ist und noch geleistet wird.] 

Harvard University Bulletin, No. 33; or Vol. 4. 
No. 4. Edited by Justin Winsor. 0. 0. 1886. 46 SS. Lex.- 8°. 
Enthält Nachrichten über die Universität, das Verzeichnis der im 
Januar d. J. erworbenen Werke und die Fortsetzungen von „The 



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152 Periodica. 

Kohl Collection of Early Maps" und „Classified Index to the 
Maps contained in the Publications of the Royal Geographical 
Society [London]". 

Le Li vre. Annee 6. Livr. 12 = No. 72: H. Welschinger, 
Le journaliste Lebois et 1'Ami du peuple (An III — VIII). — Les 
livres d'etrennes pour 1886. 

Melanges d'archeologie et d'histoire. Annee 5, f. 5: 
P. Battifol, Evangeliorum codex graecus purpureus Beratinus tf> . 

Mitteilungen für Autographensammler. Jg. 3, No. 3: 
E. Fischer von Böslerstamm , Autographe in öffentlichen Biblio- 
theken, Museen und Archiven. 

Monatshefte für Musikgeschichte, Jg. 18, No. 3: 
Eitner, Die Bibliothek des Conservatoire nationale de musique zu 
Paris. 

Publishers Circular. Vol. 49. No. 1161— -1162: A 
National Library for Scotland. 

Trübners American, European, & Oriental Literary 
Record. No. 219 — 220. New Series. Vol. 7. No. 1, 2: Index 
to Articles relating to Oriental Subjects in current Periodical 
Literature (continued). 

Zeitschrift, Westfälische — f. Gesch. u. Altertumsk. 
Bd. 43; enth. : Bibliothekskatalog des Klosters Marienfeld aus dem 
13. Jahrhundert. 

Zeitung, Neue Preussische — . 1886. No. 29: Die Re- 
organisation der königlichen Bibliothek zu Berlin, von C. W. 
(Camillus Wendeler). [2470.] 



Miszcllcn. 



England. 

Boston. Der Public Library hat Professor Daniel Tread- 
well 5500 $ vermacht, Edward Lawrence dem Charlestown 
Branch 500 $. Der Bau des N neuen Bibliothekgebäudes in 
Dartmouth Street soll im Frühjahr begonnen werden. Ein neuer 
Katalog der englischen Prosadichtung ist in den Handel gebracht 
worden, desgleichen der Jahresbericht für 1884 — 1885. 

Frankreich. 

Abb e vi 11 e. Nachdem die Stadtbibliothek längere Zeit un- 
beachtet geblieben, ist durch ihren jetzigen Konservator, Alcius 
Ladieu, die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf sie gelenkt wor- 
den. Nachdem er nämlich die 35 000 Bände der Bibliothek in 
ein neues Lokal hatte schaffen lassen und einen Zettel- Katalog 
angefertigt hatte, katalogisierte er die Handschriften und veröffent- 
lichte im vorigen Jahre den „Catalogue analytique des manuscrits 



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Miszellen. 153 

de la Bibliotheque d'Abbeville, precede d'un notice historique. 
Abbeville, E. Caudron , LXXXIII — 113 SS. gr. 8°. (Paris, 
A. Picard.)" Es sind ihrer nur 203, aber unter anderen findet 
man ein Evangeliarium, Gold auf Purpur- Pergament, das Geschenk 
Karls d. Gr. an Angilb ert, den Abt von Saint-Riquier. 

Cluny. Am 6. November v. J. übergab ein Unbekannter 
dem Portier des Museums eine Rolle mit dem Bemerken, er möge 
sie dem Direktor übergeben. Dieser fand darin Handschriften mit 
kostbaren Miniaturen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Er 
machte sich Gewissensbisse, ob er das Geschenk für das Museum 
annehmen dürfe, da aber sein Gewissen durch einen Juristen be- 
ruhigt worden ist, so hat er es angenommen, sucht aber den 
Schenker durch öffentlichen Aufruf. 

Paris. Die Bibliotheque administrative de la prefecture de 
la Seine, bestimmt, in dem Hotel de ville untergebracht zu werden, 
umfasst jetzt 12000 Bände in der französischen und 16000 in 
der ausländischen Abteilung, davon 3500 auf Deutschland, 3000 auf 
England, 2500 auf die Vereinigten Staaten von Nord- Amerika, 
1500 auf Oesterreich-Ungarn, 2000 auf Italien, 2000 auf Belgien 
und 1500 auf Russland bezügliche. Sobald die Uebersiedelung 
in das Hotel de ville beendet sein wird, soll die Bibliothek eine 
öffentliche werden. (Chron. du Journal gen. 1886. No. 8.) 

Paris. Der Bibliotheque nationale stehen in diesem Jahre 
185000 Francs zur Verfügung, und zwar 80000 für Bücher, 
29 000 für Handschriften, 40500 für Medaillen, und 27 500 für 
Stiche und dgl., der Bibliotheque Mazarine ca. 10000, der Bibl. 
Sainte-Genevieve 16 000, der Bibl. de TArsenal 15 000 Francs. 

(Ebenda.) 
Italien. 

Die Bibliografia italiana erscheint jetzt auch unter dem Titel: 
„Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze. Bollettino delle pubbli- 
cazioni italiane ricevute per diiitto di stampa tt , und der Um- 
schlag dieser auf besseres Papier gedruckten Ausgabe enthält 
Nachrichten über Handschriften-Kataloge der italienischen Biblio- 
theken, Beamte und Einrichtungen derselben, sowie auf der letzten 
Seite ein alphabetisches Register über die in der betr. Nummer 
enthaltenen systematisch geordneten Titel. 

Italien. Für das neue Bollettino der Biblioteca Nazionale 
Centrale di Firenze sind folgende Formatbezeichnungen angenommen 
worden, die hoffentlich auch für alle Staatsbibliotheken Italiens 



gelten werden: 




Seitenhöhe über 38 


Centimeter: Folio, 


„ von 28 bis 38 


„ : Quart, 


„ von 20 bis 28 


„ : Octav, 


„ von 15 bis 20 


„ : Sedez, 



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154 Personalien. 

Seitenhöhe von 10 bis 15 Centimeter : 24. 
„ unter 10 „ : 36, 

Florenz. Die Beamten der Biblioteca Nazionale Centrale 
sind nach Dekret vom 15. Februar: 

Desiderio Chilovi, Prefetto. — Bartolomeo Podestä, Biblio- 
tecario di 2* classe; Luigi Rossi, Bibliotecario di 3 Ä classe. — 
Salomone Morpurgo, Sottoconservatore di 2* classe per i mano- 
scritti. — Attilio Pagliaini, Pietro Gori, Giuseppe Guli, Paolo 
Orsi, Sottobibliotecari di 2 a classe. — Paolo Bersotti, Giuseppe 
Zapparoli, Curzio Mazzi, Sottobibliotecari di 3* classe. — Ugo 
Ceccherini, Francesco Ferrini Baldini, Gaetano Cini, Giu- 
seppe Laudo Passerini, Sottobibliotecari di 4 a classe. — Tor- 
quato Milanesi, Ragionero Economo di 3 Ä classe. — Eurico 
Del Lungo, Ordinatore di 2 a classe. — Cesare Martinelli, 
Dante Marchettini, Agostino Ciabatti, Pasquale Bigazzi, 
Distributori di 1* classe. — Carlo Alberto Corti, Gioacchino 
Gemmi, Distributori di 2* classe. — Gaetano Zucconi, Italo 
Bonanni, Alfonso Ciabatti, Ettore Comanducci, Isacco Cia- 
battari, Dante Casciani, Luigi Pastorini, Distributori di 
3 a classe. — Pilade Fazzini, Usciere di 2* classe. — Luigi 
Pacchioni, Pietro T arge tti, Uscieri di 3 a classe. — Raffaello 
Galardi, Leone Maggioli, Francesco Sandrelli, Cesidio 
Micarelli, Serventi di 2* classe. Im ganzen 15 wissenschaft- 
liche, 15 Rechnungs- und Expeditionsbeamte, und 7 Diener. 

Turin. Die öffentliche Bibliothek hat im vorigen Jahre 
einen Zuwachs von mehr als 9000 Bänden erfahren. Sie war 
460mal geöffnet und von 55935 Lesern besucht. 

Den Freunden der Bibliographie ist jetzt Gelegenheit geboten, 
das seit 6 Jahren bestehende, von dem Bibliographen Carlo Lozzi 
herausgegebene Journal „II Bibliofilo 11 zu herabgesetztem Preise 
vom Verlag des Bibliofilo, Bologna, via Cave, 2, zu beziehen. 
Für 30 Lire in Italien, resp. 35 Francs im Ausland erhält man 
Jahrgang 1—6 und den jetzt begonnenen 7., sowie als Zugabe 
den ersten Band der von Lozzi herausgegebenen Bibliografia storica 
italiana. Dieser, 600 zweispaltige Seiten stark, kostet allein 
30 Lire. [2471.] 



Personalien. 



Berkholz, Georg, Bibliothekar der Stadtbibliothek zu Riga, 
f am 7. Januar zu Meran. 

Edward Edwards, Verfasser mehrerer Schriften über Biblio- 
theken und Bibliographie, starb am 7. Februar d. J. in Niton, 
Isle of Wight. 



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Personalien. 155 

Gilbert, 0., Bibliothekskustos in Göttingen, erhielt den 
Bibliot h ekartitel. 

Joseph Meyer wurde vom Scriptor zum Kustos an der 
Universitäts-Bibliothek zu Wien befördert, desgl. 

Albert Gessmann zum Scriptor und 

Isidor Himmelbaur zum Amanuensis ernannt. 

Haupt, Hermann, Bibliothekskustos zu Würzburg, ist zum 
Universitätsbibliothekar in Giessen ernannt worden. 

Heuser, E., Kustos an der Univ.-Bibl. zu Marburg, wurde 
an die Univ.-Bibl. zu Giessen versetzt. 

Kapferer, Heinrich, Volontär der Universitätsbibliothek in 
Graz, wurde zum Amanuensis ernannt. 

Koelle, Rudolf, Amanuensis der Universitätsbibliothek in 
Graz, wurde zum Skriptor ernannt. 

Lieb ich, Bruno, Dr. phil., trat an der Univ.-Bibliothek zu 
Breslau als Volontär ein. 

Poupel, Alfred, Unter-Bibliothekar der Pariser Stadt-Biblio- 
thek, seit 1883 im Ruhestand, f im Dezember 1885. 

Dr. Alexander Reichardt, bisher Probelehrer in Borna, 
wurde an der kgl. öffentl. Bibliothek zu Dresden als Hilfsarbeiter 
angestellt. 

Schlossar, Anton, Skriptor der Universitätsbibliothek in 
Graz, wurde zum Kustos ernannt. 

Segner, Franz, Hilfsarbeiter an der Univ.-Bibl. zu Würz- 
burg, wurde zum Assistenten ernannt. 

John Langdon Sibley, von 1856 — 1877 Bibliothekar der 
Harvard University zu Cambridge, Mass., ist gestorben. 

William Robertson Smith ist an Henry Bradshaws Stelle 
zum Bibliothekar an der Universität Cambridge ernannt worden. 

Dr. Joseph Stern, jetzt Kurator des ägyptischen Museums 
in Berlin, ist zum Direktor der Bibliothek des Vizekönigs von 
Aegypten in Kairo ernannt worden. 

Henry Stevens, 1819 in Vermont in den Vereinigten 
Staaten geboren, bekannt durch seine unermüdliche Thätigkeit 
für die Sammlung amerikanischer Druckwerke im British Museum 
und durch seine ,,Historical Nuggets, Rare Books relating to 
America", von denen jetzt nach längerer Pause Vol. 3 erscheint, 
starb am 28. Februar in London. 

Weissenborn, H., Erster Bibliothekar der Kgl. Bibliothek 
zu Erfurt, f daselbst am 16. Januar. 

Wilmanns, August, Oberbibliothekar in Göttingen, wurde 
zum Vorstand der Königl. Bibliothek in Berlin mit dem Titel 
Generaldirektor ernannt. [2472.] 



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156 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

Theodor Ackermann, Antiquar. Katalog Nr. 159. Mün- 
chen, Promenadeplatz 10. 924 Nrn. Curiosa etc. — Katalog 
Nr. 161. 1886. 775 Nrn. Französische Sprachwissenschaft, 
Altfranzösisch, Provencalisch , Patois, etc. Litteraturgeschichte. 
Französische Belletristik etc. [2473.] 

Josef Baer&Co., Lager-Katalog Nr. 176. 1886. Frank- 
furt a.M., Rossmarkt 18. 254 Nrn. Nationalökonomie. — Lager- 
Katalog Nr. 177. 1886. 483 Nrn. Architektur. Kunstgewerbe. 
Ornamentstiche. Stickbücher. Schreibbücher. Nachtrag. Anhang. — 
Lager-Katalog Nr. 178. 729 Nrn. Allgemeines. Zeitschriften. 
Kunstgewerbe. Sammelwerke. Oeffentliche und Privatsammlungen. 
Ausstellungen. Ornamentales. Möbel. Textilwerke. Kleidung. 
Waffen. Gold- und Silberschmiedekunst. Elfenbeinarbeiten. Eisen- 
werke. Gemmen und Medaillen. Keramik. Glasmalerei. Mosaik. 
Buchausstattung. Miniaturmalerei. Einbände. Architektur. Innere 
und äussere Dekoration. Nachtrag. [2474.] 

Ludwig Bamberger, Antiquar. Katalog 68. Greifswald. 
1693 Nrn. I. Allgemeine und vermischte naturwissenschaftliche 
Schriften. Reisen, Biographien. Zeitschriften. II. Zoologie. III. Bo- 
tanik. IV. Mineralogie. Geologie. Palaeontologie. V. Bienenzucht. 
Fischerei und Fischzucht. Jagd. VI. Gartenbau. Land- und Forst- 
wissenschaft. VII. Anhang. Bücher aus verschiedenen Wissen- 
schaften. [2475.] 

H. Barsdorf, Antiquar. Anzeiger Nr. 4. Febr. 1886. Leip- 
zig, Neumarkt 2. 575 Nrn. Werke aus allen Wissenschaften, 
Photographien etc. — Antiquar. Anzeiger Nr. 5, März 1886. 
Nr. 576 — 1104. Werke aus allen Wissenschaften, Photographien 
etc. Nachtrag. [2476.] 

Bermann & Altmann, Der Wiener Antiquar 86. 1886. 
Wien, Stadt, Johannesgasse 2. 1. Kyno- und Hippologie, nebst 
Reit- und Fahrkunst. 2. Jagd, einschliessl. des Fisch- und Vogel- 
fangs. 3. Gymnastik. 4. Schach-, Karten-, Brett- und andere 
Spiele. [2477.] 

Albert Cohn, Antiquar. Katalog Nr. 175. Berlin W. Moh- 
renstr. 53, 639 Nrn. Ausgewählte Sammlung seltener Werke 
aus allen Fächern. 2. Abteiig. Juden — Zehendtner. [2478.] 

Henry du Parc, Catalogue Nr. 3. Paris, 4 rue Haute- 
feuille. Des livres ä prix reduits. [2479.] 

Eduard Fischhaber, Katalog 60. Reutlingen. 823 Nrn. 
I. Litteratur von und über Goethe. II. Litteratur von und über 
Schiller. III. Dramatische Litteratur. IV. Kunst, Architektur. 
V. Varia. [2480.] 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge, 157 

Wilhelm Friedrich, Verzeichnis ausgewählter Werke.. 
Leipzig. I. Litterat Urgeschichte, Biographie etc. II. Philologie. 
III. Theologie und Philosophie. IV. Geographie, Geschichte und 
Kulturgeschichte. V. Romane und Novellen. VI. Geschichte und 
Dramen. [2481.] 

Oskar Gerschel, Antiquar. Katalog Nr. 25. Stuttgart,, 
Calwerstr. 16. 1314 Nrn. Französische Litteraturgeschichte und 
Sprachwissenschaft; Provencalisch, Altfranzösisch. Französische 
Litteratur. Italienische Litteratur und Sprache. Dante. Spanien 
und Portugal; Sprache, Litteratur, Geschichte. Slawische Sprachen. 
Nachtrag. [2482.] 

Gilhofer & Rausch bürg. Antiquar. Katalog Nr. 5. 
Wien I., Bognergasse 2. 1343 Nrn. Klassische Philologie und 
Archäologie. Auetores classici. Archäologie und Geschichte, Litte- 
raturgeschichte, Metrik, Grammatik und Lexikographie. — Katalog 
Nr. 6. 1224 Nrn. 1. Zeitschriften. Sammelwerke. Litteratur- 
geschichte. Bibliographie. Vermischtes. 2. Urgeschichte. Anthropo- 
logie. Ethnographie. 3. Altertümer und Kulturleben der Völ- 
ker. 4. Mythologie. Sagen und Märchen. Legende. Volkslieder 
und Sprichwörter. 5. Schriftwesen. Typographie. 6. Allgemeine 
und Vergleichende Linguistik. 7. Arische Sprachen (Indische 
Sprachen. Zigeunersprache. Iranische Sprachen.) 8. Neugriechische 
9. Lateinisch-Romanische Sprachen. 10. Runen. Gotisch. Nieder- 
deutsch. Alt-, Mittel- und Neuhochdeutsch. 11. Deutsche Mund- 
arten. 12. Skandinavische und Angelsächsische Sprachen. Nieder- 
ländisch. 13. Slavisch-Lettische Sprachen. 14. Semitische und die 
übrigen nicht-indogermanischen Sprachen. [2483.] 

Isaac S*t. Goar, Antiquar. Katalog Nr. 70. Frankfurt a.M., 
Rossmarkt 6. 969 Nrn. Mathematik. Physik. Mechanik. Astro- 
nomie. Meteorologie. Klimatologie. Philosophie. — Antiq. Kata- 
log Nr. 71. 938 Nrn. Botanik. Nebst Anhang. Forstwissenschaft. 

[2484.] 

Ludolph St. Goar, Antiquar. Anzeiger Nr. 19. Frank- 
furt a. M. 370 Nrn. Miscellanea. [2485.] 

Hachette & Cie., Katalog März 1886. Paris, Boulevard 
Saint- Germain 79. Table alphabetique par Noms d'auteurs des 
livres d'enseignement et de litterature. — Katalog 1886. Livres 
relics pour les distributions de prix dans les lycees et les Col- 
leges. — Katalog April 1886. Litterature generale et connais- 
sances utiles. [2486.] 

Otto Harrassowitz, Antiquar. Katalog Nr. 121. Leipzig, 
Querstr. 14. 2036 Nrn. Allgemeine Literär- und Gelehrten- 
Geschichte, Deutsche, Englische, Holländische, Dänische, Schwed.. 
und Norwegische , Französische , Italienische , Spanische (Kata- 



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158 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Ionische) und Portugiesische Litteratur. Litteratur der slavischen 
Völker. Anhang moderner illustrierter Werke. Nachtrag. 

[2487.] 

Caspar Haugg, Antiquarisches Bücherverzeichnis Nr. 71. 
Augsburg F 204. Hl. Kreuzstrasse. 8°. 600 Nrn. Deutsche 
Litteratur. (Curiosa.) [2488.] 

J. M. Heberle (H. Lempertz' Söhne), Antiquar. Katalog. 
Köln, Grosse Sandkaul 10— 12. Bücher- Auktion, 24. März 1886. 
5655 Nrn. Werke aus allen Gebieten der Wissenschaft, haupt- 
sächlich Theologie, Geschichte, deutsche und fremde Litteratur, 
Naturwissenschaft, Jurisprudenz, Kunst, Philologie, Musikalien etc. 

[2489.] 

J. J. Heckenhauer, Philosophischer Lager-Katalog Nr. 110. 
Tübingen. 2896 Nrn. I. Geschichte der Philosophie. IL All- 
gemeine und vermischte Philosophie. IH. Philosophie der Ge- 
schichte. IV. Universitätswesen. V. Unsterblichkeit. VI. Frei- 
maurerei. VH. Curiosa. Seltenheiten. Nachtrag. [2490.] 

Wilhelm Jacobsohn & Cie., Antiquar. Katalog Nr. 68. 
Febr. 1886. Breslau, Kupferschmiedestr. 44. Kathol. Theologie, 
Philosophie und Pädagogik, Orientalia, Judaica. (Hebr. Gram- 
matik.) Protestantische Theologie. Philosophie. Varia (Belle- 
tristik, Kunst, Musik etc.). [2491.] 

Joseph Jolowicz, Antiquar. Katalog Nr. 91. Posen. 
1311 Nrn. I.Geographie, Reisen, Ethnologie. IL Meteorologie, 
Klimatologie, Hydrographie. IIL Städtegeschichte. IV. Statistik. 
V. Anhang. Ausgewählte geschichtliche Werke. [2492.] 

Heinrich Kerler, Antiquar. Katalog Nr. 101. Ulm im 
Schlüssle. 1866 Nrn. Reine und angewandte, „physiologische 
und gerichtliche Chemie. Pharmacologie. Physik. Technologie. 
Bibliothek Fehling. [2493.] 

Kirchhoff & Wigand, Antiquar. Katalog Nr. 756. Leip- 
zig. 633 Nrn. Vermischtes, Zeitschriften. Forschungsreisen, 
Kosmogonie, Entwickelungsgeschichte, Prahistorik und Anthropo- 
logie. — Nr. 757. 1131 Nrn. Botanik und Gartenbau. — 
Nr. 758. 1264 Nrn. Geologie. Mineralogie. Paläontologie. 
Bergbau. — Nr. 759. 958 Nrn. Zoologie I. Geschichte der- 
selben. Vergleichende Anatomie und Physiologie. Vermischtes. 
Systematik. Wirbeltiere. Fischzucht. — Nr. 760. 764 Nrn. 
Zoologie II. Invertebrata : Entomologie. — Nr. 761. 612 Nrn. 
Zoologie III. Mollusken, Arachniden, Krustaceen, Würmer etc. 
— - Nr. 762. 2874 Nrn. Klassische Philologie und Altertums- 
wissenschaft. — Nr. 763. 1417 Nrn. Orientalische und neuere 
Linguistik. [2494.] 

Wilhelm Koebner, Katalog Nr. 185. 1581 Nummern. 
I. Deutsche Sprache und Litteratur. Literaturgeschichte. IL Ge- 



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Buchhändler- u« antiquarische Kataloge. 159 

schichte und Geographie. Histor. Hilfswissenschaften. III. Kir- 
chengeschichte. IV. Kunst und illustrierte Werke. Baukunst. 
V. Mathematik und Astronomie. VI. Medizin und Naturwissen- 
schaften. VII. Klassische Philologie. — Nr. 186. 1700 Nrn. 
Breslau, Schmiedebrücke 56. Kulturgeschichte. [2495.] 

Paul Lehmann, Antiquar. Katalog Nr. 38. Berlin W, 
Französ. Str. 33e, 1104 Nrn. Philosophie. [2496.] 

R. Levi, Antiquar. Verzeichnis Nr. 51. Stuttgart, Calwer- 
strasse 25. Neueste Erwerbungen aus verschiedenen Fächern. 

[2497.] 

H. L. Liebner, Antiquar. Anzeiger Nr. 62. Dresden, 
Johannesstr. 11. 235 Nrn. Evangelische Theologie. — Antiquar. 
Anzeiger Nr. 61. 219 Nrn. Werke aus verschiedenen Wissen- 
schaften. [2498.] 

List & Francke, Antiquar. Verzeichnis Nr. 182. Leipzig, 
Universitätsstr. 13. 3194 Nrn. Theoretische Werke über Musik, 
sowie seltene, ältere, praktische Musikstücke und neuere Musikalien. 
— Antiquar. Verzeichnis Nr. 183. 825 Nrn. 1. Griechische 
Autoren. 2. Lateinische Autoren. 3. Encyklopädie und Geschichte 
der Philologie. Biographien. Zeitschriften. Sammelwerke. Neu- 
lateiner. 4. Litteraturgeschichte, Bibliographie. 5. Grammatik, 
Lexikographie. 6. Alte Geschichte, Geographie, Mythologie, 
Archäologie und Numismatik, Inschriften. 7. Orientalia. [2499.] 

Ermanno Loescher, Antiquar. Katalog Nr. 3 4. Turin, 
Via di Po 19. 360 Nrn. Botanica. Agricoltura. — Catalogo 
Nr. 67. 1219 Nrn. Auetores graeci. Auetores latini. Gram- 
matica graeca e latina, Scritti vari di Filologia, Storia letteraria, 
Neolatini. [2500.] 

Nicolai 'sehe Buchhandlung (Borstell & Reimarus). Berlin C, 
Brüderstr. 13. 1. Geschichte. Kulturgeschichte. Kriegsgeschichte. 
Biographien. Briefwechsel. 2. Länder- und Völkerkunde. Reisen. 
3. Litteraturgeschichte. 4. Kunstgeschichte. Bildende Künste. 
Musik. Theater. 5. Philosophie u. Theologie. 6. Sprachwissen- 
schaft und Pädagogik. 7. Rechts-, Staats- und Sozialwissenschaft. 
8. Naturwissenschaft. 9. Militärwissenschaft. 10. Verschiedenes. 

[2501.] 

Leo S. Olschki, Catalogue I. Verona, Via Leoni 11. 
407 Nrn. Livres anciens rares et curieux. [2502.] 

Wilhelm Rath, Antiquar. Katalog Nr. 9. Esslingen a/N. 
924 Nrn. Geschichte und deren Hilfswissenschaften. — Antiquar. 
Katalog Nr. 10. 1184 Nrn. I. Griechische und römische Klas- 
siker. II. Neulateiner. Vermischte philologische Schriften. 
III. Grammatik. Lexika. IV. Nachtrag. [2503.] 

A. Raunecker, Antiquar. Bücherlager Nr. 20. Klagen- 
furt, Burggasse 3. 1546 Nrn. Naturwissenschaften. Medizin. 



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160 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Philosophie. Mathematik. Astronomie. Staats- und Rechtswissen- 
schaft. Politik. Statistik. Pädagogik. Litteraturkunde. Jugend- 
schriften. Bildungsschriften für das weibl. Geschlecht. Lexika. 
Sprachen. Altertumswissenschaft. Geschichte. Biographien. Me- 
moiren. Briefwechsel. Erdbeschreibung. Völkerkunde. Handel und 
Gewerbe. Bergbau. Forst- und Jagdwesen. Haus- und Land- 
wirtschaft. Gartenbau. Marine. Belletristik (deutsch). Belletristik 
(ausserdeutsch). Kunstlitteratur. Kunstwerke. Malerei. Musik. 
Vorlagen zum Sticken etc. Kärnten und Kärntner Drucke. Varia 
und Nachtrag. [2504.] 

Rosenstein & Hildesheimer, Katalog II. Berlin \V, 
Mohrenstrasse 63. 768 Nrn. Genealogie und Heraldik, Geschichte, 
Kunst, Varia. [2505.] 

J. .Scheible, Catalogue Nr. 190. Stuttgart. 764 Nrn. 
Litteratur e comique et satirique des fran^ais. — Katalog Nr. 192. 
503 Nrn. Werke über Kunst. Kostüme. Kupferstiche. Holz- 
schnitte. [2506.] 

Felix Schneider, Antiquar. Anzeiger Nr. 69. Basel. 
320 Nrn. Vermischtes. Theologie. — Antiquar. Katalog Nr. 184. 
1800 Nrn. 1. Litteratur und Gelehrtengeschichte. Literatur- 
denkmäler. Theater. 2. Bibliographie. Bibliothekwissenschaft. 
Buchhandel. 3. Buchdruckerkunst. 4. Universitätswesen. Aka- 
demisches Studium. 5. Antologien, Volkslieder, Sprichwörter und 
Sentenzen. 6. Mundarten. 7. Sagen und Märchen. 8. Almanache, 
Taschenbücher, Kalender etc. 9. Conversationslexika. 10. Fremd- 
wörterbücher. 11. Nachtrag. 12. Geschichte der Musik. Bio- 
graphien von Musikern. [2507.] 

J. A. Stargardt, Antiquar. Katalog Nr. 155. Berlin W, 
Markgrafenstr. 48. 1097 Nrn. Slavica. Scandinavica. England. 
Frankreich. Italien. Spanien. Griechenland. Türkei. Militaria. 
Kunst. Autographen. [2508.] 

Ferdinand Stein köpf, Antiquar. Katalog Nr. 358. 
Stuttgart, Kronprinzstr. 38. Schöne Künste und Archäologie. 
Architektur. Emblemata. Theorie und Geschichte der Kunst. 
Pracht- und Kupferwerke etc. — Antiquar. Katalog Nr. 359. 
1. Aeltere deutsche Litteratur. 2. Deutsche Sprache. 3. Alma- 
nache, Kalender. Taschenbücher. 4. Mundarten. 5. Sprichwörter 
und Rätsel. 6. Volkslieder, Märchen und Sagen. 7. Theater. — 
Antiquar. Katalog Nr. 360. 1. Bibliographie, Bibliothekwissen- 
schaft, Litteratur und Gelehrtengeschichte. 2. Buchhandel und 
Presse. 3. Buchdruckerkunst. 4. Papierfabrikation. 5. Buch- 
binderei. [2509.] 



Verantw. Redakteur : Joseph Kürschner, Stattgart. 
Druck der Hoffma nn'schen Buchdrackerei , Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



Juni. 



Inhalt : 



1886. 



Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. — Die Königliche 
Handbibliothek in Stuttgart. — Fortsetzungen. — Miszellen. — Per- 
sonalien. — Aus Zeitschriften. — Buchhändler- und antiquar. Kataloge. 



Die Gehe -Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 

(Dresden, von Zahn & Jaensch. 50 S. 8°.) 
Der im Jahre 1882 in Dresden verstorbene Gründer und 
Besitzer des Droguen- Welthauses Gehe & Co. hatte testamentarisch 
2 Millionen Mark zu dem Zwecke bestimmt, dass davon um 
Staat oder Gemeinde wohlverdiente, aber ausgediente und des- 
halb in ihren Einnahmen zurückgekommene Männer vor Not ge- 
schützt, und anderseits solche, welche über Staats- und Gemeinde- 
wesen Studien treiben wollen, durch Darbietung einer wohlaus- 
gewählten Büchersammlung und gediegener Vorträge in ihren Be- 
mühungen gefördert werden sollen. Nachdem das K. Sachs. Mini- 
sterium des Kultus und öffentlichen Unterrichts die Stiftung und 
ihr Statut genehmigt, konnten ein Direktorium und ein Stiftungs- 
rat ins Leben treten, dem nur Männer aus den höchsten Kreisen, 
aber auch der wegen seiner politischen Richtung aus dem Staats- 
dienst ausgeschiedene Ministeriais ekretär und ehemalige Vorstand 
des K. Sachs, statistischen Bureaus, Theodor Petermann, der erste 
in dem modernen Prytaneum, zugleich Geschäftsführer der Stif- 
tung, angehören! 

Es folgen nun hier die Bestimmungen für die Benutzung 
der Bibliothek der Gehe-Stiftung und, da ein Katalog augenblicklich 
noch nicht gedruckt werden soll, eine Uebersicht der in der 
Bibliothek der Gehe-Stiftung vertretenen Fächer. 

Bestimmungen für die Benutzung der Bibliothek der 
Gehe-Stiftung. 

1) Die Bibliothek der Gehe-Stiftung ist dazu bestimmt, Herren, 
welche sich in den Fächern, deren Kenntnis zu gedeihlichem Öffent- 
lichen Wirken vonnöten ist, zu orientieren wünschen, das hierzu 
nötige litterarische Material zu bieten. 

11 



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162 Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 

2) Sie ist zu diesem Zwecke — mit Ausschluss der Sonn- 
und Feiertage und der eventuellen Bibliothekferien — täglich 
von 10 — 2 Uhr, ausserdem in den Wintermonaten Montags und 
Donnerstags abends von 7 — 9 Uhr zur Benutzung im Lokale 
geöffnet. 

3) Entleihung von Büchern ins Haus ist nur solchen gestattet, 
welche dem Bibliothekar als vertrauenswürdig bekannt sind. Andere, 
deren Verhältnisse dem letzteren nicht bekannt, haben die Bürg- 
schaft einer als vertrauenswürdig geltenden Person beizubringen. 

4) Noch nicht gebundene, gestempelte und signierte Bücher, 
ingleichen alle gangbaren Nachschlagewerke sind von der Ver- 
leihung ins Haus ausgeschlossen. Es bleibt vorbehalten, auch aus 
anderen Gründen einzelne Schriften von der Verleihung auszu- 
schliessen. 

5) Ueber jedes entliehene Buch ist ein Empfangsschein aus- 
zustellen, mit dessen Unterschrift sich der Entleiher den Bestim- 
mungen über die Benutzung der Bibliothek ausdrücklich unter- 
wirft; zu diesem Zwecke sind die in der Bibliothek vorhandenen 
gedruckten Formulare zu benutzen. Bei der Rückgabe des Buches 
erhält der Entleiher den Empfangsschein wieder ausgehändigt. 

6) Die Verleihung ins Haus erfolgt in der Regel auf 14 Tage, 
bei grösseren Werken auf 4 Wochen. Diese Fristen können auf 
Ansuchen verlängert werden, wenn die betreffenden Bücher in- 
zwischen nicht anderweit verlangt worden sind. 

7) Erfolgt die Rückgabe der entliehenen Bücher innerhalb 
der gesetzten Frist nicht, so erhält der säumige Entleiher zunächst 
durch die Post eine unfrankierte schriftliche Mahnung. Kommt 
er derselben binnen drei Tagen nicht nach, so wird er durch 
den Bibliotheks-Aufwärter mündlich zur Rückgabe aufgefordert 
und hat demselben auf Verlangen die Bücher sofort einzuhändigen, 
sowie 50 Pf. Einf orderungsgebühr zu entrichten. 

Durch wiederholte Säumigkeit verliert der Entleiher die Be- 
rechtigung zur Benutzung der Bibliothek. 

8) Für verloren gegangene oder beschädigte Bücher ist nach 
ihrem vollen, vom Bibliothekar zu bestimmenden Werte durph den 
Entleiher, bezw. dessen Bürgen Ersatz zu leisten. 

9) Die Weiterverleihung der aus der Bibliothek entnommenen 
Bücher an andere Personen ist durchaus unstatthaft. 

10) Bei längerer Abwesenheit vom Wohnorte sind die ent- 
liehenen Bücher vor der Abreise zurückzugeben. Eine Wohnungs- 
veränderung, welche nach der Ausstellung eines Empfangsscheines 
eintritt, hat der Entleiher der Bibliotheks- Verwaltung anzuzeigen. 

Dresden, den 3. Februar 1885. 

Das Direktorium der Gehe-Stiffcung. 
Schmaltz, Direktor. 



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Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 163 

Uebersicht der in der Bibliothek der Gehe-Stiftung 
vertretenen Fächer. 

A. Hilfswissenschaften. 
I. Encyklopädien und Wörterbücher. 
IL Bibliographie und Bibliothekkunde. 
III. Litteratur. Insbesondere Autorenrechte, Publicistik. (Vgl. 
auch Buchhandel, Presspolizei. Litteratur der einzelnen Wissens- 
zweige s. unter diesen.) 

IV. Philosophie. Insbesondere Staats- und Rechtsphilosophie. 
(Vgl. Staatslehre.) * 

V. Geschichte, a) Nachschlagewerke, b) Allgemeine Ge- 
schichte, c) Geschichte der neueren Zeit, d) Geschichte Deutsch- 
lands und Sachsens, e) Kulturgeschichte. (Geschichte einzelner 
Institutionen und Wissenszweige s. unter diesen.) 

VI. Geographie und allgemeine Statistik, a) Litteratur, 
Theorie und Organisation der Statistik. (Einzelne Zweige der 
Statistik s. bei den betreffenden Fächern, Ortsstatistik unter Ver- 
waltung.) b) Allgemeine Erdkunde, Nachschlage- und Karten- 
werke, c) Einzelne Zweige der Erdkunde (Völkerkunde). (Wirt- 
schaftsgeographie und Statistik s. Volkswirtschaft und deren ein- 
zelne Zweige, Klimatologie s. Landwirtschaft.) d) Geographie und 
Statistik einzelner Länder. 

VII. Populationistik. a) Bevölkerungs- und Moralstatistik: 
1. allgemeine, 2. einzelner Länder, b) Bevölkerungspolitik. 

VIII. Auswanderung und Kolonisation, a) Im Allgemeinen, 
b) Auswanderung aus einzelnen Ländern. c) Einzelne Aus- 
wanderungsziele und Kolonisationsobjekte. (Ueber Strafkolonien 
vgl. Gefängniswesen.) 

B. Staats- und Rechtswissenschaft. 

IX. Gesetzsammlungen. 

X. Land- und Reichstagsakten. 

XL Staatswissenschaftliche Zeitschriften, Sammel- und 
Nachschlagewerke, a) Zeitschriften und Sammelwerke, b) Staats- 
lexica. 

XII. Staats- und Gesellschaftslehre, a) Geschichte, Litte- 
ratur. b) Allgemeine Systeme der Staats- und Gesellschaftslehre 
(Politik). (Vgl. Sozialpolitik.) c) Schriften über einzelne Kapitel. 
1. Nationalität. 2. Staat und Individuum. Zentralisation. 3. Frei- 
heit und Menschenrechte. 4. Oeffentliche Meinung. (Vgl. Litteratur 
und Presspolizei.) 5. Parteien. 6. Königtum. 7. Stände. (Vgl. 
Kirche und Sozialpolitik.) 8. Konstitutionelles Regiment, Repräsen- 
tativsystem: a) im allgemeinen, ß) Ministerverantwortlichkeit (vgl. 
Staatsrecht), y) Parlamentarismus, d) Zweikammersystem, *) Wahl- 



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164 Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 

recht. 9. Unmittelbare Volksherrschaft (Demokratie). 10. Re- 
publik, d) Miscellanea. 

XIII. Rechtswissenschaft im engeren Sinne, a) Allgemeines, 
Nachschlagewerke. (Naturrecht s. unter Rechtsphilosophie.) b) Mo- 
saisches, Römisches und Kanonisches Recht. (Vgl. Kirche.) c) Deut- 
sches Recht. 1. Rechtsgeschichte. 2. Modernes Recht: a) Privat- 
recht, insbesondere Handels- und Gewerberecht (Internationales 
s. Völkerrecht), ß) Strafrecht (vgl. Polizei, gerichtliche Medizin 
s. Gesundheitswesen, Strafvollzug s. Gefängniswesen, Militärrecht 
s. Kriegswesen, Internationales s. Völkerrecht), y) Gerichtsverfassung 
und Prozess, S) Justifcstatistik. d) Fremde Rechte. 

XIV. Staatsrecht. (Vgl. Staatslehre, Praktische Politik, 
Parlamentsakten.) a) Geschichte, Litteratur. b) Allgemeines und 
vergleichendes Staatsrecht, c) Deutsches Staatsrecht: 1. des alten 
Reichs und Rheinbundes (vgl. Rechtsgeschichte), 2. des deutschen 
Bundes, 3. des norddeutschen Bundes und des neuen Reichs, 
4. Landesstaatsrecht, d) Ausländisches Staatsrecht. 

XV. Völkerrecht, a) Urkundensammlungen, b) Allgemeine 
Darstellungen, c) Einzelne Abschnitte. 1. Kriegsrecht. (Militär- 
recht s. Kriegswesen.) 2. Seerecht. 3. Internationale Vertretung. 
4. Internationales Privat- und Straf recht, d) Völkerrechtliche Be- 
ziehungen einzelner Staaten (vgl. Praktische Politik). 

XVI. Praktische Politik (innere und äussere) der ein- 
zelnen Staaten. (Vgl. Geschichte, Staats- und Völkerrecht, 
Kriegswesen.) a) Allgemein europäische, b) Deutschlands: 1. zur 
Zeit des alten Reiches, 2. des Rheinbundes, 3. des deutschen 
Bundes bis 1848, 4. der Revolutionsperiode 1848 — 1850, 5. von 
der Wiederherstellung des Bundestages bis zur Krisis von 1866, 
6. seit 1866. c) Einzelner deutscher Staaten, d) Oesterreich- 
Ungarns. e) Anderer europäischer und ausser europäischer Staaten. 

XVII. Sozialpolitik, a) Die Grundlagen der Gesellschaft, 
(üeber Freiheit vgl. Staatslehre. Ueber Eigentum vgl. b, und 
Volkswirtschaft.) Familie und Ehe. Frauenfrage und Frauen- 
recht. Frauenarbeit und Frauenbildung. (Vgl. Populationistik, 
Rechtswissenschaft, Industrie und Bildungswesen.) b) Die Arbeiter- 
frage. 1. Der Staat und die Arbeit. Sozialismus und Kommu- 
nismus (vgl. Industrie und Politische Polizei): a) Geschichtliches, 
ß) Theorie und Polemik. 2. Die Kirche und die Arbeit. 

XVIII. Religion, Kirche, Kirchenrecht und Kirchenpolitik, 
a) Religion im allgemeinen. 1. Religionsgeschichte, Religions- 
vergleichung (vgl. Kulturgeschichte). 2. Einzelne religiöse Rich- 
tungen, b) Gewissensfreiheit, c) Kirchliche Zustände und Be- 
wegungen. 1. Katholische und interkonfessionelle (der Ultramon- 
tanismus und seine Gegner). Anhang: Deutschkatholizismus und 
Freigemeinde. Altkatholizismus. 2. Protestantische (Union und 



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Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 165 

Freikirche etc.). d) Kirchenpolitik, speziell der katholischen Kirche 
gegenüber (Kulturkampf). (Vgl. Praktische Politik.) e) Kirchen- 
recht und Kirchenverfassung, f) Missionswesen. 1. Heiden- und 
Judenmission. 2. Innere Mission, Kirchliche Charit as. g) Ordens- 
wesen. 1. Klöster und kirchliche Orden, insbesondere Jesuiten 
(vgl Kirchenpolitik). 2. Freimaurer, Illuminaten, Odd Fellows etc. 
h) Nichtchristliche Religionen, insbesondere Judentum. 1. Ge- 
schichte, Kultur, Ethnographie und Statistik. 2. Religion, Moral, 
Ritual. 3. Judenrecht und Judenemanzipation. 4. Der Anti- 
semitismus und seine Gegner. 

C. Verwaltung, 

XIX. Verwaltung im allgemeinen. (Vgl. Polizei.) a) Ency- 
klopädie, Litteratur, Zeitschriften, b) Theorie der Verwaltung: 

1. im allgemeinen, 2. Justiz und Verwaltung, 3. Verwaltungsrecht 
und Verfahren, c) Die Verwaltung im Deutschen Reich. 1. Staats- 
verwaltung und Verwaltung überhaupt: a) Organisation derselben 
im Reich und in den Einzelstaaten, ß) Behördenschematismen, 
y) das Beamtentum (rechtl. Stellung, Qualifikation, Gehalte und 
Pensionen), S Kanzlei- und Archivwesen, *) Staatsverwaltungs- 
berichte, d) Provinzial - und Bezirksverwaltung, e) Gemeinde- 
verwaltung. (Gemeindehaushalt s. Finanzwesen.) 1. Stadtgemein- 
den (vgl. Geschichte, Industrie, Handel) : a) Organisation derselben 
im allgemeinen und in den Einzelstaaten, ß) Verwaltungsergebnisse. 

2. Landgemeinden (vgl. Landwirtschaft), f) Ausländische Verwal- 
tung, g) Korporationen und Stiftungen (vgl. Genossenschaften, 
Handwerk, Wissenschaft). 

XX. Niederlassungs-, Heimats- und Bürgerrecht (vgl. In- 
dustrie, Ehe-, Armenwesen), 

XXI. — XXVI. Anstaltswesen. 

XXI. Armenwesen und Wohlthätigkeit. a) Armut und 
Wohlthätigkeit im allgemeinen. Pauperismus. (Vgl. Arbeiterzustände 
unter Landwirtschaft und Industrie.) b) Freie und kirchliche 
Wohlthätigkeitsbestrebungen (vgl. Ordenswesen, Innere Mission), 
c) Oeffentliche Armenpflege: 1. im allgemeinen, 2. in einzelnen 
Staaten; a) deutsche, ß) ausländische, d) Bettler- und Vaga- 
bundenwesen (vgl. Polizei). Arbeits- und Armenhäuser. Anhang: 
Asyle für Obdachlose, e) Einzelne Zweige der Wohlthätigkeit. 
1. Findelhäuser, Krippen. 2. Sorge für Blödsinnige und sonstige 
Gebrechliche (vgl. Gesundheits- und Erziehungswesen). 

XXII. Polizei, a) Hand-, Lehr- und Nachschlagebücher über 
Polizei im älteren (weiteren) und neueren Sinne (vgl. auch Ver- 
waltung, Ackerbau, Industrie und Handel), b) Polizeiorganisation 
und Polizeivorschriften einzelner Länder, c) Einzelne Zweige der 
Sicherheitspolizei. 1. Einwohner- und Verkehrspolizei: a) Wohnungs- 



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166 Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 

• 

polizei, ß) Dienstbotenwesen, y) Pass- und Fremden-, auch Gast- 
hofs- und Herbergswesen, d) Strassen- und Verkehrspolizei. 2. Po- 
litische Polizei: a) höhere Geheimpolizei, ß) Press-, Vereins- und 
Versammlungspolizei (vgl. Litteratur und Buchhandel), y) geheime 
und revolutionäre Gesellschaften. 3. Kriminalpolizei (vgl. Straf- 
recht): a) im allgemeinen, ß) gefährliche Klassen. (Anhang: Spitz- 
bubensprache, Zigeuner.) 4. Sittenpolizei (vgl. innere Mission, 
Frauen , Gesundheitswesen). Verletzung der Sonntagsruhe und 
Feierstunden, Luxus, Volksfeste und Volksvergnügungen (Tanz), 
Spiel, Trunk, Unzucht, Tierquälerei, sonstiger Unfug, d) Polizei- 
strafrecht und Strafverfahren. 

XXIII. Gefängniswesen, a) Theorie und Systeme, b) Das 
Gefängniswesen einzelner Länder, c) Erlebnisse von Gefangenen, 
d) Fürsorge für entlassene Sträflinge, e) Mit dem Gefangnis- 
wesen konkurrierende Strafarten (Zwangsdienst, Galeerenstrafe, 
Deportation). (Vgl. Kolonisation.) 

XXIV. Gesundheitswesen, a) Geschichte, Litteratur, Nach- 
schlagebücher, b) Gesundheitspflege und Medizinalpolizei im all- 
gemeinen (vgl. Polizei), c) Medizinalorganisation. 1. Medizinal- 
gesetze und Medizinalbehörden. 2. Sanitätspersonal: a) Aerzte, 
auch Militär-, Wund-, Zahn- und Tierärzte (vgl. Militär- Sanitäts- 
wesen), ß) Apotheker, y) Hebammen, S) Heildiener, Bader, d) Ein- 
zelne Zweige des Gesundheitswesens. 1. Bau- und Wohnungs- 
hygieine (vgl. Bauwesen). 2. Bäder und Gymnastik. 3. Nahrungs- 
mittelhygieine (Schutz gegen Fälschungen, Fleischschau). (Schlacht- 
häuser s. Bauwesen). 4. Fürsorge für Schwangere, Gebärende 
und Wöchnerinnen (vgl. Armenwesen, Industrie [Arbeiterschutz]). 
5. Kinderpflege (Schulhygieine s. Bildungswesen). 6. Abwehr an- 
steckender Krankheiten (vgl. Schulhygieine, Sittenpolizei, Vieh- 
seuchen s. unter Veterinärwesen). 7. Krankenpflege (vgl. Indu- 
strie [Arbeiterfürsorge], Versicherungen, Armenwesen, Kirche). 
8. Gewerbshygieine (vgl. Industrie). 9. Fürsorge für Verunglückte 
(Feuerlöschwesen s. Bauwesen , Schiffbrüchige s. Schiffahrt). 
10. Militärsanitätswesen. 11. Fürsorge für Gebrechliche, Sieche. 
Irrenwesen (vgl. Armenwesen). 12. Leichenwesen, e) Veterinär- 
wesen, f) Medizinalberichte, Medizinaltopographie und Statistik 
(vgl. Bevölkerungsstatistik), g) Gerichtliche Medizin. 

XXV. Bau-, Wohnungs- und Strassenwesen. a) Geschichte, 
Bautechnisches, b) Oeffentliches Bauwesen. 1. Hochbau: a) Organi- 
sation, ß) Öffentliche Bauten für besondere Zwecke, soweit nicht 
anderweit berücksichtigt. 2. Tief bauwesen : a) Organisation, ß) ein» 
zelne Branchen : aa) Strassen- und Brückenbau (Strassenpflanzungen 
vgl. Landwirtschaft [Obstbau]), Anh.: Strassenreinigung;bb) Wasser- 
bau (über Wasserbenutzung vgl. Landwirtschaft, Bergbau, Schiff- 
fahrt) ; cc) Wasserversorgung ; dd) Städtereinigung (Fäkalien, Ab- 



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Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 167 

wasser, Schutz gegen Verunreinigung der Wasserläufe) (vgl. Land- 
wirtschaft) ; ee) andere Zweige (Kraft- und Wärmezuleitung) (vgl. 
Telegraphie). c) Baupolizei und Wohnungswesen (vgl. Wohnungs- 
hygieine, Wohnungspolizei, Arbeiterzustände, Armenwesen, Ge- 
nossenschaften), d) Oeffentliche Beleuchtung, e) Feuerlöschwesen, 
Brände und Brandverhütung (vgl. Versicherung). 

XXVI. Bildungs- und Erziehungswesen, a) Geschichte, 
Litteratur. b) Bildung und Erziehung im allgemeinen, c) Unter- 
richts- und Erziehungsanstalten. 1. Die Verwaltung des Unter- 
richtswesens, Prinzipien. 2. Unterrichtsgesetze und Schulwesen 
im allgemeinen. 3. Der Elementarunterricht: a) Prinzipien und 
staatliche Ordnung desselben, ß) Kirche und Schule, y) einzelne 
Unterrichtszweige , Unterrichtsarten und Schul - Einrichtungen, 
ä) Lehrer und Lehrerbildungsanstalten, *) die Schulen, £) Schulen 
und Erziehungsanstalten für besondere Verhältnisse (Waisen- und 
Rettungshäuser, Schulen für Blinde, Taubstumme, Vorschulen, 
Beschäftigungsanstalten, Mädchenschulen [auch höhere]), rj Fort- 
bildungsschulen, d) sonstige Volksbildungsanstalten, Vereine für 
Volksbildung, Volksbibliotheken (vgl. Industrie [Arbeiterfürsorge]). 
4. Höherer und Spezialunterricht. a) Mittelschulen: aa) im all- 
gemeinen, bezw. kombinierte, bb) Gymnasien, cc) Realschulen; 
ß) Universitäten: aa) allgemeines, insbesondere über deutsche Uni- 
versitäten, bb) Lehrerpersonal, cc) Studierende und Prüfungen. 
Anhang : Weibliche Universitätsbildung (vgl. Frauenfrage), dd) ein- 
zelne Länder und deren Universitäten; y Fachschulen: aa) land- 
und forstwirtschaftliche, bb) technische (Lehrlingswesen s. Indu- 
strie), cc) kommerzielle, dd) sonstige (auch künstlerische). 5. Ueber- 
sichten (bezw. Statistiken) des gesamten Unterrichtswesens ein- 
zelner Länder. 6. Schulhygieine und Sorge für das körperliche 
Wohl der Jugend (vgl. Gesundheitswesen). 7. Schulbauwesen. 
d) Wissenschaft und Kunst. 1. Wissenschaft: a) im allgemeinen, 
ß) einzelne wissenschaftliche Institute (Bibliotheken s. daselbst). 
2. Kunst: a) bildende (Kunstbildungsanstalten s. oben), ß) Theater 
und Musik. 

XXVII. Kriegswesen, a) Das Heerwesen vom Standpunkte 
der inneren Politik (vgl. Praktische Politik). 1. Allgemeines über 
Heerwesen und Kriegführung. 2. Krieg und Frieden: a) Mili- 
tarismus, Verhütung von Kriegen, ß) stehendes Heer und Volks- 
wehr y y Militäretat, b) Das Heerwesen vom Standpunkte der 
Verwaltung. 1. Historisches aus der Geschichte der Militärein- 
richtungen. 2. Bestimmungen über das Militärwesen des deutschen 
Reiches und der Einzelstaaten. 3. Einzelne Zweige des Militär- 
wesens (Heeresergänzung und Ausbildung, Ausrüstung und Be- 
waffnung, Unterkunft und Verpflegung, Befestigung, Truppen- 
transport, Führung der Truppen, Pensionswesen und Invaliden- 



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168 Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 

Versorgung). (Militärsanitätswesen s. Gesundheitswesen.) 4. Militär- 
einrichtungen und Militärmacht der ausserdeutschen, bezw. der 
europäischen Staaten überhaupt, c) Das Heerwesen vom Stand- 
punkte der auswärtigen Politik. (Militärische Stellung der Staaten 
zu einander.) d) Kriegsmarine, e) Militärrecht, f) Anhang: Bürger- 
garden und Schützen. 

D. Volks- und Staatswirtschaft. 

XXVIII. Volkswirtschaft, a) Nachschlagewerke, Geschichte 
und Litteratur. b) Die Volkswirtschaft als Wissenschaft und Lehr- 
gegenstand, c) Systeme. Hand- und Lehrbücher der Volks- bez. Volks- 
und Staats Wirtschaft (vgl. Sozialpolitik), d) Schriften über ein- 
zelne Kapitel der Volkswirtschaft (Eigentum, Arbeit und Arbeits- 
lohn, Kapital, Kapitalzins und Unternehmergewinn, Wert und Preis, 
Konsumtion und Luxus, Stellung der Staats- zur Volkswirtschaft). 
(Vgl. Sozialpolitik, Handels- und Agrarpolitik, Polizei.) e) Schriften 
vermischten Inhalts, f) Allgemeine Wirtschaftsgeschichte und 
Wirtschaftszustände einzelner Länder, g) Anhang: Politische 
Rechnungswissenschaft. 

XXIX. Finanzwesen, a) Zeitschriften. Dogmengeschichte, 
b) Finänzgeschichte und Finanziers, c) Lehrbücher der gesamten 
Finanzwissenschaft (vgl. Volkswirtschaft), d) Staatseinnahmen und 
-Ausgaben. 1. Im allgemeinen. 2. Werbendes Staatsvermögen. 
(Ueber Domänen s. auch Staatsrecht. Vgl. Forsten und Eisen- 
bahnen.) 3. Abgaben: a) im allgemeinen (Besteuerungssysteme, 
Wirkung derselben und Steuerüberwälzung), ß) einzelner Staaten, 
y) einzelne Steuern; aa) direkte: ad) überhaupt, ßß) Grundsteuer 
(Grundrente vgl. Landwirtschaft), yy) Personal-, Gewerbe-, Klassen-, 
Einkommen- und Vermögenssteuer (Bergwerkssteuer s. Bergbau), 
<W) andere (Luxus-, Wehrsteuer etc.); bb) indirekte und Mono- 
pole (Zölle s. Handel) : aa) im allgemeinen, ßß) in einzelnen Län- 
dern, yy) einzelne indirekte Abgaben: aaa) Mahl- und Schlacht- 
steuer, bbb) Getränkesteuer, ccc) Tabaksteuer und Tabaksmonopol, 
ddd) Salzmonopol und Salzsteuer (vgl. Bergbau), eee) sonstige 
indirekte Steuern (Zuckersteuer) und Monopole (Lotterie s. Spiel 
[Sittenpolizei]); cc) Verkehrssteuern (Erbschafts- und Stempel- 
steuer, Börsensteuer), e) Finanzlage und Etats einzelner Staaten, 
Finanzstatistik, f) Staatsschuldenwesen, g) Staats-Kassen- und 
Rechnungswesen, h) Gemeinde- und Provinzialfinanzen. 1. Pro- 
vinzial- und Kreisfinanzen (vgl. Verwaltungsberichte). 2. Gemeinde- 
finanzen: a) Gemeindevermögen, ß) Gemeindesteuern, y) Gemeinde- 
schulden, 8) Gemeindekassen- und Rechnungswesen. 

XXX — XLII. Kameralwissenschaften. 
XXX a. Land- und Forstwirtschaft (vgl. die folgenden 
Kapitel). 



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Die Gene-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 169 

XXX b. Forst- und Jagdwesen, a) Geschichtliches, b) Forst- 
wissenschaft, c) Forstpolitik (Wald und Klima), d) Forstökonomie, 
Waldservituten und Forstschutz, e) Forstpolizei, f) Forststatistik. 
g) Forstvereine und -Kongresse, h) Jagd und Jagdrecht. Vogel- 
schutz. 

XXX c. Fischerei, a) Seefischerei, b) Fluss- und Teich- 
fischerei. c) Fischzucht, d) Fischereirecht. (Vgl. Landwirtschaft 
[Wasserwirtschaft] und Schiffahrt.) 

XXXI. Landwirtschaft und Grundbesitz, a) Geschichte. 
Periodica. b) Land- und Volkswirtschaft, c) Landwirtschaftliche 
Gesetzgebung, Feldpolizei, d) Die Grundlagen der Landwirtschaft : 
Grund und Boden. 1. Rechtlich (Grundeigentum, dessen Frei- 
heit, Teilbarkeit, Zusammenlegung, bäuerliche Lasten und deren 
Ablösung, Entwährung). (Vgl. Rechtswissenschaft, Politik, Volks- 
wirtschaft.) 2. Technisch: a) die Ackerkrume und deren Ver- 
besserung, ß) das Wasser (Wasserwirtschaft, Ent- und Bewässerung), 
(vgl. Fischerei, Wasserbau, Schiffahrt.) 3. Geschäftlich (Ver- 
schuldung, Grundkredit), (s. Genossenschaft.) Anhang: Städtischer 
Grundkredit (s. Genossenschaft), e) Das Personal der Landwirt- 
schaft, seine Lage und Interessen. 1. Der Staat und der Landbau: 
a) Agrarpolitik im allgemeinen, ß) der Landwirt als Staatsbürger. 

2. Die einzelnen Klassen: a) Grossgrundbesitzer und Pächter, 
ß) Bauern, y) Ländliche Arbeiter (vgl. Sozialpolitik, Industrie 
[Arbeiterfürsorge]). 3. Interessenvertretung (Vereine, Kongresse, 
Ackerbaukammern), f) Der landwirtschaftliche Betrieb. 1. Technik 
der Landwirtschaft, deren Förderung und Hilfsmittel. 2. Oeko- 
nomik (Grundsätze, Betriebsergebnisse, Absatz, Preise und Kon- 
kurrenz). (S. die folgenden Kapitel.) g) Einzelne Zweige der 
Landwirtschaft. 1. Anbau von Cerealien, Fruchtpreise und Teuer ungs- 
politik (vgl. Getreidehandel). 2. Futterbau und Viehzucht, tierische 
Produkte (insbesondere Fleisch und Wolle). (Vgl. unten Bienen- 
und Seidenzucht. Viehseuchen siehe unter Gesundheitswesen.) 

3. Handelspflanzen (Textilstoffe, Tabak, Zuckerrüben) (vgl. Indu- 
strie, Handel und Finanzwesen). 4. Obst-, Garten- und Gemüsebau. 
5. Weinbau. 6. Bienen- und Seidenzucht, h) Landwirtschaftliche 
Zustände einzelner Länder. Landwirtschaftliche Statistik (vgl. 
Volkswirtschaft.) 

XXXII. Bergbau- und sonstige Extraktionsgewerbe, 
a) Geschichtliches, b) Bergrecht, c) Die Montanindustrie ein- 
zelner Länder. (Ueber Knappschafts wesen, Unfälle beim Bergbau 
vgl. Industrie.) d) Einzelne Extraktionsgewerbe. 1. Metallberg- 
bau. 2. Kohlenbergbau, Torfgräberei. 3. Petroleumgewinnung. 

4. Salzgewinnung. 5. Sonstige Fossilien. Steinbrüche. 6. Guano. 

XXXIII. Industrie, a) Allgemeines, b) Gewerbegesetz- 
gebung im allgemeinen, c) Geschichte, Beschreibung und Stati- 



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170 Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 

stik, insbesondere der Fabrik- und Hausindustrie: 1. im allge- 
gemeinen (vgl. Handelspolitik), 2. einzelner Industrien, 3. ein- 
zelner Länder, d) Das Handwerk. 1. Geschichte: a) im allge- 
meinen, ß) einzelner Länder und Orte, y) einzelner Handwerke. 
2. Handwerksrecht und Handwerksinteressen (Gewerbefreiheit und 
Zünfte). (Vgl. oben Gewerbe gesetzgebung. Freizügigkeit s. Nieder- 
lassungsrecht.) e)GewerblicheInteressenvertretung(Gewerbekammern, 
Handwerkertage). (Handels- und Gewerbekammern s. Handel). 

f) Gewerbliches Bildungswesen und sonstige Einrichtungen für 
Förderung der Industrie. 1. Lehrlingswesen (soweit nicht schon 
unter „Handwerk' 4 ), Gewerbeschulen und Museen (vgl. Bildung). 

2. Patent-, Marken- und Musterschutz. 3. Gewerbevereine. 4. Son- 
stige Anstalten zur Gewerbebeförderung (vgl. Genossenschaften). 

g) Arbeitsrecht (Arbeitsvertrag, Kontraktbuch , Strikes, Gewerbe- 
gerichte), h) Arbeiterschutz. 1. Enqueten. 2. Schutzgesetze. 

3. Schutzbehörden und deren Berichte. 4. Schutzvereine, i) Be- 
triebsunfälle, Haftpflicht und Arbeiterversicherung. 1. Im all- 
gemeinen und mehrere Versicherungszweige umfassend. Anhang: 
Knapp schaftskassen. 2 . Krankenversicherung. 3. Unfallversicherung 
und Haftpflicht. 4. Invaliden-, Witwen- und Waisenversorgung, 
k) Arbeiter zustände und deren Verbesserung. 1. Zustände der 
arbeitenden Klassen (vgl. Armenwesen, Polizei, Gesundheitswesen). 
2. Hebung der arbeitenden Klassen im allgemeinen (s. Genossen- 
schaft). 3. Arbeiterwohnungen, Herbergen und Speiseanstalten. 

4. Arbeitsvermittelung. 5. Verbesserung des Arbeitereinkommens 
(Gewinnbeteiligung). 6. Moralische und intellektuelle Hebung der 
arbeitenden Klassen (s. Bildungswesen). 

XXXIV. Handel, Handelspolitik und Zollwesen, a) Ency- 
klopädien. Zeitschriften, b) Technik des Handels (Handelsrecht 
s. unter Rechtswissenschaft), c) Hilfsanstalten des Handels (Börse 
s. XXXVIH). d) Das Personal des Handels, e) Handelsgeographie 
und Handelsgeschichte. 1. Darstellung der Weltwirtschaft im all- 
gemeinen und bezw. einzelner Artikel. 2. Handelsgeograpbie und 
Statistik (s. unter Handelskammerberichte). 3. Handelsgeschichte: 
a) im allgemeinen, ß) einzelner Zeitabschnitte und Länder, y) spe- 
ziell des deutschen Handels: aa) Seehandel (Hansa) (vgl. Schiff- 
fahrt), bb) Landhandel (Messen); d) Handelskrisen (vgl. Banken 
und Börsen), f) Handels- und Wirtschaftspolitik (Freihandel und 
Schutzsystem), g) Zollwesen: 1. im allgemeinen, 2. deutsche Zoll- 
tarife und Zollpolitik : a) vor Begründung des Zollvereins, ß) der 
Zollverein in seinen verschiedenen Phasen. 3. Ausländisches Zoll- 
wesen, h) Einzelne Handelsbranchen und deren Politik. (Getreide- 
handel und Getreidezölle (vgl. Landwirtschaft). 2. Holzhandel 
und Holzzölle (vgl. Forstwesen). 3. Industrieprodukte, insbesondere: 
a) Eisen, ß) Textilwaren (Baumwoll-, Woll- und Leinengarn und 



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Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek.' 171 

Gewebe, Lumpen) (vgl. Industrie). 4. Konsumtibilien (Zucker etc.) 
(vgl. Landwirtschaft und Finanz), i) Handelsvertretung (Handels- 
korporationen, Handelstage) (vgl. Volkswirtschaft), k) Handels- 
kammerberichte. 1) Buchhandel (vgl. Litteratur, Polizei). 

XXXV. Transportwesen, a) im allgemeinen (über Lokal- 
verkehrsmittel vgl. auch Polizei), b) Schiffahrt (vgl. Handel). 
1. Seeschiffahrt: a) Allgemeines (Technik, Schiffahrtsgesetze), 
ß) Seeschiffahrtsstatisik , y) Rettung Schiffbrüchiger. 2. Fluss- 
und Kanalschiffahrt: a) im allgemeinen, ß) Deutschlands Wasser- 
strassen, y) ausserdeutsche Fluss- und Binnenkanalschiffahrt, S) See- 
schiffahrtskanäle, c) Post und Telegraphie. 1. Geschichte und 
Dienstorganismus. 2. Postrecht und Postökonomie (Postgesetze, 
"Verträge, Reglements und Tarife). 3. Telegraphie und Fernsprech- 
wesen. 4. Post- und Telegraphenstatistik. 5. Sonstige Korre- 
spondenzmittel, d) Eisenbahnwesen. 1. Technik und Dienst- 
organismus. 2. Geschichte und Geographie: a) im allgemeinen, 
ß) einzelner Länder und Unternehmungen. 3. Eisenbahnökonomik 
(Eisenbahn und Volkswirtschaft, Eisenbahnmonopol, Fusion, Be- 
steuerung, Eisenbahnreform im allgemeinen). 4. Eisenbahnpolitik. 
(Privat-, Staats- und Reichsbahnen.) 5. Eisenbahnrecht. (Eisen- 
bahngesetze und Reglements.) 6. Eisenbahn-Tarifwesen. (Tarife 
und Kilometerzeiger, Differentialtarife, Tarifreform.) 7. Eisenbahn- 
statistik. 8. Sekundär- und Strassenbahnen. 

XXXVI. Münz-, Mass- und Gewichtswesen, a) Im all- 
gemeinen, b) Masse und Gewichte. (Eichanstalten.) c) Geldwesen. 
1. Nachschlagebücher, Umrechnungstabellen. 2. Münzgeschicht- 
liches. 3. Allgemeine Geldlehre. 4. Währungsfrage. Gold und 
Silber. 5. Internationale Geldverhältnisse. Münz vertrage (vgl. 
Börse). 6. Münzsurrogate (Papiergeld). (Ueber Banknoten siehe 
Bankwesen.) 7. Geldwert (vgl. Volkswirtschaft und Handel). 

XXXVII. Kredit- und Bankwesen, a) Kredit im allgemeinen, 
b) Kreditmissbrauch (Schwindel, Wucher), c) Kreditinstitute, 
Banken (vgl. Genossenschaften). 1. Geschichte, Theorie und Praxis 
des Bankwesens. 2. Einzelne Arten des Bankwesens (Girobanken, 
Zettelbanken, Depositen und Lombardbanken). (Vgl. Sparkassen 
und Leihhäuser.) 3. Einzelfragen des Bankwesens (Checks u. dgl.). 
(Grundkredit s. unter Volkswirtschaft.) 4. Banken und Krisen 
(vgl. Handel), d) Das Bankwesen einzelner Länder. 

XXXVIII. Börsen- und Aktienwesen, a) Technik und Ver- 
fassung der Börse, b) Internationaler Zahlungsverkehr, c) Börsen- 
krisen, d) Aktienwesen, e) Börsengrössen. 

XXXIX. Versicherungswesen, a) Allgemeines (Versicherungs- 
technik und Versicherungspolitik). (Vgl. politische Arithmetik.) 
b) Einzelne Branchen. 1. Lebens-, Renten- und Aussteuerver- 
sicherung (Arbeiterversicherung s. unter Industrie). 2. Feuer- 



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172 Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek, 

Versicherung (Brandschutz s. unter Bauwesen). 3. Hagelversicherung. 
4. Transportversicherung. 5. Sonstige Zweige dies Versicherungs- 
wesens (Kriegsschäden-, Hypotheken-, Viehversicherung etc.). 

XL. Sparkassen und Leihhäuser, a) Sparkassen. 1. Im 
allgemeinen. 2. Einzelne Arten (Post-, Schulsparkassen). 3. Ein- 
zelner Länder. 4. Sparkassenstatistik, b) Leihhäuser. 

XLI. Genossenschaftswesen, a) Allgemeines über das Ge- 
nossenschaftswesen und dessen Statistik, b) Rechtliche Stellung 
der Genossenschaften, c) Einzelne Arten von Genossenschaften. 
1. Kreditvereine, auch landwirtschaftliche. 2. Gewerbsgenossen- 
schaften (Rohstoffmagazine und Produktivassoziationen). 3. Konsum- 
vereine (vgl. Arbeiterfürsorge [Industrie]). 4. Baugenossenschaften. 

XLIL Ausstellungswesen, a) Im allgemeinen, b) Universal- 
(Welt-) Ausstellungen, c) Spezialausstellungen. 

XLIII. Häusliche Oekonomie. 

Verzeichnis der im Lesezimmer der Gehe-Stiftung auf- 
liegenden Feriodica. 

1. Aligemeiner Litterarischer Wochenbericht über alle em- 
pfehlenswerten Neuigkeiten des In- und Auslandes nebst litterari- 
schen Notizen und Mitteilungen. 2. Allgemeine Bibliographie der 
Staats- und Rechtswissenschaften. Uebersicht der auf diesen Ge- 
bieten im deutschen und ausländischen Buchhandel neu erschienenen 
Litteratur. 3. Reichsgesetzblatt. 4. Zentralblatt für das deutsche 
Reich nebst Anzeiger dazu. 5. Gesetz- und Verordnungsblatt für 
das Königreich Sachsen. 6. Annalen des deutschen •Reiches für 
Gesetzgebung, Verwaltung und Statistik. 7. Staats- und sozial- 
wissenschaftliche Forschungen. 8. Jahrbuch für Gesetzgebung, 
Verwaltung und Volkswirtschaft im deutschen Reiche. 9. Zeit- 
schrift für Praxis und Gesetzgebung der Verwaltung zunächst für 
Sachsen. 10. Zeitschrift für badische Verwaltung und Verwaltungs- 
rechtspflege. 11. Oesterreichische Zeitschrift für Verwaltung. 
12. Revue generale d'administration. 13. Fin anz -Archiv ; Zeit- 
schrift für das gesamte Finanzwesen. 14. Mitteilungen aus der 
Verwaltung der direkten Steuern im Königreiche Sachsen. 1 5. Amt- 
liche Nachrichten des Reichs-Versicherungsamts. 16. Deutsche 
Vierteljahrsschrift für öffentliche Gesundheitspflege. 17. Gesund- 
heit, Zeitschrift für öffentliche und private Hygieine. 18. Deutsche 
Gemeinde zeitung. Wochenschrift für deutsches Gemeinde- etc. Wesen. 
19. Archiv für Verwaltungsrecht. Beilage zu „Deutsche Ge- 
meinde-Zeitung". 20. Ortsgesetze etc. Beilage zu „Deutsche 
Gemeinde-Zeitung". 21. Zeitschrift für die gesamte Staatswissen- 
schaft. 22. Deutsche Zeit- und Streitfragen. Flugschriften zur 
Kenntnis der Gegenwart. 23. Zeitfragen des christlichen Volks- 
lebens. 24. Unsere Zeit. Deutsche Revue der Gegenwart. 25. Die 



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Die Gehe-Stiftung zu Dresden und ihre Bibliothek. 173 

Nation. Wochenschrift für Politik, Volkswirtschaft und Litteratur. 

26. Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland. 

27. Allgemeine Konservative Monatsschrift für das christliche 
Deutschland. 28. Preussische Jahrbücher. 29. Deutsche Wochen- 
schrift, Organ für die gemeinsamen nationalen Interessen Oester- 
reichs und Deutschlands. 30. Korrespondenzblatt des allgemeinen 
deutschen Schulvereins in Deutschland. 31. Deutsche Worte, 
Monatshefte. 32. Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik. 
33. Vierteljahrsschrift für Volkswirtschaft, Politik und Kultur- 
geschichte. 34. Freihandels-Korrespondenz. 35. Zeitschrift für 
deutsche Volkswirtschaft, Organ des Vereins für deutsche Volks- 
wirtschaft. 36. Der Oesterreichische Oekonomist. 37. Journal des 
ficonomistes. Revue de la science economique et de la statistique. 
38. The Economist, weekly commercial times, etc. 39. Deutsches 
Handelsarchiv, Zeitschrift für Handel und Gewerbe. 40. Export, 
Organ des Zentralvereins für Handelsgeographie und Förderung 
deutscher Interessen im Auslande. 41. Deutsche Kolonialzeitung, 
Organ des deutschen Kolonialvereins in Frankfurt a. M. 42. Au- 
stria, Archiv für Gesetzgebung und Statistik auf den Gebieten 
der Gewerbe, des Handels und der Schiffahrt. 43. Jahresberichte 
der k. k. Österreichisch-ungarischen Konsulatsbehörden. 44. Der 
Arbeiterfreund, Zeitschrift für die Arbeiterfrage. 45. Konkordia, 
Zeitschrift des Vereins zur Förderung des Wohles der Arbeiter. 

46. Volkswohl, allgemeine Ausgabe der „Sozialkorrespondenz 44 . 
Organ des Zentralvereins für das Wohl der arbeitenden Klassen. 

47. Bulletin de la participation aux benefices. 48. Die Arbeiter- 
versorgung, Organ für die Staats- und Gemeindeverwaltungsbehörden, 
Industriellen etc. 49. Arbeiterwohl, Organ des Verbandes katho- 
lischer Industrieller und Arbeiterfreunde. 50. Oesterreichische 
Monatsschrift für christliche Sozialreform, Gesellschafts- Wissen- 
schaft, volkswirtschaftliche und verwandte Fragen. 51. Christlich- 
soziale Blätter. Katholisch-soziales Zentralorgan. 52. Fliegende 
Blätter aus dem Rauhen Hause zu Hörn bei Hamburg, Organ des 
Zentral-Ausschusses für die innere Mission. 53. Bausteine, Monats- 
blatt für innere Mission. 54. Die neue Zeit, Revue des geistigen 
und öffentlichen Lebens. 55. Das Recht auf Arbeit, sozialpolitische 
Wochenschrift. 56. Zeitschrift des K. Preussischen Statistischen 
Bureaus. 57. Zeitschrift des K. Sächsischen Statistischen Bureaus. 
58. Berichte des Statistischen Amts der Stadt Dresden. 59. Be- 
richte des freien deutschen Hochstifts für Wissenschaft, Kunst 
und höhere Bildung zu Frankfurt a. M. [2510.] 



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174 Die Königliche Handbibliotkek in Stuttgart. 



Die Königliche Handbibliothek in Stuttgart. 

Ueber die in fürstlichen Hofbibliotheken aufgespeicherten 
wissenschaftlichen Schätze eine genauere Kunde zu erlangen, ist 
für den Fernerstehenden in der Regel nicht leicht, falls dieselben 
nicht gleichzeitig Staatsbibliotheken und als solche der öffentlichen 
Benutzung zugänglich sind. Um so dankenswerter erscheint es 
daher, wenn auch einmal über eine solche, nur einem engen Kreise 
zugängliche Bibliothek authentische Mitteilungen in die Oeffent- 
lichkeit gelangen, wie dies durch die von dem Vorstande der 
K. Handbibliothek in Stuttgart, Hofrath Dr. von Zoller, verfasste 
Schrift über die seiner Leitung anvertraute Bibliothek *) vor 
kurzem geschehen ist. 

Wir werden hier an eine Stätte bedeutungsvoller litterar- 
historischer Erinnerungen geführt, in das Gebäude der hinter 
dem Schlosse gelegenen einstigen Karls- Akademie. Von sämt- 
lichen Räumen des 1775 von der Solitude nach der Residenz 
verlegten, nach dem Tode des Herzogs aufgehobenen Institutes 
hat sich keiner in seiner ursprünglichen Pracht und Schönheit 
erhalten, als der grosse Saal und der Vorsaal, in welchen heute 
die K. Handbibliothek aufgestellt ist. Der erstere ist der pracht- 
volle einstige Speisesaal der Karlsschule, welcher fast den ganzen 
ersten Stock des nordöstlichen Flügels des Akademiegebäudes 
gegen den Schlosspark hin einnimmt und in welchen man durch 
eine kleine, von korinthischen Säulen getragene Rotunde gelangt. 
Hier steht noch heute der Tisch, an welchem der Herzog mit 
den Generalen , Geheimen Räten und Professoren zu speisen 
pflegte, wobei er durch die drei geöffneten Thüren den 190 Fuss 
langen und 38 Fuss breiten Speisesaal der Zöglinge übersehen 
konnte. 82 gekuppelte ionische Wandsäulen, zwischen welchen 
die Bilder der hervorragendsten Männer der Wissenschaft und 
Kunst aufgestellt waren, tragen das rings um den Saal laufende 
Gebälk. An dem gegenüberliegenden Ende des Saales stand die 
Reiterstatue des Stifters der Akademie, an deren Stelle heute die 
Büste des Stifters der Bibliothek, König Friedrichs, getreten ist. 
Um den Saal für den jetzigen Zweck geeigneter zu machen, Hess 
König Friedrich zwei auf je acht Säulen ruhende Quer-Galerien 
einziehen, wodurch der riesige Raum in drei Teile geteilt ist. 

In diesem grossen Saale, in welchem einst auch Schiller unter 
den Zöglingen der Akademie mitspeiste, und wo die mahnende, 



*) Die Königliche Handbibliothek in Stuttgart. Von Edm. Zoller. 
Stuttgart 1886. Druck der Deutschen Verlags - Anstalt in Stuttgart. 
16 S. 8°. [Als Manuskript gedruckt.] 



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Die Königliche Handbibliothek in Stuttgart. 175 

lobende oder tadelnde Stimme des Herzogs so oft ertönte, be- 
finden sich heute die „Handbibliothek" und die „Privat bibliothek" 
des Königs. Die bereits von dem Stifter angelegte Privatbibliothek 
von mehreren Tausend Bänden hatte in zwei Zimmern seines 
Schlosses Aufstellung gefunden. Den Anlass zur Gründung einer 
grösseren Handbibliothek boten dem hochgebildeten Fürsten im 
Jahre 1810 die reichen Bücherschätze aus den an Württemberg 
gefallenen geistlichen Besitzungen, insoweit dieselben nicht der 
K. öffentlichen Bibliothek einverleibt wurden. Mit königlichem 
Glänze wurde die neue Sammlung in dem prächtigen Speisesaale 
der Akademie in 160 Glasschränken aufgestellt. 

Der an die Glanzzeiten der berühmten Akademie erinnernde 
künstlerische Schmuck des Saales verleiht der Bibliothek erhöhten 
Reiz. N. Guibal, ein Schüler von Raphael Mengs [1725 — 1784], 
der unter Herzog Karl Hofbaumeister, Professor der Malerei und 
Direktor der Galerie war und dem die Schlösser zu Stuttgart, 
Hohenheim, Ludwigsburg und auf der Solitude so manches glän- 
zende Werk verdanken, hatte den Auftrag erhalten, fünf Plafond- 
gemälde für diesen Saal zu komponieren, welche die Huld des 
Fürsten und die Dankbarkeit der Zöglinge zur Darstellung bringen 
sollten. 

Ein glücklicher Zufall führte nun dem jetzigen Vorstand der 
Bibliothek unter wertlosen alten Papieren ein paar vergilbte Blätter 
in die Hände, welche die von dem Künstler hinterlassene , in 
französischer Sprache verfasste ausführliche Beschreibung dieses 
Kunstschatzes enthalten. Dieselbe wird von Hofrat Dr. von Zoller 
in deutscher Uebertragung vollständig mitgeteilt. Die Gemälde 
zeigen die in jenen Zeiten hoch blühende, unserem Geschmack mehr 
und mehr fremd werdende künstlerische Darstellung einer Allegorie 
in ihrer höchsten Vollendung. So erscheint in dem mittleren 
Plafond, welcher 42 Fuss lang und 26 Fuss breit ist, der Herzog 
als Mars, der in vollem Laufe daher gefahren kommt. Die be- 
wundernd zu ihm aufblickenden Gottheiten Apollo und Minerva 
stellen die Lehrer dar, welche die in verschiedenen Gruppen uns 
vor Augen geführten Musen (die Zöglinge) in den Künsten und 
Wissenschaften unterweisen. Verschiedene sich anschliessende 
Gruppen von Genien erhöhen die imposante Gesamtwirkung. 
Bei der in den letzten Jahren vollzogenen Restaurierung des Saales 
gelang es, dieses mittlere auf Alabastergips in Oelfarben ausge- 
führte Bild — eine grosse Seltenheit — unversehrt zu erhalten, 
so dass dasselbe ebenso wie die übrigen auf Leinwand gemalten 
Bilder heute wieder in voller Farbenpracht leuchtet. 

Was die litterarischen Kostbarkeiten der Bibliothek betrifft, 
so waren die 724 Handschriften (darunter die berühmte Wein- 
gartener Liederhandschrift) und die mit dem Druckjahre 1470 



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176 Die Königliche Handbibliothek in Stuttgart. 

beginnenden Incu nabeln (gegen 1000) früher in der Rotunde auf- 
gestellt, sind aber im vorletzten Jahre im Hinblick auf ihre Un- 
ersetzlichkeit in die feuerfesten Räume des neuen Gebäudes der 
K. öffentlichen Bibliothek übergeführt worden, welche zugleich 
eine Abschrift der Kataloge erhalten hat. Dem entsprechend ist 
der K. öffentlichen Bibliothek auch das Ausleiherecht zugestanden; 
indes verbleiben diese Schätze Eigentum der K. Handbibliothek. 
Aber auch ausserdem enthält die in den beschriebenen künstlerisch 
wertvollen Räumen aufgestellte K. Handbibliothek in ihrem un- 
gefähr 100000 Bände umfassenden Bestände noch genug des Herr- 
lichen, um sie den reichsten fürstlichen Bibliotheken ebenbürtig 
an die Seite zu stellen. Sie ist nach Wissenschaften geordnet, 
innerhalb jeder einzelnen alphabetisch aufgestellt und dem ent- 
sprechend katalogisiert. 

Die Litteratur- und Kunstgeschichte, die gesammelten Werke, 
die Geschichte [Memoiren], die Länder- und Völkerkunde, die 
Kriegswissenschaften und die Naturgeschichte sind besonders reich 
vertreten. Unter den Prachtwerken nehmen die Fächer der Kunst, 
der Natur- und der Länderkunde die hervorragendste Stelle ein. 
Jedoch ist kein Fach gänzlich unberücksichtigt geblieben, so dass 
die Bibliothek — dank den neben der ständigen Dotation ge- 
währten ausserordentlichen Zuschüssen — sich in der Lage befindet, 
ein ziemlich vollständiges Bild des Fortschreitens der sämtlichen 
Wissenschaften und Künste zu bieten. 

Mit welcher Liberalität die K. Handbibliothek von ihren Schätzen 
mitteilt, ist daraus zu ersehen, dass sie dem katholischen K. Wil- 
helmstift in Tübingen seit dem Jahre 1820 nicht weniger als 10000 
Bände theologischer Werke leihweise überlassen hat; ferner dem 
Kupferstichkabinet des Staates 1760 Handzeichnungen, 19200 Stiche 
und Holzschnitte, sowie 52 322 Stiche und Holzschnitte in Kupfer- 
werken. 

Die Privatbibliothek S. M. des Königs besteht grösstenteils 
aus Prachtbänden und Prachtwerken, welche demselben von Au- 
toren, Öffentlichen Anstalten und gelehrten Körperschaften ge- 
widmet wurden, und ihre Schätze sind von der Benutzung durch 
das Publikum ausgeschlossen. Der Katalog derselben umfasst 
4 Folio-Bände. 

Die K. Handbibliothek gehört zum Stabe des K. Oberst- 
hofmeisteramts. Obwohl sie ursprünglich nur für das Königliche 
Haus bestimmt war, dürfen auf Grund neuerer Instruktionen 
ausserdem Bücher an die höheren Kategorien der Hofbeamten 
und unter gewissen Beschränkungen auch an Gelehrte zum Be- 
hufe wissenschaftlicher Studien .ausgeliehen werden. 

Der gegenwärtige Vorstand der Bibliothek, welcher bereits 
im Jahre 1846 durch seine treffliche Schrift über die Bibliothek- 



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Litteratur. 177 

Wissenschaft*) sich in der bibliothekarischen Welt rühmlichst be- 
kannt gemacht und seine glänzende Befähigung zur künftigen 
Leitung eines derartigen Institutes dargethan hatte, hat vor l x /2 
Jahrzehnten Gelegenheit gefunden sich spezieller mit der E. Hand- 
bibliothek vertraut zu machen, indem er derselben während eines 
mehrjährigen Zeitraumes seine Thätigkeit widmete. Nach dem 
im vorigen Jahre erfolgten Ableben des Bibliothekars Dr. Hemsen 
konnte daher die Leitung der Bibliothek keinen berufeneren Händen 
anvertraut werden. Die hervorragende Umsicht und Sachkennt- 
nis, mit welcher Hof rat Dr. von Zoller nach Jahrzehnte-langem 
reichem litterarischen Wirken seines jetzigen Amtes waltet, hat 
neuerdings durch eine die Verleihung des persönlichen Adels in 
sich schliessende Ordensauszeichnung**) von höchster Stelle die 
verdiente Anerkennung erfahren. 

Seine jüngst erschienene, auch in typographischer Hinsicht 
würdig ausgestattete Schrift aber, mit welcher er zugleich einen 
Beitrag zur 400jährigen Gedenkfeier des ersten Stuttgarter Druckes 
liefern wollte, wird gewiss in jedem Freunde des Bibliothekwesens 
den Wunsch wachrufen, dass auch die Vorstände anderer fürst- 
licher Bibliotheken, über welche bisher noch kaum irgend welche 
Notizen in die Oeffentlichkeit gedrungen sind, sich veranlasst finden 
möchten, in ähnlicher Weise weiteren Kreisen Kunde von den ihrer 
Obhut anvertrauten wissenschaftlichen und eventuell auch artistischen 
Schätzen zu geben. A. G. [2511.] 



Fortsetzungen« 

Archives historiques de la Saintonge et de TAunis. XIV. 
Paris, Picard. 524 S. 8°. (15 Fr.) 

• Ashhurst, Enciclopedia internacional de la cirurgia etc. trad. 
por J. Creus y Manso. Cuad. 23 y 24. = T. 4. p. 1 — 232, 
Madrid, N. Moya. 4°. (a 12 K. in Madrid, sonst 14.) 

Balaguer, V., Historia de Cataluiia. T. 3. Madrid, M. 
Murillo. 516 S. 4o. (40 K. in Madrid, sonst 44.) Ist Balaguer, 
Obras. T. 11. 

Baltzer, L., Hällristningar fran Bohuslän. H. 8 — 10. Gothen- 
burg, L. Baltzer. 8°. (2 Kr. 75 Ö.) 

Barfod, F., Danmarks historie fra 1319 til 1536. H. 6—7. 
Kjobenh., Schönberg. 8°. (ä 1 Kr.) 



*) Die Bibliothekwissenschaft im Umrisse. Von Edmund Zoller. 
Stuttgart, Julius Weise, 1846. 

**) Das Ritterkreuz I, Classe des Ordens der Württembergischen 
Krone. 

12 



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178 Litter atur. 

Bertolini, F., Storia cTItalia illustrata da L. Pogliaghi. 
Disp. 58—62. Mil., frat. Treves. 8°. (ä 0,50 L.) 

Bianchi, G., Alla terra dei Galla. Nuova ediz. Disp. 28 — 38. 
Mil., frat. Treves. 8°. (ä 0,50 L.) 

Blaine, J. G., 20 Years of Congress, from Lincoln to Gar- 
field. Vol. 2. Norwich, Conn. 8°. (20 Sh.) 

Bourgoing, F. de, Histoire diplomatique de l'Europe pendant 
la revolution francaise. P. 3. T. 4. Paris, Calman-Levy. XXIV, 
188. 8°. (3,50 Fr.) 

Brunn, C, Kjobenhavn. Lvg. 7 — 8. Kjobenh., Philipsen. 8°. 
(1 Kr. 80 Ö.) 

Burg, C. L. van der, De geneesheer in Nederlandsch-Indie. 
Deel 3. 's Hage, M. Nijhoff. XX, 856 S. Gr. 8°. (16 Fl.) 

Buys, J. T., De grondwet. Deel 2. st. 2. Arnhem, P. Gonda 
Quint. 8°. (3,25 Fl.) 

Catalogus, Beschrijvende — van het Koloniaal Museum, . . . 
Deel 3. Haarlem, Erven Loosjes. XII, 212 S. Post-8°. (1,20 Fl.) 

Chants politiques du peuple ukrainien, 18. — 19. siecles. 
Textes annotäs par M. Dragomanov. P. 1. sect. 2. Geneve, 
H. Georg. 226 S. 8°. (3,50 Fr.) 

Chaufton, A. , Les assurances. T. 2. Paris, Chevalier- 
Marescq. 561 S. 8°. (T. 1. 2. : 24 Fr.) 

Chicoli, N,, Illustrazione del gabinetto di anatomia patologica 
del pubblico macello di Palermo. P. 2. Palermo, tip. dello 
Statuto. 80. 

Clairac y Sanz, P., Diccionario general de arquitectura e 
ingenieria. Cuad. 13—14. Madrid, P. Dubrull. 4°. (60 R.) 

Clarin de La Rive, A., Histoire episodi^ue de Bourgogne. 
T. 2. Dijon. 277 S. 8°. (3,50 Fr.) 

Conscience, H., Oeuvres completes. Lvr. 61 — 68. Brux., 
lib. Office de publicite. (ä 0,50.) 

Corazzini, F., Atlante della marina militare italiana. Fase. 2. 
Livorno, G. Meucci. 1885. Qufol. 

Cornil et Ranvier. Manuel d'histologie pathologique. T. 2. 
f. 2. (fin.) Paris, Alcan, 8°. (9 Fr.) 

Curiositä popolari tradizionali pubblicate per cura di G. 
Pitre. Vol. 3. Palermo, L. Pedone Lauriel. 103 S. 16°. (3 L.) 

Dalstrom, J. F., Illustreret verdenshistorie. H. 67. Kjobenh., 
Nyt dansk Forlagskonsortium. 8°. (50 Ö.) 

Danvila y Collado, M., El poder civil en Espana. T. 4. 
Madrid, M. Murillo. 719 S. Gr. 4°. (40 R. in Madrid, sonst 46.) 

Devic, C, et J. Vaissette, Histoire generale du Languedoc. 
Edition . . . annotee par M. C. Robert. T. 10. Toulouse, Privat. 
VI, 2499 S. 4°. 

Diplomatarium, Svenskt — fr&n och med är 1401 utg. af 



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Litteratur. 179 

Kiks — Archivet genom C. Silfverstolpe. D. 3. H. 1. Stockholm, 
Kgl. Boktryckeriet. 1885. 96 S. 4<>. (2 Kr. 50 Ö.) 

Dubois, A., Faune illustree des vertebres de la Belgique. 
Serie 2. lvr. 71 — 76. Bruxelles. (a lvr. 3 Fr.) 

Du Chastel de la Howardries, P. A. Comte, Notices genea- 
logiques tournaisiennes. Lvr. 44. Tournai, Vasseur-Delmee. 8°. 
(2,50 Fr.) 

Duruy, V., History of Rome and the Roman People. Vol. 5. 
London, Paul. Koy 8°. (30 Sh.) 

Entrees et rejouissances dans la ville de Dijon. Fase. 4. 5. 
Dijon, imp. Darantiere. 8°. 

Erichsen, G. E. , e C. Gallozzi, La scienza e Parte della 
chirurgia. Nuova versione italiana . . . del A. Longhi etc. Vol. 1. 
f. 27—28. (fine del vol.) Milano, F. Vallardi. 1885. 8°. 
(2L.) 

Erslev, K., Aktstykker og oplysringer til rigsraadets og 
staendermodernes historie i Kristian IV's tid. H. 2. Kjobenh., 
Klein-8°. (2 Kr.) 

Fabre, E., Biographies et recits maritimes: Voyages et com- 
bats. Serie 2. Nancy, Berger-Levrault. 483 S. 8°. (6 Fr.) 

Ferraris, F. L., Bibliotheca canonica, juridica, juridica etc. 
Editio novissima mendis expurgata . . . T. 2. Romae , tip. Poly- 
glotte 948 S. 4°. 

Fidus. Souvenirs d'un imperialiste : Journal de 10 ans. 
T. 2. Paris, Fetscherin et Chuit. 371 S. 18-jesus. (3,50 Fr.) 

Giffen, R., Essays in Finance. Ser. 2. London, Bell. 474 S. 
8°. (14 sh.) 

Gobert, Th., Histoire et Souvenirs. Les rues de Liege an- 
ciennes et modernes. Fase. 9. Liege, L. Demarteau. 4°. (0,75 Fr.) 

Goldsmith, O., Works New Edition with Notes by J. W. M. 
Gibbs. Vol. 5. London, Bell & S. 12. (3 Sh. 6 d.) 

Green, T. H., Works. Ed. by R. L. Nettleship. Vol. 2. 
London, Longmans. 580 S. 8°. (16 Sh.) 

Guerre d'Orient en 1877—1878, La — . Fase. 10. Paris. 
Gr. 8°. (5 Fr.) 

Hansen, P. , Illustreret dansk litteraturhistorie. Log. 22. 
Kjobenh., Philipsen. 8°. (90 Ö.) 

Krafft-Ebbing, R. von, Trattato clinico pratico delle malattie 
mentali, ad uso dei medici e degli studenti. Trad .... dei 
S. Tonnini e G. Amadei. Vol. 2. Torino, frat. Bocca. 467 S. 
8°. (8 L.) 

Manzoni, G., Annali tipografici dei Soncino. Parte 2. Bologna, 
G. Romagnoli. 8°. (4,60 L.) 

Mazzini, G., Scritti editi ed inediti. Vol. 15. Roma, p. c. 
della commissione editrice. CXLVIIII— 187 S. 16°. (2,50 L.) 



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180 Litteratur. 

Minnen, Utländska diplomaters fran svenska hofvet. H. 2. 
Stockholm, 0. L. Lamm. 8°. (2 Kr. 50 Ö.) 

Mortillaro, V., Opere. Vol. 18. Palermo, tip. G. B. Gau- 
diano. VIII. 222 S. 8°. (7,50 L.) 

Musset, P. de, Anne Boleyn. T. 2. Paris, C. Levy. 386 S. 
18-jesus. 

Nameche, J„ Le regne de Philippe II. et la lutte religieuse 
dans les Pays-Bas au 16e siecle. T. 4. Louvain, Ch. Fonteyn. 
•383 S. 8°. (4 Fr.) 

— Cours d'histoire nationale. P. 5. T. 15. Louvain, Ch. 
Fonteyn. 381 S. 8°. (4 Fr.) 

Nielsen, F., Haandbog i kirkens historie. H. 8. Kjobenh., 
Schönberg. 8°. (1 Kr. 15 Ö.) 

Nilsons, J., Visitatsboger og reiseoptegnelser 1547 — 1597. 
Udg. ved Y. Nielsen. H. 3. Christiania, Feilberg & Landmark. 
8°. (3 Kr.) 

Nuijens, W. J. F., Geschiedenis van het Nederlandsche volk, 
van 1818 tot op onze dagen. Deel 4. Amst., C. L. van Langen- 
huysen. IX, 325. Roy. 8°. (2,65 Fl.) 

Numismata orientalia, The International — . Edited by E. 
Thomas. Vol. 3. p. 2. London, Trübner & Co. VIII, 168 S. 
Roy.-4°. (1^5 sh.) 

Pascal, Oeuvres, Lettres ecrites ä un provincial. Nouvelle 
edition . . . par L. Derome. T. 2. Paris, Garnier freres. VIII, 
619 S. 8°. 

Perez Galdos, B., Episodios nacionales. T. 9 — 10. Madrid, 
Imp. de la Guirnalda. 4°. (116 R.) 

Picard, E., et N. d' Hoffschmidt, Pandectes beiges. T. 17. 
lvr. 1 — 4. (fasc. 65—68.) Bruxelles, F. Larcier. 8°. (ä lvr. 5 Fr.) 

Ramon, G., La revolution a Peronne. Series 5 — 6. Peronne, 
imp. Quentin. VII, 460 S. 8°. 

Reusens, Clements d'archeologie chretienne. 2e ed. revue. 
T. 2, 2me et derniere partie. Louvain, Ch. Peeters. 8°. (20 Fr.) 

Rousseau, R., et Laisney, Dictionnaire th6orique et pratique 
de procedure civile etc. 2e edit. revue. T. 2 — 4 et 6. Paris, 
Rousseau. 8°. 

Salle, G., Code manuel des ofüciers du Service de sante 
militaire. Fasc. 2—3. Paris, Rozier. 768 S. 8°. 

Sanuto, M., J. Diarii. Fasc. 75. Venezia, fratelli Visentini. 4°. 

Shakespeare, G., Teatro completo trad. da C. Rusconi. IIa 
ediz. Vol. 10. Roma, C. Verdesi e C. 1885. 482 S. 16°. 
(2,50 Fr.) 

Shakespeare, W. , Werken. Uit het Engl, vertaald door 
L. A. J. Burgersdijk. Deel 1. Leiden, E. J. Brill. IV, 507 S. 
Gr. 80. (3,75 Fl.) 



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Litteratur. 181 

Shakespeare's Works. Text revised by A. Dyce. 5th. Ed. 
Vol. 5. London, Sonnenschein. 8°. (9 Sh.) 

Sophocles, The Plays and Fragments. With Critical Notes, 
Commentary and Translation in English Prose. Part. 2. London, 
Cambridge Warehouse. 384 S. 8°. (12 Sh. 6 d.) 

Stanley, E. M., II Congo e la creazioni di un nuovo libero 
stato. Versione dalF inglese di A. Massoni autorizzata. Vol. 1. 
f. 7—16 (fine del Vol. 1.) Mil., frat. Treves. 8°. (ä f. 1 L.) 

Stephen, L. , Dictionary of National Biography. Vol. 6. 
London, Smith Eider & Co. 466 S. 8°. (12 Sh. 6 d.) 

Taczanowski, L., Ornithologie du Perou. T. 3. Rennes, imp. 
Oberthür. 526 S. 8° et carte. 

Tallon, M., Histoire civile, politiqae et religieuse d'une ville 
de Languedoc: Les Vans. T. 2. Privas, imp. du Patriote. 
343 S. 16°. 

Taruffi, C, Storia della Teratologia. P. 2. T. 4. Bologna, 
Regia tipogr. 8°. 

Thomae Aquinatis Summa theologica diligenter emendata, 
De Rubeis, Billuart et al. notis selectis ornata. Pars 2. 2ae a 
qu. CXXIV ad finem; pars 3. a qu. I. ad LXII. Tomus 4. 
Aug. Taur., ex typ. Pontif. et archiep. 819 S. 8°. 

Thrane, C, Rossini og operaen. H. 5. Kjobenh., Hof-Musik- 
handelen. 8°. (3 Kr.) 

Todaro, A., Hortus botanicus Panormitanus. T. 2. f. 1. 
Panormi. 1885. Fol. 

Turletti, C. , Storia di Savigliano corre data di documenti. 
Vol. 2. f. 25. Savigliano, tip. Bressa. 1885. 8°. (1 L.) 

Vachetta, A., La chirurgia speciale degli animale domestici. 
Disp. 10. Pisa, tip. Pieracini. 1885. 8°. 

Vidal, P., Histoire de la revolution francaise dans le depar- 
tement des Pyrenees-Orientales. T. 1. lvr. 6 — 24. Perpignan, 
Julia. 8°. (a lvr. 0,50 Fr.) 

Vidari, E., Corso di diritto commerciale. Vol. 8. Milano, 
ü. Hoepli. VIII, 770 S. 8°. (12 L.) 

Vitelli, G., e C. Paoli, Collezione fiorentina di facsimili 
paleografici greci e latini illustrati. Fase. 2. Firenze,' succ. Le 
Monnier. 1885. Fol. 

Volo, T. B. conte de, Vita di Francesco V. duca di Modena 
(1819 — 1875). T. 4. ed ultimo. Modena, tip. delT Immacolata 
Concezione. 1885. 711 S. 8°. 

Wennerberg, G., Samlade skrifter. IV. Stockholm, Selig- 
mann & Co. 8°. (4 Kr.) 

Wührer, A., Histoire de la dette publique en France. T. 2. 
Nancy-Paris, Berger-Levrault et Co. 563 S. 8°. (T. 1. 2. : 15 Fr.) 

[2512.] 



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182 Miszellen. 



Miszellen. 



Oxford. Nach der „Academy" besitzt die Bibliotheka Bod- 
leiana 1625 Bände Kataloge, 26598 Bände Handschriften und 
405819 gedruckte Bände. Zu diesen kommen aber noch 1424 un- 
katalogisierte Handschriften und 24988 noch zu bindende Periodica. 
— In den ersten 10 Monaten des verflossenen Verwaltungsjahres 
kamen hinzu 37325 Nummern (nicht Bände), davon 26291 als 
Pflichtexemplare, 4955 durch Schenkung oder Tausch, 4978 als 
Nova, 1101 als Antiquaria. 

Frankreich. Das Ministerium des öffentlichen Unterrichtes, 
der schönen Künste und der Kulte machte unter dem 15. De- 
zember 1885 folgende Bestimmungen für die Ablegung des biblio- 
thekarischen Staatsexamens bekannt: 

In Paris wird in einem der Säle der Bibliotheque de 1' Arsenal 
am 31. Mai 1886 ein Examen für solche abgehalten werden, 
welche ein Zeugnis über Befähigung zum Bibliothekar an den 
Universitäts- oder Departements-Fakultäts-Bibliotheken erhalten 
wollen. Ueber die Anmeldungen werden beim Sekretariat der 
verschiedenen Akademien vom 1. Januar bis zum 1. März Nach- 
mittags 4 Uhr Register geführt. Die sich einschreibenden Kan- 
didaten haben beizubringen: 

1) das Geburtszeugnis und Diplome, die sie besitzen, 

2) eine Angabe über ihre früheren Arbeiten, schon gethane 
Dienste und über die Sprachen, in welchen sie bewandert sind. 

Das Examen wird mündlich und schriftlich abgehalten. Beim 
schriftlichen Examen ist zu liefern: 

1) eine Arbeit über eine bibliographische Frage angewandt 
auf den Bibliothekdienst, 

2) die Klassifizierung von 15 aus verschiedenen Epochen 
der Druckerei stammenden Werken über verschiedene Stoffe. 
Diese Arbeit umfasst die in der allgemeinen Verordnung vom 
4. Mai 1878 vorgeschriebenen Thätigkeiten : 

die Numerierung, 

die Eintragung in das Zugangsverzeichnis, 
die Eintragung in den systematischen Katalog, 
die Eintragung in den alphabetischen Katalog. 
Der Kandidat muss in dieser Arbeit zeigen, dass er eine 
feste und völlig leserliche Handschrift besitzt. 
Das mündliche Examen wird gebildet: 

1) aus Fragen über die Bibliographie und den Dienst an 
einer Universitätsbibliothek ; 

2) aus Unterredungen über die lebenden Sprachen. Der 
Kandidat muss jedenfalls eine genügende Kenntnis der deutschen 



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Personalien. Aus Zeitschriften. 183 

Sprache durch Erklärung eines Buches massiger Schwierigkeit 
vom Blatte beweisen. (Le Livre. Annee 7. Hvr. 2. No. 74.) 

Italien. Fascikel 1 . des von der Bibliloteca Nazionale Cen- 
trale Vittorio Emanuele in Rom veröffentlichten Bollettino der 
ausserhalb Italiens gedruckten, in italienische Staatsbibliotheken 
aufgenommenen Drucksachen enthält aus den Monaten Januar und 
Februar 476 Titel, die in 12 grosse geordnet sind. 

Florenz. In den ersten 3 Monaten d. J. wurden in der 
Biblioteca Nazionale Centrale 15647 Druckwerke und 621 Hand- 
schriften zur Benutzung gegeben. Der Zuwachs an Pflichtexemplaren 
betrug 1891 Bände und 4562 Schriftchen oder Hefte, an Ge- 
schenken 104 Bände und 298 Schriftchen. In den alphabetischen 
Katalog wurden 3473 Zettel, in das Sachregister 6521 gefügt. 
210 Handschriften wurden neu erklärt. 1545 Briefe gingen ein, 
1264 wurden abgeschickt. Ausser dem Bollettino der Pflicht- 
exemplare wurden die beiden ersten Fascikel des Catalogo dei 
Codici Palatini veröffentlicht. Im Druck ist ein Katalog der italie- 
nischen politischen Journale. [2513.] 



Personalien. 



L. Alfred Poupel, bis 1885 Ehren-Unterbibliothekar der 
Stadt Paris, starb im Januar d. J. 

Der Dichter Tennyson ist zum Vorsitzenden der Bibliotheca 
Bodleiana an Stelle des verstorbenen Lord Houghton gewählt 
worden. 

Emanuel Miller, von 1849 — 1880 an der Bibliothek der 
Kammer der Deputierten angestellt, Mitglied der Academie des 
inscriptions und Offizier der Ehrenlegion, bekannt durch seine 
Ausgabe der Philosophumena , ferner das Supplement zu den 
Geographi Graeci minores und seine Arbeit über die griechischen 
Handschriften des Escurial, starb in Nizza im Alter von 58 Jahren. 

[2514.] 

Ans Zeitschriften. 

The Library Chronicle. Nos. 20 — 21. Vol. 2.: The 
Manuscrits of the Philobiblon : by E. C. Thomas. — The Distri- 
bution of Public Documents to Libraries. — Some Australian Library 
Catalogues by C. W. Holgate. — Ira Wake with the Bookworms. 
— Library Association : Official Notices. — Library Notes and 
News : Home and Foreign. — Library Catalogues and Reports. — 
Correspondence etc. — 

— No. 22. Vol. 2.: The Catalogues of the Library of the 



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184 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Duc de la Valliere : by Ch. Christie. — A new Scheme of Classi- 
fication applicable to Books : by J. J. Ogle. — The Barkers and 
the Early History of the Bible-Patent : by H. R. Fedder.— 
Opening of the Free Library at TDarlington. — Library Association : 
Official Notices etc. etc. f [2515.] 



Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

Theodor Ackermann, Katalog Nr. 157. München, Pro- 
menadeplatz 10. 791 Nrn. Deutsche Geschichte. — Katalog 
Nr. 158. 541 Nrn. Französische Geschichte. — Katalog Nr. 159. 
925 Nrn. Curiosa etc. — Katalog Nr. 160. 754 Nrn. Porträts 
von Musikern, Sängern, Schauspielern, Tänzern. Geschichte der 
Musik und des Theaters, theoretische Werke. — Katalog Nr. 162. 
336 Nrn. Geschichte von Spanien und Portugal. Spanische und 
portugiesische Sprache und Litteratur. — Katalog Nr. 163. 
714 Nrn. Hebraica und Judaica, Geschichte des heil. Landes etc. 
— Katalog Nr. 164. 1629 Nrn. Rechtswissenschaft, Staatswissen- 
schaft, Politik. — Katalog Nr. 165. 635 Nrn. Genealogie. Heraldik. 
Sphragistik. Diplömatik. Numismatik. Nachtrag. [2516.] 

G. von Aigner, Darmstadt. Katalog Nr. 2. 933 Nrn. 
Katholische Theologie. [2517.] 

Antiquariat, Neues Leipziger, in Leipzig. Katalog Nr. 3. 
Theologie. Philosophie. Pädagogik. Stenographie. Medizin und 
Pharmacie. Botanik. Zoologie. Chemie. Klassische Philologie. 
Natur-, Land- und Forstwissenschaften. Rechts- und Staatswissen- 
schaft. Handelswissenschaft. Ausländische Litteratur und Lit- 
ter aturgeschi cht e. Mathematik. Physik. Geometrie. Geschichte 
nebst Hilfswissenschaften. Architektur. Kunstwissenschaften. 
Technologie. Ingenieurwissenschaft. Deutsche Sprachwissenschaft. 
Litteraturgeschichte. Neuere deutsche Litteratur. Belletristik. 
Prachtwerke. Neueste Erwerbungen. Varia. [2518.] 

Josef Baer & Co. in Frankfurt a. M. Lager-Katalog 
Nr. 177. 483 Nrn. Architektur und Kunstgewerbe. Ornament- 
stiche. Stickbücher. Schreibbücher. Nachtrag. Anhang. — Lager- 
Katalog Nr. 178. 729 Nrn. Allgemeines. Zeitschriften. Kunst- 
gewerbe. Sammelwerke, Oeffentliche und Privatsammlungen. Aus- 
stellungen. Ornamentales. Möbel. Textilwerke. Kleidung. Waffen. 
Gold- und Silberschmiedekunst. Elfenbeinarbeiten. Eisenwerke. 
Gemmen und Medaillen. Keramik. Glasmalerei. Mosaik. Buch- 
ausstattung. Miniaturmalerei. Einbände. Architektur. Innere und 
äussere Dekoration. Nachtrag. — Katalog Nr. 179. 265 Nrn. 
Elsass-Lothringen. (Geschichte. Litteratur. Alte Drucke.) — An- 
tiquar. Anzeiger 361. 545 Nrn. Grössere historische Werke und 



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?^^;*v^" 



Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 185 

Zeitschriften. — Supplement zu Katalog 162. 341 Nrn. Mathe- 
matik. Physik. Astronomie. — Katalog Nr. 180. 351 Nrn. 
Ungarn, Kumänien und die südslavischen Länder. — Katalog 
Nr. 181. 863 Nrn. Bibliographie. [[2519.] 

LudwigBambergin Greifswald. Antiquar. Katalog Nr. 6 9 . 
2282 Nrn. Auetores graeci. Auetores latini. Epigraphik. Neu- 
lateiner. Griechische und römische Litteraturgeschichte. Vermischte 
philologische Schriften. Alte Geschichte und Geographie. Mytho- 
logie. Archäologie. Grammatik. Lexikographie. Bücher aus ver- 
schiedenen Wissenschaften. [2520.] 

C. H. Beck'sche Buchhandlung in Nördlingen. Antiquar. 
Katalog Nr. 172. 1709. Nrn. Geschichte mit ihren Hilfswissen- 
schaften. Geographie und Reisebeschreibungen. [2521.] 

J. L. Beijers in Utrecht. Katalog Nr. 101. 1615 Nrn. 
Sciences medicales. Medicine veterinaire. [2522.] 

A. Bielefeldes Hofbuchhandlung in Karlsruhe. Katalog 
Nr. 119. 1088. Nrn. Allgemeine Geographie und Reisen. Alte 
Geographie. Atlanten. Erd- und Weltkarten. Werke über Asien, 
Afrika und Australien. Geographie. Reisen. Ethnographie. — 
Katalog Nr. 120. 557 Nrn. Werke über Amerika: Geographie. 
Reisen. Ethnographie. Porträts. — Katalog Nr. 121. 1006 Nrn. 
Astronomie. Physikalische Geographie. Erdmagnetismus^ Meteo- 
rologie. Astrologie. — Katalog Nr. 122. 1366 Nrn. Auswahl 
aus allen Zweigen der Litteratur und Kunst- Kupferwerke. Selten- 
heiten. [2523.] 

E. J. Brill in Leiden. Auktions- Katalog (10. Mai 1886 & ff.) 
2647 Nrn. Theologie. Jurisprudence. Histoire et Geographie. 
Histoire et topographie des Pays-Bas. Sciences exaetes. Physique. 
pure et appliquee. Histoire naturelle. Chimie pure et appliquee. 
Fabrikation du sucre. Anthropologie, Medicine et Chirurgie. Bib- 
liographie. Litterature. Philosophie. Educations. Enseignement. 
Philologie et litterature Neerlandaise. Beaux-arts. Livres ä gra- 
vures. Editions de luxe. Varia. Armoires. [2524.] 

F. Dörling. Antiquar. Katalog Nr. 32. Hamburg, Speer- 
sort Nr. 9. 793 Nrn. Deutsche Litteratur. Werke aus ver- 
schiedenen Wissenschaften. — Katalog Nr. 33. 428 Nrn. Ge- 
schichte, Geographie und Reisen. [2525.] 

H. Georg in Basel, Katalog Nr. 61. 1517 Nrn. Geschichte. 
Geographie. Militaria. [2526.] 

Oskar Gerschel in Stuttgart, Katalog Nr. 31. 1545 Nrn. 
Rechtswissenschaft. Staatswissenschaft. Handel und Verkehr. 
Nachträge. • [2527.] 

Gilhofer & Rauschburg in Wien I, Bognergasse 2, 
Katalog Nr. 7. 462 Nrn. Hans Gerle. Seb. Virdung. Flores 
Musice. Luscinius. Alchemie. Astrologie. Magie. Aldinen. 



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186 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Elzevire. Amerika. Asien. Afrika. Anatomie. Alte Medizin. 
Autographe. Costüme. Einbände. Embleme. Facsimiledrucke 
seltener Werke. Französisch. Englisch. Italienisch. Holzschnitt- 
und Kupferwerke des 15. — 17. Jahrh. Illustrierte Werke des 
18. und 19. Jahrhunderts, Malerei und Zeichenkunst. Skulptur. 
Architektur. Manuskripte auf Pergament und Papier. Porträt- 
werke. Reformation. Städteansichten. Türkei. Wiegendrucke. 
Nachtrag. [2528.] 

Ludolph St. Goar in Frankfurt a. M.. Antiquar. Anzeiger 
Nr. 20. 443 Nrn. Miscellaneen. Freimaurerei. [2529.] 

Ch. Graeger in Halle a. S., Verzeichnis Nr. 231. 2503 Nrn. 
Wissenschaftliche Theologie. Orientalia. Praktische Theologie. 

[2530.] 

Hachette& Cie. in Paris, Verzeichnis Nr. 33. Publications 
Nouvelles. [2531.] 

Halm & Goldmann in Wien, I. Eabenbergerstr. Oesterr. 
Bücher-Zeitung Nr. 74. Drucke bis 1600. Kupferstich werke, 
Kunst und Kunstgeschichte. Geschichte und Geographie. Austriaca, 
Hungarica, Viennensia. Genealogie. Heraldik. Numismatik. Frei- 
maurerei. Magnetismus. Mystik. Varia. [2532.] 

Caspar Hau gg in Augsburg, Bücherverzeichnis Nr. 83. 
214 Nrn. Schönwissenschaftliche und Prachtwerke. Wörterbücher. 
— Verzeichnis Nr. 79. 593 Nrn. Aeltere und neuere, teils sehr 
seltene und wertvolle Werke. Kupfer- und Holzschnittwerke. 
Inkunabeln. Curiosa aus verschiedenen naturwissenschaftlichen 
Fächern, aus der Geschichte etc. Freimaurerei. Numismatik. 
Bibliographie. Nachtrag. — Bücherverzeichnis Nr. 81. 600 Nrn. 
Deutsche Litteratur. (Curiosa.) — Bücherverzeichnis Nro. 84. 
249 Nrn. Alte Drucke. Kupferstiche. Kupfer- und Holzschnitt- 
werke. Seltenheiten und Curiosa. [2533.] 

J. Hess in Ellwangen, Katalog Nr. 14. 1755 Nrn. Ge- 
schichte und ihre Hilfswissenschaften. Heraldik. Genealogie. 
Numismatik. Geographie. Reisen. Anhang. Wertvolle archäo- 
logische und kunstgeschichtliche Werke. — Katalog Nr. 15. 
1407 Nrn. Zeitschriften. Sammelwerke. Encyklopädien. Litera- 
turgeschichte. Bibliographie. Dramaturgie. Theater. Vermischtes. 
Grammatik der deutschen Sprache. Deutsche Litteratur bis zur 
Mitte des 18. Jahrhunderts. Neuere deutsche Litteratur. Ueber- 
setzungen. Jugendschriften. [2534;] 

Karl W. Hiersemann in Leipzig, Katalog Nr. 15. 
450 Nrn. Militärkostümkunde. Waffen. Kunstblätter zur Ge- 
schichte von Friedrich II. Napoleon I. Befreiungskriege. — 
Katalog Nr. 16. 1042 Nrn. Orientalia. Zeitschriften. Sammel- 
werke. Vergleichende Sprachwissenschaft. Bibliographie. Hand- 
schriften. Kataloge. Geographie. Geschichte. Archäologie des 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge* 187 

Orients. Die Religionen des Orients. Sanskrit. Neuindische 
Sprachen. Pali. Prakrit. Singhai esi seh. Jaina-Drucke. Keil- 
schrift. Zend. Pehlewi. Persisch. Pusthu. Armenisch. Georgisch. 
Kurdisch. Zigeuner. Assyrisch. Syrisch. (Hebräisch. Samari- 
tanisch. Mandäisch. Judaica. Alttestamentl. Litteratur.) Arabisch. 
Egyp tisch - Koptisch. Anthiopisch. Phönizisch. Ural-altaische 
Sprachen : Türkisch. Finnisch. Lappländisch. Chinesisch. Bur- 
mesisch. Shan. Aino. Japanisch. Anamitisch. Kambodschisch. 
Tibetisch. Amerikanische, afrikanische und malayisch-polynesische 
Sprachen. — Katalog Nr. 17. 206 Nrn. Altklassische Kunst. 
Archäologie. [2535.] 

Wilh. Jacob söhn & Co. in Breslau, Katalog Nr. 60, 
enthaltend nachgelassene Bibliotheken der Herren Oberlehrer Dr. 
Adler- Bunzlau , Oberlehrer Dr. Leske-Liegnitz , Justizrat Kade- 
Breslau. Klassische Philologie und alte Geschichte. Geschichte. 
Geographie (Schlesien). Moderne Sprachen. Jurisprudenz. Päda- 
gogik (Gesundheitslehre für Schule und Haus). Orientalia (heb- 
räische Grammatik). Philosophie. Prachtwerke. Schöne Künste. 
Musik. Nachtrag. [2536.] 

Joseph Jolowicz in Posen, Katalog Nr. 92. 1171 Nrn. 
Literat, slave et general Chants populaires slaves. Mythologie, 
legendes, fables etc. slaves. [2537.] 

Kirchoff & Wigand in Leipzig, Katalog Nr. 764. 
2164 Nrn. Litterärgeschichte der theologischen Disziplinen. 
Encyklopädie. Keligionsbewusstsein. KeligionBphilosophie. Mysti- 
cismus. Pietismus. Theismus und Atheismus. Die nichtchrist- 
lichen Religionssysteme. Judaica. Christologie. Evangelische 
Geschichte. Die Apostelkirche. Leben, Lehre und Schriften der 
Theologen. Dogmengeschichte. Kirchengeschichte. — Katalog 
Nr. 765. 2786 Nrn. Vermischte litterarische und Sammelwerke. 
Revuen und Encyklopädien. Poetik, Rhetorik, Stil, Geschichte der 
Litteratur und der Wissenschaften im Allgemeinen. Gelehrten- 
geschichte. Universitäten. Gelehrte Gesellschaften. Bücherkunde. 
Schriftwesen. Bibliothekwissenschaft. Kataloge der Bibliotheken. 
Buchhandel und Buchdruck. Presse und Pressrecht. Geschichte 
der deutschen Litteratur im Allgemeinen. Anthologien. Deutsche 
Litteratur und deren Geschichte im Speziellen. Holländische und 
flämische Litteratur und deren Geschichte. Skandinavische Litteratur 
und deren Geschichte. — Katalog Nr. 766. 1656 Nrn. Aesthetik. 
Theorie und Technik der Kunst. Kunstgewerbe. Ornamentik. 
Photographie. Kunstgeschichte. Kunstdenkmäler. Galeriewerke. 
Interessante Drucke. Aeltere illustrierte Werke. Neuere illustrierte 
und Porträtwerke. Kuriosa und Vermischtes. [2538.] 

Klemming s Antiquariat in Stockholm. Lager-Katalog Nr. 59. 
Varia. [2539.] 



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188 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Wilh. Koch & Reimer in Königsberg i. Pr. Katalog Nr. 18. 
906 Nrn. Auswahl besserer Werke aus verschiedenen Wissen- 
schaften. [2540.] 

Wilhelm Koebner (L. F. Maskes Antiq.) in Breslau. 
Katalog Nr. 187. 1633 Nrn. Evangelische Theologie. [2541.] 

W. H. Kühl in Berlin, Jägerstrasse 73. Antiq. Anzeiger 
Nr. 14. 478 Nrn. Geschichte. Kulturgeschichte. Memoiren. Geo- 
graphie. Reisen. [2542.] 

Paul Lehmann in Berlin, französische Strasse 33e. Katalog 
Nr. 38. 1104 Nrn. Philosophie. — Katalog Nr. 39. 1829 Nrn. 
Theologie. [2543.] 

Bernh. Liebisch in Leipzig. Katalog Nr. 10. 2064 Nrn. 
Encyklopädie des Studiums. Geschichte der Pädagogik, der Univer- 
sitäten, Schulen und des Studententums. Schulgesetze. Allgemeine 
Pädagogik. Katechetik. Geographie. Reisen. Ethnographie. Meteoro- 
logie. Atlanten und Karten. Alte und neue Geschichte. Biogra- 
phien. Litteraturgeschichte, Biographien und Erläuterungsschriften 
der Klassiker. Mythologie und Sagenkunde. Volkslieder und 
Sprichwörter. Schönwissenschaftliche Litteratur. Hilfsmittel zum 
Sprachstudium. Naturwissenschaften. Nachtrag. Schach. [2544.] 

Leo Liepmannssohn in Berlin, Charlottenstrasse 63. Ka- 
talog Nr. 46. 283 Nrn. Militaria inkl. Waffenkunde und Militär- 
Kostüm. Reitkunst, Jagd, Sport. Generalogie, Heraldik. [2545.] 

List & Francke, Verzeichnis Nr. 183. Leipzig, Univer- 
sitätsstrasse 13. 825 Nrn. 1. Griechische Autoren. 2. Lateinische 
Autoren. 3. Encyklopädie und Geschichte der Philologie. Bio- 
graphien. Zeitschriften und Sammelwerke. Neulateiner. 4. Litte- 
raturgeschichte, Biographie. 5. Grammatik, Lexikographie. 6. Alte 
Geschichte, Geographie, Mythologie, Archäologie und Numismatik, 
Inschriften. 7. Orientalia. [2546.] 

A. Lutz in Hanau, Lager -Katalog. 2061 Nrn. Städteansichten 
von Deutschland. — Lager-Katalög. 1811 Nrn. Städteansichten 
von Oesterreich-Ungarn. Schweiz. Russland. Dänemark. Schweden- 
Norwegen. Belgien und Holland. Grossbritannien und Irland. 
Frankreich. Spanien und Portugal. Italien. [2547.] 

Rudolf Merkel in Erlangen. Antiq. Katalog Nr. 89. 
1217 Nrn. Auswahl wertvoller Werke aus allen Wissenschaften. 

[2548.] 

,,Posrednik", Librairie ancienne, Catalogue Nr. 1. 
St. Petersburg, Fontanka 75, coin de la Gortkina. 2000 Nrn. 
Rossica: I. Histoire. Biographies. Memoires. Recueils de lettres. 
H. Archeologie. Paleographie. Numismatique. Genealogie. Heral- 
dique. Mythologie. Beaux arts. III. Calendriers et Almanachs. 
IV. Geographie. Voyages. Ethnographie. Statistique. Topographie. 
Hydrographie. V. Cartes et atlas. VI. Sciences militaires. Marine. 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 189 

Science des ingenieurs. VII. Legislation. Sciences politiques. 
VIII. a) Theologie. Philosophie. Pedagogie. Hist. ecclesiast. Biogr. 
sainte. b) Histoire et descr. des lieux saints, des cathedrales, 
eglißes et convents. IX. Sciences naturelles. Mathematiques. Astro- 
nomie. Medecine. Technologie. Agriculture. X. Histoire letteraire. 
Linguistique. Auteurs anc. Bibliographie. Critique. Dictionnaires. 
Societes savantes. XI.Belles-lettres. Recueils periodiques. XII. Varia. 
— Katalog Nr. 2. Histoire et Geographie anc. et mod. en gcneral. 
Histoire ecclesiastique. Almanachs et Annuaires historiques et 
generalogiques. Voyages autour du monde et au pole Nord. Groen- 
land. Allemagne, Autriche, Suisse, Pays-Bas. Angleterre. France. 
Italie et Rome, Grece, Espagne. Suede et Norwege. Dänemark. 
L'Orient. L'Egypte ancienne et moderne, Nubie. Afrique. Amenque. 
Le Bresil. Australie, Oceanie. Archeologie. Numismatique. Heral- 
dique, Genealogie, Costumes. Beaux-Arts. — Katalog Nr. 3. 
Litter ature francaise. Litte*rature anglaise. Anhang: Werke mit 
Kupfern von Chodowiecki. [2549.] 

Rosenstein & Hildesheimer in Berlin W, Mohrenstr. 63. 
Katalog Nr. 3. 250 Nrn. Numismatik. [2550.] 

L. Schleiermacher. Lager-Katalog Nr. 68. Potsdam, 1886. 
1770 Nrn. I. Pädagogik und deutsche Sprache. Gymnastik. Steno- 
graphie. II. Theologie und Philosophie. HI. Handelswissenschaft. 
Gewerbskunde. Verkehrswesen. Statistik. IV. Jugend- und Volks- 
schriften. V. Kuriosa. Freimaurerei. Schach. Varia. [2551.] 

Hermann Schmidt in Rostock. Lager-Katalog. 400 Nrn. 
Medizin im Allgemeinen. Vermischte Zeitschriften. Botanik. Ana- 
tomie und Physiologie. Staatsarzneikunde, gerichtliche Medizin, 
Arzneimittellehre, Pharmacie. Pathologie und Therapie im All- 
gemeinen und Speziellen. Chirurgie. Gynäkologie, Geburtshilfe, 
Frauen- und Kinderkrankheiten. Balneologie, klimatische Kurorte. 
Nachtrag. [2552.] 

Felix Schneider in Basel. Antiquarischer Katalog Nr. 185. 
551 Nrn. Rechts- und Staatswissenschaften. Nationalökonomie. 
Sozialismus. [2553.] 

Simmel & Co. in Leipzig. Antiq. Kat. Nr. 107. 1766 Nrn. 
Orientalia. [2554.] 

Karl Steyer in Cannstatt. Verzeichnis Nr. 25. 1582 Nrn. 
Grammatik, Lexikographie und Metrik der klassischen Sprachen. 
Sprachvergleichung. Encyklopädie und Geschichte . der Philologie. 
Litteraturgeschichte. Bibliographie. Geschichte der alten Philo- 
sophie. Zeitschriften. Sammelwerke. Opuskula. Neulateiner. Ge- 
schichte. Geographie. Mythologie. Archaeologie. Epigraphik. Nach- 
trag zu allen Abteilungen. Neugriechisch und Albanesisch. Nach- 
trag. [2555.] 

Karl Theodor Völcker. Verzeichnis Nr. 126. Frank- 



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190 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

fürt a. M., Römerberg 3. 318 Nrn. Werke über Russland und 
Polen. [2556.] 

H. Welt er in Paris, 59 Rue Bonaparte. Katalog Nr. 5. 
410 Nrn. Sciences naturelles. Sciences mathematiques. Astronomie. 
Technologie. Sciences medicales. Supplement a toutes les parties 
du catalogue. — Katalog Nr. 6. 706 Nrn. Publications de Tln- 
stitut de France. Litterature francaise. Litteratures etrangeres. 
Philosophie. Religion. Histoire. Droit. Economie politique. Archeo- 
logie. Epigraphie. Numismatique. Beaux Arts. Architecture. Musique 
et Theatre. Linguistique. Philologie classique. Auteurs grecs et 
latins. Biographie. Bibliotheques. Librairie. Imprimerie. Varia. 
(Incunables, Curiosites etc.) Supplement. [2557.] 

J. Windprecht. Bücher- Anzeige Nr. 390. Augsburg, 1886. 
369 Nrn. Varia. Augustana. — Bücher- Anzeige Nr. 391. 375 Nrn. 
Varia. [2558.] 

Alfred Würzner in Leipzig, Windmühlenstr. 47. Ver- 
zeichnis Nr. 106. Belletristik. Litteratur- und Kunstgeschichte, 
Werke über Musik, Theater und Verwandtes. [2559.] 

von Zahn & Jaensch. Katalog Nr. 12. Dresden, Schloss- 
strasse 22. 1595 Nrn. Deutsche Sprache und Litteratur. [2560.] 

Privatbibliotheken. 

Prof. Dr. Aeby, Fr. Haerpfer's Buchh. in Prag. Nachlass 
des f Professors Dr. Aeby in Prag. Antiquar. Anzeiger Nr. 105. 
1092 Nrn. Medizin. Nachtrag. [2560.] 

Prälat Beck, Wilhelm Rath in Esslingen. Antiquar. Ka- 
talog Nr. 12. 712 Nrn. Enthaltend einen Teil der Bibliothek 
des Prälaten von Beck in Halle. Theologie und Philosophie. 

[2561.] 

Prof. Dr. H. v. Boeck, Heinrich Kerler in Ulm. Biblio- 
theken der Professoren Dr. H. von Boeck und Dr. C. Brenner, 
in Leipzig. Antiquar. Katalog Nr. 102. 1479 Nrn. Medizin. — 
Katalog Nr. 103. 860 Nrn. Vergleichende Sprachwissenschaft. 
Allgemeines. Sanskrit. Hindustanisch. Persisch. Zend. Pehlewi. 
Hebräisch. Chaldäisch. Arabisch. Türkisch. Syrisch. Armenisch. 
Aegypiisch. Phönizisch. Chinesisch. Japanisch. Südafrikanische 
Sprachen. [2562.] 

Prof. Dr. C. Brenner, Heinr. Kerler in Ulm. Bibliotheken 
der Professoren Dr. H. von Boeck u. Dr. C. Brenner in Leipzig. 
Antiquar. Katalog Nr. 102. 1479 Nrn. Medizin. — Katalog Nr. 103. 
860 Nrn. Vergleichende Sprachwissenschaft. Allgemeines. Sans- 
krit. Hindustanisch. Persisch. Zend. Pehlewi. Hebräisch. Chaldäisch. 
Arabisch. Türkisch. Syrisch. Armenisch. Aegyptisch. Phönizisch. 
Chinesisch. Japanisch. Südafrikanische Sprachen. [2563.] 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 191 

F. A. Eckstein. Lippert'sche Buchhandlg. in Halle. Ka- 
talog Nr. 1. 888 Nrn. Bibliothek F. A. Eckstein und H. Weissen- 
born. Griechische Autoren. [2564.] 

C. Josch, A. Raunecker in Klagenfurt. Katalog Nr. 21. 
545 Nrn. Zum Teil aus den Nachlässen v. S. Kohlhammer in 
Berg, F. Neste in Villach, C. Josch. Theologie. Varia. [2565.] 

S. Kohlhammer, A. Raunecker in Klagenfurt. Katalog 
Nr. 21. 545 Nrn. Zum Teil aus den Nachlässen von S. Kohl- 
hammer in Berg, F. Neste in Villach, C. Josch. Theologie. Varia. 

[2566.] 

Medizinalrat Dr. Kuechenmeister, Gust. Salomon in 
Dresden. Auctions-Katalog der Bibliotheken von Prof. Dr. med. 
F. J. Wigard, Prof. Gust. Richter-Tharand, Medizinalrat Dr. Kue- 
chenmeister, welche am 27. V. 86. u. ff. Tage zur Versteigerung 
kommen. 1786 Nrn. Medizin. Deutsche Litteratur. Uebersetzun- 
gen. Ausländische Litteratur. Encyklopädien. Wörterbücher. Ge- 
schichte. Saxonica. Geographie. Rechts- und Staatswissenschaft. 
Volkswirtschaft. Statistik. Handel. Naturwissenschaften. Philologie. 
Archäologie. Theologie. Philosophie. Pädagogik. Freimaurerei. 
Musik. Theater. [2567.] 

Dr. Karl Heinz Ritter & Edler Mayer von Mayer- 
fels, J. M. Heberle (H. Lempertz Söhne) in Köln. Bücher-Auk- 
tion vom 17. Mai 1886. Bibliothek des Dr. Karl Heinz Ritter 
& Edlen Mayer von Mayerfels. Genealogie. Adel. Ritterwesen. 
Orden. Numismatik. Geschichte. Illustrierte Werke. Kunst. Theo- 
logie. Philologie. Litteratur. Naturgeschichte. Medizin. Städte. 
Pläne und Prospekte. Vermischtes. [2568.] 

Graf Maximilian von Mohr, A. Einsle, Bücherauktion 
XXXIX. Wien, Stadt, Riemergasse 111. 1556 Nrn. Aus der 
Bibliothek des Herren Grafen Maximilian von Mohr in Tirol und 
einer anderen Schlossbibliothek. Versteigerung am 10. Mai 1886 
u. d. ff. Tage. Enthält: Varia. [2569.] 

F. Neste, A. Raunecker in Klagenfurt. Katalog Nr. 21 
545 Nrn. Zum Teil aus den Nachlässen v. S. Kohlhammer in 
Berg, F. Neste in Villach, C. Josch. Theologie. Varia. [2570.] 

Staatsrat S. von Pfl eider er, Max Anheisser in Stutt- 
gart. Antiquar. Katalog Nr. 26, enthaltend die Bibliotheken der 
Herren Staatsrat S. von Pfleiderer, Finanzassessor Siegel u. a. 
2004 Nrn. Staatswissenschaft. [2571.] 

Prof. Gust. Richter, Gustav Salomon in Dresden. Auk- 
tions-Katalog der Bibliotheken von Prof. Dr. med. F. J. Wigard, 
Prof. Gustav Richter-Tharand, Medizinalrat Dr. Kuechenmeister, 
welche am 27. V. 86 u. ff. Tage zur Versteigerung kommen. 
1786 Nrn. Medizin. Deutsche Litteratur. Uebersetzungen. Aus- 



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192 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

ländische Litteratur. Encyklopädien. Wörterbücher. Geschichte. 
Saxonica. Geographie. Rechts- und Staatswissenschaft. Volkswirt- 
schaft. Statistik. Handel. Naturwissenschaften. Philologie. Archäo- 
logie. Theologie. Philosophie. Paedagogik. Freimaurerei. Musik. 
Theater. [2572.] 

Fried r. Roeth, Albert Cohn in Berlin, Mohrenstrasse 53. 
Katalog Nr. 173. 1872 Nrn. Autographen und historische Do- 
kumente, Sammlung des verstorbenen Herrn Friedrich Roeth in 
Augsburg. 4. Abteilung: Künstler und Gelehrte. — Katalog Nr. 174. 
446 Nrn. 5. Abt.: Staats- und Kriegsmänner. Naturforscher. Mathe- 
matiker. Physiker. Astronomen. Chemiker. Mediziner. [2573.] 

Finanz asse sso r Siegel, Max Anheisser in Stuttgart. 
Antiquar. Katalog Nr. 25, enthaltend die Bibliotheken der Herren 
Staatsrath S. v. Pfleiderer, Finanzassessor Siegel u. a. 2004 Nrn. 
Staatswissenschaft. [2574.] 

H. Weissenborn, Lippert'sche Buchhandlg. in Halle. Ka- 
talog Nr. 1. 888 Nrn. Bibliothek F. A. Eckstein und H. Weissen- 
born. Griechische Autoren. , [2575.] 

Prof. Dr. med. F. J. Wigard, Gustav Salomon in Dresden. 
Auktions-Katalog der Bibliotheken von Prof. Dr. med. F. J. Wi- 
gard, Prof. Gustav Richter-Tharand, Medizinalrat Dr. Kuechen- 
meister, welche am 27. V. 86. u. ff. Tage zur Versteigerung kom- 
men. 1786 Nrn. Medizin. Deutsche Litteratur. Uebersetzungen. 
Ausländische Litteratur. Encyklopädien. Wörterbücher. Geschichte. 
Saxonica. Geographie. Rechts- und Staatswissenschaft. Volkswirt- 
schaft. Statistik. Handel. Naturwissenschaften. Philologie. Archaeo- 
logie. "iheologie. Philosophie. Paedagogik. Freimaurerei. Musik. 
Theater. [2576.] 

Ad. Nie. Zacharias, L. M. Glogau Sohn in Hamburg. 
Bibliothek des f Bibliophilen Ad. Nie. Zacharias in Hamburg. 
Bücherverzeichnis. Nr. 56. 1265 Nrn. Kunst. Musik. Pracht- 
werke. Seltenheiten. Schön wissenschaftl. ältere und neuere deutsche 
Litteratur. Dramatische Litteratur. Humoristica. Volkssage. Volks- 
lied etc. Sprachwissenschaft!. Wörterbücher. Pädagogik. Deutsche 
Mundarten. — Bücherverzeichnis Nr. 57. 860 Nrn. Geschichte. 
Militaria. Geographie. Reisen. Heraldik. Genealogie. Numismatik. 
Hamburgensien. Jurisprudenz nnd Staats Wissenschaften. Theologie. 
Orientalia und. Judaica. Philosophie. Medizin. Naturwissenschaften. 
Landwirtscha Technologie. Ausländische Litteratur. [2577.] 



Verantw. Redakteur: Joseph Kürschner, Stuttgart. 
Druck der Hoffmann 'sehen Buchdruckerei, Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



Jnlf. 



Inhalt : 



1886. 



Die Marienthaler Drucke der Bibliotheken zu Darmstadt und Mainz. — 

Regulativ der italienischen Staatsbibliotheken. — EineNational-Bibliothek 

für Schottland. — Litter atur. — Abdrücke aus Handschriften. — 

Bibliothekskataloge. — Periodica. — Antiquarische Kataloge. 

Die Marienthaler Drucke der Bibliotheken zu Darmstadt 

und Mainz 

beschrieben von F. W. E. Roth. 

Die Kogelherren zu Marienthal im Rheingau begannen, so- 
weit bis jetzt bekannt, ihre Druckthätigkeit 1468 mit der copia 
indulgentiarum de institutione festi presentationis beate Marie. 
Ihrer Beschäftigung nach waren dieselben auf die Verbreitung 
von nützlichen Büchern angewiesen, das Abschreiben hatte aber 
durch die Pressen Fust- Schöffers am Mittelrhein um 1468 bereits 
stark gelitten. Ein findiger Kopf unter den Marienthaler Kogel- 
herren erkannte den Wert der Druckkunst und wusste solche dem 
Stifte nutzbar zu machen. Damit war die erste eigentliche Kloster- 
druckerei, die jedenfalls an Erzbischof Adolf von Mainz ihren 
Gönner fand, gegründet. Der Schriftschatz der Marienthaler hat 
mit dem der Eltviller Druckerei nichts verwandtes und stammt 
nicht daher. Die Form weist auf Köln hin. Doch bleibt es frag- 
lich > ob die Kölner, welche 1466 ihr erstes datiertes Druckwerk 
lieferten, den Formschneider stellten, der den Marienthalern den 
Schriftschatz lieferte. Wahrscheinlicher nahmen die Marienthaler 
einen Mainzer Buchdrucker in Dienste, der denselben Einrichtung 
und Type herstellte; letztere haben einen ganz eigentümlichen 
Schnitt, der von den Typen Schöffers und noch mehr Gutenbergs 
abweicht. Die Kogelherren lernten die Druckkunst selbst und be- 
schäftigten sich damit. Ihre Drucke sind sehr fehlerfrei, die Texte 
korrekt. Die Marienthaler Urtype war eine grössere und kleinere, 
letztere für Ueberschriften und Auszeichnungen im Texte (Type 
I und II). Damit stellten dieselben ihre meisten Druckwerke her. 
Mit beiden Typen sind gedruckt: die copia indulgentiarum, das 
Brevier 1474, der Gerson (deutsch und lateinisch), das directorium 
missae, das caeremoniale , der Ordinarius missae und der Ablass- 

13 



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194 Die Marien thaler Drucke. 

brief 1484. Soweit die Thätigkeit der Marienthaler reicht, ist 
diese Type die Urtype 1468 — 1484. Nebenbei erscheint eine an- 
ders geformte aber verwandte Type (3 und 4) in zwei kleineren 
Formen im Brevier mit gespaltenen Kolumnen, im Diurnale und in 
Lupi's Anleitung zur Beichte. Eine mit diesen Typen 3 und 4 
sehr verwandte Type erscheint zu Brüssel 1480 in dem Breviarium 
iuxta ordinem fratrum ordinis Marie de monte Carmeli 4° (Darm- 
stadt W/5644) hergestellt von den Brüsseler Fraterherren. Diese 
Brüsseler Type ist entweder nach der Marienthaler 3 und 4 ge- 
schnitten oder umgekehrt. Das Jahr 1480 deutet ungefähr die 
Zeit an, wann in Marienthal die Typen 3 und 4 erscheinen, vor 
1476 druckten die Marienthaler jedenfalls noch nicht damit. 

Alle Marienthaler Drucke entbehren nach Sitte der Zeit der 
Custoden, Foliierung und Signaturen, ebenso des Rotdrucks, sind 
auf Papier ausgeführt und meist in Quartformat, alle meist litur- 
gischen Inhalts, worauf der Orden die Brüder in ihrer Thätigkeit 
schon allein anwies. Alle Majuskeln sind im Texte rubriciert, nur 
die Majuskeln der Calendarien des Breviers 1474 gedruckt. In 
den Majuskeln erscheinen bei Type 1 und 2 verschiedene For- 
men nebeneinander, die Type 1 ist darin reicher verziert. Man 
sehe im Brevier 1474 die S, M, V, B, D, P, welche in der Type 
2 stets einfacher sind. Das kleine d von Type 1 hat zweierlei 
Form, nach unten eine runde und eine eckige, beide erscheinen 
im Brevier 1474 nebeneinander, im Gerson (lateinische Ausgabe) 
nur die runde allein. Ferner hat das 7 für et in Type 1 einen 
Querstrich, in Type 2 nicht. Die Marienthaler sind typographisch 
gute Leistungen, gut im Register und übertreffen die Eltviller 
Drucke hierin bedeutend; ebenso manchen Schöffer. Die Schwärze 
ist tiefschwarz. In Marienthal findet sich ebenfalls der Gebrauch, 
dass der Anagnost (Vorleser) den Text nach dem fertigen Codex 
vorsprach, mehrere setzten und damit verschiedenen Satz lieferten. 
Das Brevier 1474 hat drei Satzarten, die keineswegs so viele 
Auflagen sind. 

I. Im commune sanctorum letzte Seite: minica prima post 
trinitatis (ohne Punkt). Ex. 5609, 5610 in Darmstadt. 

II. ibidem, dragesima et notatur dnica prima post trinitatis. 
(mit Punkt.) Ex. 5610|l. ibidem. 

III. ibidem, post trinitatis (ohne Punkt). Ex. 5608 I. II. 
ibidem. — Ferner I. Im commune sanctorum S. 1. Z. 1. com- 
mune sancto4. in 5609, 5610. In 5608 I. II. omune sanctorum. 

Im Kalender Oktober: Ewaldorum, am Ende der Tafel: 
superi' = 5609, 5610; in 5608 I . II dagegen EWaldo4. und 
superius. 

5610|1. hat Blatt 1 des Sommerteils: dne labia (ohne Punkt), 
die andern labia. (mit Punkt). 5610J1 schliesst die Psalmen: 



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Die Marienthaler Drucke. 195 

mati . trini domino et vni semp in euum . Amen . gegen 5610: 
domino 7 vni semper in euum . Amen. 

5610 hat im Psalterium Seite 1 Z. 20 : introibunt in requiS 
meä (G) l'a In . i. noct' ps dauid . gegen 5610|1: In prlo noct'no. 
ps dd J (ohne Punkt). 

Ebenso herrschen zwischen 5608 und 5609 Verschiedenheiten, 
5608 5609 

Blatt 2= Romani mris. martiris. 

„ 7L Z. 2: aia4 gut im Register. Sehr schlecht, 

ibid. Mansueti mris martiris. 

Blatt 7= Z. 2: Poteciani, Potenciani. 

„ 8= „ 5: secundü, secüdü. 

„ 8= Ende: superi , # superius. 

„ 104 Zeile 2: clamavi: 7. clamaui et. 
,, 99 omune sancto4. cömune. 

„ 133 labia. (mit Punkt.) ohne Punkt. 
Wann die Marienthaler zu drucken aufhörten, steht bis jetzt 
nur für 1484 fest. Die Druckerei war eine ebenso konservative 
nach früherer Art gebliebene, wie die Schöffers, und hatte nur 
lokalen Charakter. Dieses führte jedenfalls ihre Auflösung her- 
bei. Wohin die Einrichtung kam, ist unbekannt, jedenfalls nicht 
an Heumann in Mainz, dessen Drucke nichts von Marienthaler 
Schnitt zeigen. Im Nachstehenden gebe ich eine detailierte Be- 
schreibung der Marienthaler Drucke in der Stadtbibliothek zu 
Mainz und in der Hofbibliothek zu Darmstadt, um damit einem 
künftigen Forscher, der die Marienthaler wissenschaftlich behan- 
delt, vorzuarbeiten. Interessenten seien vorläufig auf Falk, die 
Presse zu Marienthal, verwiesen. 

I. Darmstadt. 

a. Gerson, opusculum tripartitum. 4°. O. 0. u. J. 36 Blatt 
zu 25 durchlaufenden Zeilen auf voller Seite. Kollation a — c 
Sexternen. Signatur V 1 3105 1 100. 

Blatt 1 leer. Blatt 2= Zeile 1 : (C) Ristianitati suus qualis- 
cüqz | zelator. psperum ad virtutes | vicijs depulsis Icrementü Sa-| 
lubre duxi sequens opusculü|. 

Blatt 36L Zeile 15: liter obs'uatur.| Zeile 16+17 leer. 
Zeile 18: Explicit opusculü triptitum de preceptis |decalogi De con- 
fessione 7 de arte morie — | d.i. p eximiü sacre theologie pfessorö' 
Ma — | gist 4 iohänem de Jersona alme vniuersi — | tatis pisiens, 
Cancellariü. | Zeile 23 — 25 leer. Blatt 36 leer. Type 1 allein, 
rubriziertes schönes Exemplar. Abkürzungen o = us, t' = tur, 
7 = et, das S kommt nur als solches mit der doppelten Schwei- 
fung im Untercorpus vor. Dem Ablassbriefe gegenüber erscheinen 
die Typen hier stark abgenützt, wenn auch das grobe Papier 



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196 Die Marienthaler Drucke. 

stärkeren Druck erforderte und die gefeuchtete und schwammige 
Masse desselben hier die Abdrücke der Typen breiter werden 
Hess. Jedenfalls ist das opusculum Gersons älter als das Brevier 
1474. — Falk Nr. 4. Fischer, Typ. Seit. VI, 128, Hain 7654. 
Hesseis 131. Ein weiteres Exemplar (V, 30, 430) besitzt die 
Giesener Ü.-Bibl., cf. Mainzer Z. III. 26. 

b. W. |5610*)| Titel mit Vorwort fehlt. Blatt 1 = Zeile 1 : Secunf 
benedictiones in matutinis (ohne Punkt). 31 Zeilen, Type 1 und 2. 

Blatt 21 Zeile 1: Januarius (ohne Punkt). 32 Zeilen, Type 1, 
die Initialen alle gedruckt. Der Kalender Blatt 2= — 7=. 

Blatt 8= Zeile 1 : Hee tres tabule Incipiüt. An | schliesst r 
superi\ Sonntagstafel. Blatt 8= leer. 

Blatt 9= Zeile 1 : (J) N die scö pasce ad matutinas . prius 
qz (diese Abkürzung grosse Type, da jedenfalls dieselbe nicht in 
der kleinen Type vorhanden war) dicat' | Dne labia. (mit Punkt.) 
Legit' pö Cöfitemi d~~o. vsqz. ad illü | 28 Zeilen wie der Druck 
sonst überhaupt. Sommerteil des Breviers. Schliesst Blatt 114= 
Zeile 28: lectionum in aliquam earum inciderit (ohne Punkt) — 
(freier Baum) Amen (ohne Punkt). — 

Blatt 115= Zeile 20: introibunt in requie meä (G) Pa Jn. L 
noct.' ps. dauid (ohne Punkt). Zeile 21 leer. Damit schliesst der 
Sommerteil. Blatt 115= Zeile 22: (B) Eat' vir qui non abijt in 
osi | das Psalterium. Schliesst Blatt 204= Zeile 25: domino 7 vni 
semper in euum. Amen (ohne Punkt). Zeile 26 — 28 leer. — 

Blatt 205= Zeile 1 : (I)ncipit cömune sancto4. Primo de 
apl'is. Schliesst Blatt 237= Zeile 25 : minica prima post trinitatis 
(ohne Punkt). Blatt 238 leer. 

Blatt 239= Zeile 1 : (I)Ncipit omune de scis infra festa 
pasche et pen — | Blatt 380= Zeile 9: 7 coronä ppetuä . aH'a 
alTa. (kleine Type.) Zeile 10: Notandum qz buic breuiario sup- 
addite süt ali | (grosse Type); schliesst Z. 27: Item de omemo- 
ratione bte v'gis an. lxx s'uäda (ohne Punkt). Zeile 28 leer, Rück- 
seite leer. — 

c. W 1 5610 1 1. Titel, Vorwort, Benedictiones, Kaienderund Sonn- 
tagstafel fehlen. Blatt 1= Schluss des Sommerteils, dann Psalterium. 
(B)eat T vir qui nö abiit in | Schliesst Blatt 89= Zeile 28: mati . trjno 
domino et vni semp in euum. Amen (ohne Punkt). Rückseite leer, 
dann ein Blatt ausgerissen, das die Foliierung nicht mitzählt. 

Blatt 90 — 122= Incipit omune sco4. Primo de apPis. In vigi | 
Schliesst Blatt 122= Zeile 24: dragesima: vt notat' d"~ica prima 
post trinitatis (ohne Punkt). ' 



*) Die Darmstädter Exemplare des Breviers sind ohne Beachtung 
der Defektheit foliiert, welche Bezeichnung ich beibehalte. Besser wäre 
eine Foliierung nach einem kompleten Exemplar gewesen, da die erstere 
nur verwirrt. 



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Die Marienthaler Drucke. 197 

Sommerteil (Satz labia ohne Punkt) Blatt 123 — 229. 

Commune de sanctis (Ostern bis Pfingsten) mit der Variante 
Blatt 229 Z. 1 de sanctis statt: scis in 5610. Blatt 3321 Zeile 20: 
ibidem. Cetera de festo dedicacönis. Der Rest der Seite und 
des Exemplars 5610 fehlt. 

d. W | 5608 | I. Titel, Vorrede, Benedictiones fehlen. Kalender 
und Sonntagstafel Blatt 2 — 9, dann das Psalterium, dessen erstes 
Blatt fehlt. Blatt 10—98. Schliesst wie 5608 II. 

(J) ncipit omune sancto4. Primo de apl'is. Blatt 99 — 131, 
Blatt 132 leer. 

Blatt 133—238= Sommerteil (Satz labia mit Punkt). 

Blatt 239 — 379 (I) Ncipit omune de scis infra festa pasche 
<5t pen — | Blatt 380 fehlt. 

e. W | 5608 II. Titel und Vorrede fehlen, Blatt 1 Benedictiones, 
Blatt 2 — 8 mit dem Kalender und der Tafel fehlen. 

Psalterium, dessen erstes Blatt fehlt. Blatt 10 — 98. Schliesst: 
-et vni semper in euum. Amen (ohne Punkt). 

(I) ncipit omune sancto4. Primo de apl'is. Blatt 99 — 131. 
Schliesst: post trinitatis (ohne Punkt). 

Winterteil. Incipit Regist4 Aduentus (ohne Punkt) als Vor- 
werk des Winterteils, ganz in Type 1. Blatt 132 — 143= Z. 21: 
ram quartana. Cetera vt in breuiario. | Rest leer. — Blatt 144= 
Zeile 1 : (Winterteil) Dominica prima aduentus in primis vespis. 
An | Blatt 277 — 324 Proprium sanctorum des Winterteils, Blatt 
325 bis Schluss fehlen. — 

f. W | 5609. Titel und Vorrede fehlen. Blatt 1= Benedictiones, 
Blatt 2 = — 7^ Kalender, Blatt 8= Sonntagstafel, Blatt 8= leer. Blatt 9= 
Schluss des Sommerteils Zeile 1 — 20. Zeile 21 leer, Zeile 22: 
{B) Eat' vir qui nö abiit in cösi | das Psalterium, Blatt 9 — 98=. 

Blatt 99= — 131= (I) ncipit cömune sancto4. Primo de apl'is. 
Blatt 132 leer. 

Blatt 133=— 238= Sommerteil. Satz: labia. (mit Punkt.) 
Blatt 239= — 380= (I) Ncipit omune de scis infra festa pasche 
«t pen — | thecostes occ'rentib'. Et primo de pl'ib' mrib' | Blatt 
880= leer. Blatt 367—374 im 15. Jahrhundert handschriftlich 
ergänzt. 5609 und 5610 sind von einer Satzart. 

g. Ablassbrief 1484. (I, 1169, 60) Papier, Folioblatt, unbe- 
nutztes Exemplar, welches sich als besterhaltenstes der aus solchen 
Ablassbriefen bestehenden Pappe des Deckels von: Newe Refor- 
mation der Stadt Nürnberg 1479 in der Bibliothek des histori- 
schen Vereins in Darmstadt vorfand und in die Hof bibliothek gelangte. 
Die übrigen schlechteren Exemplare sind ebenfalls noch vorhanden. 

Zeile 1. Ego Benedictus de Helmstat Rector frat4 collegij 
vallis sancte Marie in Rin — | gauia in negocio indulgÖcia4 ac 
plenarie remissiöis ecclesie sancto4 Marie | Andree 7 Amädi, 



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198 Die Marienthaler Drucke. 

Constäcien . dioces' a sca sede apFica ocessa4 pcurator ostitut' [ 

notü facio p pntes Quod quia (leerer Kaum zum Einschreiben) 

ad fa - | 

Zeile 32: ad cäs pntib' e appr'essü. Datü äno dni . M . cccc 
lxxx iiij Die — — (leer zum Beschreiben) Mes' — — (des- 
gleichen). Zeile 33 — 34 leer. Zeile 35: Forma absolucionis | Bis 
dahin Type 1; der Rest in Type 2. Dus noster Jhesus Christus 
p suä misericordiä dignet' te absolue. Et ego eiusdem et | 

Zeile 41 : te absoluo te ab omnib' peccatis tuis s'm forma 
apl'ica4 lräv Jn noie. p 7 f 7. s. sei | (ohne Punkt). — 

Zeile 42 : In casu symonie racione beneficij | An absolucione 
peedat oposicio sup fruetib' male r'ceptis Deinde r'oipiat* r'sig- 
nacio | 

Zeile 46: ü qz. N. ex tua r'signacione a'alias quölibz vaeäs- 
eade auetoritate tibi ofero Jn. n. | 

Zeile 47: In casu impedimeti cötractus matrimonij | 

Zeile 50 : tä 7 suseipiedä legittimä pnücio. In noie . p. 7 f. 7 s. 
Im ganzen 50 Zeilen, wovon 46 bedruckt. — Hess. Archiv X, 
186 (1864). Falk p. 18. Marienthal druckte einen weiteren Ab- 
lassbrief für Urach in Schwaben. Borne apud S. Petrum anno 
incarnationis dominice 1483 idus Septembris pontificatus nostri 
anno XIII. Grossfolio 67 Zeilen. Aussteller war Papst Sixtus IV. 
Die Typen sind die nämlichen wie im Diurnale (Type 3 und 4). 

IL Mainz. 

a. (S) ubiectü volumen psalterij breuiarijqz ma — | gütinensV 
impssorie artis ldustria pfectü . 7 | felicit' osümatü e . in domo 
fratrü clerico4 | cois vite vallis sce marie eiusde dioces' in 
Bingka — | uia . Anno dni M. cccc. lxx iiij. sabb'o post Bemisce. 
folio 14 Tit. Zeile 1. 31 Zeilen. Type 1 und 2. Blatt 24 Ka- 
lender, darin 1 Blatt = Januar und Februar von H. Klemm al& 
Facsimile eingesetzt, Blatt 2 — 8. 

Collation a Quaterne, b — o Quinternen, p Quaterne, q — u 
Quinternen, v Quaterne, w — y Quinternen, z Quaterne, aa — dd 
Quinternen, ee — ff Sexternen, gg — hh Quinternen, ii Sexterne + 1 
Blatt = 341 Blatt 7 Text zu 28 Zeilen. Psalterium Blatt 9—86, 
Hymnen 87 — 98, Sommerteil 99—308, Commune sanetorum 309 
bis 341, ganz kompletes Exemplar, cf. Falk 14 — 15. Andre 
Exemplare sind in Frankfurt, Giessen, Cassel, Paris, Dresden 
(Klemm), Mainz (Peterskirche) Lord Spencer, Moskau, das Pariser 
defekte auf Pergament ist sehr fraglich. 

b. (Winterteil). Blatt li Zeile 1: (S) ubiectü etc. wie im 
Sommerteil. Auch hier fehlten Januar und Februar des Kalenders 
und sind von H. Klemm durch Facsimile (= 1 Blatt) ergänzt* 
Psalterium Blatt 9 — 27, Winterteil, commune sanetorum = 314 



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Die Marienthaler Drucke. 199 

Blatt. Blatt 1 — 131 sind im Winter- wie Sommerteil identisch. 
Blatt 132^ Zeile lj_ Incipit Kegist4 Aduentus | (S) i Afuerit lrä 
dnicalis. Aduet' dni celebrat' tercö nonas decöbris. In . i . v's 
et ceteris vt | O 

Blatt 144= Zeile 1: Dominica prima aduentus in primis ves- 
pis 1 7 aperti sunt oculi nostri surgere | ad xpm, q'a lux vera est 
fulges in | 

An diesem Exemplare fehlen mehrere Blatt, welche, konnte 
ich nicht feststellen. 

c. Caerimoniae nigrorum monachorum ordinis 8. Benedicti de 
observantia Bursfeldensi. 4o. Type 1. 0. 0. u. J. 112 Blatt, 
26 Linien auf voller Seite, Kollation a— k 5, 1 6. Einspaltig. — 
Blatt l r tit._Prologus cerimoniarQ nigrorü mona — | chorü ordi- 
nis sancti Bndicti de obserüan — | cia Bursfeldensi. 

Blatt 14 tit. Zeile 4: [Q]uoniä apl'i pauli de solli — | citu- 
dine seruande vnita — | tis spus . in vinculo pacis. | 

Blatt 3= Zeile 1 : Tabula capl'o4 prime distinctiois. | 
Blatt 34 Zeile 16: Tabula capro4 tercie distictois. I 
Blatt 44 Zeile 24: Tabula capl'o4 qrte distinctois. | 
Blatt 44 Zeile 13: Expliciüt tabule capl'o4 oim distictionü. 
| De electione noui abbatis. | 

Blatt 1124 Zeile 23: ageret . a' aPs put tibi visu fue'it ex- 
pedire. | Zeile 24 leer, Zeile 25 : Expliciüt cerimonie nigro4 mo- 
cho4 | ordis sei bndci de obs'uäcia bursfeld*. | 

Verfasser ist Abt Adrian von Schönau, früher Mönch auf 
dem Jakobsberg bei Mainz, Urheber der Arbeit waren die Aebte 
Adam (Villicus) von Gross St. Martin in Köln und Konrad Roden- 
berg vom Johannisberg im Rheingau, dessen Bruder Johann Haupt 
der Bursfelder Reformation war. Ein andres Exemplar in Paris 
und eins in Giesen. cf. Mainzer Z. III, 26. 

d. Ordinarius divinorum monachorum ordinis sancti Benedicti 
de observantia Bursfeldensi. 0. 0. u. D. 4°. 90 Blatt zu 26 Zeilen 
auf voller Seite, einspaltig, Kollation a — i lauter Quinternen. Mit 
Nr. c zusammengebunden. Um 1474. Gehörte ehedem: Collegii 
soc. Jesu Moguntiae. 

Blatt 14 tit. Prolog' ordinarij d'ino4 nigro4 mocho4 j ordis 
sei bndicti de obs'uäcia Bursfeldesi. | 

Blatt 14 Zeile 3: (Q)uia pphetico oraculo dnm I ty — I 
pano et choro laudare iubem'. | ogruü psns vidV . vt q' in typa — j 

Blatt 904 Zeile 20: subsqui debent . Amen . | Zeile 21 und 
22 leer, Zeile 23: Explicit Ordinarius diuino4 nigro4 |.monacho4 
de obseruäcia Bursfeldensi .| Zeile 25 und 26 leer, Blatt 904 leer. 

Verfasser wie c. Exemplare in Paris und Giessen. cf. Mainzer 
Z. III, 26. 

Diurnale Moguntinum. 12o. Type 3 und 4, letztere sparsam, 



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200 Die Marienthaler Drucke. 

284 Blatt zu 23 Zeilen auf voller Seite, einspaltig. Das Exem- 
plar gehörte dem Historiker Helwich. Sum ex libris Georgii Hel- 
wich Mo- | guntini, Vicarii maioris Mogunt. com- | paratus, mit 
dessen eingeklebtem Bibliothekszeichen (Wappen 3 Rosetten), 
dann: Collegii societatis Jesu Moguntiae 1633. — 0, J. u. 0. — 

Am Anfange fehlt 1 Blatt, Blatt 2 — 9 in Type 3 und 4 
der Kalender. Blatt 10= Zeile 1 : Dnica prima aduetus dni in i 
v's an. | [H] Ora e iam nos de | somno Bürge' . et a — | pti 
süt oculi nri sur gere ad xpm qz lux | vera e fulgös I celo | ps 
Bndcs cü cete'is 

Blatt 70= Zeile 20: nostro . Qui tecü viuit . | Zeile 21—23 
leer. — Blatt 71= Zeile 1 : In die s£o pasche. Te deü d'r p to- 
tam ebd\ Sequitur v' Surr'xit dns vere . Et | 

Blatt 110= Zeile 20: Cete'a oia de festo dedicacois psonabüt | 
(ohne Punkt). Zeile 21—23 leer. 

Blatt 111= Zeile 1: Incipit canticü Ambrosij 7 Augusti — | 
ni . Ad laud' dnicis dieb' dicend' a festo [ pasche vsqz ad lxx. 
exclusiue. Et I omib' 

Blatt 163= Zeile 15: dnm nrm ihesü xpm filiü tuü . | Rest 
der Seite leer. 

Blatt 163= Zeile 1: Incipiüt septe psalmi tpe qdragesi — | 
mali ad primä legi soliti. Psalmus | 

Blatt 182= Zeile 21 : aduenisti redemptor noster. Qui . | 
Zeile 22—23 leer. 

Blatt 182= Zeile 1: In aduentu dni ad vespas Ymn' |. Da- 
selbst ist ein Blättchen mit 11 Zeilen Text eingeklebt: Ad matu- 
tinas Ymnus|. Schliesst: (L) aus honor virtus gloria vts.| 

Blatt 192= Zeile 19: dno 7 vni semp in euü. Amen. | Zeile 
20—23 leer. 

Blatt 193= Zeile 1 : Incipit omune sco4 . Primo de apl'is. | — 

Blatt 202= Zeile 22 : notat' dnica prima post trinitatis. | Zeile 
23 leer. Blatt 202= leer. 

Blatt 203= Zeile 1 : Incipit ps hymalis de sanctis. In | 

Blatt 222= Zeile 10: satis dictg est in loco suo . | Zeile 11 
leer. Zeile 1 2 : Seqitur ps estiualis de sanctis. | Rest leer. 

Blatt 222^ Zeile 1 : (I) Ncipit omune de sanctis infra festa | 

Blatt 284= Zeile 20 : de sanctis. j Rest leer. Eine Schluss- 
schrift feit. Kollation a— s Quinternen, t Sexterne, u— bb Quinter- 
nen, cc Sexterne. 

Bemerkt sei noch, dass von Gersons deutscher Arbeit die 
Giesener Universitäts-Bibliothek ein Exemplar, aber in andrer Aus- 
gabe als Falk 22, und ein solches von Directorium missae besitzt. 
Der decor Mariane vallis ist Schwindel Bodmanns, ein derartiges 
Buch Hessen die Jesuiten 0. J. Mitte des 18. Jahrhunderts in 



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Regulativ der italienischen Staatsbibliotheken. 201 

Mainz bei Bourgeat drucken, ein Gebetbuch für die Wallfahrten, 
wobei Ablässe und einiges Geschichtliche über die Wallfahrten er- 
wähnt ist. [2578] 



Regulativ der italienischen Staatsbibliotheken. 

(Fortsetzung.) 

40. Das Register über die verliehenen Bücher ist nach Form 
M. zu führen. 

Ueber die an das Ministerium oder andere Institute des 
Öffentlichen Unterrichtes verliehenen Bücher oder Handschriften 
wird ein gleiches Register geführt. 

Ueber die regulativmässig ausgestellten Bürgschaften ist ein 
Register nach Form N. zu führen. 

Der Person, für welche eine Bürgschaft ausgestellt worden, 
wird ein Rekognitionsschein gegeben (Form 0.), auf welchem die 
geschuldeten Stücke notiert werden. Bei jedem Bücherfordern 
wird auf dem Rücken des Scheines das Datum der Registrande 
aufgeschrieben, nnd bei der Rücklieferung der Bücher wird es 
gelöscht. 

Dieser Rekognitionsschein wird in die Bibliothek eingefordert, 
wenn das Original der Bürgschaft zurückgegeben wird. 

41. Für die in andere Bibliotheken gemäss den regulativ- 
massigen Bestimmungen zum Leihen verlangten Bücher und Hand- 
schriften wird ein Register nach Form P. geführt. 

42. Am Schlüsse eines jeden Monats hat jede Bibliothek eine 
statistische Uebersicht (Form Q.) über die Zahl der Leser, der 
in die Lesesäle gegebenen und der nach Hause verliehenen Werke 
einzureichen. 

43. Die gesamte Korrespondenz der Bibliothek mit dem Mini- 
sterium, mit Verwaltungs- oder andern Amtsstellen, oder mit 
Privaten ist nach Form R. und S. zu registrieren. 

44. Die Originale der amtlichen Briefe und die von Privat- 
personen an die Bibliothek gerichteten und die Entwürfe aller 
eigenen Briefe, mit dem Original oder der Abschrift der dazu- 
gehörigen Urkunden und alle die Bibliothekverwaltung betreffenden 
Karten sind wohlgeordnet im Archive der Bibliothek aufzubewahren. 

45. Das Inventar der Mobilien ist zu führen nach Vorschrift 
des Gesetzes und Regulatives für die Stiftungsverwaltung und für 
das allgemeine Staatsrechnungswesen. 

46. Im Lesesaale soll für das Publikum ein Register aus- 
liegen, in welchem in chronologischer Reihenfolge die Titel der 
geschenkten Bücher und die Namen der Geber verzeichnet sind. 

Wo es sich um beträchtliche Sammlungen oder ganze Biblio- 
theken handelt, ist nur die Anzahl der Bände anzugeben, mit 



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202 Regulativ der italienischen Staatsbibliotheken. 

flüchtiger Hinzufügung der hauptsächlichsten in ihnen vertretenen 
Stoffe. 

Auf dem Deckel eines jeden geschenkten Bandes ist inwendig 
ein Zettel (ex libris) mit Angabe des Namens der beschenkten 
Bibliothek, dem des Gebers und dem Datum. 

Wenn das Geschenk von nicht gewöhnlichem Werte ist, schlägt 
der Präfekt oder der Bibliothekar dem Ministerium vor, den Namen 
des Gebers auf dauernde Weise in der Erinnerung zu behalten. 

47. Im Lesesaal ist für das Publikum ein Register auszulegen 
(Form T.), in dem die Arbeitenden die Titel derjenigen Bücher 
einschreiben können, deren Anschaffung seitens der Bibliothek sie 
wünschen. 

48. Im Mai reicht der Präfekt der Bibliothek oder der Biblio- 
thekar dem Ministerium den Voranschlag für die gewöhnlichen 
Ausgaben der Bibliothek ein, eingeteilt nach den Gegenständen, 
in welche das Ausgabe- Journal (Form F.) eingeteilt ist, wobei der 
Durchschnitt der Ausgaben der letzten 5 Jahre zu geben ist. 

Beigefügt werden können die für aussergewöhnliche Arbeiten 
und Besorgungen nötigen Summen, zu denen vorher die Erlaub- 
nis vom Ministerium erwirkt ist. 

49. Jede Rechnungsablegung der Bibliothek muss von einem 
Schema begleitet sein, welches zeigt: 

1) die für das ganze Jahr vorgesehene Einnahme und Aus- 
gabe nach dem vom Ministerium gebilligten Voranschlag; 

2) die schon eingenommenen Summen und die der Ausgaben 
des Jahres, mit Trennung derjenigen, über welche die Bibliothek 
Rechnung ablegt, von denen der vorhergehenden Rechnungen; 

3) wieviel noch übrig ist von der für die gewöhnlichen und 
aussergewöhnlichen Ausgaben der Bibliothek bewilligten Summe. 

50. Die Präfekte und Bibliothekare können aus keinem 
Grunde und nicht ohne dafür verantwortlich zu sein die für die 
gewöhnlichen und aussergewöhnlichen Ausgaben der Bibliothek 
ausgeworfene Summe überschreiten, auch nicht auf die Bücher- 
anschaffung weniger verwenden, als vom Ministerium dafür be- 
stimmt ist, wohl aber dürfen sie auf die Anschaffung von Büchern 
die anderen zufälligerweise von der Dotation übrig bleibenden Sum- 
men verwenden. 

51. Der Austausch der mit absoluter Sicherheit als solche 
festgestellten Doubletten kann auf seitens der Präfekten oder der 
Bibliothekare dem Ministerium gemachten Vorschlag zwischen zwei 
Bibliotheken oder zwischen der Bibliothek und Privatpersonen ge- 
stattet werden. 

Auf das Titelblatt eines jeden Bandes, welcher nicht länger 
der Bibliothek gehört, wird ein besonderer Stempel gedrückt, 
welcher anzeigt, dass das Buch ein abgetretenes ist, und welcher 



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Regulativ der italienischen Staatsbibliotheken. 203 

den anderen , es als der Bibliothek gehörend anzeigenden ungültig 
macht. 

52. Im Laufe zweier Jahre sind in kleinen, und im Laufe 
von fünf Jahren in grossen Bibliotheken alle Bücher von den 
Gestellen zu nehmen, abzuklopfen und abzustäuben. 

In den dem Publikum zugänglichen Räumen, in den Arbeits- 
zimmern der Beamten und den Handschriftenräumen ist das Ab- 
stäuben zu der Zeit zu bewerkstelligen, wo die Bibliothek den 
Studierenden zu diesem Zwecke geschlossen ist. (Art. 160.) 

Die höheren Beamten und die Ausgeber (distributori), welche 
das Reinigen nicht zu überwachen haben, sollen auch in der 
Reinigungswoche sich mit der Revision beschäftigen, wovon im 
folgenden Artikel. 

53. Eine Woche des Jahres wird bestimmt, nicht nur die 
Inventar e und die in die Sammlungen der Kostbarkeiten gehörenden 
Bände, sondern auch einen Teil der Bibliothek zu revidieren. 
Diese Revision ist von einem oder mehreren höheren und unteren 
Beamten (distributori und ordinatori) vorzunehmen. 

Diejenigen Beamten, welche die besondere Aufsicht über ge- 
wisse Bibliotheksäle zu führen haben, nehmen, wo es einzurichten 
geht, an der Revision der Druckwerke und Handschriften dieser 
Säle nicht teil. 

Eine Abschrift der auf die Revision bezüglichen Protokolle, 
jedes unterschrieben von dem höheren Beamten und dem Aus- 
geber, welche die Vergleichung und die Revision vorgenommen 
haben, ist beim Ministerium des öffentlichen Unterrichtes einzu- 
reichen. 

Die nicht aufgefundenen Bücher und Handschriften (von 
denen dem Protokolle ein genaues Verzeichnis beizufügen ist,) 
werden sofort in das Verzeichnis der verstellten oder entwendeten 
Bücher eingetragen. (Art. 30). 

In dem zum Protokolle gehörenden Begleitschreiben soll der 
Präfekt oder Bibliothekar angeben, in welchen Sälen die Bücher 
nicht in Ordnung waren und die Uebersichtstäf eichen (tavolette 
indicatrici — Art. 99) fehlten, um den schuldigen Beamten zu 
bezeichnen. 

Falls das Fehlen (von Büchern oder Handschriften) gegrün- 
deten Verdacht auf Diebstahl bietet, hat der Präfekt oder der 
Bibliothekar beim Ministerium besonderen Bericht einzureichen 
und um die Genehmigung zu bitten, die Revision fortsetzen zu dürfen. 

Direktion der Bibliotheken und Erwerbungen. 

54. In den National-Bibliotheken bildet der Präfekt mit den 
Bibliothekaren und dem Handschriften-Konservator einen diri- 
gierenden Rat, dessen Vorsitzender der Präfekt ist. Wo wegen 



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204 Regulativ der italienischen Staatsbibliotheken. 

Fehlens der Bibliothekare oder der Konservatoren der Rat aas 
höchstens drei Personen zusammengesetzt werden kann, wird der 
Minister mit Berücksichtigung der Meinung des Präfekten einen 
oder mehrere Unter-Bibliothekare zur Teilnahme berufen. 

Der dem Dienstalter nach jüngste Beamte hat das Amt des 
Sekretärs. 

55. Der Präfekt ruft den Bibliotheksrat regelmässig am er- 
sten Sonntage eines jeden Monats zusammen, und ausserordent- 
lichen Falles wann es nötig. 

Der Rat beschliesst: 

a) über Arbeiten am Sitze der Bibliothek und betreffend 
Veränderungen in der Anordnung und der Aufstellung von Büchern 
und Handschriften; 

b) über die bei Zusammenstellung oder Umschreibung der 
Kataloge oder erläuterten besonderen Indices zu befolgenden Regeln ; 

c) über die nötig werdenden aussergewöhnlichen Arbeiten; 

d) über die Büchererwerbungen ; 

e) über die Auswahl der Duplikate und ihren Austausch; 

f) über die Veröffentlichungen, welche von Seiten der Biblio- 
thek ausgehen müssen. 

g) über die von den verschiedenen Beamten über die von 
ihnen in der Bibliothek gemachten Arbeiten geschriebenen Berichte; 

h) über Belobigungszeugnisse, welche den Beamten für der 
Bibliothek geleistete besonders erwähnenswerte ausserordentliche 
Arbeiten auszustellen, und über Ermahnungen, welche im Namen 
des Direktionsrates den ihre Pflichten nicht erfüllenden oder 
unregelmässiges oder tadelnswertes Leben führenden Beamten zu 
geben sind; ehrenvolle Erwähnungen und Ermahnungen sind dem 
Ministerium anzuzeigen ; 

i) über den im Artikel 72 vorgeschriebenen dem Ministerium 
einzureichenden Jahresbericht ; 

k) über Erfordernisse ausserordentlicher Fonds für unvor- 
hergesehene Ausgaben. 

Der Direktionsrat wird Gutachten über alle andern Fragen 
abgeben, über welche das Ministerium oder der Präfekt der Biblio- 
thek solche von ihm verlangen wird. 

56. Bei jeder Universität wird eine Kommission zur Ueber- 
wachung der Universitäts-Bibliothek und der anderen bei Kabi- 
netten, Laboratorien, Kliniken, Museen und den anderen besonderen 
mit derselben Universität zusammenhängenden Instituten oder 
Schulen befindlichen Bücher- Sammlungen ernannt. 

Diese Ueberwachungs-Kommission setzt sich zusammen aus: 
dem Direktor der Universität als Vorsitzendem, dem Bibliotheks- 
Vorstand als Vice- Vorsitzendem und einigen aus dem akademischen 



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Regulativ der italienischen Staatsbibliotheken. 205 

Rat abgesandten Professoren; die letzteren bleiben ein Jahr im 
Amte und können für das folgende Jahr wieder gewählt werden* 

Die Zahl dieser abgesandten Professoren wird jedes Jahr 
vom akademischen Rate dem Ministerium vorgeschlagen. 

An dieser Kommission, welcher der Rektor vorsitzt, nehmen von 
Rechts wegen teil die Direktoren der Spezial-Bibliotheken, welche zu 
den Schulen der Universität gehörend, dem Publikum zugänglich 
sind und die im Art. 66 vorgeschriebenen Bedingungen erfüllen. 

Die Kommission ernennt aus ihren Mitgliedern einen Sekretär 
und vereinigt sich regelmässig während des akademischen Jahres 
am ersten Sonntag eines jeden Monats und ausser der Reihe jedes- 
mal, so oft der Vorsitzende oder Vize-Vorsitzende es für not- 
wendig hält sie zusammen zu berufen. 

Auf der Einladungskarte sind kurz die zur Verhandlung ge- 
langenden Gegenstände zu bezeichnen. 

Ein Professor, welcher dreimal hintereinander ohne triftige 
Gründe an den Kommissions- Sitzungen sich nicht beteiligt, ist zu 
betrachten als ob er sein Kommissions-Amt niedergelegt habe und 
an seiner Stelle ist ein anderer zu ernennen. 

57. Die Aufsichts-Kommission hat zu beraten: 

a) über die wichtigsten Arbeiten am Sitze der Bibliothek; 

b) über die Bücheranschaffungen (nach Art. 67); 

c) über den Austausch der Duplikate; 

d) über die von der Bibliothek zu veranstaltenden Veröffent- 
lichungen ; 

e) über den nach Art. 72, 73 und 74 dem Minister ein- 
zureichenden Jahresbericht ; 

f) über die Gesuche um ausserordentliche Summen für un- 
vorhergesehene Ausgaben. 

Die Auf sichts- Kommission wird ihr Gutachten über alle an- 
deren Angelegenheiten abgeben, über welche das Ministerium sie 
befragen wird. 

58, Die Kommission wird durch den Rektor verpflichtet, eine 
besondere Aufmerksamkeit auf alle die Bibliotheken oder bei 
Kabinetten, Laboratorien, Kliniken, Museen und anderen mit der 
Universität zusammenhängenden Instituten oder besonderen Schulen 
befindlichen Bücher-Sammlungen zu richten, und zu sorgen, dass 
der litterarische und wissenschaftliche Apparat nicht verzettelt 
wird, dass alle Geschäfte richtig besorgt werden und dass die 
in gegenwärtigem Regulativ enthaltenen Bestimmungen und be- 
sonders die in Artikel 62 — 65, 69 und 70 vorkommenden ebenso; 
wie die Ministerial- Verordnungen genau befolgt werden. 

Sie hat ausserdem über die obengenannten Bibliotheken der 
Schulen oder Kabinette zu beraten: 

a) über die zur gleichförmigen Herstellung und Umschreibung, 



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206 Eine National-Bibliothek für Schottland. 

des Kataloges und die regelmässige Führung des Zugangsregisters 
nötigen Kegeln; 

b) über die aussergewöhnlichen Arbeiten, welche zu machen 
und wie sie zu machen sind; 

c) über die Jahresberichte, welche die Direktoren dieser 
Bibliotheken vorlegen müssen, damit sie vom Rektor beim Mini- 
sterium eingereicht werden. (Artikel 72). [2579] 



Eine National-Bibliothek für Schottland. 

Publishers Circular Nr. 1161 — 1162 enthält Artikel über die 
Notwendigkeit der Gründung einer Bibliothek für Schottland. Da 
Publishers Circular ein Buchhändler-Blatt ist, das vermutlich nicht 
von viel deutschen Bibliothekaren gelesen wird, die beiden Artikel 
aber lesenswert sind, insofern, als in denselben eine berechtigte 
Forderung eines Landes von über 1400 Quadratmeilen vertreten 
wird, so wollen wir den Inhalt der beiden Artikel hier angeben. 
Edinburgh, heisst es da, hat lange Zeit eine hervorragende Stel- 
lung in den Wissenschaften eingenommen, und für Schottland ist 
es von grossem Werte, dass der Ruf Edinburghs erhalten werde. 
Das British Museum ist aber britisch nur dem Namen nach, und 
für Schotten könnte es ebensogut am Nordpole liegen, und dass 
nicht längst der Ruf nach einer Schottischen National-Bibliothek 
erschallt ist, hat seinen Grund darin, dass die schottischen Parla- 
mentsmitglieder nicht Freunde schärferer Tonart sind, die Edin- 
burgher Bibliotheksbesitzer aber mit grösster Liberalität den 
Bücher-Bedürftigen geholfen haben. Dass dies immerhin nur in 
einer unvollständigen Weise hat geschehen können, ist gern zu 
glauben, denn aus Privatmitteln kann heutzutage niemand mehr 
mit der Litteratur Schritt halten. Würden die Edinburgher 
Bibliotheksbesitzer weniger liberal sein, so dürfte bald genug die 
Forderung einer öffentlichen Bibliothek daselbst laut werden. Die 
Advocates' Library mit ihren 300000 Bänden könnte durch eine 
jährliche Unterstützung von 2000 Pfund, halb von der Regierung 
und halb von der Stadt Edinburgh zu zahlen, zu einer öffent- 
lichen gemacht werden, und es -soll nicht zu bezweifeln sein, dass 
einigermassen annehmbare Vorschläge von der Fakultät, deren 
Eigentum die Advocates' Library ist, angenommen werden wür- 
den. Die grossen Buchhändler-Firmen, welchen die Segnungen 
der grossen Bibliothek zu gute kommen, dürften auch das Ihrige 
zur Hebung derselben beitragen, denn würde ihnen die Benutzung 
derselben entzogen , so würden sie sich nach London wenden 
müssen, und, wie William Chambers einst erklärt hat, der Stadt 
Edinburgh damit 20000 Pfund jährlich verloren gehen. Und 
dazu kommt noch etwas. Bei aller Generosität der Fakultät sind 



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Litteratur, 207 

die Benutzer der Advocates' Library, soweit sie der Fakultät 
nicht selbst angehören, doch nur geduldet, und wer nicht beson- 
ders bekannt ist, muss der jedesmaligen Benutzung der Bibliothek 
eine besondere Eingabe vorausgehen lassen. Dublin erhält von 
der Eegierung jährlich 1793 Pfund zur Verwendung für die 
dortige National-Bibliothek, weshalb soll Schottland nicht dieselbe 
Wohlthat gemessen? Natürlich würden bei einer solchen Um- 
wandlung die Mitglieder der Fakultät die Vergünstigung ein- 
büssen müssen, die Werke der Bibliothek beliebig lange zu Hause 
behalten zu dürfen. Zu verschweigen ist übrigens nicht, dass 
bei der Gründung einer Schottischen National-Bibliothek auch 
Glasgow und seine Mitchell-Library in Betracht zu ziehen sein 
würden, [2580] 

Litteratur. 
8 th, Annual Report of the Librarlan of the Providence 

Public Library, for the Year ending Dezember 31, 1885. 

Providence, E. L. Freeman & Son. 1886. 28 S. 8. 

Die Bibliothek, die sich eines sehr rührigen Leiters (W. E. 
Foster) erfreut, besitzt augenblicklich 31650 Bände, darunter 
21 463 Geschenke. Gekauft wurden im vorigen Jahre nur 867 
Bände für ca. 4744 Mark, geschenkt 928 Bände. Ins Haus 
wurden verliehen 93587 Bände, davon leider immer noch der 
grösste Teil nur Unterhaltungslektüre. — Die ausführliche Stati- 
stik über die Benutzung der Bibliothek, den Stand der Kataloge 
u. dergl. findet man in Appendix 1 — 10 verzeichnet, ebenso auch 
über 100 meist amerikanische und englische der Bibliothek regel- 
mässig zugehende Journale. Der Bericht schliesst mit dem Be- 
kenntnis eines Defizits von ca. 24000 Mark, und mit der Bitte 
um Beiträge zum Fonds der Bibliothek. [2581] 

Report on the Mitchell Library. Glasgow 1885. Glasgow 

1886. 52 S. 8°. 

Dieser reichhaltige Bericht enthält die Namen der Komitee- 
Mitglieder vom Jahre 1874 ab, die Namen der jetzigen Biblio- 
theks-Beamten — 1 Bibliothekar, 1 Unterbibliothekar, 2 Ober- 
assistenten, 7 Assistenten und 1 Diener, — den Rechenschafts- 
bericht des Komitees für 1885, den Bericht des Bibliothekars, 
die Zahlen der aus den verschiedenen Fächern in den verschie- 
denen Monaten verliehenen Bände, die Bibliotheks-Verfassung vom 
Jahr 1874, einen Wiederabdruck des Marwick'schen Berichtes 
vom Jahr 1876 über die Verfassung und den Charakter der 
Bibliothek , provisorische Regeln und Regulative für die Reference 
Library, Nachricht über das sog. „Poets' Corner**, das ist. die 
Sammlung der Werke schottischer Dichter, ein Verzeichnis einiger 



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208 Litteratur. 

im Jahr 1885 erworbener Werke, eins der gehaltenen Periodica, 
eins der Geschenkgeber und Geschenke, und die Finanz-Statistik 
der Bibliothek für das Jahr 1885. — Die Bibliothek besitzt jetzt 
62382 Bände oder 38 043 Werke, die Sammlung schottischer 
Dichter umfasst 5050 Bände, davon ca. 2000 Werke und 3050 
Erläuterungschriften dazu. Benutzt wurden im Jahre 1885: 
468 056 Bände ohne die kurrenten 268 Periodica, Benutzer 
fanden sich ein 445000. Die Ausgaben der Bibliothek betrugen 
im J. 1885 Pfunde Sterling: für Bücher und Periodica: 619, 
für Binden 157, für Gehälter 1046, etc. [2582] 

33 th. Annual Report of the President, Treasurer and 
Librarian of the Mercantile Library Association of 

San Francisco, 1885. San Francisco 1886. 30 S. 8°. 
Dieser Bericht enthält das Verzeichnis der Vorstands- Mit- 
glieder, den Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, die Bilanz, 
den Bericht des Bibliothekars, eine Liste von in der Bibliothek 
zu findenden Periodicis, die Geschenkgeber uud, die Namen aller 
seit 1853, dem Gründungsjahre, an der Bibliothek thätigen Vor- 
standsmitglieder und Bibliothekare, und endlich eine Tafel Stati- 
stik. — Die Einnahmen des vorigen Jahres betrugen 20 364,34 $, 
die Ausgaben 19 808,84 g. Die Bibliothek besitzt jetzt 55000 Bände 
und im vorigen Jahre wurden 88000 Bände benutzt. Der Zu- 
wachs betrug 1130 Bände, davon 744 gekauft. Aus der Stati- 
stik ist zu ersehen, dass die Bibliothek besass 1853: 1500 

1863: 15906 
1873: 33614 
1883: 51629 Bände, 
und verliehen wurden 1853: 3371 
1863: 35702 
1873: 88 751 
1883: 35786 Bände. 
[2583] 
Bibliotheca Hassiaca. Repertorium der landeskundlichen Lit- 
teratur für den k. preussischen Regierungsbezirk Kassel. 
Bearbeitet von Karl Ackermann. Kassel, F. Kessler. 1886. 
60 S. 8°. 

Dem im Jahre 1884 erschienenen Hauptwerke kann der 
Herausgeber schon jetzt diesen Nachtrag mit etwa 700 Nummern 
folgen lassen. Die Anordnung ist dabei natürlich dieselbe, man 
mochte sagen naturgemässe, geblieben. Ein alphabetisches Sach- 
register für Hauptwerk und Nachtrag zusammen wird die Benutzung 
sehr erleichtern. Die Formatangabe ist diesmal nur hinzu- 
gefügt, wo es sich nicht um Oktav handelt. Es dürfte vielleicht 
besser gewesen sein, das Format überall anzugeben, und dafür 
die Angabe derer, welche dem Herausgeber die einzelnen Titel 



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Litteratur. 209 

lieferten, wegzulassen. Die wenigsten bibliographischen Angaben 
dürften auf Autopsie beruhen, und dass der Herausgeber nicht 
alle in der Bibliotheca Hassiaca zu findende Titel selbst im Ori- 
ginal gesehen und vom Original verzeichnet hat, wird jeder sich 
denken können. Aus eben diesem Grunde durfte die Ablehnung 
der Verschuldung für ungenügende Titelangaben ganz ruhig unter- 
bleiben. — Bezüglich des Druckes sei erwähnt, dass es auf das 
Auge nicht wohlthuend, sondern beunruhigend wirkt, wenn, wie 
es z. B. auf S. 15 der Fall, Stichworte in eigentlicher Antiqua 
aber gesperrt, andere nicht gesperrt, und wieder andere in Kur- 
sivschrift zu finden sind. — Der Stoff ist nicht immer so ge- 
gliedert, wie er ohne Schaden hätte sein können, z. B. ist die 
grosse fünf Seiten lange Abteilung „Schulwesen" einfach chrono- 
logisch nach den Druckjahren geordnet, und man findet ganz All- 
gemeines und ganz Spezielles in einer Folge, mithin z. B. Schriften 
über Hrabanus Maurus an vier verschiedenen Stellen. Das' ist 
sicher nicht bequem. Aber Ehre dem Ehre gebührt, es steckt 
ein riesiger Fleiss in dieser Arbeit, und wenn erst noch ein zweiter 
Nachtrag erschienen sein wird, denkt der Herausgeber gewiss 
daran, den Stoff des Hauptwerkes und der Nachträge in ver- 
besserter Form ineinander zu arbeiten. [2584] 
Die Koberger. Eine Darstellung des buchhändlerischen 
Geschäftsbetriebes in der Zeit des Ueberganges vom 
Mittelalter zur Neuzeit von Oscar Hase. Zweite neu- 
gearbeitete Auflage. Leipzig, Breitkopf & Härtel. 1885. 8°. 
Im Jahre 1869 hatte Oskar Hase, der Chef des Hauses 
Breitkopf & Härtel in Leipzig, eine Monographie über die 
Nürnberger Buchhändler-Familie der „Ko burger" veröffentlicht, 
welche trotz ihrer Kürze neben Alfred Kirchhoffs „Beiträgen 
zur Geschichte des deutschen Buchhandels" als die wichtigste 
Arbeit über diesen Gegenstand anzusehen war und aus diesem 
Grunde auch vielfach benutzt und ausgeschrieben worden ist, z. B. 
von Janssen „in dem ersten Bande seiner Geschichte des deut- 
schen Volkes". Die Quellen zu seinen Untersuchungen fand Hase 
namentlich in dem Briefwechsel der deutschen Humanisten und 
Reformatoren und ergänzte dieselben aus den bekannten Werken 
von Panzer und durch eine Beihe von Originalmitteilungen aus 
dem Nürnberger Stadtarchiv. Da gelang es im Jahre 1881, den 
Briefwechsel Anthoni Ko bergers des Aelteren mit Hans 
Amerbach in Basel, sowie denjenigen Hans Grüningers aus 
Strassburg mit Hans Koberger und Pirkheimer ausfindig zu 
machen, wodurch eine neue ausgiebige Fundgrube zur Geschichte 
des deutschen Buchhandels erschlossen wurde. Hase hat sich 
nicht damit begnügt, diesen Briefwechsel als das „Briefbuch der 
Koberger" zu veröffentlichen (1881), sondern hat sich der Mühe 

14 



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210 Litteratur. 

unterzogen, das neue Material mit dem früheren zusammen zu arbei- 
ten und durch eine Fülle anderweitig gewonnener Angaben zu 
ergänzen, so dass er uns im vorigen Jahre mit einem stattlichen 
Bande beschenken konnte, der mehr als eine blosse zweite Auflage, 
das will sagen, ein ganz neues Werk bedeutet. Mit einer gründ- 
lichen Gelehrsamkeit, welche ihn nur in einzelnen Fällen bei dem 
Versuche die verschiedenen Verlagswerke der Koberger in knappen 
Worten zu charakterisieren, z. B. bei seinen Bemerkungen über 
Poggios Facetien, die nicht ganz zutreffend als eines der „an- 
regendsten Werke des italienischen Humanismus" bezeichnet werden, 
im Stiche lässt, verbindet Hase den weiten und sicheren Blick des 
grossen Geschäftsmannes. Diese seltene Vereinigung zweier an und 
für sich disparater Eigenschaften hat es allein möglich gemacht, 
aus dem so spröden Stoffe ein Werk heraus zu arbeiten, das 
nicht nur das Jnteresse der Buchhändler von Fach, an welche 
sich Hase zunächst wendet, sondern auch das der Gelehrten und 
besonders des Bibliothekars zu fesseln in hohem Masse geeignet 
ist. Wir können in der That jedem Bibliothekar raten, Hases 
Buch aufmerksam durchzustudieren. Fast alle Fragen, welche sich 
bei der näheren Bestimmung eines Wiegendruckes erheben, werden 
hier in überaus lichtvoller Weise erörtert. Die ganze Reihe von 
Manipulationen, welche ein Buch durchmachen musste, bis es in 
den Buchandel gelangen konnte, von der Beschaffung des Papiers 
an bis zu seiner künstlerischen Ausstattung durch die Hand der 
Bubrikatoren und Illuministen, finden wir hier von einem Sach- 
verständigen erörtert, und wie sehr auch der oder jener Fach- 
genosse in diesen Dingen bewandert sein mag, wir zweifeln nicht?, 
dass auch der Kundigste noch mancherlei ihm bisher Unbekanntes 
bei Hase lernen kann. Wesentlich Neues bringt aber der zweite 
ausführlichere Teil des Werkes, welcher dem Buchhandel des 
15. Jahrhunderts und der folgenden Jahrzehnte gewidmet ist. Auch 
dem Bibliothekar, der in so naher Berührung mit diesem Geschäfts- 
zweige steht, muss es von Bedeutung sein zu erfahren, in welcher 
Weise sich die heute üblichen Formen im Buchhandel heraus- 
gebildet haben, ganz abgesehen von dem Interesse, welches der- 
artige eingehende und auf den besten Quellen beruhende kultur- 
historische Schilderungen an und für sich haben. Jedenfalls dürfte 
die Lektüre von Hases „Kobergern" die beste Vorbereitung 
für das Studium von Fr. Kapps „Geschichte des Buchhandels" 
bilden, deren erster Band nach der Ankündigung im „Börsenblatt" 
in allernächster Zeit erscheinen soll. Hases Buch ist, wie es 
nicht anders zu erwarten war, trefflich ausgestattet und mit um- 
fangreichen, äusserst wertvollen Quellennachweisungen sowie mit 
einem sorgfältig gearbeiteten Register versehen, so dass es jeden 
Augenblick möglich wird, den Autor zu kontrollieren und den von 



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Litteratur. 211 

ihm eingeschlagenen Weg nachzugehen. Zu speziellem Dank ver- 
pflichtet den Bibliothekar endlich das im Anfang mitgeteilte und 
übrigens auch als Separatdruck zur Verteilung gelangte „Ver- 
lagsverzeichniss der K ob erger". Dasselbe ist. auf Grund 
von Panzers Angaben zusammengestellt und in zweifacher Weise 
geordnet, einmal nach der Zeit des Erscheinens der einzelnen 
Werke, und dann alphabetisch nach den Verfassern, resp, bei den 
anonymen Büchern nach den Hauptstichwörtern. Hier würde der 
Fachmann vielleicht Einzelnes anders angegriffen haben, da aber 
Hase sich an die Vorarbeiten Hains und Panzers anschliesst, 
lässt sich nicht viel gegen sein Verfahren einwenden, zumal es 
sich meist nur um Kleinigkeiten handelt. Zu diesen rechnen wir 
die Einordnung der „Septem tractatus" des Petrus Hispanus, 
die unseres Er achtens unter Petrus, nicht unter Hispanus 
zu geschehen hätte, trotzdem dass Hase hierbei die Autorität 
Hains auf seiner Seite hat. Bedenklicher erscheint es, dass das 
einmal gewählte Stichwort nicht in beiden Verzeichnissen konse- 
quent beibehalten wird. Jn dem ersten Verzeichnis wird z. B. 
angeführt „Malleus maleficarum" (S. 450 Nr. 170). Schlägt 
man nun in dem zweiten Verzeichnis nach, um zu erfahren, 
welche Ausgaben dieses Werkes bei den Kobergern erschienen sind, 
so findet man das Stichwort „malleus" überhaupt nicht. Das 
Werk ist dort unter dem Namen des einen seiner beiden Ver- 
fasser, unter „Institoris" zu finden, dessen Vornamen durch 
ein Versehen als „Johannes" angegeben wird. Um so verdienst- 
voller ist dafür die Hinzufügung der hauptsächlichsten deutschen 
Bibliotheken, welche ein Exemplar des betreffenden Koberger- 
schen Druckes besitzen. Leider Hessen sich bei 25 Nummern solche 
nicht nachweisen. Der Verfasser richtet daher die Bitte an die 
Fachgenossen, hier seine Arbeit zu ergänzen und zu berichtigen, 
eine Aufforderung, welcher hoffentlich recht eifrig entsprochen 
werden wird. —7 Schliesslich die Notiz, dass die Zahl der.Kober- 
gerschen Drucke auf der Kgl. öffentlichen Bibliothek zu Dresden 
bei weitem bedeutender ist, als es nach Hases Angaben der Fall 
zu sein scheint. Dieselbe ist noch in jüngster Zeit durch die Er- 
werbung der ehemaligen Herzoglich Braunschweigischen Schloss- 
bibliothek zu Oels um mehrere Nummern vergrössert worden. 
Leider ist es jedoch bis jetzt noch nicht möglich gewesen zu un- 
tersuchen, ob sich unter diesen Oelser Jncunabeln einige der von 
Hase bisher vergeblich gesuchten Exemplare befinden. 

Dresden, den 7. Mai 1886. H. A. Lier. 

[2585] 



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212 Abdrücke aus Handschriften. Bibliotheks-Kataloge. 

Abdrücke ans Handschriften. 

Disegni della Biblioteca di Sua Maestä attribuiti a Gauden- 
zio Ferrari. Kiprodotti in 21 tavole da P. Carlevaris. Torino r 
H. Loescher. Fol. (50 Fr.) 

Förstemann, £. Erläuterungen zur Mayahandschrift der 
Kgl. öff. Bibliothek zu Dresden. Dresden. Warnatz & Lehmann» 
80 S. 4°. 

Handschriften des Mittelalters, Berühmte — in photo- 
typischer Nachbildung I. a. u. d. T.; das Nibelungenlied nach der 
Hohenems-Münchener Hs. (A) in phototypischer Nachbildung nebst 
Proben der Hss. B und C. Mit einer Einleitung von L. Laistner. 
München, Verlags- Anstalt für Kunst und Wissenschaft. Lex. 8 a . 

[2586] 

Bibliotheks-Kataloge. 

Bericht über die im Jahre 1885 den Herzogl. Sammlungen» 
zugegangenen Geschenke. Gotha. 1886. 11 S. 4°. [Enthält 
S. 1 — 10 etwas über 400 Titel geschenkter Werke, nur nach den 
Gebern geordnet, ohne systematisches und ohne alphabetische» 
Verzeichnis. Schade um die Druckkosten.] 

Bibliotheca apostolica Vaticana Codicibus ms. recensita ju- 
bente Leone XIII. edita. — Codices ms. Palatini graeci Biblio- 
thecae Vaticanae descripti praeside Pitra rec. et dig. H. Steven- 
son. Roma. 1885. 4°. 

Catalogus codicum hagiographicorum Bibliothecae Regia& 
Bruxellensis. pag. 401 — 480, geliefert in: Analecta Bollandiana 
T. 4, f. 4. Catalogue generale des manuscrits des bibliotheque^ 
publiques de France. Paris. Bibliotheque Mazarine. T. 1. Paris, 
Plön. 1885. XXVII— 530 SS. gr. 80. (12 M.) 

Catalogo dei manoscritti Foscoliani giä proprieta Martelli 
della R. Bibliotheca Nazionale di Firenze. Roma. 1885. 8°. 

Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publiques 
de France. Paris, Bibliotheque de 1' Arsenal. T. 1. — Departe- 
ments. T. 3. Paris, Plön. 1885. VH, 502 SS. gr. 8°.; VIII, 
599 SS. gr. 8°. (ä 12 M.) Ersteres a. u. d. T.: 

— , des manuscrits de la Bibliotheque de 1' Arsenal par Henry 
Martin. T. 1. Paris, Plön. 1885. gr. 8°. 

Catalogus van de bibliotheek aan wezig op de bureaux van 
de Maatschappij tot uitkeering bij overlijden en van de Levens« 
verzeekering Maatschappij Utrecht. Utrecht, J. L. Beijers. 1885* 
8°* (Nicht im Handel.) 

Catalogue des dissertations et ecrits academiques provenant 
des echanges avec les universites etrangeres et recus par la Bib- 
liotheque Nationale en 1884. Paris, Klincksieck. 1885. 8°. 



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Periodica. 213 

Codices manuscripti Palatini graeci Bibliothecae Vaticanae, 
vgl. Bibliotheca apostolica Vaticana. 

Eitner, Die Bibliothek des Conservatoire national de mu- 
sique zu Paris, siehe: Monatshefte f. Musikgesch. Jg. 18 Nr. 3. 

Faucon, M., La libraire des papes d'Avignon sa formation, 
sa compositum, ses catalogues (1316 — 1420). T. 1. Paris, E. 
Thorin. XXII, 264 SS. gr. 8°. 

Gerhardt, Bericht über die weitere Untersuchung der Leib- 
nizischen Manuskripte in der Kgl. Bibliothek zu Hannover, siehe : 
Sitzungsberichte der kgl. preuss. Akademie der Wiss. zu Berlin. 
1886. 8°. 

Katalog der Bibliothek des gemeinschaftlichen thüringischen 
Oberlandesgerichts zu Jena. Jena, H. Pohle. 8°. (4,50 M.) 

Ledieu, A., Catalogue analytique des manuscrits de la bib- 
liotheque d'Abbeville, precede d'une notice historique. Paris, Picard. 
<5 Fr.) 

— , Notice historique sur la bibliotheque d'Abbeville, depuis 
sa formation jusqu'ä nos jours. Paris, Picard. (2 Fr.) 

— , Les bibliothecaires d'Abbeville. Paris, Picard. (1,25 Fr.) 

Mazzatinti, G. , Inventario dei manoscritti italiani delle 
biblioteche di Francia. Vol. 1. Roma, pr. i principali librai. 
€LXXXII, 256 SS. 8°. 

Narducci, E., Illustrazione bibliografico di un codice mem- 
branaceo che si conservano nella biblioteca Angelica di Roma, col 
titolo: Utriusque Barzizae patris et filii Pauli, Veneti et aliorum 
orationes et epistolae. Roma. 1885. 8°. 

Omont, H., Catalogue des manuscrits grecs de Guillaume 
Pelicier (suite et fln), enth. in Bibliotheque de l'ecole des chartes. 
T. 46. livr. 6. 

Richou, G., Traite de l'administration des bibliotheques pub- 
liques. (Historique, Organisation, legislation.) Paris, P. Dupont. 
1885. 8°. (5 Fr.) 

Rosen, V., Remarques sur les mss. orientaux de la collection 
Marsigli ä Bologne suivies de la liste complete des mss. arabes 
de la collection. Turin, H. Loescher. (12,50 Fr.) 

Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M. Bibliotheksordnung 
vom 1. November 1885. Frankfurt a. M. 0. J. 8°. 

Vaesen, J., Catalogue du fonds Bourre ä la Bibliotheque 
nationale (suite et fin), enth. in Bibliotheque de l'ecole des chartes. 
T. 46. livr. 6. [2587] 

Periodica. 

Bibliofilo, II — . Anno 7. No. 3: Di un codice Trivi- 
giano (L. Bailo). — Libri bruciati e libri salviati delle prime tipo- 



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214 Antiquarische Kataloge. 

grafie cremonesi (L. Luchini). — Varieta archivistiche e biblio- 
grafiche CLXXIX— CLXXXIV. (A. Bertolotti.) — Miniature 
(A. Melani). — Gara di contraffazioni trecentistiche tra padre e 
figlio Leopardi (Un Marchigiano). 

Börsenblatt für den D eutschen Buchhandel. 1886. 
No. 1, 2, 4, 7: F. X. Kraus, Joh. Gutenberg und die Erfindung 
der Typographie. 

Nr. 15: Bücherfeinde. — Nr. 21, 27, 31, 33. Das Deutsche 
Buchgewerbe-Museum in Leipzig, von C. B. Lorck, I. — Nr. 21. 
Die Wodhull-Bibliothek. Von F. Thimm. — No. 27: das älteste 
Faustbuch und sein Verleger. Ein Beitrag zur Faustlitteratur 
von J. Braun. — No. 3 1 : Die Stellung des Berliner Magistrats 
zu den Bestrebungen der Sortimentervereine. [Betrifft den an 
die Magistrats-Bibliotheken zu gewährenden Rabatt.] — No. 33 : 
Denkschrift des Berliner Sortimentervereins betreffend die Bücher- 
lieferung an die zum Ressort des Magistrats von Berlin gehörenden 
Bibliotheken. 

Buchhändler- Akademie, Deutsche — . Bd. 3 H. 1, 2: 

G. G., die technische Herstellung der Bücher und der zu 
denselben gehörenden Illustrationen. 2 und Schluss. 

Le Li vre. Annee 7 Livr. 1 (No. 73): H. Trianon, A pro- 
pos d'un manuscrit aux armes de Catherine de Medicis. 

— Livr. 2 (No. 74): L. Derome, La premiere Revue de 
Paris. — B. H. G. de Saint-Heraye, Nos predecesseurs. Le pre- 
mier Journal bibliographique. Paris 1759 ff.] — 0. Uzanne, La 
bibliotheque d'un bibliophile. [Betrifft die Henri Beraldi'sche 
Schrift dieses Titels.) [2588] 



Antiquarische Kataloge« 

Theodor Ackermann, München. Antiquar. Katalog 
Nr. 166. 1143 Nrn. Deutsche Litteraturgeschichte, Biographien, 
Briefwechsel. Deutsche Grammatik. Deutsche Dialekte , a. Gram- 
matikalisches etc., b. Dichtungen etc. — Antiquar. Katalog 
Nr. 167. 1195 Nrn. Allgemeine und vergleichende Sprach- 
wissenschaft. Orientalische und andre nicht europäische Sprachen. 
— Antiquar. Katalog Nr. 168. 356 Nrn. Schriften über Frei- 
maurerei, Illuminaten, Rosenkreuzer, andre geheime Gesellschaften. 

[2589] 

Max Anheisser in Stuttgart. Antiquar. Anzeiger Nr. 1. 
482 Nrn. Geschichte, Biographien, Theologie. Varia. [2590] 

Joseph Baer & Co. in Frankfurt a. M, Lager-Katalog 
Nr. 180. 351 Nrn. Ungarn, Rumänien und die südslavischen 
Länder. — Lager- Katalog Nr. 181. 863 Nrn. Bibliographie. — 



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Antiquarische Kataloge. 215 

Antiquar. Anzeiger Nr. 362. 258 Nrn. Miscellanea. — Antiquar. 
Anzeiger Nr. 363. 284 Nrn. Miscellanea. Rossica. [2591] 

Bermann & Altmann, Wien. Der Wiener Antiquar 
Nr. 88. Welt- und Zeitlitteratur. [2592] 

H. G. Born, Amsterdam. Katalog der Publikationen des 
kgl. holländ. meteorologischen Instituts. [2593] 

Akademische Buchhandlung von G. Calvör in Göt- 
tingen. Lager-Katalog Nr. 2. 2089 Nrn. Göttingensia. Kunst 
und Kunstgeschichte. • Illustrierte Werke. Deutsche Sprache und 
Litteratur. Belletristische Zeitschriften. Geschichte und Geo- 
graphie. Theologie und Philosophie. Klassische Philologie. Neuere 
Sprachen. Naturwissenschaften. Mathematik. Physik. Chemie. 
Medizin. Curiosa. Varia. Nachträge. — Lager-Katalog Nr. 3. 
408 Nrn. Rechts- und Staatswissenschaft. [2594] 

Ernst Carlebach in Heidelberg. Antiquar. Verzeichnis 
Nr. 143. 413 Nrn. Universität, Schloss und Stadt Heidelberg 
und Geschichte der Pfalz. [2595] 

Dorn 'sehe Buchhandlung in Ravensburg. Antiquar. Katalog 
Nr. 2. 938 Nrn. Kathol. Theologie. Kathol. Belletristik. Varia. 
— Lager-Katalog Nr. 453. Jurisprudenz. Medizin. Varia. [2596] 

Ducrocq, Paris, 55 Rue de Seine. Verlags- Katalog. — 
Livree et albums illustres. [2597] 

H. Ernst, Zürich. Katalog Nr. 124. 2228 Nrn. Philo- 
sophie. Physionomik. Theosophie. Nachtrag. Auswahl. [2598] 

Auguste Fontaine in Paris. Antiquar. Katalog, 267 Nrn. 
Miscellaneen. [2599] 

Oskar Gerschel, Stuttgart. Antiquar. Katalog Nr. 25. 
1314 Nrn. Litteraturgeschichte und Sprachwissenschaft. Deutsche 
und ausländische Belletristik. Romanische und slawische Sprachen. 

[2600] 

Gilhofer & Ranschburg in Wien. Verzeichnis Nr. 3. 
606 Nrn. Varia. Dramaturgie und Theaterwesen. Reisewerke. 

[2601] 

Ludolph St. Goar in Frankfurt a. M. Antiquar. Anzeiger 
Nr. 20. 443 Nrn. Miscellaneen. — Antiquar. Verzeichnis Nr. 68. 
3263 Nrn. Allgemeine Geschichte. Ethnographie u. Geographie. 
Reisen um die Welt. — Politik, Nationalökonomie, Statistik. — 
Geschichte und Geographie von Europa im Allgemeinen. Deutsch- 
land im Allgemeinen, Norddeutschland. Die Rheinlande, die 
beiden Hessen, Nassau, Frankfurt a. M. , Bayern, Württemberg, 
Baden, Elsass und Lothringen. Oesterreich und seine Kronländer. 
Frankreich. Grossbritannien. Belgien und Holland. Italien. 
Spanien und Portugal. Die Schweiz. Dänemark, Schweden und 
Norwegen. Russland und Polen. Türkei und Griechenland. 
Amerika, Asien, Afrika und Australien. — Biographien. Memoi- 



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216 Antiquarische Kataloge. 

ren, Briefwechsel. Kirchengeschichte, Geschichte der Reformation, 
Leben der Päpste, Missions-, Religions- und Sektenwesen. Alte 
Geschichte. Genealogie, Heraldik, Diplomatik. Numismatik und 
Sphragistik. [2602] 

G. Goldstein in Dresden. Antiquar. Anzeiger Nr. 8. 
875 Nrn. Kunst und Architektur. Naturwissenschaften, Physik, 
Technologie, Chemie, Pharmacie. Land- und Forstwissenschaft. 
Zoologie. Botanik. Mineralogie, Bergbau. Mathematik, Astro- 
nomie. Allgemeine und beschreibende Naturwissenschaften. Me- 
dizin, Bäder. — Nachtrag. [2603] 

Selmar Hahne, Berlin. Katalog Nr. 18. 1217 Nrn. 
Prachtwerke. Klassiker , Belletristik , Gedichte. Vermischtes, 
aus allen Litteraturfächern. Konversations-Lexika, Wörterbücher. 
Journale und Zeitschriften. Jugendschriften. [2604] 

James Hayes, Ennis. Katalog Nr. 1. 157 Nrn. Voyages 
et travels. [2605] 

J. J. Heckenhauer in Tübingen. Katalog Nr. 110. 
2896 Nrn. Geschichte und Philosophie. Allgemeine und ver- 
mischte Philosophie. Philosophie der Geschichte. Universitäts- 
wesen. Unsterblichkeit. Freimaurerei. Curiosa. Seltenheiten. 
Nachtrag. [2606] 

Albert Heitz in Stuttgart. Antiquar. Katalog Nr. 6. 
480 Nrn. Katholische Theologie. — Antiquar. Katalog Nr. 7. 
176 Nrn. Mathematik, Astronomie, Meteorologie, Physik, Techno- 
logie, Schachspiel. [2607] 

Hirsch wald 'sehe Buchhandlung, Berlin. Lager -Katalog 
Nr. 2. 13865 Nrn. Medicin. [2608] 

Ulrich Hoepli in Mailand. Antiquar. Katalog Nr. 33. 
368 Nrn. Bibliographie. [2609] 

Wilhelm Jacobsohn & Co. in Breslau. Antiquar. Katal. 
Nr. 71. Naturwissenschaften. Land- und Forstwissenschaft. 
Mathematik. Mechanik und Baukunde. Medizin. Handel und 
Gewerbe. Prachtwerke. Kunst. Geschichte und Geographie. 
Belletristik. Musik. Schlesien. Topographie und Geschichte. 
Varia. Nachtrag. [2610] 

Joseph Jolowicz in Posen. Antiquar. Katalog Nr. 92. 
1171 Nrn. Bibliothek Hier. Feldmanowski. Literat, slave en 
general. Chants populaires slaves. Mythologie, legendes, fables 
etc. slaves. [2611] 

Theodor Kampfmeyer, Berlin. Verzeichnis Nr. 284. 
Litteratur der Griechen und Römer. Altdeutsche Litteratur, 
Literaturgeschichte , deutsche Grammatik und Pädagogik. — 
Verzeichnis Nr. 285. Litteratur der neueren fremden Sprachen. 
Orientalische Litteratur. Tonkunst. — Verzeichnis Nr. 286. 
Astronomie und Mathematik. Naturwissenschaften. Medizin. 



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Antiquarische Kataloge. 217 

Technologie, Bau- und Maschinenkunde. Forst-, Jagd-, Garten- 
und Landwirtschaft. Tierheilkunde, Geographie und Reisen. — 
Katalog Nr. 287. Rechts- und Staatswissenschaft. [2612] 

Heinr. Kerler in Ulm. Antiquar. Katalog Nr. 105. 
688 Nrn. Jurisprudenz, Nationalökonomie. [2613] 

Kirchhoff & Wigand in Leipzig. Antiquar. Katalog 
Nr. 767. 2369 Nrn. Theologie: Vermischte Schriften, Sammel- 
werke, Zeitschriften. Kirchliche Archäologie, Schöpfungs- und 
Alttestamentliche Geschichte. Grammatik der biblischen Idiome. 
Biblische Exegese und Kritik. Systematische Theologie. Kirchen- 
und Eherecht. Kirchenverfassung und Kirchenordnungen. Prak- 
tische Theologie, Predigten, Ascese. [2614] 

Paul Klincksieck, Paris. Katalog Nr. 1. 558 Nrn. 
Conchyliologie et paleontologie des invertebres. — Katalog Nr. 2. 
747 Nrn. Geologie et paleontologie. — Katalog Nr. 3. 625 Nrn. 
Botanique. — Katalog Nr. 4. 611 Nrn. Entomologie crustaces, 
arachnides, invertebres. — Katalog Nr. 5. 1036 Nrn. Physique. 
Chimie. Meteorologie. Industrie sucriere. [2615] 

Wilh. Koch & Reimer, Königsberg. Katalog Nr. 19. 
1073 Nrn. Dissertationen. [2616] 

W. H. Kühl in Berlin. Antiquar. Anzeiger Nr. 1 4. 478 Nrn. 
Geschichte. Kulturgeschichte. Memoiren. Geographie. Reisen. 

[2617] 

Lehmann & Lutz, Frankfurt a. M. Katalog Nr. 60. 
1057 Nrn. Kirchengeschichte im Allgemeinen, Kirchenrecht, 
Kirchliche Kunst, Kirchliche Geschichte einzelner Städte. Judaica 
und Hebraica. [2618] 

R. Levi, Stuttgart. Antiquar. Anzeiger Nr. 52. Varia. 

[2619] 

Libreria Dante in Florenz. Katalog Nr. 38. 357 Nrn. 
Miscellaneen. [2620] 

Leo Liepm annssohn, Berlin. Katalog Nr. 47. 492 Nrn. 
Geschichte und Theorie der Musik. Musiker. Porträts. [2621] 

E. Lindner, Strassburg i. E. Katalog Nr. 13. 1049 Nrn. 
Protestantische und katholische Theologie. [2622] 

Lippert'sche Buchhandlung in Halle a. S. Katalog Nr. 2. 
943 Nrn. Theologie. Philosophie. Nachtrag. [2623] 

Ermanno Loescher in Turin. Katalog Nr. 68. 645 Nrn. 
Storia ecclesiastica. — Katalog Nr. 69. 753 Nrn. Storia degli 
Ordini religiosi. Vite di Santi. Vite ed Opere di Santo coll'- 
aggiunta di opere spettanti alla vita claustrale delle donne. 

[2624] 

A. Lutz in Hanau. Antiquar. Anzeiger Nr. 1. 631 Nrn. 
Varia. [2625] 

A. Moser'sche Buchhandlung (Franz Pietzcker), Tübingen. 



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218 Antiquarische Kataloge. 

Katalog Nr. 67. 1920 Nrn. Botanik* Mikroskopie und Photo- 
graphie. — Katalog Nr. 68. 857 Nrn. Balneologie und Hydro- 
therapie. Medizinische Geographie. — Katalog Nr. 69. 901 Nrn. 
Agrikulturchemie. Fischzucht. Forstwissenschaft. Gartenbau. 
Landwirtschaft. Pferdezucht. Tierkunde. Weinbau. — Katalog 
Nr. 70. 759 Nrn. Homöopathie. Diätetik , Naturheilkunde. 
Populäre Medizin. Alkoholismus, Trunksucht. [2626] 

H. F. Münster in Verona. Antiquar. Katalog. 613 Nrn. 
Jurisprudenz. Geschichte. Italien. Litteratur. [2627] 

Heinrich J. Naumann, Dresden. Lager-Katalog Nr. XI. 
1258 Nrn. Evangelisch-lutherische Theologie. Philologia sacra. 
Schriften der Gegner über Kirchenrecht und Philosophie. [2628] 

Ferd. Raabe's Nachfolger in Königsberg i. Pr. Antiquar. 
Verzeichnis Nr. 73. 1374 Nrn. Mathematik. Astronomie. Physik. 
Darstellende Geometrie. Geodäsie. Perspektive. Physikalische 
Geographie. Meteorologie. Kosmologie. Nautik. Mechanik. 
Statik. Dynamik. [2629] 

Wilhelm Rath's Antiquariat in* Esslingen. Antiquar. 
Katalog Nr. XI. 1915 Nrn. Griechische und römische Klassiker. 
Neulateiner. Vermischte philologische Schriften. Grammatik, 
Lexika. Anhang: Werke aus verschiedenen Wissenschaften. — 
Antiquar. Katalog Nr. XIII. 948 Nrn. Vermischte litterarische 
Schriften. Bibliographie. Deutsche Sprache. Litteraturgeschichte. 
Englische Sprache und Litteratur. Französische Sprache und 
Litteratur. Italienische und spanische Sprache und Litteratur. 
Vermischte und allgemeine Sprachwissenschaft und Litteratur. 
Orientalische Sprachen und Litteratur. [2630] 

A. Kau necker in Klagenfurt. Katalog Nr. 21. 545 Nrn. 
Theologie und Varia. — Katalog Nr. 22. 639 Nrn. Oesterreich- 
Ungarn. — Katalog Nr. 23. 542 Nrn. Bücher aus allen Wissen- 
schaften. [2631] 

Paul Ritti in Paris. Katalog Nr. 1. 254 Nrn. Revolu- 
tion francaise. [2632] 

L. Rohn in Leipzig. Verzeichnis Nr. 14. 5992 Nrn. 
Bücher aus allen Fächern der gesamten Litteratur. [2633] 

Rosenstein & Hildesheimer, Berlin. Katalog Nr. 2. 
768 Nrn. Genealogie und Heraldik, Geschichte, Kunst, Varia. [2634] 

J. Sa enger in Hamburg. Katalog Nr. 1. Philosophie. 
Pädagogik. Naturwissenschaften. Psychologie. Populäre und 
praktische Medizin. Magnetismus. Phrenologie. Spiritismus. — 
Katalog Nr. 2. Länder- und Völkerkunde. Reisen. Allgemeine 
und deutsche Geschichte. Biographien. Hamburgensien. Kultur- 
geschichte. Freimaurerei. Politik. Staatswissenschaften. Philologie. 
Handelswissenschaft. Varia. — Katalog Nr. 3. Allgemeine und 
deutsche Litteraturgeschichte. Belletristik. Allgemeine Sprach- 



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Antiquarische Kataloge. 219 

Wissenschaft. Deutsche Sprache. Kunst. Musik. Theater. — 
Katalog Nr. 4. Theologie. — Katalog Nr. 5. Judaica. Orien- 
talin [2635] 

Kichard Sattler in Braunschweig. Katalog Nr. 17. 
1201 Nrn. Allgemeines zur Geschichte der Lande Braunschweig, 
Hannover und des ehemaligen Niedersachsens. Fürsten- und 
Adelsgeschichte. Kriegs- und Militärwesen. Militär-Kostümkunde. 
Numismatik. Diplomatik. Archäologie. Wissenschaft und Litteratur. 
Naturwissenschaft. Handel. Der Harz. Recht und Politik. Carl II. 
Geschichte einzelner Städte, Ortschaften, Bezirke und Klöster. 
Geschichte von Sachsen, Thüringen, Anhalt, Hessen, Franken. 
Vermischtes. [2636] 

J. Scheible in Stuttgart. Antiquar. Anzeiger Nr. 59. 
333 Nrn. Miscellanea. — Katalog Nr. 193/94. 1595 Nrn. 
Kanische Litteratur der Deutschen. — Katalog Nr. 195. 374 Nrn. 
Werke über Amerika, China und Japan. Nautik. [2637] 

H. W. Schmidt, Halle a. S. Katalog Nr. 500. Geschichte 
der Schweiz, Italien, Portugal, Spanien. — Katalog Nr. 505. 
Preussen. [2638] 

Felix Schneider (Adolf Geering), Basel. Antiquar. Anz. 
Nr. 70. 284 Nrn. Vermischtes. — Antiquar. Katalog Nr. 186. 
1104 Nrn. Homiletik, Predigten. Auswahl bedeutender theolog. 
Werke. — Antiquar. Katalog Nr. 187. 655 Nrn. Geologie. 
Mineralogie. Petrefaktenkunde. Conchyliologie. Auswahl hervor- 
ragender naturwissenschaftlicher Werke. Forstwissenschaft. [2639] 

Simmel & Co. in Leipzig. Antiquar. Katalog Nr. 108. 
1815 Nrn. Sprachen und Litteraturen der germanischen Völker : 
Deutsch (alt-, mittel- und neuhochdeutsch). Angelsächsich. Alt- 
und Neuenglisch. Skandinavisch. (Altnordisch. Isländisch. Schwe- 
disch. Dänisch. Norwegisch.) Holländisch. Vlämisch. Friesisch. 
Nachtrag. — Antiquar. Katalog Nr. 109. 748 Nrn. Sprachen 
und Litteraturen der romanischen und slavischen Völker: Allge- 
meine und vermischte Schriften. Provencalisch. Alt- und Neu- 
französisch. Grammatik* Lexikographie. Literaturgeschichte. 
Litteraturdenkmale. Italienisch. Spanisch. Catalanisch. Portugie- 
sisch. Romanisch. Rhätoromaniseh. Ladinisch. Slawisch. — Ant. 
Katalog Nr. 110. 1713 Nrn. Philosophie. Pädagogik. Schulen 
und Universitäten. Freimaurerei. Rosenkreutzer. Illuminaten. 

[2640] 

Emil Soeding in Wien. Katalog Nr. 7. 489 Nrn. 
Englische Litteratur und Sprache. England. Indien und Australien. 
Amerika. [2641] 

J. A. Stargardt in Berlin. Katalog Nr. 158. 424 Nrn. 
Publikationen des litterarischen Vereins in Stuttgart - Tübingen. 
Miscellaneen. [2642] 



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220 Antiquarische Kataloge. 

Carl Steyer, Antiquar. Verzeichnis Nr. XXIII. Cannstatt. 
1038 Nrn. Philosophie. I. Griechische und römische Philosophen 
nebst Erläuterungsschriften. II. Philosophie des Mittelalters und 
der Neuzeit. III. Pädagogik. Schul- und Universitätswesen. 
IV. Nachtrag. — Antiquar. Verzeichnis Nr. XXIV. 947 Nrn. 
I. Deutsche schönwissenschaftliche Litteratur des 16., 17. und 
18. Jahrhunderts. II. Deutsche schönwissenschaftliche Litteratur 
des 19. Jahrhunderts und Übersetzungen. III. Literaturgeschichte. 
Bibliographie. Geschichte des Theaters. IV. Anhang (Nachträge 
und Vermischtes). [2643.] 

— Verzeichnis Nr. XXVI. 1877 Nrn. Sprachwissenschaft. Lite- 
raturgeschichte. Bibliographie. Schöne Wissenschaften. Geschichte. 
Völkerkunde und Geographie. Kulturgeschichte. Rechts- und Staats- 
wissenschaften. Philosophie. Pädagogik. Universitätswesen. Schriften 
gelehrter Gesellschaften. Theologie. Kunst und Musik. Seltenheiten. 
Vermischtes. Nachträge zu allen Abteilungen. [2644] 

Franz von Stockar in Regensburg. Antiquar. Anzeiger 
Nr. 114. 1452 Nrn. Katholische Predigten. — Antiquar. Anz. 
Nr. 115. 1778 Nrn. Katholische Theologie. — Antiquar. Anz. 
Nr. 116. 1487 Nrn. Auswahl aus allen Wissenschaften. [2645] 

M. Thoma, München, Löwengrube 20/ . Antiquar. Bücher- 
Anzeiger. 398 Nrn. Varia. [2646] 

Albert Unflad, Leipzig. Verzeichnis der in diesem Ver- 
lage im Jahre 1885 neu erschienenen Werke. [2647] 

F. Vieweg, Paris. Katalog Nr. 5. 542 Nrn. Medicine. 
Chirurgie. Hygiene. Homeopathie. — Katalog Nr. 6. 1889 Nrn. 
Sciences naturelles et physiques. Memoires d'academies. Publica- 
tions periodiques. Zoologie. Botanique. Physique. Chimie. Minera- 
logie. Geologie. Paleontologie. [2648] 

Karl Theodor Völcker, Frankfurt a. M., Römerberg 3. 
Antiquar. Verzeichnis Nr. 122. 835 Nrn. Aeltere Werke mit 
Kupferstichen und Holzschnitten. — Verzeichnis Nr. 127. 191 Nrn. 
Einblattdrucke und Flugblätter, meist mit Holzschnitten und 
Kupferstichen, grösstenteils aus dem 16. und 17. Jahrhundert. 

[2649] 

— Katalog Nr. 128. 788 Nrn. Gotisch. Alt- und Mittel- 
hochdeutsch. Altnordisch. Deutsche Litteratur bis 1750. Deutsche 
Sprachwissenschaft. Altertumskunde, Mythologie, Sagen, Volks- 
lieder etc. — Katalog Nr. 129. 576 Nrn. Reformatoren und Re- 
formationsgeschichte. Neulateiner. — Katalog Nr. 130. 2221 Nrn. 
Protestantische Theologie. — Katalog Nr. 133. 369 Nrn. Entomo- 
logie. [2650] 

Adelbert Vot seh /München, Promenadeplatz 20. Antiquar. 
Monatsanzeiger VIII. 589 Nrn. Neueste Ankäufe. Anhang: Natur- 
wissenschaften. [2651] 



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Privatbibliotheken. 221 

E. Wein gart, Erfurt. Verzeichnis Nr. XIV. Faust-Litte- 
ratur. J. W. v. Goethe. [2652] 

H. Welt er in Paris. Antiquar. Katalog Nr. 4. 383 Nrn. 
Brochures diverses. Generalites. Encyclopedies. Langues romanes. 
Langues germaniques, anglaise, celtiques. Langues slaves, orien- 
tales, africaines. Philologie classique. Auteurs grecs et latins. 
Supplement. [2653] 

J. Windprecht's Antiquar. Buchh., Augsburg. Bücher- 
Anzeige Nr. 390. Diverses. [2654] 

— Bücher- Anzeiger Nr. 391. 375 Nrn. Varia. Augustana. 
— Bücher- Anzeiger Nr. 392. 379 Nrn. Varia. Sprichwörter. — 
Bücher- Anzeiger Nr. 393. 369 Nrn. Varia. Orientalische Litte- 
ratur. — Bücher- Anzeiger Nr. 394. 352 Nrn. Varia. Illustrierte 
geographische Werke und Keiselitteratur. [2655] 

Alfred Würzner, Leipzig, Windmühlenstr. 47. Antiquar. 
Verzeichnis Nr. 105. I. Philologie, Orientalia, altdeutsche Litte- 
ratur, Linguistik. II. Theologie, Philosophie, Pädagogik, Frei- 
maurerei. III. Dissertationen und Programme aus den Gebieten 
der Philologie, Linguistik, Theologie, Philosophie, Pädagogik. 

[2656] 
v. Zahn & Jaensch, Dresden, Schlossstr. 22. Antiquar» 
Katalog Nr. 12. 1595 Nrn. I. Allgemeine und deutsche Lite- 
raturgeschichte im Allgemeinen. Bibliographie. Zeitschriften. 
II. Geschichte und Grammatik der deutschen Sprache. III. Aeltere 
deutsche Litteratur bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts. 
IV. Deutsche Litteratur von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 
zu Goethes Tod. V. Almanache und Taschenbücher. VI. Theater. 
VII. Märchen, Sagen, Mundarten, Volkslieder. VIII. Neuere 
deutsche Litteratur seit Goethes Tod bis zur Gegenwart, ein- 
schliesslich Uebersetzungen. IX. Nachtrag und Anhang. [2657] 

Privatbibliotheken. 

Barb. — Brockhausen & Bräuer, Wien VII., Mariahilfer- 
strasse 18. Antiquar. Verzeichnis 12. 797 Nrn. Bibliothek des f 
Direktors der kk. Orient. Akademie, Hofrat H. A. Barb, in Wien. 
Allgemeine Sprachwissenschaft. Orientalia. Slavische Sprachen und 
der Länder der unteren Donau. Romanische Sprachen etc. [2658] 

Barth. — 0. H. Becksche Buchhandlung, Nördlingen. Anti- 
quar. Katalog Nr. 171. 1006 Nrn. Jurisprudenz. Staatswissenschaf- 
ten und Politik. Enthaltend die Bibliothek des f Reichsoberhan- 
delsgerichtsrats Dr. Marquard -Barth. [2659] 

Biefel & Neu mann. — Preuss & > Jünger in Breslau. 
Antiquar. Katalog Nr. 17. 5580 Nrn. Bibliotheken der Herren 
Prof. Dr. H. Neumann, Breslau und Sanitätsrat Dr. Biefel, Sa! z- 



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222 Privatbibliotheken. 

brunn. Medizin: Zeitschriften. Medizinische Klassiker. Aeltere 
Aerzte. Geschichte. Encyklopädie. Diversa. Anatomie und Physio- 
logie. Pathologie und Therapie. Epidemiologie. Endemiologie. 
Ansteckung. Influenza. Gynäkologie. Geburtshilfe. Kinderkrank- 
heiten. Chirurgie. Augenheilkunde. Ohrenheilkunde. Zahnheilkunde. 
Staatsarzneikunde. Gerichtliche Medizin. Oeffentliche und private 
Gesundheitspflege. Hodogetik. Diversa. Populäre Medizin. Homöo- 
pathie. Balneologie und Hydrotherapie. Tierheilkunde. Arznei- 
mittellehre. Toxikologie. Nachtrag. Medizinische Instrumente. 
Anhang naturwissenschaftlicher Werke. [2660] 

Dran dt. — Joseph Baer & Co., Frankfurt a. M. Lager- 
Katalog Nr. 183. 1445 Nrn. Grösstenteils aus der Bibliothek 
des f ApelL-Ger.-Rat Dr. Drandt in Darmstadt. Allgemeines. 
Naturrecht. Encyklopädie des Rechts. Zeitschriften. Geschichte 
und Quellen des griechischen und römischen Rechts, nebst Kom- 
mentaren. Geschichte und Quellen des ausländischen Rechts nebst 
Kommentaren. [2661] 

Fischer. — Stoll & Bader in Freiburg. Katalog Nr. 53. 
1165 Nrn. II. Abteilung der Bibliothek des f Geh. Hofrats Dr. 
Heinr. Fischer in Freiburg. Anthropologie. Urgeschichte. Ethno- 
graphie. Ethnologie. Geologie. Palaeontologie. Darwinismus. 
Archäologie. Mythologie. Reisen. [2662] 

Fischer. — Theodor Ackermann, München. Katalog Nr. 170. 
1100 Nrn. Grösstenteils aus dem Nachlass des f Hofrats Dr. 
Ernst Förster. Kunst- und Kunstgeschichte. Theorie der Kunst etc. 

[2663] 

Hünefeld. — Mayer & Müller, Berlin. Verzeichnis Nr. 84. 
2255 Nrn. Enthaltend u. a. die Bibliothek des Prof. Dr. Hüne- 
feld in Greifswald. Chemie. Technologie. [2664] 

Jolly. — Theodor Ackermann, München. Katalog Nr. 169. 
1719 Nrn. Grösstenteils aus dem Nachlasse des f Prof. Dr. 
phil. von Jolly. Zeitschriften. Allgemeine Naturwissenschaft. 
Entwickelungslehre. Deszendenztheorie. Vermischtes. Biographien. 
Physik. Nachtrag. [2665] 

Klingholz. — A. Hoyer Fa. Dieterich'sche Sortiments- 
Buchhandlung, Äuktions- Katalog. 837 Nrn. Nachlass des Ren- 
tiers E. Klingholz in Eisenach. 1, Erdbeschreibung, Länder- 
und Völkerkunde, Reisen. 2. Karten und Atlanten. 3. Ge- 
schichte und Kulturgeschichte. 4. Politik, Publizistik, Rechts- 
und Staatswissenschaft. 5. Neuere deutsche und ausländische 
Sprache, schöne Litteratur und Literaturgeschichte, Zeitschriften. 
6. Klassische und orientalische Sprache, Litteratur und Alter- 
tumskunde. 7. Altdeutsche Sprache, Litteratur und Altertums- 
kunde. 8. Wörterbücher. 9. Naturwissenschaften. 10. Kunst- und 



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Privatbibliotheken . 223 

Kunstgeschichte, Kupferwerke. 11. Philosophie und kathol. Theo- 
logie. 12. Varia. [2666] 

Lepsius. — F. A. Brockhaus in Leipzig. Richard Lepsius' 
Bibliothek, II. Abteilung. 4514 Nrn. Griechische Schriftsteller. 
Lateinische Schriftsteller. Encyklopädie und Geschichte der 
Philologie. Biographien. Zeitschriften. Opuscula. Kritik. Uni- 
versitäts- und Gymnasialwesen. Vermischte philologische Schriften. 
Bibliographie. Literaturgeschichte. Theater. Geschichte der Philo- 
sophie und der Wissenschaften bei den Alten. Neulateiner. 
Grammatik und Lexikographie. Metrik. Geschichte. Geographie. 
Topographie. Staats- und Rechtswesen. Sacral- und Privatalter- 
tümer. Archäologie und Mythologie. Münzen und Gemmen. Metro- 
logie und Chronologie. Inschriften. Paläographie. Nachtrag. 

[2667] 

Majunke-Lissa. — Wilhelm Jakobsohn & Co. in Breslau* 
Antiquar. Katalog Nr. 70. Nachgelassene Bibliothek des Erz- 
priesters Majunke-Lissa. Katholische Theologie und Philosophie. 
Medizin. Prachtwerke. Schöne Künste. Musik. Varia, Lexika. 

[2668] 

Oberländer. — v. Zahn & Jaensch, Dresden. Katalog Nr. 14. 
1202 Nrn. Bibliothek des Seminardirektors Dr. H. Oberländer 
in Pirna. Geographie. Pädagogik. [2669] 

Paulsen & Ruchmann. — Schleswig-Holsteinisches Anti- 
quariat, Kiel, Auktions-Verzeichnis. 477 Nrn. Verzeichnis der 
Juristischen Bibliothek des Herrn Justizrat Paulsen in Kiel und 
der hinterlassenen Theologischen Bibliothek des Herrn Pröpsten 
Ruchmann in Horst. Rechtswissenschaft. Belletristik. Varia. 
Kupferstiche. Theologie. — Lager- Verzeichnis Nr. 82. 8°. Titel 
und 34 S. 832 Nrn. Rechtswissenschaft. Werke, Schleswig- 
Holstein-Lauenburg betreffend. Staats- und Volkswirtschaft. Adels- 
geschichte. Zur Judenfrage. [2670] 

P ichler. — ' G. Priewe's Antiquariat, Katalog Nr. 25. 
Berlin S., Kommandanlenstr. 55. Die Bibliothek des verstorbenen 
Hofschauspielers Anton Pich ler in Manmheim. Theaterstücke. 
Werke zur Geschichte des Theaters und der Musik. Kostümwerke 
mit Kupfern und Illustrationen, Portraits. [2671] 

Roe stell. — Joseph Baer & Co., Frankfurt a. M. Lager- 
Katalog Nr. 183. 1445 Nrn. Grösstenteils aus der Bibliothek 
des f Justizrats Prof. Dr. Roestell in Marburg. Allgemeines 
Naturrecht. Encyklopädie des Rechts. Zeitschriften. Geschichte 
und Quellen des griechischen und römischen Rechts nebst Kom- 
mentaren. Geschichte und Quellen des ausländischen Rechts nebst 
Kommentaren. [2672] 

Roeth. — Albert Cohn in Berlin. Antiquar. Katalog Nr. 174, 
445 Nrn. Autographen und historische Dokumente. Sammlung 



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224 • Privatbibliotheken. 

des verstorbenen Herrn Friedrich Roeth in Augsburg. 5. Abt.: 
Staats- und Kriegsmänner. Naturforscher. Mathematiker etc. 

[2673] 

Roming. — Adelbert Votsch in München. Antiquar. Monats- 
Anzeiger Nr. XII. 415 Nrn. Bibliothek des Hofkanonikus H. M. 
Roming. Geschichte. (Bavarica.) [2674] 

Rumpf. — Heinrich Kerler in Ulm. Antiquar. Katalog Nr. 104. 
1695 Nrn. Bibliothek des f Herrn Dr. Christian Rumpf. Gram- 
matik. Mundarten. Lexikographie. Gotisch. Althochdeutsch. 
Mittelhochdeutsch. Niederdeutsch. Stenographie. — Ant. Katalog 
Nr. 105. 688 Nrn. Jurisprudenz. National-Oekonomie. [2675] 

Schulze. — J. A. Stargardt in Berlin. Katalog Nr. 156. 
343 Nrn. Bibliothek des f Rechnungsrats H. Schulze. Ordens- 
geschichte. Urkunden und Autographen berühmter Fürsten, Staats- 
männer, Feldherrn etc. Hof- und Staatshandbücher. Ranglisten etc. 
Militärkostüme. Aquarelle von Seidler. [2676] 



Die Stadtbibliothek in Köln hat eine neue wertvolle Zuwen- 
dung erhalten: Die Wittwe des am 9. Dezember v. J. verstorbenen 
Oberbürgermeisters Dr. Becker hat der Stadt die von ihrem 
Gatten hinterlassene Bibliothek mit der Massgabe zum Geschenk 
gemacht, dass diejenigen Werke, welche die Stadtbibliothek bereits 
besitzt, der Stadt Dortmund, deren Verwaltung der Verewigte 
vor seiner Berufung nach Köln geleitet hatte, überwiesen werden 
sollen. Die vortrefflich gehaltene Sammlung, etwa 4500 Bände, 
ohne die mindestens ebenso zahlreichen Broschüren, enthält neben 
einer Menge von Zeitschriften, Zeitungen und Flugschriften eine 
grosse Zahl der besten Werke aus den Gebieten der allgemeinen 
sowie der rheinischen und westfälischen Geschichte, der Rechts- 
wissenschaften und der Volkswirtschaftslehre; namentlich die 
letzteren werden die noch sehr unbedeutende städtische Ver- 
waltungsbibliothek in höchst schätzenswerter Weise ergänzen 
und die Grundlage zu einem im Laufe des Jahres zu veröffent- 
lichenden Kataloge derselben abgeben können. Sobald die Inven- 
tarisierung vollendet ist, soll die Sammlung dem Publikum zu- 
gänglich gemacht werden. — Der erste grössere Verwaltungs- 
bericht der Stadtbibliothek befindet sich im Drucke und soll Ende 
Februar erscheinen. K. ]2677] 



Verantwortlicher Redakteur: Joseph Kürschner, Stuttgart. 
Druck der Hoffma nn 'sehen Buchdruckerei, Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



August. 



Inhalt : 



1886. 



Die Auetorschaft und Katalogisierung der akademischen Dissertationen. 

— Periodica. — Was man mit Büchern nicht thun soll. — Personalien. 

— Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 



Die Auetorschaft und Katalogisierung der akademischen 
Dissertationen. 

Eine Bibliothekstudie von Carl Sylvio Köhler. 



Praeses und Auetor. 

Cicero, de oratore, II, 47: „Neque actor 
sim alienae personae sed auetor meae." 

Die für das höhere Unterrichtswesen und für die Bibliothek- 
wissenschaft bedeutungsvolle Frage, wie es sich sowohl vor als 
auch nach der Erfindung der Buchdruckerkunst mit der Auetor- 
schaft der akademischen Dissertationen verhalten hat, ist noch 
immer eine offene geblieben. 

Beruht auch die Möglichkeit einer entscheidenden Beant- 
wortung dieser Frage weniger auf einer Vergleichung der bisher 
von namhaften Litterarhistorikern und Bibliothekaren hierüber auf- 
gestellten Meinungen und Behauptungen, als vielmehr auf der 
Durchforschung eines denselben für oder wider zu Grunde zu 
legenden litterarischen Quellenmaterials, so ist es doch zunächst er- 
forderlich, die bisher von namhaften Gelehrten zur Beantwortung 
der vorliegenden Frage aufgestellten Ansichten darzulegen, um 
zeigen zu können, inwieweit ein Vergleich dieser ihrer bisherigen 
Auffassungen zu einem Ausgleich derselben geführt hat. 

Im Vorwort seiner Geschichte der populären Litteratur des 
römisch-kanonischen Rechts in Deutschland sagt Stintzing *) : „Wer 
sich litterargeschichtlichen Untersuchungen widmet, der muss sich 
sagen, dass er der Sache und seiner Liebe zu ihr ein Opfer 
bringt." 

Und nicht der Sache allein. Wir sind, sagt derselbe Ca- 
lehrte in der Einleitung seines soeben genannten Werkes, gewohnt, 



*) Leipzig 1867. 

15 



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226 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

bei dem Beschauen eines mächtigen Bauwerkes den Künstler zu 
rühmen, der es erdachte, und des Bauherrn zu gedenken, der seine 
Ausführung befahl, aber der wackeren Meister und Gesellen 
zu vergessen. 

Wie die Baukunst, so hat auch die Litteraturwissenchaft ihre 
Meister und Gesellen, mit deren Werken auch die Namen ihrer 
Vollbringer zu ehren, die Pietät gegen die Manen derselben er- 
heischt. 

Mit Quis, quid beginnt der alte magistrale Vers und 
die Frage nach der Auetorschaft der akademischen Disser- 
tationen der früheren Jahrhunderte schliesst die andere Frage ein, 
wie es sich mit der Authenticität wissenschaftlicher Publikationen 
in jener Zeit überhaupt verhalten hat. 

Dass in Bezug auf die Auetorschaft der akademischen Disser- 
tationen in den früheren Jahrhunderten die bisherigen Auffassungen 
nicht zutreffend sind, dies aus den Formalien der Titelblätter 
der Dissertationen, sowie aus den Vorworten der Respondenten 
und aus den Nachworten 1 *) der Praesides selbst darzulegen, 
ist der Zweck der Veröffentlichung dieser Bibliothekstudie. 

Bevor gezeigt werden kann, dass die Praesides nur die Ver- 
fasser der Disputationes privatae, nicht aber, ausser wo die- 
selben selbst die Promovendi waren, die Verfasser der Disputa- 
tiones publicae gewesen sind, bedarf es zunächst der Anführung 
der Meinungen derjenigen Gelehrten, welche uns über den Stand 
der vorliegenden Frage haben belehren wollen, ohne dass es 
ihnen selbst möglich war, sich über die Stellung ausreichend zu 
orientieren, welche diejenigen zu dieser Frage einnahmen, welche 
sie selbst betrifft. 

In seinem Versuch eines vollständigen Lehrbuchs der Biblio- 
thekwissenschaft sagt M. Schrettinger 2 ) : „Die akademischen Disser- 
tationen setzen nicht selten die Bibliothekare in eine nicht ge- 
ringe Verlegenheit, indem diese mit sich selbst nicht einig werden 
können, ob sie den Praeses oder den Defendens oder beide zugleich 
als Verfasser anerkennen sollen. Manche zerhauen diesen gor- 
dischen Knoten dadurch, dass sie sich es zur Regel machen, durch- 
gehends dem Praeses oder durchgehends dem Defendenten diese 
Ehre einzuräumen. Allein manchmal heisst es doch ausdrücklich 
auf dem Titelblatte „Auetor et Defendens" und ebenso oft wieder 
„Auetore et Praeside." Soll man nun in diesen Fällen den Titel 2a ) 
der Dissertation Lügen strafen? Freilich wollen viele behaupten, 



la ) Zumeist die „epistolae gratulatoriae". 

2 ) Bd. I. Heft 2, Seite 47 f. München 1829. 

2a ) Hugo, Gesch. des röm. Rechts seit Justinian. Berlin 1830. 
Seite 24: „Was bei Menschen der Name ist, ist bei Büchern der 
Titel." 



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der akademiechen Dissertationen. S27 

die Herren Praesides s ) seien fast immer die wahren Verfasser und 
nur öfters so gefällig , ihre Arbeiten selbst für Werke 4 ) ihrer 
Zöglinge auszugeben. Dies mag der kritisch-litterarische Geschichts- 
forscher untersuchen, wenn er anders diese Untersuchung nicht 
für eine verlorene Mühe hält. Für den Bibliothekar ist es Pflicht, 
dem Titel eines Werkes aufs Wort zu glauben, sonst müsste er 
auch alle Pseudonymen Verfasser bei ihren wahren Namen nennen. 
Er hebe also a) immer den Namen desjenigen als OW. 5 ) aus, der 
sich selbst den Verfasser nennt, und b) wenn weder der Praeses 
noch der Defendens sich diese Ehre ausdrücklich zueignet, dann 
wähle er den Namen des ersteren zum OW. und citiere vom Namen 
des letzteren darauf hin, damit man die Dissertation unter beiden 
finden könne." 

Es ist namentlich bei Dissertationen, wie Ritter Hugo 6 ) 
in der dritten Auflage seiner „Geschichte des römischen Rechts seit 
Justinian" reflektiert, oft die Frage, ob der sogenannte Praeses, 
auch wohl wer, ohne sich zu nennen, sie etwa für Geld geschrieben 
hat oder ob der Respondent genannt werden soll, und zuweilen 
ist man gar auf den, welchem das Buch dediciert war, oder bei 
Dissertationen auf den Prorector gekommen. 

Aber auch Petzholdt 7 ) schlichtet in seinem Katechismus der 
Bibliothekenlehre den Streit der herrschenden Meinungen nicht. 
Er sagt: „Bekanntlich pflegt man in den meisten Bibliotheken die 
Titel solcher Dissertationen, die, wie man weiss 8 ), in früherer 
Zeit seltener von dem Defendenten als von dem Praesidenten ver- 
fasst worden sind, unter dem Namen des letzteren in den Katalog 
einzutragen und nur dann, wenn sich der Defendent ausdrücklich 
als Verfasser auf dem Titel bezeichnet hat, diesen als wahren Ver- 
fasser gelten zu lassen. Allein diese Einrichtung, so sehr sie 
auch in vielen Stücken gerechtfertigt sein mag, trifft doch nicht 
überall das Richtige, da es nachweislich genug akademische Disser- 
tationen gibt, auf deren Titel die Defendenten sich zwar nicht 
ausdrücklich als Verfasser genannt haben 9 ), die aber gleichwohl wirk- 
lich von diesen verfasst worden sind. Man wird aus diesem Grunde 
wohl immer ain besten thun, die Dissertation insgemein im Kata- 
log als das Werk des, gleichviel ob des wahren oder falschen l0 ) 



8 ) Vergl. 34 f. 
*) Vergl. 34 f. 
6 ) OW. = Ordnungswort. 

6 ) Seite 28 f. Berlin 1830. Vergl. 32. 

7 ) III. Aufl. Seite 128. Leipzig 1877. 

8 ) Richtiger würden die Worte lauten, „wie man zu wissen 
glaubt." 

9 ) Vergl. 8. 

10 ) Es kann sich doch nur um die Feststellung des wahren Ver- 
fassernamens handeln. 



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228 Die Auetors chaft und Katalogisierung 

Verfassers anzugeben, der auf dem Titel die Verfasserstelle ein- 
nimmt, und dabei zur Vermeidung alles Irrtums nur die Vorsicht 
zu gebrauchen, dass bei Angabe des Titels der Praesident stets 
mitgenannt und dann unter dem Namen desselben eine Verweisung 
auf den Namen des Defendenten und den Titel der Dissertation 
beigefügt wird. Bei der Anfertigung des Katalogs kann es doch 
unmöglich die Aufgabe sein, erst lange zu untersuchen, wer denn 
eigentlich der wahre * *) Verfasser einer Dissertation ist , eine 
Untersuchung, die ohnehin in vielen 12 ) Fällen gar nicht zu einem 
Ziele führen wird; wer sich als solcher auf dem Titel entweder 
ausdrücklich genannt oder sonstwie angedeutet hat, der muss auch 
im Katalog dafür gelten." 

Der Beantwortung unserer Frage ist Stint zing in der ersten 
Abteilung seiner Geschichte der deutschen Kechtswissenschaft 13 ) 
insofern näher gekommen, als er, wenn auch nur andeutungsweise, 
daselbst auf eine Unterscheidung der Disputatio privata und 
der Disputatio publica aufmerksam macht, ohne jedoch die 
Unterschiede derselben näher hervorzuheben. Derselbe sagt 
in Bezug auf die Litteratur der Disputationen, Thesen und Disser- 
tationen: „Es ist bei diesen Schriften, die wir durchaus von den 
in den Collegia gehaltenen Disputationen zu unterscheiden haben, 
schwer, den eigentlichen Verfasser festzustellen. Promotor und 
Doctorandus pflegen beide auf dem Titel genannt zu sein, jener 
als Praeses, dieser als Kespondens. Als das Gewöhnliche darf es an- 
genommen werden, dass der Promotor 14 ) die Thesen l6 ) entworfen 
hat, deren Vertheidigung dann dem Respondenten überlassen ist. 
Dem Professor bieten die Promotionen die Gelegenheit, sich über 
Einzelfragen auszusprechen, kleinere Erlebnisse der Studien zu 
publicieren, und so vertritt die Dissertationenlitteratur die Stelle 



") Vergl. 10. 

12 ) „In vielen Fällen" ist zu viel gesagt; 

i 8 J Seite 152. München 1880. 

14 ) widerspricht 16. 

lö ) Vergl. 30. Das Wort Thesis, welches früher mehr oder 
weniger auch als Ueberschrift mitDissertatio gleichbedeutend war, ist 
erst später zur Bezeichnung der der Dissertation angehängten Streitfragen, 
wofür früher das Wort corollaria, auch parerga, üblich war, ange- 
wendet worden. — Ueber die Aufstellung der Thesen, unter welchen 
im früheren Sinne zugleich auch blos das Thema gemeint war, sagt der 
Respondent F. Schetla zu Altdorf 1741 im Vorwort seiner Dissertation : 
„Ex quo antiquus ille in quibusdam dicasteriis invaluit mos, quem 
laudandum quilibet facile fatebitur, ut candidati, antequam ad munera 
in illis capessenda admittantur, speeimen aliquod exarent, saepissime 
hi de eligendo themate minus trito tamenque utilitate praestante 
solliciti, alii ad judiciorum thematum collectores confugiunt, alii eru- 
ditorum aut patronorum suorum auxilium in eligendo implorant." 
Vergl. 50. 



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der akademischen Dissertationen. 229 

der heutigen Zeitschriften. Zugleich dient sie zur Erörterung von 
Streitfragen, wie die Tagesereignisse oder die wissenschaftlichen 
Bewegungen sie an die Oberfläche treiben. Aber auch das Unaus- 
bleibliche geschieht, dass bei der massenhaften 15 *) Production 
dieser amtlichen Gelegenheitsschriften die Qualifikation unter das 
Mittelmass herabsinkt, denn die Ansprüche, welche die Gelehrten- 
republik 16 ) an diese Leistungen stellt, sind nachsichtig, da jeder- 
mann weiss, wie und zu welchem Zwecke sie zusammengeschrieben 
werden." 

Das Serapeum 17 ), Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, und 
die zu Paris erschienenen Bände des Le livre, revue mensuelle, 
welche beide in dem Litt eratur Verzeichnis der „Instruction" 18 ) von 
Dziatzko nicht erwähnt sind, enthalten zur Beantwortung unserer 
Frage keine neuen Gesichtspunkte. 

In einem Aufsatz des Centralblattes für Bibliotheks- 
wesen 19 ) ist die Regel des Britischen Museums mit den Worten 
referiert: „The respondent or defender in a thesis to be considered 
its author, except when it unequivocally appears to be the work 
of the praeses." — Auch diese Regel entbehrt, wie die anderen 
zuvor genannten des Hinweises, dass zur Beantwortung der Frage 
der Auetorschaft der akademischen Dissertationen und ihrer Kata- 
logisierung es der Kenntnisnahme derjenigen Merkmale vornehm- 
lich bedarf, durch welche sich die Disputatio privata von der 
Disputatio publica unterscheidet, und diese Unterschiede kennen 
zu lernen, dazu ist eine eingehende Betrachtung der die beider- 
artigen Dissertationen unterscheidenden Formalien erforderlich. 

Die Litteratur der Dissertationen zerfällt in die der Hand- 
schriften und in die der Druckschriften. 

Das Vorhandensein der letzteren datiert nur vereinzelt bis 
über den Anfang des sechzehnten Jahrhunderts zurück. 

In Bezug auf die Abfassung und Vervielfältigung der aka- 
demischen Dissertationen als Handschriften enthalten bereits die 
Statuten der Rechtschule von Bologna 20 ) die Bestimmung: „Ex- 
pedit, quod disputatarum quaestionum et repetitionum copia possit 
haberi. Quare statuimus, quod doctor disputans vel repetens per 
se vel per alium quaestionem vel argumenta et solutionem suam 
prout melius poterit recoligat et in grossa litera in pergameno 



16 ») Siehe 36. 

16 ) Vergl. 14. 

17 ) Leipzig 1840—1870. 
1S ) Berlin 1886. 

19 ) Jahrgang 1885. S. 367 f. 

20 ) Vergl. Savigny. Geschichte des römischen Rechts im Mittel- 
alter, Bd. III, S. 657: „De quaestione publica et in scriptis 
danda." 



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230 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

conscribat, vel eo dietante 21 ) per alium conscribantur, nee aliiistud 
officium dietandi committat sub debito juramenti." 

Für die mündliche Prüfung, welche die Statuten zu 
Bologna als „Examen rigorosum et tremendum" bezeichnen, galt 
die Vorschrift 22 ): „Doctores autem non examinantes circa materiam 
puncto rum tan tum quaestiones et oppositiones faciant et per eum, 
quem examinent, non praestitas." 

Ueber die öffentlichen Disputationen in den früheren 
Jahrhunderten orientieren uns aussser den von Savigny in der 
Geschichte des römischen Rechts gesammelten Statuten der ein- 
zelnen mittelalterlichen Universitäten 23 ) die Mitteilungen, welche 
wir Christian Thomasius verdanken. 

Derselbe sagt in seinem Einladungsprogramm 24 ): „Olim, cum 
in Academiis disputationes publicae haberentur, paucae quaedam 
theses ad ventilandum proponebantur, qui mos etiam hodie in Aca- 
demiis pontifieiis solet observari. Mutata est illa consuetudo apud 
nos, an in melius, an in deterius, ego determinare nolo." — 

„Uli speeimen eruditionis non quaerebant in disputationis 
elaboratione aut collectione thesium, sed in earumdem defensione. 
Ostendebant ibi respondentes profectus tum in diseiplinis ipsis, 
ex quibus theses excerptae essent, tum in artificio disputandi. 
Hoc quoniam frequens exercitium, ut omnes artes, praesupponit, 
addebatur praeses 24 *) directoris loco, ne a methodo dis- 
putandi disputan.tes aberrarent, cuius adeo partes plerum- 
que erant rariores, ut plurimum bene se gerentibus thesium de- 
fensoribus. u 

Wie die Organisation und Verfassung der Rechtsschule von 
Bologna 25 ) mehr oder weniger für die anderen Universitäten typisch 
gewesen ist, so ist auch die Lehr- und Prüfungsmethode, wie sie 
an jener ältesten Hochschule geübt wurde, mehr oder weniger vor- 
bildlich für die anderen Hochschulen 25 *) geworden. 

Wenn man mit Recht 26 ) bemerkt hat, dass jede Epoche in 



21 ) Dictare zugleich in der Bedeutung des Wortes coneipere. 

22 ) Savigny. Geschichte des römischen Rechts im Mittelalter, 
Bd. III, S. 658: „De punetis in privata examinatione." 

28 ) Vergl. H. Rubenow, Promotionsrede. Gryphsw., 1460. Heraus- 
gegeben vonTb.Pyl. 1879. — P. Lenanderus, de privilegiis doctorum. 
Venet. 1584. — L. Lotzbecius, de gradu doctoris. Jen. 1687. — 
C. Itter, de honoribus sive gradibus academicis. Frcf. 1698. — Th. 
Lansius, de Academiis. 1708. — J. Heumann, de honoribus acade- 
micis. Norimb. 1752. N 

2 *) Anno 1693. 

2*a) Vergl. 40. 

25 ) Vergl. Savigny. Gesch. des röm. Rechts im Mittelalter, Bd. III, 
S. 156. 

26 a) „Bononia docet" war sprichwörtlich. 

26 ) Paulsen, Geschichte des gelehrten Unterrichts, S 424. 



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der akademischen Dissertationen. 231 

der Geschichte des deutschen Geisteslebens durch das Aufkommen 
neuer Universitäten eingeleitet wird, so haben, dies sind die Worte 
Denifles 27 ), die Entstehung und Gründung der ersten mittelalter- 
lichen Universitäten eine der Hauptepochen des europäischen Kultur- 
lebens und Bildungswesens eingeleitet. Sie waren damals mehr 
noch als heute die Brennpunkte geistiger Thätigkeit, und gleich- 
viel, ob sie unseren Begriffen entsprechen, oder nicht, so genügten sie 
doch vollkommen für die Bedürfnisse des Mittelalters, bereiteten die 
höheren Lehranstalten der späteren Zeit mit ihren neuen Erforder- 
nissen und Anschauungen vor und wurden darum die breite Grund- 
lage selbst für die modernen Hochschulen. Dankbar sollte daher 
die Nachwelt auch auf das zwölfte und dreizehnte Jahrhundert 
blicken, da eben dort die Anfänge der gelehrten Gesellschaften 
und die Keime des gelehrten Unterrichts der späteren Epoche 
liegen. Europa hat den mächtigsten geistigen Anstoss durch die 
Universitäten erhalten, die sich im zwölften und dreizehnten Jahr- 
hundert in jugendlicher Frische und Kraft erhoben, und dies 
mögen nicht bloss die Juristen der neueren Zeit, deren Wissen- 
schaft, um mit Savigny zu reden, auf dem Grunde der Schule von 
Bologna ruht, sondern überhaupt alle diejenigen nicht vergessen, 
welche die Segnungen unserer Kulturstätten gemessen. 

Neben diesen Kulturstätten haben von jeher die Biblio- 
theken eine wenn auch nicht gleichmässig bevorzugte, so doch 
stets hervorragende Stelle eingenommen. 

Wie gross die Vorräte handschriftlicher Dissertationen 
in den einzelnen Bibliotheken sind, dies zu erforschen liegt 
ausserhalb der für den Umfang vorliegender Untersuchung ge- 
steckten Grenzen. Haben sich auch die akademischen Litterar- 
verhältnisse seit Erfindung der Buchdruckerkunst anders als zu- 
vor gestaltet, und sind auch die akademischen Dissertationen in 
ihrer seitdem umfangreicheren Bearbeitung als Druckschriften 
mehr denn früher verbreitet worden, die Mehrzahl dieser Disser- 
tationen ist in Anbetracht der früher sehr hohen Druckkosten noch 
bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts nur in geschriebenen 
Exemplaren verbreitet gewesen. 

Erst vom Anfang des sechzehnten Jahrhunders datieren die 
Dissertationen fast ausnahmslos als Druckschriften, auf deren 
Titelblättern, wie einer mehr oder weniger in den einzelnen Jahr- 
hunderten an den einzelnen Universitäten gleichartig gebliebenen 
Promotionsformalität entsprechend, ein fast stereotyper Formalismus 
auch in der Symmetrie monumentaler Aufschriften für die Disser- 
tationen der einzelnen Fakultäten gebräuchlich geworden ist. 



27 ) H. Denifle, Die Universitäten des Mittelalters. Berlin 1885, 
Bd. 1, S. 798 f. 



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232 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

An Stelle dieses rituellen Formalismus der Titelaufschriften 
ist bereits seit den ersten Jahrzehnten des neunzehnten Jahr- 
hunderts auf den Titelblättern der Dissertationen eine mehr oder 
weniger prunklose Bezeichnung des rite als Weihe des Werkes 
getreten. 

Die bei weitem grösste Anzahl akademischer Dissertationen 
verdankt die Litteratur den Juristen, deren ritueller Sprachforma- 
lismus auf den Titelblättern der Dissertationen auch für die Ver- 
fasser derjenigen akademischen Schriften, welche den anderen 
Fakultäten angehörten, traditionell geworden ist. 

In anbetracht der Bedeutung, welche besonders die For- 
malien auf den Titelblättern der Dissertationen für die Beant- 
wortung unserer Frage haben, sind für die vorliegende Unter- 
suchung vornehmlich die juristischen Dissertationen der früheren 
Jahrhunderte zu Grunde gelegt, deren reichen Vorrat in der Uni- 
versitätsbibliothek 2 8 ) zu Leipzig und in der Bibliothek des Reichs- 
gerichts 29 ) daselbst benutzen zu können, mir dankenswert ver- 
stattet war. 

Von den theologischen Dissertationen kommen hierbei in 
Betracht diejenigen, welche kirchenrechtlich- kanonischen, von 
den philosophischen Dissertationen diejenigen, welche rechts- 
philosophischen, und von den medizinischen Dissertationen die- 
jenigen, welche gerichtlich -medizinischen Inhalts und syste- 
matisch der Abteilung der juristischen Dissertationen zuge- 
teilt sind. 

Fast ausnahmslos ist auf den Titelblättern der akademischen 
Dissertationen, sei es vor, sei es nach dem Thema derselben, 
zur Bezeichnung ihres Zweckes und Inhaltes eine der mehr oder 
weniger mit Dissertatio, obwohl diese Bezeichnung die ge- 
bräuchlichste ist, gleichbedeutenden Signaturen gebraucht. 

In alphabetischer Reihenfolge lauten dieselben: Acies. Ana- 
lecta. Animadversiones. Antidagma. Aphorismi. Argumenta. 
"Aaxrjfia. Asserta. Assertiones. Axiomata. Breviarium. Cogita- 
tiones. Collegium. Commentatio. Commentatiuncula. Conclusiones. 
Conjecturae. Consectaria. Consideratio. Coronis. Decisiones. 
Defensio. Deliberatio. Delineatio. Diascepsis. Diatriba. Dia- 
tribe. Disceptatio. Discursus. Discussio. Disputatio. Disqui- 
sitio. Dissertatio. Dissertatiuncula. Documentum. Elaboratio. 
Enunciatio. Examen. Exegesis. Exercitatio. Exercitium. *E%£- 
zaatg. Experimentum. Explanatio. Expositio. Fasciculus. Ferton. 
Flores. Gymnasium. Hypomnema. Hypotyposis. Ichnographia. 
lllustratio. Interpretatio. Investigatio. Judicium. Lectio. Lineae. 



* 8 ) Etwa 70000. 
89 ) Etwa 6000. 



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der akademischen Dissertationen. 233 

Lucerna. Manipulus. Materia. Meditamentum. Meditatio. Mele- 
themata. Monumentum. Observationes. Oratio. Panegyricus. 
Paradoxon. Paratitla. Periculum. Positiones. Praeliminaria. 
Principia. Problema. Programma. Progymnasma. Prolusio. JIqw- 
TOTisiQtcc. Quaestio. Resolutiones. Scheda. Schediasma. 2%e- 
SfaGfia. Schedula. Sciagraphia. Scriptio. Scrutinium. Sceno- 
graphia. Selecta. Sepimentum. Sermo. Specilegium. Specimen. 
Sylloge. 2v finr co fiara. Syntagma. Systema. Tentamen. Testi- 
monium. Thema. Theorema. Thesis 3Ü ). Tirocinium. Tractatio. 
Tractatus. Trutina. Velitatio. Ventilatio* Vindiciae. 

Sowohl in Verbindung mit der einen oder der anderen dieser 
Bezeichnungen als auch für sich als Ueberschrift allein findet 
sich auf mehreren Titelblättern der Dissertationen die Collectiv- 
bezeichnung: Centuria. Continuatio. Decas. Heptas. Pentas. 
Quaternarius. Semicenturia. Semidecas. Senarius. Sesquicenturia. 
Sesquidecas, sei es zur entsprechenden Bezeichung einer thesen- 
artig abgefassten Abhandlung, sei es, dass unter einer dieser 
Ueberschriften mehrere Kandidaten über [ein gemeinschaftliches 
Thema geschrieben haben. 

In einer vielfach auf der Rückseite des Titelblattes sich 
findenden Widmung des Verfassers, mit welchem zugleich der Name 
des Praeses zur Empfehlung der Dissertation oftmals unterzeichnet 
ist, pflegt der Verfasser seine Abhandlung ausser in vorge- 
nannter Weise zu bezeichnen als : Charta. Conatus. Foetus ingenii. 
Fructus ingenii. Incunabula. Labor. Libellus. Liber. Opella. Opus. 
Opusculum. Pagellae. Praeludia studiorum. Praemetia. Primae 
lineae. Primitiae. 

Der bisher angeführten Bezeichnungen bedienten sich, der 
einen mehr, der anderen weniger, sowohl die Professoren für 
ihre Disputationes privatae, als auch die Promovendi für 
ihre Disputationes publica e. 

A. Die Disputatio privat a. (Keine Promotionsschrift.) 

Scheint es auch zunächst ausser Zweifel zu sein, dass eine 
als „Primitiae" bezeichnete Dissertatio nur als die Erstlings- 
schrift eines Kandidaten gelten kann, welche derselbe zum Zweck 
seiner Promotion probandi causa der Fakultät zur Prüfung 
eingereicht hat, so bedienten sich doch auch die Professoren 
der Bezeichnung „Primitiae" für ihre Privatdisputationen, 
welche dieselben vornehmlich für die ars disputatoria der Stu- 



80 ) Vergl. 15. 



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234 Die Auetor schaft und Katalogisierung 

dierenden exercendi 31 ) causa für Honorar 82 ) zu schreiben 
pflegten. 

Während in der Regel eine Promotionsschrift als eine 
Disputatio publica für sich als Einzelabhandlung auch als 
Einzelheft von dem Verfasser veröffentlicht wurde, so pflegten 
die Praesides-Professores ihre zumeist über ein einzelnes 
Thema zusammenhängend bearbeiteten Privatdisputationen, 
obwohl fast ausnahmslos mit steter Erwähnung des betreffenden 
Respondenten nur als ein systematisch abgeschlossenes Ganze, 
nicht aber dasselbe als Einzeldisputationen herauszugeben. Vgl. 57. 

In dieser Beziehung schreibt Chr. Thomasius bei Gelegenheit 
der unter seinem Praesidium abzuhaltenden Privatdisputionen 
im Einladungsprogramm 33 ): „Publicet Praeses disputationes 
sub suo praesidio habitas et postea collectas sub suo nomine." 

Der Professor-Praeses disputationis privatae 33a , über 
welche derselbe als in einem Privatissimum „socio assumpto 
ad respondenduin" disputierte, war stets der Verfasser der- 
selben. Anders verhielt es sich, wenn ein Praeses bei einer 



81 ) Tn der Praefatio seiner 33 selectae disputationes, bei welchen 
stets der Name des Respondenten genannt ist, sagt Hieronymus Treut- 
lerus, Marp. 1592, dass er diese „studiorum primitias" verfasst habe 
„simul exercendi tum mei tum eruditissimorum juvenum causa", und 
in Bezug auf die Veranlassung der Veröffentlichung dieser seiner 
Privat disputationen hebt Treutlerus hervor, dass „easque in publicum 
edendi iidem auetores essent, qui et suseipiendi." In welchem 
Sinne das Wort Auetor hier zu verstehen ist, wird weiterhin gezeigt 
werden. Vergl, 48, 49, 50. 

82 ) Die Altdorfer Universitätsstatuten gestatteten keine gegen Ho- 
norarzahlung abzuhaltenden lectiones privatae. Auch die Disputatio 

» publica, welche zum Zweck der Promotion stattfand, war unentgeltlich. 
Am 23. November 1740 schrieb der Praeses F. Deinlinus zu Altdorf in 
der epist. gratulat. dem Promovendus G. König: „Grata quidem mente 
agnosci debet, sed laudari satis nequit institutum illud, quod huic no- 
strae studiorum Universitati proprium dici meretur, quod occasionem 
et facultatem concedit Dnn. Commilitonibus orationum et disputationum 
sine sumptibus ullis habendarum." — Eine Lectio publica (ein Publi- 
cum), bestellend aus 10 Dissertationen, über welche 10 Respondenten 
disputierten, war z. B. die Jurisprudentia criminalis dissertationibus 
aliquot publicis ventilata auetore et praeside W. Tb. Martini. 
Wittenb. 1669. Diese Dissertationen sind keine Examenschriften, da 
der Verfasser ein Praeses-Professor war. 

88 ) Anno 1693. In diesem Progr. invitat. zur Dodecas quaestionum 
promiscuarum nennt Thomasius die Namen der zwölf Respondenten. 
Die Anzahl derselben richtet sich ganz nach der Anzahl der zusammen- 
gehörigen Disputationes privatae, während bei der Disputatio publica 
nur ein Respondent genannt zu werden pflegt, obwohl über thesen- 
artig abgefasste Disputationes publicae auch mehrere Kandidaten 
gleichzeitig respondiertei). An der Aufstellung der Thesen hatte hierbei 
der Praeses den hervorragendsten Anteil. Vergl. 22. 

88 *) Vergl. 52a, 75. 



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der akademischen Dissertationen. 235 

disputatio p u b 1 i c a fungierte. Der Praeses war hier nur in dem 
Falle der Verfasser, wenn derselbe als Promovendus zumeist 
„socio assumpto ad respondendum" zugleich selbst als Praeses 
auftrat. 

Wie in der ersten, so ist auch in der zweiten 34 ) Abteilung 
seiner Geschichte der deutschen Rechtswissenschaft Stintzing dabei 
stehen geblieben, den Unterschied zwischen der Disputatio pri- 
vata und der Disputatio publica zu betonen, ohne die unter- 
scheidenden Kennzeichen beider darzulegen. Er sagt: „In 
engster Verbindung mit der Lehrthätigkeit steht die schrift- 
stellerische Produktion; die Bücher und Abhandlungen verdanken, 
soweit sie nicht von Praktikern herrühren, noch mehr als in der 
vorhergehenden Periode jener ihre Entstehung. Es gilt dies 
namentlich von derjenigen Form der Litteratur, welche im sieb- 
zehnten Jahrhundert den grössten Umfang erreicht hat, den 
Dissertationen. Wir sind heute gewohnt, hierbei an die Ab- 
handlung eines Kandidaten zum Zweck der Erwerbung eines 
akademischen Grades zu denken. Diese Bedeutung fehlte der 
Dissertation allerdings auch in dieser Periode nicht; ihre Abfas- 
sung gehört zu den Leistungen, welche die Voraussetzung bilden 
zur Erteilung der Licentia 36 ). Allein die Disputationes in- 
augurales bilden einen verschwindenden Bruchteil 36 ) der 
enormen Masse von Dissertationen, welche uns aus dieser Zeit 
von den namhaftesten Auetoren erhalten sind. So besitzen wir 
von W. A. Lauterbach 111 Dissertationen in 4 Quartbänden ; von 
G. A. Struve deren etwa 150; von Peter Müller in Jena deren 
etwa 230; von Samuel Stryk nicht weniger als 300, die etwa 
15 Folianten füllen 37 ). Diese Erscheinung erklärt sich nur aus 
der engen Beziehung, in welcher die Dissertationen zu den 
Collegia privata und den öffentlichen Disputierübungen 38 ) stehen. 

8 *) Seite 26 f. 1884. 

85 ) Ueber das Baccalaureat , die Magisterwürde, die Licentia und 
das Do ctorat vergl. die sub 23 angeführte Litteratur. 

86 ) Vergl. im Widerspruch hiermit 16a . 

87 ) Hätte Stintzing die in den genannten Werken gesammelten 
Dissertationen mit den in erster Ausgabe erschienenen Einzeldisser- 
tationen gleichen Themas verglichen, so würde er gefunden haben, 
dass ausser einigen Privatdisputationen und ausser den Promotions- 
schriften der hier genannten Professoren die anderen Dissertationen 
ursprünglich Promotionsschriften von Kandidaten waren, welche unter 
dem betreffenden Praeses publice disputierten. Ebenso verhält es sich 
mit den 128 Dissertationen, welche in 4 Quartbänden Halis Sax. 1773 bis 
1780 als „Christiani Thomasii Dissertationes academicae" 
herausgegeben sind, und dies läset erkennen, dass man nicht aus 
Sammelwerken die Namen der Verfasser der Dissertationen zu be- 
stimmen vermag. Vergl. 39. 

88 ) Disputierübungen waren die disputationes privatae, 
nicht aber die disputationes publica e. 



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236 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

Für die Exercitationes schreibt der Professor Abhandlungen , in 
welchen er ein Stück des Systems nach dem anderen methodisch 
in Thesen darstellt. Die Dissertation wird den Mitgliedern des 
Collegiums diktiert oder zum Abschreiben überlassen, dann auch 
zunächst für sie in Druck gegeben. Aus den Schülern wird einer 
zum Kespondens ernannt, dessen Name bei der Drucklegung auf 
dem Titel 39 ) erscheint. Seine Aufgabe besteht darin, bei den 
Exercitationes den Inhalt der Dissertatio zu vertreten, also die 
einzelnen Sätze zu beweisen, zu erläutern und gegen die Ein- 
würfe und Fragen zu vertheidigen, welche von den übrigen Mit- 
gliedern des Collegiums erhoben werden. Dies ist die Dispu- 
tatio privata. Zu dem Zweck ist die Dissertation in kurze 
Abschnitte, Theses, gegliedert, welche den Lehrsatz kurz zu- 
sammenfassen, den Beweis andeuten, Belegstellen und Litteratur 
allegieren. Der Lehrer führt bei der Disputatio das Präsidium, 
wobei wir nicht bloss an den leitenden Vorsitz 40 ) , sondern weit 
mehr an den Schutz und Beistand, welchen er dem Eespondenten 
gewährt, zu denken haben. Aus diesem Zwecke der Dissertationen 
erklärt sich ihr Inhalt, ihre Gliederung, ihr gleichmässiger Um- 
fang, ihre massenhafte Anfertigung. In Sammlungen 41 ) zusammen- 
gefügt, erschöpfen sie grosse Gebiete des Kechtssystems, aber sie 
bilden auch die Grundlage grösserer Werke, denn die unter den 
Namen Syntagma, Collegium, Exercitationes, Conclusiones heraus- 
gegebenen Werke, sind zum Teil nichts anderes als die aneinander- 
gereihten Dissertationen, welche ein Gelehrter im Laufe einer 
Reihe von Jahren für seine Collegien ausgearbeitet hat mit dem 
von vornherein im Auge behaltenen Plane, sie später einmal zu 
einem Systema, d. h. zu einem vollständigen und abschliessenden 
Ganzen zusammenzufügen. 

B. Die Disputatio publica. (Promotionsschrift.) 

Christian Thoraasius 4 2 ), und mit den folgenden Worten setzt 
sich Stintzing mit der Ansicht des Thomasius über die Disputatio 
publica auseinander, berichtet in seiner kaustischen Weise, wie es 



89 ) Der ursprüngliche Inhalt der Titelblätter ist vielfach in neuen 
Auflagen und bei Aufnahme der Disputationen in Sammelwerken 
verkürzt oder das Titelblatt später ganz weggelassen worden. 

40 ) Vergl. 2 *a. 

41 ) Siehe z. B. eine wie sub 81 genannte Sammlung, und um 
solche Sammlungen von Privat disputationen , die nur von einem 
Verfasser herrühren, handelt es sich hier, nicht aber um Sammlungen 
solcher Dissertationen, die einem Praeses zugeschrieben sind, unter 
welchem über die betreffenden Abhandlungen von Kandidaten publice 
disputiert ist. 

") Progr. invit. 1693. 



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der akademischen Dissertationen. 237 

zu seiner* 3 ) Zeit mit den öffentlichen 44 ) Disputationen zur 
Erlangung eines Grades gehalten wurde. Das Disputieren im ge- 
bräuchlichen Sinne des Wortes, d. h. Vertheidigung und Angriff 
ist dabei ganz Nebensache 44 *. Die Hauptsache ist die sorg- 
fältig ausgearbeitete Abhandlung 46 ) (Disputatio, Dissertatio). Der 
Praeses hat sie geschrieben 46 ) und dem Praeses überlässt 
der Respondent auch in Bescheidenheit die Vertheidigung, so dass 
der Praeses zum Respondenten, der Respondent zum Praeses auf 
dem unteren Katheder geworden ist 47 ). Auch bedarf es gar 
nicht vieler Worte 48 ) der Vertheidigung, da ja die guten Freunde 
mit Gratulationen und Gedichten bei der Hand sind. Und wenn 
einer sich auf dem Titelblatt der Disputatio als Auetor 49 ) 

45 ) Vergl. 24. 

44 ) Im progr. invit. 1693 sagt Chr. Thomasius: „Nostri juvenes 
longe majora et fortiora scientiae ac doctrinae argumenta suppeditant, 
dum auetores fiunt disputationum elegantissimarum de selectis juris 
materiis qua theoreticis qua practicis saepius in justi traetatus formam 
exerescentium." Vergl. hiergegen Stintzings irrige Auffassung 46. 

44 a) Chr. Thomasius sagt im progr. invit. bei Nennung der Namen 
der Respondenten, für welche er die vorliegenden zwölf Privatdispu- 
tationen geschrieben hat: „Quod et respondendo et opponendo 
sub meo praesidio et directione seeundum regulas bonae disputationis 
se in posterum publice exercere atque ita ad ulteriora exer- 
citia quasi praepare velint." Nach Thomasius Worten ist Ver- 
teidigung und Angriff bei der Disputatio publica doch nicht als 
Nebensache aufzufassen, wenn die Disputatio privata alsUebung 
und Vorbereitung hierfür hat dienen sollen. 

46 ) Vergl. 44. 

46 ) Vergl. 44. 59. Der Professor-Praeses hat nur die Disputatio 
privata geschrieben. 

47 ) Im progr. invit. sagt Chr. Thomasius in Bezug auf die Rollen- 
vertauschung bei der Disputatio privata: „Totus mundus cum nomina 
rerum transmutet, quidni id liceat studiosis, qui tot privilegiis sunt 
ornati in jure, ut subinde ex praesidibus faciant respondentes, 
ipsi vero praesidum personam sustineant in cathedra inferiori et 
cum melius addere non possunt, modestiam suam declarent silentio." 

48 ) Auch hier zeigt es sich, wie nötig es ist, die Worte des 
Thomasius selbst anzuführen; er sagt im progr. invit: „Quid verbis, id 
est responsionibus opus est, ubi praesidis et amicorum testimonia 
in epistolis aut carminibus gratulatoriis disputationi prae-et submissa 
adsunt?" Der Sinn dieser Worte ist, dass wo der Praeses und die 
Freunde durch ihre Bezeugung darthun, dass eine betreffende disputatio 
publica von dem oder jenem verfasst sei, es eigentlich zur Beglaubigung 
dessen einer Responsio des Verfassers nicht noch besonders bedarf. 

Thomasius selbst sagt, 3. Febr., Hai. Sax. 1701 in einem Nachwort 
zur Dissertatio de vera pietate juridica , welche der Promovendus Ph. 
Goetz ihm vorgelegt hatte: „Patere nobilissime candidate, ut quod 
alias in disputationibus, quas ipse non elaboravi, cum 
tempus superest, facere soleo et hie expediam atque nonnulla moneam. tt 

49 ) Die Worte des Thomasius lauten: „Neque falsum committitur, 
dum quis se auetorem scribit disputationis, cuius nee lineam saepius 
elaboravit saepius nee intelligit". Es ist klar, dass hier auetor nicht 
als mit scriptor gleichbedeutend aufzufassen ist. Auetor ist hier in 



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238 Die Auctorschaft und Katalogisierung 

nennt, obgleich er kein Wort von ihr geschrieben, ja sie nicht 
einmal verstanden hat, so liegt darin keine Fälschung. Man 
muss das Wort Auetor nur richtig verstehen: „Auetor 60 ) est 
qui auetor fuit, ut praeses disputationem conscriberet. Der Praeses 
möge immerhin die- unter seinem Praesidium vorgetragenen Dispu- 
tationen später gesammelt unter seinem Namen publicieren 51 ). a 

Die Auffassung Stintzings wird durch die angeführten Worte 
des Thomasius selbst widerlegt. 

Nicht nur in Sammelwerken sind viele Dissertationen, über 
welche unter einem Praeses disputiert worden ist, mit veränderter 
oder ganz weggelassener ursprünglicher Titelfassung uns über- 
kommen, auch Einzelausgaben der ursprünglichen Disser- 
tationen sind unter den gleichen Veränderungen der Titelblätter 
zunächst demjenigen Praeses als dem vermeintlichen Verfasser 
zuerteilt worden, unter welchem ursprünglich über dieselbe Abhand- 
lung der Verfasser als Promovendus-respondens disputiert hat. 

Die Anführung einiger Beispiele möge hierfür genügen 5 2 ). 

einem Causalverhältnis als Ursache der Wirkung oder als Grund der 
Folge zu betrachten. Am besten erklärt der Praeses P. Ludewig die, 
wie hier, dem Worte auetor noch zukommende Bedeutung. Er sagt 
dem Promovendus Ph. Hoiermann in bezug auf seine Promotions- 
schrift in der epist. gratul: „Auctorem alieuius rei dici non solum, 
qui rem ipse conficiat, sed qui causa sit, ut illa ab alio conficiatur." 
Diese causa pflegte der Respondent, respective das Honorar desselben 
zu sein, für welches der Professor-Praeses die Privatdisputationen 
conscribierte. Vergl. 32. 

6 °) . Thomasius sagt selbst im Progr. invit: „In materia praesenti 
auetor est, qui auetor fuit, ut Praeses disputationem conscriberet." 
Der Respondent ist der auetor scribendi, der Praeses ist der auetor- 
scriptor der Privatdisputationen. Umgekehrt ist das Verhältnis 
bei der Disputatio publica. Vergl. 15, 31. In bezug auf die Disputatio 
privata ist der Professor als Praeses dissertationis auch der auetor- 
scriptor dissertationis. In Bezug auf die Dissertatio publica ist, wo 
nicht der Promovendus selbst der Praeses ist, der Professor der Praeses 
dissertationis und der Promovendus-respondens der auetor-scrip- 
tor derselben. Vergl. 24 a ). 

ßl ) Vergl. 33. Publicieren konnte der Professor- Praeses nur 
seine Disputationen als die seinigen. 

52 ) Halae 1728 erschien: J. Chr. Falckneri discursus juridicus de 
autochiria, Vom Selbstmord, in celebri Academia Jenensi anno 1670 
habita. 

Das Titelblatt der ersten Auflage dieser Schrift besagt, dass 
über dieselbe 1670 sub praesidio J. Chr. Falckners N. Francke als 
auetor disputiert hat. 

Francof. et Lips. 1729 erschien: Petri Mülleri JCti commentatio 
juris publici de concordia discordantis Germaniae. 

Bereits 2. Jan. 1681 hat, wie die erste Auflage zeigt, Petrus 
Müllerus dem F. von Beilwitz zur Abfassung dieser Schrift gratuliert. 

Viennae 1736 erschien: B. L. Mollenbecii dissertatio de juribus 
Caesaris. 

Ueber dieselbe Abhandlung hat bereits 12. Mart. 1716 als 



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der akademischen Dissertationen. 239 

Es ist bereits hervorgehoben worden, dass die Profes- 
soren die Privatdisputationen nicht als Einzelhefte 52 '), 
sondern als systematisches Ganze herauszugeben pflegten. 

Zweifellos ist die als Einzelheft in einer neuen Auflage er- 
schienene Dissertatio de circumventione in contractibus licita, welche 
der Herausgeber dem J. Gr. Kulpis zugeschrieben hat, die Promo- 
tionsschrift eines Kandidaten gewesen, welcher über dieselbe 1686 
unter dem Praesidium des Kulpis disputierte. 

Der Herausgeber dieser Dissertatio sagt 1686 im Vorwort: ß3 ) 
„Quae hie denuo recusa est dissertatio, jam anno octogesimo sub 
nomine alterius 54 ) prodiit, qui eo tempore inter auditores nostri 
auctoris 55 ) fuerat ejusque scholas seetabatur. Postquam vero 
distractis prioribus exemplis nova editio desiderabatur, vero 
auetori laborem sum vindicare editor voluit ex praesumpta illius 
voluntate, cum in neminis injuriam incedat et tarnen publice in- 
tersit, omnino scire, cui hie vel iste labor sit re vera tribuendus. 
Ita enim mos academicus hactenus tulit, ut doctores suis audi- 
toribus disputationes ingenii exercendi 56 ) causa proponendas 
subinde conscribant; horum nomen exercitio academico praefigitur, 
ut traetatio rei ipsius, quae exercitio isti argumentum dedit et 
occasionem, alium habeat auetorem." 

Der in diesem Vorwort erwähnte mos academicus 57 ) galt 



auetor et respondens C. de Menshengen in Giessen unter dem Praeses 
B. L. Mollenbecius disputiert. 

Halae 1736 erschien: Joan. Petr. de Lud ewig, Friedericianae 
cancellarii Opusculum de matrimoniis prineipum per procuratores. 

Bereits am 7. Aug. 1724 hat der Praeses Joan. Petr. de Lud ewig 
dem Carolus Dubislavius de Nazmer als dem auetor obiger Abhand- 
lung, über welche der letztere am 21. Juli disputiert hat, gratuliert. 

Jenae 1756 erschien: Dissertatio juridica de ficto seu quasi do- 
minio. — Auetore Petro Müllero. 

Ueber dieselbe Schrift hatte als Verfasser derselben J. S. Krebs 
praeside Petro Müllero bereits 1687 disputiert. 

Jenae 1742 erschien: Commentatio juridica de bonis constante 
matrimonio quaesitis scriptore Petro Müllero. 

Ueber dieselbe Schrift hatte bereits Nov. 168ß G. A. Plathner, 
welcher sich ausdrücklich auetor nennt, disputiert. 

62 a ) Vergl. 33 a , 75. In diesen nur vereinzeint vorkommenden 
Fällen lässt die Titelaufschrift die Disputatio privata erkennen. 

55 ) Diese Dissertation ist zuerst 1686, Swobaci, und im Jahre 
1739 mit demselben Vorwort als editio emendatior, Halis, von Prof. 
J. Beyer neu herausgegeben. 

M ) Respondentis. 
Bö ) Vergl. 49. 

56 ) Vergl., 44*. 

67 ) Zu dieser Mitteilung über den „mos academicus" ist ver- 
gleich ens wert, was Stintzing in der ersten Abteilung seiner Rechts- 
geschichte, Seite 150 über den „mos Italicus" sagt. Seine Worte 



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240 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

indes nur für die Disputatio privata des Professors, nicht aber 
für die Disputatio publica des Promovendus, wie dies in dieser 
Abhandlung 57 *) sowohl durch die eigenen Worte der Praesides 
als auch die der Respondenten weiterhin bekräftigt wird. 

Während in der Regel bei einer Disputatio privata ein 
Professor als auetor-scriptor disputationis zugleich auch als prae- 
ses derselben in persona fungierte, so ist dies letztere bei der 
Disputatio publica nicht in der Regel der Fall gewesen, wie 
dies bei der grossen Anzahl von Promotionen erklärlich war 58 ). 

In einzelnen Fällen trat der Promovendus 59 ) selbst als Praeses 
bei seiner Disputatio publica unter Assistenz eines Respondenten 
auf und aus einer Widmung oder aus einer beigefügten epist. grat. 
lässt sich zumeist erkennen, wer von beiden der Promovendus 
respektive der auetor-scriptor der Dissertation gewesen ist. 

Auch bereits in einer Fakultät Graduierte pflegten, wenn sie 
sich um das Doktorat in einer anderen Fakultät bewarben, als 
Promovendi unter Beobachtung der üblichen Promotionsformali- 
täten „socio assumpto ad respondendum" bei ihrer Disputatio 
publica selbst als Praesides zu fungieren. Dies pflegte auch der 
Fall zu sein, wenn ein Docent beim Antritt einer Professur, wo- 
bei mehr oder weniger auch die üblichen Promotionsformalitäten 
beachtet wurden, „pro loco" oder „pro munere" öffentlich disputierte. 

Vereinzelt sind die Fälle, dass zwei 60 ) Praesides bei 
einer öffentlichen Disputation fungierten. 

lauten: „Der akademische Unterricht more Italico besteht darin, 
dass dem Schüler die Forschung selbst im Vortrage mitgeteilt und er, 
indem sie vor ihm geschieht, an der analytischen Arbeit beteiligt wird ; 
ein an und für sich durchaus würdiges Verfahren, welches nur an dem 
Gebrechen leidet, dass es bei dem Zuhörer eine Reife und einen Besitz 
von Kenntnissen voraussetzt, welche erst durch längeres Studium er- 
worben werden können. Das Ergebnis der Forschung geht, nachdem 
es für die Vorlesung vollendet und in dieser verwendet worden ist, in 
derselben Form in die Litteratur über. Die Bücher sind publicierte 
Vorlesungen." 

67 a) Vergl. 73 a. 

68 ) £rf. 13. Dec. 1728 sagt A. H. Wunderlich im Vorwort seiner 
Dissertatio de pactis comitum a Schönburg: „Vivimus in seculo, quod, 
uti in omnibus abundantiam suam prodit, ita et proereatione dispu- 
tationum omnium facultatum haud segni. Congeries enim dissertationum 
juridicarum hoc aevo adeo exerevit, ut vix materia tarn specialis in- 
veniri possit, de qua haud una aut plures in lucem editae sint." 

Lips. 20. Aug. 1771 sagt der Praeses G. Einert in der epist. grat. 
dem Promovendus R. Teller: „Evenit, ut perpauci dies praetereant, 
quibus nulla edantur speeimina a juvenibus". 

69 ) Erf. 1678 disputierte publice der Promovendus B. Stendorf 
als „Praeses et auetor" respondente N. Meynong de officio judicis. — 
Auetor ist hier identisch mit scriptor. Vergl. 46. 67. 

60 ) Colon. 9. Jan. 1794 disputierte publice Dr. phil. Xaver Im- 
hof unter Assistenz von zwei Praesides behufs Erlangung der 
juristischen Doktorwürde. 



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der akademischen Dissertationen. 241 

Die Promotionsschriften tragen auf dem Titelblatt zu- 
meist eine der sie als Examen Schriften kennzeichnenden Auf- 
schriften, wodurch dieselben sich bereits äusserlich formaliter von 
den Privatdisputationen unterscheiden. Zwar wechseln diese 
Formeln der Aufschriften sehr ab in ihrer kürzeren oder längeren 
Abfassung. Jedoch die beispielsweise Anführung der Formel „Disser- 
tationem examini publico proponit" genügt, um eine Pro- 
motionsschrift als Examenschrift von einer Disputatio privata, 
welche nicht examini publico proponiert wurde, zu unter- 
scheiden. Auch tragen diese Disputationes publicae fast aus- 
nahmslos die Aufschrift, die wiederum in ihren Formeln wechselt: 
,,Pro gradu doctoris", oder „Ad summos honores rite capessen- 
dos u , u. a. 

Fast durchweg gebräuchlich ist auf den Titelblättern der 
Disputationes publicae die ebenfalls in der Anwendung variie- 
render Formeln gleichbedeutende Inaugurierung: „Auctoritate atque 
consensu facultatis"; — „Annuente inclyta facultate"; — ,,Con- 
sensu atque sufifragio facultatis". 

Zuweilen überreichte der Promovendus seine Dissertation der 
Fakultät in einer auf dem Titelblatt der Dissertation gebrauchten 
Satzverbindung im Plural, indem er, ausser sonst zu sagen: 
proponit, submittit, sistet, oder subjicit, u. a. sich des Plurals 
bediente und hierbei den Praeses mit bezeichnete. Letzterer pflegt 
auch oft als „Praeses dissertationis" neben dem Promovendus- 
respondens unter einer Widmung auf der Rückseite des Titel- 
blattes zur Empfehlung der Dissertation mit genannt zu sein. 

In diesen Fällen, wo eine Dissertation auf dem Titelblatt die 
Formel trägt „Proponit P et Respondens R, oder „Proponunt 
P et Respondens R, ist der erstere nicht immer ausdrücklich als 
Praeses bezeichnet, obwohl er, wie zumeist die Widmung auf 
der Rückseite des Titelblatts angibt, der Praeses und der Zweit- 
genannte 61 ) der Verfasser der Dissertation zu sein pflegt. 



61 ) Dziatzko, Instruktion, Berlin 1686, Seite 14, §94 sagt: „Sind 
zwei Disserenten genannt ohne Angabe eines Praeses und ohne den 
Verfasser besonders zu kennzeichnen, so ist der erste als Verfasser 
anzusehen und sein Name wird OW; der andere ist Respondent und 
erhält kein RW U (Rückweis). 

Aber Lips. 1616 steht auf dem Titelblatt einer Dissertation: S. 
Mosbachius, J. U. D. publice ventilandam proponit respondente 
J. G. Opell. — Letzterer erweist sich als Verfasser der Dissertation. 

Lips. 1638 lautet u. a. das Titelblatt einer Dissertation: Subjicit 
D. Lindner. U. J. D. et respondendo defendet R. Putscher. — Letzterer 
erweist sich als Verfasser der Dissertation. 

Lips. 1716 erschien eine Dissertation mit der Aufschrift: C. 0. 
Rechenberg et J. de Münchhausen etc. sistent. Aus der epist. grat. 
des R. ergibt sich, dass Letzterer der Verfasser der Dissertation war. 

16 



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242 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

Ausnahmsweise fungierte auch ein noch nicht Graduierter 
bei einer Disputatio publica als Praeses 62 ). 

Die illustren Titulaturen, welche auf den Titelblättern 
der Disputationes publicae den Praesides von den betreffenden 
Verfassern der betreffenden Dissertationen beigelegt werden, fehlen 
auf den Titelblättern der Disputationes privatae, da ja der Pro- 
fessor als scriptor dissertationis privatae sich selbst nicht als 
Dn. (Dominus) doctissimus, ornatissimus , celeberrimus, excellen- 
tissimus bezeichnen konnte. 

Dass der Promovendus-respondens, mag sich derselbe auf dem 
Titelblatt, sei es auf der Vorder- oder Rückseite desselben, oder in 
einer Widmung als auetor dissertationis ausdrücklich bezeichnet 
haben oder nicht, stets als der scriptor dissertationis publicae hat 
gelten wollen und sollen, dies wird ausser durch die epistola gratula- 
toria des Praeses selbst und ausser durch die der Dissertation meist 
angehängten carmina gratulatoria der Freunde, in welchen der 
Name des scriptor dissertationis genannt zu werden pflegt, auch 
durch die„Solemnia inauguralia" bestätigt, als durch die Einladungs- 
programme, mit welchen der Kanzler, Rektor, Dekan, oder irgend 
ein Professor zur Beteiligung an den öffentlichen Disputationen 
der betreffenden Kandidaten einlud, bei welcher Gelegenheit neben 
dem Namen des Promovendus auch das Thema der von ihm 
verfassten und von ihm zu verteidigenden Dissertation genannt 
wurde. Aber auch hiervon oder von der hierauf beruhenden 
Diplomausteilung abgesehen, geben die Formalien der Titelblätter 
noch weitere Auskunft darüber, wie es sich mit der Auetorschaft 
der Disputationes publicae verhalten hat. 

Mit Nachdruck ist auf den Titelblättern vieler Dissertationen 
hervorgehoben, dass der betreffende Kandidat über seine vorgelegte 
Promotionsschrift ,,Absque praeside" oder „Sine praeside" öffent- 
lich zu disputieren gedachte. 

Ueber die Bedeutung dieser Formeln geben die Kandidaten 
zuweilen in einem Vorwort selbst und auch hier und da ein Pro- 
fessor in einer epist. grat. die Auskunft, dass der Gebrauch der 
Formeln vornehmlich denjenigen Kandidaten verstattet war, welche 
durch ein zuvor rühmlichst bestandenes mündliches Examen des 
Beistandes und der Aufsicht eines Praeses bei der Disputatio pub- 
lica als nicht bedürftig sich erwiesen hatten 63 ). 



62 ) Jen. 10. Jul. 1600 disputierte Praeside J. A. Marco, J. V. 
candidato der Promovendus G. Fehr über das Thema de tutela. 

68 ) In seiner Dissertatio de successione feminarum sagt J. de Kling- 
lin, Argent. 1. Jun. 1707: „Cum exantlato bono cum Deo utroque 
examine intelligerem, me per statuta Universitatis teneri, ad 
dissertationem inauguralem habendam atque argumenti potestas pariter 
ac ,8ine praeside* disputandiex decreto amplissimae Facultatis juridicae 



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der akademischen Dissertationen . 243 

Statt der Bezeichnung Praeses, Praesidens, Sub praesidio 
finden sich auf den Titelblättern vieler Disputationes publicae, 
und zwar teils für sich allein, teils in entsprechenden Zusammen- 
setzungen die mehr oder weniger gleichbedeutenden Bezeich- 
nungen: Arbitro; Sub arbitrio; Arbitro et moderatore; Auetore; 
Auetore et Praeside; Sub auctoris praesidio; Auspice; Sub cly- 
peo; Directore; Diribitore; Dirigente; Duce; Duce et praeside; 
Ducente; Sub duetu; Mediante; Sub moderamine; Sub modera- 
mine ac praesidio; Moderante; Moderante ac praesidente; mode- 
ratore; Moderatore ac praeside; Sub moderatione; Patrocinante ; 
Sub patrocinio; Sub praesidio auctoris; Praeside et auetore; 
Praestite ; Sub proreta ; Prosperante ; Sub tutamine ; Tutante ; Sub 
tutela; Tutore; Sub umbone; Vindice. 

Vielfach und zwar zumeist in der Verbindung mit Tutore 
bedienen sich die Verfasser der Dissertationen auf den Titel- 
blättern des Zusatzes: „Pupillorum et orphanorum patrono". 

Bereits die Statuten von Bologna stellen den scolarem zu 
seinem Lehrer in das Verhältnis, welches dem des Pupilli zu 
seinem Tutor entspricht 64 ). 

Im Handlexikon zu den Quellen des römischen Rechts sagt 
G. Heumann: 65 ) „Auetor ist insbesondere der technische Aus- 
druck für den die Handlungen seines Pupillen genehmigenden 
und bekräftigenden Tutor". 

Hiermit löst sich das Problem, dass, wie Schrettinger sagt, 
es auf manchen Titelblättern akademischer Dissertationen aus- 
drücklich heisst Auetor et Defendens und ebenso oft wieder 
Auetore et Praeside. 

Wie der Respondens bei der Disputatio privata als auetor 
scribendi und der Praeses derselben als auetor scriptor 

mihi obtigisset, animum statim subiit materiae feudali postremum hunc 
in Academia laborem comparare." 

Im Vorwort seiner Dissertatio expeetativa sagt Chr. de Klinglin, 
Argent> 8. Mart. 1708: „Exantlato ante paucas septimanas utroque 
examine cum honorificum .sine praeside' disputandi decretum pro 
me interpositum esset, statim coepi de argumento dissertationis eligendo 
cogitare." 

Zur Dissertation des Promovendus W. G. Jacobs bemerkt Pro- 
fessor Chr. Henne, Erf. 17. Mart. 1742: „Speciminis tui inauguralis 
proprio Marte elaborati defensionem ,sine praeside', quod multi 
reformidare solent, suseipis." 

64 ) Savigny, Geschichte des römischen Rechts im Mittelalter, 
Bd. III., S. 658, De punetis in privata examinatione : „Doctor in privata 
vel publica vel ejus occasione non aliter tractet scolarem, quam suum 
filium faceret proprium". 

65 ) Jena 1879. — Vergl. E. Dirksen, Manuale Latinitatis fontium 
juris civilis Romanorum. 

Siehe Horaz, Sat. I, 4, 124: „Hab es auetorem", Mahnwort des 
Vaters an seinen Sohn zur Befolgung- seiner Lehren. 



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244 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

galt, so war zumeist bei der Disputatio publica der Praeses 
der auetor scribendi und der Promoven dus durchweg der 
auetor scriptor, zu welchem der Praeses durch seine auetori- 
tas als auetor scriptoris in das Verhältnis wie des Tutor 66 ) 
zu dem Pupillus trat. 

Dass in den Fällen, in welchen auf den Titelblättern der 
Disputationes publicae 67 ) der Praeses als Auetor genannt wird, 
derselbe, wofern er nicht selbst als auetor scriptor der Promo- 
vendus ist, nur der auetor scriptoris, nicht aber der auetor 
scriptor war, dafür möge die Anführung einiger Beispiele ge- 
nügen, um hierdurch zugleich auch für die Katalogisierung der 
betreffenden Dissertationen möglichst alle Zweifel an der Feststel- 
lung der Namen der Verfasser zu beseitigen. 

Sub praesidio auctoris J. V. Lomberg disputierten C. 
und F. de Gruben über eine aus zwei Teilen bestehende Disser- 
tatio de origine ac statu hodierno jurium. Bonnae 2. Jul. 1772. 

Die beiden Disputanten geben sich ausdrücklich als die Ver- 
fasser der aus zwei Teilen bestehenden Dissertatio zu erkennen. 

Auetore et praeside D. A. Erbs disputierte L. de Meven 
de matrimoniis. Fuldae 7. Sept. 1737. 

Letzterer bezeichnet sich ausdrücklich als den Verfasser der 
Dissertation. 

Sub auctoris praesidio C. 0. Thylii disputierte de 
vindiciarum et notarum speeimine quinto E. Hirsch, Heidelb. 1711. 

Der Letztere nennt sich als Verfasser des speeimen. 

Sub moderamine J. H. Boehmeri disputierte als auetor 
der Promo vendus H. Bendeleben de diverso sponsalium et matri- 
monii jure. Halis 25. Maj. 1718. 

In der epist. grat. sagt Boehmer: „Deprehendi, ut non 
potuerim, non tibi auetor fieri, quo hoc tuae industriae docu- 
mentum publico examini subjiceres et defensionem tui laboris 
suseiperes". 

Der Praeses Chr. Gmelin schreibt, Tubing. 24. Aug. 1796 
dem Promovendus J. Mousson in Bezug auf seine ihm überreichte 
Dissertatio: „Nullam profecto in ea elaboranda laudem mihi vindi- 



66 ) Digesta XXVI, 8, 3: „Etiamsi non interrogatus tutor auetor 
fiat, valet auetoritas ejus, cum se probare dicit id quod agitur: 
hoc est enim auetorem fieri". (Ermächtigen; gutheissen.) 

67 ) Wo auf dem Titelblatt einer Disputatio privata der Praeses 
sich auetor nennt mit der Formel „Praeside et auetore" oder „Auetore 
et praeside" oder „Sub auctoris praesidio" u. a., in diesen Fällen ist 
auetor mit scriptor identisch, indem die Privatdisputationen vom 
Praeses selbst geschrieben wurden und hier dus Wort auetor als „in 
rem suam" nicht die Bedeutung des Tutor wie bei der Disputatio pub- 
lica hat. Siehe 59 und Justiniani institutiones I, 21, 10: „Ipse tutor 
in rem suam auetor esse non potest." 



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PPJUMJ*' 



der akademischen Dissertationen. 245 

care possum, qui äuctor suasorque 68 ) tantum tibi fui, ut 
doctrinam de pigneratitiae actionis praescriptione tibi sumeres." 

Vereinzelt sind die Fälle, wo ausser einem in persona bei 
einer Disputatio publica fungierenden Praeses-Professor auf dem 
Titelblatt der Abhandlung das Numen divinum für das Praesi- 
dium adoriert ist. 

Zahlreich indes sind diejenigen Dissertationen, auf deren 
Titelblättern dem Numen divinum allein das Praesidium dispu- 
tationis überlassen ward, und zwar in mehr oder weniger wechseln- 
den Formein der Adoration. 

Es sind angerufen um das Praesidium Deus; Christus; 
Trinitas; Jehova; Zebaoth; die Hypostasierungen der 
Gratia, der Justitia und der Veritas, sowie Heilige der 
Schrift und des Cultus. 

Die Votiv formein und die ihnen als Abbreviaturen ent- 
sprechenden Sigla 69 ) pietatis haben sowohl auf den Titel- 
blättern, als auch hier und da über den Vorworten und am 
Schluss zahlreicher Dissertationen für die Verfasser derselben als 
die Manifestationsformeln der Auetorschaft gegolten. 

Nicht nur in den akademischen Dissertationen, sondern auch 
in anderen älteren Druckwerken finden sich, zumeist auf den Titel- 
blättern, über den Vorreden oder am Schluss zur Bekräftigung der 
Auetorschaft und der Authenticität Votiv formein oder ihnen 
nach dem Anfangsbuchstaben der einzelnen Worte entsprechende 
Sigla pietatis, welche letzteren zumeist nur durch die Auf- 
findung der ersteren in anderen Schriften erklärbar 70 ) sind. 

Als ein besonderes Zeichen der Verehrung ist von einzelnen 
Promovendis den Praesides ein „Monumentum votivum" in Form 
eines mit den Anfangsbuchstaben ihres Namens übereinstimmendes 
Siglum auf dem Titelblatt der Dissertation gewidmet worden 71 ). 



« 8 ) Cic. de off. 111,30: „Suasor et auetor." III. 33: „Adjutor 
auetorque sententiae." 

69 ) üb das Wort Sigla von sigilla oder singula oder von dem 
hebräischen Wort sakal klug, fromm sein, und hiervon maskil, Dank- 
spruch, Sinnbild herzuleiten ist, darüber ist zu vergleichen Pott, 
Etymol. Forschungen II, 2, 43. 

Justinian gebraucht dieses Wort Sigla im Plural als Bezeichnung 
der Abbreviaturen von Gesetzesformeln, deren Abkürzungsgebrauch er 
nicht gestattete. Vergl. Constitutio Deo auetore 13 ; Constitutio Tanta 22 
und Constitutio Omnem 8. 

70 ) Nur einige dieser Sigla pietatis hat J. Nicolai in seinem Trac- 
tatus de siglis veterum Lugd. 1703 und U. F. Kopp in seiner Palaeo- 
graphia critica, Mannh. 1817 berücksichtigt. 

71 ) Lips. 6. Sept. 1677 sagt der Auetor et Respondens M. H. 
Hagelganss in Bezug auf seine praeside D. F. Ge^islero veröffentlichte 
Dissertatio de titulo Nos Dei Gratia im prooemium: „D. F. G. — 
Literis hisce alii usi fuerunt in disputationum prooemiis, utar et ego. 



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246 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

Zwar bedienten sich auch die Professoren 72 ) bei ihren Dispu- 
tationes privatae hier und da der Weihe- und Widmungsformeln, 
doch findet sich der Gebrauch beider zumeist in den Abhandlungen 
der Promovendi 72a ), welche ihre selbständige Abfassung der Disser- 
tation hierdurch besonders besiegelten und ausser dem Gebrauch der 
Formulae oder Sigla pietatis finden sich auch die einfachen Widmungs- 
worte : Deo ; Patriae ; Parentibus ; Patronis ; Amicis mit der ent- 
sprechenden Hingebung, welche das Siglum D. D. C. bedeutet 73 . 

Dass nicht immer sehr bald nach der stattgehabten Disputatio 
publica die Dissertation im Druck erschienen ist, lässt sich bei 
vielen derselben daraus erkennen, dass die Jahreszahl des ersten 
Druckes derselben oft eine um mehr als ein Jahr spätere ist als 
die Jahreszahl, welche der Verfasser der Dissertation in einer 
Votivformel als „Votum chronognosticum" hier und da ausge- 
drückt hat. 

Bei Dissertationen in neuen Auflagen, welche mit der späteren 
Jahreszahl des Neudruckes versehen sind , ist , wofern auf dem 
ursprünglichen Titelblatt der ersten Auflage ein „Votum chrono- 
gnosticum" verzeichnet war und wofern dasselbe in der neuen Auf- 



Non tarn , quia nomen praesidis subinnuunt , quam quia formulam 
Pietatis votivae in exordiis rerum agendarum necessariae, conti- 
nent. Pietatis formulam voco non solum, quia ad Divini F a- 
voris Gratiam provocat, sed quia etiam eadem Uni placuit Ludovico 
Pio Imp. 

72 J Hieronym. Treutlerus sagt in praef. select. disput. privat. 
Marp. 1592: „Omniuo operi quaerendus patronus et quoddam quasi 
numen tutelare." 

78 a ) Dat, Dant, Donat, Donant, Consecrat, Consecrant. 

73 ) Marb. 19. Aug. 1697 sagt H. Mojer in seiner sub Praesidio 
divini numinis inaugurierten Dissertation, worin er sich nicht Auetor 
nennt: „Non ea est vel auctoris dignitas vel opusculi elaboratio, ut 
suo quasi jure tanta nomina in frontispicio praefigere debeat aut possit, 
sed quod disputationem hanc inauguralem sacro primitiarum jure 
vobis offerre et — hunc laborem meum et symbolica traditione me 
ipsum vobis ita tradere voluerim." 

Altdorf, Jun. 1731 sagt C. Ch. Oelhafen in der praefatio seiner 
Praeside F. Deinlino vertheidigten dissertatio de singulari custodien- 
dorum ignium cura: „Qui felicem studiis suis Academicis finem im- 
ponere allaborant, duobus defungi prius laudabiliterque offieiis: Pia 
primum vota nuneupant pro salute patriae parentum, omniumque 
eorum , quos publicarum privatarumque felicitatum auetores ac 
conservatores venerantur; dein de de publico industriae speeimine 
relinquendo solliciti sunt, ne in otio tempus Academicae vitae con- 
surapsisse videantur." 

Lips. 1744 widmet J. C. Lehmann seine Dissertation dem Praeses 
J. F. Richter und sagt: „Antiquissima jamjam obtinet inter literarum 
eultores consuetudo, ut scientiarum primitias iis dicare soleant 
promotoribus, quibiis litterarum, quam pro viribus facere lieuit pro- 
gressum, quam plurimum debent." 



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der akademischen Dissertationen. 247 

läge mit abgedruckt ist, sogleich zu erkennen, um wie viele Jahre 
früher bereits der Verfasser über die betreffende Abhandlung dis- 
putiert hatte. 

Wie nun über die Verpflichtung, welche den Promovendis in 
Bezug auf die selbständige Abfassung ihrer Disputationes publicae 
oblag, sowohl die Praesides als auch die Promovendi-respon- 
dentes selbst sich aussprachen, die ersteren zumeist in einer 
epistola gratulatoria, die letzteren in einem Vorwort der Dissertatio, 
dafür möge die Anführung einiger versichernder Aussagen der- 
selben genügen. 

Der Praeses F. Deinlinus schreibt, Altdorf 23. Nov. 1740 in 
Bezug auf die selbständige Abfassung der Promotionsschrift de 
servitutibus des G. König: „Pactum et lege constitutum erat, ut 
quilibet eorum scriptarum et e cathedra defendendarum thesium 
suarum ipse solus auctor esse debeat." Vergl. 15. 30. 

Der Praeses E. Kaestner, Rintel. 21. Maj 1722, schreibt 
dem Verfasser der Dissertatio de usuris pari gaudentibus M. Bourgk: 
„Ea est in nostra et in aliis passim Academiis candidatis pro li- 
centia disputaturis libertas indulta, ut suas merito theses et pro- 
blemata proprio Marte adornent." 

Der Praeses G. Meister, Götting. 30. Juli 1769, schreibt 
dem Promovendus G. F. Kraut in der epist. grat. : „Certum mihi 
est, me in certamine publico moderatorem nomine, re vera 
autem non nisi t e s t e m candidati in disputando praestantiae ad 
ingenii eximii esse adfuturum* Ne igitur quis a praeside, uti 
fieri solet, ad auctorem dissertationis argumentum ducat illamque 
meo nomini inscribat, equidem hie publice profiteor, me prae- 
side m esse dissertationis prorsus alienae. Qua de re ami- 
cum lectorem, ne praesidium meum in doctissimi candidati 
injuriam vertat, sed solum eum pro auetore laudet, summopere 
rogo ac obtestor." 

Der Praeses B. Wernher, ' Wittenb. 21. Jun. 1728, schreibt 
dem Promovendus H. Brokes in der epist. grat.: „Gerte, si verum 
fateri libet, nullum certius praeclari et excitati ingenii indicium 
est, quam si non alieno, quod ajunt, vitulo arare, neque alienis 
plumis superbire, sed ex se ipso aliquid, quod speeiminis loco sit, 
producere consuescat." 

Derselbe Praeses B. Wernher, Wittenb. 18. Jul. 1729, schreibt 
dem Promovendus J. Pagenhardt in der epist. grat.: „Auetores 
dissertationum ea plerumque fati iniquitas manet, ut vel in- 
tegra elaboratio vel certe quae bene dieta, praesidi, reliqua 
vero respondenti adscribantur." 

In Bezug auf die Dissertatio de factorum indole des L. Nesteke 
sagt der Praeses L. Mencken, Heimst. 1751: „Auctoris nomen 
non est commenticium, quod vitium tempora alunt." 



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248 Die Auetorschaft und Katalogisierung 

Der Praeses Chr. Reinhard, Wittenb. 1775, klagt dem Pro- 
movendus F. Schroeter darüber, dass die Kandidaten bei ihren 
Abhandlungen sich hier und da unerlaubter fremder Hilfe bedienen 
und sagt: „Moleste fers mecum fraudem 74 ) eorum, qui publicas 
reddituri studiorum rationes libellum doxifjLaGtixbv conduetitio la- 
bore compositum splendido auctoris nomine insigniunt." 

Nach diesen Aussagen der Praesides sind noch einige Aus- 
sagen der Respondenten anzuführen. 

Im Vorwort seiner Dissertatio sagt der Promovendus W. 
Schober, Erf. 1687: „Inter praestanda, quae in gradibus ubique 
academicis rite consequendis a facultatibus quoque juridicis ad- 
hiberi solent, et quibus magnifico alicui ICtorum ordini candidati 
juris plenam et absolutam suam eruditionem in eo genere probare 
tenentur, praeter examen in utroque jure et lectionem, uti vocant 
cursoriam, est disputatio publica." 

Der Promovendus C. Schilling, Erf. 30. Mart. 1757, sagt im 
Vorwort seiner Promotionsschrift de sigillis: „Pervetusto in Aca- 
demiis reeepto more, quo omnes, qui summos honores ambiunt, 
ac modo legitimo cupiunt, scientiae suae speeimen edere idque 
publice tueri sunt obstricti." 

Im Introitus seiner Dissertatio de patre Vasallo sagt der Pro- 
movendus C.Lappe, Marb. 14. Mart. 1771: „Ut, quotquot ad 
summos in jure honores adspirant, speeimen aliquod edant, 
non huius tantum Academiae, sed omni um, quotquot sunt, 
postulant mores," 

C. Die Katalogisierung der Dissertationen. 

Die Hinweisung zur Benutzung einer Dissertation pflegt 
uns in der Quellenlitte ratur vornehmlich durch die Angabe ihres 
Thema gegeben zu werden, sei es, dass die Dissertation unter 
dem Namen des Praeses oder unter dem Namen des Respon- 
denten citiert wird. 

Wären alle Dissertationen in einer Bibliothek als Einzel- 
hefte vorhanden und nicht eine grosse Anzahl derselben zu 
Sammelbänden oder Sammelwerken vereinigt, so Hessen sich zur 
Auffindung der einzelnen Auflagen, respective der Doubletten der- 
selben, die Dissertationen am geeignetsten am Standort zunächst 
unter den Namen der Praesides in der Weise aufstellen, dass 
unter dem Namen des einzelnen Praeses die einzelnen Disser- 
tationen nach dem Alphabet der einzelnen Respondentennamen 
lociert werden könnten, gleichviel, ob Disp. publ. oder privata. 



74 ) Den Vorwurf der fr aus wird nicht ein Praeses-Professor einem 
anderen Praeses-Professor gemacht haben dürfen. 



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der akademischen Dissertationen. 249 

Ein derartiges Isolieren der Dissertationen wird sich in einer 
grossen Bibliothek, welche die Dissertationen zumeist in Sammel- 
bänden besitzt, nicht sogleich ermöglichen lassen. 

Mögen nun die Dissertationen als Einzel hefte oder in 
Sammelbänden vorhanden sein, bei der Katalogisierung derselben 
dürfte für einen besonders in Betracht kommenden Zettelkatalog 
die alphabetische Ordnung der Zettel nach dem Thema als die 
orientierende Hauptsache sich erweisen. 

Der hinter dem Thema auf dem Zettel zu verzeichnende 
Name des P. (Praeses) und des R. (Respondens), sowie die An- 
führung der Jahreszahl des Erscheinens und der dem Standort 
entsprechenden Signatur wird bei Vorlage der Dissertationen selbst 
schnell darüber entscheiden lassen, dass fast ausnahmslos die Einzel- 
Dissertationen, welche auch vielfach in neuen Auflagen erschienen und 
zumeist unter Veränderung oder Verkürzung des ursprünglichen 
Titelblattes dem Praeses vindiciert worden sind, ursprünglich 
Promotionsschriften waren, über welche unter dem betreffenden 
Praeses die betreffenden Kandidaten öffentlich disputiert haben. 

Auch wird in vielen der dem Praeses später zugeschriebenen 
Dissertationen eine Abhandlung des Praeses in der Weise von 
dem Verfasser citiert, dass derselbe sich bei seinem Hinweis 
des Ausdrucks: „Vide Dn. Praesidis dissertationem de..." oder: 
,,Vide dissertationem de . . . sub praesidio Dn. P. habitam u zu 
bedienen pflegte. Der Praeses würde sich nicht selbst als Dn. 
(Dominus) citiert haben, und wenn der Promovendus in seiner Ab- 
handlung sagt: „Vide dissertationem Dn. Praesidis" oder selbst 
nur Praesidis ohne Dn., so konnte er hiermit nur eine frühere 
Promotionsschrift des Praeses oder eine Disputatio privata 75 ) des- 
selben bezeichnen, da nur diese als Dissertationes Praesidis 
zu gelten hatten, obwohl Verwechslungen mit den Namen der 
Praesides und der Respondenten als der festzustellenden Verfasser 
der Dissertationen bereits in den früheren Jahrhunderten durch 
die Vorlage einer irrtümlich in neuer Auflage dem Praeses zu- 
geschriebenen Dissertation entschuldbar waren 7 5 a ). 

Auf Grund der Gesichtspunkte, welche vornehmlich die Durch- 
forschung der Formalien der juristischen Dissertationen für die 
Beantwortung der Frage der Auetorschaft derselben aufstellen 
lässt, möge für die Katalogisierung der Dissertationen auch der 



76 ) In der Dissertatio de frigusculo, über welche Praeside Petro 
Müllero, Jenae 1678, der auetor J. G. Brem publice disputierte, 
sagt derselbe cap. III, 5: „Bene distinguit Dn. Strykius in dissert. de 
alapa." — Dieselbe Dissertation hat aber, wie die erste Auflage der- 
selben zeigt, den Chr. Seidel zum auetor, welcher über dieselbe Prae- 
side Samuele Strykio, Jenae 1675, disputierte. 

75a) Vergl. 33 «S 52 a. 



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250 Periodica. 

anderen Fakultäten sich die Anlegung eines alphabetischen 
Thema-Zettelkatalogs auch noch an der Erwägung erproben, 
an welche, wenn auch in anderem Sinne, der alte Rechtsspruch 76 ) 
mahnt: ,,Non ex regula jus sumatur, sed ex jure, quod est, regula 
fiat", um in anbetracht des verschiedenen Gebrauches des Wortes 
auctor, statt in einem catalogus auctorum dissertationum, 
besser in einem catalogus scriptorum 77 ) academicorum finden 
zu lassen, was wir suchen 78 ). 

Als Realkatalog der Dissertationen dürfte ein alphabetisches 
Verzeichnis der aus den thematischen Ueberschriften hervorzu- 
hebenden Stichworte mit den entsprechenden Verweisungen ge- 
nügen. [2678,] 

Periodica. 
Annales du Bibliophile beige. Nouvelle serie. T. 2. 

p. 145 — 206. (Schluss des Bandes): Iconographie du „Noble jeu 
de l'oye", par M. le baron de Vinck. (Diese Annales wurden 
vor kurzem keckweg von einem Leipziger Kommissionär abge- 
leugnet, was jedenfalls nicht geschehen sein würde, wenn das 
Blatt sich nicht durch sein unregelmässiges Erscheinen von jeher 
ausgezeichnet hätte. Die vorliegende Lieferung enthält den be- 
schreibenden Katalog einer Sammlung von 126 Gänsespielen des 
Baron de Vinck, deren ältestes datiertes von 1640 stammt, wäh- 
rend die jüngsten 22 von 1814 sind.) 

Der Bär. Jg. 13. Nro. 2: Ein Erinnerüngsblatt aus der 
Geschichte der königlichen Bibliothek zu Berlin. (Joh. Erich 
Biester.) 

Bibliographische Adversaria. Deel 5. Nro. 4 en 5: 

Engeische boeken in Nederland gedrukt gedurende de I6e eeuw. 
Alles in allem 157 Nummern, die älteste aus dem Jahrn 
1515. — Een geschrift van Hendrik Niclaes teruggevonden, door 
P. A. Tiele. — Aanteekeningen op het art. S. Stevin in de 
Bibliotheca Belgica, door D. Bierens de Haan. — Johan van 
Nijenborgh's werken. — Caspar van Dorsten, drukker te Steen- 
wijk, door J. G. 

Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze. Bolle- 
tino delle pnblicazione italiane rieerute per diritto 

di stampa. 1866. Nro. 4— -15. Cataloghi della K. Biblioteca 



76 ) Digesta, L. 17, 1. 

77 ) Zugleich zur Angabe der scripta academica und der durch 
Vergleichung der einzelnen Ausgaben und Auflagen derselben festzu- 
stellenden Namen der scriptores. 

78 ) Cicero de finibus IV, 20: „Cum omnis controversia aut de re 
soleat aut de nomine esse, utraque earum nascitur, si aut res igno- 
ratur aut erratur in nomine," 



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Periodica. 251 

Nazionale Centrale di Firenze. — Cataloghi della R. Biblioteca 
Meö^ceo-Laurenziana di Firenze. — Cataloghi delle biblioteche 
publiche governative: R. Biblioteca Marucelliana. — R. Biblioteca 
Riccardiana. — R. Biblioteca Nazionale Centrale Vittorio Ema- 
nuele di Roma. — R. Biblioteca Casanatense di Roma. — R. 
Biblioteca Angelico di Roma. — R. Biblioteca Nazionale di To- 
rino. — R. Biblioteca Nazionale (Braidense) di Milano. — R. 
Biblioteca Universitaria di Bologna. — R. Biblioteca Universitaria 
di Pavia. — R. Biblioteca Marciana di Venezia. — 

Book-Lore. Nro. 20—21. July— August 1886: English 
Typographical Works. (Continued from pr. 24.) — Sales by 
Auction. — Nine Points of the Law — of Copyright. — Lite- 
rary Notes. — Reviews. — Bibliophiles Calendar. — The Walker 
and Cheney Sales. — Caxton and his Works. — 

Nr. 23. October 1886: The Book Trade in Ancient 

Rome. — An Egyptian Library and its Founder. By J. H. 
Slater. — „Lord" Dexter's Masterpiece. — The Vagaries of 
Book-Buyers. I. — The Middle Hill Säle. — Early Editions of 
the Pilgrim's Progress. — Titles for Bibles. — Literary Notes 
etc. etc. 

Centralblatt für Bibliothekswesen. Jg. 3. H. 8: Bei- 
träge zur älteren Buchdruckereigeschichte, von H. Stein . — Bib- 
liographische Studien in der grossen kgl. Bibliothek zu Kopen- 
hagen, von E. Gigas. — Mitteilungen aus und über Bibliotheken. 
— Rezensionen und Anzeigen. — Vermischte Notizen etc. etc. 

— — Jg. 3. H. 9 u. 10 : Catalogue des manuscrits grecs 
des bibliotheques de Suisse, par H. Omont. Mitteilungen aus 
und über Bibliotheken etc. etc. 

The Library Journal. Vol. 2. Nro. 3: The dui-decimal 
Classification and the „Relativ" Ind«x a Duet, by F. P. Perkins 
and J. Schwartz. II. — Shall Borrowers go to the Shelves? By 
F. Vinton. — Co-operative Cataloguing. By W. J. Fletcher. — 
Leipzig Bindings. — Libraries for man-of-wars. — A Library 
Benefactor. — A new Pennsylvania Law to prevent Injuries of 
Books. — Sunday-School Library Association. — Distribution of 
the Statutes of the U* S. and the Congressional Record. — Free 
Circulating Library for New York State. — The New York Free 
Circulating Library Library-Meeting in its behalf. — New York 
Library Club. Special Public Meeting. — Library Economy 
and History. — Librarians. — Gifts and Bequests. — Catalogs 
and Classification. — Bibliogryf. — Anonyms and Pseudonyms. 

— — Vol. 2. Nro. 4: The Decimal Classification. A Replay 
to the Duet, by Melvil Dewey. — Cooperation Committee. — 
A Conglomerate in Periodicals. By C. R. Gillett. — Henry Ste- 



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252 Was man mit Büchern nicht thun soll. 

vens. By H. A. Homes. — The Maiden Reading-Room. By N. 
L. Moody. — Lehigh University Library. — A Congressional 
Library Building at last. — The Brooklyn Library. — The Mer- 
cantile Library, Philadelphia. — The Long Island Free Library. 

— An Appeal in behalf of the Library of Columbia College. — 
A National Library for Scotland. — How Public Libraries may 
benefit Public Schools. — Restricted Books. — Arrest of a 
Book Thief. — Don't. By H. Klett. — Communications etc. 

— — Vol. 2. Nr. 5 : The Decimal Classification. A Re- 
play to the „Duet", by M. Dewey. — The dui-decimal Classi- 
fication. By B. P. Mann. — Official Names of Legislative Bo- 
dies of States of the Union. — Library Addresses. — Best 
Reading. — A Study of the New York Free Circulating Library. 

— Mr. Sutro's Valuable Books. — American Library Associa- 
tion. Milwaukee Meeting. — New York Library Club. Fourth 
Regulär Meeting. — Library Economy and History etc. etc. 

Publisher's Circular Nro. 1177: Library Association of the 
United Kingdom. [Betrifft die im Juli in London abgehaltene 
Jahresversammlung.] [2679.] 



Was man mit Büchern nicht thun soll. 

Im Library Journal vol. 11 Nro. 4 veröffentlicht Harold 
Klett folgende Verbote, die auch europäischen Lesern zur Be- 
achtung zu empfehlen wären. 

Man lese nicht im Bette. 

Man mache nicht Randbemerkungen, wenn man nicht ein 
Coleridge ist. 

Man mache nicht Eselsohren in seine Bücher. 

Man schneide nicht unvorsichtig neue Bücher auf. 

Man schreibe nicht sein interessantes und wertvolles Auto- 
graph auf Titelblätter. 

Man lasse nicht ein Buch für einen Dollar in einen Einband 
für fünf Dollars stecken. 

Man belecke seine Fingerspitzen nicht zum Zwecke des 
leichteren Umwendens der Blätter. 

Man lese nicht zum Mittagessen. 

Man vertraue nicht wertvolle Bücher ungeschickten Buch- 
bindern an. 

Man schneide nicht mit den Fingern Bücher auf. 

Man lasse nicht Bücher aufgeschlagen liegen. 

Man lasse nicht Zigarrenasche auf seine Bücher fallen. 

Man rauche nicht — das ist noch besser — beim Lesen, 
es schadet der Sehkraft. 

Man entferne nicht Titelkupfer aus alten Büchern. 



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Personalien. 253 

Man stelle Bücher nicht auf das Gesicht. 

Man trockne nicht Blätter in Büchern. 

Man dehne nicht Bücher-Fächer üher Gasbrenner aus. 

Man halte Bücher nicht nur bei den Deckeln. 

Man niese nicht auf Bücher. 

Man reisse nicht Schutzblätter aus. 

Man kaufe nicht Schund« 

Man reinige nicht Bücher mit schmutzigen Tüchern, 

Man stopfe nicht Bücher in Vorratschränke und Schubladen. 

Man lasse nicht verschiedene Bücher zusammenbinden. 

Man re*isse unter keinen Umständen Stiche oder Karten aus 
Büchern. 

Man schneide nicht Bücher mit Haarnadeln auf. 

Man lasse Bücher nicht in Juchten binden. [Warum?] 

Man lege Bücher nicht unter wackelige Tische und Stühle. 

Man werfe nicht Bücher nach Katzen und Kindern. 

Man breche Bücher nicht gewaltsam auf. 

Man lese Bücher nicht zu nahe am Ofen oder am Feuer, 
noch in Hängematten oder Booten. 

Man lasse Bücher nicht feucht werden. [2680.] 



Personalien. 

G. Auermann, Oberlehrer in Erfurt, ist zum Bibliothekar 
der dortigen königlichen Bibliothek ernannt worden. 

H. Dettmer, bisher Hilfsarbeiter an der kgl. Paulini'schen 
Bibliothek in Münster, wurde zum Kustos ernannt. 

Dziatzko, bis vor kurzem Oberbibliothekar der Breslauer 
Universitätsbibliothek, ist einem Rufe nach Göttingen gefolgt. 
Dortselbst ist er Oberbibliothekar und Professor geworden, als 
welcher er auch Vorlesungen über Bibliothekwissenschaften halten 
wird. Anderswo als in grossen Staaten ist das natürlich nicht 
möglich, aber hoffentlich folgen diesen Vorlesungen bald und end- 
lich auch die Examina derer, welche sich an öffentlichen Biblio- 
theken anstellen lassen wollen. 

Er man, erster Kustos an der kgl. Bibliothek in Berlin er- 
hielt den Bibliothekartitel. 

0. Hartwig, Oberbibliothekar der Universitätsbibliothek 
Halle, bleibt daselbst, nachdem und weil er die durch Dziatzkos 
Abberufung nach Göttingen freigewordene und ihm angetragene 
Breslauer Stelle nicht angenommen hat. 

A. Rembowski ist an des verstorbenen J. Janicki Stelle 
zum Bibliothekar der Gräflich Krasinski'schen Bibliothek in 
Warschau ernannt worden. 

J. Ständer, bisher Oberbibliothekar in Greifswald, ist als 
solcher an die Breslauer Universitätsbibliothek berufen worden. 



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254 Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

A. Wetzel, bisher Hilfsarbeiter der Kieler Universitäts- 
bibliothek, wurde dritter Kustos daselbst. 

Zangemeister, Oberbibliothekar an der Heidelberger Uni- 
versitätsbibliothek, erhielt den Hofratstitel. [2681.] 



Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

Theodor Ackermann, München, Promenadeplatz 10. 
Antiquar. Katolog Nr. 171. 1886. 8°. Tit. und 38 S. 1316 Nrn. 
Geschichte des Theaters etc. Tanzkunst. Portraits von Sängern, 
Sängerinnen, Schauspielern etc. Dramatisches etc. in deut- 
scher Sprache. — Nr. 172. 1886. 8°. Tit. u. 114. S. 4200 Nrn. 
Deutsche Belletristik. — Nr. 173. 1886. 8°. Tit. u. 30 S. 
675 Nrn. Kunst u. Kunstgeschichte, Kupferstichkunde, alte 
und neue Holzschnitte u. Kupierstichwerke. [2682.] 

Max Anheiser, Stuttgart, Schlossstrasse 37. Antiquar. 
Anzeiger Nr* 1. 1886. 8°. 16 S. 482 Nrn. Geschichte, 
Biographien — Theologie — Varia. [2683.] 

Joseph Baer & Co., Frankfurt a. M., Rossmarkt 18. 
Supplement zu Lager - Katalog Nr. 157. 1886. 8°. 16 S. 
von Nr. 1817 bis Nr. 2113. Griechische und Römische 
Archäologie. — Antiquar. Anzeiger Nr. 364. 1886. 8°. 16 S* 
von Nr. 1090 bis 1339» Miscellanea. — Antiquar» Lager- 
Katalog Nr. 184. 1886. 8°. Tit. u. 80 S. 1935 Nrn. All- 
gemeines Privatrecht. Handels- und Gewerberecht, Seerecht. 
Urheber-, Patent- und Pressrecht. Rechtsfälle und Entschei- 
dungen. Familien-, Erb- und Eherecht. Grundeigentums- und 
Lehnsrecht. Forst- und Jagdrecht etc. — Nr. 185. 1886. 
8°. Tit. u. 66 S. 1243 Nrn. Malerei, Kupferstichkunde, Holz- 
schnittwerke etc. [2684.] 

C. H. Beck' sehe Buchhandlung, Nördlingen. Antiquar. 
Katalog Nr. 173. 1886. 8°. Tit. u. 83 S. 1546 Nrn. 
Griechische Klassiker — Römische Klassiker — Neulateiner 
— Altertumswissenschaft — Grammatik u. Wörterbücher. 
Literaturgeschichte. — Nr. 174. 1886. 8°. Tit. u. 120 S. 
2246. Nrn. Protestantische Theologia — Religionsphilosophie. 

[2685.] 

J. L. Beijers, Utrecht, Neude, G. 56. Antiquar. Katalog 
Nr. 104. 1886. 8°. 16 S. 274 Nrn. Miscellanea. [2686.] 

Ernst Carlebach, Heidelberg. Antiquar. Verzeichnis. 
Nr. 148. 1886. 8°. 24 S. 616 Nrn. Classische Philo- 
logie. [2687.] 

Albert Cohn, Berlin W., Mohrenstrasse 53. Antiquar. 
Katalog Nr. 176. 1886. 8°. Tit. u. 66 S. 971 Nrn. Schach- 
bibliothek des Herrn C. B. Vansittart in Rom. — Nr. 177. 



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Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 255 

1886. 8°. Tit. u. 36 S. 394 Nrn. Autographen u. historische 
Dokumente. [2688.] 

Fr. Cruse's Buchhandlung u. Antiquariat, Hannover, 
Grosse Aegidienstrasse 4. Antiquar. Anzeiger Nr. 42. 1886. 
8°. Tit. u. 24. S. 641 Nrn. Litteratur Niedersachsens. — Nr. 43. 
1886. 8°. Tit. u. 22 S. 749 Nrn. Geschichte und deren 
Hilfswissenschaften. — Nr. 44. 1886. 8°. Tit. u. 32 S. 
1149 Nrn. Evangelische Theologie. [2689.] 

Eduard Fischhaber, Reutlingen. Antiquar. Katalog 
Nr. 62. 1886. 8°. Tit. u. 50 S. 1369 Nrn. Geschichte mit 
ihren Hilfswissenschaften — Württemberg. Geschichte, Topo- 
graphie etc. — Geographie, Reisewerke etc. [2690.] 

Gustav Fock, Leipzig, Neumarkt 38. Antiquar. Lager- 
verzeichnis Nr. 5. 1886. 8°. Tit. u. 64 S. 2058 Nrn. 
Naturwissenschaften. [2691.] 

H. Georg, Basel. Antiquar. Katalog Nr. 62. 1886. 
8°. Tit. u. 29 S. 816 Nrn. Linguistique et litterature des 
langues modernes. [2692.] 

Jsaac St. Goar. Frankfurt a. M., Rossmarkt 6. Anti- 
quar. Katalog Nr. 73.. 1886. 8°. Tit. u. 30 S. 936 Nrn. 
Katholische Theologie. [2693.] 

Ch. Graeger, Halle a. S., Schulgasse 3c. Antiquar. 
Verzeichnis Nr. 232. 1886. 8°. Tit. u. 50 S. 2533 Nrn. 
Philologie und Altertumskunde. — Nr. 233. 1886. 8°. 32 S. 
1284 Nrn. Philologie der neueren Sprachen. — Nr. 234. 
1886. 8°. 16 S. 728 Nrn. Philosophie. [2694.] 

Otto Harrassowitz, Leipzig, Querstrasse 14. Antiquar. 
Katalog Nr. 125. 1886. 8°. Tit. u. 42 S. 764 Nrn. Bibliotheks- 
wesen — Bibliographie — Buchdruck und Buchhandel — Zeit- 
schriften und Publikationen gelehrter Gesellschaften. [2695.] 

Max Harrwitz, Berlin NW., Dorotheenstrasse 71 1 . Ver- 
zeichnis von Autographen berühmter Künstler. (Dichter, Schau- 
spieler, Maler und Bildhauer u. A. 8°. 8 S. 318 Nrn. — 
Verzeichnis von Fliegenden Blättern, Flugschriften, Portraits, 
Städteansichten etc. etc. aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. 
8°. 18 S. 436 Nrn. [2696.] 

J. M. Heberle (H. Lempertz Söhne), Köln, Grosse Sand- 
kaul 10—12. Kölner Bücher-Auktion v. 20. IX. 1886. Kata- 
log 8°. Tit. u. 210 S. 5322 Nrn. Reiche Auswahl von Werken 
aus allen Gebieten der Wissenschaft, hauptsächlich Theologie, 
Geschichte, Naturwissenschaft, Litteratur, Medizin, Jurispru- 
denz, Architektur, Kunst etc. [2697.] 

Albert Heitz, Stuttgart, Kronprinzstrasse 38. Anti- 
quar, Verzeichnis Nr. 8. 1886. 8°: Tit. u. 26 S. 1160 Nrn. 



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256 Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

Kuriositäten der medizinischen Litteratur (Bäder, Pest, Pocken 
etc.) Naturwissenschaften. [2698.] 

Karl W. Hiersemann, Leipzig, Turnerstrasse 1. Anti- 
quar. Katalog Nr. 18. 1886. 8°. Tit. u. 18 S. 378 Nrn. 
Altklassische Kunst-Archäologie. (Archäologie Egyptens, Per- 
siens, Assyriens, des fernen Ostens und Verwandtes). — Nr. 
19. 1886. 8°. Tit. u. 65 S. 1146 Nrn. Kunst (Kunstbücher, 
Kupferstiche, Handzeichnungen etc.) [2699.] 

Ulrich Hoepli, Mailand, Corso Vitt. Eman. 37, e Gall. 
Da Christoforis. Catalogue Nr. 34. 1886. Petit 8°. Tit. et 
86 S. 696 Nrn. Miscellanea. — Nr. 35. 1886. 8°. 80 S. 
1868 Nrn. Litteratura Italiana Classici, Romanzi, Traduzioni. 

— Nr. 36. 1886. 8°. 60 S. 670 Nrn. Belle arti. Parte 
Prima: Storia e Terria Pittura, Scultura etc. — Nr. 37. 1886. 
8°. 112 S. 1313 Nrn. Belle arti. Parte Seconda: Archeologia, 
Iscrizioni. — Nr. 38. 1886. 8°. 156 S. 1743 Nrn. Belle 
arti. Parte Terza: Architettura, Decorazione ed Ornamenta- 
zione. [2700.] 

H. G. van Huf fei, Utrecht, Magazijn: Domplein 281. 
Taal en Letterkunde. Catalogus Nr. 3. 1886. 8°. 16 S. 
436 Nrn. Diverses. [2701.] 

Joseph Jolowicz, Posen. Antiquar. Katalog Nr. 93. 
1886. 34 S> 988 Nrn. Sagen — Volkslieder — Sprichwörter 

— Magie — Alte Volksmedizin — Kulturgehräuche. [2702.] 

K. Keil, ßudolstadt. Mitteilungen Nr. 1. 1887. 8°. 
16 S. Theologie und Philosophie. [2703.] 

Heinrich Kerler, Ulm. Antiquar. Katalog Nr. 106. 
1886. 8°. Tit. u. 30 S. 1101 Nrn. Mathematik — Astro- 
nomie. [2704.] 

Kir-chhoff & Wigand, Leipzig, Marienstrasse 19. 
Antiquar. Katalog Nr. 768. 1886. 8°. Tit. u. 57 S. 1828 
Nrn. Musikwissenschaft und Musikalien. — Nr. 769. 1886. 
8°. Tit. u. 28 S. 875 Nrn. Geschichte, Sprache und Litte- 
ratur Englands. Geschichte der englischen Kolonien. — Nr. 
770. 1886. 8°. Tit. u. 83 S. 1327 Nrn. Geschichte, Sprache 
und Litteratur Frankreichs. — Nr. 771. 1886. 8°. Tit. u. 
34 S. 1105 Nrn. Geschichte, Sprache und Litteratur Italiens, 
Spaniens und Portugals. — Nr. 772. 1886. 8°. Tit. u. 42 S. 
1104 Nrn. Auswahl bedeutenderer Werke aus den Gebieten der 
deutschen Litteratur, Kunstgeschichte, Kupferwerke, Kuriosen 
u. dergl. — Nr. 773. 1886. 8°. Tit. u. 34 Seiten. 1283 Nrn. 
Philosophie, Freimaurerei, Pädagogik. [2705.] 



Verantwortlicher Redakteur : Joseph Kürschner, Stuttgart. 
Druck der H o ff m a n n 'sehen Buchdruckerei, Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



September. 



! 1886. 

Inhalt : | 



Das Darmstädter Exemplar de9 Breviarium Moguntinum 1457. — Ein 

Beitrag zu E. Dannappels Litteratur der Salzburger Emigration. — 

Kleiner Beitrag zur juristischen Bibliographie. — Litteratur. 



Das Darmstädter Exemplar des Breyiarium Moguntinum 

1457. 

Beschrieben von F. W. E. Roth. 

Das von Johann Gutenberg in seinen Typen vorbereitete, 
von Fust-Schöffer 1457 gedruckte Mainzer Chorbrevier 1 ) weist 
dreierlei Satz auf. Die Seite 1 hat gleich in der ersten Druck- 
zeile die Verschiedenheit. 

Satzart A : B E atus vir q. | 
„ B: B E atus vir qui nö. | 
„ C : B Eatus vir qui 2 ). 

Diese Verschiedenheit des Satzes beschränkt sich aber nicht 
auf einzelne Fälle, sondern sie erstreckt sich fast Blatt für Blatt 
durch das ganze Buch. Dieselbe erklärt sich durch die bekannte 
Satzmethode, dass der Anaguost den Text nach dem fertigen 
Kodex diktierte, mehrere Setzer, in diesem Falle also drei, setzten 
und durch Benützung von mehr oder weniger Abkürzungen Satz- 
arten erregten. Typographisch war jeder dieser Setzer verbunden, 
die Seite eines Satzes mit den gleichen Worten wie sein Neben- 
mann zu beginnen und zu schliessen. Innerhalb dieser fest he- 
stimmten Grenzen konnte er setzen und abkürzen, wie er wollte, 
wenn er nur den vorgeschriebenen Raum der Seite füllte. Die 
auf diese Weise entstandenen Textspiegel kamen zur Presse und 



*) Mit Unrecht nannte man bisher das Buch Psalterium, es ent- 
hält aber mehr als die Psalmen in ihrer Reihenfolge. Dr. A. v. d. 
Linde machte zuerst in seinen : Quellenforschungen zur Geschichte der 
Erfindung der Typographie, das Breviarium Moguntinum, Wiesbaden 
1884 p. 17 darauf aufmerksam, dass das Werk das alte Mainzer Brevier 
sei. Besser noch wäre die Bezeichnung Chorbrevier, da das eigent- 
liche Brevier zum Gebete allein, das Chorbrevier zum Gesänge und 
Gebete diente und diesem letzteren die Ausgabe 1457 entspricht. 

*) cf. v. d. Linde a. a. 0. p. 38. 

17 



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258 Das Darmstädter Exemplar 

ergaben alle im Abdrucke als Text das gleiche Werk. Beim 
Zusammensetzen der zu bindenden Exemplare wurde auf diese 
Satzverschiedenheit keinerlei Rücksicht genommen, die Bogen ver- 
mischt, weshalb alle Exemplare Proben aller drei Satzarten auf- 
weisen. — 

Das Unternehmen selbst war von vornherein kein solches 
einer grossen Auflage. Die Klöster und Stiftskirchen waren da- 
mals mit geschriebenen Chorbrevieren meist gut versehen. Der 
geschäftskundige Fust wird es nie versucht haben, auf Risiko ein 
so teures und gewagtes Unternehmen zu beginnen, und hat sich 
jedenfalls durch Unterhandlung mit dem Mainzer Stiftsklerus zu- 
vor vergewissert, was bei der Sache zu riskieren und zu gewinnen 
war. Diese Auseinandersetzungen kam*n nicht auf uns, der 
Mainzer Stiftsklerus trug aber dem neuen Verfahren Rechnung, 
die Sache kam zustande. Das Chorbrevier war seiner Natur nach 
ein Buch, welches in jeder Stiftskirche mehr oder weniger ver- 
ändert, im Gebrauche war. Vor allem wichen die Antiphonen 
ab, dieselben mussten demnach noch eingeschrieben werden 1 ). 
Dieses bedung mehr oder weniger Notensysteme, die infolge da- 
von ebenfalls Handarbeit blieben, da der Raum gebraucht werden 
konnte oder nicht. Es steht fest, dass die Stiftskirchen sich auch 
das Buch in sehr abweichender Grösse abdrucken Hessen. Es 
gibt Exemplare von 143 und 175 Blatt 2 ). Erstere enthalten 
nur die Psalmen, die Litanei und Preces minores, letztere noch 
die Vigilien und Hymnen. Vielleicht gab es noch eine dritte 
Art Abzüge, die nur bis zum Ende der Psalmen reichten; we- 
nigstens scheint das Darmstädter Exemplar ein solcher Abzug zu 
sein. Alles in solchen verkürzten Exemplaren war dann Hand- 
arbeit der betreffenden Stifte und wurde nach dem eigenen Ritus 
hergestellt. 

Das Darmstädter Exemplar soll aus dem Mainzer St. Viktor- 
stift stammen 3 ). Das Buch hat keinerlei Eintrag über Herkunft, 
Blatt 4L steht oben Johannes Valentinns Kanthor von einer Hand 
saec. 17 1 18. Wie die Darmstädter Bibliothek dasselbe erhielt, 
ist dunkel, wahrscheinlich nahm Dahl dasselbe für geringen Preis 
an sich und da ihm der Bodmann'sche Schacherpreis von hundert 
Reichsthaler doch auch etwas zu gering erschien und die Biblio- 
thek in Darmstadt für — das gestohlene Staatsgut! — wohl 
mehr bot und gab, erhielt es letztere. Das Schaab'sche, um es 
vor Verbringung zu sichern, ist neben der Lüge noch schlecht 



*) Im Darmstädter Exemplar ist Folio 15 und 16 der Raum für 
die Antifonen sogar leer geblieben. 

2 ) cf. v. d. Linde a. a. 0. p. 38. — 

s ) v. d. Linde 41 nach den Aufzeichnungen in Miltenberg. — 



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des Breviarium Moguntinum 1457. 259 

gelungene Flunkerei 1 ). Die Bibliothek freute sich stets des Be- 
sitzes, aber ausser dass Schaab das Exemplar sah, Walther in 
seinen „Beiträge u 89 dasselbe anführte, kümmerte sich niemand 
um den Schatz. Das Exemplar gehört der Satzvariante B an, 
und ist das einzige dieser Art in Deutschland. Dasselbe ist noch 
nicht blattweise beschrieben, ebensowenig technisch untersucht. 

Das Buch ist wie bekannt ein Pergamentfoliant, dessen Aeus- 
seres durch Seh weiss und Bräunung des derben Schweinsleder- 
bandes anzeigt, dass es sehr viel gebraucht wurde. Auf den 
Vordeckel hat eine Hand saec. 19 naive bibliographische Bemer- 
kungen auf einem eingeklebten Papierblatt niedergeschrieben. 
Blatt 28 ist ausgeschnitten, was Schaab I., 347 bereits wusste 2 ). 
Es ist Ehrensache, zu erklären, dass P. Maugerard diesen Defekt 
nicht erregte 3 ). Eine Hand saec. 15 foliirte nämlich den Band 
und übersah den damals bereits vorhanden gewesenen Defekt, sie 
foliirte gemütlich von 27 auf 29 weiter. Da die Bibliotheksver- 
waltung dieses ebenfalls nicht bemerkte und da, wo der alte 
Foliator aufhörte, ruhig fortarbeitete, ist die Foliirung von 29 
an immer um eins zurück, was ich in meiner Beschreibung be- 
richtige. Der gedruckte Text reicht bis Blatt C XXX VI, von 
da an bis CLXXI ist alles andere geschrieben (saec. 15). Das 
Exemplar endet mithin mit den Psalmen. Der Text ist an vielen 
Stellen radiert und von Händen saec. 15 geändert, es sind dieses 
teilweise wirkliche Errata, teilweise graphische Aenderungen z. B. 
exsultet zu exultet, Punkte zu Doppelpunkten und umgekehrt 
gemacht. Diese Rasuren stören bei der Beschreibung, lassen sich 
aber manchmal in ihrem alten Context wieder herstellen. Eine 
Beschreibung der ersten Zeilen Blatt für Blatt ist folgende 4 ). 

l r Zeile 1 — 5 geschrieben. 

1* Z. 6. BEatus vir qui non 

l r Quare fremuerunt gentes: 7 populi medi- | 

2 r Dne quid ml'tiplicati süt qui tribulant 

2 r Irascimini 7 nolite peccare: que dicitis in 

3 r Introibo in domü tuä: adorabo ad templü 

3 r nö est in mo'te qui (!J memor sit tui: I inferno | 

4 r inimicis meis inanis Persequat' inimic' 

4 T eius : et in vertice ipius iniqtas ei' descendet. 



*) ibidem. 

f ) cf. ibidem 41 Zeile 7—8 von oben. 

*) ibid. 40. 

4 ) cf. Oberstudienrat Moser in Serapeum 1844, 129, 145, 161, 177. 
— v. d. Linde 20 ff., dessen Angaben leider nicht druckfehlerfrei sind. 
Die Antifonen des Darmstädter Exemplars sind ganz andere als die 
des Berliners. Das Darmstädter Exemplar stand dem Herrn Dr. A. 
v. d. Linde nicht zur Verfügung, cf. p. 41, Zeile 3 von oben. 



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260 Das Darmstädter Exemplar 

5 r COnfitebor tibi dne in toto corde meo: 
5 V Miserere mei dUe vide humilitate meä: 
6 r Exacerbauit dum peccator: sed'm ml'titu- | 
6 V quoniä tu labore et dolore consideras: ut 
7' suam, Pluit sup pecores laqueos : ignis 
7 V generacöne hac in eternü In circuitu impij 
8 r requires deum, Omes declinauerüt simul 
8 T iusticiä, Qui loquit' veritate in corde suo: 
9 r cöuenticPa eo4 de sanguinibz: nee memor 
9* EXaudi domle iusticiä meä intende 
10 r in terra Susceperüt me sicut leo paratus 
10 v mortis: et torrentes iniqtatis oturbauerüt 
ll r misit sagittas suas et dissipauit eos: ful- | 
137 mea4 in cöspectu oculo4 ei' Cum saneto 
12' subtus me : et non sunt infirmata vestigia 
12 v inimicis meis iraeüdis Et ab insurgenti- | 
13 r usqz ad summü" eius: nee e qui se abseödat 
13 T EXaudiat te dns in die tribl'acönis : | 
14 r sup salutare tuü exultabit vehemeter De- | 
14* pones eos dorsü": in reliquijs tuis ppara- | 
15' Tu patris sempiternus es filius Tu ad 
15 V DOminus regnauit decore indut' e : | 
16 r cöfessione [.] atria eius in ymnis cöfitemini 
16 V In te: q'a fuisti adiutor me' Et in velame- | 
17 r Spiritus dei dno Benedicite ignis 7 estus 
17 T et supexaltate eu in secula Benedicamus 
18 r dracones 7 omnes abissi Ignis grando 
18 v vindictä in nationibz: increpationes I po — [ 
19' Noten. 

19 T propheta altissimi vocaberis : pibis enim ante 
20' DEus deus meus respice in Ps. a ) | 
20 v obsederüt me Aperuert sup me os su~: sicut 
21' Nee auertit facie snä (!) a me: et cü clamare 
21 T iusticie: ppter 2 ) nomen suü" Nam 7 si ambu- [ 
22 r est iste rex glorie: dns fortis 7 potens dns 
22 T in iudicio: docebit mites vias suas, Uni- | 
23' JUdica me dne qm ego in innocetia 
23 T iudica me Deus exaudi oratione meä: au- | 
24' Bonum est cöfidere in dno: qm cöfidere in | 
24 T reprobauerüt edificantes: hie f actus est in 3 ) 
25' nö ofundar: cü pspexero in omibz mädati' 
25 T a me mandata tua Concupiuit aia mea 



! ) Z» 20: circumdederunt mit zweimaliger Ligatur de. 

2 ) Wie im Berliner Exemplar. 

8 ) Z. 6 ve. der Rest auf Rasur: nit in nomie. 



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des Breviarium Moguntinum 1457. 261 

26* QUicüqz vult salu' Fides katholica. 

26 T fili' : omipotens spirit' sanctus Et tarne 

27* supra dictum est: et trinitas in vnitate: et 

27 v Qui passus est pro salute nra: desce . . . ! ) 

28 r — 28 T ausgeschnitten. 

29 r meritis sed tua säctissima gratia pvenire fecisti: tua | 

29 v nobiscu ad dirigendos pedes nrös in viam pacis sa- 2 ) I 

30 r Deduc me in semita madato4 tuo4: q'a 

30 T q dilexi : et exercebor in iustificacönibz tuis, 

31* et legem tua non su oblitus Media nocte 

31 T intellect" ut disca madata tua. Qui timet 

32r Noten. 

32 T oculi mei in eloquiü tuü: dicentes quando 

33 r expectauerut pccores ut pderet me: testimo- | 

33 r Anima mea in manibz meis semp: et le 

34 r Suscipe s'uu tun in bonü: nö calüpnient' 

3 4^ Noten. 

35 r et doce me iustificönes tuas Exitus a- | 

35 T eloquia tua Vocem mea" audi scd'm mise- | 

36 r PRincipes psecuti süt me gratis: et a | 

36 T elegi, Concupiui salutare tuü domle: et 

37' Noten. 

37^ vociferacönis : cätabo et psalmü dica d~ o, 

38 r cü" peccatoribz: et cü operantibz iniquitatö 

38 T et honore; afferte djo gloriä nomini ei': ado- | 

39 r sancti ei': et cöfitem memorie sanctitatis 

39 T in et 1 nü: I iusticia tua libera me Inclina ad 

40 r Qui videbät me foras fugerüt a me: ob- | 

40 v tuo : a cötradictione linguarü Benedict' 

41 r mei, Pro hac orabit ad te omis sanctu': 

41 v est v'bü dni: et oia opera ei' in fide Diligit 

42 r aute virtutis sue nö saluabit' Ecce oculi 

42v est dns: beat' vir q spat I eo Timete dnm 

43 r Noten. 

43 v egenü et pauperö a diripientibz eü, Sur- | 

44 r sup me os suü: dixerüt euge euge viderüt 

44 v est in cubili suo: astitit omni vie nö bone: 

45 r olera herba4 cito decidät Spera in dno et 

45 v ut trucidöt 8 ) rectos corde Gladi' eo4 intret 

46* Quia dns amat iudiciü : 4 ) nö delinquet 



x ) Auf Rasur: descendit ad. 

*) Die Stelle deduc ist geschrieben, nicht gedruckt, auch die Stelle: 
Legem pone stimmt nicht. 
8 ) Das e auf Rasur. 
4 ) Auf Rasur: et. 



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'^<^CT#TT^ 



262 Das Dannstädter Exemplar 

46* in tepore tribl'ationis, Et adiuuabit eos 

47 r oculorü meo4 et ipni nö est mecü, Amici 

47 r bonitate Non 1 ) derelinqs me die d's me': 

48 Asperges me dne ysopo et mudabor: la- | 

48 v sacrificiü iusticie oblacönes et holocausta: 

49 r eins Cantate domio qm magnifice fecit: 

49 v Obmutui et humiliatus sum et silui a bo- | 

50 r omis bomo, Exaudi oratione meä dne 

50 T postulasti: tue dixi ecce veio In capite libri | 

51* Exultent et letent' sup te omes querentes 

51* me susurrabant omes inimici mei : adu' sü 

52 r tabernacl' i ämirabilis: usqz ad domü dei, 

52 r qm adhuc ofitebor illi: salatare vult' mei j 

53* cöfitebimur in seculü, Nunc aüt repulisti 

53 T nome dei nri : et si expandim' manus nra' 

54 r tue acute: ppl'i sub te cadent in corda inimici- | 

54 v tuis nati süt tibi filij: ostitues eos prieipes 

55 r cöteret et confringet arma: et scuta oburet 

55* Fundat' exultatione uniuerse terre: mos 

56r AUdite hec omes gentes: auribz per- | 

56 v insipietibz; et sil's factus est illis Hec via 

57 r usqz ad occasü ; ex syon species decoris eius, 

57 v tua, Et inuoca me : in die tribulationis : 

58' benignitate: iniqtate magis qz loqui equi- | 

58 v JUdica me d's et discerne causa meä de göte 

59 r meo 2 ) D 3 )ixi nö videbo dnm deü in t'ra viue- j 

59 v laudabit te: nö expeetabut qui descendunt 

60* DIxit insipiens in corde suo: nö 

60 v inimici 7 a tribulaeöne pecoris Quoni - 

61 r eibos : in domo dei ambulauim' cu cösensu, 

61 v Noten. 

62 r in deo spaui nö timebo, q'd faciat michi hö, 

62* dicä, Exsurge 4 ) gl'a mea exsurge 5 ) psalteriü 

63 r infirment', Sicut cera que fluit auferent' : [ 

63 v audiuit Et tu dne deridebis eos: 7 ad ni- | 

64 r Noten. 

64 v Da nobis auxiliü de tribl'acöne: quia va- | 

65 r Nam et ipe deus me' 7 saluta'is mens: 

65 v EXaudi deus oratione meam cu Ps.' 

66 r JVbilate deo omis terra: psalmü 



x ) Corr. Ne. 
2 ) Rasur: rum. 
8 ) Auf Rasur. 

4 ) Das s radiert. 

5 ) Desgleichen. 



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des Breviarium Moguntinum 1457. 263 

66 v eduxisti dos in refrigeriü, Introibo in do- | 

67 v qui ascendit super occasu: dns nomen illi, 

67 in selmon: mos dei mons pinguis Mon' 

68 r Juue~cula4 timpanistria4 In ecclesijs bndi- | 

68 v Noten^ 

69 r repletu est aquis: parasti cibum illoru qm 

69 r loqui: sublimia gl'iantes Recedät vetera 

70 r Noten. 

70 capitis mei: qui oderüt me gratis, Con- [ 

71 r salutis tue, Eripe me de luto ut non in fi- | 

71 v Effunde sup eos irä tuä: et furor ire tue 

72 r DEus in adiutoriü meu intende: Ps\ __ 

72 v de manu cötra lege agentis 7 iniqui Qm 

73 r Quonia nö cognoui litteraturä: introibo 

73 v DEus iudiciü tuü" regi da: 7 iusticiam 

74 r vsuris et iniquitate redimet aias eorü: et | 

74 v eorü : et firmamentü in plaga eorum In 

75 r eorü Verütamen ppter dolos posuisti eis : 

75 T VT quid deus repulisti in finö: iratus 

76 r dexter» tua: de medio sinu tuo in fiüä De- | 

76 T insipiete sut tota die Ne obliuisca'is voce' 

77 r terre, Ego aute annüciabo in secl'm: can- | 

77 v munera Terribili 7 ei qui aufert spiritum 

78 r mutaeö dextere excelsi, Memor fui operü 

78 v ppositiones ab inicio Quata audinim' 7 

79 r terra egipti: in campo thaneos Interrupit 

79 v mäducandü: 7 pane celi dedit eis Panem 

80 r erat rectü cum eo: nee fideles habiti süt in 

80 r Misit in eos iram indignationis sue: in- | 

81 r [.] J ) eü in collibz suis: 7 in sculptilibz suis ad 

81 v gregibus ouiü": de post fetantes aeeepit eu, 

82 r desolauerunt, Ne memineris iniquiatü __ 

82 v et manasse, Excita . . . 2 ) potentia tua 7 

83 r Deus virtut"" conu'tere: respice de celo et 

83 v a secl'o 7 usqz in secl* mtu es d's, Ne au'ta' 

84' Conu'tere dne vsqzquo: 7 depeabilis esto 

84 T nomen eius: currus pharaonis et exercitü 

85 r manu tuam et deuorauit eos terra Dux 3 ) 

85 v Noten. 

86 r egipti: linguam qua non nouerat audiuit 

86 v DEus stetit in synagoga deo4: in me- | 

87 r de gente: et nö memoret' nomen isrl' vltra 



? 



Ein d im Worte vornen radiert. 
, Rasur. 
') Corr. dux. 



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264 Das Darmstädter Exemplar 

87 v et pereät, Vt cognoscant quia nome tibi 
88 r magisqm habitare in tabernaculis peccato4, 
88 v suam Et sup sanctos suos: 7 in eos qui 
89 r Non est similis tui in dijs dnö: 7 non est 
89 v Noten. 

90 r adiutorio int' mortuos über, Sicut vul- | 
90 v laboribz a iuuentute mea: eraltatus aute 
91 v Deus qui glorificat' in cösilio sancto4: 
91 T nra: et sancti isrl' regis nostri, Tunc locu- | 
92 r et in iudicijs nieis nö ambulauerint Si 
92 v auxiliatus ei in bello, Destruxisti eum ab 
93 r omes qui opant' iniusticiä, Populü tuü 
93 T paulomin' habitasset in inferno anima 
94 r manus eius formauerüt, Venite adore- | 
94 T eius, Quoniä magnus domin ' et lauda- | 
95 r DOminus regnauit exultet t'ra: letent' 
95 T Noten. 

96 r terra sine aqua tibi, Velociter eraudi me 
96 v Domine audiui: 

97 r quadrige tue saluatio Suscitäs suscita- | 
97 v subter me scatheat, Vt requiescam in die 
98' Noten. 

98 T iudicare terram, Judicabit orbem terra4 
99 r Noten. 

99 T Superbo oculo et insatiabili corde: cum 
100r A voce gemit' mei: adhesit os nieü carni 
100 T precem eo4, Scribant' hec in generatione 
10 lr Benedic aia mea domio: et noli_oblinisci (I) 1 ) 
101t figmentü nrm Recordatus est qm pului' 
102r Confessione 7 decorem induisti: amictus 
102t tuo4 8atiabit' terra Produces fenü iume- | 
103r Draco iste que formasti ad illudendü ei: 
103t dominü 7 confirmaml: querite faciem ein 1 
104r Misit ante eos viru: in seruü venudatus 
104t in penetralibus 2 ) regu ipo4, Dixit et venit 
105r suu in exultatione: 7 electos suos in leticia, 3 ) 
105t Et saluauit eos ppter nomen suum: ut 
106r Et mutauerüt gloria suam in similitudi 
10^v sempiternu et irritauerüt eu ad aquam 4 ) 
107r humiliati sut in iniquitatibz suis. Et vi- | 
107t eos, Et deduxit eos in viam rectam: ut 



x ) Ebenso im Berliner Exemplare. Serapeum 167. 

*) Auf Rasur: libus. 

8 ) Auch hier letzte Zeile das eigene a. 

4 ) Corr. aquas. 



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des Breviarium Moguntinum 1457. 265 

108r ad portas mortis, Et clamauerüt ad do- | 

108t eo4, Confiteant' dno miscd 'ie eius: et mi- | 

109r Noten. 

109v tu deus qui repulisti nos: 7 nö exibis deus 

110r substantiä eius: et diripiant aliene labore' 

110v tua, Libera me quia egenus et paup ego 

lllr Noten. 

lllv cornu meü": et senect' mea in miscd^a vberi, 

112r omnes vie eius iudicia. Deus fidelis et 

112^ suis Dns solus dux eius fuit: et nö erat 

113 r nouissima eo4, Generatio eni puersa est: 

113 T et non dns fecit hec omia Gens absqz con- | 

114' fiduciä, De quo4 victimis comedebant 

114 v Noten. 

115' Noten. 

115 V COnfitebor tibi dne in toto. 

116 r Noten. _ 

116 T desideriü" peccatorü peribit Gloria patri 

117 r IN exitu israhel de egipto : domus iacob de 

117 T habent et non ambulabüt: nö clamabunt 

118* Noteiu 

118 v dolore inueni: 7 nomen domini inuocaui, 

119 r tuus: ego s'uus tu' et ß\V äcille tue, Di- | 

119 v linguä dolosam Sagitte potentis acute: 

120 r exitum tuu: ex hoc nüc et usqz in secrm 

120 v Noten. 

121 r viuos deglutissent eos Cu irasceret' furor 1 ). 

121 V bonis et rectis corde Declinantes aüt in 

122' Noten. 

122 v BEat i 2 ) [q]ui timetjlnm: q ambu- | 

123 r cöuertant' retrorsü omes qui oderüt syon 

123 T copiosa aput eü redeptio Et Ipe redimet 3 ) 

12 4* votü vouit deo iacob Si introiero I taber- 

124 T elegi ea Vidua ei' b~~dices benedice": pau- | 

125 r LAudate nome dni: laudate s'ui dnm 

125 v et generatione" Quia iudicabit dns ppl'm 

126' Qui firmauit terra sup aquas: quonia. | 

126 V Noten. 

127' Filia babilonis misera beatus qui retri- | 

127 T audierüt omia verba oris tui Et cantent 



1 ) Auch hier das r am Ende stark aus dem Register am Rande. 

2 ) Verkratzt, jedenfalls omnes. 

8 ) Die im Berliner Ex. als Z. 14 befindliche verdruckte Stelle mit 
gestürzten Buchstaben ist im Darmstädter Ex. geschrieben. Vorletzte 
Zeile in David als Ligatur das eigentümliche a. 



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266 Das Darmstädter Exemplar 

128 r et antiqua: tu formasti me et posuisti sup 

128 v tuo omnes scribent': dies formabunt' 7 ne- | 

129 r corde: tota die ostituebat prelia Acuerunt 

129 v tuo: et habitabut recti cum vultu tuo, 

130 r Dissipata sut ossa nostra secus infernu: | r 

130 V ad te dne dixi tu es spes mea: porcio mea 

13l r vanitati siPis fact'e": dies ei' sicut vmbra 

131 v neqz clamor in plateis eo4 Beatü dixerut 

132 r vniuersis: et miserationes eius sup oniia 

132 V dispdet Laudatöne dni loquet* os meü". 7 

133 r Regnabit dns I secula deus tuus syon: 

133 v escam ipo4: et pullis coruo4 inuocätibus 

134 r iusticias et iudicia sua israhel Non fecit 

134 T in brachio suo: dispsit superbos mete cor- | 

135 r corde meo A fructu frumeti vini et olei 

135 v et sub pennis eius spabis Scuto circuda- | 

136 r Longitudine dierü" replebo eum : et osten- | 

136 T Noten. Schliesst: queadmodü spa die Seite. Dann ein 

Blatt ausgeschnitten. Von da an geschrieben. 

137 r — 140 r Allerheiligenlitanei. 

140 v — 172 Antifonen, Te deum laudamus etc. Officium auf 

Gabriel und Maria Verkündigung, commune sanctorum, Tagzeiten 

und Hymnen de tempore. Nach Blatt 155 (CLXIV) ein Blatt 

ohne Rest ausgeschnitten, ebenso nach 170 (CLXX), auch am 

Ende defekt. In das Papiervorsatzblatt (CLXII) ein Stück der 

gedruckten Allerheiligenlitanei des Psalteriums eingeklebt. 

Technisch ist über das Darmstädter Exemplar folgendes zu be- 
merken. Das Blau des grossen B. Blatt l r ist sehr dunkel, von 
Nacharbeiten mit dem Pinsel zeigt sich keine Spur, wohl aber 
die Eindrücke des gefärbten Stempels in das Pergament, wobei 
die dünne blaue Farbe unbedeutend über die Ränder der Zeichnung 
ging. 

Blatt 20 r lassen sich innerhalb des Rots des D die Ein- 
drücke der Typen der Rückseite sehen und fühlen, weshalb wohl 
der Initialdruck dem Schwarzdruck vorangieng oder mit geringerer 
Kraft erfolgte. Gleiches ist Blatt 36 r in dem Initial D der Fall. 
— Blatt 29 finden sich 3 handschriftliche und nachträgliche 
Initialen S, D, G, wovon G sogar die Arabeske des zwei Zeilen 
tiefer stehenden N. deckt; derartige Initialen auch Blatt 34 T . — 

Blatt 43 T bedeckt das Rot des Initial C sehr schwach ein 
t. Ebenso Blatt 57 T ein D das st. 

Blatt 51 r findet sich ein mit grosser Kraft gedrucktes B. — 

Blatt 53 T ist das E im Giessen undeutlich geworden, da das 
Metall als zu erkaltet die Form nicht ganz ausfüllte. — 

Blatt 54 T und 55 r zeigt sich auffallende Verschiedenheit in 



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des Breviarium Moguntinum 1457. 267 

den Farbentönen des Blau und Rot. Während das Blau der 
Arabesken stets hell ist, erweist sich das der Initialen sehr dunkel 
und deckend, das Rot hat in den Initialen nicht den Glanz wie 
in den gedruckten roten Versalien des Textes und ist vielfach 
retouchiert. 

Blatt 57 T ist der Initial Q vom Miniator nachgearbeitet und 
die rote Farbe über die Ränder geschmiert. 

Blatt 78' wurde in Z. 4 von unten das Schwänzchen von 
populum (p) entfernt, da es den Initial hinderte und die rote 
Linie desselben im Abdrucke oben berührt. Diese Justirung ge- 
schah demnach vor dem Abdruck mit Farbe. 

Blatt 86 v berühren sich die Doppelpunkte und die Arabeske 
und sind gegenseitig beschädigt, der Schwarzdruck geht bei einem 
i über den Rotdruck. 

Blatt 94 r sind die obern Enden von t und b in et benedicite 
wegen des Initials verkürzt worden, eine Berührung ist nicht 
vorhanden auch nicht als trockener Eindruck. — 

Blatt 98 r hat das s in salutare unter dem Initial durch 
Justiren einen Teil seines corpus am obern Rande verloren wegen 
des Initials. 

Blatt 99 r kam der Initial M etwas schief zu stehen und 
verlor daher am untern rechten Rande die Einfassungslinie. 

Blatt 109 r hat das s unter dem Initial corpus verloren durch 
Adjustieren, ebenso die zwei 1. — 

Eine auffallend helle FärbuDg und dünne Consistenz der 
Druckfarbe zeigt sich Blatt 72 r , 74 v und 79 T (stets im obern 
Teile der Blattseite). — 

Ausser diesem Exemplar besitzt die Bibliothek in Darmstadt 
noch drei Fragmente, die als Einband von Oktavbänden dienten, 
die obere Hälfte von Blatt 36 : Principes persecuti sunt me gratis : 
et a | nur 12 Zeilen, Blatt 37 obere Hälfte 8 Zeilen, der Text 
stimmt nicht mit dem Darmstädter Exemplar, die obere Hälfte von 
Blatt 19 mit dem Druckfehler visibus statt nisibus, die Lieder- 
texte sind in der Missaltype gedruckt. [2706] 



Ein Beitrag zu E. Dannappels Litteratur der Salzburger 

Emigration. 

Von einem Salzburger. 

Abbildung eines Salzburgischen Emigranten nach seinen 
vornehmsten Eigenschaften. (Gedicht). 4°. (16 S.) Dresden 1732. 

Back, Elias, Einzug der Salzburgischen Emigranten, in die 
wohll. freie Reichsstadt Nördlingen, wie auch deren freundlicher 
Empfang daselbst, nebst einer sehr kurtzen Beschreibung von ihrem 
Abzug aus Saltzburg, und Anlangung in Kauflflbayern und Augspurg, 



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268 Ein Beitrag zu E. Dannappels 

auch wie solche den 30. Januarii von hier ihre March-Route ge- 
macht. Gr. fol. (1 Bl. Text und 1 Kupfer) Augspurg 1732. 

Bauriedel, Andr., Kurtze Bewillkomms- und Beurlaubungs- 
Rede an die Saltzburgischen Emigranten gehalten. 4°. (8 S.) Nürn- 
berg 1732. 

Bericht, umständlicher und wahrhafter, von der Ankunft, 
Aufnahme und Abschiede einiger Salzburgischer Emigranten in 
der Stadt Hildesheim nebst dem Glaubensbekenntniss. (Vgl. Panse's 
Geschichte der Auswanderung 1827.) 

Beschreibung, ausführliche, derer vertriebenen Evangeli- 
schen-Lutherischen Christen aus dem Salzburger Lande, so in dem 
abgewichenen 1731. Jahre sich geäussert. 4°. (2 Bll.) 0. 0. 

— Kurze, doch ausführliche, anbey auch jedem Evangelischen 
Christen sehr dienliche, was sich in dem Erzstifft Salzburg der 
Evangelischen Religion wegen zu verschiedenen Zeiten bis hieher 
Merkwürdiges zugetragen, und wie dasige standh äffte Bekenner 
der Evangelischen Wahrheit mit Feuer, Schwerdt, Gefängniss und 
andern grausamen Straffen beleget worden sind. Mit sechs Fort- 
setzungen. 4°. (96 S. und 1 Kupfer) Schwabach 1732—33. 

— Kurtze, doch wahrhafftige, der Exulanten, so aus dem 
Saltzburgischen verjaget, und wie selbige von ihren Glaubens- 
brüdern Evangelischer Religion sind aufgenommen worden. 4°. (4 Bll. 
u. 1 Kupfer). Gedruckt anno 1732. 

— Fortsetzung der wahren , des zweyten An- und Abzugs 
rler Lutherischen Saltzburger Bürger-Bauern von der Stadt Augs- 
purg, so geschehen den 30. Jenner anno 1732, allen kuriosen 
Liebhabern zu nutzlichen Zeitvertreib in Reimen verfasset. Fol. 
0. 0. 1732. 

Bestraffung, wolverdiente , dess unverschämt- und esel- 
hafften Calumnianten, so unter dem erdichten Namen Sinceri Pi- 
«tophili die Buss- und Fasten-Predig Sr. Hochfürstl. Gnaden 
Leopold Antonii Eleutherii, Ertz-Bischoffen , und dess Hl. Rom. 
Reichs Fürsten zu Saltzburg mit lächerlichist- und allerunvernünff- 
tigisten Anmerkungen nachzudrucken eich fr eventlich ist unternommen, 
nun aber mit behörigen Antworten und wohl gemessener Correc- 
lionen öffentlich beschämet und anbey zu allgemeinen Nutzen eine 
gründliche Erweisung fast aller catholischen Glaubens- Articklen 
eingemenget wird von P. S. P. fol. (79 S.) 1736 Saltzburg. 

Bewegungsgründe, zwölff schrifftmässige, zur Mildthätig- 
keit u. s. w. 8°. (16 S.) Gedruckt nach dem Salfeldischen Exem- 
plar Anno 1732. (Vgl. Dannappel S. 5.). 

Be weiss, legal- und unumstößlicher, derer von denen in dem 
hohen Ertz-Stifft Saltzburg im verwich enen 1731. Jahr in ge- 
fängliche Hafft genommenen Rädlführern, und anderen Aufwieg- 
lern verübt- höchst- sträfflichen Misshandlungen. Alles zu bessern 



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Litteratur der Salzburger Emigration. 269 

Unterricht dess Publici, mit unverwerfflichen gerichtlichen Docu- 
mentis und zum Theil derer Friedens Störer selbst eigenen Be- 
kanntnussen beleget. Sambt Beylagen ä Num. I bis Num. LXI. 
inclusive, fol. (29 Bll.) Stadt am Hoff. 

Beylage, erweckliche. (Dannappel S. 5) heisst der Ver- 
fasser: Gottfried Anton Schenck. 

Bossheit, die bisshero unter dem Deck-Mantel einer Reli- 
gions-Bedruckung verborgene, nunmehro aber zu besseren Unter- 
richt aller Wahrheit liebenden, durch ohnverwerffliche Documenta, 
gerichtliche Protocolla oder Confrontationes entdeckte, einig-Saltz- 
burgischer Emigranten, und anderer noch zur Zeit unbekannter 
Calumnianten (von Zillerberg) fpl. (16 Bll.) Anno 1731. 

Christenhold, Joh. , Abdruck eines Antwort - Schreibens 
an einen guten Freund, die Evangelische Saltzburgische Emi- 
granten betreffend, welches zugleich statt einer Widerlegung der 
sogenannten Extra-Zeitung dienen kann. Mit Beilagen Nr. 1 — 7. 
| : IX. Stück der „Sammlung einiger der vornehmsten Schrifften u :| 
fol. (5 Bll.) Augspurg 1732. 

Classis VI., worinnen unter andern die erstaunlichste gegen 
die höchste Persohn Sr. Hochfürstl. Gnaden ausgestossenen Inju- 
rien, Schänd- und Schmäh-Wort enthalten seynd. Fol. (8 Bll.) 
Stadt am Hoff 1732. 

Continuatio inanifesti. Den Bauern Aufstand in dem 
Saltzburgischen Gebürg betreffend u. s. w. fol. (2 Bll.) Erstlich 
gedruckt zu Stadt am Hoff, negst Regenspurg 1732. Nachge- 
druckt und zu finden in Saltzburg bey Joh. Jos. Mayers sei. Erben 
(Vgl. Dannappel S. 6.) 

Echo, ersticktes, d. i. gründliche Widerlegung der, von dem 
sogenannten eyfrigen Petriner und Priester der Römisch- Catholi- 
schen Kirchen, aufs neue und noch weit ärger, weder zuvor, der 
Evangelischen Kirche schimpfflich angedichteten Klag- Wiederholung 
die Evangelische Saltzbürger Emiganten betreffend. 4°. 11 S.) 
Franckf. & Leipz. 1732. 

Emigranten, der Salzburgischen, 1. eigenes Lied, 2. Ge- 
bet, 3. Glaubens-Bekänntnuss , 4. unterthänigstes Bitt-Schreiben 
an die Saltzburgische Herrschafft 4° (8 S.) Torgau (1732). 

Emigrations-Patent, Hochfürstl. Saltzburgisches, de dato 
Saltzburg,- den 31. Octobris 1731. Imp. fol. (1 Bl.) Saltzburg 
1731 (Original-Plakat). 

Ersuch-Schreiben an ein Hochlöbl. Corpus Evangeli- 
corum zu Regenspurg unterthänig- gehorsam- und hoch-angelegenes, 
von Pfleger, Bürgermeister und Käthen des Hl. Rom. Reichs Stadt 
Augspurg, die hiesig- Saltzburgische Emigranten- Sache betreffend. 
Mit beygeschlossener allerunterthänigster Anzeig, Klag und Bitte 
an Ihro Kayserl. Maj. und deren Adjencto sub lit. A:|X. Stück 



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270 Ein Beitrag zu E. Dannappels 

der „Sammlung einiger der vornehmsten Schrifften: u | fol (31 Bll.) 
Augspurg 1732. 

E ss ich, M. Joh. Gottfr., Ermunterung- und Trost-Rede, an 
eine zahlreiche Versammlung der nach Preussen gehenden Saltz- 
burgischen Emigranten, auf ihrer Pilgrimschafft, in der ihnen an- 
gewiesenen Herberge auf dem sogenannten Bach bei Augspurg 
den 17. Juni Anno 1732 gehalten, und auf Verlangen zum Druck 
überlassen. 8°. (32 S.) Augspurg. (Vgl. Dannappel, S. 4.) 

Fla fei us, Mathias, Memoria Schaereriana. Das gute An- 
denken des evangelischen Märtyrers Georg Schärers, von Salfeld 
gebürtig, ehmaligen Evangelischen Prediger zu Radstadt im Ertz- 
Bissthum Saltzburg, aliwo er um des Evangelü halben mit dem 
Seh werde hingerichtet worden; nunmehro aber wieder erneuert 
und nebst einem hierzu dienlichen Kupffer ans Licht gesetzet von 
Joh. Gottl. Hillinger. 8° (45 S. Franckfurt und Leipzig 1732. 
und 1 Kupfer) 

Fricke, Joh., Gut evangelisches Licht und Recht deren Saltz- 
burgi sehen Emigranten und andern dienlich in einem kurzen Reli- 
gions-Gespräch und catechetischen Fragen, schon vor Alters ab- 
gefasst durch Josef Schaitberger, einen aus Saltzburg vertriebenen 
Berg-Mann, jetzo neu gedruckt und mit Beyfügung etlicher alten 
und andern kernhafften Gebeten und Psalmen, dem gemeinen 
Mann zum Nutzen ausgegeben. Sammt einem historischen Vor- 
bericht vom Ursprung der Evangelischen Lehre in Saltzburg. 8°. 
(46 S. und 33 Bll.) Ulm 1732. 

Gärtner, A. D., Ermunterungsschreiben an die um der 
Evangelischen Religion willen emigrirende Saltzburger, einem christ- 
lichen Freund übersandt und auf Vieler Verlangen dem Druck 
überlassen von dem Editore (Samuel Urlsperger). 0. 0. u. J. 
(Vgl. Panse.) 

Gedanken, zufällige, eines jungen Frauenzimmers in Dant- 
zig über die Saltzburgische Emigration. 4°. Dantzig 1732. 

Gegenbericht, Evangelischer, oder in der Wahrheit fest- 
gegründete Widerlegung auf den sogenannten Romisch-Catholischen 
kurtzen Unterricht, wie man sich gegen denen abtrinige Saltz- 
burgischen Birgern zu verhalten habe, wie nemlich denenselben 
ein jeder Gemeiner, obschon ungelehrter mit Sanfftmuth begegnen 
und bessers einrathen: und auch sich selbsten in dem wahren all- 
einig-seeligmachenden Catholischen Glauben vest gründen könne 
und solle. Zum gemeinen Nutzen herausgegeben 8°. (271 S.) Alt- 
dorf 1733. 

Gespräch, vertrauliches, zwischen einem Catholischen Geist- 
lichen und einem Saltzburgischen Emigranten, worin des letztern 
Glaubens-Bekänntnuss, zu aller Evangelischen Christen Trost und 
Erbauung, kürtzlich, doch deutlich, ans Licht gestellet, auch nebst 



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Litteratur der Salzburger Emigration. 271 

ihrem bekannten Exulanten-Lied und mit einein artigen Kupffer 
versehen ist. 8°. (28 S.) Franckfurt & Leipzig, 1732. 

Gläsener, J. M., Anrede, welche er an die Saltzburgische 
Emigranten den 1. September 1732 in der dasigen Hauptkirche 
zu St. Andrea gethan, nebst der Abschieds-Rede, welche gehalten 
worden von G. W. Goetten. Hildesheim 1732 (Vgl. Panse.) 

Glaubensbekänntn iss, das, der Saltzburgischen Emi- 
granten, welches ist abgelegt worden den 27. Januar 1732 zu 
Augspurg, von Neuem aufgelegt. Nebst einem Anhang der Reise 
der Emigranten durch Franckfurt. Frfurt 1732. (Vgl. Panse.) 

Hildebrand, M. Joh. Uhr. Einen erwecklichen Send-Brief 
des Herrn Jesu an seine glaubige Gemeinde, aus Offenb. Joh. 
3, 7 — 14. hat denen etlich hundert Saltzburgischen Emigranten, 
welche den 15. Jul. 1732 in der Evangelischen Pfarr-Kirche bey 
St. Anna allhier versammlet gewesen, zu ihrer und anderer Er- 
bauung, Stärckung und Trost fürgelesen, erkläret und einge- 
schärffet, auch nunmehro zum gesegneten Angedencken dem Druck 
überlassen. 8°. (78 S.) Augspurg 1733. 

Historie, ausführliche, derer Emigranten u. s. w. Andere 
Auflage. 4°. (4 Thle.) Leipzig 1732—34. (Vgl. Dannappel S. 10.) 

Kirchmayer, Frz. Ant., die wunderbare göttliche Erlösung, 
sowohl aus denen geistlichen Stricken der Päpstischen Finster- 
nuss, als auch denen leiblichen Banden einer funffmaligen Ge- 
fangenschafft, zur Ehre des grossen Gottes, und demüthigsten 
Dank vor so mächtige Befreyung, als auch zur Schande seiner 
Feinde, in einer wahrhaften Historie beschrieben. 4°. (24 S.) Erst- 
lich gedruckt zu Esslingen 1729. Nunmehro aber auf vieles Nach- 
fragen und bey Gelegenheit der harten Verfolgung derer Salz- 
burgischen Emigranten wieder aufgelegt. Schwabach 1733. 

Kleinschmidt, Joh. Jak., Fürstellung der höchst-denck- 
würdigen und Wundervollen Saltzburgischen Emigration, da aus 
diesem Ertz-Stifft im 1731. und folgendem Jahr mehr als 20000 
Seelen ausgezogen, damit sie Gott nach ihrer Erkänntnus in Frey- 
heit des Gewissens dienen können, in Kupffer entworfen und ver- 
legt. Imp. fol. (2 Bll. Text und ein Kupfer) Augspurg 1732. 

Lied, ein erbauliches, der Wanderstab genannt, gemacht 
von einem Georg auf der Lähegang im Goldecker- Gericht, des 
Saltzburger Ertz-Bisthums. 8° (2 Bll.) O. O. 1732. 

Manifest, worin die Seditios- facta, und andern in grosser 
Menge verübte Insolentien der aufgestandenen Saltzburgisch. Unter- 
thanen im Gebürg, dem Publico vorgelegt werden u. s. w. fol. 
(26 Bll.) Stadt am Hoff 1731. (Vgl. Dannappel S. 12). 

— Dasselbe, fol. (26 Bll.) Nachgedruckt und zu finden in 
Saltzburg bey Joh* Jos. Mayrs sei. Erben 1732. 

Mielcke, Pet. Gottl., den herrlichen Gnadenlohn der ge- 



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272 Ein Beitrag zu E. Dannappels 

treuen Nachfolger Jesu hat aus dem 11. der Offenbarung Joh. v. 
10. denen Saltzburgischen Emigranten, als eine Anzahl derselben 
in Georgenburg angelangt, zum besondern Text vorgestellet. 4°. 
Königsberg 1732. 

Moser, Joh. Jak., derer Saltzburgischen Emigrations-Acten 
I. u. II. Band. 8°. (864, 596 S. u. Register) Franckfurt und Leipzig 
1732 — 33. J : Auch unter dem Titel: das Neueste von deren Saltz- 
burgischen Emigrations- Actis I — XIII Stück: | (Vgl. Dannappel 
S. 15). 

Müller, Joh., An- und Schlussrede, mit welcher die in 
Nürnberg angekommene Saltzburgische Emigranten, auf dem Platz 
des Neuen Baues bewillkommet und in der Dominikanerkirche 
wieder beurlaubet worden, gehalten. 4°. (12 S.) Nürnberg, 1732. 

Nachricht, kurtze, doch deutliche und umbständliche, 
wie die arme Saltzburgische der Evangelischen Warheit zugethane 
Emigranten, bey ihrer Durch-Reise durch hiesige fürstl. Residentz- 
Stadt Zerbst, von unserer gnädigsten Landes-Herrschafft aufge- 
nommen, bewirthet und hinwiederumb gnädigst dimittiret worden, 
zur kräfftigen Ermunterung derer Einwohner und steten Andenken 
für die Nachkömmlinge aufgesetzt von J. C. G. 4°. (8 Bll.) Leip- 
zig 1732. 

— Dasselbe. 4°. (12 S.) Leipzig 1732. 

— Fortsetzung der, wie die am 23. August dieses 1732. 
Jahres in der Hochfürstl. Residentz-Stadt Zerbst abermahl ange- 
kommene Saltzburgische Emigranten aufgenommen, bewirthet, uud 
bey ihrem Abschiede begleitet worden, nebst 6 dasiges Orts ge- 
haltenen Bewillkommungs- und Abschieds-Reden, denen Liebhabern 
solcher Nachrichten aufrichtig mitgetheilet von einem Passagier. 
4°. (36 S.) Leipzig 1732. 

Nachrichten von denen Saltzburgischen Emigranten, wo- 
rinnen anitzo gemeldet wird, was sich besonders mit denenjenigen 
zugetragen, welche Ihre Königl. Majestät in Preussen in dero 
Landen aufnehmen lassen, wie vorsichtig man dieselben durch 
papistische Lande führen müssen und wie gutthätig man sich im 
Gegentheil in denen Evangelischen Landen gegen dieselben be- 
wiesen auch wie gross dieser armen Leute Verlangen sei nach dem 
Worte Gottes und wie andächtig sie sich dabei bezeigen, ungleichen 
was zu Halle mit denen Evangelischen Emigranten vorgegangen. 
Hierzu 1 — 4. forts. 4°. Königsberg 1732. 

Nachrichten, zuverlässige, sowohl von denen nach Preus- 
sen gegangenen Saltzburgischen Emigranten, als auch von denen 
auf der Reyse nach Georgien in Süd-Carolina in Amerika be- 
griffenen, und aus dem Saltzburgischen emigrirten Britannischen 
Colonisten; sodann in Cassand sich noch befindenden Nürnbergern. 
fol. (2 Bll.) 1734. 0. 0. 



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Litteratur der Salzburger Emigration. 273 

Pistophilus, Sincer., Salzburgische Buss- und Fasten-Pre- 
digt, die unter dem hohen Namen Sr. hochfürstl. Gnaden Herrn 
Leopol di Antonii Eleutherii Ertz-Bischoffen zu Salzburg, publicirt 
worden, getreulich abgedrucket und mit nöthigen Anmerkungen 
begleitet. 4°. (35 S.) Franckfurt und Leipzig 1735. 

Pro Memoria, so dem Kays er 1. Ministerio durch den KÖnigl. 
Preuss. Abgesandten übergeben u. s. w. 

— so auf Befehl Sr. König]. Grossbritannisch. Maj. etc. 

— so auf Befehl Sr. Königl. Majestät zu Dännemarck etc. 
Alle 3 gleichlautend mit den Promemorias' bei Dannappel S. 16, 
jedoch mit dem Druckorte Wien. 

Pro Memoria vom Corpore Evangelicorum in Betreff aus- 
gewanderter Berchtesgadener Unterthanen. fol. (2 BU.) Regens- 
purg 1733. 

Reise-Lied, der Saltzburgischen Emigranten gewöhnliches. 
Ist zu finden in Joseph Schaitbergers neuvermehrten Evangelischen 
Sendbriefe p. 131. 4°. (2 BU.) 0. 0. 1732. 

Relation, kurtze und wahre, den Zustand derer , in dem 
zu den vereinigten Niederlanden gehörigen Districkt von Cad- 
sanden, beym Anfang dieses Jahrs, aufgenommenen Saltzburg- 
Dürnbergisch- Evangelischen Emigranten betreffend, fol. (5 Coli.) 
Anno 1733. 

Rentz, Friedr., Gruss und Abschied, in einer Stunde einem 
zahlreichen Transport Saltzburgischer Emigranten, ausser den 
Mauern Augspurgs, nemlich in dem sogenannten Schiessgraben, 
Anno 1732 den 14. Juni abgestattet. 8°. (30 S.) Augspurg. 

Sammlung einiger der vornehmsten in dem Saltzburgischen 
Emigrations-Wesen nach und nach bisshero öffentlich zum Vor- 
schein gekommenen Schrifften und glaubhafften Urkunden, nebst 
einer kurtzen Vorrede von D. H. G. fol. (145 BU.) Augspurg 
1732. 

Schaitberger, Joseph, Biblischer Glaubensgrund oder christ- 
liches Religionsgespräch zwischen einem Catholischen und Evan- 
gelischen Christen. 8°. Ulm 1732. 

— , Saltzburgisch Denckmahl. 12°. (208 S.) Franckfurt. 1732. 

— , Vermehrte Evangelische Sendbrieffe an seine Landsleute, 
als Evangelische vertriebene Saltzburger. 8°. (688 S.) Franckfurt 
1732. 

Schenck, Gottfr. Ant., Erweckliche Beylage zu denen bis- 
her edirten zuverlässigen Relationen von denen Saltzburgischen 
Emigranten, bestehend in einer poetischen Betrachtung über die- 
ses Zeichen unserer Zeit, welche aus Liebe zur Evangelischen 
Wahrheit auffgesetzet, und mit nöthigen Anmerkungen erläutert 
hat. Neue und verbesserte Auflage. 4°. (16 S.) Franckfurt und 
Leipzig, 1733. (Vgl. Dannappel S. 5.) 

18 



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274 Bin Beitrag zu E. Dannappels 

Vgl. Theophili Georgii Europäisches Bücher-Lexikon. IV. Theil 
S. 27. 

Schreiben vom Corpore Evangelicorum an des Herrn Ertz- 
Bischoffen von Saltzburg Hochfürstl. Gnaden, de dato Regenspurg 
den 22. April Anno 1730 zweyer Saltzburgischer Emigranten An- 
suchen um Friedens-schlussmässige Verabfolgung ihrer zurückge- 
lassenen Weiber, Kinder und Vermögens, und verweigerte Anneh- 
mung eines an die Hochfürstl. Saltzburgische Gesandtschaft dies- 
falls gerichtetem scripti pro memoria betreffend, fol. (4 Bll.) Re- 
genspurg 1730. 

Sinverus, Th., Kurtze, jedoch vernünfftig- und gesetzinäs- 
sige Gedanken über das in dem Westphälischen Friedens-Schluss 
Articul V. §.36 & 37 confirmirte Beneficium emigrandi vulgo 
Abzugs-Recht, mitgetheilet. 4°. (27 S.) Bayreuth 1732. 

Starcke, Mich., Reise-Gebeth, welches er auf Begehren zum 
Abschreiben mitgetheilet, nunmehro aber dem Öffentlichen Druck 
übergebe. 0. 0. 1732. (Vgl. Panse.) 

Steche, Theodor. Eine einfältige, jedoch wohlmeinende 
Freudens-Bezeugung eines Mitgliedes der streitenden Kirche seinen 
lieben Brüdern, den Saltzburgern, ihrer standfesten Bekenntniss 
halber zu Ehren aus reiner Liebe aufgesetzt und herausgegeben. 
8°. Halle 1732. (Vgl. Panse.) 

Trostlied, ein Hertz-freudiges, über die Wort: Gott mit 
uns. 80. (2 B11.)0. 0. 1732. 

Trostlieder, drey geystreiche, derer Saltzburgischen Exu- 
lanten oder Evangelischen Glaubens-Genossen. 8o. (4 Bll.) Deutsch 
1732. 

Unterricht, kurtzer, wie man sich gegen denen abtrinnigcn 
Saltzburgischen Birgern zu verhalten habe: Wie nemlich denen- 
selben ein jeder Gemeiner, obschon ungelehrter mit Sanfftmuth be- 
gegnen, und besseres einrathen: Und auch sich selbsten in dem 
wahren alleinig-seeligmachenden Catholischen Glauben vest gründen 
könne und solle. 8°. (52 S.) Erstlich gedruckt zu Freysing, 
nachgehends in Augspurg 1732. 

Urlsperger, Sam., Zuverlässiges Sendschreiben von den . 
geist- und leiblichen Umständen der Saltzburgischen Emigranten, 
die sich in Amerika niedergelassen haben, wie sich solche bis den 
1. September 1735 befunden, und von denen Herren Predigern 
in Eben Ezer und einigen Saltzburgern selbst nach Teutschland 
überschrieben worden, herausgegeben. 4°. (14 S.) Halle 1736. 

Verordnung, Hochfürstlich Saltzburgische, betreffend das 
Einfuhr- Verbot uncatholischer Bücher. De dato Saltzburg den 
28. Jänner 1733. fol. (1 Bl.) Saltzburg. 

Verzeichniss derer zu freyen Kauff feil stehenden Güter 
der Emigranten, fol. (35 S.) 0. 0. 1732. 



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Litteratur der Salzburger Emigration, 275 

Vorstellungs-Schreiben, abermahliges Noth- dringliches, 
an Ihre Römi. Kayserl. Majestät vom Corpore Evangelicorum in 
der Saltzburgischen Emigrations-Materie, sonderlich, dass so ver- 
schiedenen Emigranten bald unter diesen, bald unter jenen un- 
statthaftsten Prätexten die Kinder vorenthalten, zudem Gewissens- 
und Emigrations-Freyheit per indirectum nur immer mehr beklem- 
met und aufgehoben worden, sammt Beylagen und Nebenbeylagen. 
fol. (17 Bll.) Regenspurg 1736. 

Weiss, Joh. Mich., Kurtze Anrede an diejenige Saltzbur- 
gische Emigranten, welche 1732 Frey tags den 1. Augusti all hier 
in Nürnberg bey dem Frauen-Thor, oben bey der grossen Waag 
angekommen, sammt beygefügten Abschied. 4°. (8 S.) Nürnberg 
1732. 

Wunder, bewundertes, dieser Zeiten, so sich zeigt an denen 
sich zu der allein seelig-machenden Evangelischen Wahrheit wen- 
denden Saltzburgischen Emigranten, anjetzo Königl. Preussischer 
Unterthanen, nebst einer wohl-meynenden Erinnerung an alle Chri- 
sten solchen nachzueiffern, mit Fleiss aus den Saltzburgischen Ge- 
schichten gezogen, und in gegenwärtige Reim-Zeilen verfasst, von 
«inem Liebhaber der Saltzburgischen Emigranten, fol. (2 Bll.) 
Anno 1732. 

Wunder, neu und noch nie erhörtes, so sich im Saltzburgi- 
schen zugetragen, da vieler tausend Hertzen durch den hl. Geist 
gerühret worden, dass sie aus Liebe zu Gott und der wahren 
Evangelischen Religion Hauss und Hof, Weib, Kinder und alles 
Vermögen verlassen, und den Wanderstab ergriffen haben. 8°. (8 Bll.) 
Gedruckt Anno 1732. [2707] 

Kleiner Beitrag zur juristischen Bibliographie. 

Im Anschlüsse an zwei früher veröffentlichte Aufsätze*), die 
sich mit mehreren, der criminalistischen , civilistischen und cano- 
nistischen Litteratur des 13. — 15. Jahrhunderts angehörenden Druck- 
werken beschäftigten, lassen wir hier die Beschreibung von einigen 
anderen seltenen, juristischen Paläotypen der ständischen Landes- 
bibliothek zu Cassel folgen. Dieselben sind zwar in den aner- 
kannt vortrefflichen Repertorien Hain's und Panzer's fast sämt- 
lich verzeichnet, haben jedoch eine tiefer eindringende Besprechung 
bisher nicht gefunden; selbst die in Betracht kommenden rechts- 
wissenschaftlichen Specialarbeiten**) begnügen sich meist mit einer 
blossen Erwähnung. 

*) Mollert, Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 
VI. S. 388-390 und Centralblatt für Bibliothekswesen III. S. 274— 278. 

**) S a v i ff n y , Geschichte des römischen Rechtes im Mittelalter. 1 815 
bis 1831. Schulte, die Geschichte der Quellen und Litteratur des 
kanonischen Rechtes. 1875—1880. Stintzing, Geschichte der popu- 



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276 Kleiner Beitrag zur juristischen Bibliographie. 

1. Commentarius in sectindam partem Digesti velteris 

von Ra'phael Fulgosius. 
(Comment. ad fönt. Fol. 9.) 

Bl. 1 a: Lectura ingeniosi acutissimiqüe eure || consulti dni 
Raphadis |j Fulgosi Piacentini super scd'a parte, ff. veteris: In|| 
qua omnes leges: omnesque titulos subtiliter 1 1 enodauit: impssa 
Brisie: Tmpetrato ]| priuilegio: ab Illustrissimo Ducali || Ueneto- 
rum dniop. Angeln Bri || tänicü : ne quis eä : nisi ipe : I sua || di- 
tiöe Iprimere audeat : ne ali || bi impressam vendere in || fra de- 
cenium : sub 1 1 pena : vt in 1 1 gratia. 

Bl. 2 a (a ij) : Raphaelis Fulgosij Piacentini Jureconsulti j| 
acutissimi ingenij : Commentaria in secü 1 1 dam partem. ff. veteris. 

Bl. 258a:Finem posuit huic lecture su sed'apte. ff. veteris. 
Clarissi- 1 1 mus legum interpres ingenijque acutissimi dns Raphael 1 1 
fulgosius Placenntinus : Qua nuperrime Angelus Bri- || tannicus 
ciuis Brixianus : his tarn pulcherrimis littera- 1 1 rum caracteribus 
imprinendam curauit : Castigatam prius 1 1 ab excellenti iurecon- 
sulto dno Nicoiao villa : Ciue Bri- 1 1 xiano : Reliquas etiam lectu- 
ras ipsius Raphaelis : necnö 1 1 Raphaelis Cumani, si hanc vendi- 
bilem esse compererit || imprimendas breui temporis spacio cura- 
bit. Nam a cor- 1 1 rectore diligenter castigantur. Sed vnum illud 
monemus | ne quis audeat hanc lecturam : nee alias imprimere : 
quod ne- | mini licet preter Angelo Britannico : cui id dütaxat con- 
||cessum est per Illu. Dntionem Uenetam : vt constat pri || uilegio. 
Ualete omnes. Brixie die. sexii. Septebris. M. || cccc. xcise. || 
Finis. 1 1 Registrum huius operis 1 1 Buchdruckerzeichen : A B . 

Folio. 258 Blätter. 2 Columnen mit Specialtiteln. 74 Zeilen. 
Signaturen. Ohne Custoden und Blattzahlen. Gothische Buch- 
staben. 

Hain Nr. 7394. Savigny VI. S. 237 — 242. 

2. Practica nova judicialis von Johannes Petrus 
de Ferrariis. 
(Script, pract. et process. Fol. 2.) 
Bl. la Bl. lb: Tabelle und Register. 
Bl. 5a Practica Papiensis 1 1 de Tortis. 

Bl. 6a (a y und 2): Exordium auree ac preciose moderne iu- 
dicialis practice seeundum || dum Jo. Petrum de Ferrarijs legum 
doctorem excellentissimn". 

Bl. 130 a (126): F J N J S. — Registrum. — Uenetijs per 
Baptistam de || Tortis. M. cccc. || lxxxxv. die vij. || octobris. Buch- 
druckerzeichen : B T. 



lären Litteratur des römisch- canonischen Rechtes in Deutschland. 1867.. 
— Diese Schriften werden unten nur mit den Namen ihrer Verfasser 
citiert* 



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Kleiner Beitrag zur juristischen Bibliographie. 277 

Folio. 130 Blätter. 2 Kolumnen. 80 Zeilen: Bl. 1—4, sonst 
71 Zeilen. Signaturen. Ohne Custoden und Blattzahlen. Gothische 
Buchstaben. 

Hain Nr. 6994. Savigny VI. S. 418 — 419. Schulte IL 
S. 294. Anm. Ex bibliotheca Jac. Jungmann 1 ). — Bl. la: Joan- 
nes Columbinus Isennachius meus est heres. Noscere si libeat. 
Emptus presens über Maguntiae duodecima die augusti anno 1524. 

3. RepertoriTim Bartoli von Antonius Mincuccius. 
(J. opera. Fol. 3. Sammelband.) 

Bl. la (aij): Repertorium aureum domini Antonij de prato 
veteri in || toto iuris scripti opere condinnätibus Bartolo nee non 
in || tutelis Nicoiao de Neapoli. et Dyno in regulis iuris li. || vi. 
cü alijs additionibus. 

Bl. 154 b Col. 2: Repertorium aureum domini antonij de 
prato vete || ri super operibus Barto. de saxoferrato cum additio- 
||nibus et suppletionibus diligenter impressum atque eme- j| da- 
tum. Finit feliciter. 

Folio, 154 Blätter, 2 Columnen, 69 Zeilen, Signaturen. Ohne 
Custoden und Blattzahlen. Gothische Buchstaben. — S. a. 1. etn.t. 
Panzer IV. S. 478. Savigny VL S. 255-270. 

4. Schriften von Lancellotus Decms. 

(J. opera. Fol. 6.) 

I. Lectura in primam partem Codicis. 

Bl. 1 leer. Bl. 2a (a 2): Scripta sunt hec in primam. C. par- 
tem Domini La || celloti Decij. que studiose si intentus plegeris. 
De- | j cium iurisconsultü verum, sincerü". nee ambitiosum in 1 1 
uenies. [roth] 

Bl. 37 a Col. 2: Expliciunt scripta consumatissimi ac diser- 
tissimi || J. U. doc. domini Lancelloti decij Mediolanen - || sis 
in primam. C. partem Papie impressa per Chri | stoforum de 
canibus anno. M. ccccl xxxxv. Die se || eundo Martij. 

Folio. 37 Blätter. 2 Columnen, 66 Zeilen, Signaluren und 
Custoden. Ohne Blattzahlen. Gothische Buchstaben. 
Hain Nr. 6055. Savigny VI. S. 322. 

II. Lectura in primam partem Infortiati. 

Bl. 1 leer. Bl. 2a (a 2): Scripta sunt hec in primä infor- 
tiati ptem Domi || ni Lanceloti Decij. que sudiose si intetus ple- 
geris || Decium iurisconsultü verum, sincerü, nee ambitio |j sum 
inuenies. 

Bl. 31b Col. 2: Impressum Papie p Xpoforum de canibus. 
An 1 1 no a natiuitate dni nostri Jesu Hpi . Mcccc lxxxxv 1 1 die x. 
Februarij. 

*) 1638 als hessischer Vicekanzler zu Marburg. 



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278 Litteratur. 

Folio, 31 Blätter, 2 Columnen, 66 Zeilen, Signaturen und 
Custoden. Ohne Blattzahlen. Gothische Buchstaben. 

Anm. Ex bibliotheca Hain Nr. 6057. Jac* Jungmann. 

5. Ars notariatus. 
(J. opera. Nr. 52 in 4°.) 
Bl. la (A): Ars notariatus | Incipit tabula pntis operis — 

Zeile 29 : Capitulu primum quid sit ars notariatus 
Bl. 6a: Finis. 

Bl. 6b : blattgrosser Holzschnitt (Käfig, aus dessen Gitter ein 
Wappenschild mit einer Burg hängt). 

Quart, 6 Blätter, 36 Zeilen. Bl. 1 und 3 : Signaturen. Ohne 
Custoden und Blattzahlen. Gothische Buchstaben. — S. a. 1. et 
n, t. (Antwerpen, Gottfried Back.) 

Stintzing S. 297—299. 

6. Repetitio c. Omnis utriusque sexus.*) 
(J. can. Fol. 68.) 

Bl. la: Perutilis repeticio famosi c. Omnis vtriusque senus 1 1 
de peniten. et remis, cum notatis et questionibus 1 1 quottidianis 
vtilibus nedum penitentibus seu con || fitentibus verum-etiam Om- 
nibus sacerdotibus confesso 1 1 ribus tarn secularibus quam religiosis 
mendicantibus. 

Bl. lb: Innocentius tertius concilio generali. 

Bl. 2a (Fo. IL): [0] Mnis vtriusque r c. Pü~s c. est tritu fa- 
mosum et multu allega j| bile etc. 

Bl. 24 b: Finit perutilis repetitio c. Omnis vtriusque sexus 
de peniten. et remis. || Anno domini j. 4. 9. 3. tepore quadra- 
gesimali In vniueristate Lyptzen 1 1 si in scolis Juristarum publice 
lecta Si quid autem minus bene positü di - 1 1 ligens lector in ea 
reperierit beniuole corrigere atque emendare studeat logi || tans 
a maioribus esse dictum et bene dictum in nullo peccare diui-|| 
nitatis magis est quam mortalitatis 1. ij. §. ti qnid (!) aute C. de 
vete. iu enu. 1 1 Impressa Lyptzk per Gregorium Boetticher 1 1 Anno 
quo supra die ij. Mensis Aprilis. 

Folio, 24 Blätter, 44 Zeilen, Blattzahlen. Ohne Signaturen 
und Custoden. Gothische Buchstaben. 

Panzer I. S. 479. 

Cassel, im Juni 1886. Dr. jur. G. Mollat. [2708] 



Litteratur. 

Bibliographie der alpinen Literatur. 17. Jahrgang 1885. 
Von Th. Trautwein in München. S. A. a. d. Zeitschrift des 
Deut. u. Oesterr. Alpen- Vereins. 

*) Cap. 12 H. de poenit. etremiss. 538. 



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Litteratur. 279 

Aufgezählt in alphabetischer Folge sind ca. 300 Bücher und 
Zeitschriften, 44 Karten und 17 Ansichten u. dgl. mit Preis- 
angaben. [2709.] 
Catalogo de la libreria europea de L. Jacobsen y O Bue- 
nos- Sires; 242, Calle Florida, 244. Seccion de obras en 
espanol modernas, impreras en Europa 6 en America. Enero, 
1885. 720 SS. 16°. 

Bei der Seltenheit bibliographischer Hilfsmittel über spanische 
Litteratur ist ein Werkchen wie das obengenannte eine doppelt 
erfreuliche Erscheinung. Man kann es der Verlagsbuchhandlung 
gern glauben, wenn sie erklärt, der Katalog habe soviel Zeit und 
Geld gekostet, dass er nicht verschenkt werden könne, sondern 
einen Peso nacional (4 M. etwa) samt den noch zu erwartenden 
Supplementen kosten solle. Uebrigens wird der Preis des Kata- 
loges den Kunden der Verlagshandlung bei grösseren Bestellungen 
gutgeschrieben. Er mag etwa 9500 alphabetisch geordnete Titel 
enthalten, darunter auch die Einzeltitel der Bände der zahlreichen 
Sammlungen wie Biblioteca Hispano-Americana, Biblioteca Hispano- 
Ultramarina, Biblioteca del Imparcial u. a. m. Leider ist nicht 
der Umfang der einzelnen Werke, abgesehen von der Bändezahl, noch 
auch das Format beigefügt, sondern nur der Preis, wohl aber findet 
man ein alphabetisches Sachregister von 54 enggedruckten Seiten, 
und ein Verzeichnis der Stichworte der Bücher amerikanischen 
Ursprunges. — Die Uebersetzungen europäischer Werke nicht- 
spanischer Herkunft sind sehr zahlreich vertreten. [2710.] 
Catalogul libraria Socecu & Cie Partea I. Carti romane. 
Bucuresci 1886. 98 + s. SS. 8. 
Dieser Buchhändler-Katalog enthält ausser den Titeln der 
ehrfurchtsvollst vorangestellten Werke der Königin von Rumänien 
und der Mite Kremnitz die Titel einer Reihe von neueren aus- 
ländischen Schriften über Rumänien, ferner eine vollständige In- 
haltsangabe der in Socecu's Kommission erschienenen „Publicatiu- 
nile" der rumänischen Akademie, und ein 78 Seiten langes, etwa 
2000 Titel umfassendes alphabetisches Verzeichnis von in rumäni- 
scher Sprache erschienenen neueren und älteren Werken, dem ein 
auf die Verfassernamen verweisendes alphabetisches Sachregister 
beigefügt ist. Besonderen Wert erhält diese kleine Arbeit dadurch, 
dass in dem alphabetischen Hauptteil sämtliche Artikel der Aka- 
demie-Schriften einzeln unter den Namen ihrer Verfasser zu 
finden sind. [2711.] 

Dieselbe Verlagshandlung veröffentlichte: 
Bibliografia romana. Buletin al librariei generale din Rom a- 
nia ti al librariei romane din streinatate. Editor: Alessandru 
Degenmann. 1882 — 1883 — 1884 Anul al 4, 5, 6. Bucuresti 



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280 Litteratur. 

1884. 29 SS. 8°., ein alphabetisches, die Numern 3151 bis 
3462 umfassendes Verzeichnis rumänischer Werke. 
Beide Kataloge enthalten auch die Preisangaben. [2712.] 
Det Kgl. Norske Frederiks Universitet. Universitets- 
Bibliothekets Aarbog for 1885. Christiania. J Kommission 
hos H. Aschehoug & Co. 1886. XVIII, 179 SS. 8°. 
In diesem Bande steckt viel Arbeit, er ist aber auch für 
Viele, auch Nicht-Norweger, interessant, die sich überhaupt für 
Bibliothekwesen interessieren. Er enthält zuerst den A. C. Drol- 
sum unterzeichneten Jahresbericht mit folgenden Angaben: Im 
Budget-Jahr 1884—85 wurde die Bibliothek um 7400 Bände 
Drucksachen, 16 Nummern Handschriften, 29 Kartenwerke, 81 Hefte 
Musikalien, 32 Nummern Lithographien und dgL sowie 1060 Stück 
kleinere Drucksachen, als Gesetze, Statuten, Traktate u. dgl. ver- 
mehrt. Davon gehören in die Abteilung der norwegischen Litte- 
ratur 787 grössere und kleinere Bücher und Broschüren, 104 
Jahrgänge Zeitschriften, 104 Jahrgänge Zeitungen und Anzeige- 
blätter, 1060 kleinere Drucksachen, 77 Hefte Musikalien, 26 Blad 
Karten, 32 Lithographien u. dgl., zusammen 2190 Stück, die im 
J. 1884 gedruckt und von 118 Buchdruckereien, 8 Steindruckern 
und 3 Musikalienhändlern nach dem Gesetze vom 20. Juni 1882 
abgeliefert worden sind. Ausserdem wurden 430 Bände nor- 
wegische Bücher, 7 Handschriften, 4 Hefte Musikalien und 1 Karte 
durch Kauf oder Schenkung erworben. Die ausländische Litteratur 
vermehrte sich um 5975 Bände, 9 Handschriften und 2 Karten- 
werke. Der ganze Bestand der Bibliothek beträgt jetzt 256578 
Bände, 1373 Handschriften, 567 Kartenwerke, etc., hat sich also 
seit 1876, wo er 204365 Bände betrug, um 52000 Bände oder 
25°/o vermehrt. Benutzt und verlangt wurden im Ganzen 57368 
Bände, davon ausgeliehen 26483, im Lesesaal benutzt 25223 und 
verlangt 5662, die entweder nicht im Besitze der Bibliothek oder 
verliehen waren. Die Benutzungsfälle der im Lesesaale auf- 
gestellten Handbibliothek von 2500 Bänden wurden nicht gezählt. 
Von anderen Bibliotheken wurden entliehen 32 Werke. Die 
Bibliothek hat einen Jahres-Etat von 25500 Kronen (1 Krone = 
M. 1,25). Der Jahresbericht enthält am Schlüsse das Verzeich- 
nis der Geschenkgeber, und zwar sowohl derer, welche die nor- 
wegische, als derer, welche die ausländische Abteilung vergrössern 
halfen. Es folgen nun I. das Verzeichnis der schon oben er- 
wähnten norwegischen Litteratur aus dem Jahre 1884, worin die 
Bücher, die Zeitungen, die Musikalien, und die Bilderwerke, 
Karten etc. je ein Alphabet bilden; IL der übrige Zuwachs der 
norwegischen Abteilung des Jahres 1884, gleichfalls alphabetisch 
geordnet; III. der Zuwachs der ausländischen Abteilung, syste- 
matisch geordnet; IV. der Handschriften-Zuwachs des Jahres 1884. 



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Litteratur. 281 

Bei diesem hübschen Jahrbuche ist nur das Eine zu ver- 
wundern, dass man die grösste Abteilung, das Norsk Rokfortegnelse, 
einfach alphabetisch anstatt systematisch angeordnet hat. [2713.] 

System des Real-Katalogs der Universitäts-Bibliothek 
Heidelberg, herausgegeben von Karl Zangemeister. Heidel- 
berg, Carl Winter's Universitätsbuchhandlung (in Commission) 
1885. IX, 54 S. 8°. 

Ueber ein System einer Bibliothek rechten, heisst um Kaisers 
Bart streiten. Wir wissen alle, dass allerhand Kleinigkeiten in der 
Entwicklung der Organisation einer Bibliothek eine grosse Rolle 
spielen können, und wer mit der Geschichte dieser oder jener 
Bibliothek ganz vertraut ist, der wird die Wahrheit des Gesagten 
bestätigen. Deshalb kann man mit gutem Gewissen Zangemeister, 
der das Heidelberger System ja niemandem aufdrängen, sondern 
nur den Benutzern der Bibliothek und den ihm untergebenen 
Beamten durch die Drucklegung desselben eine Bequemlichkeit ver- 
schaffen und damit Zeit und Mühe ersparen will, beipflichten, 
wenn er meint, man könne auf diesem Gebiete in verschiedenster 
Weise zum Ziele gelangen. Er sagt im Vorwort: «überhaupt ist 
es nicht ratsam für alle solche wissenschaftliche Sammlungen bei 
der Verschiedenartigkeit ihres Bestandes und ihrer Bestimmung 
eine und dieselbe Schablone verwenden zu wollen. Jede Anord- 
nung, welche auch nur bis zu einem gewissen Grade diesen Namen 
verdient, kann sich als brauchbar bewähren, falls sie nur mit 
Konsequenz und nicht ohne das nötige ,granum sahV durch - 
und weitergeführt wird.» Aber das ist eins der Uebel im Biblio- 
thekwesen, dass oftmals ohne allen triftigen Grund Nachfolger im 
Amte von dem Wege abweichen, den ihre Vorgänger gebahnt 
hatten. Da aber Menschenleben meist kurz sind und auf Nach- 
folger, die es besser machen wollten, wieder andere mit vermeint- 
lich noch besseren Ideen folgen, so kommt es, dass fast überall 
Stückwerk, fast überall angefangene und liegengelassene Kataloge 
zu finden sind. Bald ist ein alphabetischer, bald ein systemati- 
scher, bald ein Stand ortskatalog «in Arbeit», oder auch wohl gar 
nicht vorhanden. Das «Warum?» liegt für die Eingeweihten auf 
der Hand. Heidelbergs Bibliothek ist so glücklich, ein völlig 
ausgearbeitetes System zu besitzen, und wenn auch Dieser den 
Teil, und Jener einen andern gern anders sehen möchte, — wer 
ahnt z. B. die Musik, auch die Instrumentalmusik, und Bücher 
über einzelne Instrumente, in «Poesie» suchen zu sollen? — so 
kann doch nicht geleugnet werden, dass man sich in dem von 
Zangemeister auf der Grundlage des von ihm vorgefundenen, von 
seinen Vorgängern F. C. Schlosser und F. Wilken herrührenden, 
Systeme sehr wohl zurechtfinden kann. Umsomehr wird dies der 



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282 Litteratur. 

Fall werden, wenn erst das geplante alphabetische Fachregister 
dazu erschienen sein wird. Nur das Eine wäre an dem Druck 
des vorliegenden Systems auszusetzen, dass die Unterabteilungen, 
vielleicht um Druckkosten zu sparen, nicht durchgängig jede eine 
Zeile für sich einnehmen, sondern durchgehende Zeilen, also un- 
gespaltene Kolumnen gewählt worden sind. Die Ueb ersichtlich - 
keit hat dadurch wahrlich nicht gewonnen. Sehen wir aber über 
diese Schattenseite, an die man sich bei fortgesetztem Gebrauche 
des Systems gewöhnen muss, hinweg, so wird man bei Betrach- 
tung des Zustandes, der früher an der Heidelberger Bibliothek 
geherrscht hat, zugeben müssen, dass der ohne Unterbrechung der 
Benutzung zum Abschluss gekommene Ausbau des einmal über- 
kommenen Systems, die Neuordnung der aus ca. 300 000 Bänden 
bestehenden Bibliothek in zufriedenstellender Weise vor sich ge- 
gangen ist. Man bedenke, dass früher rein mechanisch, näm- 
lich danach in die Schränke eingeordnet wurde , ob ein Band 
zwischen zwei Bretter passte, oder zu gross war, sodass also z. B. 
nicht einmal die verschiedenen Ausgaben eines Klassikers zu- 
sammenstanden, sondern, wenn sie auch alle in einem und dem- 
selben Schranke, so doch unter 4000 anderen Bänden und Werken 
zu suchen waren. Revisionen waren nicht möglich, weil kein 
Standortskatalog vorhanden war. (Anderswo gibt es einen, aber 
die Zeit und die Energie fehlt, die Revisionen vorzunehmen!) War 
ein Abteilungsschrank überfüllt, so musste, was eigentlich in ihn 
gehörte, in einem entfernten untergebracht werden, kurz, die 
Heidelberger Bibliothek war früher mehr ein aus dem Gröbsten 
geordnetes Sammelsurium. Das ist nun wesentlich anders ge- 
worden, und an der Weiterentwickelung des Systems soll unab- 
lässig gearbeitet werden, wobei neu geschaffene Disziplinen, po- 
litische Umgestaltungen u. dg}, zu berücksichtigen sein werden* 
Bezüglich der speziellen Anordnungen und der Numerirung sei 
bemerkt, dass in den litterarhistorischen Abteilungen und überhaupt 
wo es sich als thunlich und zweckmässig erwies, die chrono- 
logische Anordnung gewählt wurde. In der biographischen Abtei- 
lung stehen die Werke alphabetisch nach den Namen der bio- 
graphisch behandelten Personen. Die Numerirung geht durch alle 
Formate hindurch, deren überhaupt 3 angenommen worden sind, 
1) bis 29 cm, 2) über 29 bis 45 cm, 3) über 45 cm. Die dritte 
Gattung von Bänden ist für sich gestellt resp. gelegt. Mit einer 
und derselben Ziffer wird je nur ein Werk signiert, existieren 
mehr Werke als Nummern verfügbar, so werden Ziffern mit Ex- 
ponenten verwendet, und tritt selbst da Ueberfüllung ein, nun so 
wird einmal umsigniert. Der Schluss des Vorwortes ist der dankbaren 
Erinnerung an die Mitarbeiter Zangemeisters gewidmet, besonders aber 
an den im Jahre 1882 verschiedenen Karl Leonhard Otto Bender. 



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Litteratur. 283 

Das System der Heidelberger Bibliothek ist in kurzein das 
folgende: 

A. Geographie. 

1) Allgemeiner Teil. Repertorien, Zeitschriften u. dgl. 
Geographie des Altertums. Geographie des Mittelalters. 
Neue Geographie. Kartenverzeichnisse. 

2) Besonderer Teil. Europa, Asien etc. 

B. Geschichte. 

A. Vermischte historisch-politische Litteratur, allgemeine 
Sammelwerke und Zeitschriften. 

B. Hilfswissenschaften. 

0. Einleitung in das Studium der Geschichte. — Kultur- 
geschichte. Anhang: Hazard- und Gesellschaftsspiele. 

D. Lexikographisches. 

E. Universal- und Weltgeschichte. 

F. Kriegsgeschichte, inkl. Kreuzzüge. 

G. Alte Welt, 

H. Byzantinische Geschichte. 

1. Mittelalter, neuere und neueste Zeit. 
K. Landes- und Provinzial geschieht e : 

I. Europa. 

1. Deutschland. 

A. Ueberhaupt. 

B. Einzelne deutsche Länder. 

2. Oesterreichisch -Ungarische Monarchie etc. etc. 

II. Asien etc. etc. 

C. Altertum und Kunst. 

I. Altertumskunde. 
II. Staats- und Privatleben des Altertums. 

III. Religion und Mythologie. 

IV. Monumentenkunde. 
V. Inschriften. 

VI. Kunst. 

D. Klassische Philologie. 

Auetores Graeci et Latini. Sammlungen von gr. und lat. 
Schriftstellern, Uebersetzungen, Florilegien etc. 
Griechische Schriftsteller. 

I. Sammlungen, Anecdota. 

II. Poesie. 
III. Prosa. 

Römische Schriftsteller. 
I. Sammlungen. 
II. Poesie. 

III. Prosa. 

IV. Mittel- und Neulateiner. 



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284 Litter atur. 

Ueber Philologie im allgemeinen. Griechisch -lateinische 
Sprachforschung. Italische Dialekte und Etruskisch* 
Griechische und römische Litteraturgeschichte. 

E. Sprachkunde. 

F. Litteratur- und Kulturgeschichte des Mittel- 
alters und der neueren Zeit. 

Im Allgemeinen. Geschichte der Nationallitteraturen. 
Geschichte der Akademien, Universitäten, Ritterakademien 
und Gymnasien. Biographie. Bibliographie (inkl. Ge- 
schichte der Buchdruckerkunst). Bibliotheken - Kunde. 

G. Poesie. 

A. Theorie (inkl. Musik). 

B. Werke der Dichtung. 

1. Musikalische Dicht ungs werke. 

2. Litterarische Dichtungswerke. 

Anhang: I. Volksüberlieferungen. 

II. Volks- und Kinderlieder. 

III. Sprichwörter, Ana u. dgl. 

IV. Emblemata und Symbola. 

H. Encyklopädie und allgemeine Litteratur. 

A. Encyklopädien und Einleitungen in die Wissenschafts- 
Kunde überhaupt. 

B. Akademie- und sonstige Vereinsschriften. 

C. Zeitschriften (Litt. Zeitungen u. dgl.). 

D. Allgemeine Brief Sammlungen und Briefe einzelner 
Gelehrten. 

E. Vermischte Schriften Einzelner. 

F. Sammlungen von Schriften Verschiedener. 
I. Rechtswissenschaft. 

K. Kameralwissenschaften. 
I. Allgemeines. 
II. Staats- und Gesellschaftswissenschaften. 

III. Privatökonomische Disziplinen. 

IV. Technologie. 

L. Mathematische Wissenschaften. 

M. Philosophie. 

N. Pädagogik und Dialektik. 

0. Naturwissenschaften. 

P. Medicin. 

Q. Theologie. 

R. Zeitungen. 

Zahlreiche Verweisungen erleichtern das Suchen in den Hun- 
derten von Unterabteilungen dieses Systems, die in allen syste- 
matisch geordneten Bibliotheken so ziemlich dieselben bleiben. 

[2714.] 



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Litteratur. 285 

System ati c Catalogue of the Public Library of the City 
of Milwaukee with alphabetical Author, Title, and Subject 
Indexis. 1885. Milwaukee, published by the Board of Frustees 
of the Library. 1885 — 1886. CLX Seiten, 836 zweispaltige 
Seiten, 35 Seiten Lex- 8°. 
Die Milwaukee Public Library enthält jetzt ca. 35000 Bände, 
und zwar Bibliographie, Werke allgemeinen Inhalts und Magazine 
3234, Philosophie 474, Religion und Theologie 1446, Sociologie 
und Verwandtes 5324, Philologie 219, Naturwissenschaften 1566, 
Technologie 1393, schöne Künste 699, allgemeine Litteratur 3778, 
Prosadichtung 7082, Jugendliteratur 961, Geschichte 3168, Geo- 
graphie und Reisen 2275, und Biographie 2869 Bände. Der 
Katalog dieser, allerdings nach unseren Begriffen kleinen Bibliothek 
verdient nun den Namen einer vorzüglichen Leistung, denn der- 
jenige Benutzer der Bibliothek, welcher mit Hilfe dieses Kataloges 
nicht im stände ist, sich ohne Beihilfe eines Bibliothekars zurecht- 
zufinden, wie es ja leider Gottes in deutschen Bibliotheken mit 
ungedruckten, z. T. schlecht geschriebenen, z. T. von gänzlich 
ungeeigneten Persönlichkeiten gemachten Katalogen tagtäglich ge- 
schieht, der verdient einfach nicht zur Benutzung der Bibliothek 
zugelassen zu werden. Die Titel sind — mit Weglassung des 
Ueberflüssigen und Zusetzung des zur Erklärung Notwendigen — 
so ausführlich als möglich wiedergegeben, der Inhalt der wich- 
tigen Regierungspublikationen findet sich, ebenso wie der der 
Werke mit Kollektivtiteln in die verschiedenen Stellen eingeordnet, 
jedoch ist auf Zeitschriften-Artikel keine Rücksicht genommen. 
Die systematische Einrichtung wählte der Bibliothekar Klas August 
Linderfeit, weil er, nach seinen persönlichen Erfahrungen, diese 
der rein alphabetischen, Autoren und Sachen untereinander 
mischenden den Vorzug geben zu sollen glaubte, und weil nur auf 
diese Weise bei einer sich rasch vermehrenden Bibliothek der 
Neudruck des ganzen Katalogs sich vermeiden lässt. Erscheinen 
nämlich von Zeit zu Zeit nach dem System des Haupt-Katalogs 
geordnete Nachträge, so genügt es, diesen das neugedruckte und 
durch | die Nachträge vermehrte alphabetische Autoren-Register 
beizugeben, um die Benutzer auf Nachträge und Haupt-Kataloge 
zugleich zu verweisen. Der Katalog besteht nämlich aus 1) einem 
alphabetischen Autoren-Register, 2) dem systematischen Haupt- 
Katalog, 3) der Uebersicht über die Klassifizierung und 4) dem 
alphabetischen Sachregister. Das alphabetische Autoren-Register 
gibt nun in abgekürzter Form die Titel der Werke mit Beigabe 
der Spaltennummer des Haupt- Katalogs. Analog dem Dewey'schen 
Decimal- System, ist die Bibliothek in 999 Klassen geteilt und zwar 
folgendermassen. Angenommen sind 9 grosse Klassen oder Gruppen, 
jede zerfallend in 9 Abteilungen und diese wieder in 9 Sektionen, 



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286 Litter atur. 

denen eine Gruppe für Bücher ganz allgemeinen Inhaltes voran- 
geschickt ist. Die 999 Klassen sind dabei fortlaufend nummeriert, 
jede Nummer mit besonderer Bedeutung, die Sektionen mit Einern, 
die Abteilungen mit Zehnern, die Gruppen mit Hundertern be- 
zeichnet. Der Haupt-Katalog, dessen Einteilung annähernd aber 
nicht ganz der Klassifikation entspricht, weil für die Aufstellung der 
Bücher einer Bibliothek sich ganz von selbst andere Unterabtei- 
lungen ergeben, als für einen aus den Büchern hergestellten syste- 
matischen Katalog, gibt bei jedem aufgeführten Titel die Klasse 
an, in welcher das Buch zu suchen ist, gleichviel ob es sich um 
ein selbständiges Werk oder einen mit Spezialtiteln versehenen 
Band einer Sammlung oder ebensolche Hefte eines Periodicums 
handelt. Ein Beispiel wird genügen. Gruppe III. ist Theologie, 
Abteilung 9 davon Christliche Sekten, und von dieser bilden die 
Werke über christliche Sekten im allgemeinen die Klasse 280, 
innerhalb deren die Bücher mit 280:1,280:2, u. s. w. bezeichnet 
sind. Nun gehört „Cornwallis, Christian Sects in the 19 th 
Century" wohl hieher ins System, es bildet aber Vol. 3. von Small 
books on great subjects. Diese Sammlung aber gehört im System 
als Ganzes in Gruppe IX, Litteratur, Abteilung 12, Englische 
Litteratur — h, Vermischtes, und da diese der Klasse 829 ent- 
spricht, so ist dem Titel von Cornwallis nicht die Klassen-Nummer 
der christlichen Sekten, sondern die der vermischten Englischen 
Litteratur beigefügt. Diese Einrichtung ist so unendlich einfach 
und praktisch zugleich, dass man jedem Neuanleger einer Bib- 
liothek raten möchte sie nachzuahmen — selbstverständlich ist 
aber dabei, dass ehe ein Buch klassifiziert wird, genau überlegt 
wird, in welche Klasse es gehört, damit nicht, wenn der Katalog 
einmal gedruckt ist, durch Umänderungen sich Unrichtigkeiten 
einstellen. — Einzelne Einrichtungen des Haupt- Katalogs sind ge- 
radezu staunenswert zu nennen; so sind in der Gruppe Litteratur, 
Abteilung Drama, die Bücher nicht nur bibliographisch genau an- 
geführt, sondern es ist auch ein alphabetisches Verzeichnis der 
Titel mit Angabe der Klassen-Nummern beigefügt, z. B. Abellino. 
J. H. D. Zschokke in Z. 302. vol. 15. u. dgl., ebenso aber auch 
bei den Romanen. Wo findet man das in Deutschland? Ebenso 
sind erst die Biographien als Sammlungen mit ausführlicher In- 
haltsangabe und Monographien bibliographisch genau angegeben, 
aber dann ist noch ein alphabetisches Register der in der Biblio- 
thek sei es einzeln sei es in einer Sammlung enthaltenen Biogra- 
phien, jede mit Angabe kurzer Personal-Notizen und der Klassen- 
Nummer beigefügt, also z. B. 

Mozart J: Chrysostom Wolfgang Amadeus (or Theophilus, 
originally Gottlieb), german composer, 1756 — 1791. 
Basnard, C, in x 927:13. 



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Litteratur. 287 

Bolton, S. K., in 920:73. etc etc. 

Der Uebersicht der Klassifikation folgt ein auf die Klassen- 
Nummern verweisendes Sachregister, also z. B. 

Barometer 533 (d. h. Gruppe: Naturwissenschaften. 

Abteilung: Physik. — Klasse: Pneumatik.) 
Barometermessungen 552 (d. h. Gruppe: Naturwissensch. 
Abteilung: Geologie. — Klasse: Meteorologie.) 

622 (d. h. Gruppe: Technologie. 
Abteilung: Ingenieurwesen. — Klasse: Topographie.) 
Dass Druck und Papier bei einem mit solchem Raffinement 
ausgeführten Kataloge vorzügliche sein müssen und auch wirklich 
vorzüglich sind, braucht kaum noch gesagt zu werden. Nur 
schade dass nicht deutscher Fleiss und deutsches Interesse für 
Bibliothekwesen es sind, die diesen Katalog zustandegebracht haben. 

[2715.] 
Katalog der Bibliothek der Handelskammer zu Leip- 
zig. Bestand am 1. Juli 1884. Leipzig, Komm. -Verlag der 
J. C. Hinrichs'schen Buchhandlung. 1886. XXIV , 504 S. 
Gr. 8°. Das Vorsetzblatt enthält die Bibliothek- Ordnung. 
Wenn es sich darum handelt, Bestände grosser Bibliotheken 
in gedruckten Katalogen zu verzeichnen, dürften deren Macher 
meist das Gefühl haben, dass sie wohl gern ausführlich sein, aber 
doch wieder aus Rücksicht auf die Menge des anzuführenden 
Stoffes und aus Rücksicht auf die Kosten möglichst abkürzend 
verfahren möchten. Bei dem obengenannten Kataloge hat man 
offenbar nur das Nützlichkeits-Prinzip gelten lassen, denn auf 
festem Papier mit schönen Schriften gedruckt — für Bismarck 
ist er freilich nicht, denn durchgängig ist Antiqua angewendet, 

— bietet er eine Ausführlichkeit, sowohl in Bezug auf Biblio- 
graphie als auf den verarbeiteten Stoff dar, die wenig zu wünschen 
übrig lässt, — man denke nur, dass die Zahl der aufgenommenen 
Büchertitel nur 4322 beträgt, deren systematische Aufführung 
mit einem enggedruckten Namen-Register, Verfasser-, Uebersetzer- 
und Herausgeber-Namen enthaltend, und einem ebensolchen Sach- 
register 504 Seiten füllen. Die Bibliothek ist erst 25 Jahre alt, 
und die Anschaffungen kosten erst gegen 25 000 Mark, aber 
trotzdem ist sie schon, mit Hilfe von allerhand Schenkungen von 
Seiten verschiedener Behörden und Privatleute, da sie ihre Kräfte 
ja auf öffentliches Recht und Volkswirtschaftslehre, besonders in 
ihrer Anwendung auf Handel und Gewerbe, sowie die Finanz- 
wissenschaft beschränken darf, eine sehr wohl beschlagene ge- 
worden, konnten ja manche Gebiete, die an und für sich wohl 
auch zu pflegen gewesen sein würden, aus Rücksicht auf andere 
Leipziger Fachbibliotheken getrost etwas zurückgesetzt werden, 

— eine kleine Bibliothek kann und darf eben nicht Universal- 



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288 Litteratur. 

bibliothek sein, rnuss sie es doch schon über sich ergehen lassen, 
dass sie in ihrem Kataloge Titeln Platz einzuräumen, also auch 
Druckkosten zu opfern hat, die gar nicht in ihren Rahmen ge- 
hören. Damit sind gemeint besonders die in diesem Kataloge 
gänzlich überflüssigen Titel der meisten Nebentitel der deutschen 
Zeit- und Streitfragen u. a. , aber der Herausgeber, Herr 
Handelskammer-Sekretär Gensei, war offenbar der An- 
sicht, dass alle Spezialtitel aufzunehmen seien oder gar keine. 
Dabei ist er freilich in eine gewisse Notlage gekommen, die ver- 
mieden worden wäre, wenn man solche Spezialtitel, wie Schmeidler 
die religiösen Ansichten Friedrich FrÖbels, einfach weggelassen 
hätte, weil sie in der Bibliothek einer Handelskammer nicht zu 
suchen sind. Wollte man aber die Hefttitel von Sammlungen ein- 
zeln anführen, dann mussten sie auch im System der Bibliothek 
an gehöriger Stelle wiederholt werden; dies ist aber nicht ge- 
schehen , in andern ähnlichen Fällen würde es auch unmöglich 
gewesen sein, wenn man nicht neue Abteilungen im System 
stiften wollte. Oder in welchem Fache dieser Bibliothek hätte 
man die ganze Menge der litteratur- und kirchengeschichtlichen, 
ja sogar rein theologischen Broschüren unterbringen wollen? 
Der Herausgeber hat nämlich nicht den Plan des Systems erst 
ins Einzelne ausgearbeitet und hinterher die vorhandenen Werke 
in die einmal festgestellten Rubriken einzuzwängen versucht, 
sondern sich durch die Natur des gegebenen Stoffes leiten lassen. 
Innerhalb der einzelnen Gruppen sind die Werke nicht alpha- 
betisch, sondern chronologisch geordnet, und zwar ist für die 
Einordnung jedes Werkes die Zeit des ersten Erscheinens auch 
dann als massgebend angenommen, wenn die Bibliothek nur eine 
spätere Auflage aufweist, verschiedene Auflagen sind beim Jahre 
des Erscheinens der ersten zu suchen. Das ist die alte Klippe 
der chronologischen Anordnung. Wenn ein Werk mehrere Auf- 
lagen erlebt, deren erste im Jahre 1830, die fünfte im Jahre 1880 
erschien, so vertritt diese den Standpunkt der Wissenschaft im 
Jahre 1880 , und wird deshalb unter chronologisch geordneten 
Werken bei diesem Jahre gesucht, in unserem Falle aber ver- 
geblich. D. h., zu finden ist sie, wenn man das Namenregister 
zu Hilfe nimmt, das ebenso, wie das Sachregister, mit grösster 
Genauigkeit ausgearbeitet ist. Erster es verweist von dem abge- 
kürzten Titel auf die Seite des Katalogs, die den ausführlichen 
Titel enthält, letzteres auf das System der Bibliothek und zu- 
gleich auf die Seite. [2716.] 



Verantwortlicher Redakteur : Joseph Kürschner, Stuttgart. 
Druck der Hoff mann' sehen Buchdruckerei, Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



Oktober und 
November. 



Inhalt : 



1886. 



Die Litterae votivae der Bibliographie. — Abbrevierte Titulaturen, Wid- 
mungsformeln und Zeitbenennungen in den älteren akademischen Schrif- 
ten. — Die Bibliothek des Polytechnikums Dresden im Jahre 1885. — 
Doubletten- Verwendung in Amerika. — Uebersicht über die Menge der 
in Grossbritannien und Irland im Jahre 1885 erschienenen neuen Werke 
und neuen Auflagen älterer Werke. — Diebstahl in italienischen Biblio- 
theken. — Eine Handschrift des Vatikanischen Archivs 
verschwunden. — Litteratur. 

Die Litterae votivae der Bibliographie. 

Eine Bibliothekstudie von Carl Sylvio Köhler. 

Zumeist auf den Titelblättern, vielfach auch über den Vor- 
reden und am Schluss zahlreicher Druckschriften der früheren Jahr- 
hunderte sind von den Verfassern derselben sowohl ausgeschriebene 
Votivformeln als auch Abkürzungen derselben als Sigla gebraucht. 

Am zahlreichsten finden sich diese Votivformeln und ihre Ab- 
breviaturen, welche letzteren bisher nicht gesammelt und zumeist 
nicht erklärt sind, in den Dissertationen der früheren Jahr- 
hunderte und zwar gleichartig in den Dissertationen aller Fakul- 
täten. 

Die meisten Dissertationen verdankt die Litteratur den 
Juristen. Ausser einer grossen Anzahl älterer Druckwerke sind 
zur Sammlung und Erklärung vorliegender Litterae votivae etwa 
76 000 juristische Dissertationen der früheren Jahrhunderte benutzt. 

Vielfach finden sich für ein Siglum auch mehrere Erklärungen. 

Zur Erklärung der mit einem * versehenen Sigla finden sich 
zwar auch ausgeschriebene Votivformeln; dieselben können indes 
nur in ihrem ersten oder in ihrem zweiten Satzteil, weil in Ueber- 
einstimmung mit den entsprechenden Anfangsbuchstaben der ein- 
zelnen Worte, als eine mutmassliche Erklärung der betreffenden 
Sigla gelten. 

In dieser Zeitschrift gestattet es der Raum nicht, eine um- 
fassende Darlegung derjenigen Reflexionen zu geben, mit welchen 
namentlich in den früheren Jahrhunderten die Männer der Wissen- 
schaft die A u c t o r Schaft ihrer Werke bekräftigend und sanctio- 
nierend zugleich die Authenticität derselben zumeist durch 
Anwendung der Sigla als der Litterae votivae oder der For- 
mulae votivae weihevoll besiegelten. Zum grossen Teil ent- 
stammen diese Formeln der Heiligen Schrift, dem liturgischen Kultus 
und dem reichen Votivformelschatz des Corpus juris» 

19 



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290 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

Vergleiche in dieser Zeitschrift: „Die Auetorschaft und Kata- 
logisierung der akademischen Dissertationen".*) 

A. A. 

Adjutore Altissimo. Auspice Altissimo. Auspiciis Altissimi. 

Auspiciis Augustissimis. Auspicio Altissimi. 

A. A. F. 

Auspicio Altissimi Faventis. 

A. A. M. M. 

Auxilio Altissimi Moderatoris Maxim i. 

A. Ae. S. 

Auxiliante Aeterno Salvatore. Auxilio Aeterni Salvatoris. ' 

A. B. C. D. 

Annuente Benigne dementia Divina. * 

A. B. D. 

Adesto Bone Deus! 

A. B. L. 

Adjuvante Benignissimo Legumlatore. 

A. C. 

Adjuvante Christo. Annuente Christo. Auspice Christo. Auxiliante 

Christo. Auxiliante Crucifixo. 

A. C. C. M. 

Annuente Clementer Coelesti Majestate. 

A. C. E. D. C. 

Auspice Christo Et Duce Christo. 

A. C. I. 

Annuente Coelesti Imperatore. 

A. C. J. 

Altissimi dementia Juvante. 

A. C. N. B. V. 

Annuat Coeleste Nomen Beatae Virginis. * 

A. C. S. S. I. P. 

Auspice Christo Salvatore Sancto In Perpetuum. * 

A. D. 

Adjuvante Deo. Adstite Deo. Annuat Deus. Annue Deus! 

Annuente Deo. Assistente Deo. Auetore Deo. Auspicante Deo. 

Auspice Deo. f 
(Goethes f Wahlspruch auf dem Titelblatt der „Positiones juris" seiner 

Promotionsschrift.) 
Auspiciis Divinis* Auspicio Divino. Auxiliante Deo. Auxilio Dei. 

Auxilio Divino. 

A. D. A. 
A Deo Auxilium. 



*) Daselbst ist in Anm. 61 zu lesen 1886 statt 1686; für 72* gilt 73 
und umgekehrt; auf S. 239 Abschn. 3 Zeile 6 lies: suum statt sum. 



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Die Litter ae votivae der Bibliographie. 291 

A. D. A. c. 

Auspice Deo, Auspice Christo. 

A. D. A. M. 

Auspice Deo Altissimo Moderatore. 

A. D. B. 

Assistente Divina Benignitate. 

A. D. C. M. 

Auspice Divina dementia Moderante. 

A. D. D. V. C. F. 

Auspice Deo, Deipara Virgine Clementer Favente. 

A. D. G. 

Adsit Dei Gratia. Adspirante Dei Gratia. Adspirante Divina Gratia. 

Annuente Dei Gratia. Annuente Divina Gratia. Assistente Divina 

Gratia. Aurigante Divina Gratia. Auspice Dei Gratia» Auxiliante 

Divina Gratia. 

A. D. G. 0. 

Auspice Deo Gubernatore Optimo. # 

A. D. I. P. 

A Deo Immortali Principium. 

A. D. N. 

Adjuvante Divino Numine. Adspirante Divino Numine. Adspirante 

Divino Nutu. Annuente Divino Numine. Assistente Divino 

Numine. Assistentia Divini Numinis. Assistentia Divina Numinis. 

Auspice Divino Numine. Auspiciis Divini Numinis. Auspicio Divini 

Numinis. Auxiliante Divino Numine. Auxilio Divini Numinis. 

A. D. N. G. 

Adminiculante Divini Numinis Gratia. Adnuente Divini Numinis 

Gratia. Adspirante Divini Numinis Gratia. Assistente Divini 

Numinis Gratia. Auspicante Divini Numinis Gratia. 

A. D. 0. M. 

Annuente Deo Optimo Maximo. Auspice Deo Optimo Maximo. 

Auxiliante Deo Optimo Maximo. Auxilio Dei Optimi Maximi. 

A. D. 0. M. Q. 

Adjuvante Deo Optimo Maximoque. 

A. D. P. T. 0. M. 

Auspice Deo Propitio Ter Optimo Maximo. 

A. D. T. 

Adjuvante Deo Triuno. Adjutore Deo Triuno. Annuente Deo 

Triuno. Auetore Deo Triuno. Auspice Deo Triuno. Auxiliante 

Deo Triuno. 

A. D. T. E. V. 

Auspice Deo Trino Et Vno. 

A. D. T. 0. M. 

Adjuvante Deo Ter Optimo Maximo. Annuente Deo Ter Optimo 

Maximo. Assistente Deo Ter Optimo Maximo. Auspicante Deo 



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292 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

Ter Optimo Maximo. Auspice Deo Ter Optimo Maximo. Auspicio 

Dei Ter Optimi Maximi. Auxiliante Deo Ter Optimo Maximo. 

A. D. T. 0. M. Q. 

Auspice Deo Ter Optimo Maximoque. 

A. D. T. 0. T. M. 

Auspicante Deo Ter Optimo Ter Maximo. Auxiliante Deo Ter 

Optimo Ter Maximo. 

A. E. J. 0. V. 

Auspicio Et Judicio Optimi Vindicis. * 

A. H. P. I. P. 

Ad Honorem Patris In Perpetuum. * 

A. J. 

Adjuvante Jehova. Adminiculante Jehova. Adsifc Jesus. Adsistat 

Jesus. Annue Jesu. Annuente Jehova. Assistente Jehova. 

Auspice Jehova. Auspice Jesu. Auspiciis Jehovae. 

Auxiliante Jehova. 

A. J. A. 

A Jehova Auxilium. 
fi 

Im jaasor haschamaim — wenn der Himmel hilft. 
Für einige hebräische Sigla fanden sich keine ausgeschriebenen 

Votivformeln : 

nao- W3- aa- 

A. J. P. 
A Jehova Principium. 
A. M. D. G. 
Adsit Mihi Dei Gratia. Ad Majorem Dei Gloriam. 
A. M. E. N. 
Altissimi Moderamine Et Nutu. * 
A. 0. 
Auxilio Omnipotentis. Altissimo Opitulante. 
A. &., a. o). 
Zwischen diesen Buchstaben, welche oft gross, oft klein, oft mit, oft 
ohne et vorkommen, und eigentlich mehr die Bedeutung eines Symbols 
als die eines Siglums haben, ist vielfach das Monogramm Christi ein- 
gefügt und bedeuten diese Buchstaben zugleich Anfang und Ende 
des Wortes ag/ay. Eine Nachbildung der Bedeutung der griechischen 
Buchstaben scheint in den lateinischen A. 0. und A. Z. zu liegen. 
Auch findet sich a I (o, wo I Jesus bedeutet. 
A. 0. 0. AE. 
Auspice Optimo Opitulante Aeterno. * 
A. R. A. 
Auspiciis Rectoris Altissimi. Auspiciis Regis Altissimi. 
Auspiciis Regis Augustissimi. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 293 

A. S. N. 
Adjuvante Supremo Numine. Adminiculante Supremo Numine. 
Adspirante Summo Numine. Adspirante Supremo Numine. An- 
nuente Sanctissimo Numine. Annuente Summo Numine. Annuente 
Supremo Numine. Auspice Summo Numine. Auspiciis Summi 
Numinis. Auxiliante Summo Numine. Auxilio Supremi Numinis. 

A. S. N. G. 
Adjuvante Summi Numinis Gratia. Adspirante Summi Numinis 
Gratia. Auxiliante Supremi Numinis Gratia. Auxiliatrice Supremi 

Numinis Gratia. 

A. S. S. T. 

Adjuvante Sacro-Sancta Triade. Adspirante Sacro-Sancta Triade. 
Annuente Sacro-Sancta Triade. Annuente Summa Sacro-Sancta 
Trinitate. Assistente Sacro-Sancta Triade. Auspicante Sacro- 
Sancta Triade. Auspice Sacro-Sancta Triade. Auspice Sacro- 
Sancta Trinitate. Auspiciis Sacro-Sanctae Triados. Auspicio 
Sacro-Sanctae Triados. Auxilio Sacro-Sanctae Triados. 
A. T. 
'Aya&fi rv/fl. (Inauguralformel auch auf den staatlichen Schriftakten 

der Griechen.) 
Auspice Triuno. Auxiliante Trinitate. 

A. T. A. 

Almae Triados Assistentia. Almae Trinitatis Auspicio. Alma 
Triade Adsistente. 

A. Z. 

Auspice Zebaoth. 
i 

NU 

ba elohim. Mit Gott. 

B. B. 
Benignissimo Benedicente. 

B. C. D. 
B. cum D. 

Bono Cum Deo. 

B. C. S. L. 
Benedicente Christo Summo Legumlatore. * 

B. D. 

Benedicente Domino. 

B. D. B. 

Bono Deo Benedicente. * 

B. D. P. 

Bono Deo Praeside. 

B. F. 

Bonum Faustum. 



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294 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

B. J. 

Benedicat Jesus. Benedicente Jehova. 

B. I. D. 

Benedicente Immortali Deo. 

ii 

be scbem Jahve. Im Namen Jahves. 

u 

be scbem schamaim. Im Namen des Himmels. 

B. V. M. H. 
Beatae Virgini Mariae Honorem. 

C. A. 

Christo Adstite. Christo Anspice. Christo Auxiliante. 

Coelesti Auspicio. 

C. A. A. C. 

Cooperante Auctoris Altissimi dementia. * 

C. A. J. A. 

Coelesti Auspicio Jehovae Auxiliantis. 

C. B. D. 

Christi Benedictio Ditet. Cum Bono Deo. 

C. B. D. M. 

Cum Bono Deo Maximo. Cum Bono Deo Meo. 

C. B. S. C. 

Christo Benedicente Salvatore Coelesti. * 

C. B. S. M. 

Christo Benedicente Salvatore Mundi. * 

C. C. 

Comite Christo. 

C. D. 

Christo Dirigente. Christo Ducae. Christo Duce. Cum Deo. 

C. D. A. V. 

Cum Deo Ac Virtute. 

C. D. B. 

Cum Deo Bono. 

C. D. E. A. C. 

Christo Duce Et Auspice Christo. 

C. D. E. V. 
Cum Deo Et Virtute. 

C. D. M. 

Cum Deo Maximo. Cum Deo Meo. 

C. D. 0. M. 

Cum Deo Optimo Maximo. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 295 

C. D. T. 

Cum Deo Triuno. 

C. F. E. D. 

Christo Fovente Et Docente. 

C. F. F. 

Christo Feliciter Fortunante. 

G. C. S. 

Coeli Gratiam Spero. 

C. G. V. L. 

Christo Gubernatori Vero Laus. * 

C. H. M. 

Christo Hominum Mediatore. * 

C. J. 

Christo Juvante. Comitante Jehova. 

C. J. M. 

Cum Jesu Meo. 

C. I. N. D. N. J. C. 

Cedat In Nomine Domini Nostri Jesu Christi. 

C. L. E. G. 

Cui * Laus Et Gloria. (Deo *). 

C. M. J. 

Cum Meo Jesu. 

C. 0. V. M. D. 

Cooperante Optima Yirgine Maria Deipara. 

C. S. G. 

Christo Solo Gubernante. Coelesti Sola Gratia. Cui Soli Gloria. 

C. S. P. M. 
Christo Solo Praeside Maximo. 

c. s. s. 

Cum Spiritu Sancto. 

D. A. 

Dei Auxilio. Deo Adjutore. Deo Adjuvante. Deo Adspirante. 

Deo Annuente. Deo Assistente. Deus Assistat. Deo Auetore. 

Deo Auspice. Deo Auxiliante. Divinis Auspiciis. Divinis Auxiliis. 

Divino Auspicio. Divino Auxilio. 

D. A. B. 
Deus Ausibus Benedicat. 

D. A. C. M. 
Deus Annuat Coeptis Meis. 

D. A. G. 

Divina Adjuvante Gratia. Divina Adjutus Gratia. Divina Ad- 

miniculante Gratia, Divina Adspirante Gratia. Divina Affulgente 

Gratia. Divina Annuente Gratia. Divina Assistente Gratia. 

Divina Auxiliante Gratia. Divinis Auxiliantibus Gratiis. 



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-«^ 



296 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

D. A. N. 
Divino Adjutus Numine. Divino Adjuvante Numine. Divino 
Adruiniculante Numine. Divino Adspirante Numine. Divino 
Anunente Numine. Divino Assistente Numine. Divino Auxiliante 

Numine. 

D. JE. V. T. B. J. 

Deo Aeterno Vno Trino Bene Juvante. * 

D. B. 

Deo Benedicente. Deo Benigno. Deus Benedicat. Divina Benignitate. 

Divino Beneficio. 

D. B. A. 

Deo Bene Adjuvante. Deo Benigne Adjuvante. Deo Bene Annuente. 

Deo Benigne Annuente. Deo Benigne Auxiliante. Deo Benignissimo 

Annuente. 

D. B. J. 

Deo Bene Juvante. Deo Benigniter Juvante. 

D. B. S. P. S. H. L. 

Deo Benedicenti Summo Praesidi Sit Honor Laus. * 

D. B. V. 

Deo Bene Vertente. Deus Bene Vertat. 

D. C. A. 

Deo Clementer Adjuvante. Deo Clementer Adminiculante. Deo 

Clementer Adspirante. Deo Clementer Annuente. Deo Clementer 

Auxiliante. Deo Clementissime Annuente. Divina dementia 

Adjuvante. 

D. C. S. H. E. G. I. M. 

Deo Cui Soli Honor Et Gloria In Aeternum. 

D. D. 

Dante Deo. Dei Dispositione. Deo Dante. Deo Directore. 

Deo Dirigente. Deo Disponente. Deo Duce. Deo Ducente. 

Deus, Deus. Dirigente Deo. Disponente Domino. Duce Deo. 

D. D. D. 

Deo Directore Ductore. Deo Docente Ducente. Deo Duce Dirigente. 

D. D. D. E. D. 

Domino Dominantium Docente Et Ducente. 

D. D. E. A. 

Deo Duce Et Auetore. Deo Duce Et Auspice. 

D. D. E. A. C. 

Deo Duce Et Auspice Christo. Deo Duce Et Auspice Coepti. 

D. D. E. L. 

Deo Duce Et Luce. 

D. D. E. V. 

Deo Ducente Et Volente. 

D. * D. I. 
Da Domine Incrementum. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 297 

D. E. A. C. 

Duce Et Auspice Christo. 

D. E. A. D. T. 0. M. 

Duce Et Auspice Deo Ter Optimo Maximo. 

D. F. 

Deus Fave! Deo Favente. Deo Fortunante. 

D. F. A. 

Dei Fretus Auxilio. Deo Favorem Adspirante. Deo Feliciter 

Adjuvante. Deo Feliciter Annuente. Deo Feliciter Assistente. 

Deus Feliciter Adsit. Divino Favente Auspicio. Divino Fretus 

Auxilio. Divino Fultus Adjutorio. 

D. F. C. 

Divina Favente dementia. Divina Fortunante Clementia. 

D. F. D. 

Deo Feliciter Dante. Deo Feliciter Dirigente. 

D. F. E. P. N. 

Divino Favente Et Praesidente Numine. * 

D. F, E. V. A. 

Divino Fovente Et Volente Auspicio. * 

D. F. F. 

Divino Flamine Favente. 

D. F. G. 

Divina Favente Gratia. Divina Fortunante Gratia. Divina Favoris 

Gratia. Divina Fretus Gratia. Divini Favoris Gratia. 

D. F. V. 

Deo Fovente Volente. Deus Feliciter Vertat. 

D. G. 

Dei Gratia. Deo Gloria. Deo Gratias. Divina Gratia. Divinitati 

Gloria. 

D. G. E. A. 

Dei Gratia Et Auxilio. 

D. I. 

Deo Immortali. Divina Indulgentia. 

D. J. 

Deo Juvante. Duce Jehova. Duce Jesu. Duce Justitia. 

D. I. A. 

Dei Immortalis Auspicio. Deo Incorruptibili Annuente. 

D. J. A. 

Diribitore Judice Aeterno. 

D. I. A. M. J. 

Deo Immortali Auetore Maximo Juvante» 

D. I. B. 

Deo Immortali Benedicente. 

D. J. E. F. 
Deo Juvante Et Fortunante. 



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298 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

D. I. E. P. M. 

Deo Incorruptibili Et Praeside Maximo. 

D. I. J. 

Deo Immortali Juvante. 

D. L. H. E. G. 

Deo Laus Honor Et Gloria. 

D. M. A. 

Divina Majestate Adjuvante. Divina Majestate Assistente, 

D. M. JE. F. 

Deo Maximo Aeterno Favente. Divina Majestate Aeterne Fortunante. 

D. M. B. J. 

Deo Maximo Bene Juvante. 

D. M. 0. F. 

Deo Meo Optimo Favente. 

D. M. S. 

Deo Maximo Sacrum. 

D. N. A. 

Divini Nominis Auspicio. Divini Numinis Auspicio. Divini Numinis 

Auxilio. Divino Numine Adjutore. Divino Numine Adjuvante. 

Divino Numine Adspirante. Divino Numine Auxiliante. 

D. 0. A. 

Dei Optimi Auxilio. Deo Omnipotente Auxiliante. 

D. 0. G. 

Dei Optimi Gratia. Deo Omnipotenti Gloria. Deo Optimo Gloriam. 

Divino Opitulante Gratia. Divina Ordinante Gratia. 

D. 0. M. 

Deo Optimo Maximo. 

D. 0. M. A. 

Dei Optimi Maximi Auxilio. Deo Optimo Maximo Annuente. 

Deo Optimo Maximo Aspirant*. Deo Optimo Maximo Auspice. 

D. 0. M. A. E. D. 

Deo Optimo Maximo Auspice Et Duce. 

D. 0. M. A. E. F. 

Deo Optimo Maximo Annuente Et Favente. 

D. 0. M. B. 

Deo Optimo Maximo Benedicente. 

D. 0. M. B. A. 

Deo Optimo Maximo Benedicente. Amen. 

D. 0. M. D. E. P. 

Deo Optimo Maximo Duce Et Praeside. 

D* 0. M. F. 

Deo Optimo Maximo Favente. Deo Optimo Maximo Fortunante. 

D. 0. M. F. A. 

Deo Optimo Maximo Feliciter Annuente. Dei Optimi Maximi 

Fultus Auxilio. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 299 

D. 0. M. G. 

Deo Optimo Maximo Gloriam. Deo Optimo Maximo Gratias. 

D. 0. M. J. 

Deo Optimo Maximo Juvante. 

D. 0. M. N. I. 

Dei Optimi Maximi Nomine Implorato. 

D. 0. M. P. 

Deo Optimo Maximo Praeside. 

D. 0. M. P. A. 

Dei Optimi Maximi Praesidis Auxilio. 

D. 0. M. £. S. 

Deo Optimo Maximo Praeside Supremo. 

D. 0. M. S. 

Deo Optimo Maximo Sospitante. 

D. 0. M. S. H. L. E. G. 

Deo Optimo Maximo Sit Honor Laus Et Gloria. 

D. 0. M. S. L. E. H. I. S. S. 

Deo Optimo Maximo Sit Laus Et Honor In Saecula Sempiterna. 

D. 0. M. S. S. G. 
Deo Optimo Maximo Sit Summa Gloria. Deo Optimo Maximo Soli 

Sit Gloria. 

D. 0. M. V. 

Deo Optimo Maximo Volente. 

D. P. • 

Dei Praelectione. Deo Praeeunte. Deo Praeside. Deo Praesidente. 

Deo Prosperante. Deo Propitio. Deo Providente. Divina 

Permissione. 

D. P. P. 

Deus Praeses Prosperet. 

D. S. A. E. P. 

Deo Solo Auetore Et Praeside. * 

D. S. E. L. P. C. F. 

Deus Solus Excelsus Legumlator Propitie Coepta Fortunet.* 

D. S. G. 

Deo Sit Gloria. Deo Soli Gloria. Divina Suffragante Gratia. 

Domino Summo Gloria. 

D. S. H. E. G. I. M. 

Deo Sit Honor Et Gloria In Aeternum. 

D. S. G. E. E. A. 

Deo Soli Gloria Et Excelsis ! Amen. * 

D. S. L. E. G. 

Deo Sit Laus Et Gloria. 

D. S. L. H. A. G. 

Deo Sit Laus Honor Atque Gloria» 



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300 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

D. S. L. E. G. S. 
Deo Sit Laus Et Gloria Sempiterna. 

D. S. L. H. A.*j G. 

*) Auch E = Et. 

Deo Sit Laus Honor Atque Gloria. 

D. S. S. G. 

Deo Soli Sit Gloria. Divina Spiritus Sancti Gratia. 

D. S. V. D. L. 

Deo Solo Vero Dirigente Legumlatore. * 

D. T. A. 

Dei Triunius Auspicio. Deo Triuno Adjuvante. Deo Triuno 

Adspirante. Deo Triuno Annuente. Deo Triuno Assistente. 

Deo Triuno Auspice. Deo Triuno Auxiliante. Deo Triuno 

Auxiliatore. 

D. T, D. 

Deo Triuno Directore. Deo Triuno Dirigente. Deo Triuno Duce. 

D. T. E. V. A. 

Deo Trino Et Vno Auspice. 

D. T. F. V. J. 

Deo Trino Et Vno Juvante. 

D. T. G. 

Dei Triunius Gratia. Deo Triuni Gloria. Deo Trismegisto Gloria. 

Deo Triuno Gub«rnatore. 

D. T. J. 

Deo Triuno Juvante. 

D. T. M. A. 

Deo Ter Maximo Auetore. 

D. T. 0. M. 

Deo Ter Optimo Maximo. 

D. T. 0. M. A. 

Dei Ter Optimi Maximi Auxilio. Deo Ter Optimo Maximo 

Adjuvante. Deo Ter Optimo Maximo Agimus. Deo Ter Optimo 

Maximo Auetore. Deo Ter Optimo Maximo Auspice. Deo Ter 

Optimo Maximo Auxiliante. 

D. T. 0. M. B. 

Deo Ter Optimo Maximo Benedicente. 

D. T. 0. M. B. V. 

Deus Ter Optimus Maximus Bene Vertat. 

D. T. 0. M. C. A. 

Deo Ter Optimo Maximo Clementer Adjuvante. Deo Ter Optimo 

Maximo Clementer Annuente. Deo Ter Optimo Maximo Clementer 

Assistente. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 301 

D. T. 0. M. D. 

Deo Ter Optimo Maximo Directore. Deo Ter Optimo Maximo 

Dirigente. Deo Ter Optimo Maximo Docente. Deo Ter Optimo 

Maximo Duce. 

D. T. 0. M. D. E. F. 

Deo Ter Optimo Maximo Ducente Et Favente. 

D. T. 0. M. F. 

Deo Ter Optimo Maximo Favente. Deo Ter Optimo Maximo 

Fortunante. 

D. T. 0. M. F. A. 

Deo Ter Optimo Maximo Feliciter Annuente. Deo Ter Optimo 

Maximo Auspice. 

D. T. 0. M. G. 

Dei Ter Optimi Maximi Gratia. Deo Ter Optimo Maximo Gloria. 

D. T. 0. M. I. G. A. 

Deo Ter Optimo Maximo Immorteies Gratias Agimus. 

D. T. 0. M. L. H. E. G. 

Deo Ter Optimo Maximo Laus Honor Et Gloria. 

D. T. 0. M. P. 

Deo Ter Optimo Maximo Praeside. Deo Ter Optimo Maximo 

Perficiente. 

D. T. 0. M. Q. 

Deo Ter Optimo Maximoque. 

D. T. 0. M. D. E. A. 

Deo Ter Optimo Maximo Duce Et Auspice. 

D. T. 0. M. S. 

Deo Ter Optimo Maximo Secundante. 

D. T. 0. M. S. L. E. G. 

Deo Ter Optimo Maximo Sit Laus Et Gloria. 

D. T. 0. M. S. L. H. E. G. I. S. S. 

Deo Ter Optimo Maximo Sit Laus Honor Et Gloria In Saecula 

Sempiterna. 

D. T. 0. M. V. 

Deo Ter Optimo Maximo Volente. 

D. T. 0. P. C. 

Dei Ter Optimi Praesidis dementia. * 

D. T. 0. T. M. A. 

Deo Ter Optimo Ter Maximo Adjuvante. 

D. T. 0. T. M. B. A. 

Deo Ter Optimo Ter Maximo Benignissime Annuente. 

D. T. 0. T. M. F. A. 

Deo Ter Optimo Ter Maximo Feliciter Assistente. 

D. T. 0. T. M. S. 

Deo Ter Optimo Ter Maximo Secundante. 



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302 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

D. T. 0. T. M. S. L. E. G. 

Deo Ter Optimo Ter Maximo Sit Laus Et Gloria. 

D. T. S. L. H. E. G. 

Deo Triuni Sit Laus Honor Et Gloria. 

D. T. S. L. S. 

Deo Triuni Sit Laus Sempiterna. 

J. T. &. 

J6%a Top &s(f. 

J. T. ©. M. T. 

Jb%a Tq 0€(p M6v(p Tqi,GayC(p. 

D. T. U. G. 

Dei Tri-Unius Gratia. Deo Tri-Üni Gloria. 

D. T. ü. V. A. 

Deo Tri-Uno Vero Auetore. * 

D. U. E. T. A. 

Dei Unius Et Trini Auspicio. Deo Uno Et Trino Auxiliante. 

D. V. 
Deo Volente. 

D. V. L. E. G. 
Deo Vero Laus Et Gloria. 

D. V. Tqe. D. 

Deo Vno Trinoque Dirigente. 

J. Y. 0. 

Jö%a Yipfotcp &eq>. 

E. D. T. O. M. 
Emanuel Deus Ter Optimus Maximus. 

F. 

Faxit! Felicitatem! Feliciter! Fiat! 

F. A. J. T. 

Facto Auspicio Jesu Tuente. 

F. C. 0. 

Finis Cum Omnipotente. * 

F. D. 

Favente Deo. Faxit Deus. Fortunante Deo. 

F. D. A. 

Favente Deo Altissimo. Feliciter Deo Aspirante. 

Fretus Divino Auxilio. 

F. D. F. 

Favente Deo Fovente. Favente Divino Flamine. Faxit Deus Feliciter 

F. D. G. 

Favente Dei Gratia. Favente Divina Gratia. 

F. D. H. A. M. T. G. C. 

Favente Divinae Humiliter Adoratae Majestatis Tutantis Gratiose 

Clementia. * 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 303 

F. D. N. 

Fato Divini Numinis. Favente Divino Numine. Fortunante 

Divino Numine. 

F. D. V. 

Favente Deo Volente. Feliciter Deus Vertat. Fiat Divina 

Voluntas. Fiat Domini Voluntas. 

F. E. F. 

Favente Et Fovente. 

F. F. 

Favente Fovente. Faxit Feliciter. 

F! F! 

Feliciter! Feliciter! — Fiat! Fiat! 

F. F. F. 

Felix Faustum Fortunatum. 

Diese drei Buchstaben waren die Devise des Grafen Amadeus V. von 

5avoyen mit der Bedeutung: Felices Fuerunt Fideles. 

F. G. D. 

Favente Gratia Divina. 

F. J. 

Favente Jehova. Favente Jesu. Fortunante Jehova. 

Fortunante Jesu. 

F. L. S. 

Favente Legumlatore Summo. * 

F. P. D. 

Favente Propitio Deo. 

F. S. M. 
Favente Solo Maximo. 

F. S. S. T. 
Favente Sacro-Sancta Triade. Fortunante Sacro-Sancta Trinitate. 

G. C. B. 

Gratia Christi Benedicente. Gratia Christi Benevola» 

G. C. S. 

Gratia Christi Sospitante. 

G. G. 

Gratia Gubernatoris. Gubernatori Gloria. 

G. L. T. I. C. 

Gloria Laus Triuni In Coelo. * 

Dieses Siglum ist als »Vetus formula« bezeichnet. 

G. T. D. 

Gloria Triuni Deo. Gratia Triunius Dei. 

J. A. 

Jehova Adjutore. Jehova Adsistat. Jehova Annuente. Jehova 

Assistente. Jehova Auetore. Jehova Auspice. Jehovae Auspiciis. 

Jehova Auxiliante. Jesu Adjuvante. Jesu Annuente. Juvante 

Altissimo. 



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304 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

J. A. D. 

Juvet Actum Deus. 

J. A. F. 

Jehova Auetore Fortunae. 

I. A. V. M. 

Implorato Auxilio Virginia Mariae. * 

J. B. 

Jesu Benedicente. 

J. B. B. 

Jesu Benignissimo Benedicente. Jesu Biuno Beante. 

I. B. V. 

In Beatifico Verbo. 

J. C. B. 

Jehova Clementer Benedicente. Jesu Benigno Duce. 

J. C. D. 

»Jesu Christo Duce. 

J. C. D. E. A. C. 

Jesu Christo Duce Et Auspice Coepti. 

I. C. F. 

In Christo Feliciter. 

J. C. F. 

Jesu Clementer Favente. 

I. C. N. 

In Christi Nomine. 

J. C. S. 

Jesu Crucifixo Sospitante. Juvante Christo Salvatore. 

J. C. T. 

Jesu Christo Tutore. 

J. D. 

Jehova Dirigente. Jehova Duce. Jesu Duce. Juvante Deo. 

I. D. A. 

Immortalis Dei Auspicio. Immortalis Dei Auxilio. Incorruptibili 

Deo Annuente. 

I. D. A. M. 

Immortali Deo Altissimo Moderatore. * 

I. D. F. M. 

Immortali Deo Fautore Meo. * 

J. D. M. 

Juvante Deo Meo. 

J. D. N. J. C. 

Juvante Domino Nostro Jesu Christo. 

I. D. N. J. C. N. 

In Domini Nostri Jesu Christi Nomine. 

J. D. T. 

Juvante Deo Triuno. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 305 

J. D. T. 0. M. 

Juvante Deo Ter Optimo Maxim o. 

I. F. 

Ipse Faciet. Ita Faxit. 

J. F. 

Jesu Fave. Jesu Favente. Jesu Fortunante. Jova Favente. 

J. F. S. C. 

Jehova Fautore Secundante Coepta. * 

J. H. R. 

Jesu Hominum Redemptore. * 

I. H. S. 

In Hoc Salus. 

Ursprünglich bedeutet dieses Siglum den Anfang des mit griechischen 

Buchstaben geschriebenen Namens IH20Y2, Jesus. 

J. H. S. 

Jehova Hoc Secundante. 

J! I! 

Jesus ! Immanuel ! 

J. J. 

Jehova Juva! Jehova Juvante. Jesu Juva! Jesu Juvante. Jova 

Juva! Jova Juvante. Juvet Jova. 

I. J. A. 

In Jesu! Amen. 

J. J. A. 

Jova Juvante Auspicato. 

J. J. B. 

Jesu Juvante Benigne. * 

I. J. E. D. D. 

Ipso Juvante Et Dirigente Deo. * 

I. I. J. 

Ipsa Infinita Justitia. 

J. J. J. 

Jehova Judice Juvante. Jova Javit Juvabit. 

J! J! J! 

Juva ! Jehova ! Juva ! 

I. I. J. N. 

Ipsa Infinita Justitia Numinis. * 

I. J. N. 

In Jesu Nomine. 

J. J. S. 

Juvante Jesu Salvatore. * 

J. M. B. 

Jesu Moderatore Benigno. * 

I. N. C. 

In Nomine Christi. In Nomine Crucifixi. 

20 



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306 Die Litter ae votivae der Bibliographie. 

I. N. D. 

In Nomine Dei. In Nomine Domini. 

J. N. D. 

Juvante Numine Divino. 

I. N. D. A. 

In Nomine Domini. Amen. 

I. N. D. A. D. N. J. C. 

In Nomine Dei Ac Domini Nostri Jesu Christi. 

I. N. D. A. N. J. C. 

In Nomine Domini Auxiliantis Nostri Jesu Christi. 

I. N. D. B. Q. D. G. 

In Nomine Dei Benignissimique Domini Gubernatoris. * 

I. N. D. D. N. J. C. 

In Nomine Domini Dei Nostri Jesu Christi. 

I. N. D. D. P. F. E. S. S. A. 

In Nomine Domini Dei Patris, Filii Et Spiritus Sancti. Amen. 

I. N. D. E. D. N. J. C; 

In Nomine Domini Et Dei Nostri Jesu Christi. 

I. N. D. E. S. N. J. C. 

In Nomini Dei Et Salvatoris Nostri Jesu Christi. 

I. N. D. I. 

In Nomine Dei Immortalis. 

I. N. D. J. C. A. 

In Nomine Domini Jesu Christi. Amen. 

I. N. D. J. C. S. M. 

In Nomine Domini Jesu Christi Salvatoris Maximi. 

I. N. D. J. C. S. N. 

In Nomine Domini Jesu Christi Salvatoris Nostri. 

I. N. D. M. J. C. 

In Nomine Domini Mei Jesu Christi. 

I. N. D. N. G. C. A. 

In Nomine Domini Nostri Gubernatoris Christi. Amen. 

I. N. D. N. J. C. 

In Nomine Domini Nostri Jesu Christi. 

I. N. D. N. J. C. A. 

In Nomine Domini Nostri Jesu Christi Auspicor. 

I. N. D. N. J. C. S. N. 

In Nomine Domini Nostri Jesu Christi Salvatoris Nostri. 

I. N. D. N. S. 

In Nomine Domini Nostri Salvatoris. 

I. N. D. N. S. J. C. 

In Nomine Domini Nostri Salvatoris Jesu Christi. 

I. N. D. 0. M. 

In Nomine Dei Optimi Maximi. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 307 

I. N. D. P. F. E. S. S. A. 

In Nomine Dei Patris Filii Et Spiritus Sancti! Amen. 

I. N. D. S. 

In Nomine Domini Salvatoris. 

I. N. D. T. 

In Nomine Dei Triunius. 

3. ». ®. 

3m tarnen ©otteS, 
I. N. J. 

In Nomine Jesu. 

3. & 3. 

3tn Sftamen 3*fu. 

I. N. J. A. 

In Nomine Jesu! Amen. 

I. N. J. C. 

In Nomine Jesu Chrsti. 

I. N. J. C. A. 

In Nomine Jesu Christi. Amen. 

I. N. J. C. C. E. R. 

In Nomine Jesu Christi Crucifixi Et Resurrecti. * 

I. N. J. G. A. 

In Nomine Jesu Gubernatoris. Amen. * 

I. N. I. M. 

In Nomine Individuae Monotriados. 

I. N. J. N. S. 

In Nomine Jesu Nostri Salvatoris. 

I. N. J. S. 

In Nomine Jesu Salvatoris. 

I. N. J. S. M. A. 

In Nomine Jesu Salvatoris Mundi. Amen. * 

I. N. J. S. N. A. 

In Nomine Jesu Salvatoris Nostri. Amen. 

I. N. I. T. 

In Nomine Individuae Trinitatis. 

I. N. N. T. 

In Nomine Numinis Triunius. * 

I. N. P. F. E. SP. S. 

In Nomine Patris, Filii Et Spiritus Sancti. 

I. N. P. M. 

In Nomine Praesidis Maximi. * 

I. N. P. P. 

In Nomine Principis Prineipum. * 

I. N. I. T. E. G. M. V. A. 

In Nomine Individuae Trinitatis Et Gratiosae Mariae Virginis. Amen. * 



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308 Die Litterae votivae der Bibliographie* 

I. N. R. J. 

In Nomine Resurrecti Jesu. 

I. N. R. N. J. C. 

In Nomine Redemtoris Nostri Jesu Christi. 

J. N. S. 

Juvante Numine Supremo. 

I. N. S. B. V. P. 

In Nomine Sanctae Beatae Virginis Patrocinantis. * 

I. N. S. E. I. T. 

In Nomine Sanctae Et Individuae Trinitatis. 

In Nomine Sanctae Et Inconvulsae Trinitatis. 

I. N. S. E. T. P. F. E. S. S. 

In Nomine Sempiterni Et Trini, Patris Filii Et Spiritus Sancti. 

I. N. S. J. 
In Nomine Salvatoris Jesu. 

I. N. S. N. 

In Nomine Salvatoris Nostri. 

I. N. S. N. J. 

In Nomine Salvatoris Nostri Jesu. 

I. N. S. N. J. C. A. 

In Nomine Salvatoris Nostri Jesu Christi! Amen. 

I. N. S. S. E. I. T. 

In Nomine Sacro-Sanctae Et Individuae Trinitatis. 

I. N. S. S. E. I. T. A. 

In Nomine Sacro-Sanctae Et Individuae Trinitatis. Amen. 

I. N. S. S. I. T. A. 

In Nomine Sacro-Sanctae Individuae Trinitatis. Amen. 

I. N. S. S. N. T. 

In Nomine Sacro-Sancti Numinis Trinitatis. * 

I. N. S. S. T. A. 

In Nomine Sacro-Sanctae Trinitatis. Amen. 

I. N. S. T. A. 

In Nomine Sanctae Trinitatis. Amen. 

I. N. S. V. P. 

In Nomine Sanctae Virginis Patrocinantis. * 

I. N. T. 

In Nomine Trinitatis. In Nomine Triunius. 

I. N. T. A. 

In Nomine Trinitatis. Amen. 

I. N. T. U. 

In Nomine Tri-Unius. 

I. 0. G. D. 

In Omnibus Glorificetur Deus. 

I. 0. H. D. 

In Omnibus Honor Deo. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie, 309 

I. P. 

Ipso Praeside. 

J. P. 

Jehova Praeside. Jehova Praesidente. Jehova Praelucente. 

Jesu Praeeunte. Jesu Praeside. Justitia Praeside. 

J. S. 

Jehova Secundante. Jesus Secundet! Jesu Subsidio. Jesu Suc- 

currente. Juvante Salvatore. Jehova Suffragante. Juva Supreme! 

Juvante Supremo. 

J. S. C. 

Jehova Subsidium Concedente. 

I. S. D. G. 

Immortali Soli Deo Gloria. Infinito Soli Deo Gloria. 

I. S. D. G. C. 0. V. E. C. N. 

Infinita Sola Divina Gratia Coelestis Opitulantis Virginis Ecclesiae 

Christianae Nostrae. * 

I. S. G. 

Immortali Soli Gloria. 

I. S. J. C. N. 

In Salvatoris Jesu Christi Nomine. 

I. S. J. P. 

Ipso Sole Justitiae Praeside. 

J. S. M. J. 

Jesu Sospitatore Maximo Juvante. 

L S. N. J. 

In Sancto Nomine Jesu. 

I. S. S. T. A. 

In Sacro-Sancta Trinitate. Amen. 

J. T. 

Jehova Tutante. Juvante Triuno. 

L. D. E. G. 

Laus Deo Et Gloria. 

L. D. S. 

Laus Deo Sit. 

L. G. H. E. G. A. 

Laus Gloria Honor Et Gratia Actorum. 

M! 

Maximo ! * 

M. C. 

Maximi dementia. Mediatore Christo. Moderatore Christo. 

M. D. 0. M. 

Moderante Deo Optimo Maximo. 

M. J. C. E. L. 

Mihi Jesus Christus Est Legumlator. * 



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310 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

M. 0. J. 

Mbv(p Qsqi Jb%av. 

N. I. 

Numine Immortali. 

N. S. N. J. C. A. 

Numine Salvatoris Nostri Jesu Christi. Amen. 

N. T. F. 

Numine Triuno Favente. 

N. T. L. 

Numini Triuni Laus» 

0. A. D. G. 

Omnia Ad Dei Gloriam. 

0. A. D. G. E. P. S. 

Omnia Ad Dei Gloriam Et Proximi Salut em. 

0. A. M. D. B. Q. V. M. G. E. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Beataeque Virginis Mariae Gloriam Et 

Honorem. 

0. A. M. D. B. V. M, E. 0. S. G. 

Omnia Ad Majorem Dei, Beatae Virginis Mariae Et Omnium 

Sanctorum Gloriam. 

0. A. M. D. B. V. S. J. H. E. G. 

Omnia Ad Majorem Dei, Beatae Virginis, Sancti Josephi Honorem 

Et Gloriam. 

0. A. M. D. D. V. M. E. S. J. N. H. E. G. 

Omnia Ad Majorem Dei, Deiparae Virginis Mariae Et Sancti 

Johannis Nepomuci Honorem Et Gloriam. 

0. A. M. D. D. V. M. H. E. G. 

Omnia Ad Majorem Dei, Deiparae Virginis Mariae Honorem Et 

Gloriam. 

0. A. M. D. E. B. M. V. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Et Beatae Mariae Virginis Honorem. 

0. A. M. D. E. B. V. G. 

Omnia Ad Majorem Dei Et Beatae Virginis Gloriam. 

0. A. M. D. G. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam. 

0. A. M. D. G. E. BB. S. V. M. E. 00. SS. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam Et Beatissimae Sanctae Virginis 

Mariae Et Omnium Sanctorum Honorem. 

0. A. M. D. G. E. B, V. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam Et Beatae Virginis Honorem. 

0. A. M. D. G. E. B. V. M. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam Et Beatae Virginis Mariae Honorem. 

0. A. M. D. G. E. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam Et Honorem. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 311 

0. A. M. D. G. E. I. V. H. 
Omnia Ad Majorem Dei Gloriam Et Immaculatae Virginis Honorem. 

0. A. M. D. G. V. M. M. N. 
Omnia Ad Majorem Dei Gloriam, Virginis Matris Mariae Honorem. 

0. A. M. D. G. B. V. M. E. S. G. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam, Beatae Virginis Mariae Et 

Sancti Georgi Honorem. 

0. A. M. D. G. E. B. V. M. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam Et Beatae Virginis Mariae. 

0. A. M. D. G. E. D. V. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Gloriam Et Deiparae Virginis Honorem. 

0. A. M. D. G. V. M. M. E. S. J. P. M. 

H. H. Q. S. C. 

Omnia Ad Majorem Deiparae Gratiosae Virgineae Matris Mariae 

Et Sancti Josephi Parentis Magni Honorem Honorum, Qui Sunt 

Coelestes. * 

0. A. M. D. Q. V. G. E. H. 

Omnia Ad Majorem Dei, Qui Vnus, Gloriam Et Honorem. * 

0. A. M. D. T. O. B. V. M. 0. S. G. 

Omnia Ad Majorem Dei Ter Qptimi, Beatae Virginis Mariae, 

Omnium Sanctorum Gloriam. * 

0. A. M. D. V. G. 

Omnia Ad Majorem Deiparae Virginis Gloriam. 

0. A. M. D. V. M. M. G. 

Omnia Ad Majorem Deiparae Virgineae Matris Mariae Gloriam. 

0. A. M. D. V. Q. M. M. T. A. G. E. H. 

Omnia Ad Majorem Dei Virginisque Matris Mariae Ter Adoratae 

Gloriam Et Honorem. * 

O. A. V. M. 

Opitulante Adoranda Virgine Maria. * 

0. B. J. I. 

Opitulante Benigno Jesu Invocato. * 

0. D. B. V. 

Opitulante Deo Bene Vertente. Omnia Deus Bene Vertat. 

O. D. T. 0. M. 

Opitulante Deo Ter Optimo Maximo. 

0. D. T. 0. M. B. V. 

Omnia Deus Ter Optimus Maximus Bene Vertat. 

O. I. G. D. 

Opitulante Invocata Gratia Dei. * 

O. I. J. 

Opitulante Invocato Jesu. * 

0. Q. 

Optima Quaerenda. * 



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312 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

O. S. C. E. 

Omnibus Sanctis Coelestibus Encomium. 

O. S. 8. T. B. V. 

Omnia Sacro-Sancta Trinitas Bene Vertat. 

P. D. 

Patientia Dei. Praeside Deo. Praesidio Divino. Patre Dirigente. 

Permissione Divina. 

P. D. M. 

Per Dei Misericordiam. Praeside Deo Maxim o. 

P. P. P. 

Princeps Principum Praesideat. 

Q. B. ATQ. F. EV. 

Quod Bene Atque Feliciter Eveniat. 

Q. B. D. D. 

Quod Bene Deus Dirigat. 

Q. B. F. F. F. A. S. S. 

Quod Bonum Felix Faustum Fortunatum Ac Sacrum Sit. * 

Q. B. F. F. F. Q. S. 

Quod Bonum Faustum Felix Fortunatumque Sit. 

Q. B. F. F. Q. S. 

Quod Bonum Faustum Felixque Sit. 

Q. B. F. Q. E. 

Quod Bene Feciliciterque Eveniat. 

Q. B. F. Q. S. 

Quod Bonum Faustumque Sit. 

Q. B. S. 

Quod Bonum Sit. 

Q. B. V. 

Quod Bene Vertat. (Vortat.) 

Q. B. V. A. S. S. T. 

Quod Bene Vertatur Auspicio Sacro-Sanctae Triados. 

Q. B. V. B. T. 

Quod Bene Vertat Benigna Trinitas. 

Q. B. V. D. 

Quod Bene Vertat Deus. 

Q. B. V. D. O. M. 

Quod Bene Vertat Deus Optimus Maximus. 

Q. B. V. D. T. 0. M. 

Quod Bene Vertat Deus Ter Optimus Maximus. 

Q. B. V. J. 

Quod Bene Vertat Jova. 

Q. B. V. J. D. 

Quod Bene Vertere Jubeat Deus. 

Q. B. V. S. N. 

Quod Bene Vertat Sanctum Numen. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 313 

Q. B. V. S. S. D. I. T. 

Quod Bene Vertat Sacro-Sancta Et Individua Trinitas. 

Q. B. V. B. S. T. 

Quod Bene Vertat Sacro-Sancta Trinitas. 

Q. B. V. 8. T. 

Quod Bene Vertat Sancta Trinitas. 

Q. C. B. V. 

Quod Coelum Bene Vertat. 

Q. C. D. F. S. 

Quod Cedat Deo Feliciter Secundante. * 

Q. C. F. 

Quod Cedat Feliciter. 

Q. C. I. M. D. G. 

Quod Cedat Invocata Moderatoris Dei Gratia. * 

Q. C. N. B. V. 

Quod Coeleste Numen Bene Vertat. 

Q. D. B. 

Quod Deus Benedicat. 

Q. D. B. E. J. 

Quod Deus Bonum Esse Jubeat. 

Q. D. B. E. V. 

Quod Deus Bonum Esse Velit. 

Q. D. B. F. Q. E. J. 

Quod Deus Bonum Faustumque Esse Jubeat. 

Q. D. B. F. V. 

Quod Deus Bene Feliciter Vertat. 

Q. D. B. G. A. M. B. V. 

Quod Deus Benignus Gratiosus Ac Maximus Bene Vertat. 

Q. D. B. J. E. 

Quod Deus Bonum Jubeat Esse. 

Q. D. B. S. E. 

Quod Deo Benignissimo Sacrum Esto. 

Q. D. B. V. A. 

Quod Deus Bene Vertat. Amen. 

Q. D. B. V. J. 
Quod Deus Bene Vertere Jubeat. 

Q. D. B. V. V. 
Quod Deus Bene Vertere Velit. 

Q. D. F. 

Quod Deus Faxit. Quod Deus Fortune t. 

Q. D. F. E. J. 

Quod Deus Faustum Esse Jubeat. 



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314 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

Q. D. F. F. E. C. 

Quod Deus Felix Faustum Esse Concedat. * 

Q. D. F. F. E. J. 

Quod Deus Felix Faustum Esse Jubeat. 

Q. D. F. F. J. 

Quod Deus Felix Faustum Jubeat. 

Q. D. F. F. Q. E. J. 

Quod Deus Felix Faustumque Esse Jubeat. 

Q. D. F. F. Q. E. V. 
Quod Deus Felix Faustumque Esse Velit. 

Q. D. F. S. E. F. 

Quod Des Feliciter Secundet Et Fortunet. * 

Q. D. F. V. 

Quod Deus Feliciter Vertat. 

Q. D. I. F. F. Q. E. J. 

Quod Deus Immortalis Felix Faustumque Esse Jubeat. 

Q. D. 0. F. 

Quod Deus Optime Faxit. Quod Deus Optimus Fortunet. 

Q. D. 0. M. B. V. 

Quod Deus Optimus Maximus Bene Vertat. 

Q. D. 0. M. F. E. J. 

Quod Deus Optimus Maximus Faustum Esse Jubeat. 

Q. D. 0. M. F. F. Q. E. J. 

Quod Deus Optimus Maximus Felix Faustumque Esse Jubeat. 

Q. D. 0. V. 

Quod Deus Optime Vertat. 

Q. D. P. 

Quod Deus Propitiet. 

Q. D. P. V. 

Quod Deus Propitius Vertat. * 

Q. D. S. I. B. V. 

Quod Deus Solus Incorruptibilis Bene Vertat. * 

Q. D. T. 0. B. V. 

Quod Deus Ter Optimus Bene Vertat. 

Q. D. T, 0. F. F. E. V. 

Quod Deus Ter Optimus Felix Faustum Esse Velit. 

Q. D. T. 0. F. F. F. V. 

Quod Deus Ter Optimus Felix Faustum Fortunatum Velit. 

Q. D. T. 0. M. B. V. 

Quod Deus Ter Optimus Maximus Bene Vertat. 

Q. D. T. O. M. F. E. J. 

Quod Deus Ter Optimus Maximus Faustum Esse Jubeat. 

Q. D. T. 0. M. F. F. E. J. 

Quod Deus Ter Optimus Maximus Felix Faustum Esse Jubeat. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 315 

Q. D. T. 0. M. F. F. E. V. 
Quod Deus Ter Optimus Maximus Felix Faustum Esse Velit. 

Q. D. T. 0. M. F. F. Q. E. J. 
Quod Deus Ter Optimus Maximus Felix Faustumque Esse Jubeat. 

Q. D. T. O. M. F. F. Q. E. V. 

Quod Deus Ter Optimus Maximus Felix Faustumque Esse Velit. 

Q. D. T. 0. T. M. B. V. 

Quod Deus Ter Optimus Ter Maximus Bene Vertat. 

Q. D. T. 0. T. Q. M. F. F. Q. E. J. 

Quod Deus Ter Optimus Terque Maximus Felix Faustumque Esse 

Jubeat. 

Q. F. B. T. 

Quod Faxit Benigne Triunus. * 

Q. F. C. 

Quod Feliciter Cedat. 

Q. F. D. 

Quod Faxit Deus. 

Q. F. D. S. 

Quod Fiat Deo Secundante. * 

Q. F. E. 

Quod Feliciter Eveniat. 

Q. F. E. F. D. J. 

Quod Felix Et Faustum Deus Jubeat. 

Q. F. E. F. S. 

Quod Felix Et Faustum Sit: 

Q. F. E. J. D. 0. M. 

Quod Feliciter Evenire Jubeat Deus Optimus Maximus. 

Q. F. E. J. N. 

Quod Feliciter Evenire Jubeat Numen. 

Q. F. F. D. E. J. 

Quod Felix Faustum Deus Esse Jubeat. 

Q. F. F. D. E. N. I. 

Quod Felix Faustum Divino Eveniat Nutu Implorato. * 

Q. F. F. D. T. 0. M. E. J. 

Quod Felix Faustum Deus Ter Optimus Maximus Esse Jubeat. 

Q. F. F. D. E. J. 

Quod Felix Faustum Deus Esse Jubeat. 

Q. F. F. D. J. 

Quod Felix Faustum Deus Jubeat. 

Q. F. F. D. 0. M. E. J. 

Quod Felix Faustum Deus Optimus Maximus Esse Jubeat. 

Q. F. F. E. J. D. 

Quod Felix Faustum Esse Jubeat Deus. 

Q. F. F. E. J. D. 0. M. 

Quod Felix Faustum Esse Jubeat Deus Optimus Maximus. 



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316 Die Litterae vptivae der Bibliographie. 

Q. Fl F. E. J. D. T. 0. M. 

Quod Felix Faustum Esse Jubeat Deus Ter Optimus Maximus. 

Q. F. F. E. J. J. 

Quod Felix Faustum Esse Jubeat Jehova. 

Q. F. F. E. J. D. T. 0. M. 

Quod Felix Faustum Esse Jubeat Deus Ter Optimus Maximus. 

Q. F. F. E. J. J. 

Quod Felix Faustum Esse Jubeat Jehova. 

Q. F. F. E. J. K. T. S. 

Quod Felix Faustum Esse Jubeat Numen Ter Sanctum. * 

Q. F. F. E. J. S. R. A. 
Quod Felix Faustum Esse Jubeat Summus Herum Arbiter. 

Q. F. F. F. A. S. Q. S. 

Quod Felix Faustum Fortunatum Annuat Supremi Quaesita 

Sapientia. * 

Q. F. F. F. E. J. D. C. 

Quod Felix Faustum Fortunatum Esse Jubeat Divina dementia. 

Q. F. F. F. F. 

Quod Faxit Felix Faustum Fortunatum. 

Q. F. F. F. Q. 

Quod Felix Faustum Fortunatumque. 

Q. F. F. F. Q. E. J. D. . C. 

Quod Felix Faustum Fortunatumque Esse Jubeat Divina dementia. 

Q. F. F. F. Q. F. 

Quod Felix Faustum Fortunatumque Faxit. 

Q. F. F. F. Q. S. 

Quod Felix Faustum Fortunatumque Sit. 

Q. F. F. F. S. 

Quod Felix Faustum Fortunatum Sit. 

Q. F. F. J. D. T. 0. M. 

Quod Felix Faustum Jubeat Deus Ter Optimus Maximus. 

Q. F. F. J. E. D. 

Quod Felix Faustum Jubeat Esse Deus. 

Q. F. F. J. J. 

Quod Felix Faustum Jubeat Jehova. 

Q. F. F. J. Q. 

Quod Faxit Feliciter Jubeatque. * 

Q. F. F. Q, 

Quod Felix Faustumque. 

Q. F. F. Q. D. E. J. 

Quod Felix Faustumque Deus Esse Jubeat. 

Q. F. F. Q. D. J. J. 

Quod Felix Faustumque Deus Jubeat Jehova* 

Q. F. F. Q. D. T. 0. M. E. J. 

Quod Felix Faustumque Deus Ter Optimus Maximus Esse Jubeat. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 317 

Q. F. F. Q. E. 

Quod Felix Faustumque Esto. 

Q. F. F. Q. E. J. D. C. 

Quod Felix Faustumque Esse Jubeat Divina dementia. 

Q. F. F. Q. E. J. D. N. 

Quod Felix Faustumque Esse Jubeat Divinum Numen. 

Q. F. F. Q. E. J. D. 0. M. 

Quod Felix Faustumque Esse Jubeat Dens Optimus Maximus. 

Q. F. F. Q. E. J. S. S. T. A. 

Quod Felix Faustumque Esse Jubeat Sacro-Sancta Trinitas! Amen. 

Q. F. F. Q. J. E. D. 

Quod Felix Faustumque Jubeat Esse Deus. 

Q. F. F. Q. J. E. J. 

Quod Felix Faustumque Jubeat Esse Jehova. 

Q. F. F. Q. J. E. S. R. A. 

Quod Felix Faustumque Jubeat Esse Summus Herum Arbiter. 

Q. F. F. Q. J. J. 

Quod Felix Faustumque Jubeat Jehova. 

Q. F. F. Q. J. S. T. 

Quod Felix Fautumque Jubeat Sancta Trinitas. 

Q. F. F. Q. S. 

Quod Felix Faustumque Sit. 

Q. F. F. Q. S. R. A. E. J. 

Quod Felix Faustumque Summus Rerum Arbiter Esse Jubeat. 

Q. F. F. S. 

Quod Felix Faustum Sit. 

Q. F. F. S. E. J. 

Quod Felix Faustum Supremus Esse Jubeat* 

Q. F. F. S. I. Q. D. N. G. C. 

Quod Felix Faustum Suprema Indulgentia Quaesiti Divini Numinis 

Gratiose Cooperet. * 

Q. F. F. S. N. E. J. 

Quod Felix Faustum Supremum Numen Esse Jubeat. 

Q. F. F. T. SS. T. E. J. 

Quod Felix Faustum Ter Sacro-Sancta Trinitas Esse Jubeat. 

Q. F. J. D. 0. M. 

Quod Felix Jubeat Deus Optimus Maximus. 

Q. F. P. S. 

Quod Fiat Praesidio Supremi. * 

Q. F. S. 

Quod Faustum Sit. Quod Felix Sit. 

Q. F. S. F. Q. 

Quod Felix Sit Faustumque. 

Q. F. V. 

Quod Feliciter Vertat (Vortat). 



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318 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

Q. J. B. V. V. 

Quod Jehova Bene Vertere Velit. Quod Jesus Bene Vertere Velit. 

Q. J. J. F. F. Q. 

Quod Jubeat Jehova Felix Faustumque* 

Q. J. S. 

Quod Jesus Secundet. 

Q. N. D. F. V. 

Quod Numen Divinum Feliciter Vertat. 

Q. R. B. F. Q. V. J. D. A. 

Quod Ratum Bene Faustumque Vertere Velit Immortalis Deus ! Amen. 

Q. R. B. V. 

Quae Res Bene Vortat. 

Q. R. E. D. J. 

Quod Ratum Esse Deus Jubeat. 

Q. R. S. F. F. F. Q. S. 

Quod Ratum Semper Felix Faustum Fortunatumque Sit. 

Q. S. B. V. N. 

Quod Susceptum Bene Vertat Numen. 

Q. S. D. 

Quaesita Salute Divina. Quaesita Sapientia Divina. 

Q. S. F. F. 

Quod Sit Felix Faustum. 

Q. S. F. F. Q. E. J. 

Quod Supremus Felix Faustumque Esse Jubeat. 

Q. S. N. B. V. 

Quod Summum Numen Bene Vertat. 

Q. T. 0. C. F. I. C. 

Quod Ter Optimi Coelesti Favore Invocato Cedat. * 

Q. T. S. S. T. F. E. J. 

Quod Ter Sacro-Sancta Trinitas Felix Es*e Jubeat. 

Q. T. S. S. T. F. F. E. J. 

Quod Ter Sacro-Sancta Trinitas Felix Faustum Esse Jubeat. 

Q. V. B. 

Quod Vertat Bene. 

Q. V. B. A. F. 

Quod Vertatur Bene Ac Feliciter. 

Q. V. F. S. S. T. 

Quod Vertat Feliciter Sacro-Sancta Trinitas. 

S. A. B. M. 

S. alvatore A. uxiliante B. ene M. erentissimo. Susceptis Altissimus 

Benedicat Meis! 

S. A. C. 

Sub Auspiciis Clementissimis. Sub Auspiciis Coelestibus. 

S. A. J. 

Supremo Antistite Jehova. 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 319 

S. A. N. D. T. 0. M. 

Sub Äuspiciis Numinis Dei Ter Optimi Maxim i. 

S. A. 0. R. D. H. S. 

Sub Auspicio Orbis Kodemptoris, Dei Hominis Salvatoris. * 

8. B. F. F. 

Sit Bonum Felix Faustum. 

S. C. M. 

Supremo Coeli Monarcha. 

S. D. G. 

Sit Deo Gloria. Sola Dei Gratia, Soli Deo Gloria. Soli Deo Gratias. 

S. D. G. I. AE. 

Soli Deo Gloria In Aeternum* 

S. D. G. L. E. H. 

Soli Deo Gloria Laus Et Honor. 

S. D. G. S. 

Soli Deo Gloria Sit. Soli Deo Gloria Summa. Soli Deo Gloria 

Sempiterna. 

S. D. H. E. G. 

Sit Deo Honor Et Gloria. Soli Deo Honor Et Gloria. 

S. D. L. 

Soli Deo Laus. 

S. D. L. E. G. 

Soli Deo Laus Et Gloria. 

S. D. L. H. E. G. 

Soli Deo Laus Honor Et Gloria. 

S. D. L. H. G. 

Soli Deo Laus, Honor, Gloria. 

S. D. M. G. 

Soli Deo Maximo Gloria. 

S. D. P. F. E. S. S. 

Soli Deo Patri, Filio Et Spiritui Sancto. 

S. D. S. 

Soli Deo Sacrum. 

S. D. S. G. 

Soli Deo Sit Gloria. Summo Deo Summa Gloria. 

S. D. S. L. E. G. 

Soli Deo Sit Laus Et Gloria. 

S. D. T. 0. M. G. 

Soli Deo Ter Optimo Maximo Gloria. 

S. D. V. 

Si Deus Voluerit. Solo Deo Volente. 

S. E. 0. D. 

Summo Et Optimo Deo. 

S. F. D. 

Solo Favente Deo. Studiis Favente Deo. 



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320 Die Litterae votivae der Bibliographie. 

S. F. G. 

Sola Favente Gratia. 

S. F. S. D. P. F. E. S. S. S. L. H. G. E. I. 

0. m. 

Supremo Faventi Soli Deo Patri Filio Et Spiritui Sancto Sit Laus 

Honor Gloria Etiam In Omne Aevum. 

S. J. D. 

Suprema Justitia Duce. 

S. N. I. D. N. J. C. 

Sit In Nomine Domini Nostri Jesu Christi. 

S. M. 0. 

Solo Moderatore Christo. * 

S. N. D. B. 

Sit Nomen Domini Benedictum. 

S. N. D. B. I. S. S. A. 

Sit Nomen Domini Benedictum In Secula Seoulorum! Amen. 

S. N. F. 

Summo Numine Favente. Supremo Numine Fortunante. 

S. N. I. 

Summo Numine Invocato. 

S. N. J. A. 

Supremo Numine Juvante! Amen. 

S. P. D. 

Sub Praesidio Divino. Supremo Principe Deo. 

S. R. A. C, A. 

Summo Herum Arbitro Clementer Annuente. 

S. S. D. 

Solo Supremo Dirigente. 

S. S. D. G. 

Sit Soli Deo Gloria. Summo Sit Deo Gloria. 

S. S. F. 

Spritu Sancto Favente. Summa Sapientia Favente. 

S. S. G. 

Spiritus Sancti Gratia. 

s. s. s. 

Solo Supremo Secundante. 

s. s. s. s. s. s. 

Sub Solo Sole Solius Supremi Salvatoris. * 

S. S. T. A. 

Sacro-Sanctae Triados Adjutorio. Sacro-Sancta Triade Annuente. 

Sacro-Sanctae Triados Auspicio. Sacro-Sanctae Trinitatis Assi- 

stentia. Sacro-Sancta Trinitate Auspice. Sacro-Sanctae Triados 

Auxilio. Sacro-Sanctae Trinitatis Auxilio. 

S. S. T. C. A. 

Sacro-Sancta Triade Clementer Adspirante. Sacro-Sancta Triade 



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Die Litterae votivae der Bibliographie. 321 

Clementer Annuente. Sacro-Sancta Triade Clementer Assistente. 

Sacro-Sancto Trisagio Clementer Adminiculante. 

S. S. T. F. 

Sacro-Sancta Triade Favente. 

2. 0. 

2i>v 0tcp 

2. T. 0. 

2\)V Tfp 06fp. 

2. T. &. n. 

2vv Tov &€ov JlaXafifl. 2vv Tfp 0€tp Jlavcocptp. 2vv Tfp 0Efp 

IlavTCC. 2vv Tip 0ttp JlaQacxtvy. 

0. J. 

0sov Jtdovioc;. 

0. M. J. 

0€fp Mdvoi J6£a. 

0. 2. J. 

0€(p 2vv€Qyovvji, Jb^a. 

0. 2. n. 

06ov 2vv€(jyovyiog üdkafi-fj. 

&. #. 

&€og. ötog. 

0. 0. 0. 

0e6g. 0€og. 0*©c. 

T. T. 

Tantum Terminalia. Trinitate Tribuehte. 

T. 0. J. 

Tfp 0€(p J6%a. 

T. 0. M. J. 

T(p 0€(p Mbvtp J6%a. 

T. V. D. T. 0. M. 

Tri-Vni Deo Ter Optimo Maximo. 

V. C. M. 

Volente Coelesti Majestate. * 

• V. D. 

Volente Deo. 

V. E. F. 

Volente Et Favente. 

V. N. M. A. 

Vero Numine Moderante. Amen. * 

V. 0. 

Votis Omnibus. [2717.] 



21 



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322 Abbrevierte Titulaturen, Widmungsformeln und 

Abbrerierte Titulaturen, Widmungsformeln und Zeit- 
benennungen in den älteren akademischen Schriften. 

Mit Erläuterungen zusammengestellt von Carl Sylvio Köhler. 

A. iE. C. 
Anno Aerae Christi. 

A. JE. V. 

Anno Aerae Vulgaris. 

A. B. M. 

Artium Bonarum Magister. 

A. C. 

Anno Christi. 

A. C. N. 

Ante Christum Natum. 

A. C. S. 

Anno Christi Salutis. 

Anno Christi Salvatoris. 

A. D. 

Anno Domini. 

Ad Diem. 

A. E. R. 

Auetor Et Respondens. 

A. L. M. 

Artium Liberalium Magister. 

A. M. R. CR. 

Anno Mundi Recreati Christi Redemptoris. 

A. 0. C. 

Anno Orbis Conditi. 

A. 0. R. 

Anno Orbis Redempti. 

A. R. 

Auetor Respondens. 

A. R. A. 

A Respondente Auetore. 

A. R. G. 

Anno Recuperatae Gratiae. 

A. R. 0. 

Anno Redempti Orbis. 

A. R. S. 

Anno Recuperatae Salutis. 

Anno Reparatae Salutis. 

A. S. 

Anno Salutis. 

Anno Salvatoris. 



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Zeitbenennungen in den älteren akad. Schriften. 323 

A. S. C. 

Anno Salutis Christi. 

Anno Salvatoris Christi. 

A. S. C. L 

Anno Salutiferae Christi Incarnationis. 

A. S. E. 

Anno Salutis Recuperatae. 

Anno Salutis Reparatae. 

a. v. m. c. 

Anno Vulgaris Aerae Christi. 

B. E. 

Benevolo Lectori. 

B. L. S. D. A. 

Benevolo Lectori Salutem Dicit Auetor» 

B. L. S. 0. Q. P. P. A. 

Benevolo Lectori Salutem Officiaque Perpetua Precatur 

Auetor. 

C. L. S. 
Candido Lectori Salutum. 

D. C. 0. 
Dedicat Consecrat Offert. 

D. D. C. 0. A. 
Dat Dedicat Consecrat Obediens Auetor. 

D. D. D. C. Q. A. 

Dat Donat Dedicat Consecratque Auetor. 

D. D. D. Q. A. 

Dat Donat Dedicatque Auetor. 

D. E. 0. A. 

Dedicat Et Offert Auetor. 

D. J. V. 
Doctor Juris Vtriusque. 

D. L. S. 

Dicit Lectori Salutem. 

DDnn. 

Doctores Domini. 

D. M. 

Die Mensis. Diis Manibus. 

Divina Majestas. 

Doctor Medicinae. 

Dn. Dnn. 
Dominus. Domini. 

D. E. 0. 

Dedicat Et Offert. 

Devotus Et Obediens. 

Devotissimus Et Obsequentissimus. 



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324 Abbrevierte Titulatoren, Widmungsformeln und 

D. V. J. 

Doctor Vtriusque Juris. 

F. E. C. P. P. A. 

Felicitatem Et Coucordiam Plurimam Precatur Auetor. 

F. E. V. 

Favete Et Valete. 

Felicitatem Et Vitam. 

F. 0. 0. 

Felicitatem. Obedientiam. Officia. 

G. M. 

Generosa Majestas. 

H. A. E. P. M. L. Q. CC. 

Horis Ante Et Post Meridiem Locoque Consuetis. * 

H. C. 

Hora Consueta. Hora Constituta. 

H. E. L. C. 

Hora Et Loco Consuetis. 

H. L. Q. C. 
Hora Locoque Consuetis. 

H. L. Q. P. 

Hora Locoque Propositis. 

H. L. Q. S. 

Hora Locoque Suetis. 

J. C. 

Juris Candidatus. Juris Cultor. 

I. C. S. P. D. A. 

In Christo Salutem Plurimam Dicit^Auctor. 

J Ctus. 

Juris Consultus. 

I. R. J. R. 

Imperium Romanum. Jus Romanum. 

I. R. G. 

Imperium Romano-Germanicum. 

J. V. B. (C. D. L. M.) 

Juris Vtriusque Baccalaureus. (Candidatus. Cultor. Doctor. 

Licentiatus. Magister.) 

L. A. F. 

Lectori Amico Felicitatem. 

L B. 

Lector Benevolus. Liber Baro. 

(Lugdunum Batavorum.) 

L. H. Q. C. 

Loco Horaque Consuetis. 

L. H. Q. S. 

Loco Horaque Suetis. 



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Zeitbenennungen in den älteren akad. Schriften. 325 

L. H. S. P. D. A. 

Lectori Humanissimo Salutem Piurimam Dicit Auetor. 

LL. C. 

Legum Cultor. 

L. M. D. C. Q. A. 

Lectoribus Maecenatibus Dat Consecratque Auetor. 

L. M. Q. D. D. C. A. 

Lectoribus Maecenatibusque Dat Dedicat Consecrat Auetor. 

L. M. Q. P. A. 

Lectoribus Maecenatibusque Praestat Auetor. 

L. S. 

Lectori Sacrum. Lectori Salutem. (Loco Sigilli.) 

L. B. A. S. P. D. 

Lectori Benevolo Auetor Salutem Piurimam Dicit. 

L. B. F. 

Lectori Benevolo Felicitatem. 

L. B. S E. 0. 

Lectori Benevolo Salutem Et Observantiam. (Officia.) 

L. B. S. P. D. A. 

Lectori Benevolo Salutem Piurimam Dicit Auetor. 

L. F. A. 

Lectori Felicitatem Auetor. 

L. H. C. 

Loco Hora Consuetis. 

L. S. D. A. 

Lectori Salutem Dicit Auetor. 

L. S. D. P. A. 

Lectori Salutem Dicit Piurimam Auetor. 

L. S. P. D. A. 

Lectori Salutem Piurimam Dicit Auetor. 

M. D. 

Medicinae Doctor. 

M. T. 

Magnificentia Tua. 

N. J. I. 

Notarius Juratus Immatriculatus. 

N. N. P. 

Nomen Nescio Personae. 

Nomen Notum Personae. 

N. P. C. E. J. I. 

Notarius Publicus Caesareus Et Juratus Immatriculatus. 

0. C. D. 

Offert Consecrat Dedicat. 

0. E. C. 

Offert Et Consecrat. 



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326 Abbrevierte Titulatoren, Widmungsformeln und 

0. E. D. 

Offert Et Dedicat. 

Obediens Et Deditus. 

0. E. S. 

Officiosissimus Et Servissimus* 

Observantiam Et Servitutem. 

P, C. N. 

Post Christum Natum. 

P. F. 

Perpetuam Felicitatem. 

P. N. 

Publicus Notarius. 

P. 0. 

Professor Ordinarius. 

PP. 

Patres. Professores. Praemissis Praemittendis. 

P. P. 

Professor Publicus» Professor Pandectarum* Pastor Primarius. 

(Vor Orts- und Zeitbestimmungen: 

Publice Propositum.) 

P. P. P. 0. R. 

Professor Publicus Pandectarum Ordinarius Regius. 

P. T. 

Praemissis Titulis. 

R. A. 

Respondens Auetor. 

R. M. 

Regia Majestas. 

R. P. 

Regius Professor. 

S. A. 0. 

Salutem Atque Officia. (Observantiam.) 

S. C. M. 

Sacra Caesarea Majestas. 

S. D. P. P. 

Salutem Dicit Plurimam Praeses. (Professor.) 

S. D. Q. P. A. 

Salutem Dicit Quam Plurimam Auetor. 

S. E. F. P. P. P. 

Salutem Et Felicitatem Plurimam Precatur Praeses (Professor) . 

S. E. 0. 

Servitudinem Et Obedientiam. 

Servissimus Et Officiosissimus. 

S. E. P. 

Salutem Et Prosperitatem. 



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Zeitbenennungen in den älteren akad. Schriften. 327 

S. F. Q. P. 

Salutem Felicitatemque Perpetuam. 

S. I. R. G. 

Sacrum Imperium Romano-Germanicum. 

S. 0. P. P. D. 

Salutem Optimam (Omnigenam) Perennem Praeses (Professor) 

Dicit. 

S. P. D. E. 0. P. A. 

Salutem Plurimam Dicit Et Ofücia Perpetua. Auetor. 

S. P. P. A. 

Salutem Plurimam Precatur Auetor. 

S. R. G. I. 

Sacrum Romano-Germanicum Imperium. 

S. R. I. G. 

Sacrum Romanum Imperium Germanicum. 

S. R. M. 

Sacra Regia Majestas. 

S. S. F. 

Sit Summa Felicitas. 

T. E. V. F. 

Titulorum Et Verborum Finis. 

V. E. F. 

Vale Et Fave. Vitam Et Felicitatem. 

V. G. M. 

Vestra Generosa Majestas. [2718] 



Die Bibliothek des Polytechnikums Dresden im Jahre 

1885. 

Von Prof. Dr. Arwed Fuhrmann. 

Die Bibliotheken der technischen Hochschulen sind die Stätten, 
an denen die litterarischen Arbeiten aller Techniker gesammelt 
und behütet werden, es sind aber auch die Quellen, an denen die 
gesamte Technik immer von neuem Belehrung oder Anregung 
findet. 

Man darf daraus wohl schliessen, dass es sowohl den Theo- 
retikern als den Praktikern der genannten Kreise von Interesse 
sein wird, dann und wann zu hören, in welcher Weise jene Bücher- 
sammlungen eingerichtet sind, wie sie wachsen und in welchem 
Umfange sie benutzt werden. 

Der obengenannte Vorstand der Bibliothek des Polytechni- 
kums Dresden hält es daher für zeitgemäss, einige Mitteilungen 
über diese Büchersammlung zu machen: in erster Linie den Mit- 
gliedern des „Sächsischen Ingenieur- und Architekten- 



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328 Die Bibliothek des Polytechnikums Dresden 

Vereins", in zweiter Linie aber auch grösseren Kreisen. Er 
gibt sich dabei der Erwartung hin, dass auch die Direktoren der 
Bibliotheken andrer technischer Hochschulen geneigt sein werden, 
derartige Mitteilungen zu veröffentlichen. 

Zu jener Erwartung glaubt er um so mehr berechtigt zu sein, 
als doch aus Nachrichten der obengenannten Art nicht allein der 
Technik Vorteile erwachsen, sondern auch der Bibliothek- 
wissenschaft; letzterer, weil in dem ehrwürdigen Schwestern- 
kreise der Bibliotheken die jüngeren und jüngsten — welche vor 
kurzer Zeit noch kaum beachtete Kinder waren — von Jahr zu 
Jahr an Bedeutung gewinnen. 

A) Die Einrichtung und die Verwaltung der Bibliothek. 

Der Jugend und Art der technischen Hochschulen ent- 
sprechend, ist die Büchersammlung des Polytechnikums Dresden 
eine ganz moderne, eine solche, welche in erster Linie die 
Mathematik, die Naturwissenschaften und die Technik 
pflegt, dabei aber andern Richtungen des Wissens, insbesondere 
der allgemeinen Bildung, so viel wie möglich Berücksichtigung 
widmet. Incunabeln besitzt die Sammlung nicht; das älteste 
ihr gehörende Buch ist Alb recht Dürers im Jahre 1538 zu 
Nürnberg erschienene „Unterweysung der Messung mit dem Zirckel 
und richtscheyt". Manuskripte sind nur in geringer Anzahl 
vorhanden; sie gehören sämtlich der jüngsten Vergangenheit an. 
Desto reicher ist die Sammlung an neuen und neuesten Werken 
der obengenannten Richtungen, insbesondere an Zeitschriften. 

Seit dem 1. April 1880 hat der Verfasser dieser Mitteilungen 
das*Amt eines Vorstandes der Bibliothek. Bis dahin lag dasselbe 
in den Händen des Professors K. Kuschel, welchem die Samm- 
lung von dem vorhergehenden Bibliothekar, dem jetzigen Geheimen 
Hofrate Professor Dr. H. B. Geinitz, am 29. März 1847 über- 
geben worden war. 

Schon seit langer Zeit ist sie in die folgenden 18 Haupt- 
abteilungen gespalten, deren Wahl unter Mitwirkung des 
Professoren-Kollegiums erfolgte : 

Abtlg. I. Zeitschriften und Gesellschaftsschriften; II. Mathe- 
matik (mit Einschluss der Geodäsie); III. Naturwissenschaften; 
IV. Berg-, Hütten- und Salinenwesen; V. Land- und Forstwirt- 
schaft; VI. Technologie (mechanische und chemische); VIT. Me- 
chanik, theoretische Maschinenlehre und Maschinenbau; VIH. Was- 
ser- und Brückenbau, Strassen- und Eisenbahnbau, Telegraphen- 
und Verkehrswesen; IX. Baukunst, Bildnerei, Malerei; X. Handels- 
wissenschaften; XI. Länder- und Völkerkunde, Topographie; 
Xil. Geschichte (einschliesslich der Litteratur- und Kunstge- 



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im Jahre 1885. 329 

schichte); XIII. Nationallitteratur; XIV. Allgemeine Encyklopädie, 
Sprachwissenschaft, allgemeine technische Wörterbücher; XV. Philo- 
sophie, Unterrichts- und Erziehungswesen; XVI. Gesetzgebung und 
Rechtswissenschaft (mit Einschluss der Patente); XVII. Staats- 
und Volkswirtschaft, Statistik; XVIII. Bücherkunde und Bibliothek- 
wissenschaft, Vermischtes. 

Für diese 18 Abteilungen erfolgen die Ankäufe (meist nach 
gestellten Anträgen) durch den Vorstand der Bibliothek auf Grund 
eines durch ihn aufgestellten und von der „Bibliothek- Kom- 
mission" gebilligten Planes, welcher alljährlich neu geprüft 
wird. Die genannte Kommission besteht aus dem Senate der 
technischen Hochschule, welcher sich durch den Bibliothekar ver- 
stärkt, falls letzterer nicht bereits Senatsmitglied ist. 

Von den 7500 Mk., welche die Bibliothek jetzt alljährlich 
zur Verfügung hat, verwendet sie reichlich die Hälfte auf die 
Anschaffung von Zeitschriften. 

Die sehr umfangreiche, der Abteilung XVI einverleibte 
„Patentschriftensammlung" ist nach den 89 Klassen ge- 
ordnet, in welche die deutschen Patente bekanntlich eingereiht sind. 
Derartige Anordnung bietet den grossen Vorteil, dass jeder Benutzer 
der Bibliothek mit dem geringsten Zeitaufwande selbst sehen kann, 
welche Patente nach irgend einer Richtung hin vorhanden sind* 

Innerhalb einer jeden der obigen 89 Klassen ist die An- 
ordnung nach den Nummern der Patente durchgeführt. 

Mittels eines vollständigen, alle vorhandenen Patentschriften 
umfassenden Nummernverzeichnisses kann jeder Bibliothekbenutzer 
sofort erfahren, ob und wo sich ein Patent, von welchem er nur 
die Nummer (nicht die Klasse) kennt, vorfindet. Ferner sind 
denen, welche sich in Bezug auf Patente unterrichten wollen, Bei- 
hilfen geboten durch das Vorhandensein sämtlicher Bände des 
„Verzeichnisses der von dem kaiserlichen Patentamte 
erteilten Patente", ferner des „Patentblattes", der „Aus- 
züge aus den Patentschriften", der „Entscheidungen in 
Patentsachen" (von Gareis) u. s. w. 

Alle Patentschriften erhält die Sammlung als Geschenk des 
Reichspatentamtes und zwar monatlich. 

Zugänglich ist die Bibliothek des Polytechnikums Dresden 
nicht nur den Angehörigen der technischen Hochschule, sondern, 
so viel wie möglich, auch allen andern. Sie wird sehr viel- 
seitig benutzt. 

An sämtlichen Wochentagen, welche nicht in die Ferien des 
Polytechnikums fallen, ist die Sammlung (nebst dem mit ihr ver- 
bundenen Lesesaale) 8 Stunden lang (von 9 — 1 und von 3 — 7), 
während der akademischen Ferien 4 Stunden lang (von 9 — 1) 
geöffnet; nur im Juli, August und September wird sie, der Re- 



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330 Die Bibliothek des Polytechnikums Dresden 

Vision und Reinigung wegen, einige Wochen gänzlich ge Schlosser, 
worüber öffentliche Bekanntmachung erfolgt. 

An Dozenten, Assistenten und Studenten des Polytechnikums 
Dresden, an königl. sächsische Staatsdiener und städtische Beamte 
Sachsens werden Bücher ohne weiteres ausgeliehen, an Hospi- 
tanten der Hochschule gegen Vorzeigung einer vom Direktor aus- 
gestellten Karte, an andre Personen gegen Bürgschaft oder gegen 
Deponierung des Wertbetrages. 

Ueber das Verleihen an nicht in Dresden wohnende 
Personen entscheidet in jedem besonderen Falle der Bibliothekar. 
Es geschieht dies so entgegenkommend, als die Verhältnisse es 
nur irgend gestatten. 

Das Lesezimmer, welches abends durch einen grossen 
„Siemens-Brenner" und durch „Argand- Brenner" erleuchtet wird, 
enthält 60 Sitzplätze. Es darf von j ed ermann benutzt werden, 
sowohl bezüglich der daselbst in grosser Anzahl ausliegenden 
Zeitschriften, als auch bezüglich aller übrigen der Bibliothek an- 
gehörenden Werke mit Einschluss der Patentschriften, der Kataloge 
und vieler Litteraturnachweise. 

Durch Anschlagtafeln, ausliegende Verzeichnisse etc. wird im 
Lesezimmer fortlaufend hingewiesen auf a) alle neu eingereihten 
Werke, b) die alltäglich neu eingetroffenen Zeitschriftenhefte, 
c) diejenigen Bücher, welche zurückgegeben wurden, nachdem sie 
von irgend jemand verlangt worden wuren. 

Es werden ferner daselbst Schriften, welche Privateigentum 
sind, zur Ansicht ausgelegt (z. B. Separatabdrücke wissenschaft- 
licher Abhandlungen der Professoren des Polytechnikums); ferner 
alle der Bibliothek zugehenden Anzeigen der Buchhändler und 
Antiquare. Desgleichen die Kataloge der „naturwissenschaft- 
lichen Gesellschaft Isis in Dresden 1 , deren Bibliothek (Vor- 
stand: Herr Handelsschullehrer Thüme) im Polytechnikum auf- 
gestellt ist, ohne mit der des letzteren vereinigt zu sein. 

Damit man unter den etwa 200 ausliegenden Zeitschriften 
die gesuchte sofort finde, sind die Fächer der Gestelle fortlaufend 
numeriert und es sind neben denselben Tafein angebracht, welche, 
alphabetisch angeordnet, die betreffende Nummer nachweisen. Das 
Eintreten von Unordnungen wird dadurch verhindert, dass nicht 
nur jede Zeitschriftenmappe, sondern auch jedes einzelne Heft die 
Fachnummer trägt. 

Die der Gesellschaft „Isis" gehörenden Zeitschriften werden 
ebenfalls im Lesezimmer des Polytechnikums ausgelegt; sie sind 
in jenen 200 mit enthalten. 

Anschaffungsanträge, die sich auf Bücher oder Zeit- 
schriften beziehen, hat man durch das ausliegende „Wunsch- 
buch" zur Kenntnis des Bibliothekars zu bringen, welcher — 



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im Jahre 1885. 331 

wenn nötig unter der Mitwirkung der Bibliothekkommission — 
über dieselben entscheidet. 

Alles Nähere bezüglich der Benutzung der Büchersammlung 
und des Lesezimmers sagt die „Bibliothekordnung 1 ' (vom 
23. Januar 1884); sie kann durch die Kanzlei der Hochschule 
unentgeltlich bezogen werden. 

B) Der Umfang und die Vermehrung der Bibliothek. 

Die sämtlichen hier und später folgenden Angaben wurden 
durch Zählungen, nicht durch Schätzungen, gewonnen, be- 
sitzen mithin einen hohen Genauigkeitsgrad. Es kostet, nebenbei 
gesagt, die Gewinnung derselben, wenn sie gut organisiert ist, 
wenig Zeit; mithin könnte wohl eine Statistik der Vermehrung 
und Benutzung an allen denjenigen Bibliotheken, welche sie noch 
nicht haben, eingeführt werden. Die Resultate würden interessante 
Einblicke liefern. 

Man hat im folgenden die Büchersammlung von der 
Patentschriftensammlung zu unterscheiden: 

I. Umfang und Vermehrung der „Büchersammlung". 

Am Ende des Jahres 1885 bestand die Büchersammlung aus 
21133 Bänden, welche sich auf 6977 Werke verteilten 
(während, beispielsweise erwähnt, am 1. April 1864 nur 3510 
Werke vorhanden waren, am 30. Juni 1875 bereits 5267). 

In erster Linie standen hierbei (nämlich Ende 1885) die 
Zeitschriften (auf den verschiedensten Gebieten) mit 8507 
Bänden (414 Werken); in zweiter Linie die Naturwissen- 
schaften mit 2106 Bänden (1153 Werken); in dritter Linie 
stand die Technologie mit 1848 Bänden (1172 Werken) u. s. w. 

Hingegen waren am schwächsten vertreten : die L a n d- 
und Forstwirtschaft mit 197 Bänden (147 Werken); die 
Handelswissenschaft mit 232 Bänden (144 Werken) u. s.w. 

Der Zuwachs betrug im Jahre 1885: 514 Bände, von 
denen 255 auf Zeitschriften fielen. 

Die stärkste Zunahme der nichtperiodischen Schriften 
hatte die Abteilung für Mechanik und Maschinenbau 
(39 Bände); in zweiter Reihe stand die für Mathematik (mit 
31 Bänden). 

Am wenigsten wuchsen die Abteilungen für Land- und 
Forstwirtschaft, Berg- und Hüttenwesen, Handelswissenschaft. Es 
hat dies seinen Grund darin, dass am Polytechnikum Abteilungen 
für die genannten Richtungen nicht bestehen, weil in Sachsen 
die Landwirtschaft der Universität Leipzig zugewiesen ist, 
für die Berg- und Forstwirtschaft aber besondere Akademien 
(Freiberg, Tharandt) bestehen. 



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332 Die Bibliothek des Polytechnikums Dresden 

II. Umfang und Vermehrung der „Patentschriften- 
sammlung". 

Am Schlüsse des Jahres 1885 enthielt die Patentschriften- 
sammlung 33 911 Nummern. 

Von den (schon unter A genannten) 89 Klassen waren hier- 
bei am stärksten vertreten: 

Klasse 42 (Instrumente für Messungen und Beobachtungen) 
mit 1429 Nummern, Klasse 34 (Hauswirtschaftliche Geräte) mit 
1333, Klasse 45 (Land- und Forstwirtschaft, Garten- und Wein- 
bau, Zootechnik) mit 1250 Nummern. 

Am schwächsten besetzt waren: 

Klasse 73 (Seilerei, Reepschlägerei, Telegraphenkabel (mit 
19 Nummern, Klasse 43 (Korb- und Rohrflechterei) mit 20, Klasse 
62 (Salinenwesen) mit 29 Nummern. 

Der Zuwachs an Patentschriften betrug während des 
Jahres 1885: 4150 Nummern, es waren mithin im Durch- 
schnitte die monatlichen Sendungen des Reichspatentamtes 346 
Nummern stark. 

C) Die Benutzung der Bibliothek. 

Wir betrachten hier den Umfang der Ausleihungen und 
den der Lesezimmer-Benutzung. 

I. Der Umfang der Ausleihungen. 

Es wurden während des Jahres 1885 im ganzen 4320 Bände 
ausgeliehen, und zwar in 2074 Gruppen, von denen 543 auf 
Dozenten und Assistenten des Polytechnikums, 1 195 auf Studenten, 
345 auf andre Personen fielen. 

Am stärksten waren bei diesen Ausleihungen die Ab- 
teilungen für Zeitschriften, Nationallitteratur, Natur- 
wissenschaften und Mathematik vertreten, nämlich mit 640, 
bezüglich 625, 610 und 503 Bänden; am schwächsten ver- 
treten war die Abteilung für Hand eis Wissenschaft (mit 8 Bänden). 

Die Anzahl der ausgeliehenen Bände war am grössten 
im November, Oktober und Juni, während welcher Monate sie 
die Ziffern 509, bezüglich 465 und 426 erreichte, am kleinsten 
im August, September und Mai (190, 255 und 297). Dabei ist 
zu beachten, dass die Monate August und September in die 
Ferien der Hochschule fallen. 

Die Anzahl der Entleiher war am grössten im Oktober 
und Juni (237, bezüglich 226), am kleinsten in den obigen 
Ferienmonaten August und September (60, bezüglich 127); sie 
erreichte die schon angeführte Gesamtziffer 2074. 

Um bezüglich der gleichzeitig ausgeliehenen Werke 
eine Uebersicht zu gewinnen, wurden am 15. Tage der Monate 



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im Jahre 1885. — Doubletteu -Verwendung in Amerika. 33 3 

März, Juni, September und Dezember Zählungen vorgenommen. 
Die Resultate zeigten für März, Juni und Dezember keine grossen 
Verschiedenheiten, während sie für den September sehr abwichen, 
was seinen Grund darin hat, dass Mitte Juli alle ausgeliehenen 
Werke zum Zwecke einer Revision eingefordert worden waren. 

Am 15. Juni (Mittags 1 Uhr) waren 667 Werke, in 1170 
Bänden, an 213 Entleiher ausgeliehen. Von den letztgenannten 
kamen 36 auf Dozenten und Assistenten des Polytechnikums, 127 
auf Studenten, 50 auf andre Personen. 

Am stärksten waren bei jenen 127 Studierenden diejenigen 
der ,, Lehrerabteilung" vertreten, nämlich mit 67 Prozent 
(aller diese Abteilung bildenden); dann die der „Ingenieur- 
abteilung" mit 51 Prozent; alle übrigen Abteilungen mit je 
39 Prozent. 

II. Der Umfang der Lesezimmerbenutzung. 

Es wurde im Jahre 1885 das Lesezimmer der Bibliothek 
etwa 12 800 mal benutzt, nämlich (beiläufig) 950 mal durch 
Dozenten und Assistenten des Polytechnikums, 9300 mal durch 
Studenten, 2550 mal durch andre Personen. Letztere gehören 
den verschiedensten Kreisen an. 

Die lebhafteste Benutzung fand während der Monate 
Februar, Januar und November statt (etwa 1550, bezüglich 1480 
und 1320 Fälle), die am wenigsten lebhafte im August und 
September (162, bezüglich 496 Fälle). Dabei verdient beachtet 
zu werden, dass, gemäss der „Bibliothek- Ordnung", das Lese- 
zimmer während der letztgenannten beiden Ferienmonate der 
technischen Hochschule teils nur vormittags geöffnet, teils gänzlich 
geschlossen war. 

Am Ende des Jahres 1885 lagen im Lesezimmer gleichzeitig 
161 Zeitschriften aus, welche dem Polytechnikum gehörten; 
ausser diesen: 31 als Eigentum der Isis-Bibliothek. 

Dass die Benutzung jener (beinahe 200) Zeitschriften eine 
sehr lebhafte war, bedarf, nachdem die obigen Zahlen ge- 
nannt worden sind, wohl kaum einer besonderen Hervorhebung. 

[2719.] 



Doulbletten-Yerwendung in Amerika. 

Die Kedaktion des Library- Journal macht seit März dieses 
Jahres .einen Versuch, Doubl etten öffentlicher Bibliotheken zu ver- 
werten, indem sie dem Journal ein Supplement mit dem Titel: 
„Bulletin of duplicates for exchange or sale and Books wanted." 
Dadurch sollen die Kosten nutzlosen Transportes und der Ver- 
packung erspart werden, auch sollen Bibliotheken in der Aus- 



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334 In Grossbritannien u. Irland 1885 erschienene neue Werke. 

füllung lückenhafter Reihen unterstützt werden und ihnen Ange- 
bote gewünschter, aber für gewöhnlich im Handel nicht zu habender 
Bücher von anderen Bibliotheken oder von Buchhändlern zuge- 
wiesen werden. Die Insertionskosten betragen bei Abonnenten 
des Library-Journals 5 Cents für die Zeile — das Stichwort ist 
frei — einen kleinen Zuschuss zu den Druckkosten zu erhalten, 
Nichtabonnenten zahlen 10 Cents für die Zeile. Die Bücher 
müssen, wo nicht anders angegeben, in gutem Zustande und in 
Leinwand gebunden sein. Das Bulletin wird fortgesetzt, wenn 
es sich in den ersten Monaten zeigt, dass Biblotheken von ihm 
Gebrauch machen. [2720.] 



TJeTbersicht über die Menge der in Grossbritannien und 

Irland im Jahre 1885 erschienenen neuen Werke und 

neuen Auflagen älterer Werke. 

Im vorigen Jahre sind in Grossbritannien und Irland im ganzen 
733 Werke, u. zw. 525 neueu. 208 neuaufgelegte weniger erschienen, 
als im Jahre 1884. Es erschienen im ganzen (nach Publishers Oirc.) 

Theologie neue Werke 636) OArr 

B A n n . -> zusammen 847 

neue Auflagen 211) 

Philologie und Pädagogik . . neue Werke 533) ß52 

neue Auflagen 119) ' ' 

Jugendliteratur neue Werke 671} gl „ 

n eue Auflagen 142) ' ' 

Novellen, Erzählungen, Romane : neue Werke 455} ß( v- 

neue Auflagen 240) " 

Jurisprudenz neue Werke 72) -^ 

neue Auflagen 57) " 

Volkswirtschaft, Handel . . . neue Werke 210) ~-o 

neue Auflagen 43) 1? 

Künste, Wissenschaften . . . neue Werke 264) o 7 o 

neue Auflagen 109) 
Reisen, Geographie .... neue Werke 169} ^q 

neue Auflagen 70) " 

Geschichte, Biographie . . . neue Werke 375) ,g.. 

neue Auflagen 106) " 

Poesie, Drama neue Werke 118} - ß . 

neueAuflagen 46) " . 

Periodica neue Werke 337) „ a ~ 

neueAuflagen 10) " 

Medicin neue Werke 116 



neueAuflagen 7 



3 



187 



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Diebstahl in ital . Bibliothek. — Eine Handschrift verschwunden. 335 

Schöne Litteratur, Essays . . neue Werke 146) 99ft 

neue Auflagen 74S v 

Verschiedenes neue Werke 205) 9 , ft 

neue Auflagen 35$ *' 
[2721.] 

Diebstahl in italienischen Bibliotheken. 

II Bibliofilo Vol. 6. Nr. 7 schreibt, dass in der Kgl. Bibl. 
in Parma und in andern italienischen Bibl. von einem Ausländer in 
Verbindung mit einem Beamten viele alte kostbare, meist der 
Schule Mantegna's entstammende Stiche gestohlen worden. Die 
Regierung, die Provinzialverwaltungen und die Gemeinden haben 
sich noch nicht darüber schlüssig machen können, die vom 
Bibliofilo s. Z. vorgeschlagenen Massregeln zur Verhinderung der 
Diebstähle zu ergreifen, und es bleibt gar nichts übrig, als die- 
jenigen in Anklagestand zu versetzen, deren heilige Pflicht es 
gewesen wäre über die Schätze zu wachen. Nach dem Zentralbl. 
f. Bibl.-W. wären 5000 Bände daselbst gestohlen worden, der 
BibL-Secr. Passini soll verhaftet sein. [2722.] 



Eine Handschrift des Vatikanischen Archivs rer- 
schwunden. 

In Polybiblion. Partie litt. Ser. 2 T. 21. Livr. 5. befindet 
sich folgende, P. Pierling unterzeichnete, Notiz. Die betreffende 
Handschrift ist von hohem Werte für die russische Geschichte, 
befand sich im J. 1849 im Museo Borbonico zu Neapel, ist aber 
seitdem verschwunden, und weder im J. 1881 noch 1882 auf- 
zufinden gewesen. Ueber ihren Inhalt gibt ein aus Neapel vom 
11. September 1849 datierter Brief Giovanni Rossi's, des da- 
maligen Direktors des Museo Borbonico Auskunft, enthalten im 
Volumen 9530 des Vatikanischen Archivs. Die fehlende Hand- 
schrift trug im Museo Borbonico die Nummer 286, war in Per- 
gament gebunden, und hatte folgende lateinische Aufschrift: 
„Varia spectantia ad Moschoviam et Moschovitas collecta anno 
1710." Polybiblion gibt den Inhalt der Hs. ausführlich in fran- 
zösischer Uebersetzung : Memoires de la Soc. eduenne. Nouv. Ser. 
10. *o/ 4 . N. Ser. T. II. 9 /io 83. 

Eine interessante wissenschaftliche Entdeckung bespricht das 
„Zentralblatt für Bibliothek wesen". Es war bisher bekannt, dass 
deutsche Bibeln schon vor Luthers Uebersetzung eine grosse 
Verbreitung in Deutschland gefunden haben und dass seit Er- 
findung der Buchdruckerkunst bis zum Jahre 1518 nicht weniger 
als 18 Ausgaben im Druck erschienen sind. Man wusste auch, 
dass diese älteren deutschen Bibeln sämtlich den gleichen Text 
bieten und offenbar von demselben Uebersetzer herrühren, sowie 



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336 Litteratur. 

dass ebendieselben von hervorragenden Kirchenfürsten des Reichs 
(zuletzt im Jahre 1486) verboten worden waren. Jetzt* hat es 
sich als unzweifelhaft herausgestellt, dass wir in dieser „deutschen 
Vulgata" die lange gesuchte Bibel der Waldenser vor uns haben. 
Es ist dies eine Entdeckung von grosser Tragweite, denn sie 
beweist nicht nur, dass die Waldenser die ersten gewesen sind, 
welche dem deutschen Volke die Bibel in die Hand gegeben 
haben, sondern auch, dass eben diese alt evangelischen Gemein- 
den schon vor der Reformationszeit einen ganz überraschend 
grossen geistigen Einfluss ausgeübt haben. Daraufhin werden 
ganze Partieen der Kirchengeschichte eine Umarbeitung erfahren 
müssen. Näheres darüber findet sich in der kleinen Schrift v. H. 
Haupt: „Die deutsche Bibelübersetzung der mittelalterlichen 
Waldenser", die in Würzburg erschienen ist, in welcher die von 
Ludwig Keller in seinem Buche „Die Reformation und die älteren 
Reformationsparteien" niedergelegte Entdeckung dieser Thatsache 
weiter ausgeführt ist. [2723.] 



Litteratur. 



Aarslberetninger og Meddelelser fra det Store Kgl. 

Bibliothek. Udgivne af Chr. Brunn. Bd. 3. H. 11. 

Kjöbenhavn, Gyldendal. 1885. S. CCXXXIX— CCXCVII. & 

241—256. 8°. 
Jedem Hefte dieser Publikation kann man mit Spannung und 
Vergnügen entgegensehen. Dies hier enthält ausser dem Rechen- 
schaftsbericht über das Finanzjahr 1884 — 1885 ein Verzeichnis 
der ausländischen gelehrten und litterarischen in der Kgl. Biblio- 
thek zu Kopenhagen vorhandenen Gesellschafts-Schriften und Zeit- 
schriften (abgeschlossen am 31. Oktober 1885) und die Fortsetzung 
des Verzeichnisses der illuminierten Handschriften in jener Biblio- 
thek. Aus dem Rechenschaftsbericht ist besonders hervorzuheben 
die ausführliche Schilderung des am 3. — 4. Oktober stattgehabten 
Christiansborger Schlossbrandes. Die Kopenhagener Bibliothek 
zerfällt, wie wohl bekannt, in 1) eine dänische Abteilung, 2) eine 
solche für die ausländische Litteratur, 3) die Handschriftensamm- 
lung, 4) die Musikabteilung. In die 1. sind im Verwaltungsjahre 
1884 — 85 aufgenommen worden: 243 Zeitschriften, 2804 Bücher, 
davon 178 Uebersetzungen und 891 Broschüren. In die 2. Ab- 
teilung gelangten im ganzen 1482 Werkej davon 607 Fortsetzun- 
gen, in 2069 Bänden. Die 3. und 4. Abteilung sind begreif- 
licherweise am schwächsten vermehrt worden, jene u. a. durch 
den Nachlass Svend Grundtvigs, enthaltend seine Sammlungen 
alter dänischer Volksweisen, Abenteuer und Volkssagen, diese u. a. 



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Litteratur. 337 

durch Purcells Werke , Franz Schuberts Werke in der Breit- 
kopf & Härteischen Ausgabe. — 

Verliehen wurden im Vorjahre 9903 Bände, 163 neue Leser 
haben Bürgschaften beigebracht, 3837 Personen haben vom 
1. April bis 3. Oktober 1885 6014 Forderungen gestellt und es 
sind in dem angegebenen Zeitraum 10613 Bände in den Lesesaal 
gegeben worden. [2724.] 

Adressbuch für den Buch-, Kunst-, Musikalienliandel 

und verwandte Geschäftszweige der österr. - ungar, Monarchie 

mit einem Anhange: Oesterr.-ungarisches Zeitungs-Adressbuch. 

Herausgegeben von Moritz Pereis. 1885. Jahrgang 20. Wien, 

M. Perles. o. J. 224 S. 8°. 
Ueber die Brauchbarkeit dieses bequemen Handbuches etwas 
zu sagen, ist überflüssig, da es 20 Jahrgänge erlebt hat, und 
voraussichtlich noch viele erleben wird. Nur für diejenigen, denen 
es ganz unbekannt ist, möge hier der Inhalt folgen. Es enthält: 
Statistische Uebersicht ; Nachträge und Veränderungen ; Verzeichnis 
der Wiener Firmen; Verzeichnis sämtlicher Buch-, Antiquar-, 
Musikalien-, Kunst-, Landkarten-, Schreibmaterialien-Handlungen 
und Leihbibliotheken ; Verzeichnis derjenigen . . . Handlungen, die 
auf den Österreich. Kommissionsplätzen Wien-Budapest-Prag keinen 
Vertreter haben ; Uebersicht der Besitzer , Associes , Geschäfts- 
führer etc., welche mit ihren Geschäftsfirmen nicht (alphabetisch) 
gleichlautende Namen führen; Vertretung des ausseröster. Buch- 
handels in Wien; Buchdruckereien, Kolportage-Handlungen, Eisen- 
bahn-Buchhandlungen, Leihbibliotheken,« Lithographische Anstalten, 
Papierfabriken, Schriftgiessereien und gtereotypeure , Xylographi- 
sche Anstalten, Vereine, Gremien, Korporationen, Bestellanstalt, 
Gehilfen- Vereine, Börsenverein der deutschen Buchhändler, Unter- 
stützungsverein deutscher Buchhändler und Buchhandlungsgehilfen 
in Berlin, Allgemeiner Buchhan dlungs- Gehilfen- Verband , Allge- 
meiner freier Verleger- Verein, Die Abrechnung, Uebereinkommen 
der Staatsbahn, beziehungsweise der Speditionsfirma Th. Bindtner 
in Wien mit der Wiener Buchhändler- Korporation, Gebühren- 
tabelle für den Expressdienst Leipzig -Wien von Th. Bindtner, 
Uebereinkommen von Th. Bindtner in Wien mit den Stuttgarter 
Verlagshandlungen, Verzeichnis der Firmen, welche im Post- 
sparkassa-Amte Chek- Konto besitzen, Verzeichnis der Telephon- 
Abonnenten, Kommissionäre in Budapest, Prag, Wien; Oester- 
reichische Buchhändler- Geographie, Alphabetisches Verzeichnis der 
in der Buchhändler-Geographie genannten Städte. Das Zeitungs- 
Adressbuch enthält die Titel der wichtigsten Zeitungen nach 
Sprachen, und innerhalb derselben, alphabetisch geordnet mit An- 
gabe der Höhe der Auflage, des Gründungsjahres, des Eigen- 
tümers, Herausgebers, der Art des Erscheinens, des Abonnements- 

22 



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ooö Litter atur. 

preises. Ein Verzeichnis derselben Zeitungen nach Städten ge- 
ordnet mccht den Schluss. Das Adressbuch verzeichnet im Ganzen 
1304 Firmen in 404 Städten, davon Buchhandlungen 1135. 
Böhmen hat 263 in 105 Orten, davon 80 in Prag, Oesterreich 
u. d. Enns 296 an 18 Orten, davon 269 in Wien, Ungarn 301 
an 120 Orten, davon 64 in Budapest etc. etc. [2725.] 

Beiträge zur Landeskunde Bayerns. Zusammengestellt von 

der Subkommission lür wissenschaftliche Landeskunde Bayerns 
der Geographischen Gesellschaft in München. Zweite Folge. 
München, Th. Ackermann, 1885. VI, 80 SS. 8°. 
Schon wieder liegt ein Heft der durch die Zentral -Kom- 
mission für wissenschaftliche Landeskunde in Deutschland hervor- 
gerufenen landeskundlichen Bibliographien vor. Es ist hier nicht 
nötig, nochmals auf die denselben im Allgemeinen gemachten Vor- 
würfe einzugehen, sie sind viel besprochen worden, und auch 
der Anzeiger hat die Ermann'schen Tadel wiedergegeben. Das 
jetzt vorliegende Heft enthält nach dem „Rohnieder" unter- 
zeichneten Vorworte die Litteraturnachweise über die Moore Bayerns. 
Blättert man weiter, so heisst die Ueberschrift : .,I)ie Litteratur 
über die südbayerischen Moore", bearbeitet von Christian Gruber, 
also nicht ganz Bayern, sondern nur Südbayern wird behandelt, 
und sieht man sich das Verzeichnis selbst an , so findet man : 
I. „Schriften und Abhandlungen über die Moore und Heiden 
Bayerns", (also nun wieder nicht Südbayerns), und II. „Allge- 
meine Schriften über Moore, Moorkultur und Torfindustrie". Inner- 
halb dieser beiden Unterabteilungen sind die Titel alphabetisch ge- 
ordnet, erstere 118, letztere^ 3 Nummern stark. Ganze Zeitschriften 
sind unter ihrem Titel verzeichnet, einzelne Aufsätze daraus unter 
den Namen ihrer Verfasser. Die letzteren sind nur zu grösserer 
Bequemlichkeit hier mit angegeben, denn eigentlich gehören sie 
nicht her. Dem Literaturverzeichnis schliesst sich ein Aufsatz 
desselben Chr. Grubers an über „Die Heidelandschaft um München 
und ihre Entstehung". — Eine weit umfangreichere Arbeit ist 
das Litteraturverzeichnis der Bevölkerungsstatistik, bearbeitet von 
Franz Probst, oder wie es dann weiter heisst: „Die Bewohner 
Bayerns nach Zahl, Geschlecht und Konfessionen, Bewegung der 
Bevölkerung, Beschäftigung und Wohnplätzen. Ueb ersieht einer 
Anzahl von Schriften hierüber aus der älteren und neueren Zeit." 
Der Verfasser dieser Arbeit ist sich wohl bewusst, dass er nicht 
Vollständigkeit zu bieten im stände war, weil dienstliche Aufgaben 
ihn hinderten, sich mehr mit dem Sammeln der Litteratur zu beschäf- 
tigen. Da er sich aher seit langer Zeit mit dem Gegenstand be- 
schäftigt, und ohne reine Kartenwerke aufzunehmen ca. 700 Nummern 
zusammengebracht hat, so wird seine Arbeit hoffentlich allseitig 
dankbar und mit Zufriedenheit angenommen werden, umsomehr, 



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Litteratur. 339 

als die Anordnung der Titel und ihre Verzeichnung kaum zu wünschen 
übrig lassen. Nur darf man wohl fragen: warum in aller Welt 
sind die Formate der Bücher nicht angegeben? Man will sich doch 
beim Benutzen einer Bibliographie von der Grösse der Bücher eine 
Vorstellung machen, aber nicht erst sich irgendwo ein Bücherlexikon 
zu verschaffen suchen, um in demselben Format und Seitenzahl 
aufzuschlagen? Das Litteraturverzeichnis ist in folgender Weise 
eingeteilt : 

I. Werke, die grössere Ländergebiete umfassen, aber die 
bayerischen Verhältnisse dabei eingehend behandeln. (No. 1 — 34.) 

II. Werke, die sich nur oder doch vorzugsweise mit Bayern 
oder einzelnen Teilen dieses 'Landes beschäftigen, und zwar: 

A. mit dem ganzen bayerischen Gebiete älteren oder neueren 
Bestandes, und 

B. mit einzelnen grösseren oder kleineren Teilen dieses Ge- 
bietes. Die Abteilung A ist ferner sachlich geschieden in Werke 
und Schriften für 

1. Statistik im allgemeinen und in Verbindung mit Volks- 
und Landes-, Gesetzes- und Verwaltungs-Kunde, 

2. Statistik der Landwirtschaft, des Gewerbes und Handels, 

3. medizinische, bez. sanitäre Statistik, 

4. Aufschlüsse über besondere Berufsklassen (Adel, Militär, 
Klerus, Schule, Klöster etc.) Innerhalb jeder solchen Gruppe sind 
die Schriften nach der Reihenfolge ihres Erscheinens verzeichnet. 

Die Abteilung B. bringt die Nachweise 

1. für ganze Regierungsbezirke älterer oder neuerer Ordnung, 

2. für grössere und kleinere andere Teile des Landes und zwar 

a) für Altbayern mit Schwaben und Oberpfalz, 

b) für Franken, 

c) für das linksrheinische Gebiet, — bei a) u. b) wieder ge- 
sondert für a) weltliches, b) geistliches bezw. kirchliches Gebiet. 

3. für einzelne Städte oder sonstige Wohnplätze, und zwar 
• a) für München, 

b) für die übrigen Städte und sonstigen Wohnsitze in deren 
alphabetischer Reibenfolge, gleichfalls wie in Abteilung A. inner- 
halb der einzelnen Unterabteilungen nach der Reihenfolge des 
Erscheinens der einzelnen Schriften. — Ausser den numerierten 
Schriften werden noch zahlreiche Adressbücher, Amtsblätter, und 
andere Vereins- wie Gemeindeorgane an ihren Stellen angeführt. 
Spätere Bearbeiter desselben Themas werden natürlich diese Citate 
weiter verfolgen und den Stoff noch mehr gliedern müssen. 

[2726.] 



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340 Litteratur. 

Bidermann, H. J. Die Nationalitäten in Tyrol. (Stutt- 
gart, J. Engelhorn, 1886.) Auch u. d. T.: Forschungen 
znr deutschen Landes- und Volkskunde. 

Bd.. 1, Heft 7 enthält eine 96 Nummern starke Aufzählung 
der Schriften resp. Journal-Artikel über die Nationalitäten in 
Tirol. Das Verzeichnis macht, wie der Verfasser sagt, nicht auf 
erschöpfende Vollständigkeit Anspruch, umfasst jedoch so ziemlich 
alles, was an einschlägigen Arbeiten bisher gedruckt wurde, mit 
Ausnahme derjenigen, welche bloss auf Förderung der Sprachen- 
und Altertumskunde berechnet sind. [2727.] 

Boehmer, Gr. H., Bihliography of the Volcanves, Earth- 
quakes, and Greysers of Iceland. 

Der in Washington beim internationalen Bücheraustausch der 
Smithsonian Institution als Beamter angestellte Verfasser hat in 
dem Smithsonian-Report for 1885 eine verkürzte UebersetzuDg 
einer Schrift von Th. Thoroddsen über Islands vulkanische Er- 
scheinungen in historischen Zeiten veröffentlicht, der er eine Neu- 
bearbeitung der von Thoroddsen über denselben Gegenstand ge- 
gebenen etwas unvollständigen Bibliographie beifügte. Er brachte 
die Titel von 1) 58 Handschriften, 2) 489 Büchern, 3) 196 
Journal- Artikeln und 4) 23 Karten und Plänen zusammen. Bei 
näherer Betrachtung zeigt sich freilich, dass die Journal-Artikel 
meistens schon unter den Büchern mit aufgeführt sind, wobei die 
Stichworte andere werden mussten. [2728.] 

Inseraten-VersendungS-Liste. Verzeichnis der im Deutschen 
Reich, in Oesterreich-Ungarn und in der Schweiz erscheinen- 
den d* utschn Zeitschriften wissenschaftlichen und unterhalten- 
den Inhalts, welche Inserate aufnehmen. Nach den Wissen- 
schaften geordnet. Mit Angabe der Redakteure, der Verleger, 
der Journal-Preise etc. etc. Nach den sichersten Quellen be- 
arbeitet von C. A. Haendel. Jahrg. 27. 1885/86. Leipzig, 
C. A. Haendel. 40 S. Gr. Lex. 8°. 
Die Bibliographie der Periodica liegt recht sehr im Argen. 
Der Eine macht ein alphabetisches Verzeichnis, gibt aber kein 
systematisches bei, der Andere macht ein systematisches Ver- 
zeichnis, gibt aber kein alphabetisches bei, der Dritte ordnet die 
Titel nach den Druckorten, und gibt weder ein systematisches 
noch alphabetisches Verzeichnis bei, u. s. f. Haendel begnügt 
sich damit, die Titel einiger deutschen Zeitschriften nur syste- 
matisch zu ordnen, auf Vollständigkeit konnte er seiner lang- 
jährigen Erfahrung nach gar nicht rechnen. Im ganzen sind etwa 
1500 Zeitschriften verzeichnet, für die Bibliographie hat aber ein 
solches Verzeichnis aus dem Grunde wenig Wert, weil aus den 
vielen Zeitschriften nur die herausgegriffen sind, welche Inserate 
aufnehmen. [2729.] 



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Litteratnr, 341 

Katalog sämtlicher Pfarr- und Kirchenbibliotheken der 

derzeitigen EpllOrie Leisnig. Herausgegeben auf Beschluss 
der Ephoralkonferenz. Leisnig, Buchdr. von H. Ulrich. 1886. 
35 SS. 8°. 

Der Herausgeber dieser Zusammenstellung, Herr Pastor SchÖpff 
in Gersdorf bei Leisnig, wird mit ihr seinen Amtsbrüdern und 
andern Bücherfreunden sicher grosse Freude bereitet haben, jeden- 
falls hat er sich ein bleibendes Verdienst erworben und es wäre 
sehr zu wünschen, dass endlich die sämtlichen Ephorien Sachsens 
mit verhältnismässig geringen Druckkosten sich zur Herstellung 
solcher Verzeichnisse emporschwängen und auf diese Weise es 
möglich würde, einen Gesamtkatalog der sächsischen Kirchen- 
bibliothek herzustellen — wenn anders nicht höheren Ortes etwa 
befohlen werden sollte, Inventare zum Zusammenarbeiten derselben 
einzureichen. Weggelassen bei dem obengenannten Katalog ist 
alles, was vorschriftmässig in jeder sächsischen Pfarrbibliothek zu 
finden sein muss. Um Raum und Geld zu sparen , hat der 
Herausgeber die wiederholt vorkommenden Bücher nur mit den 
Ziffern ihres zuerst genannten Standortes bemerkt, zu welchem 
Zwecke die 38 Bibliotheken alphabetisch nach den Ortsnamen ge- 
stellt und mit lateinischen Zahlen, die Bücher aber nach den 
Verfassernamen und mit arabischen Zahlen verzeichnet sind. Von 
systematischer Anordnung konnte nur bei der grösseren Döbelner 
Bibliothek Gebrauch gemacht werden, denn die Zahl der bei den 
einzelnen Orten aufgeführten Werke schwankt zwischen 1 und ca. 
400. Wer Kirchenbibliotheken kennen gelernt hat, wird bestä- 
tigen, dass stellenweise in ihnen recht gute Sachen vergraben 
stecken, — nur auf solche Weise kommen sie ans Licht. Im 
ganzen sind 779 Nummern verzeichnet, darunter manche mehr- 
fach. Die Angaben sind grösstenteils genau, doch fehlt auch hin 
und wieder eine Format- oder Jahrbezeichnung. Der Wert der 
ganzen Arbeit kann dadurch nicht beeinträchtigt werden. Die 
Leisniger Bibliothek besitzt auch 32 Urkunden, deren Inhalt 
registriert ist. Alte Kirchenmusikalien sucht man leider bis auf 
eine Ausnahme vergebens. [2430.] 

F. W. E. Roth, Geschichte und Beschreibung der königl. 

LandesMbliothek in Wiesbaden. Nebst einer Geschichte 
der Klosterbibliotheken Nassaus. Frankfurt a. M., Reitz und 
Köhler. 1886. 31 SS. 8». 
Der Verfasser ist nicht Beamter der Wiesbadener Bibliothek, 
sonst würde er vielleicht manches mit Stillschweigen übergangen 
haben, resp. haben übergehen müssen, was wir da zu lesen be- 
kommen. Als in den letzten Jahren durch die europäischen Zei- 
tungen Nachrichten über Misswirtschaft und Unverstand in italie- 
nischen Bibliothekverwaltungen liefen, als es hiess, da würden 



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342 Litteratur. 

Kostbarkeiten aller Art an Fremde verkauft und drgl., da sagte 
man sich in Deutschland: Gott sei Dank, so etwas kommt bei 
uns nicht vor! Nun, wenn man den Worten des Herrn Koth 
glauben darf, so ist allerdings in Missachtung und Misshandlung 
der Bücherbestände in Wiesbaden bis in die sechziger Jahre dieses 
Jahrhunderts das Menschenmöglichste geleistet worden, und das 
Schriftchen ist ein weiterer kleiner Beitrag zur Chronique scanda- 
leuse. Nichtsdestoweniger ist es interessant, die Schicksale dieser 
an Kostbarkeiten reichen Sammlung zu erfahren. Die Errichtung 
der Landesbibliothek erfolgte erst in diesem Jahrhundert, und 
zwar durch die im Jahre 1813 bewirkte Vereinigung der alten 
Regierungsbibliothek — Bibliotheca regiminalis ! — und der fürstl. 
Nassauischen Handbibliothek. Obwohl die neue Bibliothek haupt- 
sächlich für die Beamten bestimmt ward, wurde sie doch schon 
damals täglich fünf Stunden geöffnet. Gratis und portofrei muss- 
ten alle Buchdrucker des Landes Freiexemplare ihrer Drucke an 
die Bibliothek abgeben, und dieser Gebrauch besteht noch, ebenso 
liefern die Behörden Exemplare ihrer Veröffentlichungen ab. Von 
1802 — 1812 wurden die Nassauer Klöster aufgehoben und ihre 
Bibliotheken wanderten, wenn das nötige Geld zum Transport da 
war, nach Wiesbaden. Doubletten, angebliche, wurden, um Platz 
und Geld zu gewinnen, verschleudert. Es kamen nach und nach 
Bücher aus Eberbach, Sayn, Romersdorf und Limburg, aus 
Hachenburg, Herborn, Arnstein, Schönau, Hadamar, Marienstatt, 
Gronau, Johannisberg, Limburg, Deutz, Coblenz im Thal, Linz 
und Nothgottes, Montabaur, Höchst und Beselich. Viele Hand- 
schriften, Inkunabeln und alte Drucke der Wiesbadener Bibliothek 
stammen aus diesen Klosterbibliotheken. Aber ihren Wert ver- 
kennend, suchte man sich der andern Litteraturgattungen, soweit 
sie älteren Datums waren, zu entledigen, und verschenkte an 
Schulen, Behörden und Vereine Tausende von Bänden, darunter 
Miscellanbände, um deren Miscellen man sich gar nicht kümmerte, 
so dass sogar die Annahme solcher Geschenke verweigert wurde. 
Zudem verschwanden noch verschiedene Drucksachen und Hand- 
schriften, wurden ausgeliehen ohne zurückgeliefert zu werden, 
kurz es muss eine trostlose Aufsicht geführt worden sein. — 

Bis 1866 erhielt die Bibliothek etwa 6000 Gulden für Neu- % 
nschaffungen und Einbinden, jetzt sollen es 8000 Mark sein. 
— Das Personal bestand bis 1850 aus 

1 Bibliothekar mit 2400 n\, 
1 (später 2) Sekretär mit 1200 fl„ 
1 Pedell mit 600 fl. Gehalt; 
jetzt erhält der Oberbibliothekar 3000 M , 
1. Sekretär 2400 M., 



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Litter atur. 343 

2. Sekretär 1800 M., 
1 Pedell 1200 M. 
Als Bibliothekare wirkten an der Anstalt H. B. Hundes- 
hagen, von 1813 — 1817, Professor Pagenstecher nur 1818, Hof- 
rat Johannes Weitzel, der Verschleuderer der Klosterbibliotheken, 
von 1820—1837, Geh. Regierungsrat Dr. Koch von 1837 — 1850, 
Regierungsrat Dr. Seebode von 1851 — 1867, Carl Ebenau von 
1867 — 1876, endlich von da bis jetzt A. van der Linde. Was 
der letztere in den wenigen Jahren geschaffen, darf man als be- 
kannt voraussetzen, von seinen Vorgängern aber ist zu berichten, 
dass Weitzel im Jahre 1823 den Druck von Katalogen anfing, 
und Seebode den Zettelkatalog der Bibliothek anlegte, der sogar 
die Aufsätze der Sammelwerke und Zeitschriften enthalten sollte. 
— Aufgestellt ist die Bibliothek seit 1856 im dritten Stockwerke 
des Museums in zwei grossen Sälen und zwölf Zimmern und mag 
etwa 250 000 Bände umfassen. Die Zahl der täglich ausgeliehenen 
Bände schwankt zwischen 20 und 50. Die Bücher sind nicht 
signiert, sondern nur alphabetisch nach Fächern und Wissen- 
schaften geordnet. Der Freund alter Drucke findet in dem 
Schriftchen Roths viele Seltenheiten erwähnt. Den Schluss machen 
längere und kürzere Notizen über die siebzehn Klosterbibliotheken. 

[2731.] 
RllSSica. Verzeichnis der in und über Russland im Jahre 1885 
erschienenen Schriften in deutscher, französischer und eng- 
lischer Sprache. II. Jahrgang. Herausgegeben von F. v. 
Szczepanski. Reval, Lindfors Erben, 1886. 31 SS. 16°. 
Der erste Jahrgang dieser kleinen, aber nützlichen Publikation 
hiess: „Rossica und Baltica" und sein Inhalt war ganz anders 
eingeteilt, wenn auch nicht praktischer. Jetzt findet man: 1) Af- 
ghanistan, Zentralasien und die indische Frage. 2) Geschichte. 
3) Geographie. 4) Schöne Litteratur und Künste. 5) Theologie. 
6) Heilwissenschaft. 7) Naturwissenschaft. 8) Staats- und Rechts- 
wissenschaft. 9) Kriegswissenschaft. 10) Handelswissenschaft. 
11) Alte und neuere Sprachen, Pädagogik und Schulbücher. 12) 
Sammelwerke, Kalender, Zeitschriften und Antiquaritätskataloge 
und Baltica nur bei „Geschichte" und „Schöne Litteratur und 
Künste." Wenn auch die Welt die Baltica den Russicis opfern 
muss, so hat der kleine Katalog an Uebersichtlichkeit dafür ge- 
wonnen. [2732.] 

Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main. — Bibliotheks- 
Ordnung TOm 1. NOYember 1885. Frankfurt am Main. 
Druck von Gebr. Knauer. O. J. 7 SS. 8°. 
Diese Bibliothek-Ordnung- ist aus verschiedenen Gründen als 
interessant zu bezeichnen. Erstens ist sie das erste Lebenszeichen 
und bibliothekarische Glaubensbekenntnis eines neuen Stadtbiblio- 



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3 44 Litteratur. 

thekars, und zweitens bricht sie in einzelnen Stücken mit alten 
Traditionen. Nach §. 1 ist die Bibliothek an 4 Tagen je 5, und 
an 2 je 4 Stunden dem Publikum geöffnet, für litterarische An- 
fragen, deren Beantwortung bekanntlich vielen Bibliothekaren ein 
gutes Stück Zeit kostet, ist eine besondere Sprechstunde ange- 
setzt. In anderen Städten von derselben Grosse wie Frankfurt 
fallt es gar niemand ein, die Bibliothek 5 Stunden zu öffnen. 
Nach §. 2 — 4 ist, wie anderwärts, die Benutzung der Bibliothek 
an Beibringung einer Bürgschaft gebunden, die aber unter Um- 
ständen erlassen werden kann. An andere Bibliotheken wird 
natürlich auch geschickt, und es wird ihnen überlassen, wenn sie 
die Bürgschaft übernehmen, die Frankfurter Bücher auszuleihen. 
Die §§. 5 und 6 bestimmen, dass Belletristik nur zu wissenschaft- 
lichen Zwecken, seltene oder kostbare Werke, Wiegendrucke und 
Handschriften etc. von der regelmässigen Verleihung ausgeschlossen 
sind. §. 7 setzt Vorausbestellung aller, sei es fürs Lesezimmer, 
sei es zum Entleihen gewünschten Werke fest. Zu der Voraus- 
bestellung sind entweder Bestellformulare oder ausgefüllte Quit- 
tungsformulare zu verwenden. Wie sonderbar! An anderen Biblio- 
theken werden die Benutzer nicht bedient, wenn sie ein ausge- 
fülltes Quittungsformular zur Bestellung benutzen, aber in Frankfurt 
geht's doch ex officio auf diese Weise! Aus §. 8 ersehen wir, 
dass nicht nur an dem Bibliothekgebäude selbst, sondern noch 
am Eschenheimer Turm, im Wartehäuschen der Trambahn an der 
Konstablerwache und im Uhrtürmchen am Bockenheimer Thor sich 
Bestellkästen befinden. Anderwärts kann man sich zu solcher 
Koulanz gegen das Publikum nicht herablassen, weil man sonst 
dem Dienerpersonale natürlich zumuten müsste, die Bestellkästen 
zu leeren. Aber es kommt noch besser! Nach §. 9 werden gegen 
eine jedesmalige Vergütung von 20 Pfennigen die nach Hause 
gewünschten Bücher nachmittags durch einen Bibliothekdiener in 
die Wohnung der Besteller gebracht, und wenn der Diener gleich 
Bücher mit abholen kann, so sind 30 Pfennige zu bezahlen. Das 
ist ja ganz amerikanisch! Anderwärts kommt es vor, dass sich 
die Bibliothekdiener ganz eigenmächtig und beliebig für Wege 
zur Post bezahlen lassen, und zwar zum Teil unerhörte Preise. 
§. 10 warnt vor Beschädigung der Büpher durch liederliches 
Brechen der Kupfertafeln, Anbringung von Strichen u. dgl. §.11 
enthält die allgemeinen Bestimmungen darüber, wie sich die Be- 
nutzer zu den entliehenen Büchern zu verhalten haben, §.12 
setzt eine jährlich wiederkehrende Revision und Einlieferung der 
Bücher fest, §§. 13 und 14 ordnen das Mahnwesen. [2733.] 

Verzeichnis ron Abhandlungen und Notizen zur Ge- 
schichte Frankfurts aus Zeitschriften und Sammel- 
werken, Zusammengestellt von H. Grotefend, Stadtarchivar. 



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Litteratur. 345 

Frankfurt a. M. 1885, K. Th. Voelckers Verlag. VIII, 95 S. 
8°. 
Der Verfasser, seit bald 1 Jahren mit der Geschichte Frank- 
furts beschäftigt, empfand den Mangel eines brauchbaren Litera- 
turnachweises über die zerstreuten Aufsätze so sehr, dass er sich 
ein Verzeichnis derselben anlegte. Dasselbe wuchs nun allmählich 
so sehr an, dass er es für seine Pflicht hielt, es auch andern 
Leuten zukommen zu lassen, und so Hess er es denn drucken, wofür 
ihm jedenfalls die andern Leute sehr zu Danke verpflichtet sein 
werden — möchten andere Männer in ähnlichen Stellungen wie 
Grotefend sich gleichfalls für verpflichtet halten, solche nützliche 
Hilfsmittel zu seh aßen. — 

Im ganzen mögen etwas über 2000 Aufsätze in dem Verzeich- 
nis angeführt sein, und zwar in folgender Reihenfolge: 

Litteratur (1 Seite), Quellen und Quellenkritik, Zeittafeln 
(2 S.), Urzeit und Mittelalter (2 l k S.), das Jahrhundert der Refor- 
mation (2 S.), Neuere Geschichte (6 S.), Topographie und Bau- 
geschichte, Pläne und Ansichten (1 l k S.), Stadtbefestigung, Thore, 
Häuser, Strassen und Plätze (4 S.), Kirchen und Klöster, Fried- 
höfe (4 S.), Rechts- und Verfassungsgeschichte (4 S.), Kaiserwahl 
und Krönung (1 S.), Bevölkerungsstand ( 1 'i2 S.), Ministerialen und 
Patrizier (4 S.), Zunftwesen (1 S.), Handel und Verkehr (1 S.), 
Buchdruck, Buchhandel, Zeitungen (2 S.), Münzwesen (2 S.), Schrift, 
Sprache, Namen (1 S.) , Wappen und Siegel (1 S.) , Kultur- 
geschichte (1 S.), Sitten und Gebräuche (2 S.), Verbrechen und Stra- 
fen (1 S.), Kirchliches Leben (1^2 S.), Juden (3 S.), Armenwesen 
und Mildthätigkeit (1 S.), Medizinalwesen, Naturwissenschaften 
(2 S.), Schulwesen (1 S.), Bibliotheken (1 S.), Gelehrtengeschichte 
(8 S.), Goethe (4 S.), Bildende Kunst und Künstler (4 S.), Theater, 
Musik (1 S.), Schützenwesen, Militaria, Turnwesen, Vereine (2 S.), 
Feuersbrünste, Naturereignisse (1 S.), Wein- und Landbau, Wald 
(1 S.), Gebiet, Nähere Umgegend (1 S.), Taunuslandschaft (2 S.), 
Wetterau Odenwald, Rheinlande etc. (1 S.). — Ein 12 Seiten 
langes alphabetisches Namen- und Sachregister mit etwa 600 
Stichworten — leider nicht auch Verfasserregister — bildet den 
Schluss. [2734.] 

T ollständiges Inhalts -Verzeichnis zu Westermanns Illu- 
strierten Deutschen Monatsheften. Enthaltend: Autoren- 
register, Sachregister und Illustrationenverzeichnis des ersten 
bis fünfzigsten Bandes. Braunschweig, G. Westermann, 1885. 
154 S. Gr. 8°. 
Wenn ein Verleger zu 50 Bänden einer in seinem Verlage 
erscheinenden Zeitschrift ein Register erscheinen lässt, so weiss 
er genau, dass sich darüber nur einige Bibliographen, Bibliothe- 
kare und die Wenigen freuen, welche im Besitze einer grösseren 



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346 Litteratur. 

Anzahl von Bänden seiner Zeitschrift sind, er verzichtet im vor- 
aus auf jeden Geldgewinn, ja, er kann eigentlich bestimmt an- 
nehmen, dass er Geld zusetzt. Um so mehr verdient die Firma 
George Westermann öffentliche Anerkennung dafür, dass sie ein 
so vorzüglich ausgestattetes und eingerichtetes Gesamtregister 
vom Stapel gelassen hat. Erst dadurch erfährt man, welche 
Menge hochangesehener Mitarbeiter an den Monatsheften beteiligt 
sind. Und wie wertvoll ist für Bibliothekare ein solches alpha- 
betisches Sachregister, wie das hier gebotene. Mochte dieses 
Beispiel recht bald Nachahmer finden! [2735.] 

Fortsetzungen. 

Amezaga,C. de, Viaggio di circumnavigazione sulla Caracciolo. 
Vol. 2. Roma, Forzani & Co. 1885. 8°. (10 L.) 

Archives historiques de la Gascogne. Fase. 9. Paris, 
Champion. 8°. (6 Fr.) 

Archives historiques de la Saintonge et de TAunis. XII. 
Saintes, libr. Mme Mortreuil; Paris, Picard. 448 S. 8°. (15 Fr.) 

Ar chives parlementaires de 1787 ä 1860, recueil compl^t 
des debats legyslatifs et politiques des Chambres frangaises. Serie 
1. T. 61. 62. Paris, P. Dupont, 674 & 809 SS. 8°. (ä 20 Fr.) 

Ariosto, L., Orlando Furioso ill. da G. Dore. Disp. 40 — 41. 
Milano, fr. Treves. 1885. 8°. (ä 0,50 L.) 

Aubert, F., Le littoral de la France. Partie 3. Paris, V. 
Palme. 4°. 

Aucor, L., Conferences sur l'administration et le droit ad- 
ministratif faites a l'ficole des ponts et chaussees. 3 e edit. revue 
et augm. T. 2. Paris, Vve Dunod. 871 S. 8°. 

Autor es dramaticos contemporancos, y joyas del teatro es- 
pafiol del siglo XIX T. 2. (Schluss.) Madrid, M. Murillo. Fol. 
(200 R. in Spanien, sonst 210.) 

Bai Hon, H., Dictionnaire de botanique. Fase. 19. Paris, 
Hachette & Co. 4°. 

Balaguer, V., Obras. T. 9—10. Madrid, Murillo. 4°. (40 R. 
in Spanien, sonst 44.) 

Barral, A., Dictionnaire d'agriculture. Fase. 4. Paris, Ha- 
chette & Co. 8°. 

Barros Arana,D., Historia general de Chile. T. 5. Madrid, 
M. Murillo. 4°. (60 R. in Spanien, sonst 64.) 

Bertolini, F., Storia d'Italia illustrata da L. Pogliaghi. 
Disp. 56-57. Milano, fr. Treves. 1885. 8°. (ä 0,50 L.) 

Bianchi, G., Älla terra dei Galla. Nuova ediz. Disp. 26—27. 
Milano, fr. Treves. 1885. 8°. (0,50 L.) 

Biblioteca judicial. Vol. 21. 22. Madrid, P. Nunez. 8°. 
(ä 12 R. in Spanien, sonst 14.) 



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Litteratur. 347 

Bonfils, H., Traite elementaire d'organisation judiciaire de 
competence et de procedure en matiere civile et commerciale. Fase. 
2—3 (fin.). Paris, Rousseau. 8°. (Fase. 1 — 3. 12,50 Fr.) 

Bossuet, J. B., Discours sur Phistoire universelle. Publie 
. . . par A. Gaste. T. 2. Paris, libr. des bibliophiles. 1885. 348 SS. 
16°. (3 Fr.) 

Bouinais, A., et A. Paulus, L'Indo-Chine fraccaise con- 
temporaine. Cochinchine. 2e edit. revue et augm. T. 2. Paris, 
Challamel aine. 847 SS. 8°. (15 Fr.) 

Bourneville et P. Regnard, Iconographie photographique 
de la Salpetriere. T. 3. Paris, A. Delahaye & E. Lecrosnier. 1885. 
(30 Fr.) 

Breymann, G. A., Trattato di costruzioni civili. Vol. 2. 
f. 35 — 36., Vol. 3. f. 33 — 34., Vol. 4 f. 12—15. Milano,F. Vallardi. 
1885. 4°. (ä 2 L.) 

Buisson, F., Dictionnaire de pedagogie. Livr. 153 — 159. 
Paris, Hachette & Co. 8°. 

Cononge, F., Historia militar contemporanea. 1854 — 1871, 
trad. por J. Prats y Jimeno. T. 2. Madrid, D. Pacheco. 1885. 8°. 
(12. R. in Spanien, sonst 14.) 

Chartularies of St. Mary's Abbey, Dublin. Ed. by J. J. Gil- 
bert. Vol. 2. London, H. M.Stationery Office. 1886. GL VI— 522 SS. 
Roy. 8°. (10 Sh.) 

Cb a t e 1 ain , E., Paleographie des classiques latins. Livr. 2 — 3. 
Paris, Hachette & Co. Fol. 

Chronique du Mont Saint-Michel (1343 — 1468) publiee 
... par S. Luce. T. 2. Paris, Firmin-Didot & Co. 354 SS. 8°. 
(12 Fr.) 

Coleccion de escritores castellanos. T. 25, 37 — 39. Madrid, 
M. Murillo. 8°. (25: 16 R. in Spanien, sonst 18; 37: 20 R. resp. 
22; 38—39: ä 16 resp. 18 R.) 

Corpus inscriptionum semiticarum ab Academia inscriptionum 
et litterarum humaniorum conditum atque digestum. Pars 1., t. 1., 
f. 3. Paris, Klincksieck. Fol. 

Corpus juris civilis nella sua miglior lezione . . . Digesto. 
Libro 14. f. 21. Roma, E. Periuo. 1885. 8°. (ä 0,50 L.) 

Dalloz, E., C. Verge et L. Bresillon, Jurisprudence generale. 
Livr. 2. Paris, Bureau de la Jurisprudence generale. 4°* 

Daux , C, Histoire de l'eglise Montauban depuis les premiers 
temps jusqu'ä nos jours. T. 2. No. 9. (Fin de l'ouvrage.) Paris, 
Bray et Retaux. 128 SS. 8°. (2 Fr.) 

Delpech, H., La tactique au 13e siecle. T. 2. Montpellier, 
impr. Grollier et fils. 391 SS. 8°. 

Derrecagaix, V., La guerre moderne. Partie 2. Paris, 
L. Baudoin & Co. 1885. 8°. Mit Atlas. (10 Fr.) 



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348 Litteratur. 

Deschamps, E., Oeuvres completes. Publiees . . . parle Mis 
de Queux de Saint-Hilaire. T. 4. Paris, Firmin-Didot & Co. 386 SS. 
8°. (12 Fr.) 

Dictionaire encyclopedique universel illustre, Nouveau — . 
Fase. 16 — 20. Paris, Librairie illustree. 4°. (a 5 Fr.) 

Dujardin-Beaumetz, Lecons de clinique therapeutique. 
T. 2—3. 4e edit. revue. Paris, Doin. 844—882 SS. 8°. (T. 1-3: 
48 Fr.) 

Aichhorst, H., Manuale di esame fisico delle malattie in- 
terne. Trad. per A. Bianchi. Fase. 11 — 13. Milano, F. Vallardi. 
1885. 8°. (ä 1 L.) 

Fr eppel, Oeuvres polemiques. Serie 7. Paris, Palme. 489 SS. 
18-jesus. (3 Fr.) 

Galleria storica universale di ritratti. Disp. 4 — 5. Mil., E. 
Sonzogno. 1885. 4°. (Das ganze Werk in 75 Disp.: 100 L.) 

Gandoger, M. , Flora Europae, terrarumque adjacentium 
T. 7. Paris, Savy. 297 SS. 8°. 

Gömez Maurique, Cancionero. T. 2. siehe: Coleccion de 
escritores castellanos. 

Grignon, L. , Description et historique de Teglise Notre- 
Dame-en-Vaux de Chälons. Partie 2. Chalon-sur-Marne, Thouille. 
VI, 368 SS. 8°. 

Hugo, V., Oeuvres completes. Edit. nationale. Poesies. T. 4. 
f. 16—20. Paris, Lemonnyer et Co. 483 SS., kl. 4°. 

Inventaire-sommaire des archives departementales de 
Maine-et-Loire anterieures ä 1790. Archives civiles. Serie E. T. 2, 
(Suite et Supplement.) Angers, imp. Lachese et Dolbeau. 4°. 

— des archives departementales du Nord anterieures a 1790. 
Archives civiles. Serie B. T. 5. Lille imp. Danel. 4°. 

Johannes a S. Thoma, Cursus theologicus in Summam theo- 
logicam D. Thomae. Nova editio. T. 7. Paris, Vives. Gr. 8°. 

König, F., Trattato di chirurgia generale- Trad. autor. per 
cura del A. Ferrari. Parte 2. f. 6. Milano, F. Vallardi. 1885. 8°. 
(a 1 L.) 

Lami, E. O., Dictionnaire encyclopedique et biographique 
de Tindustrie et des arts industriels. Series 56 — 76. Paris, 
Librairie des dictionnaires. 4°. 

Liber pontificalis, Le — , texte etc. par L. Duchesne. 
Fase. 2. Paris, Thorin. Gr. 4°. (23 Fr.) 

Lorraine illustree, La — . Fase. 16 — 20 (fin). Nancy- 
Paris, Berger-Levrault & Co. Gr. 8°. (20 Fase: 50 Fr.) 

Lutzow, C. von, I tesori d'arte dell 7 Italia. Disp. 32—33 
(ultima). Milano, fr. Treves. 1885. Fol. (ä 3 L.) 

Macaulay, L., Historia del reinado de Guillermo III., trad 



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Litteratur. 349 

castellana de D. Lopez. T. 2. Madrid, Murillo. 8°. (12 R. 
in Spanien, sonst 14.) 

Maistre, J. de, Oeuvres completes. Nouv. edit. T. 11. 
Lyon, Vitte et Perrussin. 547 SS. 8°. 

Malte-Brun, Y. A., L'AUemagne illustree. Fase. 44—47. 
Paris, J. Rouff & Cie. 8°. 

Moliere, Oeuvres. Nouvelle edition, revue . . . par E. 
Despois et P. Mesuard. T. 9. Paris, Hachette & Cie. 636 SS. 
8°. (7,50 Fr.) 

Notices et extraits des manuscrits de la bibliotheque nationale 
et autres bibliotheques. T. 27. f. 1. Paris, imp. nat. 184 
SS. 4°. 

Paysages et monuments du Poiton. Livr. 12 — 21. Mot- 
teroz. Fol. 

Peintres francais et etrangers, Grands — . Partie 7. Paris, 
Launette et Cie. Fol. (40 Fr.) 

Pereda, J. M. de, Ob ras completas. T. 5. Madrid, M. 
Tello. 1885. 8°. (16 R. in Spanien, sonst 18.) 

Pertile, A., Storia del diritto italiano della caduta delP 
Impero Romano alla codifieazione. Vol. 6. p. 1. Padova, fr. 
Salmin. 1885. 8°. (7,50 L.) 

Poinsignon, M., Histoire generale de la Champagne et de 
laBrie... T. 2. Chälons-sur-Marne, Martin freres. 552 SS. 8°. 

Ranke, L., Histoire de France, principalement pendant 
le 16 e et le 17 e siecle. Trad. de M. Miot. T. 4. Paris, Klinck- 
sieck. 8 °. 

Raritä bibliografiche a scritte inediti. Vol. 2. Torino, 
Rosenberg & Sellier. 1885. 8°. (4 L. 50 C.) 

Reclus, E., Nouvelle Geographie universelle. Livr. 600 
bis 617. Paris, Hachette. 8°. 

Reclus, 0., La terre ä vol d'oiseau. Livr. 31 — 40. Paris, 
Hachette & Cie. 4°. 

Registres d'Innocent IV., Les — , publies . . . par E. 
Berger. Fase. 7. Paris, Thorin. Gr. 4°. (8,50 Fr.) 

Risorgimento italiano, II — . Biografie etc. Vol. 3 
f. 22. Milano, F. Vallardi. 1885. 8°. (1 L.) 

Ri viere, J., Cours d'histoire ecclesiastique. 2 6 edit. T. 3. 
Paris, Vives. 639 SS. 8°. 

Rivot, L. E., Docimasie. 2 6 edit. T. 3. Paris, Baudry 
et Co. 568 SS. 8°. (10 Fr.) 

Robin, C., Nouveau dictionnaire abrege de medecine, de 
Chirurgie etc. Partie 2. Paris, Doin. 1885. 4°. 

Saint-Simon, Memoires, publ. par Cheruel et Regnier 
fils. T. 5. Paris, Hachette & Co. 18-jesus. (3,50 Fr.) 



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350 Litteratur. 

Sanuto, M., I Diarii. T. 15 f. 73. Venezia. 1885. 4°. 
(5 L.) 

Selvatico, P., et L. Chirtani, Le arti del disegno in Italia. 
Parte 2. f. 30—32, disp. 59—64 (ultima). Milano, F. Vallardi. 
1885. Gr. 8°. 

Shakespeare, Oeuvres completes. Trad. par E. Montegut. 
T. 9. Paris, Hachette & Co. 483 SS. 8°. (3,50 Fr.) 

Stanley, E. M., II Congo e la creazione del nuovo stato 
libero. Fase. 5—6. Milano, fr. Treves. 1885. 8°. (ä 1 L.) 

Sundevall, C, Svenska folgarna. H. 29 — 34. Stockholm, 
F. & G. Beijer. 1885. 4°. (12 Kr.) 

Tarsot, L., et M. Charlot, Etudes biographiques et criti- 
ques. Partie 2. Paris, Delalain freres. 12°. 

Theologia dogmatica et moralis ad mentem S. Thomae Aqui- 
natis et S. Alphonsi de Ligorio. Editio quarta. T. 2. Paris, 
Roger & Chernoviz. 18-jesus. 

Thureau-Dangin, P., Histoire de la monarchie de Juillet. 
Paris, Plön, Nourrit et Cie. 8°. 

Trousset, J., Nouveau dictionnaire encyclopedique universel 
illustre. T. 4. Paris, Librairie illustree. 1885. 4». (30 Fr.) 

Vivien deSaint-Martin, Dictionnaire de geographie uni- 
verselle. Fase. 29—30. Paris, Hachette & Cie. 4°. 

Wecker, L. de, et E. Landolt, Traite complet d'ophthal- 
mologie. T. 2. f. 3 (fin de Touvrage). Paris, Delahaye et Le- 
crosnier. 8°. (17 Fr.) 

Wherry, E. M., A comprehensive Commentary on the 
Quran. Vol. 3. London, Trübner & Co. 1885. 8°. (12 Sh. 
6 d.) [2736.] 



Zeitschriften. 



The Academy: 14. August: Raleigh, Public and private Libra- 
ries of Glasgow. 
Buchhändler- Correspondenz, Oesterreichische. — 
Jg. 27. Nr. 41 : Zur Methodik des Sammeins von Incunabeln. 

The Library Chronicle. Vol. 3. Nr. 23 — 24.: Frontis- 
piece: Ad Library Chest and Desk at Bolton Grammar School 
Folianten an Ketten darstellend. — Notes on the Public Libraries 
of Plymouth, Devonport and Stonehouse. By A. J. Shelly. — 
The Bibliography of the „History of the World" and of the 
„Romains" of Sir Walter Ralegh. By T. N. Brushfield. — The 
old Church and School Libraries of Lancashire. — The Library 
Association. — Library Notes and News. — Library Catalogues 
and Reports etc. etc. 



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Litter atur. 351 

— Nr. 25.: In memoriam: Henry Bradshaw. By C. E. 
Grant. — Our Town Libraries : its Success and Failures. By 
J. Yates. — The Library Association etc. etc. 

— Nr. 26.: Libraries for the Young. By J. P. Briscoe. 

— County Bibliography. By R. Harrison. — In memoriam; 
Edward Edwards. By E. C. Thomas. — The Library Associa- 
tion etc. etc. 

— Nr. 27.: In memoriam: Henry Stevens. By R. Garnett. 

— The Printing of Library Catalogues. By W. May. — A Book 
on Free Public Libraries. [Free Public Libraries, their Organi- 
sation, Uses and Management. By Th. Greenwood.] The Library 
Association. 

Nr. 28.: Notes on Taristock Public Libraries. By D. P. 
Alford. — Remarks on Classification, preliminary to a forthcoming 
Scheme, in alphabetical Series, of Subject — Headingsfor a classed 
Dictionary Catalogue of a Library, with their Cross References, 
super-ordinate , sub-ordinate , co-ordinate, and collateral. By 
W. Ascher. 

— Nr. 29 — 30.: The Libraries of Truro. By A. P. Moor. 

— The Devon and Exeter Institution. By E. Parfitt. — On 
Classification for scientific and medical Libraries. By J. B. Bay- 
ley. — The Auckland Free Public Library. By C, W. Holgate. 

— A. Subject- Index at the British Museum. By R. Garnett. 

— The Bibliography of Sir Walter Ralegh. — Obituary: Lloyd 
P. Smith. — Some Australian Catalogues a gain. — The Library 
Association etc. etc. 

— Nr. 31.: Science and Art: a Theory of Library Classi- 
fication. By J. Brownbill. — The Library of the Alpine Club, 
by F. Pollock. — What our Readers will read. By C. W. 
Sutton. — Loughton Lopping Hall Library. By W. C. W. — 
Library Notes and News etc. etc. 

— Nr. 32 (Vol. 3): Tue Library Association in London. — 
What our Readera will read, by C. W. Sutton. — The earlist 
English Free Librares, by G. Taylor. — Library Notes and 
News: Herne and Foreign. 

The Literary News. Vol. 7. Nr. 5. May 1886: Popics 
in the May Magazines. 

— Nr. 6. June 1886: Topics in the June Magazines. 

Le livre. Annee 7 # livr. 6. Juin 1886: La bibliotheque 
de V Arsenal. 

— Annee 7. livr. 10. Nr. 82: Histoire de Pierre du Mar- 
teau. Bibliographie des noms portant l'adresse ä Cologne, chez 
Pierre du Marteau. (17 e et 18 e siecle. Von L. Janmart de 
Brouillant. 



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352 Litteratur. 

The Publishers' Weekly. Vol. 29. Nr. 13. Spring 
Publications and Annonncements. — Descriptive Sumniary of the 
Spring Annonncements. — Nr. 14: An English Author on the 
American Market. — The Price of Books in China. — Nr. 16: 
A Congressional Library Building at last. — A Tribute to Henry 
Stevens. By G. W. Smalley. — Nr. 17: Sampson Low. [Mit 
Portrait.] — Nr. 18: Co-operative Cataloguing. By W. J. 
Fletsche r. — 

— Vol. 30. Nr. 3. : The American Educational Catalogue 
for 1886. 

Kevue internationale: lOaoüt: A. Roux, La bibliotheque 
des papes d'Avignon. [2737.] 



Centralblatt für Bibliothekwesen. Jg. 2. H. 1.: A 
Keyser, Ueber die Einrichtung der alphabetischen Hauptkataloge 
Öffentlicher Bibliotheken. — W. Meyer, Ein altitalienischer Kupfer- 
stich aus dem Nachlasse Hartmann Schedels. — Falk, Der Trac- 
tatus de sacrificio missae, Moguntiae. — Personalverzeichnis 
deutscher Bibliothekbeamten. — Mitteilungen aus und über 
Bibliotheken. — Recensionen und Anzeigen. — Vermischte Notizen. 

— Neue Erscheinungen auf dem Gebiete des Bibliothekwesens. 

— Antiquarische Kataloge. — Auktionen. — Personalnachrichten. — 

Dasselbe. H. 2.: A. Führer, Ueber indisches Bibliothek- 
wesen. II. — A. Winterlin, Die Uebersiedlung der k. öffentl. 
Bibliothek zu Stuttgart im Sommer 1883. — Mitteilungen aus 
und über Bibliotheken etc. etc. 

Dasselbe. H. 3.; Zur Besoldungsfrage der Preussischen Bib- 
liothekbeamten. — 0. Hartwig, Zur Geschichte der Erfindung 
der Buchdruckerkunst. — Mecklenburg, Zu Dr. Keyser's Aufsatz 
über die alphabetischen Hauptkataloge. — K. Kochendörffer, 
Zur Katalogisierung der Programme. — Mitteilungen etc. etc. 

Dasselbe. H. 4.: 0. Grulich, Leiden und Freuden einer wan- 
dernden Bibliothek [d. i. der der Leopoldinisch-Karolinischen 
Akademie der Naturforscher.] — Mitteilungen etc. etc. 

Dasselbe. H. 5. : E. Gigas, Ueber eine Sammlung spanischer 
Romanzen in fliegenden Blättern in der Kgl. Bibliothek zu Kopen- 
hagen. — *K. Steiff, Ueber die Einrichtung der alphabetischen 
Hauptkataloge öffentlicher Bibliotheken. — E. Förstemann, Der 
Maya-Apparat in Dresden. — Budget der englischen Staats- 
bibliotheken: des British Museum in London und der National- 
bibliothek zu Dublin. — Remi par lavoci bibliografici e onlina- 
ments di biblioteche. — Mitteilungen etc. etc. [2738.] 

Verantwortlicher Redakteur: Joseph Kürschner, Stuttgart. 
Druck der Hoffma nn'schen Buchdruckerei, Stuttgart. 



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NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



Dezember. 



Inhalt : 



1886. 



Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi von Usingen (16. Jahr- 
hundert.) — Bibliotheca Lippiaca. Uebersicht über die landeskundliche 
und geschichtliche Litteratur des Fürstentums Lippe. — Litteratur. 
Fortsetzungen. — Miszellen. — Buchhändler- und antiquar. Kataloge. 

Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi von 
Usingen (16. Jahrhundert). 

Von F. W. E. Roth. 

Bartholomäus Arnoldi war in dem nassauischen Städtchen 
Usingen ums Jahr 1465 geboren 1 ). Ueber seine Familie ist bis 
jetzt nichts bekannt. Wahrscheinlich ist der Laurentius Arnoldi 
de Usingen arcium liberalium magister und Lehrer in Erfurt 1518 
ein Bruder oder Verwandter desselben 2 ). Wo Arnoldi studierte, 
steht nicht fest, die Erfurter Matrikel enthält seinen Namen nicht, 
vielleicht aber ist er mit dem Bartholomäus Textoris de Osyngen 
med., der unter Hartman Burggraf von Kirchberg als Rektor in 
Erfurt 1484 eingeschrieben ward, einerlei, das Alter würde diese 
Annahme nicht hindern 3 ). Arnoldi soll 1494 4 ), nach anderer An- 
gabe bereits 1491 5 ) Magister in Erfurt geworden sein. 1502 war 
er als Magister der freien Künste und der Philosophie Lehrer in 
Erfurt und nahm die Wahl des Jakobus Doliatoris als Rektor der 
Hochschule vor 6 ). Wann er in den Augustinerorden trat , steht 
nicht fest, etwa um 1484. Als Eremit des Augustinerklosters in 
Erfurt ward er Exercitienmeister Dr. Martin Luthers und hatte 
mehrfache Beziehungen zu demselben 7 ). Arnoldi gehörte als 



*) In seinem libellus de duabus disputationibus 1527 sagt Arnoldi, 
dass er'ein Sechziger sei, da diese /Schrift 1525 verfasst, war er um 
1465 geboren. 

2 ) Weissenborn, Erfurter Universitätsmatrikel II, 304. — 

8 ) ibid. I. 406. — 

*) Allg. deutsche Biographie II, (Leipzig 1875) p. 110. Demnach hat 
er in Erfurt studiert. 

5 ) Jöcher,Allg. Gelehrten-Lexicon. (Leipzig 1751) col. 1747—1748.— 
Hiernach nahm er 1514 den Doktorgrad der Theologie an. 

6 ) Weissenborn, a. a. 0. U, 224. — 

7 ) Kolde Theodor, Martin Luther. Eine Biographie. Gotha 1884, 
8ÜÜ p. 51, 57. — Jöcher a. a. 0. 1747—48. 

23 



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354 Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi 

Lehrer der Logik und Dialektik mit Jodocus Trutfetter von Eisenach 
zu den berühmtesten Lehrern der Hochschule 8 ), seine Lehrbücher 
wurden hochgeschätzt und oft aufgelegt. Später zog sich Arnoldi 
von dem Lehramte zurück und entwickelte nun eine unermüdliche 
Thätigkeit gegen die Lutheraner durch Abfassung von Kontrovers- 
schriften 9 ), die ihm auch als Antireformator einen Namen in der 
Geschichte sichern. Gegen Ende seines Lebens befand sich Arnoldi 
in Würzburg, wo er als Vertrauter der Fürstbischöfe an den Ge- 
schäften Teil nahm 10 ), unter anderem wohnte er dem Augsburger 
Reichstag 1530 (Juni) bei 11 ). Er starb 1532 9. September im 
Augustinerkloster in Würzburg und wurde in der Kirche be- 
erdigt 12 ). Sein Leben ist noch nicht geschrieben 13 ), das Material 
liegt jedenfalls in sächsischen und bayrischen Archiven. Seine 
zahlreichen Schriften finden sich nirgends vereint aufgeführt, die- 
selben sind Seltenheiten geworden 14 ). So weit ich solche an den 
Bibliotheken zu Wiesbaden, Mainz und Darmstadt vorfand, habe 
ich solche in Folgendem beschrieben und besprochen, um einem 
künftigen Biographen vorzuarbeiten, weiss aber recht wohl, dass 
noch einige Schriften mangeln. 

I. Philosophische Schriften. 

1. Compendiü Natural' phie Opa et studio singulari M. Bar | 
tholomei de vsingen In Gymnasio Erphurdiesi Celle | ctum ad laudem 

8 ) Kolde a. a. 0. 36. — 

9 ) Geschichte der apologetischen und polemischen Litteratur der 
christlichen Theologie. Von Dr. Karl Werner. Schaffhausen 1865, 
8™ IV, 48, 115. F. Jürgen, Luther 1, 430—36. — Clichtoveus, Anti- 
lutherus II, 4 — 6. — 

10 ) Archiv d. hist. Vereins f. ünterfranken XVI (1863) 53. — 
») ibid. XVIII (1865), 132. 

12 ) ibid. V, 3, 164—165. 

18 ) Nachrichten über Arnoldi enthalten ausser obigen Werken: 
Bibliotheca universalis etc. ed. Tiguri (Froschover) MDXLV. Fo- 
lio 132J1 — Trithemius de scriptoribus eccles. ed. Cöln 1546, 4.1 p. 440. 
— Geschichte der Logik im Abendlande von Dr. Carl Prantl. IV. 
Leipzig 1870, 243, 244 Note 395—96.— Jo. Alberti Fabritii bibliotheca 
latina ed. Mansi (1754. 45L) VI, 309. — Milensius, Fei., alphabetum de 
monachis et monasteriis Germaniae ac Sarmatiae citerioris ordinis Ere- 
mitarum S. Augustini. Prag 1613. 4jL p. 9. — Ossinger, Joa. J?el., bib- 
liotheca Augustiniana historica, critica et chronologica etc« Ingolstadt 
1768. folio s. v. — Bzovius, hist. eccles. (Baronius) zu 1526 n. 53. — 
Freiburger Kirchenlexikon s. v. Arnoldi. — de Wette, Luthers Briefe 1, 
111 f. — Motschmann, Erfordia literata V, 597. — Döllinger, die Re- 
formation 1 , 558. — G. Wolfgang Panzer, Annalen der älteren deutschen 
Litteratur etc. Nürnberg 1805. IL 295 Nr. 2381, 2382 (deutsche Schriften 
Arnoldis). — Weller, repertorium typographicum 2292, 2293, 2612, 2619, 
3369 (deutsche Schriften Arnoldi's und Culsamers). — 

14 ) Die Bibliotheken zu Wolfenbüttel, Leipzig und Göttingen besitzen 
Arnoldi's Schriften zum grössten Teil, andere sind in Dresden, Berlin 
und München. — 



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von Usingen (16. Jahrhundert). 355 

dei et rei publice litterarie pfectü Cui' | lectione attenta naturalis 
scie cädidati facile prima phy | sice capient elementa. | Ad Lectorem | 
Vis varias rerü | lector cognoscere causas |- Vis breue nature ferti- 
lioris opus | Huc ades Jnuenies quod te Juuet hec tibi lector | 
Pandimus a veteri scripta redempta cabo |. — 4°. Sign. A — Oiij, 
goth. Schrift. Auf der Rückseite des Titels ein Tetrastichon und 
ein HexasticKon auf Bartholomäus. Schlussschrift: Impressum 
Erphordie per wolffgangum Sehenken |. — 2 Exemplare in Mainz, 
Inc. 539. — 1144. — Eine weitere Ausgabe erschien 1517. 
Inc. 2564 in 4° zu Mainz. Titel fehlt. Beginnt: Circa principium 
Compendij | Naturalis philosophie etc. wie in der Ausgabe 1543, 
die ein Nachdruck ist. Schluss: (Hand). Ex officina Joannis 
Canabi. Erfurdie. | M. D. xvij. | Auf dem folgenden Blatt ein 
Holzschnitt, die Rückseite leer. Ohne Pag. Das Mainzer Exemplar 
hat das erste Blatt (sign. A. j) nicht, Signatur A ij — S iij, 
89 Blatt, goth. Schrift zu 40 Zeilen. Eine dritte Ausgabe ist: 
(Lindenblatt) TOTIVS NATVRALIS | PHILOSO- | PHIAE EPI- 
TOME OLIM SINGV- | lari studio Bartholomaei Arnoldi Vsingen : 
in Gy- | mnasio Erphordiensi collecta, et iam ab infi- | nitis, quibus 
scatebat, mendis accuratissi- | me repurgata, suaeqz tandem integri- 
tati restituta, quod collatione syn- | ceri iudicij lector cognoscet. 
Cum Indice Locu — | pletissimo. | AD ELECTOREME. H. | Vis 
uarias rerum Lector cognoscere causas ? | Vis breue naturae ferti- 
lioris opus? | Huc ades, Invenies quod te iuuet, haec tibi lector 
| Pandimus ueteri scripta redempta a Ei. j ANNO M. D. XL III. | 
Mit Randbordüre. 4°. 3 Blatt unpag* Vorrede + 312 pag. Blatt 
Text + 23 Blatt unpag. Jndex + Schlussblatt, worauf die 
Schlussschrift: ERPHORDIAE, MELCHIOR SA- | XO TYPO- 
GRAPHUS | EXCUDEBAT. | ANNO. M. D. XL III + leerem 
Blatt. 34 Zeilen. Antiqua. — Exemplar: Mainz, d. 3. 0. 1341. 
(Compendium totius Logicae). Blatt 1= tit. Compendiü totius 
loy- | ce breuissimis figuralis expositum in Scola Erf- | furdiana 
per Bartholomeü de vsingen etc. Blatt 2= (sign. A ii): (C) Irca 
inicium Com- | pendij loice tria exordialiter et introductorie sunt 
tra- { ctanda etc. — Impressum Liptzck per Baccalariü wolffgangü | 
de Monaco Anno salutifere incarnationis. 1500. 40 goth. Schrift, 
69 Blatt. Hain 2535. Erste Ausgabe. Andere Ausgaben sind: 
Graesse tresor I, 302. Zweite Ausgabe desselben: Titel fehlt, 
das Darmstadter Exemplar (U 328 | 15) beginnt Sign. A ij. (C) 
Irca initiü Compendij loyce | tria exordialiter y(-)introductorie sunt 
tractanda. Primo nominis in | terpretatio. Sign. A ij — m iij. 
Schluss: Explicit Compendiü tocius logice breuissimis figuralis | 
expositum in Schola Erffurdiana per Bartholomeum | de Vsingen 
liberalium studiorü interpretem cöcinnatum. | Nouellis scolasticis 
pro fundamento dialectice captando | editum. atque formis calco 



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356 Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi 

graphicis studiose effigiatum. | Erffurdie per WolfFgangum Schenck. 
Anno domini. | Millesimo quingentesimo quarto |. goth. Schrift. 

2. Compendium logices. Basilee Kessler 1507 cf. Backer, bibl. 
des ecrivains de la comp, de Jesus. VI, 182, Nr. 51. 

Compendium totius Logyce expositum in schola Erphordiensi. 
Impressum Metis 1517. 52 Blatt ohne pag., das letzte leer, 
4°. Panzer VII, 405. 

Compendium totius logice. Erphordie M. Maler 1513. 452 
Blatt 4°. Panzer unbekannt. 

Blatt ii~ erwiderte Bartholomäus auf die Anspielung 
Mechlers, der aus Usingus Unsingus machte, Mechler heisen 
Mechus nichts Mechlerius, da derselbe geheiratet habe. — Nach 
Blatt S. 4= berief der Senat von Erfurt die katholischen und 
lutherischen Prediger zu sich und ermahnte solche, nicht aufrührerisch 
zu predigen, sondern bei Gottes Wort zu bleiben. Bartholomäus 
verteidigt sich, dieses habe er stets gethan. Die Lutheraner in 
Erfurt scheinen es auf Vertreibung des Usingen aus Erfurt ab- 
gesehen zu haben, da derselbe sich über Verfolgungen beschwert, 
immerhin ein Zeugnis für die Schlagfertigkeit und einflussreiche 
Stellung Usingens. Sonst erfahren wir aus der Schrift weniges 
Historische, die Ausfälle gegen den Gegner sind meist persönlich, 
oft gemein und weit hergeholt, Usingen war auch hierin ein Sohn 
seiner Zeit. Viele Druckfehler verunstalten diese Schrift. 

7. Sermo de sancta | Cruce praedicatus Erphurdiae In templo 
divae virginis Mariae a F. Bartholomeo de Vsingen Augustiniani 
contra inimicos crucis Christi et evangelii, quorum deus venter 
est et gloria mundi. Erfurt 1524. 4°. Exemplar in Wiesbaden, 
— Es ist dieses die in Nr. 6 erwähnte Schrift Arnoldi's. — 

8. ANABAPTISMUS. | (Lindenblatt) F. B AK- | THOLOMAEI 
DE VSIN- | gen Augustiniani Contra Reha — | ptizantes. | 9 
CONFUTATIO EORUM, | quae Lutherus scripsit in Reba — | 
ptizantes. | (Buchdruckerzeichen des Jobs. Gymnich in Holzschnitt ; 
ein springendes Einhorn.) Coloniae apud Johannem Gymnicum. | 
M.D.XXIX. | — 12°. zu 30 Zeilen Antiqua, 67 Blatt, Sign. A — 
I iij, Ohne Pag. — Exemplar: Mainz 11, h h. 464. — Das leere 
Schlussblatt (68) fehlt. 

Blatt li: Ad Lectorem. Blatt 67^: SOLI DEO GLORIA. | 
Et pax ecclesiae eius; mit leerem Schlussblatt (68). — 

Anfang : In hoc seculum nostrum Pauli vaticinium competere 
etc. — Schluss: actio nunc & in perpetuum. Amen. — Eine 
Widerlegung der lutherischen Ansichten von der Taufe, sowie der 
Lehre , der Glaube allein macht selig und eine Antwort auf die 
Schrift Luthers über die Wiedertäufer. Usingen antwortet auf die 
einzelnen Abschnitte dieser Schrift. Luther hatte sich der Wieder- 
täufer angenommen und ihre Verfolgung wehren wollen, er be- 



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von Usingen (16. Jahrhundert). 357 

klagt dieselbe. Bartholomäus hält ihm den Tod so vieler Tausend 
in den letzten Jahren wegen dessen Lehren innerhalb dreier Monate 
(Bauerükrieg) vor und das Schicksal der Witwen und Waisen, 
welche durch Hunger und Elend zu Grunde gegangen. Ebenso 
wirft er ihm das Geschick der Seelen, die derselbe zur Hölle 
schicke, vor, was bereits Cochlaeus auseinandergesetzt. Er macht 
ihm Hinneignung zur weltlichen Gewalt, die ihn schütze, sowie 
Feindschaft gegen den Clerus zum Vorwurf. Bartholomäus er- 
wähnt eines Büchleins de sacramentis und der Schrift Luthers 
gegen die Wiedertäufer, geht dann auf andere kirchliche Lehren 
über und nennt sein Büchlein de fide, gratia et operibus. — 

Vorliegende Schrift ist wohl die beste aller Streitschriften 
Usingens, weniger schmähsüchtig als die gegen Culsamer und 
Mechler, ruhiger und mehr auf das Thema eingehend. Usingen 
erweist die Unhaltbarkeit der Ansichten Luthers auf das glänzendste 
in trefflicher Widerlegung. Für Geschichte der Lehre Luthers 
ist dieselbe gehaltvoll. Auch das Latein ist hier besser und 
einfacher als in andern Streitschriften Usingens. Man sollte 
Details über die Beziehungen beider Gegner zu einander ver- 
muten, die Schrift enthält aber nichts der Art, doch blickt der 
ehemalige Exercitienmeister und Lehrer Luthers durch. Die Schrift 
gegen die Wiedertäufer schrieb Luther deutsch, Bartholomäus 
gibt in seinem Anabaptismus eine lateinische Uebersetzung davon. 

9. CÖCER || TATIO || HAVD INELEGANs | OVLSAMERi 
LVTH || eriani et. F. Bartolom. || Vsinge theologie cö || sulti 
augustiniani |j Lectu dignissi || ma, ac || piarum mentium || aedi- 
ficatiua. 1 1 — Mit Randbordüre. — Blatt 1= tit. — 

Schluss folio 30=: Excusum Argentine impensis & opera 
honesti viri 1 1 Johannis Grieninger, in vigilia Diui 1 1 Erhardi, Anno 
salutis. 1523. ||. 

30 Blatt, sign. A — Q iiij, Quart zu 33 Zeilen, Antiqua, ohne 
Pagina. Schlussschrift. Excusum Argentine impensis & opera 
honesti viri | Johannis Grieninger, in vigilia Diui | Erhardi, Anno 
salutis. 1523. | — Exemplare: Mainz 11, kk, 541 und 13, q, 
170 (defect). — Panzer VI, 101 Nr. 644. 

Nach der Vorrede ist dieses die zweite Ausgabe der Schrift, 
besorgt von Gebwiler. Der Drucker Grieninger in Strassburg 
wollte den Brief Culsamers gegen Arnoldi dem Werke Vordrucken, 
derselbe ging aber nach einer Notiz Blatt 3= verloren. 

Auch diese Schrift ist gegen Culsamer gerichtet und zerfällt 
in zwei Teile: Sermo confutatus a Culsamero quem F. Bartholo- 
meus Vsingensis predicavit in die S. Adelarii presulis in templo 
dive virginis Marie in Erffordia Anno M. D. XXII und Confutatio 
Culsamerica vernaculo idiomate scripta, et narratione fideli in 



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358 Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi 

latinam linguam traducta, in Septem dividitur capita iuxta quali- 
tatem contentorum in ea. Mit einer Widerlegung Arnoldi's. 

Culsamer hatte behauptet, die katholischen Prediger in Er- 
furt lehrten die Schafe Christi andere Wege als die, welche zu 
Gott führten, auch strebten dieselben darnach, öffentliche Dis- 
putationen zu veranlassen. Der Anführer derselben sei Arnoldi, 
welcher fast eine ganze Stunde nur anfechte statt das Evangelium 
zu erklären. Arnoldi verteidigt sich gegen diese Beschuldigung, 
es herrsche grosse Mässigung an der Hochschule, nur der Vor- 
gesetzte habe zu regieren sich unterstanden. Niemand habe aus 
Friedensliebe gegen die Argumente zu reden gewagt, bei der letzten 
Disputation, an der er Teil genommen, seien, als zwei in un- 
verschämter Weise den Argumenten der Theologen widersprochen, 
dieselben hierin gestört worden. Seit 30 Jahren habe er der- 
artiges an der Hochschule nicht gehört, wie der Vorsitzende mit 
ihm bezeugte. Der eine Ruhestörer sei jedenfalls Culsamer ge- 
wesen. Arnoldi erbot sich vor einem geeigneten Richter zur Dis- 
putation mit Culsamer. — In der Nachschrift an den Leser be- 
schwert sich Arnoldi über "die Verfolgungen seitens der evangelischen 
Prediger, namentlich einen gewissen Musa. Die Schrift ist arm 
an historischen Details, aber ruhiger abgefasst als die anderen 
Streitschriften gegen Culsamer. 

3. Compendiü Nouum | toci' logiceopera et studio singl'ari M. j 
Bartholomei de Vsingen in Gymna | sio Erphurdiesi collectü ad 
dei olpoten | tis laudem et rei publice litterarie incre | metü Cui' 
vsu dialectice cädidati facile | pria disseredi hauriet rudimeta. | 

Ad Lectorem. 
Multa breui doceo logice documenta sub vno 

Omnia vis libro discere: lector ades 
Vt puteum fluuij plures labuntur in vnü 
Et nimius paruo cogitur orbe liquor 
Tota breui logice coit hoc doctrina libello 
Hie nihil est quod te non didicisse iuuet 
Rückseite leer. 4° Sign. A — T ij. 0. 0. u. J. sowie Buchdr. (den 
Lettern nach von Matheus Maler, Erfurt, um 1512). Exemplar: 
Mainz, Jncun. 2564. — 

4. Paruulus philo j | sophie naturalis 1 1 Figuralis interpretatio 
in Epitoma philosophie || naturalis. In laudatissimo Erffurdiensi 
gymnasio per 1 1 Bartholomeü de Vsiugen liberaliü studiorum inter-| | 
pretem concinnata . non triuialia nee dediscenda doces 1 1 verü 
recondita ac ex vere philosophie sacrario deprom || pta studiose 
iuuentuti philosophicis preeeptionibus || initiari satagenti summe 
profutura:) || Annexa est huic opusculo Questio ardua de Qui- |[ 
ditate Quantitatis Continue. Per eundem Magi- || strum quod- 
libetice determinata ac in ordinem lectori || bus aptiorem singu- 



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von Usingen (16. Jahrhundert). 359 

lari studio instructa.) || (folio 1= tit.) (folio 2= sign. A A ij): 
[C] Jrca initium Paruuli 1 1 philosophie naturalis ante textus exor- 
dium qdam 1 1 etc. — 

Schluss folio LXXXIX=: C Impressum Liptzick per Wolf- 
gangum Steckel Bac 1 1 calarium Erffurdensem et Ciuem Lipsensem 
Anno || . 1499. In vigilia sancti Mathie apostoli finitum. | 
Dann Blatt LXXXX : Questiones in presenti opuscu 1 1 lo contente. 
und leeres Schlussblatt. — 

Quart, 91 Blatt zu 43—44 Zeilen, Goth. Schrift mit Blatt- 
zahlen und Signaturen. Hain 2534 * Graesse, tresor des livres 
rares et precieux. 1, 302. — Ex. in Wiesbaden, ein am Ende 
defectes in Mainz (Inc. 2095). — 

Eine andere Ausgabe des parvulus philosophiae naturalis er- 
schien 0. 0. u. J. in 4°. Hain 2533. 

5. Paruulus Loyce. | Commentarii figuralis loyce Compendium 
vbertim | aperientes Jn famatissima Erffurdiensi achademia | per 
Bartholomeum de Vsingen liberalium disciplinarum | interpretem 
elucubrati. Qui non protrita nee peniten | da docent sed dyalec- 
tice documenta multiiuga erudi | tione conspicua reddunt. Necnon 
loyce totius prima | fundamenta ordinatissime tradunt. | (Folio 
1= tit.) (folio 2= sign, a ij) (C) Irca initium Paruuli | loyce ante 
textus exordium quedam preambularia in | totam etc. Sign. A — s 
iij. 4°. Am Ende defectes Exemplar in Wiesbaden, jedenfalls 
die Ausgabe Hain 2536 von 1499. (Liptzk per Wolfgangum 
Steckel de Monaco.) 

6. Exercitium Phisicorum | Jn Gymnasio Erphurdiensi collectus j 
per M. Bartholomeum de Vsingen | Emendatum et renovatum 
Atque ibidem in usum scolasti | ce Juventutis im | pressum. Er- 
furt, Wolfgang Schenk, 1507. 4°. Exemplar in Wiesbaden. 

II. Theologische Streitschriften. 

l.Liber Primus | F. Bartholomei de Vsin- | gen Ordinis Eremi- 
tani. S. Augustini | Quo Kecriminacioni respödet Cul- | samerice 
Et confutationi qua se | author Sophistarum impieta | tem reuel- 
lere iaetat quum to- | tus impius ipse nilnisi me- | ram impie- 
tatem spiret | Duo Sermones. | (Hand) Primus de ecclesia catholica 
et de petra j super quam edisicatur . (!) et de clauibus quem | 
confutat Culsamerus. | (Hand) Secundus est de Matrimonio Sacer- | 
dotum et Monachorum exiticiorum cötra | vota sua et mandatum 
ecclesie qui Culsa- | mero offertur pro suo candore confutandus | 
— Mit Randbordüre, worin in einem Schilde die Buchstaben 
J K (auf den Drucker deutend?) sich befinden. Ohne Pag., goth. 
Schrift, 27 Blatt 4° mit leerem Schlussblatt, 28 Zeilen. Schluss 
Blatt 27=; Erffordie apud Joannem Canappum. Anno . | Domini . 



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360 Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi 

M. D. XX iij . Mense Septembri | (ohne Schlusspunkt). — Exemp- 
lar: Mainz 11, 11, 605. — 

Blatt 23= : Sermo de Matrimonio Sacerdotum | et monacho4, 
Quem predicauit . F • Bartholomeus de | Vsingen Erphurdie jn 
monte b. Marie vir- | ginis ipso die diue Margarete vir- | ginis 
et martiris Anno | dni 1523 . | Ueber Math. 13 Simile est reg- 
num celorum, identisch mit dem Drucke derselben, Erfurt 
1523. 4°. — 

Die Schrift enthält nach der Vorrede einen Auszug einer 
Rede des Arnoldi über die katholische Kirche nach Math. 16. 
Hiergegen predigte Forchemius am folgenden Tage, Arnoldi ver- 
schmähte auf diese Predigt zu antworten. Culsamer predigte 
nochmals über das Thema gegen Arnoldi, seine Rede folgt hier 
im Auszuge und wird widerlegt. Blatt 2= erklärt Arnoldi, Cul- 
samer sei ein Franke, von Gogsheim am Main, kein Thüringer. 
Derselbe hatte nämlich dem Gegner vorgeworfen, Thüringen und 
ganz Deutschland glaube nicht mehr an die Kirche, Arnoldi 
widerlegt das, Thüringen habe gute, gelehrte und kluge Männer, 
die im Glauben standhaft seien. Er beklagt den von den Lutheranern 
verübten Bildersturm. Für historische Details gibt diese Schrift 
einige Ausbeute. — 

Der zweite Teil der Schrift hat den besondern Titel: Liber 
Secüdus | D. Bartholomei de Vsin | gen Inquo respondet Cul | samerice 
cfutationi qua cö | futatur epistola quam pre- | misit responsioni 
ad libellum vernaculü | a Culsamero contra se emissum Ad- | 
iunctis tribus Sermonibus | (Hand) Primus est, de reuelatione pa- 
terna | doctrine christi . | (Hand) Secundus est, de Übertäte xpiana | 
(Hand) Tertius est de Sacerdotio Regali | et ecclesiastico | (Ohne 
Schlusspunkt). — 4°. 23 Blatt mit leerem Schlussblatt, 39 Zeilen, 
goth. Schrift, Sign. A— F 3. Schlussschrift Blatt 23Z: (Hand) 
Joannes Canappus excudebat Erphordie | Anno 1523. | Auf dem 
Titel die Randbordüre wie im Teil I. — Exemplar: Mainz, 11, 
kk, 541. — 

Eine Fortsetzung des liber primus enthält: Sermo Abscon- 
disti hec a sapientibus et prudentibus. Et revelasti ea parvulis 
(Math. 11) von Arnoldi, ferner dessen: Sermo Tullerunt illum in 
Hierusalem ut sisterent eum domino. (Lucas 2). — Sermo de 
sacerdotio, quem fecit F. Bartholomeus de Vsingen Erphurdie in 
monte dive virginis Marie, anno dni 1522 ipso- || die sancti Mar- 
tini episcopi über: dedit Uli sacerdotium gentis. (Eccles 45). — 

2. Sermo de || Matrimonio Sa- || cerdotum Et Monachorum |j 
exiticiorum. F. Bartholo || mei de Vsmgen. Ordi | nis Eremi- 
tani || S. Augusti- || ni. || (Lindenblatt) — Mit Randbordüre: Der 
hl. Johannes Evangelist mit dem Buche, dahinter ein Baum, vor 
ihm die Mutter Christi mit dem Kinde. — 



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von Usingen (16. Jahrhundert). 361 

Schluss: Blatt 6=: Johannes Canappus excutebat (!) Er- 
phordie Anno || Dni 1523. || — 6 Blatt Quart zu 38 Zeilen, 
goth. Schrift, ohne Pag., Sign. A — A 4. Sonderabdruck mit 
neuem Titel von liber primus 1523. 4°. Erfurt, dem diese Kede 
angehängt ist. — Exemplare in Mainz (11. kk 541) und Darm- 
stadt (W. 5205 | 497). — 

Blatt 1=: Sermo de Matrimonio Sacerdotum | et monachor, 
Quem predicauit . F. Barth olomeus de | Vsingen Erphordie jn 
monte b. Marie vir- | ginis ipso die diue Margarete vir- | ginis et 
martyris Anno | dni 1523 . | — Bartholomaeus hielt diese Kede 
über Math. 13: Simile est regnum celorum homini negociatori, 
querenti bonas margaritas und verbreitete sich über das jung- 
fräuliche Leben, Erziehung der Kinder in demselben, Ehe, Ge- 
lübde der Enthaltsamkeit, über die Ehe der von der Kirche ab- 
gefallenen «Priester und Mönche, sowie deren Scheingründe für 
die Priesterehe. Blatt 5= steht eine Additio. Als Bartholomaeus 
diese Predigt gehalten, erhielt er von seinen Gegnern einen 
Brief über sein Predigtthema, worauf er in der Schrift Nr. 1 
antwortete. — 

3. Libellus F. Bartho- |lomei de Vsingen Augustiniani de | 
falsis prophetis tarn in persona qua | doctrina vitandis a fidelibus. | 
De recta et müda pdicatiöe euägelij | 7 qbus oformiter illd' de- 
beat pdicari. | De Celibatu sacerdotum Noue | legis Et de Matri- 
monio eorum. nee | non Monachorum exiticiorum. | Responsio ad 
Sermone Langi | de Matrimonio sacerdotali que fe-|cit in Nuptijs 
Culsameri sacerdotis | Cotra factione Lut-|theranä. Erphurdie. 
1525. | — Mit Randbordüre, worin die Zahl 1521 und das Mono- 
gramm F. G. — 4:1. Ohne Pag. 40 Blatt. Blatt 40^ leer. 
Blatt 40=: Finis und Correctorium. Goth. Typen. Ohne Nen- 
nung des Druckers. 34 Zeilen auf voller Seite. Sign. A — K. iij. 
— Exemplare: Darmstadt W. 881, 15; Mainz 13, t, 601 und 
13, q. 170. — Panzer VI, 503, No. 63. — 

Blatt 1 = . Ad Lectorem fidelem. | Neminem latere fidelem etc. 
Die Schrift ist gegen Luthers Lehre gerichtet und deren An- 
gabe, dass hoc evangelium nostri temporis falsi prophete concio- 
nantur, ad trecentos annos et ultra latuisse sub scamma in pul- 
vere etc. In der Vorrede Folio 1 = findet sich die Stelle: Quorum 
(Lutheraner) duo etiam mecum erant ante aliquod dies missi a 
factione sua, qui multum blande sollicitaverunt et rogaverunt uni- 
formiter et concorditer predicaremus, ne tumultus et scisma fieret 
in populo, que tarnen ipsi iam pridem sua predicatione excitarunt 
in illo, quoüiam recedere fecerunt multos ab obedientia ecclesia- 
stica. Cumque eis responderem, mihi non videri, quomodo hoc 
posset fieri, quando ipsi ab ecclesia catholica defecissent et ritum 
illius tarn in sacramentalibus quam sacramentis non solum mutarent, 



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362 Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi 

sed ( — ) etiam calumniarentur et riderent, nos autem cum ecclesia ca- 
tholica permansuros et in explanatione scripture facta a sanctis 
doctoribus in ea firmiter credentes cum beato Augustino maiorem 
esse ecclesie authoritatem quam totius humane rationis capaci- 
tatem. Einer der Gegner behauptete, sie hätten die Schrift, die 
sie durch dieselbe, nicht durch die Menschen auslege. Arnoldi ent- 
gegnet, auch sie hätten die Schrift wie die Lutheraner, die Schrift 
lehre aber, der hl. Geist sei der alleinige Urheber wie auch der 
Ausleger derselben durch die Menschen. Er wendet sich gegen 
die falschen Propheten, die entlaufenen Mönche, beklagt Deutsch- 
land, dessen Ruhm durch die Standhaftigkeit des Glaubens ehren- 
voll dagestanden. Er spricht die Absicht aus, in einer Schrift die 
entlaufenen Mönche als falsche Propheten zu bekämpfen und über 
den Cölibat der Priester der Lutheraner sowie deren Verehelichung 
zu reden. Damit schliesst die Vorrede, das erste Kapitel handelt 
über die Vermeidung der falschen Propheten auf Grund von Schrift- 
stellen, er tadelt die Nachlässigkeit der Priester den Gläubigen 
gegenüber. Es seien solche, die ihre Pflicht thun, aber auch 
lässige vorhanden, besonders in dieser zwiespaltigen Zeit, wo einige 
gute Männer und treffliche Prälaten nach Kräften wirken, andere 
aber, welche viel leisten könnten, sich der Sache enthalten, unter- 
dessen gingen die Schafe Christi zu Grunde und die Kirche leide 
Not, was nicht zu verbessern sei. Arnoldi warnt vor dem Um- 
gang mit den falschen Propheten, die da lehrten, nicht auf ihr 
Leben, sondern auf das Wort zu achten, das sie predigten. Er 
verweist auf seine Schrift gegen Egidius Mechler, einen Franzis- 
kaner, jetzt abgefallen und verehelicht. In dem zweiten Kapitel 
warnt er vor der Lehre der falschen Propheten, er betont die Ein- 
heit der Lehre in der katholischen Kirche gegenüber der Ver- 
schiedenheit der ecclesia heretica, tadelt die Lehre der Lutheraner, 
dass der Glaube allein selig mache. Das Kapitel III handelt über 
die prudentia et simplicitas fidelium circa credibilia et agibilia in 
vita Christiana, bespricht die Lehre der Lutheraner über die 
hl. Messe und das Abendmahl, tadelt die Ansicht, das Abendmahl 
sei ein Zeichen des Leibes Christi, er nennt diese Lehre ruditas 
asinina. Er verwirft die Ansicht, der Glaube tilge die Sünden 
und infolge davon den Zutritt zum Abendmahl mit einem Gewissen 
voll Sünden. Das vierte Kapitel behandelt die Lehre der Luthe- 
raner über die Fasten und das Busssakrament, sowie die Erfolge, 
die die Lutheraner damit bei dem Volke hatten. Er bespricht 
deren Verwerfung des Papstes als Oberhaupt der Kirche, den die 
Lutheraner Antichrist nennen und damit die Einheit der Kirche 
schädigen. Er tadelt die Verfolgungssucht der Lutheraner, die 
auch er erfahren. Die geistlichen Schulen und Kloster schulen, 
worin das wahre Verständnis der hl. Schrift gelehrt werde, machten 



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von Usingen (16. Jahrhundert). 363 

sie dem Volke verhasßt, lästerten solche als pape prostibula, lupi- 
naria, pigellorumque asinorum et suum pigium stabula und wollten 
solche entfernen, um ihre Lehre zu verbreiten. Sich erlaubten 
die Lutheraner alles, dem Widersager nichts. Er wirft sodann 
den Lutheranern eine Reihe Sachen vor, wozu sie die Mönche 
machten, zu Rebellen, Landstreichern, Trinkern, Ehebrechern, aus 
den Nonnen Huren etc.; er tadelt die Spaltung, die dem Staate 
widerfahre. Das fünfte Kapitel bespricht die richtige Predigt des 
Evangeliums. Er schreibt die Predigt des wahren Evangeliums 
nur denen zu, die nach der Auslegung der Kirchenlehrer, die von 
der Kirche anerkannt, predigen. In dem sechsten Kapitel handelt 
Arnoldi über den Cölibat der Priester auf Grund des Augustinus, 
Hieronymus, Beda, Ambrosius und der hl. Schrift. Das siebente 
Kapitel bildet eine Fortsetzung dieses Themas, namentlich eine 
Widerlegung verschiedener von Wiclef zu seinen Gunsten ausge- 
legten Schriftstellen über Priesterehe. Es folgt die Sermo Langi 
de Matri. Sacerd. | Quem fecit in Nupcijs Culsameri sacerdotis 
anno 1525. | Secunda feria Dominice qua legitur in ecclesia Euan- 
gelium Nunpie (!) facte sunt in Chana galilee Joan. 2. Längs 
Rede ist eine Verteidigung der Priesterehe, Arnoldi druckt die- 
selbe ab und widerlegt solche Passus für Passus. Er tadelt den 
Ausdruck Sophisten für Priester und Anhänger der alten Kirche 
und wirft dem Lang vor, derselbe habe die Schule der freien 
Künste in Erfurt fast ganz zerstört und das Volk vom wahren 
Glauben abgelenkt, und doch sei derselbe einst für die Sophisten, 
wie er die Doctoren der Theologie nenne, gewesen und habe 
ihnen Achtung und Ehrerbietung geschworen. Nach Blatt h. iij= 
waren Culsamer und Mechler Schüler Längs, dieser ehedem Augu- 
stiner und hatte mit Arnoldi Profess abgelegt (Blatt Jij=). Blatt Jiij 
citiert Arnoldi eine Stelle aus Juvenal. Er erklärt, er habe fast 
drei Jahre lang auf dem Berge dive Marie gegen Lang und der 
Seinigen Untreue gepredigt. Lang habe eine alte und unfrucht- 
bare Frau geehelicht, lasse sich aus deren Vermögen unterhalten 
und diene derselben für das Brot. Arnoldi führt aus, er selbst 
allein von den Theologen schreibe Bücher gegen Längs und dessen 
Anhänger Untreue, andere könnten auch schreiben, aber dieselben 
würdigten ihn keiner Antwort. Er sei von den Lutheranern zu 
sehr herausgefordert worden, bei ihm stehe als Ueberzeugung fest, 
dass seine Gegner seine Schriften gefühlt, doch sei er noch nicht 
zu Ende, mit Gottes Hilfe würden dieselben auch noch andere 
Schriften fühlen. Wegen des Vorwurfes, dass katholische Theologen 
mit Ehebrechern umgingen, habe er dem Culsamer auf dessen 
Predigt bei Austreibung des Erfurter Klerus geantwortet. Arnoldi 
redet den Lang an: „Wohin, Bruder, bist du gekommen? Ich 
kannte deinen edlen Sinn und bedaure, dass du der Verlockung 



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364 Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi 

des bösen Geistes folgst." Er ermahnt ihn zur Umkehr. Lang 
greift das Klosterleben an; wenn die Fürsten und Obrigkeiten nur 
ein Zehntel dessen wüssten, was er wisse, würden sie die Ihrigen 
aus den Klöstern befreien. Arnoldi erwidert, dieses wisse Lang 
als gewesener Priester und Visitator des Ordens und sei ihm 
solches im Vertrauen bekannt geworden, nicht zur Bekannt- 
machung sondern zur Besserung. Wenn aber die Fürsten und 
Obrigkeiten wüssten, was den Brüdern im Orden von Lang be- 
kannt, was glaube derselbe. Aber diese schwiegen, wie sich zieme. 
Zum Schlüsse tadelt Arnoldi, dass die entlaufenen Mönche ihr ein- 
gebrachtes Gut zurückfordern. Wie die meisten Streitschriften 
Arnoldis enthält auch diese viele Persönlichkeiten. — 

4. LibellusFratris || BARTHOLOMAEI 1 1 de Vsingen Augusti- 
niani, 1 1 de duabus disputationibus 1 1 Erphurdianis. 1 1 Quarü prior 
est Langi & || Mechlerij monachoR* exiti- j |cioR* cötra ecclesiä 
catholicä || Posterior est Vsingi Au-|jgustiniani p ecclesiä catho-|| 
lica, priori aduersa & con- 1| traria. || M. D. xxvij. || Contra Husso- 
picardos. || — Mit Randbordüre, worin unten das Würzburger 
fürstbischöfliche Wappen. 

Schlussblatt 59=: Impressum Bamberge a Georgio Erlinger, j| 
ordinatione & impensis Bernhardi Vueigle || ciuis Herbipolensis & 
bibliopole , Anno 1 1 virginei partus M. D. xxvij decima 1 1 septima 
die Januarij. || — 59 Blatt 12= nebst leerem Schluss blatt , zu 
30 Zeilen, Antiqua, sign. A — P. II. Exemplar in Mainz (aus der 
Karthause). — Panzer. Ann. VI, 173, IX, 388. — 

Blatt 1=: Disputatio Langi et Mechlerij | Cuius haec erat in- 
timatio, Doctore JOANNE | LANGO presidente EGIDIVS MECH-| 
LERIVS die Veneris sub horam septimä | ad sequentia Themata 
respondebat. | — 

Blatt 28=: Epistola prima Mechlerij Fran|ciscani Monachi, 
sed exiticij, laruati & cöiugati, | quam michi miserat mox post re- 
ceptione ar- | gumento 4 meo * in disputatione suam | cripticä & 
factiosam. Egidius Mech|lerius Ecclesiastes vocatus Erphur- |diensis 
apud S. Bartholomeu, Bar|tholomeo Vsingi Augustinia-|no. Salue 
Vsinge. | Responsio | 

Blatt 38=: Epistola Secunda Mechlerij | Franciscani monachi, 
sed exiticij, laruati, & coniu-|gati, qua vernacula lingua scribit 
et oes Christia-|nos cripticos, dicitqz eam cu priori tangere aliqua | 
(folio 39=) puncta impia sibi & alijs euägelicis predicatoribus fal|se 
ab Vsingo imposita, eü tarne nisi vnü" punctü ambe|habeät, quod 
ego nö illi sed quibusdä suis cripticis fra|tribus imposuerä vere, 
sed audiamus eum. | — 

Blatt 47=: Euangeliü Mechlerij Fräciscani | Monachi, quod 
predicauit in dominica Septuagesime | in me, & in cöfusione totius 



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von Usingen (16. Jahrhundert). 365 

cleri Erphurdiani, nee nö | in potestate ordinariä diocesani, in cuius 
messem nö du|bitauit nee erubuit mittere falcem. | — 

Blatt 56=: Disputatio Fratris Bartholo-|maei de Vsingen 
Augu8tiniani, cuius hec erat in-|timatio, Magistro Bartholomeo 
Augusti|niano praesidente & eodem respondente | themata haec 
cripticis offerunt* ma- [gistris, pro veritate fidei catholicae | decla- 
randa, & impietate cri-|ptica süpprimenda. | Themata de Ecclesia 
& verbo dei. | — Enthält nur die Themata. — Auch die Dispu- 
tatio Langi et Mechlerii enthält nur die Themata der Disputation, 
jedoch die Widerlegung Usingens. 

Der Brief Mechlers ist Blatt 28= gedruckt und widerlegt. 
Arnoldi nennt als Anhänger Mechlers den Anthonius Musa und 
Johannes Koel (Brassica) ecclesiastes apud S. Vitum. Arnoldi sagt 
hierüber: Miserunt ad me fratres criptici Musam et Brassicam, 
qui blandis me verbis hortabantur [ut] concorditer cum ipsis et 
fratribus suis predicarem, quibus respondi, quomodo hoc possem, 
cum ipsi scismatici essent facti, qui contra usum ecclesiae catho- 
licae agerent tarn in sacramentis quam in sacramentalibus, quod 
ego facere nee possem nee vellem, dixerunt se habere pro se 
scripturam. Kespondi, et nos omnem, quam ipsi haberent, scrip- 
turam habere. Ait Brassica, se scripturam per scripturam intel- 
ligere, et non per hominem. Kespondi, spiritum sanetum et 
authorem et interpretem esse scripturae, sed per homines 2 Pet. 1 ; 
sed per quos homines ? nisi quos induit virtute ex alto, et sua 
unetione illuminavit ad scripturarum verum inteliectum in edifi- 
cationem ecclesiae. Quo audito Musa Brassice indixit silentium, 
videns illum nihil amplius habere, quod rationabiliter dicere posset 
et ad scopum, unde surgentes ambo dixerunt, si hoc noliem, frustra 
esse suam legationem et operain. Diese Stelle stimmt mit einer 
solchen einer andern Schrift, wo Arnoldi ebenfalls von der Ge- 
sandtschaft zweier Lutheraner an ihn redet, überein (Schrift 
Nro. 3), sie zeigt das Gefürchtetsein desselben in den Augen der 
Lutheraner, aber auch deren Nachgiebigkeit, bei Arnoldi das 
Beharren bei seiner Sache. Blatt Hü L erwähnt er seiner Schrift 
de saneta cruce. Doch auch Arnoldi war die langjährigen Kei- 
bereien müde, Blatt J v= nennt er sich sexagenarius, auf gleichem 
Blatt sagt er : Admonui vos iuvenes ante aliquot annos, me senem 
missum faceretis, quando pro suggesto vere pietati primo insul- 
tare cepistis. Culsamer habe ihn herausgefordert. Der Brief 
Mechlers schliesst: Datum Erphordiae in domo mea pastorali 
apud S. Barth olomaeum, anno post Christi nativitatem 1525 die 
vero vicesima quarta Januarii. (Folio K=). 

Blatt 39 f ist Mechlers zweiter Brief abgedruckt, d. h. über- 
setzt ins Lateinische und widerlegt. Derselbe ist reich an Per- 
sönlichkeiten. Schluss: Datum Erphur diae anno a natali Christi 



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366 Zur Bibliographie des Bartholomäus Arnoldi 

1525 die vicesima quarta mensis Januarii. — Die Rede Mech- 
lers ist von Arnoldi widerlegt. Derselbe begegnet dem Vorwurfe, 
die katholischen Priester hätten den Druck seiner Bücher be- 
zahlt, mit dem Einwände der Unwahrheit. 

5. Libellus Fratris || Bartholomei de || Vsingen Augusti- 
niani, De 1 1 tribus necessario requisitis 1 1 ad vitä christianam que 
|| sunt gratia, fides et || opera | Contra Lutheranos, | Husso- 
pycardos. || Herbipoli 1526. || * | — Mit Randbordüre* (Folio 
1 T = tit., Rückseite leer). — Panzer VII, 119 Nro. 5. — 

Schluss: || Soli deo gloria, et pax ecclesie eius. || || Bal- 
thasar Muller || Impressor. || * || 33 Blatt f leerem Schluss- 
blatt, sign. A — H iiij, zu 36 Zeilen, goth. Schrift, ohne Pag., 
die Randbordüre ist der von 1521 nachgebildet, aber roher und 
clair-obscur gedruckt. Exemplare: Mainz (13 n. 221) und Darm- 
stadt (W. 882 1 10). — 

Eine theologische Streitschrift gegen die Lutheraner über 
die Lehre von der Gnade, dem Glauben und den guten Werken. 
Die Titel der einzelnen Abschnitte sind: Caput primum de Gratia; 
ebenso Kap. II — VII. Fundamentum illius doctrine Nove. Ar- 
gumenta pro illa doctrina. Der zweite Teil der Schrift ist über- 
schrieben: Secundum ad vitam Christianam requisitum est fides, 
de qua sequencia erunt capitula. Caput primum. De fide. — 
Replica Lutheranorum. Kap. II und III. De fide. — Replice 
laicorum inter pocula. Kap. IV und V de fide. — Der dritte 
Teil ist überschrieben: Tertium ad vitam Christianam requisitum 
est opera, de quibus sequentia erunt capita. Caput primum. 
De operibus. Kap. II — IV de operibus. Argumenta, quod cha- 
ritas non sit gratia. Kap. V de operibus. — 

6. Libellus F. Bar- | tholomei de vsingen augustiniani ] Jn 
quo respondet confutationi | fratris Egidij mechlerij monachi | 
fräciscani sed exiticij laruati et cö- | iugati. Nitentis tueri er- 
rores et p- | fidiam Culsameri . qui illi clitellas | suas archadicas 
imposuit cum ipe | amplius possit nihil quia sub sar- | cina 
fatiscens defecit. | Erphur die. 1524. | Cötra Lutheranos. | — 
Mit Randbordüre (nach Holbein), worin die Zahl 1521, die Auf- 
fassung ist der von 1526 ähnlich, aber feiner ausgeführt, auch 
nicht wie jene, offenbar eine Nachahmung der von 1521, in clair- 
obscur gedruckt. — 

76 Blatt 44 ohne Pag., goth. Schrift zu 35 Zeilen. Sign. 
A— Tij. Ohne Ort und Typograph. Blatt 76^ leer. Beginnt: 
Libelli confutationis egidiane etc. Schluss: pro nectar et am- 
brosia. Exemplar: Mainz 13, q, 170. — Panzer VI, 502, 
59. — 

Eine Streitschrift gegen Egidius Mechler in Erfurt. Blatt 
3= ist dessen Schrift gegen Bartholomaeus abgedruckt und ab- 



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von Usingen (16. Jahrhundert). 367 

satzweise widerlegt. Mechler nennt sich im Eingange plebanus 
in Erphordia ad sanctum Bartholomeum und gibt als Veranlas- 
sung seiner Schrift die Predigt des Usingen de s. cruce an, ge- 
halten in der Collegiatkirche dive virginis Marie. Bartholomaeus 
wirft demselben dessen Austritt aus dem Franziskanerorden vor, 
derselbe sei plebanus pretensus populari tumuitu intrusus, aber 
damit kein plebanus geworden. Mechler sagt, es sei neulich ein 
lateinisches Büchlein zu Ehren der Erfurter Theologen erschienen, 
würdig einer Uebersetzung für solche, welche gerne alte Fabeln 
lesen. Es ist dieses eine Schrift Usingens. Egidius wirft dem 
Bartholomaeus vor, diese Schrift sei mit dem Gelde, das durch 
das Notariat erworben, gedruckt und verbreitet worden. Usingen 
widerspricht, dieses Büchlein sei mit durch ehrbaren Dienst der 
Kirche erworbenem Geld und das Zuthun eines guten Mannes 
erschienen. — 

Blatt 5= wirft Bartholomaeus dem Lang vor, derselbe habe 
ein Drittel der Mönche im Augustinerkloster zu Erfurt zum Ab- 
fall verleitet. Auch berührt er, dass Mechler gegen die Erhe- 
bung des hl. Benno eiferte. — 

Nach Blatt 9= hatte Mechler den Usingen vor dem Erfurter 
Kat wegen diesen Predigten verklagt. — 

Blatt 444 wirft Bartholomäus dem Mechler vor, dass der- 
selbe der Stadt Erfurt zum Schaden gereiche mit den Lutheranern 
und ihren Ruf geschmälert habe. — 

10. Inuocatio Sanctorum. || LIBELLVS FRATRIS BAR- 
THOLO- 1 1 maei de Vsingen Augustiniani de Jnuoca- 1 1 tione 
& veneratione Sanctorum. || CONFVTATIO SERMONIS LV- || 
theri, de Natiuitate virginis Mariae & re || sponso ad quaedam 
alia, venerationi || & intercessioni Sanctorum de- || trahentia. 
|| HERBIPOLI. M. D. XXVIII. || — Darunter Holzschnitt: Die 
Enthauptung des hl. Kilian und seiner Genossen. — 52 Blatt 
12±, (Signatur A — Niij) zu 29 Zeilen, Antiqua. -— Schluss: Im- 
pressum Bambergae a Georgio Erlinger, 1 1 ordinatione et impensis 
Bibliopolae Bern- || hardi Vueigle ciuis Herbipolesis. Anno || 
virginei partus M. D. XXVIII pridie 1 1 Idus Marcij. | — Exem- 
plar in Darmstadt (W. 1940J20). — Ausserdem verfasste Ar- 
noldi folgende Streitschriften, von denen ich für diese Arbeit 
keine Exemplare erlangen konnte. 

11. Purgatorium. Libellus de inquisitione purgatorii per 
scripturam et ratione et de liberatione animarum ex eo per suf- 
fragia vivorum. Contra Lutheranos Hussopycordos. Bambergae 
G. Erlinger 1527, 124. Mit hübscher Titelbordüre. Panzer VI. 
173 Nro. 9. - 

12. Libellus de merito bonorum operum. Ad instructionem 
Meehlerii 0. Franc, et ad evangelium Culsameri, quod predicavit 



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368 Bibliotheca Lippiaca. 

in expulsionem Erphordiani cleri. Contra factionem Lutheranam. 
Erphurdie 1525. Mit Titelbordüre. 36 Blatt 4=i. Panzer VI, 
603, Nro. 62. — 

13. Ecclesia Lutheriana. Pataviae Baioariae. Jo Weyssen- 
burger 1534. 34 Blatt ohne Pag. 16^. Handelt über die Er- 
schaffung des Satans, dessen Hass gegen Gott und die Menschen, 
über den Stolz der bösen Geister etc. — [2739.] 



Bibliotheca Lippiaca. Uebersicht über die landeskundliche und 
geschichtliche Litteratur des Fürstentums Lippe. Zusammen- 
gestellt von 0. Weerth und E. Anemüiler. Detmold, Kommis- 
sions-Verlag der Hinrichs'schen Hofhuchhandlung in Detmold. 
4,88 SS. 8. 

Die Herausgeber haben es auf Veranlassung der Zentral- 
kommission für wissenschaftliche Landeskunde von Deutschland 
unternommen, die landeskundliche Litteratur für das Fürstentum 
Lippe zusammenzustellen, und haben sich dazu grösstenteils der 
von obengenannter Kommission verbreiteten sog. Normalbestim- 
mungen bedienen können, doch nicht in allen Beziehungen, und 
auch nicht in Bezug auf die Geschichtslitteratur, die sie, in an- 
betracht der geringen Ausdehnung Lippe's, ganz aufnehmen zu 
sollen glaubten. Dass die Seitenzahlen der aufgeführten Werke 
und Aufsätze nicht angegeben worden, ist schliesslich zu ver- 
schmerzen, doch dürfte es für landeskundliche Bibliographien von 
Vorteil sein, wenn die Benutzer derselben gleich finden, ob sie 
hinter einem Titel ein umfangreiches Werk oder eine blosse 
Broschüre zu erwarten haben. Die Herausgeber haben sich von 
dem Grundsatze leiten lassen, lieber einige Titel minder wichtiger 
Schriften zuviel aufzunehmen, als den eines sehr wichtigen weg- 
zulassen, und so ist diese Zusammenstellung auf 926 Nummern 
angewachsen, die sich folgendermassen verteilen: I. Karten und 
Pläne. 1. Topogr. und histor. Karten 25, geologische 3, Pläne 4. 
— II. Landeskundliche Gesamtdarstellungen 28. — III. Landes- 
natur. 1. Oberflächengestaltung und geolog. Bau 79, Gewässer 
(Balneologie) 44, Klima, Meteorologie 15, Tierwelt, Fischerei und 
Fischzucht 17. — IV. Bewohner. 1. Vorgeschichte, german. und 
röm. Altertümer 20, Varusschlacht 94; 2. Gaukunde, Terri- 
torialentwickelung 5; 3. Mundartliches, Ortsnamen 9; 4. Sitte 
und Brauch, Sagen und Aberglauben 10 ; 5. Bevölkerungsstatistik 
12; 6. wirtschaftliche Kultur 48; 7. geistige Kultur 77. — 
V. Ortskunde 106. — VI. Geschichte 269. — VII. Biographien 
von Lippern 50, In den einzelnen Abteilungen sind die Titel 



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Litter atur. 369 

chronologisch angeordnet und zwar nicht nur die von Büchern, 
sondern auch die von Aufsätzen aus allerhand Zeitschriften, und 
die Angabe der letzteren ist in knapper, doch nicht zu abge- 
kürzter Form erfolgt, wie denn überhaupt die ganze Arbeit den 
Eindruck einer korrekten und sorgfaltigen macht. Kleingedruckte 
Zusätze sind vielen Titeln zur Erläuterung beigefügt, und am 
Schlüsse ist ein alphabetisches, auf die fortlaufend numerierten 
Titel verweisendes Verfasserregister beigegeben. [2740.] 



Litteratur. 
Fortsetzungen. 

Evers, G.G., Martin Luther. VII. Mainz, F. Kirchjieim. 8«. 
(M. 2,85.) 

Federici, R., Le leggi del progresso. Vol. 2. Roma, Bocca. 
(L. 3.) 

Fiedler, W., Die darstellende Geometrie ... 3. Aufl. T. 2. 
Lpzg., B. G. Teubner. gr. 8°. (M. 14.) 

Fresenius, R., Tratado de analisis quimica cualitativa. Cuad. 
13 y ultima. Valencia, P. Aguilar. 8°. (Rs. 5.) 

Galdos Perez, B., Episodios nacionales. T. 8. Madrid, Impr. 
de la Guirnalda. 4°. (Rs. 52.) 

Geizer, H., Sextus Julius Africanus u. d. byzantin. Chrono- 
graphie. Tl. 2. Abtl. 1. Lpzg., B. G. Teubner. gr. 8°. (M. 12,80.) 

Gentile, F., Storia romana dalle origini di Roma alla caduta d. im- 
pero d'occidente. Parte 2. Mailand, F. Vallardi. 16°. (L. 3,50.) 

Geschichte d. europ. Staaten, hgg. von A. H. L. Heeren, 
F. A. ükert u. W. v. Giesebrecht. Lief. 46. Abtl. 1. Gotha, 
F. A. Perthes. 8°. (M. 10.) 

Geschichtsquellen d. Grafschaft Glatz, hgg. von Volkmer u. 
Hohaus. Bd. 3. Habelschw., J. Franke, gr. 8. (M. 3.) 

Geyer, A., Grundriss zu Vorles. über gem. deutsches Straf- 
recht. Hälfte 2. München, Th. Ackermann, gr. 8°. (M. 3,50.) 

Giorgi, G., Teoria d. obligazioni nel Diritto moderno italiano. 
Vol. 2. 3. Firenze, Cannuelli. 8°. (ä L. 9.) 

Gonzalez, F. Z., Die Philosophie des h. Thomas v. Aquino. 
Uebers. v. C. J. Nolte. Bd. 2. Rgsbg., G. J. Manz. gr. 8°. 
(M. 6.) 

Grundtvig, N. F. S., Poetiske skrifter. Del 6. Kopenh., 
Schönberg. 8°. (Kr. 9.) 

24 



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370 Miszellen. 

Gümbel, K. W. v., Geologie v. Bayern. TL 1. Lfg. 2. 
Kassel, gr. 8°. (M. 5.) 

Hahn, C, Die gesamten Materialien zu d. Keichs- Justiz- Ge- 
setzen. Bd. 3. Lfg. 4. 2. Aufl., hgg. v. E. Stegemann. Berlin, 
R. v. Decker's Verl. gr. 8°. (M. 6.) 

Handlingar, Historiska — Del 13. Nr. 1. Stockh., Central- 
Tryck. 84. 8°. (M. 7,80.) 

Herbarts, J. F., Sämtliche Werke . . . hgg. von K. Kehr- 
bach. Bd. 2. Lpzg., Veit & Cie. gr. 8°. (M. 12.) 

Hirsch, A., Biograph. Lexikon d. hervorragenden Aerzte . . . 
Lfg. 19. 20. (Bd. 2 Schluss). Wien u. Lpzg., Urban & Schwarzen- 
berg. gr. 8°. (M. 1,50.) 

Huber, A., Geschichte Oesterreichs. Bd. 2. Gotha, F. A. 
Perthes. 8°. (M. 10.) 

Jun^mann, B., Dissertationes selectae in historiam ecclesiasti- 
cam. T. 4. 5. Regensb., F. Pustet, gr. 8°. (M. 8,20.) 

[2741.] 



Miszellen. 

Amerika. 



Boston. Die Public Library hat von der Regierung die 
Records of the Court of Commissioners of Alabama Claims in 
151 Bänden geschenkt erhalten. An anderen Zuwendungen sind 
zu nennen 90 Bände, Karten und 800 Broschüren von W. S. 
Appleton, 80 Bde. und eine Sammlung Photographien von J. M. 
Barnard, 38 Bde. von J. L. Barry, 75 Bde. von den Commissio- 
ners of Patents of Great Britain, 264 Bde. und 12 Br. von Mrs. 
G* Gardner, 210 Bde. von der kaiserlichen Universität in Japan, 
150 Bde. und 1581 Br. von C. C, Perkins, 31 Bde. und 94 Br. 
von S. S. Shaw, 68 Bde. von E. B. Webb. 

New Lebanon und Yonkers. Samuel Tilden hat zur 
Gründung einer Freibibliothek 5 Millionen Dollars testamentarisch 
vermacht, mit der Bestimmung, dass von dem nicht verwendeten 
Gelde in New York eine andre Bibliothek gegründet werden soll. 

PennsylTanien. Zum Schutze des Eigentums der Werke 
der öffentlichen Bibliotheken, Museen und Galerien hat der ge- 
setzgebende Körper im Juni vorigen Jahres ein Gesetz erlassen, 
das an Strenge nichts zu wünschen übrig lässt. Wer absichtlich 
ein obengenannten öffentlichen Anstalten gehöriges Werk durch 
Zerschneiden, Zerreissen oder sonstwie absichtlich verdirbt, hat 



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Miszellen. 371 

den Schaden zu ersetzen und ist mit Geldstrafe bis zu 100 Dol- 
lars oder Gefängnisstrafe bis zu 3 Monaten, nach Befinden auch 
mit beidem zu belegen. Wenn nur das Gesetz gleich mitbe- 
stimmte, dass die Thäter sich selbst melden müssten, denn ge- 
wöhnlich findet man eingeschriebene Bemerkungen oder Reste 
ausgeschnittener Tafeln u. dgl. erst lange nachdem das Verbrechen 
geschehen. 

Australien. 

In Adelaide hat das South Australian Institute nach dessen 
„Final Report" im Juni v. J. aufgehört, und ist aufgegangen in 
„Public Library, Museum and Art Gallery". Von den 26 184 
Bänden der Bibliothek des Institutes wurden 12 391 der neuen 
öffentlichen einverleibt, der Rest der Adelaide Circulating Library. 
(L. Chron. Nr. 11.) 

Deutschland. 

Berlin* Die Königliche Bibliothek hat kürzlich den 1500 
Bände umfassenden Büchernachlass des spanischen Konsuls zu 
Frankfurt a. M., Dr. Ludwig Braunfels, erworben. Er enthält 
nur spanische Litteratur, darunter solche von grösster Kostbarkeit 
und Unica. 

Von der königlichen Bibliothek in Berlin. — 
Unter den Ausgabeposten im diesjährigen Etat des preussischen 
Kultusministeriums findet sich »für Ergänzung der Bücherbestände 
und Katalogisierung bei der Königlichen Bibliothek in Berlin« 
ein Betrag von 50 000 Mark in Ansatz gebracht. 

Der Reichs- und Preuss. Staatsanzeiger veröffentlicht die er- 
folgte Ernennung des Wirklichen Geheimen Rats Greiff, Direk- 
tors der ersten Unterrichts- Abteilung im Ministerium der geist- 
lichen, Unterrichts- und Medicinal -Angelegenheiten , zum Vor- 
sitzenden des Kuratoriums der Königlichen Bibliothek zu Berlin. 

Darmstadt. Der Direktor der Grossherzoglichen Hof- 
bibliothek, Geheimerat Dr. Philipp Walt her, ist am 14 4 Okt. 
auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt worden. Zum 
Direktor der Bibliothek wurde am 17. Oktober Hofbibliothekar 
Dr. Wilhelm Maurer ernannt, zum Hof bibliothekar am 21. Okt. 
Hof bibliothek- Sekretär 1. Classe Dr. Valentin Lennert be- 
fördert. In die Stelle des 1. Sekretärs ist Hofbibliothek- Sekretär 
1. Klasse Dr. Gustav Nick aufgerückt. Mit der provisorischen 
Versehung der 2. Sekretärstelle sind Dr. Adolf Schmidt und 
Gymnasiallehrer Dr. Ludwig Walther beauftragt worden. 

Heidelberg. Ueber die Universitätsbibliothek finden wir im 
„Almanach der Universität Heidelberg für das Jubiläumsjahr 



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372 



Miszellen. 



1886. Hgg. von Paul Hintzelmann, Universitätsbibliothekar 44 , 
(Heidelberg, Paul Winter's Universitätsbuchhandlung. 1886. 16.) 
folgende Angaben. Die Bibl. besitzt einen vollständigen syste- 
matischen sowie alphabetischen Katalog über die gedruckten 
Bücher, ausserdem Spezialkataloge der Handschriften, Inkunabeln 
etc. Der Bestand der Bibl. beträgt ca. 350 000 Bände, dazu 
ca. 3200 Hsn., etwa 2500 Urkunden und ca. 150000 Disserta- 
tionen und Broschüren. 

Verliehen wurden: gedruckte Bücher Handschriften 



Sommer-Semester 1880: 

Winter- 

S.S. . 

w.-s. 

S.-S. . 

w.-s. 

s.-s. . 
w.-s. 
s.-s. . 
w.-s. 
s.-s. . 
w.-s. 



1880: 


6169 


1880/81: 


6971 


1881: 


5402 


1881/82: 


5753 


1882: 


6583 


1882/83: 


9180 


1883: 


7798 


1883/84: 


9112 


1884: 


7112 


1884/85: 


9838 


1885: 


7579 


1885/86: 


9970 



39. 

48. 
151. 

95. 

45. 

52. 

60. 

99. 

46. 
243. 

50. 

81. 



Beamte der Bibl. seit Anfang dieses Jahrhunderts waren: 
Oberbibliothekare: Friedrich Wilken 1808—1817, Friedrich 
Christoph Schlosser 1817—1825, Franz Joseph Mone 1825—1827, 
Joseph Eiselein 1827—1833, Chr. Felix Baehr 1833—1872, 
Karl Zangemeister 1873 bis jetzt. Uebrige Beamte: Karl Philipp 
Kayser 1805—1827, Jgnaz Joseph von Keiler 1820 — 1845, An- 
ton Müller 1825—1837, KarlKobert Sachse 1835 — 1860, Gustav 
Weil 1836 — 1861, Karl Thibaut 1839—1872, Otto Bender 1861 
bis 1882, Hugo Hinck 1873 — 1874, Wolfgang Schlüter 1874 
bis 1877, Willy Schady 1877—1882, Jakob Wille seit 1882, 
Paul Hintzelmann seit 1882, Adolph Koch seit 1883. 

Für Studierende ist die Bibl. täglich 2, für Professoren und 
Docenten täglich 6 Stunden (?) geöffnet. — Beigefügt sind die 
Vorschriften über die Benutzung der Universitätsbibliothek durch 
die Studierenden. 

Kassel. Der hiesigen Landesbibliothek ist jüngst eine 
wesentliche Verbesserung ihrer Einrichtungen zu teil geworden. 
Schon längst erwies sich, wie man der Allg. Ztg. berichtet, der 
Kaum, in dem nach altem Brauche Geschäftszimmer und Lese- 
zimmer vereinigt waren, als unzureichend und unbequem für die 
Besucher des Instituts ; ausserdem war die Benützung vieler Hand- 
schriften durch Mangel an Platz erschwert und eine Anzahl 
sonstiger durch Raumnot hervorgerufener Uebelstände vorhanden, 



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Miszellen. 373 

deren Beseitigung schon seit Jahren zu den dringenden Wünschen 
des Publikums und der Bibliotheksbeamten gehörte. Durch die 
Verlegung der Naturaliensammlungen des kgl. Museums in ein 
anderes Gebäude, das 1696 vom Landgrafen Karl von Hessen 
erbaute ,, Kunsthaus" am Steinwege, wurden mehrere grosse Zimmer 
in der oberen Etage des Museumsgebäudes frei, wohin die Biblio- 
thek 1779 durch Landgraf Friedrich II. verlegt worden war. Die 
Kommunalstände Hessens — diesen gehört seit 1869 die ehemals 
kurfürstliche Landesbibliothek — vereinbarten mit dem Staate 
die Ueberlassung dieser Räume an die Bibliothek gegen eine nicht 
unbeträchtliche Summe, die zur Instandsetzung des vorher ge- 
nannten Kunsthauses für die Aufnahme der naturhistorischen 
Sammlungen des Museums verwendet wurde. Ebenso verwilligten 
die Stände Mittel zur angemessenen Herrichtung der für die 
Bibliothek erworbenen Räume. Die hiefür erforderlichen Arbeiten 
und die Umstellungen, welche diese Aenderung im Gefolge haben 
musste, sind nunmehr durchgeführt und die neuen Räume dem 
Publikum zugänglich gemacht worden. Die Bibliotheksverwaltung 
beschloss, das Ausleihezimmer in den vom Staate abgetretenen 
Flügel des Museumsgebäudes zu verlegen. Hinter dem Ausleihe- 
und Geschäftszimmer befindet sich jetzt ein geräumiger Lesesaal, 
dessen Wandreposituren die wichtigsten Nachschlagewerke enthalten, 
während auf besonderen Tischen die- Hefte der gehaltenen Zeit- 
schriften aufliegen. Ausleihezimmer und Lesezimmer sind mit 
Gemälden hessischer Fürsten des achtzehnten Jahrhunderts, mit 
Gipsabgüssen nach Antiken und wertvollen Kupferstichen aus dem 
Besitze der Bibliothek auf das würdigste geschmückt. Die Schau- 
pulte des grossen Saales, der unmittelbar an das Lesezimmer 
stösst, werden im vormaligen Geschäftszimmer aufgestellt, worin 
auch ein grosser Teil der Manuskripte aufbewahrt ist. Eine 
passende Zugabe zu den in Schaupulten an bestimmten "Wochen- 
tagen zur Besichtigung ausgestellten Seltenheiten an Handschriften, 
Miniaturen und alten Drucken bilden die nunmehr dort an den 
Wänden aufgehängten kolorierten Kupferstiche der Loggien Ra- 
faels von Volpato und Ottaviani, die bekanntlich heute um so 
höheren Wert besitzen, als die Originale im Vatikan leider durch 
die Witterung so arg zerstört sind, ehe man daran dachte, sie 
durch Fenster zu schützen. Nach einer neuen von den Kommunal- 
ständen des Regierungsbezirks Kassel genehmigten Bibliotheks- 
ordnung soll die Landesbibliothek, die bisher nur in den Vor- 
mittagsstunden dem Publikum zugänglich war, auch an vier Nach- 
mittagen wöchentlich den Lesern geöffnet werden. Die ganze 
neue Einrichtung, welche der rühmenswerten Bereitwilligkeit der 
hessischen Stände zu verdanken ist, bildet gewissermassen den 
Abschluss der vorteilhaften Wandlung, welche sich seit 1877 mit 



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374 Miszellen. 

den wissenschaftlichen und Kunstsammlungen Kassels vollzog. In 
dem genannten Jahre führte man die Derühmte Gemäldegalerie 
aus den ungenügenden Räumen des Bellevue- Schlosses in das neue 
Gebäude über, das an der schönsten Stelle der durch ihre herr- 
liche Aussicht bekannten Bellevue gelegen ist. Der Unterstock 
des Galeriegebäudes wurde zur Aufnahme der früher im Museum 
am Friedrichsplatz befindlichen Werke der Kleinkunst aus der 
Zeit der Renaissance und des Barockstils, sowie zur Aufstellung 
der Wilhelmshöher Porzellan- und Fayence-Sammlung benützt. 
Ausserdem haben dort Gipsgüsse mittelalterlicher und neuzeitlicher 
Skulpturen Platz gefunden. Im Museum Fridericianum blieben 
die Antiken an Statuen, Büsten, Gemmen und Münzen, die prä- 
historischen in Hessen gemachten Funde und die Abgüsse in 
Bronze und Gips nach Antiken zurück, die jetzt, nachdem auch 
die Naturaliensammlung aus dem Gebäude entfernt ist und im 
„Kunsthause" des Landgrafen Karl ein durchaus zweck- 
entsprechendes und geräumiges Heim gefunden hat, ebenfalls eine 
schöne und übersichtliche Anordnung erfahren konnten. 

Schwerin. Die Regierungsbibliothek, jetzt unter Leitung 
des Bibliothekars Dr. Schröder, durch Zusammenlegung mehrerer 
kleiner dortiger Büchersammlungen entstanden, soll neben der 
Rostocker Universitäts-Bibliothek Landesbibliothek werden. 

Die K. Handbibliothek in Stuttgart hat durch K. Ent- 
schliessung den Titel: „Hofbibliothek" erhalten. 

England. 

Birmingham. Wie Book-Lore Nro. 23 meldet, wird jetzt 
versuchsweise die Frei-Bibliothek auch Sonntags geöffnet, aber 
um gewisse Gewissen nicht zu beschweren, werden die dienst- 
tuenden Beamten Juden seiu. 

Edinburgh. In einer zahlreich besuchten, am 1. Oktbr. 
d. J. abgehaltenen Bürgerversammlung wurde beschlossen, dem 
Herrn Andrew Carnegie zu danken für die von ihm versprochenen 
50 000 Pfd. Sterling zur Errichtung einer öffentlichen Freibiblio- 
thek, die freilich davon abhängen wird, ob Edinburgh das Public 
Libraries Act annehmen wird oder nicht. 

London. Wie in einer am 30. Septbr. d. J. abgehaltenen 
Versammlung des Komitees erklärt wurde, wird der neue Katalog, 
von dem etwa 300 Seiten beim Brande der Blades'schen 
Druckerei zerstört wurden, im April oder Mai nächsten Jahres 
fertig werden. 



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Miszellen. 375 

Frankreich. 

Für die Staatsbibliotheken wird für 1887 folgender Kredit 
von der Kammer der Abgeordneten gefordert: Bibliotheque natio- 
nale, Personal 400000 Fr. (bisher 390 000), Material 270000, 
Kataloge 50 000; Pariser öffentliche Bibliotheken 217 600 (statt 
212 600), nämlich 43 100 Mazarin-Bibliothek , 55 814 Arsenal- 
Bibliothek, 121686 Sainte-Genevieve-Bibliothek; Departements- 
Bibliotheken in Fontainebleau und Compiegne 9400, Bibliothek 
und Museum in Algier 15 700, allgemeiner Bibliothekdienst 39 300, 
Katalog der Handschriften der öffentlichen Bibliotheken 20000, 
wissenschaftliche und litterarische Subskriptionen und internatio- 
nale Austausche 119 000, Schul- und Volksbibliotheken 250000 
Frank. Die für die Bibliotheque nationale verlangten 10000 
Frank werden damit motiviert, dass dieselbe jetzt täglich zwei 
Stunden länger als sonst geöffnet ist, nämlich bis 6 Uhr abends, 
und die Zahl der Benutzer dadurch bedeutend grösser geworden 
ist. Während dieselbe vom 15. Mai bis 15. Septbr. 1884 nur 
55927 Personen betrug, waren in derselben Zeit dieses Jahres 
79346 zu bedienen. 

Le Ha vre. In einer grossen Gefahr hat am 23. Juli d. J. 
die Bibliothek geschwebt. Eine mit 23000 Kilo Nitroglycerin 
beladene Barke war nämlich in 400 m Entfernung von der Biblio- 
thek auf den Strand geraten und obwohl der Artilleriekapitän 
Laboureux mit einigen anderen Mutigen von der Ladung so viel 
als möglich zu retten suchte, so konnte er doch nicht verhindern, 
dass nachts 11 Uhr 45 Minuten der Rest im Fahrzeug erplodierte. 
Der dadurch in der Stadt an Dächern, Brücken u. s. w. angerich- 
tete Schaden war ein bedeutender, die Bibliothek erlebte jedoch 
nur, dass einige Eisenstücke das Dach durchschlugen und einige 
Bände sowie Mobiliar beschädigten. Den braven Rettern hat der 
Aufsichtsrat der Bibliothek Öffentlichen Dank und den Mann- 
schaften Belohnungen gewidmet. 

Paris. Das Institut de France besitzt neben seiner Haupt- 
Bibliothek in Paris noch eine hauptsächlich aus Werken und 
Urkunden zur Geschichte von Paris bestehende kleinere. Diese 
wird von der Pariser Präfektur als Eigentum der Stadt Paris 
reklamiert; der Minister des öffentlichen Unterrichts aber, der 
die Rückgabe hat vermitteln sollen, hat es abgelehnt dem Ver- 
langen nachzukommen. 

— Die Bibliothek des Conservatoire nationale de musique et 
de declamation, gegründet 1795, besitzt jetzt 22 000 Bände 
Partituren, 5000 Bände Solfeggien, Gesanglehren und Journale, 
3000 Bände musikalische oder dramatische Litteratur, 830 Bände 



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376 Miszellen. 

Instrumental - Lehrbücher , 500 Bände Harmonielehren u. dgl., 
165 Bände vermischter Broschüren und alle Textbücher aus dem 
Bureau der Herren des Entelles, endlich aber noch 170 000 Klavier- 
oder Gesangsstücke, welche seit 1834 durch das „Depot legal" 
als Pflichtexemplare geliefert worden. 

— Die Bibliotheque des societes savantes hat die Erbschaft 
der sämtlichen von Leon Renier hinterlassenen Papiere angetreten. 

Poitiers. Die Stadtbibliothek hat aus dem Bouyer'schen 
Nachlasse eine grosse Anzahl von Werken zur Geschichte des 
Saintonge geschenkt erhalten. 

Porto. Im März d. J„ ist in Porto ein neues biblio- 
graphisches Blatt, betitelt „Correio bibliographico Portuense-Jornal 
de litteratura nacional e estrangeira" — proprietario E. Moreiro 
Lopes — gegründet worden, das, bei unentgeltlicher Verteilung, 
sich offenbar durch Insertionsgebühren bezahlt machen will — 
die gewöhnliche Zeile kostet nemlich 10 reis (4,5 Pfennig.) Er- 
scheinen sollte es, sobald Stoff für vier Folioseiten vorhanden 
sein würde. 

Seine -Departement. Nach der Angabe des Präfekten 
gibt es in seinem Bezirke 54 Gemeindebibliotheken mit einem 
Jahreskredit von zusammen 20100 Fr., ausserdem noch 16 Frei- 
bibliotheken, so dass nur 5 Gemeinden ohne Bibliothek sind. Die 
Benutzung der Bibl. steigt von Jahr zu Jahr, wie folgende Zahlen 
beweisen. Es wurden benutzt: im J. 1881 : 31042, 1882: 54466 
1883: 69 507, 1884: 102 525, und 1885: 223 815 Bande, [Le 
Livre. Ännee 7. livr. 1. Nr. 73,] 

Italien. 

Die Präfekten der italienischen Bibliotheken sind durch Dekret 
vom 7. Januar d. J. in 3 Klassen eingeteilt worden, und zwar 
folgendermassen : 

Präfekten 1. Klasse sind Domenico Guoli an der Biblioteca 
Vittorio Emanuele in Rom, und Desiderio Chilovi an der Biblio- 
teca Nazionale Centrale in Florenz; 

Präfekten 2. Klasse sind Vito Fornari in Neapel und Gor- 
resio in Turin; 

Präfekten 3. Klasse sind Jsaia Ghiron in Mailand, Castellani 
in Venedig, und Anziani an der Biblioteca Laurenziana in Florenz. 

Die Staatsbibliotheken verliehen in den Monaten Mai bis 
Juli in's Ausland 12 Codices, und zwar 7 nach Frankreich, 4 
nach Deutschland und 1 nach der Schweiz, und sie erhielten ge- 
liehen 4, alle aus Frankreich. Unter einander tauschten sie 17 
Codices. 



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Miszellen. 377 

Während des April dieses Jahres sind in den 32 Öffent- 
lichen Bibliotheken in den Tagesstunden 60 050, in den Abend- 
stunden 23 370 Druckwerke und 1357 Handschriften zum Lesen 
gegeben worden und zwar an 68 239 Personen. In die Woh- 
nungen wurden 2186 Druckwerke an 1560 Personen verliehen. 
(Boll. d. publ. ital. d. Bibl. Naz. Centr. di Firenze Nro. 18). 

— Im Mai d. J. wurden in den 32 Staatsbibliotheken von 
65 888 Personen 74 741 Werke in den Tagesstunden, 13 449 in 
den Abendstunden und 1347 Handschriften benutzt. In die Woh- 
nungen wurden verliehen 2232 Druckwerke an 1487 Personen, 
und 11 Hschr. an 8 Personen. Unter sich tauschten die Biblio- 
theken 139 Druckwerke und 47 Hschr. 

Florenz. Im dritten Vierteljahre d. J. wurden in der 
Biblioteca Nazionale Centrale 11562 Druckwerke und 834 Hschr. 
benutzt. In die Wohnungen wurden verliehen 178 Werke ohne 
und 255 gegen Bürgschaft. Anderen Staatsbibliotheken wurden 
geliehen 56 Druckwerke und 13 Hschr., und von anderen Biblio- 
theken geliehen 6 Druckwerke und 5 Hschr. Auf Grund des 
Pressgesetzes wurden an die Bibl. abgeliefert 905 Bände und 
4297 Broschüren und Hefte, als Geschenke 71 Bände und 205 
Werke, auf dem Wege des internationalen Tausches 22 Broschüren, 
gekauft wurden 352 Bände Drucksachen und 27 Hschr., in Summa 
1328 Bände, 4524 Broschüren und Hefte, und 27 Hschr. In den 
alphab. Katalog wurden 3783 Zettel, in den Sachkatalog 2957 
und in das Inventar 2283 gelegt. 99 Hschr. worden neuverzeichnet. 
Abgeschickt wurden 1556 Briefe und eingingen 1355. Ausser- 
dem wurde das Bolletino delle pubblicazioni italiane etc. regel- 
mässig herausgegeben und der Catalogo dei periodici politici 
italiani bearbeitet, der in den nächsten Tagen erscheinen wird. 

Mailand. In der National-Bibliothek wird in einem Saale 
eine Biblioteca Manzoniana eingerichtet. 

Born. Vom Januar bis Juni d. J. war die Biblioteca Na- 
zionale Centrale Vittorio Emanuele 142 Tage geöffnet, 6 Stunden 
am Tage und 3 am Abend, und es wurden in dieser Zeit am 
Tage 37238 Druckwerke 23 296 Lesern und 116 Handschriften 
63 Lesern, am Abend 22 442 Druckwerke 15 358 Lesern gegeben. 
In diesen Ziffern sind nicht inbegriffen benutzte Nachschlagewerke 
noch ausliegende neueste Hefte der Periodica. In demselben 
Halbjahre vermehrte sich die Bibliothek um 6 Handschriften, 2883 
Druckwerke und 6947 Broschüren, und 18 491 Blätter wurden 
in den alphabetischen Hauptkatalog neu eingelegt, ausser 2358 
Zetteln für seltene Ausgaben. 529 Codices und 524 Autographa 
wurden beschrieben. 

Verona. Die Biblioteca comunale di Verona besitzt jetzt 
im ganzen 82704 Werke in 117981 Bänden. Dieselbe besitzt 



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378 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

einen alphabetischen Hauptkatalog; der auf Zettel geschriebene 
systematische wurde im Jahre 1885 um 3945 Bände vermehrt. 
(Bull. d. pubbl. ital. etc. Nro. 18.) 

Oesterreich. 

Admont. Die ehemals so hochberühmte, am 27. April 1865 
aber durch Feuer stark geschädigte Stiftsbibliothek hat jetzt 
ungefähr 80 000 Drucke, darunter 624 Inkunabeln und ca. 1366 
Handschriften, davon 966 aus dem 9. — 16., und ca. 400 aus dem 
16. — 19. Jahrhundert. Der Bibliothekar, der bekannte Jakob 
Wichner, bearbeitet augenblicklich den Inkunabelnkatalog. 

Kr a kau. Die Bibliothek der Akademie der Wissenschaften 
hat aus dem Nachlasse des Marsjalkiewicz 10000 Bände erhalten. 

Eine Bibliographie der landeskundlichen Litteratur Oester- 
reich-Ungarns hat handschriftlich der Vorstand der Wiener Uni- 
versitäts- Bibliothek vollendet. Man sieht also, dass Einer das 
Werk zu stände bringen kann, es muss nur der Rechte sein! 

[2742.] 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

C. H. Beck'sche Buchhandlung, Nördlingen. Antiquar. 
Katalog Nr. 175. 1886. 8o. Tit. u. 72 S. 1281 Nrn. 
Katholische Theologie. [2743.] 

E. J. Brill, Leide. Cataloque des Bibliotheques histori- 
ques et Litteraires et du kabinet de Medailles et de Monnaies 
de Feu M. M. J. van Heukelom jr. & C. A. X. G. F. Sicherer. 
1886. 8«. Tit. u. 146 S. 2050 Nrn. Monnaies: 1—528. 

[2744.] 

Brockhansen & Bräuer, Wien, VII., Mariahilferstr. 18. 
Katalog einer alten Stadt-Bibliothek. 1886. 8°. Tit. u. 69 S. 
1554 Nrn. Werke aus diversen Wissenschaften. [2745.] 

Francesco Casella fu Gennaro, Napoli, Via Molo 
Nr. 21. Catalogo della Libreria Antiquaria. 1886. 8o. 80 S. 
328 Nrn. Libri Antichi e Moderni. [2746.] 

Albert Cohn, Berlin, IV., Mohrenstr. 53. Antiquar. 
Katalog Nr. 178. 1886. 8o. Tit. u. 42 S. 285 Nrn. Seltene 
Bücher aus allen Fächern u. Handschriften. [2747.] 

Neues Leipziger Antiquariat (A. Gradehand), 
Leipzig, Kurprinzstr. 17. Katalog Nr. 3. 1886. 8o # 56 S. 
Theologie. — Philosophie. — Pädagogik. — Stenographie. 

— Medizin u. Pharmacie. — Botanik. — Zoologie. — Chemie. 

— Klassische Philologie. — Natur-, Land- u. Forstwissen- 
schaften. — Rechts- u. Staatswissenschaft. — Handelswissen- 
schaften. — Ausländische Litteratur u. Literaturgeschichte. 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 379 

— Mathematik. — Physik. — Geometrie. — Geschichte nebst 
Hilfswissenschaften. — Architektur. — Kunstwissenschaft. — 
Technologie. — Ingenieurwissenschaften. — Deutsche Sprach- 
wissenschaft. — Literaturgeschichte. — Neuere deutsche 
Litteratur. — Belletristik. — Prachtwerke. — Neueste Er- 
werbungen. — Varia. [2748.] 

Max Harrwitz, Berlin NW. 7., Dorotheenstr. 71. Ver- 
zeichnis von Fliegenden Blättern, Flugschriften, Porträts, 
Städteansichten etc. etc. aus dem 17.— 19. Jahrhundert. 8o. 
Tit. u. 18 S. 436 Nrn. — Verzeichnis von Büchern des 
Antiquar. Lagers. 8o. 16 S. 312 Nrn. Miscellanea. 

[2749.] 

Karl W* Hiersemann, Leipzig, Turnerstr. 1. Katalog 
Nr. 18. 1886. 8o. Tit. u. 18 S. 378 Nrn. Altklassische 
Kunst-Archäologie. — Katalog Nr. 19, 1886. 8o. Tit. u. 
65 S. 1146 Nrn. Kunst. (Kunstbücher, Kupferstiche, Hand- 
zeichnungen etc.). [2750.] 

Ulrico Hoepli, Milano, 37 Corso Vittorio Emanuele, 
Catalogo Nr. 39. 1886. 8o. Tit. u. 228 S. 2433 Nrn. 
Belle Arti. — (Parte Quarta). — Opere illustrate e di Gran 
Lusso Co8turni, Emblemata Ecc. [2751.] 

Joseph Jolowicz, Bhdlg., Posen. Katalog des antiq. 
Bücherlagers Nr. 94. 1887. 8o: Tit. u. 48 S. 1392 Nrn. 
Jurisprudenz, Staatswissenschaft und Nationalökonomie. 

[2752.] 

Heinrich Kerler, Ulm a/D. im Schlössle. Antiquar. 
Katalog Nr. 107. 1887. 8o. Tit. u. 48 S. 1310 Nrn. Biblio- 
theca Graesseana bibliographica. (Pars prima.) — Bücher- 
kunde. Verzeichnisse von Kunstsammlungen. [2753.] 

Kirchhoff & Wigand, Leipzig, Marienstr. 19. Antiq. 
Katalog Nr. 774. 1886. 8o. u. 60 S. 1905 Nrn. National- 
ökonomie, Sozial Wissenschaft, Land- und Forstwirtschaft. — 
Nr. 775. 1886. 8o. u. 33 S. 1092 Nrn. Jurisprudenz und 
Staatswissenschaften. [2754.] 

Wilh. Koch & Reimer, (Arnold Koch), Königsberg i/Pr., 
Prinzessiüstr. 3 a - Katalog Nr. 20. 1886. 8o. Tit. u. 66 S. 
2653 Nrn. Literaturgeschichte. Deutsche Sprachwissenschaft 
und Litteratur. — Neuere Sprachen. — Werke zur Kunst 
und Musik. — Nr. 21. 1886. 8<>. Tit. u. 58 S. 1954 Nrn. 
Theologie. Philosophie. Pädagogik. — Orientalia. — Nr. 22. 
1886. 8o. Tit. u. 34 S. 840 Nrn. Rechts- u. Staatswissen- 
schaft. — Verzeichnis deutscher Reichsgesetze. — Katalog 
Nr. 23. 1886. 8o. Tit. u. 50 S. 1563 Nrn. Geschichte 
und Geographie. [2755.] 

Wilh. Ko ebner, (L. F. Maske's Antiq.), Breslau, 



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380 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Schmiedebrücke 56. Katalog Nr. 188. 8°. Tit. u. 70 S. 
2177 Nrn. Klassische Philologie. [2756.] 

K. F. Koehler's Antiquarium, Leipzig, Seeburgstr. 10. 
Katalog Nr. 438. 1886. 8o. Tit. u. 109 S. 2794 Nrn. Ver- 
gleichende Anatomie u. Physiologie, Embryologie u. Morpho- 
logie. [2757.] 

Kubasta & Voigt, Wien I., Verläng. Kärntnerstr. 48. 
Antiquar. Anzeiger. Nr. 73 u. 74. 1886. gr. 8o. je 4 S. 

[2758.] 

Antiquariat der Wallishausser'schen k. k. Hofbuch- 
handlung (Adolf W. Künast), Wien L, Hoher Markt 1. Anti- 
quar. Katalog Nr. 116. 1886. 8». 20 S. 428 Nrn. Theo- 
logie. [2759.] 

Lehmann & Lutz, Frankfurt a. M., Weissadlergasse 3. 
Antiquar. Anzeiger Nr. 62. 1886. 8°. 39 S. 8588 bis 
9420 Nrn. Curiosa. II. Abteilung. — Nr. 64. 1886. 8o. 
16 S. 9421-9739 Nrn. Städte-Ansichten. — Varia (Neueste 
Erwerbungen.) [2 7 60.] 

Heinrich Lesser, Breslau, Schweidnitzerstr. 16—18. 
Hof I. Etage. Katalog Nr. 198. 8°. 30 S. 1056 Nrn. Botanik. 
(Kryptogamen.) — Nr. 199. 8°. 34 S. 1189 Nrn. Medizin. 

[2761.] 

ß. Levi, Stuttgart, Calwerstr. 25. Verzeichnis des 
Antiquar. Bücherlagers Nr. 53. 8°. Tit u. 54 S. Geschichte. 

— Geographie u. Verwandtes. [2762.] 

LeoLiepmannssohn, Berlin IV., Charlottenstr. 63. 1. 
Katalog Nr. 48. 8°. Tit. u. 53. S. 1096 Nrn. Literatur- 
geschichte. — Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. — 
Buchdruckerkunst. — Gelehrten- und Universitätsgeschichte. 

— Pädagogik etc.— Nr. 49. 8°. Tit. u. 44 S. 890 Nrn. 
Leterature frangaise — Nr. 50. 8°. Tit. u. 38 S. 618 Nrn. 
Instrumental-Musik. [2763.] 

Lippert'sche Buchhdlg., Halle a. S. Bibliotheca Philo- 
logica Classica. Katalog Nr. III. 1886/87. 8o. Tit. und 
27— 77 S. 889— 2485 Nrn. Lateinische Autoren. [2764.] 

List & Francke, Leipzig, Universitätsstr. 13. Ver- 
zeichnis der nachgelassenen Bibliothek des Herrn Rechts- 
anwalts H. Cerutti in Leipzig. 1886. 8o. Tit. u. 72 S. 
2700 Nrn. [2765.] 

Ermanno Loescher, Torino, 16. Corso Vittorio 
Emanuele. Catalogo Nr. 70. 1886. 8<>. Tit. 45 S. 1078 Nrn. 
Storia generale, Storia particolare, Storia naturale, Appen- 
dice. — Nr. 71. 8o. Tit. u. 46 S. 1286 Nrn. Medicina. 

[2766.] 

A. Lutz, Hanau. Lager-Katalog Nr. 5. 1886. 8<>. 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 381 

Tit. u. 50 S. 1229 Nrn. Medizin. 1) Allgemeines. 2) Gynae- 
kologie. Geburtskunde. 3) Geisteskrankheiten. 4) Epide- 
mien, Cholera, Impfung. 5) Dissertationen. 6) Tierheilkunde. 
7) Nachtrag, Kräuterbücher. 8) Porträts von Aerzten. 

[2767.] 
Schlesw.-Holsteinisches Antiquariat (E. v. Maack), 
Kiel, 30 Kehdenbrücke. Lager - Verzeichnis Nr. 84. 1886. 
8. Tit. u. 16 S. 414 Nrn. Land- und Forstwirtschaft. — 
Nr. 85. 1886. 8°. Tit. u. 24 S. 578 Nrn. Belletristik. 
Einige Kupferwerke. — Historische Werke. Reisen etc. etc. 

— Nr. 86. 1886. 8<>. Tit. u. 16 S. 392 Nrn. England. 

— Nr. 87. 1886. 8°. Tit. u. 16 S. 399 Nrn. Frankreich. 

— Nr. 88. 1886. 8<>. Tit. u. 8 S. 218 Nrn. Musik und 
Varia. [2768.] 

Rudolf Merkel, Erlangen. Antiquar. Katalog Nr. 90. 
1886. 8°. Tit. u. 50 S. 1727 Nrn. Philosophie. - Päda- 
gogik. — Schul- u. Universitätswesen. — Nr. 91. 1886. 8°. 
Tit. u. 54 S. 1706 Nrn. Protestant. Theologie. — Nr. 92. 
1886. 8°. Tit. u. 62 S. 2140 Nrn. German. Sprachen 
und Litteratur. Nr. 93. 1886. 8°. Tit. u. 66 S. 2066 Nrn. 
Medizin. [2769.] 

Frederik Muller & Cie, Amsterdam, Doelenstraat 10. 
Deuxieme Supplement du cataloque generei de livres sur la 
Jurisprudence, reunies ä la Bibliotheque de Feu Mr. A. Roe- 
lofs. 1887. 8o. Tit. u. 64. S. 1194 Nrn. Jurisprudence. 
Droit public, flconomie politique. — Cataloque ä prix mar- 
ques de livres, Cartes et vues, provenant en partie de la 
Bibliotheque de Feu Mr. N W. Posthumus. 1887. 8<>. 
Tit. u. 217 S. 3055 Nrn. Geographie. Topographie. Vo- 
yages. [2770.] 

Paul Neubner, Köln a. Rhein, Passage 43—47. An- 
tiquar. Katalog Nr. 4. 8°. Tit. u. 94 S. 2973 Nrn. Soziale 
Wissenschaften. 1) Allgem. Staatswissenschaft. 2) Politik 
und Diplomatie. 3) Staatsumwälzungen. 4) Kirche u. Staat. 
5) Volkswirtschaft. 6) Verwaltung u. Polizei. 7) Finanz- 
wissenschaft. 8) Verkehrswesen. 9) Handel u. Handelsrecht. 
10) Statistik. [2771.] 

R. L. Prag er, Berlin, NW. 7. Nr. 5 Universitätsstr. 
Bericht über Neue Erscheinungen u. Antiquaria. Nr. 1. 1886. 
8o. 24 S. 514 Nrn. Rechts- und Staatswissenschaften. — 
Nr. 2. 8o. 48 S. 1200 Nrn. Inhalt: wie bei Nr. 1. — 
Katalog einer ausgewählten Sammlung von Zeitschriften 
und grösseren Werken Nr. 89. 1886. 8o. Tit. u. 78 S. 
1624 Nrn. Rechts- u. Staatswissenschaften u. Geschichte. — 
Nr. 90. Katalog der v. Herrn Geh. Justizrat Dr. phil. Ed. 



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382 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

Huschke hinterlassenen Römischrechtlicben Büchersammlung. 
1886. 80. Tit. u. 53 S. 1827 Nrn. - Nr. 91. Katalog einer 
ausgew. Sammlung von Werken der Staats- und Volkswirt- 
schaft. 1886. 8o. Tit. u. 70 S. 2076 Nrn. [2772.] 

G. Pr ie we' s Antiquariat, Berlin S., Kommandantenstr. 55. 
Katalog Nr. 29. 8<>. Tit. u. 14 S. Deutsche Litteratur. 
Theaterstücke. Werke zur Geschichte des Theaters und der 
Musik. [2773.] 

Antiquar. Buchhandlung, „Posrednik", St. Petersburg, 
Nevski Prospect 34. vis-ävis der Duma. Cataloque de Livres 
russes rares et curieux et de Livres sur la Russe Nr. 4. 
1886. 8o. Tit. u. 215—302 S. [2774.] 

Maison Quantin, Paris, 7 rue Saint-Benoit. Bulletin. 
Nr. 3. 1886. 8°. 8 S. Bibliotheque des Chefs-d'oeuvre du 
Roman Contemporain. [2775.] 

Quiding's Antiquariat (vorm. Gleerup'sche Universitäts- 
Buchhandlung), Lund. Antiquar. Katalog Nr. 10. 1886. 8o. 
Tit. u. 30 S. 1040 Nrn. Jurisprudenz, Staatswissenschaft, 
Nationalökonomie, Statistik etc. [2776.] 

Wilhelm Rath's Antiquariat, Esslingen. Vogelsangstr. 
3 u. 9. Katalog des Antiquar. Bücherlagers Nr. XIV. 8°. 
Tit u. 20 S. 698 Nrn. Mathematik. — Nr. XV. 1. u. 2. 
Abtlg. 8o. Tit. 1. Abtg. 46 S. Nr. 1—1641. 2 Abtig. 19 S. 
1642—2268. Protestant. Theologie, Theosophie, Mystik, Spiri- 
tismus etc. — Nr. XVI. 8o. Tit. u. 42 S. 1498 Nrn. Deutsche 
Belletristik, Jugendschriften, Uebersetzungen , Literaturge- 
schichte, Kunst- und Musiklitteratur. [2777.] 

J. Rieter-Biedermann, Leipzig. Katalog. 8o. Tit. 
u. 23 S. Werke für Orgel nebst einem Verzeichnis von kirch- 
lichen Vokalkompositionen mit und ohne Pianoforte- oder 
Orgelbegleitung und Gesängen zum Schulgebrauch. 

[2778.] 

J. Scheible's Antiquariat und Verlagsbuchhandlung, 
Stuttgart. Katalog Nr. 196. 8o. Tit. u. 42 S. Sport. 693 Nrn. 
Reitkunst. Turn- u. Fechtkunst. Duell. Forst- u. Jagdlitte- 
ratur. Fischerei. Vogelfang. Falknerei. Schach- u. andere 
Spiele. — Antiquar. Anzeiger Nr. 61. 8<>. 28 S. 499 Nrn. 
Miscellanea. [2779.] 

H. W. Schmidt, Halle a. S. Verzeichnis wertvoller 
Schriften aus dessen Verlag. 8o. 12 S. Mathematik (Spe- 
zialität). [2780.] 

Felix Schneider (Adolf Geering), Basel. Antiquar. 
Katalog Nr. 189. (Supplement zu Katalog 178.) 8o. Tit. u. 
34 S. 776 Nrn. Medizin. Vermischtes. Augenheilkunde. 
Badeschriften etc. Nachtrag. [2781.] 



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Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 383 

Simmel & Co., Leipzig, Rossstr. 18. Antiquariats- 
Katalog Nr. 111. 1886. 8o. Tit. u. 59 S. 2252 Nrn. 
Klassische Philologie. I. Griechische Autoren. — Nr. 112. 
1887. 8o. Tit. u. 35 S. 1419 Nrn. Klassische Philologie. 
IL Lateinische Autoren. — Antiquar. Anzeiger Nr. 1. 1886. 
8o, Tit. u. 16 S. 388 Nrn. Bibliographie. Buchhandel. 
Schriftwesen. [2782.] 

Emil Soeding, Antiquariat, Wien L, Wallners tr. 13. 
Katalog Nr. 8. 1886. 8°. Tit. u. 54 S. 978 Nrn. Ar- 
chäologie. Kunst und Architektur. — Nr. 9. 8«. Tit. u. 
16 S. 388 Nrn. Libri italiani e reguardando l'Italia. — 
Nr. 10. 1886. 8°. Tit. u. 38 S. 930 Nrn. Rechts- und 
Staatswissenschaft. Volkswirtschaft u. Statistik. — Nr. 11. 
8°. 16 S. 299 Nrn. Genealogie. Wappen. Siegel und 
Orden. Numismatik. Medaillen u. Gemmen. — Nr. 12. 8o. 
18 S. 416 Nrn. Orientalia. [2783.] . 

J. A. Stargard, Berlin SW, Zimmerstr. 19. Lager- 
katalog Nr. 159. 8o. Tit. u. 53 S. 1194 Nrn. Adelsge- 
schichte. Wappenkunde. [2784.] 

Ferdinand Steinkopf, Stuttgart, Kronprinzstr. 38. 
Antiquar. Katalog Nr. 362. 1887. 8o. Tit. u. 26 S. Evan- 
gelische Predigtbücher. — Nr. 363. 1887. 8°. Tit. u. 18 S. 
Praktische Theologie. — Pastoralwissenschaft. Katechetik 
und Religionslehrbücher. Biblische Geschichte. Homiletik 
Liturgik. Kultus. Aeussere Mission. Innere Mission. Kirchen- 
Recht u. Verfassung. [2785.] 

Carl Steyer, Cannstatt. Verzeichnis antiquar. Bücher 
Nr. XXVH. 1886. 8o. Tit. u. 50 S. 1458 Nrn. Medizin. — Natur- 
wissenschaften. — Exakte Wissenschaften. — Astrologie. 
— Technologie. Verschiedene Wissenschaften. — Nr. XXVIII. 
1886. 8°. Tit. u. 34 S. 1138 Nrn. Philosophie. Päda- 
gogik. — Schul- u. Universitätswesen. Schriften gelehrter 
Gesellschaften. [2786.] 

Karl J. Trübner, Strassburg i. E. , Münsterplatz 9. 
Verzeichnis einer wertvollen Sammlung von Pergament- und 
Papier-Handschriften aus dem XII.— XV. Jahrhundert, Teig- 
drucken, Inkunabeln und anderer typogr. Seltenheiten. 1886. 
8o. Tit. u. 44 S. 175 Nrn. — Bücher- Verzeichnis Nr. 45. 
1886. 8o. Tit. u. 22 S. 347 Nrn. Englische Sprache 
und Litteratur. — Nr. 46. 1886. 8o. Tit. u. 39 S. 734 Nrn. 
Französische Sprache und Litteratur. Anhang: Rätoro- 
manisch. [2787.] 

A. Twietmeyer, Leipzig, Querstr. 23. Antiquar. Lager- 
Katalog Nr. 91. 1887. 8o. Tit. u. 81 S. 1709 Nrn. Allg. 
über die Kunst-Bibliographie. Kataloge. Prachtbändc. Inku- 



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384 Buchhändler- u. antiquarische Kataloge. 

nabeln. Geschichte der Kunst. Kunstbücher aller Art. 
Galeriewerke. Kostüme. Geschichts- u. Reisewerke mit Ab- 
bildungen u. Karten. Militaria. Architektur. Malerei. Techno- 
logie. Theater. Musik. Numismatik. Kupferstiche. Holz- 
schnitte. Wandzeichnungen. {2788.] 

F. Vieweg, Paris, 67 rue de Richelieu. Cataloque 
general des livres anciens et modernes. Nr. V. 8o. Tit. u. 
S. 195—218. Nr. 4252—4794. Medecine. Chirurgie — 
Hygiene. Homeopathie. — Nr. VI. 8o. Tit. u. S. 219 bis 
304. Nr. 4795 — 6684. Scienes naturelles et physiques. Me- 
moires d'Academies. Publications periodiques. — Zoologie. 

— Botanique. — Physique. — Chimie. — Mineralogie. — 
Geologie — Paleontologie, etc. [2789.] 

Karl Theodor Volk er' s Verlag und Antiquariat, 
Frankfurt a. M., Römerberg 3. Verzeichnis des Antiq. Bücher- 
lagers Nr. 131. 1886. 8o. Tit. u. 22 S. 600 Nrn. Belle- 
tristik pit 1870. — Nr. 134. 8o. Tit. u. 34 S. 704 Nrn. 
Auswahl aus allen Gebieten der Litteratur. [2790.] 

W. Weber, Berlin W., Markgrafenstr. 46. Verzeichnis 
von antiquar. Büchern Nr. 140. 8°. Tit. u. 50 S. Orien- 
talin — Nr. 146. 8o. Tit. u. 78 S. Altklassische Philo- 
logie. — Nr. 147. 8o. Tit. u. 54 S. Theologie. Nr. 148. 
8°. Tit. u. 78 S. Deutsche Litteratur und Uebersetzungen. 

— Nr. 149. 8°. Tit. u. 82 S. Geschichte und deren Hilfs- 
wissenschaften. — Verzeichnis einer Auswahl antiquar. Werke. 
8°. Tit. u. 8 S. Bauwissenschaft. [2791.] 

H. Welter, Paris, 59 rue Bonaparte. Katalog Nr. 7. 
1886. 8o. Tit. u. 23 S. 429 Nrn. 1) Collections, Revues, 
Periodiques, et Grands Ouvrages de Bibliotheque. 2) Lingui- 
stique. — Histoire litteraire. — Philologie classique. — 
Auteurs grec et latins. 3) Histoire. — Geographie. — 
Droit. 4) Archeologie. — Numismatique. — Beaux-Arts. 5) 
Philosophie. — Religion. 6) Bibliographie. — Imprimerie. 

— Libraire. 7) Litterature frangaise et etrangere. 8) Supple- 
ment. [2792.] 

J. Widdprecht's Antiquariats -Buchhandlung, Augs- 
burg. Bücher-Anzeiger Nr. 395. 1886. 4°. 8 S. 386 Nrn. 
Varia. [2793.] 

von Zahn u. Ja en seh, Dresden, Schlossstr. 22. Kata- 
log Nr. 13. 1886, 8o. Tit. u. 38 S. 997 Nrn. Biblio- 
theca militari8. Kriegsgeschichte , Kriegskunst , Militär- 
Kostüme. Bibliothek des verstorbenen Kgl. Preuss. Generals 
von Bonin. [2794.] 

Verantwortlicher Redakteur: Joseph Kürschner, Stuttgart. 
Druck der Hoffmann' sehen Buchdruckerei, Stuttgart. 



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Monatliches Verzeichniss 

der 

wichtigem neuen Erscheinungen der deutschen 
und ausländischen Literatur. 



Herausgegeben von F. A. Brockhaus in Leipzig. 



1886.] Zaxmax. [«r. 1. 

Dieses Verzeichniss erscheint regelmässig monatlich und ist, gleich den darin 

angezeigten Büchern, direct von F. A. Brockhaus in Leipzig sowie durch alle 

Buchhandlungen zu beziehen. 



I. Encyklopädie und Literaturwissenschaft. 

1. Arana, D.. B.. Notas para una bibliografia de obras anonimas i seudonimas 
sobre la historia, la jeografia i la literatura de America. Santiago de Chile, 1885. 
8°. 171 pp. 20 c4i 

2. Berlan, Fr. La introduzione della stampa in Milano. Venezia, 1884. 8°. 
180 pp. 4 dfl 

3. v. Biedermann, Wold. Goethe - Forschungen. Neue Folge. Leipzig, 1886. 
v. Biedermann. 8°. X, 480 pp. Mit 2 Bildn. u. 2 Fcsm. 12 dfl 

S. 1880 Nr. 1. 

4. Bozza, S.. V.. Storia siciliana di anoniruo autore, compilaia in dialetto nel 
secolo XV, trascritta e corredata di studii, note e indici. Parte 1. Bologna, 1885. 
8°. 7 dfl 

5. Cushing, W.. Initials and Pseudonyms. A Dictionary of literary Disguises. 
London, 1886. 8°. 600 pp. 30 dft 

6. Eiben, 0. Geschichte des Schwäbischen Merkurs 1785— 1885. Stuttgart, 1886. 
Neff. 8°. VII, 159 pp. Mit dem Facsimile der 1. Nr. 1 oft 50 ^ 

7. Encyklopädie, allgemeine, der Wissenschaften und Künste in alphabetischer 
Folge, von genannten Schriftstellern bearbeitet und herausgegeben von J. S. Ersch 
und J. G. Gruber. II. Section. H — N. Herausgegeben von A. Leskien. XXXVIII. Tbl. 
Leipzig, 1885. Brockhaus. 4°. 392 pp. 

cart. 11 oft 50 ^; Velinpap. 15 oH* Prachtausg. auf extra/. Velinpap. 45 oil 
S. 1885 Nr. 1724. 

8. Ercole, P.. Guido Ca valcanti e le sue rime. Livorno, 1885. 16°. 416 pp. oft 

9. Fernen, F.. Guida allo studio critico della letteratura. Torino, 1885. 8 U . 
405 pp. 3 oll 50 ^ 

10. Forfatter-Lexikon, Norsk, 1814—1880. Paa Grundlag af J.. E.. Kraft's og 
C. Langes „Norsk Forfatter-Lexikon 1814 — 1856" samlet, redigered og udgivet af 
/.. B.. Halvorsen. 11. Heft. Kjobenhavn, 1885. 8°. p. 65— 128. Mit 1 Karte. 

S. 1885 Nr. 2735. 1 ^( 50 ^ 

11. Fornaciari, B.. La letteratura italiaua uei primi quattro secoli. XI II — 
XVI. Firenze, 1885. 16°. 417 pp. 3 oft 50 ^ 



1866. 



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12. Gietmann, Gh. Klassische Dichter und Dichtungen. I. Thl. Das Problem 
des menschlichen Lebens in dichterischer Losung: Dante, Parzival und Faust, 
n^bst einigen verwandten Dichtungen. 1. Hälfte. Freiburg i/Br., 1885. Herder. 
8°. 4 dH 50 ^ 

Inhalt: Die göttliohe Komödie und ihr Dichter Dante Alighieri. XII, 426 pp. 

13. Litteraturdenkmale, deutsche, des 18. und 19. Jahrhunderts, in Neudrucken 
herausgegeben von Bh. Seuffert. XXIII. u. XXIV. Bd. Heilbronn, 1886. Henninger. 
8°. XXXVIII, 443 u. CVI, 130 pp. 5 dH 80 J> 

8. 1885 Nr. 3471. 

14. Müller, J. Die wissenschaftlichen Vereine und Gesellschaften Deutschlands 
im 19. Jahrh. Bibliographie ihrer Veröffentlichungen seit ihrer Begründung bis 
auf die Gegenwart. 6. Lfg. Berlin, 1885. Asher fy Co. 4°. p. 401—480. 6 dtt 

8. 1885 Nr. 2087, 

15. Pipitone, F.. Saggio di letteratura contemporanea. 1. serie. Palermo, 1885. 
8°. 476 pp. 5 dH 

16. Ramorino, Fei. Letteratura romana. Milano, 1885. 32°. 290 pp. 2 &H 

17. v. Reinholdt, Alz. Geschichte der russischen Literatur von ihren Anfängen 
bis auf die neueste Zeit. 6. u. 7. Lfg. Leipzig, 1885. Friedrich. 8°. p. 321—448. 

S. 1885 Nr. 2090. Jede Lfg. 1 oH 

18. Schmidt, Alb. Grundriss der Geschichte der europäischen Litteraturen. I. n. 
II. Bdchn. Leipzig, 1885. Hucke. 8°. 214 u. 136 pp. Jedes Bdchn. 2 dH 50 ^ 

19. Trevisani, Cs. Autori dramatici contemporanei. I. Pietro Cossa. Roma, 
1885. 16°. 3 dH 

20. Warnod, E. Etudes litteraires et morales. Paris, 1885. 12°. 300 pp. 

3 orfföO ^ 

II. Theologie und Philosophie. 

21. Arthur, W. Religion without God, and God without Religion. London, 
1885. 8°. 543 pp. 5 dH 40 ^ 

22. Baier, J.. Die Naturehe in ihrem Verhältniss zur paradiesischen vorchrist- 
lichen und christlich -sakramentalen Ehe. Regemburg , 1885. Manz. 8°. VIII, 
200 pp. 2 dH 80 4 

23. Bastian, Adf. Die Seele indischer und hellenischer Philosophie in den Ge- 
spenstern moderner Geisterseherei. Berlin, 1885. Weidmann. 8°. XLVIII, 
223 pp. 6 dft 

24. Bannard. Histoire du cardinal Pie, eveque de Poitiers. 2 vols. Paris, 1885. 
8°. 683 u. 729 pp. 15 oH 

25. v. Berger, Alfr. Raumanschauung und formale Logik. Wien, 1885. Konegen. 
8°. 48 pp. 1 dft 

26. Bissei, E . C. The Pentateuch, its Origin and Structure. An Examination 
of recent Theories. London, 1885. 8°. 486 pp. 10 oH 80 ^ 

27. Capecelatro, Alfr. La vita di Gesü Cristo. Milano, 1886. 4°. XXXII, 
893 pp. 20 dH 

28. Cave, Alfr» An Introduction to Theology, its Principles, its Branches, its 
Results, its Literature. Edinburgh, 1886. 8°. 570 pp. 14 dH 40 ^ 

29. Church, R.. W.. The Discipline of the Christian Character. London, 1886. 
8°. 132 pp. 5 dH 40 ^ 

30. Cloquet, Rb. L. An Exposition of the thirtynine Articles of the Church of 
England. London, 1886. 8°. 630 pp. 19 dH 20 ^ 

31. Fiske, J.. The Idea of God as affected by modern Knowledge. London, 
1885. 8°. 190 pp. ' 4 dH 80 ^ 

32. Fitigerald. Lectures on ecclesiastical History. Including the Origin and 
•Progress of the English Reformation from Wickliffe to the Great Rebellion. Edited 

by Fitzgerald and J. Quarry. 2 vols. London, 1885. 8°. 580 pp. . 25 c*H 

33. Gutachten über die von der Halleschen Revisionskommission herausgegebene 
Probebibel, abgegeben von der in der deutsch-romanischen Section der Philologen- 
Versammlung zu Dessau gewählten Kommission. Halle, 1885. Niemeyer. 8°. 
50 pp. 1 dH 

34. Heuasler, Hs. Der Rationalismus des 17. Jahrhunderts, in seinen Beziehun- 
gen zur Entwickelungs - Lehre dargestellt. Breslau, 1886.. Koebner. 8°. VIII, 
160 pp. 3 dH 60 ^ 



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35. Hughes, Th. P.. A Dietionary of Islam. Being a Cyclopaedia of the Doc- 
trines, Rites, Ceremonies, and Customs, together with the technical and theolo- 
gical Terms of the Muhammedan Religion. London, 1885. 8°. 750 pp. 50 dfl 
• 36. Jänner, Fd. Geschichte der Bischöfe von Regensburg. 7. Heft. Regens- 
bürg, 1886. 8°. p. 1—208. 2 dK 

S. 1885 Nr. 1044. 

37. Kaier, £.. Die Ethik des Utilitarismus. Hamburg, 1885. 8°. III, 78 pp. 2 dfl 

38. Krame, K. Chr. F. Reine allgemeine Vernunftwissenschaft oder Vorschule 
des analytischen Haupttheiles des Wissenschaftgliedbaues. Aus dem handschrift- 
lichen Nachlasse des Verfassers herausgegeben von P. Hohlfeld upd A. Wunsche, 
Leipzig, 1885. 0. Schuhe, 8°. VIII, 166 pp. 3 dK 50 $ 

39. Kreibig, Jos. Epikur. Seine Persönlichkeit und seine Lehre. Wien, 1886. 
Halm Sr Goldmann. .8°. 50 pp. 1 dK 

40. Labanca, B.. II cristianesimo primitivo. Torino, 1885. 8°. XXIV, 
448 pp. .6 dfl 

41. Leonis X., pontificis maximi, reges ta, gloriosis auspiciis Leonis D. P. pp. 
XIII. feliciter regnantis e tabularii Vaticani manuscriptis voluminibus aliisque 
monumentis adjuvantibus tum eidem archivio addictis tum aliis eruditis viris col- 
legit et ed. Jos. Hergenroether. Fase. 2 et 3. Freiburg i/Br., 1886. Herder. 4°. 
5>. 137—384. Jeder Fase. 7 dK 20 $ 

42. Lobe, J.. und E.. Lobe. Geschichte der Kirchen und Schulen des Jlerzog- 
thams Sachsen- Altenburg, auf Grund der Kirchen -Galerie bearbeitet. 5 — 8. Lfg. 
Altenburg, 1885. Bonde's Verl. 8°. p. 225—416. Jede Lfg. 1 ©^T 

8. 1885 Nr. 2109. 

43. Lotze, Hm. Kleine Schriften. I. Bd. Leipzig, 1885. llirzel. 8°. XVIII, 
397 pp. 6 dfl 

44. Mackintosh, Bb. Christ and the Jewish Law. London, 1886. 8°. 312 pp« 

7 dfl 20 $ 

45. Maguire, Th. Lectures on Philosophy. l 8t Series. London, 1885. 8°. 
258 pp. m v 10 dK 80 ^ 

46. Mainländer, Ph. Die Philosophie der Erlösung. II. Bd. 12 philosophische 
Essays. 5. Lfg. Frankfurt a./M., 1885. Koenitzer. S°. 2 dK 40 ^ 

Inhalt: Kritik der Hartmann'schen Philosophie des Unbewussten. VIII u. p. 529—653. 

47. Mühlbauer, Wfg. Supplementum ad decreta authentica congregationis sacro- 
rum rituum in usum cleri commodiorem ordine alphabetico concinnata. Tom. III. 
Fase. 6. München, 1885. Stahl. 8°. XV u. p. 657—727. 2 dK 50 ^ 

S. 1885 Nr. 2113. 

48. Mühlbauer, Wfg. Thesaurus resolutionum s. c. concilii , quae consentanee 
ad Tridentinorum pp. decreta aliasque canonici juris sanetiones prodierunt usque 
ad a. 1884, cum omnibus constitutionibus et aliis novissimis deolarationibus s. s. 
pontificum ad causas respicientibus. Primum ad commodiorem usum ordine al- 
phabetico concinnatus. Tomus V. Fase. 5. München, 1885. Stahl. 4°. p. 401 — 
504. 3 dK 

S. 1885 Kr. 2114. 

49. Palgrave, Fr. T.. Life of our Lord and Saviour Jesus Christ. Illustrated 
from the Italian Painters of the fourteenth, fifteenth and sixteenth Centuries. 
London, 1885. 8°. 25 dK 

50. Patrum, Sanctorum, opuscula selecta ad usum prsesertim studiosorum theolo- 
giae. Ed. et commentariis auzit H. Hurter. Vol. 48. Innsbruck, 1885. Wag- 
ner. 16°. 317 pp. 1 dfl 50 ^ 

8. 1885 Nr. 3506. 

51. Kenouvier, C. Esquisse d'une Classification systematique des doctrines phi- 
losophique. Tome II. Paris, 1885. 8°. 420 pp. 8 dfl 

52. Bingholz, 0.. Der heilige Abt Odilo v. Cluny in seinem Leben und Wirken. 
Brunn, 1885. [Wien, Frick."] 8°. VI, 126, 82 pp. # 3 dfl 

53. Both, F.. W„ £.. Die Visionen der heiligen Elisabeth und die Schriften der 
Aebte Ekbert und Emecho v. Schonau. Nach den Original-Handschriften heraus- 
gegeben. Mit historischem Abriss des Lebens der heiligen Elisabeth, der Aebte 
Ekbert und Emecho v. Schonau. Ein Beitrag zur Mystik und Kirchengeschichl«'. 
Brunn, 1884. [Wien, Frick.'] 8°. CXXVIII, 414 pp. Mit 1 Skilauf. 8 dfl 

1* 



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54. Schopenhauer, Arth. Aphorismen zur Lebensweisheit. 2 Bdchn. Leipzig, 
1886. Brockhaus. 8°. XIII, 137 u. XIII, 144 pp. Jedes Bdchn. 2 d& 

55. Schopenhauer, Arth* Ueber den Tod und sein Verhältniss zur Unzerstörbar- 
keit nnsers Wesens an sich. Leben der Gattung. Erblichkeit der Eigenschaften. 
Leipzig, 1886. Brockhaus. 8°. XV, 119 pp. * 2^jf 

56. Simon, D.. W.. The Bible an Outgrowth of theocratic Life. Edinburgh, 
1886. 8°. 220 pp. 5 e* 40 ^ 

57. Btoppani, Ant. Gl'intransigenti alla strenga dei fatti vecchi, nuovi e nuovis- 
simi. Ed una appendice soll' indirizzo del clero italiano al papa nel 1862. Mi- 
lano, 1885. 8°. XXVIII, 265 pp. 3 dti 50 ^ 

58. Svoboda, Adb. Kritische Geschichte der Ideale. Mit besonderer Berücksich- 
tigung der bildenden Kunst. I. Bd. Der Seelenwahn. Geschichtliches und Phi- 
losophisches. 2.— 7. Lfg. Leipzig, 1885. Th. Grieben. 8°. p. 97 — 680. 

SchluM. - S. 1885 Kr. 2444. J e de Lfg. 1 dH 80 ^ 

59. Tanchuma ben Rabbi Abba, Rabbi, Midrasch Tanchuma, e. agadischer Com- 
mentar zum Pentateuch. Zum ersten male nach Handschriften aus den Biblio- 
theken zu Oxford, Rom, Parma und München herausgegeben. Kritisch bearbeitet, 
commentirt und mit einer ausführlichen Einleitung versehen von S. Buber. 3 Bde. 
Wilna, 1885. [Berlin, Adf. Cohn.'] 8°. 212, 356 u. 339 pp. 9 dH 

60. Temple. Relations between Religion and Science. London, 1886. 8°. 
250 pp. 7 dft 20 ^ 

61. Thomas. The Genius of the fourth Gospel. The Gospel of St. John exe- 
getically and practically considered. 2 vols. London, 1 886. 8°. 820 pp, 25 dK 

62. Veitch, J. Institutes of Logic. London, 1885. 8°. 550 pp. 15 dH 

III. Erziehungswissenschaft. 

63. Bliedner, A.. Karl Volkmar Stoy und das pädagogische Universitatsseminar. 
Leipzig, 1885. Rtichardt. 8°. XII, 360 pp. 5 dK 20 ^ 

64. Deussing, G.. Der Anschauungsunterricht in der deutschen Schule von Arnos 
Coraenius bis zur Gegenwart. Frankenberg, 1885. Rossberg. 8°. IX, 152 pp. 2o^ 

65. Schumann, J.. Chr. Olob. Dr. Karl Kehr. Ein Meister der deutschen Volks- 
schule und Lehrerbildung, nach Erinnerungen und Briefen an Freunde den deut- 
schen Lehrern gezeichnet. Neuwied, 1885. Heuser's Verl. 8°. VII, 251 pp. 
Mit dem Porträt von Dr. Kehr in Stahlst. 3 dK 

IT. Rechts- und Staatswissenschaft. 

66. Amandi, M.. A.. Estudios sobre procedimiento electoral. Madrid, 1885. 
4°. 365 pp. 7 dK 25 ^ 

67. Aulard, F. A. Les orateurs de la legislative et de Ja Convention. 2 vols. 
8°. 567 u. 588 pp. 15 dK 

68. Birkbeck, W.. L.. Historical Sketch of the Distribution of Land in England, 
with Suggestions for some Improvement in the Law. London, 1885. 8°. 110 pp. 

5 o*40^ 

69. Boselli, F. Le droit maritime en Italie. Turin-Naples, 1885. 8°. 324, 
CXCVII pp. 10 dK 

70. Catellani, £.. L.. Le colonie e la conferenza di Berlino. Torino, 1885. 
8°. 790 pp. 15 dK 

71. Clapperton, J.. H.. Scientific Meliorism and the Evolution of Happiness. 
London, 1885. 8°. 436 pp. 10 dK 20 ^ 

72. Cogliolo, Ft. Manuale delle fonti del diritto romano, secondo. i risultati 
della piü recente critica filologica e giuridica. Torino, 1885. 8°. 567 pp. 6 c4C 

73. Colajanni, Np. Le istituzioni municipali. Catania, 1885. 16°. 334 pp. S oK 

74. Crivellari, 0.. Dei reati contro la vita e la integrita personale. Torino, 
1885. 8°. 792 pp. 12 dK 

75. Cucheval-Clarigny. Les finances de l'Italie 1866 — 1885. Paris, 1885. 8°. 
336 pp. 6 dK 

76. Despagnet, F. Precis de droit international prive. Paris, 1885. 8°. 
630 pp. 10 o4T 



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77. Forschungen, Staats- nnd socialwissenschaftliche. Herausgegeben von Gst. 
Schmoller. V. Bd. 4. Heft. u. VI. Bd. 1. Heft. Leipzig, 1885. Duncker ff Humblot. 
8°. 12 dfC 80 ^ 

Inhalt: V, 4. Das englische Armenwesen in seiner historischen Entwickelang nnd in 
seiner heutigen Gestalt. Von P.. F.. Aschrott. XXI, 450 pp. 10 <M — VI, 1. Bas Manufaktur- 
haus auf dem Tabor in Wien. Ein Beitrag zur österreichischen Wirthschaftsgeschichte des 
17. Jahrhunderts von H. J. Hatschek. VIII, 89 pp. Mit 2 Plänen und 1 Abbildung des Manu- 
fakturhauses. 2 <M 80 A 

S. 1885 Nr. 1088. 

78. Francke, Bh. Die Gesetzgebung des Königreichs Sachsen seit dem Erschei- 
nen der Gesetzsammlung im Jahre 1818 bis zur Gegenwart. Verzeichniss der 
sämmtlichen in der Gesetzsammlung, der Sammlung der Gesetze u. Verordnungen 
und dem Gesetz- und Verordnungsblatte für das. Königreich Sachsen enthaltenen 
Erlasse, unter Abdruck der jetzt noch gültigen Bestimmungen nebst Verweisungen 
auf die einschlagenden spätem landes- und reichsgesetzlichen Vorschriften. 10. — 
12. Lfg. Leipzig, 1886. Rossberg, 8°. II. Bd. p. 305— 688. Jede L/g. 2 odf 40 ^ 

8. 1885 Nr. 70. 

79. Gesetzgebung, die, des Deutschen Reiches von der Gründung des Nord- 
deutschen Bundes bis auf die Gegenwart. Mit Erläuterungen und Registern her- 
ausgegeben von U.. Gaupp, A.. Hellweg, R.. Koch, W.. Neubauer, W.. L.. Solms, 
R.. Sydow, W.. Turnau, F.. Vierhaus. 21.— 26. Lfg. Berlin, 1886. Guttentag. 
8°. IV. Bd. p. 1—960. Jede Lfg. 1 c4t 50 J> 

S. 1885 Nr. 2148. 

80. Glass, H.. Marine International Law. Annapolis, 1885. 8°. 9eK 

81. Handbuch, systematisches, der deutschen Rechtswissenschaft. Unter Mit- 
wirkung von H.. Brunner, £.. Brunnenmeister, O. Bülow etc. herausgegeben von 
K. Binding. IX. Abth. II. Thl. I. Bd. Leipzig, 1885. Duncker fy Humblot. 8°. 

15 <M 60 ^ 

Inhalt: Handbuch des deutschen Civilprozessrechts. Von Adf. Wach. I. Bd. XV, 690 pp. 

82. Hartmann, 0. E. Der Ordo Judiciorum und die Judicia extraordinaria der 
Römer. 1. Thl. l.u. 2. Lfg. Ergänzt und herausgegeben von A, Ubbelohde. Göt~ 
tingen, 1886. Vandenhoeck Sf Ruprechts Verl. 8 U . XXIII u. p. l r <9— 646. 13 dfi 

83. Heckseher, J.. Kredits alget og Salgerens Standsningsret. Stockholm, 1885. 
8°. 216 pp. ^ ^ 5o#25^ 

84. Kieser, Hs. Preisrückgang nnd Goldwährung. Beiträge zum Verstau dniss 
der wirtschaftlichen Lage und der Währungsfrage unter besonderer Berücksich- 
tigung von Industrie und Landwirthschaft. Köln, 1885. Du Mont-Schauberg. 8°. 
VIII, 82 pp. 1 Jl 20 ^ 

85. Langfeld, Adf. Die Lehre vom Retentionsrecht nach gemeinem Recht. 
Rostock 1885. Werther. 8°. VI, 167 pp. 2 cM 80 ^ 

86. Laughlin, J.. L.. The History of Bimetallism in the United States. New 
York, 1885. 8°. 258 pp. 14 ©^ 40 ^ 

87. Letino Carbonelli. La Chiesa, la proprieta, lo stato nella intimitä de'loro 
rapporti. Napoli, 1884. 8°. 498 pp. 12 dfi 

88. Loening, Reh. Grnndriss zu Vorlesungen über deutsches Strafrecht. Frank- 
urt o/M., 1885. Literar. Anstalt, Rütten Sf Loening. 8°. IX, 147 pp. 2 dftbOJ) 

89. Marinoni, L. La legge doganale italiana, e Je leggi sui magazzini generali. 
Genova, 1835. 8°. 522 pp. 6 *M 

90. O'Connor, T.. P.. Gladstone's House of Commons. London, 1885. 8°. 
560 pp. 15 öH 

91. Pappenheim, Maz. Die altdänischen Schutzgilden. Ein Beitrag zur Rechts- 
geschichte der germanischen Genossenschaft. Breslau, 1885. Koebntr. 8°. VIII, 
516 pp. 13 dH 

92. Post, Alb. Hm. Einleitung in das Studium der ethnologischen Jurisprudenz. 
Oldenburg, 1886. 8°. 53 pp. 1 dfl 20 ^ 

93. Ricard, L. Les institutions judiciaires et administratives de l'ancienne 
France. Paris, 1885. 8°. 426 pp. 8 c4t 

94. Rinaldi, Ant. II comune e la provincia nella storia del diritto italiauo. 
Potenza, 1881. 8°. 412 pp. 4 <M 

95. Bosii, A. I prineipii della economia politica. Genova, 1885. 8°. 108 pp. 

3 c# 



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6 

96. Rüdiger, Adf. Die Rechtslehre vom Lebensversicherungs vertrag, aus den 
wirthschafclich en Grundlagen des Geschäftes entwickelt und unter besonderer Be- 
rücksichtigung der Ergebnisse der Rechtsprechung bearbeitet. Berlin, 1885. Mitt- 
ler * Sohn. 8°. IX, 348 pp. 8 dfi 

97. Sergi, Gius. La teoria generale dei patti e dei contratti in diritto romano, 
confrontata col codici civile italiano. Nativa dei patti e dei confratti. Palermo, 
1885. 8°. XII, 362 pp. 8 dfi 

98. Sidgwick, H. The Scope and Method of economic Science. London, 1885. 
8«. 58 pp. 2 dfi 

99. Tamaisio, Gi. Le alienazioni degli immobili e gli eredi secondo gli antichi 
diritti germanici e specialmente il longobardo. Milano, 1885. 8°. 286 pp. 6 dfi 

100. Viollet. Precis de l'histoire du droit francais. Paris, 1885. 8°. 
804 pp. 10 eS 

101. Weiss, A. Tratte elementaire de droit international prive. Paris, 1885. 
8°. 995 pp! 12 dfi 

102. Wollenzien, J.. Das Gerichtskassenwesen in Preussen. Systematische 
Zusammenstellung aller das Eassenwesen bei den preussischen Justizbehörden be- 
treffenden gesetzlichen und administrativen Vorschriften. Mit Erläuterungen. 
2—5. Lfg. Berlin, 1885. Siemenroth. 8°. p. 81—400. Jede Lfg. 1 dfi 50 ^ 

S. 1885 Nr. 3582. 

V. Mathematik und Naturwissenschaften. 

103. Acta, nova, academiae caesareae Leopoldino- Carolina e germauicae naturae 
curiosorum. Tom. XLVII. E. s. t. : Verhandlungen der kaiserl. Lcopoldinisch- 
Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher. XLVII. Bd. Halle, 1885. 
[Leipzig, Engelmann.'] 4°. 314 pp. Mit 27 Utk. Taf. 30 dfi 

S. 1883 Nr. 2701. 

104. Alessandri, P.. E.. Metodo sistematico per l'analisi chimica qualitativa 
delle sostanze inorganiche e organiche, e per le ricerche tossicologiche. Milano, 
1885. 8°. XIV, 284 pp. 5^Sf 

105. Bellotti, G.. Luce e colori. Milano, 1886. 16°. 156 pp. Mit 24 Abbildgn. 
u. 1 Taf. 1 dK 50 ^ 

106. Birnbaum, K.. und J„ Grimm. Atlas von Photographien mikroskopischer 
Präparate der reinen und gefälschten Nahrungsmittel. I. Abth.: Atlas zur Mehl- 
prüfung. Stuttgart, 1886. Schweizer bar t. 4°. IV, 10 Bl. Text. Mit 16 Taf. in 
Photogr. -Druck. 24 dH 

107. Carus, Jul. Vct. Prodromus faunae mediterraneae siv.e descriptio animalium 
maris mediterranei incolarum, quam comparata silva rerum quatenus innotuit, 
adiectis locis et nominibus vulgaribus eorumque auctoribus in commodum zoolo- 
gorum congessit J. V. C. Pars II. Arthropoda. Stuttgart, 1885. Schweizerbart. 
8°. I. Bd. VII— XI u. p. 283—524. 10 dfi 

S. 1885 Nr. 99. 

108. Croll, J.. Discusaons on Climate and Cosmology. London, 1885. 8°. 
332 pp. 12 dfi 50 ^ 

109. Eagles, T.. H.. Constructive Geometry of plane Curves. London, 1885. 
8°. 390 pp. 14 o^40^ 

110. Filhol, H. La vie au fond des mers. Les explorations sous-marines et les 
voyages du Travailleur et du Talisman. Paris, 1885. 8°. 302 pp. 10 dfi 

111. Greenhill, Alfr. G. Differential and integral Calculus. London, 1885. 8°. 
276 pp. ^ ■ 9 dK 

112. Gruber, A. Beitrage zur Eenntniss der Physiologie und Biologie der Pro- 
tozoen. Freiburg i/Br., 1886. Mohr. 8°. 24 pp. Mitlheliotyp.Taf. 1 dfi 60 ^ 

113. Handwörterbuch, neues, der Chemie. Auf Grundlage des von Liebig, 
Poggendorff und Wöhler, Kolbe und Fehling herausgegebenen Handwörterbuchs 
der reinen und angewandten Chemie und unter Mitwirkung von Baumann, Bunsen, 
Fittig etc. bearbeitet und redigirt von Hm. v. Fehling und G. Hell. 48. u. 49. Lfg. 
Braunschweig, 1885. Vieweg fy Salm. 8°. IV. Bd. p. 721—912. Mit in den Text 
eingedr. Höhst. Jede Lfg. 2 dfi 40 ^ 



S. 1885 Nr. 105. 



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114. Hartmann, R. Les singes anthropoides et l'homme. Paria , 1885. 8°. 
232 pp. Mit Abbildgn. 6 dfl 

115. Hilger, Alb. Vereinbarungen betreffs der Untersuchung und Beurteilung 
von Nahrungs- und Genussmitteln, sowie Gebrauchsgegenständen. Herausgegeben 
im Auftrage der Freien Vereinigung bayerischer Vertreter der angewandten Chemie. 
Berlin, 1885. Springer. 8°. XII, 283 pp. Mit 8 in den Text gedr. Holzzehn. 8 dfl 

116. Holder, C. F. Marvels of animal Life. London, 1885. 8°. 240 pp. 

10 <M 20 ^ 

117. Jürgens, Alz. Beiträge zur Kenntniss der Alkaloide des Aconitum Na- 
pellus. St. Petersburg, 1885. [Dorpat, Karow.] 8°. 45 pp. ' 1^ 

118. Kleyer, A. Lehrbuch der Gleichungen des 1. Grades mit einer Unbekann- 
ten. Stuttgart, 1885. Maier. 8°. X, 460 pp. 8 dfl 

119. Kleyer, A.. Lehrbuch der Körperberechnungen. 1. u. 2» Buch. Stuttgart, 
1885. Maier. 8°. _ 13 dfl 

120. v. Koenen, A. Ueber eine paleocäne Fauna von Kopenhagen. Gottingen, 
1885. Dieterich' s Verl. 4°. 128 pp. Mit 5 Lichtdr.-Taf. u. 5 Bl. Erklär gn. 6 dfl 

121. Langsdorff, W. Gang- und Schichten-Studien aus dem westlichen Oberharz. 
Nebst einer geologischen Karte des nördlichen Westharzes in Farbendruck. Claus- 
thal, 1885. Uppenborn. 8°. XI, 47 pp. 6 dfl 50 ^ 

122. Laube, Ost. C. Ein Beitrag zur Kenntniss der Fische des böhmischen Tu- 
ron's. Wien, 1885. Gerold' s Sohn. 4°. 14 pp. Mit 1 lith. Doppeita/, u. 2 Zinkogr. 
im Text. 1 cH 80 $ 

123. List, Jos. H. Untersuchungen über das Cloakenepithel der Plagiostomen. 
I. Thl. Das Cloakenepithel der Rochen. Wien, 1885. Gerold' 8 Sohn. 8°. 36 pp. 
Mit 4 chromolith. Taf. 3 dfl 50 \ 

124. Mahler, Ed. Astronomische Untersuchungen über in hebräischen Schriften 
erwähnte Finsternisse. I. Thl. Die biblischen Finsternisse. Ein Beitrag zur bibli- 
schen Chronologie. Wien, 1885. Gerold' s Sohn. 8°. 29 pp. 60 /^ 

125. Martini und Chemnitz. Systematisches Conchylien-Cabinet. In Verbindung 
mit Philippi, L. Pfeiffer, Dunker etc. neu herausgegeben und vervollständigt von 
H.. C.. Küster; nach dessen Tode fortgesetzt von W.. Kobelt und H„ C.. Weinkauff. 
334. Lfg. Nürnberg, 1885. Bauer 6f Raspe. 4°. 32 pp. Mit 5 color. Steintaf. 9 dfl 

S. 1885 Nr. 2193. 

126. Mittheilungen aus der zoologischen Station zu Neapel, zugleich ein Reper- 
torium für Mittelmeerkunde. VI. Bd. 3. Heft. Berlin, 1885. Friedländer fy Sohn. 
8°. p. 297— 480. Mit 5 Steintaf. 10^ 

127. Moeller, Jos. Mikroskopie der Nahrungs- und Genussmittel aus dem 
Pflanzenreiche. Berlin, 1885. Springer. 8°. VI, 394 pp. Mit 380 in den Text 
gedr. Orig.-Hokschn. 16 dfl 

128. Muir, M.. M.. P.. and D.. H.. Wilson. The Elements of thermal Chemistry. 
London, 1885. 8°. 322 pp. 15 dfl 

129. Nalepa, Alfr. Die Anatomie der Tyroglyphen. II. Abth. Wien, 1885. 
Gerold' s Sohn. 8°. 52 pp. Mit 3 lith. Taf. 2 dfl 50 ^ 

S. 1885 Nr. 429. 

130. Nasmyth, Jam. and Jam. Carpenter. The Moon considered as a Planet, a 
World and a Satellite. London, 1885. 8°. 210 pp. Mit 26 Taf. u. vielen 
Holzschn. 25 dfl 

131. Nevinny, Jos. Das Cocablatt. Eine pharmakognostische Abhandlung. 
Wien, 1885. Toeplitz fy Deuticke. 8°. V, 51 pp. Mit 4 lith. Taf. u. 2 Abbildgn. 

2 ofl -50 ^ 

132. v. Oppolzer, T.. Ueber die Auflösung des Kepler'schen Problems. Wien, 
1885. Gerold'* Sohn. 4°. 59 pp. 3 c^-20 ^ 

133. Palaeontographica. Beiträge zur Naturgeschichte der Vorzeit. Heraus- 
gegeben von K. A.. v. Zittel, unter Mitwirkung von W.. Benecke, E.. Beyrich, 
v. Fritsch, M.. Neumayr, und Fd. Römer als Vertretern der Deutschen geologi- 
schen Gesellschaft. XXXII. Bd. 6 Lfg. Stuttgart, 1885. Schweizerbart. 4°. 
73 pp. Mit 7 Taf. u. 7 Bl. Erklärgn. 60 dfl 

S. 1885 Nr. 1854. 

134. Pinto, L. Teorica dei principali fenomeni di elottricitä e inagnetisino. 
Napoli, 1885. 8°. 555 pp. Mit Atlas von 17 Taf. 10 dfl 



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8 

135. Pritchard, C. Uranometria nova Oxoniensis. A Photometrie Determination 
of the Magnitudcs of all Stars visible to the naked Eye from the Pole to ten 
Degrees South of the Equator. London, 1885. 8°. 146 pp. 10 dH 20 ^ 

136. Quenstedt, F. A. Die Ammoniten des schwäbischen Jura. 8. u. 9. Lfg. 
Stuttgart, 1885. Schweizerbart. 4°. I. Bd. p. 337—440. Mit 12 Steintaf. u. 12 HL 
Erklärgn. Nebst Text. 8°. 10 dfC 

8. 1885 Nr. 2515. 

137. Bichon, C. et E.. Eoze. Atlas des Champignons comestibles et venereux. 
Paris, 1885. 4°. Mit 72 färb. Taf. u. 1 Facs. 10 cM 

138. Both, E. Additamenta ad conspectum florae europaeae editum a cl. C. F. 
Nyman. — Beiträge zu C. F. Nyman's Conspectus florae europaeae. Berlin, 1886. 
Haude fy Spener. 8°. 46 pp. 2 cS 20 ^ 

139. Russ, K. Die fremdländischen Stubenvögel, ihre Naturgeschichte, Pflege 
und Zucht. IV. Bd.: Lehrbuch der Stubenvogelpflege, -Abrichtung und -Zucht. 
6. Lfg. Magdeburg, 1885. Creutz. 8°. p. 545—656. 3 <4t 

S. 1885 Nr. 117. 

140. Sordelli, F.. Museo entomologico. Le farfalle d'Italia e dei paesi circon- 
vicini. Milano, 1885. 4°. VI, 470 pp. Mit 50 Taf. 25 <M 

141. Sorhagen, L. Die Kleinschmetterlinge der Mark Brandenburg und einiger 
angrenzender Landschaften. Mit besonderer Berücksichtigung der Berliner Arten. 
Berlin, 1885. Friedländer fy Sohn. 8°. X, 367 pp. 6 <M 

142. Stelzner, Alfr. Beiträge zur Geologie und Palaeontologie der Argentini- 
schen Republik. Auf Anordnung der Argentinischen National-Regierung heraus- 
gegeben. I. Geologischer Theil. Beiträge zur Geologie der Argentinischen Re- 
publik und des angrenzenden , zwischen 32. und 33. ° südl. Br. gelegenen Theiles 
der Chilenischen Cordillere. Kassel, 1885. Fischer. 4°. XXIX, 329 pp. Mit 
3 Profiltaf. u. 1 geolog. Karte. 28 <M 

143. Toula, Fr. und J. A. Kail. Ueber einen Krokodilschädel aus den Tertiär- 
ablagerungeu v. Eggenburg in Niederösterreich. Wien , 1885. Gerold' s Sohn. 4°. 
60 pp. Mit 3 Utk. Taf. u. 3 Text-Illustr. 5 dH 20 ^ 

Tl. Medicin. 

144. Abreu, E.. Notas de una viagem de estudo, o medico Ferran e o problema 
scientifico da vaccinaeäo cholerica. Lisboa, 1885. 4°. 256 pp. 9 ©/£ 50 $ 

145. Chevalier, J. De l'inversion de l'instinct sexuel. Paris, 1885. 8°. 
168 pp. 4 cH 

146. Chirurgie, deutsche. Mit zahlreichen Holzsehn, und lith. Taf. Bearbeitet 
von Bandl, Bardenheuer, v. Bergmann etc. Herausgegeben von Billroth und Luecke. 
Lfg. 63*. Stuttgart, 1886. Enhe. 8°. 17 dK 

Inhalt: Die Verletzungen der obern Extremitäten von Bardenheuer. 2 Thle. I. Tbl. 
Mit 196 Abbildgn. im Text. XXVIII, 738 pp. 
S. 1885 Nr. 3951. 

147. Debierre, Ch. Manuel d'embryologie humaine' et comparee. Paris, 1885. 
12«. 780 pp . 8 ^ 

148. Ellenberger, W. Lehrbuch der allgemeinen Therapie der Haussäugethiere. 
Unter Mitwirkung v. Schutz und Siedamgrotzky herausgegeben. 2 Thle. Berlin, 
1885. Hirschwald. 8°. 17 eM 

149. Faggc, C. H.. Principles and Practice of Medicine. 2 vols. London, 
1885. 8°. 1860 pp. 43 JL 

150. Flückiger, F.. A.. Der pharmaceu tische Unter rieht in Deutschland. Halle, 
1885. Buchhandl. des Waisenhauses. 8°. III, 65 pp. 1 oH 60 ^ 

151. Golgi. Sulla fina anatomia degli organi centrali del sistema nervoso. 
Milano, 1885. 8°. 215 pp. Mit 24 Taf. 25 dK 

152. Griebel, C. Die Herzkrankheiten (Beutelwassersucht, Verfettung, Klappen- 
fehler, Klopfen, Krampf), deren Entstehungs- Ursachen und Heilung. Meran, 1886. 
[Leipzig, Th. Grieben."] 8°. 53 pp. 1 e^ 20 ^ 

153. ▼. Hacker, Vct. R.. Die Magenoperationen an Prof. Billroth's Klinik 1880 
bis März 1885. Wien, 1886. Toeplitz fy Deuücke. 8°. V, 68 pp. 2 ©# 



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9 

154. Haswell, Alex. E . Compendium der Uroscmiotik. Die pathologische Chemie 
des Harnes in ihrer Anwendung zur Ergänzung der Diagnose und Prognose inter- 
ner Krankheiten. Wien, 1886. Gerolds Sohn. 8°. VIII, 109 pp. 2 cM 

155. Henning, C. Systematisch - topographischer Atlas der Anatomie des Men- 
schen mit Rücksicht auf angewandte und mikroskopische Anatomie in Autotypo- 
graphien. I. Lfg. Knocbensy stem. Wien, 1886. Toepiitz 8f Deuticke. 8°. 
48 pp. 2 cS 50 ^ 

156. Hirsch, Br. Universal-Pharmakopoe. Eine vergleichende Zusammenstellung 
der zur Zeit in Europa und Nordamerika gültigen Pharmakopoen. 2. — 5. Lfg. 
Leipzig, 1885. E. Günther's Verl. 8°. p. 97—464. Jede Lfg. 2 dfi 

S. 1S84 Nr. 2815. 

157. Hutchinson, J.. Illustrations of clinical Surgery. Fase. 18. London, 1885. 
8°. 7 *H 80 ^ 

158. Jammes, L. Manuel des etudiants en pharmacie. 2 vols. Paris, 1885. 
12°. 474, 768 pp. 10 dK 

159. Knoll, Ph. Beitrage zur Lehre von der Athmuugsinnervation. 5. Mitthei- 
lung. Athmung bei Erregung sensibler Nerven. Wien^ 1885. Gerolds Sohn. 8°. 
22 pp. Mit 3 lith. Taf. 1 c fC 40 ^ 

S. 1885 Nr. 3972. 

160. Lanzer, Ose. Lehrbuch zum Unterrichte im freiwilligen Sanitäts- Hilfs- 
dienste auf dem Kriegsschauplatze. Wien, 1885. Seidel Sf Sohn. 8°. 190 pp. 
Mit 1 Skizze u. 131 Illustr. 3 dfl 60 ^ 

161. Lexikon, biographisches, der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und 
Völker. Unter Mitwirkung von A.. Anagnostakis, E.. Albert, Arndt etc. und 
uuter Special -Redaction von E.. Gurlt, herausgegeben von A. Hirsch. 19. — 26. Lfg. 

Wien, 1885. ürban £f Svhwarzenberg. 8°. II. Bd. III u. p. 561—712. u. III. Bd. 
p. 1—432. Jede Lfg. lc^50^ 

S. 1885 Nr. 2237. 

162. Löwit, M.. Ueber Neubildung und Zerfall weisser Blutkörperchen. Ein 
Beitrag zur Lehre von der Leukämie. Wien, 1885. Gerold's Sohn. 8°. 120 pp. 
Mit 4 lith. Taf. u. 1 Holzschn. 2 dfi 80 ^ 

163. v. Meyer, Gh. Hm. Studien über den Mechanismus des Kusses in normalen 
und abnormen Verhältnissen. 2. Heft. Statik und Mechanik des menschlichen 
Fusses. Nach neuen Untersuchungen. Jena, 1885. Fischer. 8°. VIII, 119 pp. 

S. 1883 Nr. 777. 3 ^f( 

164. Morris, H. Surgical Diseases of the Kidney. London, 1885. 12°. 556 pp. 

10 *U 80 ^ 

165. Mourson, J.. La fievre typhoide dans la marine et dans les pays chauds. 
Paris, 1885. 8°. 311 pp. 6 dfi 

166. Oertel, M.. J.. Ueber Terrain -Curorte zur Behandlung von Kranken mit 
Kreislaufs -Störungen, Kraftabnahme des Herzmuskels, ungenügenden Compensatio- 
nen bei Herzfehlern, Fettherz und Fettsucht, Veränderungen im Lungenkreis- 
lauf etc., insbesondere als Winter-Stationen in Süd -Tirol. [Meran-Mais, Bozen- 
Gries, Arco.] Leipzig, 1885. F. C. W. Vogel. 8°. IV, 76 pp. Mit 2 Karten 
von Bozen u. Meran. 3 dfC 

167. Owen, Edm. The surgical Diseases of Children. London, 1885. 12°. 
500 pp. 10 dH 80 ^ 

168. Redard, P.. De la desinfection des wagons ayant servi au transport des 
animaux. Paris, 1885. 8°. 156 pp. 6 dH 

169. Bobin, Ch. Nouveau dictionnaire abrege de medecine, de Chirurgie, de 
pharmacie. Paris, 1885. 4°. 1000 pp. 16 <M 

170. Ryley, J.. B.. Sterility in Women, Its Causes and Cure. London, 1885. 
8°. 76 pp. 3c4f 

171. Stetter. Compendium der Lehre von den frischen traumatischen Luxationen 
für Studirende und Ärzte. Berlin, 1885. G. Reimer. 8°. VIII, 118 pp. 2 oft 

172. Strambio, G. Monografia sul cholera indiano. Milano, 1885. 8°. 291 pp. 5 df( 

173. Trautmann, F. Anatomische, pathologische und klinische Stndien über 
Hyperplasie der Kachentonsille, sowie chirurgische Behandlung der Hyperplasie 
zur Verhütung von Erkrankungen des Gehörorgans. Berlin, 1885. Hirschwald. 
Fol. V, 150 pp. Mit 7 lith. Taf. u. 12 Stereoskop. Photogr. nach Sectionspräpa- 
raten. 40 oH 



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io 

174. Tseherning, E.. A.. Om Svulsterne i Extremiteternes Knogler og deres chi- 
rurgiske Bebandling. Kjobenhavn, 1885. 8°. 3 J 

175. Wood, J„ Lectures on Hernia and its radical eure. London, 1885. 8°. 
122 pp. 5 dK 40 ^ 

TU. Geographie und Geschichte. 

176. de Amicii, Edm. Spagna. Firenze, 1885. 8°. Mit Illustrationen. 10 dK 

177. Ashton, J. The Dawn of the nineteenth Century in England. 2 vols. 
London, 1885. 8°. 626 pp. 36 üK 

178. Aug6, £.. Rouen pittoresque. Paris, 1885. 4°. 132 pp. 25 dK 

179. de Baillon. Henriette-Anne d'Angleterre duchesse d'Orleans; sa vie et sa 
correspondance avec son frere Charles II. Paris, 1885. 8°. 458 pp. 7 dK 50 ^ 

180. Bender, Fd. Elisabeth, Prinzessin Carl von Hessen und bei Rhein, geb. 
Prinzessin von Preussen. Darmstadt, 1886. Waitz. 8°. 192 pp. Mit 2 Portr. u. 
4 Ansichten in Lichtdr. 5 dK 

181. Bettelheim, Ant. Beaumarchais. Frankfurt a/M., 1886. IAterar. Anstalt, 
Ratten «J* Loening. 8°. XII, 659 pp. Mit 1 rad. Portr. 10 dK 

182. Brown, J.. J. Bunyan. His Life, Times and Works. London, 1885. 8°. 
504 pp. Mit Abbildgn. 25 dß 

183. Cahnn, L. La vie juive. Paris, 1885. 4°. 114pp. MitßRadir.u.Illustr. ZOoK 

184. Calendar of the State Papers, relating to Ireiand , of the Reign of Eliza- 
beth 1588, August — 1592 September. Edited by //.. (7.. Hamilton. London, 1885. 8°. 

S. 1885 Nr. 197. 18 dfi 

185. Calendar of States Papers, Domestic Series 1658 — 59, preserved in the 
State Paper Department of Her Majestys Public Record Office. Edited by M.. 
A.. E.. Green. London, 1886. 8°. 20 dK 

8. oben Nr. 184. 

186. Cumming, £.. J.. G.. Wanderings in China. 2 vols. London, 1885. 8°. 
730 pp. 30 dK 

187. Dawson, G. Biographical Lectures. Editcd by G. St. Clair. London, 1885. 
8°. 560 pp. 9 dK 

188. Eliot. George Eliot's Life as related in her Letters and Journals. Ar- 
ranged and edited by J.. W.. Gross. 3 vols. Vol. I and II. London, 1885. 8°. 

Jeder Band 6 dfi 

189. Finsch, 0. Ueber Bekleidung, Schmuck und Tätowirung der Papuas der 
Südostküste von Neu-Guinea. Wien, 1885. 4°. 23 pp. Mit 39 Abbildgn. 2 eS 

190. Garrucci, R.. Le monete dall' Italia antica. Roma, 1885. Fol. 4, 188 pp. 
Mit CXXV Taf. 150 dK 

191. Gisborne, W.. New Zealand Rulers and Statesmen, 1840 to 1885. Lon- 
don, 1885. 8°. 290 pp. 9 dK 

192. Gower, B.. Last Days of Marie Antoinette. London, 1885. 4°. 160 pp. 

12 dK 50 \ 

193. Grant, U.. S.. Personal Memoirs. 2 vols. London, 1885. 8°. 33 oK 50 $ 

194. Grant, U.. S.. Memoiren. Aus dem Englischen von H. v. Wobeser. Au- 
torisirte deutsche Ausgabe. I. Bd. Leipzig, 1886. Brockhaus. 8°. XVI, 524 pp. 

Soll in 2 Bdn. erscheinen. 12 ©// 

195. Gritzner, M.. u. A.. M.. Hildebrandt. Wappenalbum der gräflichen Familien 
Deutschlands, Oesterreich-Ungarns etc. 16. — 24.Lfg. Leipzig, 1885. T. 0. Weigel. 4°. 

S. 1885 Nr. 2286. Subscr.Pr. jeder Lfg. 2 dK ; Einzelpr. 3 oK 

196. Hahn, L. Fürst Bismarck. Sein politisches Leben und Wirken, urkundlich 
in Thatsachen und des Fürsten eigenen Kundgebungen dargestellt. Vollständige, 
pragmatisch geordnete Sammlung der Reden, Depeschen, wichtigen Staatsschriften 
und politische Briefe des Fürsten. III. u. IV. Bd. 1879—1885 bis zur National- 
feier des 70. Geburtstages des Fürsten. Berlin, 1886. Hertz. 8°. Jeder Bd. 11 oK 

8. 1879 Nr. 1668. 

197. Heichen, P. Afrika. Hand-Lexikon. 2. — 17. Lfg. Leipzig, 1885. Gressner 
$• Schramm. 8°. p. 49—816. Mit vielen Abbildgn. u. Karten. Jede lfg. 50 ^ 

S. 1885 Nr. 2287. 

198. Howells, ff., D„ Tuscan Cities. London, 1885. 4°. 250 pp. Mit Ab- 
bildgn, 19 oH 20 ^ 



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11 

199. Jackson. The Court of France in the sixteenth Century, 1514—1599. 
2 vols. London, 1885. 8°. 770 pp. 28 oH 50 ^ 

200. Johnston, EL. H.. The Kilima-Njaro Expedition. London, 1885. 8°. 
580 pp. Mit 6 Ktn. u. ca. 100 Il/ustr. 25 oH 

201. Kebbel, T.. E.. A History of Toryism, from the Accession of Mr. Pitt to 
Power,, in 1783, to the Death of Lord Beaconsfield. London, 1885. 8°. 414 pp. 

19 *H 20 ^ 

202. Klopp, 0.. Der Fall des Hauses Stuart und die Succession des Hauses 
Hannover in Gross -Britannien und Irland im Zusammenhange der europäischen 
Angelegenheiten von 1660—1714. XII. Bd. Die Kriegsjahre 1706 und 1707. 
Wien, 1886. Braumüller. 8°. XXIV, 573 pp. 15 oü 

S. 1885 Nr. 208. 

203. Koppmann, K. Aus Hamburgs Vergangenheit. Kulturhistorische Bilder 
aus verschiedenen Jahrhunderten. 1. Folge. Hamburg, 1885. Voss. 8°. VII, 
428 pp. 6e^ 

8. 1885 Nr. 508. 

204. Kubary, J.. Ethnogra